DE3929381A1 - Verbundwasserzaehler - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Verbundwasserzähler mit einem
Woltmannzähler als Hauptzähler für die Erfassung der größe
ren Durchflüsse, einem in einer Nebenleitung seitlich vom
Hauptzähler sitzenden Nebenzähler für die Messung der klei
neren Durchflüsse und einem hinter dem Hauptzähler angeord
neten, den Durchgang durch diesen bei Erreichen bestimmter
Durchflüsse öffnenden sowie anschließenden Umschaltventil,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei einem derartigen Verbundwasserzähler wird durch die Kom
bination von Haupt- und Nebenzähler ein weit größerer Meßbe
reich erzielt, als dies mit einem Einzel-Großwasserzähler
gleicher Nennweite möglich ist. Das Umschaltventil hat da
bei die Aufgabe, durch exakte Umschaltvorgänge die bei
den geeichten Einzelzähler so für die Messung einzusetzen,
daß diese von der unteren bis zur oberen Meßbereichsgrenze
des Verbundwasserzählers innerhalb der vorgeschriebenen Feh
lertoleranzen liegen.
Ein bekannter Verbundwasserzähler mit einem Umschalt-Steu
erorgan dieser Art nach der deutschen Patentschrift 10 41 704
kennzeichnet sich dadurch, daß mit dem Steuerorgan ein per
manenter Magnet verbunden ist, der mit einem raumfesten
Rückschlußteil derart zusammenwirkt, daß er auf das Steuer
organ eine Kraft im Sinne der Bewegung des Steuerorgans in
seine Endlage, in der es den Hauptzähler abschließt, ausübt.
Diese Bauart hat den Nachteil, daß sie weder ohne Balgkör
per, als auch mit solchen auf Dauer meßfehlerfrei funktio
nieren kann.
Vorzugsweise soll nämlich eine Kapselung des Magnetsystems,
der Druckfeder und der Führungslager des Ventilkörpers durch
zwei Balgkörper die mit einer Sperrflüssigkeit gefüllt sind
die genannten Teile gegen Korrosion schützen und auch schmie
ren, indem sie zusammen mit dem Führungskopf einen geschlos
senen Raum bildet, der die in ihm liegenden Teile dem Ein
fluß der Meßflüssigkeit entzieht.
Das hat sich praktisch aber nicht bewähren können, weil die
Längsbewegungen des Steuerorgans infolge des durch den Was
serdruck sehr starken Balgwiderstands, der steil ansteigen
den Federspannung und der erforderlichen Sperrflüssigkeits
verdrängung beim Schalten so stark gebremst werden, daß die
für eine einwandfreie Umschaltung nötige schnelle Öffnungs
bewegung des Ventilkörpers trotz Magnetverschluß unterbleibt.
Wird aus den vorgenannten Gründen auf die Balgkörper verzich
tet, dann können durch die beiden Lagerstellen, insbesonde
re durch die große hintere Lagerstelle, im Wasser mitgeführ
te ferritische Fremdstoffe in den Magnetraum eingeschwemmt
werden und sich an dem freiliegenden Magnet in einer solchen
Menge ablagern, daß dieser und die mit ihm verbundenen Tei
le nach relativ kurzer Zeit eine ungünstige Hubverkürzung
erfahren.
Dies führt dann zu einer dauernden Undichtheit am Dichtsitz
des Steuerorgans und damit zu größeren Meßfehlern.
Weiterhin liegt bei dieser Bauform in der Innenkammer durch
die kolbenförmige Magnetausbildung eine stoßdämpferähnliche,
die Schaltbewegungen ebenfalls stark lähmende Wirkung vor,
die umso größer ist, je enger die beiden Lagerspiele der
Ventilachse ausgeführt sind.
Nachteilig bei einer Ausbildung mit Balgkörpern ist zudem
noch, daß sich bei einem Defekt der Balgkörper die Sperr
flüssigkeit mit dem Trinkwasser vermischt.
Diese Bauart ist daher kaum eine praktikable Lösung für ein
Verbundwasserzähler-Umschaltsteuerorgan das jahrelang ohne
jegliche Wartung in einem Rohrnetz funktionieren soll.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen Verbund
wasserzähler mit einem Hauptzähler, einem Nebenzähler und
einem Umschaltventil mit einer Druckfeder und einem Magnet
verschluß mit geringem Aufwand und einfachen Mitteln so aus
zubilden, daß bei den Öffnungs- und Schließvorgängen des Ver
bundwasserzählers keine zusätzlichen Meßfehler entstehen
können.
Die Lösung dieser Aufgabe wird in den Merkmalen des Anspruchs
1 gesehen.
Dadurch, daß im Umschaltventil nur ein dünner und innerhalb
des Ventilhubs ein im Durchmesser stets gleichbleibender
Gleitbolzen verwendet wird, ergibt sich für das notwendige
Gleitspiel zwischen dem Gleitbolzen und der Verschlußstück
bohrung ein so feiner Ringspalt, daß nur Fremdstoffe von
minimaler Größe in diesen eindringen können.
Aber auch solchen Fremdstoffen wird schon nach kürzestem
Weg das weitere Vordringen in den Ringspalt verwehrt, denn
die beiden Gleitdichtungen am Nabeneingang und am Nabenaus
gang des Verschlußstücks wirken an diesen Stellen als Durch
laßsperren.
Infolge dieser Abschirmung können im Gegensatz zu der bekann
ten Ausführung mit ihrem dicken, an den jeweiligen Nenndurch
messer der Nebenleitung gebundenen Steuerglied der Ventil
achse, an die Magnete des Magnetverschlusses nach der Erfin
dung keinerlei Fremdstoffe, insbesondere keine ferritischen
Fremdstoffe gelangen und sich hier festsetzen.
Dadurch kann es weder zu einer Hubverkürzung, noch zu einer
Bewegungshemmung des Verschlußstücks kommen, die beide zu
erheblichen Meßfehlern führen würden.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist in der Wirkungsweise
des kraftmäßig von der jeweiligen Zählernenngröße bestimm
ten Magnetverschlusses zu sehen, denn dieser verrichtet sei
ne Arbeit mittels eines sogenannten Kletterstangeneffekts,
bei dem sich der im Verschlußstück gekammerte bewegliche
Teil des Magnetverschlusses infolge des Magnetanzugskontakts
hangelartig am Gleitbolzen entlangzieht, bis das Verschluß
stück in Zusammenwirken mit der vorgespannten Druckfeder
fest gegen die Dichtung am Ventilsitz gedrückt wird.
Dadurch werden jegliche Hohlräume vermieden und es liegt
auch keine nachteilige Wasserverdrängung, sowie keine stoß
dämpferähnliche Bremswirkung vor.
Noch ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Umschaltven
tils ist darin zu sehen, daß der Magnetverschluß räumlich
klein gehalten werden kann, weil im Gegensatz zu der bekann
ten Ausführung mit ihrem sehr großen Ferro-Magneten jetzt
spezielle Hochleistungsmagnete verwendet werden können, die
trotz geringer Größe über ein enormes Anziehungsvermögen
verfügen.
Zudem ist der Magnetverschluß kraftmäßig auch noch niedrig
gehalten, denn der Anteil der Druckfeder an der gesamten
Schließkraft ist zumeist überwiegend, während bei der be
kannten Bauart ein verhältnismäßig großer und starker Ma
gnet und eine weit schwächere Druckfeder vorgesehen sind.
Eine schwache Druckfeder wirkt sich aber negativ beim
Schließvorgang aus, weil diese Feder, die bis zum Eingrei
fen der Magnetkraft allein als Rückholorgan für das vom
Strömungsdruck des durchlaufenden Wassers in Offenstellung
gehaltene Verschlußstück dient, dann den Rückholvorgang
nicht korrekt vollziehen kann, denn stark wechselnde Pen
del- bzw. Hubbewegungen des Verschlußstücks infolge von Fe
derschwingungen durch Druckschwankungen verhindern dies.
Als Öffnungshilfe und zur Druckverlustminderung beim Of
fenzustand des Umschaltventils dient vorteilhafterweise
auch noch ein am Verschlußstück vorgesehener Stauteller,
der in Verbindung mit einer Engstelle eine wesentliche Ent
lastung der Feder herbeiführt. Einen solchen Teller besitzt
die bekannte Ausführung nicht, sie muß daher mangels Entla
stungshilfe wie vorbeschrieben mit einem starken Magneten
und einer schwachen Feder auskommen, um eine ausreichende
Ventilentlastung zu erhalten, sonst wird der Druckverlust
des Verbundwasserzählers zu groß.
Der Vorteil, der durch die Mitverwendung von Magnetkraft
als Schließhilfe entsteht, nämlich eine Minderung der Fe
derstärke und ein rascher Abfall der Haltekraft während des
Öffnungsvorgangs, sowie ein starker Anstieg der Schließkraft
während des Schließvorgangs im Umschaltventil, kommt bei
der erfindungsgemäßen Ausführung somit voll zur Wirkung.
Dabei ist es gleichgültig, ob ein federbelastetes Umschalt
ventil mit nur einem Ventilsitz oder ein neuerdings ge
bräuchliches Doppelsitzventil mit dem erfindungsgemäßen
Magnetverschluß ausgerüstet wird.
Vorteile bringt dieser für beide Ventilsysteme, weil die
Druckfeder in jedem Fall kraftmäßig nie so stark ausgebil
det werden muß, als bei einem Ventil ohne Magnetverschluß,
bei dem der Druckverlust deshalb oft an der obersten Gren
ze des in der Eichordnung vorgeschriebenen Druckverlust
bereichs liegt.
Ein zusätzlicher Vorteil, insbesondere bei den mittleren
und den größeren Umschaltventilen, wird auch noch durch
die paarweise Anordnung der Magnete erreicht, denn da
durch steigt die Magnetverschluß-Anziehungskraft gegen
über der bekannten Ausführung stark an. Bei dieser ist am
Magnetverschluß nur ein Magnet vorgesehen, der nicht mit
einem Gegenmagnet, sondern nur mit einem magnetisierbaren
festen Rückschlußteil zusammenwirkt und das ergibt weit
weniger Anziehungskraft.
Damit für die kleineren und mittleren Umschaltventile ein
maßlich günstiger Magnetverschluß ermöglicht wird, sind
Ringmagnete nach dem Anspruch 2 von Vorteil, weil für diese
nur bei geringer Raumbedarf nötigt ist.
In Stab- oder Blockform ausgebildete Magnete nach dem An
spruch 3 sind handelsüblich und daher äußerst preisgünstig.
Dadurch werden die Magnetverschluß-Herstellkosten niedrig
gehalten.
Die Magnetanordnung nach dem Anspruch 4 ist ebenfalls geeig
net für kleinere Umschaltventile, die mit nicht allzu gro
ßer Schließkraft auskommen. Wegen der Stabmagnetform ist
diese Ausführung in den Herstellkosten besonders günstig.
Der Magnetverschluß nach dem Anspruch 5 ist für Umschalt
ventile mit äußerst dünnem Gleitbolzen vorgesehen, die aber
trotzdem eine stärkere Anziehungskraft für mittelgroße Ven
tile besitzen sollen. Die doppelten Magnetreihen ergeben
die Kraftverstärkung in dem gewünschten Maße.
Sternförmig auf den Umfang des Verschlußstücks und den des
Gleitbolzens verteilte Stabmagnete nach dem Anspruch 6 er
geben insgesamt eine Stärkung der Magnetkraft und sind da
her bevorzugt für mittlere und größere Umschaltventile ge
eignet. Mit dieser Magnetanordnung ist auch noch ein extrem
kurzer Abreißhub des Magnetverschlusses erreichbar.
Eine gemäß dem Anspruch 7 ausgeführte Magnetverschluß-Kom
bination ist doppelt so stark wie ein einfacher Magnetver
schluß der gleichen Version und eignet sich daher beson
ders für die größeren Nennweiten von Umschaltventilen mit
maximalen Schließkräften.
Die Magnetanbringung nach dem Anspruch 8 zeigt eine beson
ders billige und einfache Lösung für einen Gleitbolzen mit
feststehendem Magnetverschlußteil. Sie ist verwendbar für
alle dargestellten Magnetverschluß-Bauformen.
Gemäß dem Anspruch 9 in das Verschlußstück eingespritzte
Magnete bedürfen keinerlei sonstiger Befestigungen, Ver
schlußstücke in dieser Bauform sind deshalb kostenmäßig
günstig herzustellen.
Nach dem Anspruch 10 ausgeführte kompakte Schalteinsätze
sind als Bausatz sehr vorteilhaft in bezug auf Montage, La
gerhaltung und Austausch, dadurch wird der Einbau in die
Umschaltventilgehäuse wesentlich vereinfacht und werden die
Herstellkosten erheblich gesenkt.
Die gemäß dem Anspruch 11 fließende Anordnung des dünnen
Gleitbolzens wird ermöglicht durch einen sehr kurzen Maxi
malhub des Verschlußstücks mit Stauteller, so daß auch der
Gleitbolzen verhältnismäßig kurz ausgeführt werden kann.
Die einseitige Verankerung des Gleitbolzens im Schaltein
satzträger erspart ein besonderes Ausgangslager für die
hintere Lagerung des Gleitbolzens und somit Kosten bei der
Herstellung des Schalteinsatzes.
Nach dem Anspruch 12 dient anstelle eines besonderen Aus
gangslagers ein kleiner tellerförmiger Anschlag am freien
Gleitbolzenende als Federwiderlager. Dieses besitzt rück
seitig auch noch eine Auflage für die Federspannmutter am
Gleitbolzenende, womit für beide Vorrichtungen eine einfa
che und billige Lösung vorliegt. Weiterhin dient der Anschlag
noch als Hubbegrenzung für den Verschlußkörper in maximaler
Offenstellung.
Die gemäß Anspruch 13 im Verschlußstück angeordneten bei
den elastischen Gleitdichtungen aus einem porösen und was
serdurchlässigen Werkstoff sind sehr klein und leicht und
deswegen äußerst billig herzustellen. Infolge ihrer Elasti
zität schmiegen sie sich mit leichter Vorspannung kragen-
oder bundförmig an den dünnen Gleitbolzen an, so daß der
Gleitspiel-Ringspalt zwischen dem Gleitbolzen und der Ver
schlußstücknabe von beiden Seiten hermetisch gegen Fremd
stoffe abgeschrimt ist.
Da nach dem Anspruch 14 jegliche Einstell- oder Reguliertä
tigkeit unterbleibt, ist die Schalteinsatzmontage kosten
mäßig günstig durchführbar. Die Einzelteile des Schaltein
satzes werden daher unter Vorspannung der Druckfeder nur
durch eine Mutter am Gleitbolzenende und mittels einiger
Halteschrauben am Außenrand des Schalteinsatzträgers mit
einander verschraubt.
Durch die nach dem Anspruch 15 doppelte Verwendbarkeit des
erfindungsgemäßen Schalteinsatzes besteht die Möglichkeit,
den jeweiligen Schalteinsatz als Austauscheinsatz in Ver
bundwasserzähler älterer Bauart einzusetzen. Dazu wird die
Außenform des Schalteinsatzes an die vorhandenen Umschalt
ventil-Gehäuseführungen angepaßt, z. B. durch einen Wechsel
des Schalteinsatzträgers oder durch Verwendung von Adapter
stücken.
Die Übereinstimmung der Verbundwasserzähler-Baulänge mit
der Baulänge von genormten Woltmannzählern senkrechter Bau
art nach dem Anspruch 16 hat den Vorteil, daß anstelle des
senkrechten Zählers bei Bedarf ein Verbundwasserzähler mit
weit größerem Meßbereich in vorhandene Leitungen eingebaut
werden kann, ohne daß an der Leitung irgendetwas verändert
werden muß. Diese Kurzbaulänge hat zudem den Vorteil, daß
die Herstellkosten weit niedriger sind, als bei Verbundwas
serzählern in Normalbaulänge und daß sie auch eine wesent
liche Gewichtseinsparung bringt.
Vorteilhafterweise sind bei dem erfindungsgemäßen Magnet
verschluß auch noch Kombinationen von Ringmagneten und von
Stab- bzw. Blockmagneten möglich, das hängt vom Platz für
die Magnete und von der nötigen Stärke des Magnetverschlus
ses der einzelnen Nennweiten ab. Weiterhin können aus den
gleichen Gründen die beweglichen Magnete im Verschlußstück
stärker und größer sein, als die feststehenden Magnete im
Gleitbolzen.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung werden in der
Zeichnung dargestellt und zwar zeigt
Fig. 1 eine schematische Ansicht eines Verbund
wasserzählers in Kurzbaulänge von oben,
Fig. 2 ein erfindungsgemäßes Umschaltventil in
Schließstellung im Längsschnitt, mit ei
ner Nebenstromzuführung in den Schalt
einsatz,
Fig. 3 einen Schalteinsatz nach Fig. 2 in maxi
maler Offenstellung,
Fig. 4 ein erfindungsgemäßes Umschaltventil in
Schließstellung im Längsschnitt, mit ei
ner Nebenstromzuführung frei in das Ven
tilgehäuse,
Fig. 5 einen Querschnitt durch den Gleitbolzen
und das Verschlußstück eines einfachen
Magnetverschlusses,
Fig. 6 einen Längsschnitt und zwei Querschnitte
durch einen Magnetverschluß nach Fig. 5,
jedoch in doppelter Ausführung,
Fig. 7 einen Querschnitt durch einen Magnetver
schluß mit sternförmig angeordneten Ma
gneten,
Fig. 8 einen Längsschnitt durch einen Magnetver
schluß nach Fig. 7, jedoch in Zweifach
kombination,
Fig. 9 einen Längsschnitt durch eine Magnetver
schluß-Kombination mit Ringmagneten.
Der in der Fig. 1 schematisch dargestellte Verbundwasser
zähler besteht im wesentlichen aus dem Woltmannzähler 1
als Hauptzähler, dem in einer Nebenleitung 2 sitzenden Ne
benzähler 3 und dem Umschaltventil 4, welche miteinander
verschraubt und gegenseitig abgedichtet sind.
Das in der Fig. 2 gezeigte Umschaltventil 4 besitzt das
Gehäuse 5 mit dem angegossenen Nebenleitungs-Ausgang 6
für die daran anzuschließende Nebenleitung 2.
In dem Ventilgehäuse 5 sitzt der komplette Schalteinsatz
18, der mit seinem Paßring 24 in dem Gehäuse-Einpaß 25 ge
führt und mittels der Dichtung 27 gegenüber dem Ventil-
Innenraum 17 abgedichtet ist.
Der Schalteinsatz 18 besteht im wesentlichen aus dem Schalt
einsatzträger 20, dem Stauring 26, dem längsbeweglichen
Verschlußstück 7, dem raumfesten Gleitbolzen 8, dem Magnet
verschluß 9 und der vorgespannten Druckfeder 10.
Im Gleitbolzen 8 sitzt der Magnet 11 oder sitzen die Magne
te 12, welche den nicht beweglichen Teil des Magnetver
schlusses 9 bilden.
Das Verschlußstück 7 trägt in sich das Magnet 13 oder die
Magnete 14, welche den längsbeweglichen Teil des Magnetver
schlusses 9 darstellen. In der Nabe 15 des Verschlußstücks 7
sind die beiden Gleitdichtungen 16 angeordnet und am Außen
durchmesser der Nabe 15 führt sich die Druckfeder 10.
An dem hinteren Ende 21 des Gleitbolzens 8 ist ein teller
förmiger Anschlag 22 für die Druckfeder 10 vorgesehen, der
sich am etwas abgesetzten Gewindestutzen 28 des Gleitbol
zens 8 führt und mittels der Federspannmutter 29 gehalten
ist. Ein Stift 30 sichert die Mutter 29 gegen Verdrehung
bzw. Lösen.
Mit seinem Vorderteil 19 ist der Gleitbolzen 8 in die Nabe
31 des Schalteinsatzträgers 20 eingeschraubt und mittels
Stift 30 fixiert.
Stützrippen 32 verbinden die zentrale Nabe 31 mit dem Au
ßenring 33 des Schalteinsatzträgers 20.
Eingeklemmt zwischen dem Stauring 26 und dem Schalteinsatz
träger 20 sitzt der biegsame Dichtring 34 mit dem Druckring
35. Der Dichtring 34 wird im Ventilschließzustand von der
kreisförmigen Dichtkante 35 des Verschlußstücks 7 durch die
Spannkraft der Druckfeder 10 und durch die Anziehungskraft
des Magnetverschlusses 9 fest gegen den labyrinthförmigen
Dichtsitz 37 des Schalteinsatzträgers 20 gepreßt.
Das Verschlußstück 7 besitzt einen Stauteller 38, der im
Zusammenwirken mit der im Durchmesser etwas größeren, koni
schen Stufe 39 des Staurings 26 sowohl beim Öffnungsvorgang
des Umschaltventils, als auch bei dessen Schließvorgang die
Schaltbewegungen des Verschlußstücks 7 berührungslos steuert.
Durch mehrere Kanäle 40 strömt dazu das vom Nebenleitungs
ausgang 6 über den zentralen Gehäuse-Ringkanal 41 fließen
de Wasser in den Schalteinsatz 18 und von hier aus nach Ver
richtung der Stautätigkeit zu der nicht dargestellten Wasser
entnahmestelle.
Versenkte Schrauben 42 verbinden den gesamten Schalteinsatz
18 zu einer geschlossenen Baugruppen-Einheit.
In Ventiloffenstellung strömt das vom Woltmannzähler 1 er
faßte Wasser durch den trichterförmigen Kanal 43 des Schalt
einsatzträgers 20 zu dem im Durchmesser etwas eingeengten
Hauptdurchgang 44 und von hier aus unter Umströmung des Ver
schlußstücks 7 ebenfalls zu der Wasserentnahmestelle.
Der Längsschnitt durch den Schalteinsatz 18 nach der Fig. 3
zeigt die Stellung des Verschlußstücks 7 bei maximalen Ven
tilhub. Die Nabe 31 des Verschlußstücks 7 liegt dabei am
Anschlag 22 an und der Magnet 13 hat sich bei der Hubbewe
gung weit vom feststehenden Magnet 11 im Gleitbolzen 8 ent
fernt, so daß der Magnetverschluß 9 außer Wirkung ist. Beide
Magnete 11 und 13 sind auch in maximaler Ventil-Offenstellung
von den beiden Gleitdichtungen 16 zum Ventilinnenraum 17 hin
hermetisch abgeschirmt.
Aus dem Längsschnitt durch das Umschaltventil 4 nach der
Fig. 4 ist zu ersehen, daß der Außenring 44 mit dem Paßring
24 des Schalteinsatzträgers 20 bei diesem Schalteinsatz 18
baulich etwas verändert ist, ebenso auch die Außenpartie
45 des Staurings 26.
Dies ist nötig, weil der Schalteinsatz 18 bei dieser Aus
führung außen völlig geschlossen sein muß, da der Neben
strom hier aus Funktionsgründen nicht in den Schalteinsatz
18 geleitet wird, sondern diesen umgeht und an beliebiger
Stelle frei in den Ventilinnenraum 17 fließt.
Die bei allen Ventil-Schaltbewegungen auch hier erforder
liche Nebenstromsteuerung erfolgt durch ein separates, in
der Nebenleitung 2 sitzendes nicht dargestelltes Steuerven
til mit einem Kegel und einer Druckfeder.
Da sonst alle Teile dieses Schalteinsatzes 18 aber unverän
dert bleiben, kommen auch hier die Vorteile des erfindungs
gemäßen Magnetverschlusses 9 voll zur Wirkung und die vor
geschriebenen Meßfehlergrenzen werden über den gesamten
Meßbereich eingehalten.
In dem Querschnitt nach der Fig. 5 sitzt im Gleitbolzen 8
ein durchgehender Magnet 11 in Stabform und im Verschluß
stück 7 sitzen zwei Stabmagnete 14.
Alle drei Stabmagnete können den gleichen Durchmesser auf
weisen, es können aber auch wie dargestellt Stabmagnete 14
mit einem größeren Durchmesser verwendet werden. Die Länge
des Stabmagneten 11 wird vom jeweiligen Durchmesser des
Gleitbolzens 8 bestimmt, die Länge der beiden Stabmagnete
14 hingegen ist beliebig, hierfür ist die notwendige Anzie
hungskraft des Magnetverschlusses 9 maßgebend.
Die drei Schnitte nach der Fig. 6 zeigen den gleichen Ma
gnetverschluß 9 wie er in der Fig. 5 dargestellt ist, jedoch
einmal in waagerechter und einmal in senkrechter Anordnung.
Die beiden kreuzförmig verlegten Magnetreihen liegen dabei
eng hintereinander, nötig ist nur ein bestimmter Stabili
tätsabstand für den Gleitbolzen 8. Die zwei Stabmagnete 11
im Gleitbolzen 8 und die vier Stabmagnete 14 im Verschluß
stück 7 erbringen einen Gesamtmagnetverschluß 9 in doppel
ter Stärke. Bezüglich der Magnetabmessungen gelten hier die
gleichen Möglichkeiten wie bei dem einfachen Magnetverschluß
9 nach der Fig. 5.
Der in dem Querschnitt nach der Fig. 7 dargestellte Magnet
verschluß 9 zeigt in sternförmiger Anordnung sechs Stabma
gnete 12 im Gleitbolzen 8 und sechs Stabmagnete 14 im Ver
schlußstück 7, die gemeinsam die Stärke dieses Magnetver
schlusses 9 erbringen.
Ist der Durchmesser der Gleitbolzen 8 groß genug, dann kann
die Magnetanzahl beider Teile 7 und 8 auch noch beliebig er
höht werden und dadurch auch die Magnetverschlußstärke.
Hier können die äußeren Stabmagnete 14 ebenfalls größer sein
als die inneren Stabmagnete 12, wodurch die Magnetverschluß
stärke nochmals vergrößert wird.
Der kombinierte Magnetverschluß nach der Fig. 8 besteht aus
zwei Magnetverschlüssen 9 wie sie in der Fig. 7 dargestellt
sind. Der Abstand der beiden zueinander wird vom maximalen
Hub des Verschlußstücks 7 bestimmt, zu dem noch ein Sicher
heitsmaß zugeschlagen wird, so daß die äußeren Magnete 14
des vorderen Magnetverschlusses 9 niemals in den Anzugsbe
reich der hinteren im raumfesten Gleitbolzen 8 sitzenden
Magnete 12 des zweiten Magnetverschlusses 9 geraten können.
Auch bei dieser Magnetverschluß-Kombination dürfen die äuße
ren Stabmagnete 14 größer und somit stärker sein als die in
neren Stabmagnete 12. Diese Kombination erbringt auch min
destens eine Verdoppelung der Anziehungskraft gegenüber ei
nem einfachen Magnetverschluß.
Auch die Fig. 9 zeigt eine Magnetverschluß-Kombination be
stehend aus zwei Magnetverschlüssen 9.
Hier sind wegen Raummangel und Vereinfachungsgründen
jedoch Ringmagnete 11 und 13 vorgesehen, wobei bezüglich
des Abstands der beiden Magnetverschlüsse 9 zueinander die
gleichen Bedingungn gelten wie bei der Magnetverschluß-
Kombination nach der Fig. 8. Die beiden äußeren Ringmagnete
13 im Verschlußstück 7 können auch hier größer und somit
stärker sein, als die beiden inneren Ringmagnete 11 im
raumfesten Gleitbolzen 8, maßgebend ist dafür immer die
benötigte Anziehungskraft des Magnetverschlusses 9.
Der Öffnungsvorgang des Umschaltventils 4 nach der Fig. 2
geht wie folgt vonstatten:
Bei geschlossenem Schalteinsatz 18 und somit stillstehendem
Meßflügel des Woltmannzählers 1 als Hauptzähler, strömt das
zu erfassende Wasser über den Woltmannzähler 1, den vorde
ren Teil der Nebenleitung 2, den Nebenzähler 3, den hin
teren Teil der Nebenleitung 2, den Ausgang der Nebenleitung 6,
den Gehäuse-Ringkanal 41, die Kanäle 40, die konische Stau
stufe 39 und den Ventil-Innenraum 17, zu der nicht darge
stellten Entnahmestelle; die Wassermenge ist dabei noch
nicht allzu groß.
Beim Durchströmen der Nebenleitung 2, sowie des Nebenzäh
lers 3 entsteht dabei ein Druckabfall von etwa 0,2 bis 0,4
bar, so daß im Ventil-Innenraum 17 ein um dieses Maß niedri
gerer Druck vorherrscht, als im Woltmannzähler 1.
Dieser auftretende Differenzdruck wird üblicherweise als
Öffnungskraft für den Schalteinsatz 18 benutzt, beaufschlagt
wird hierbei die Vorderseite des am Hauptdurchgang 44 abge
dichteten Verschlußstücks 7.
Bei einem vorbestimmten Durchfluß öffnet sich dann der
Schalteinsatz 18 infolge der Differenzdruckwirkung auf das
Verschlußstück 7 gegen den Widerstand der vorgespannten
Druckfeder 10 und gegen die Schließkraft des Magnetver
schlusses 9 selbsttätig und das Wasser strömt dann über
wiegend durch den Woltmannzähler 1, den Schalteinsatz 18
und den Ventil-Innenraum 17 zu der Entnahmestelle; eine
geringe Wassermenge fließt weiter über den Nebenzähler 3.
Beim Öffnen dient die konische Staustufe 39 als Auffang
stelle für das Verschlußstück 7 mit seinem Stauteller 38.
Dieser gleitet während seiner stromabwärts gerichteten
Öffnungsbewegung berührungslos durch die kreisrunde und
konische Stufe 39 und kann dann infolge des hinter dieser
auftretenden Staudrucks nicht mehr in seine Ausgangsstel
lung zurückgleiten, zumal unterdessen der Magnetverschluß
9 außer Kraft wurde und die Schließkraft dadurch stark ver
mindert ist. In dieser Stellung wirkt die Stufe 39 wie ei
ne hydraulische Raste. Zwischenstellungen des Verschluß
stücks 7 zwischen dem Hauptdurchgang 44 und der Stufe 39
sind nicht möglich, weil die Anfangsbewegung des Verschluß
stücks 7 durch die biegsame Dichtung 34 über eine bestimmte
Strecke abgedichtet bleibt. Umschalt-Meßfehler sind somit
während des Öffnungsvorgangs infolge der schnellen Ver
schlußstückbewegung nicht möglich. Steigt der Durchfluß
weiter an, dann wird das Verschlußstück 7 vom durchlaufen
den Wasser gegen den Widerstand der Schließfeder 10 auf
dem Gleitbolzen 8 weiter stromabwärts geschoben, bis es
seine maximale Hub-Endstellung erreicht hat und die Ver
schlußstücknabe 15 am Anschlagteller 22 anliegt.
Das Schließen des Umschaltventils 4 und somit Abschalten
des Woltmannzählers 1 erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
Bei einer Durchflußabnahme gleitet das Verschlußstück 7
durch die Schließkraft der Feder 10 aus seiner Endstel
lung solange stromaufwärts, bis es wieder an die Staustu
fe 39 gelangt. Hier nimmt der Teller 38 erneut seine Stau
stellung ein, bis die Kraft der Schließfeder 10 den Stau
widerstand der hydraulischen Raste überwinden kann.
Das Verschlußstück 7 gleitet dann ohne Verzug in seine
Schließstellung zurück, zumal auf dem Schließweg wieder
der Magnetverschluß 9 in den Schließvorgang eingreift,
wodurch die Schließbeschleunigung erheblich verstärkt wird.
Der Hauptstrom ist somit schlagartig unterbunden und die
jetzt noch fließende Wassermenge erfaßt der Nebenzähler 3
solange allein, bis keine Wasserentnahme mehr statfindet
und beide Zähler 1 und 3 stillstehen.
Der Öffnungvorgang des Umschaltventils 4 nach der Fig. 4
weicht etwas von dem vorbeschriebenen Öffnungsvorgang ab,
weil hier das vom Nebenzähler 3 kommende Wasser nicht über
den Ringkanal 41 in den Schalteinsatz 18 geleitet wird, son
dern direkt in den Ventilinnenraum 17 des Gehäuses 5 und
von da aus zu der Wasserentnahmestelle strömt.
In der Öffnungsphase wird deshalb der Nebenstrom durch ein
hinter dem Nebenzähler 3 in der Nebenleitung 2 angeordnetes
Steuerventil bei einem vorbestimmten Durchfluß so stark ge
drosselt, daß die überwiegende Wassermenge dann durch den
Woltmannzähler 1 fließt und von hier aus das Verschlußstück
7 beaufschlagt.
Entscheidend ist dabei, daß der Magnetverschluß 9 noch wäh
rend des durch den biegsamen Dichtring 34 abgedichteten
Anfangswegs des Verschlußstücks 7 außer Kraft gesetzt wird
und dieses dadurch einen stoßartigen Schub in Richtung Ven
tilausgang erhält.
Infolge dieses Vorgangs durchgleitet der Stauteller 38 wie
derum berührungslos die konische Staustufe 39 und nimmt hin
ter dieser die schon erwähnte Rast- oder Staustellung ein,
bis das Verschlußstück 7 durch gesteigerte Durchflüsse wei
ter stromabwärts geschoben wird.
Auch bei diesem Ventil endet der Maximalhub des Verschluß
stücks 7 an dem tellerartigen Anschlag 22 am hinteren Ende
21 des Gleitbolzens 8.
Das Schließen dieses Umschaltventils 4 erfolgt auch von der
konischen Staustufe 39 aus. Nachdem der Stauteller 38 in
diese eintaucht, sie durchgleitet und nach kurzem Schließhub
dann der Magnetverschluß 9 wieder in Kraft tritt, wird das
Verschlußstück 7 dadurch in seiner Schließbewegung so be
schleunigt, daß es schlagartig auf den Dichtring 34 am Haupt
durchgang 44 geschoben wird und diesen verschließt.
Das bis zu dieser Situation durch den Woltmannzähler 1 flie
ßende Wasser wird danach dem Nebenzähler 3 zugeleitet und
erweitert dadurch zwangsweise den federabhängigen Durch
flußquerschnitt im bis dahin fast geschlossenen Steuerventil
in der Nebenleitung 2.
Die Durchflüsse durch den Woltmannzähler 1 und den Nebenzäh
ler 3 werden somit auch hier von bestimmten Differenzdrücken
im Umschaltventil 4 und im nicht dargestellten Steuerventil
selbsttätig so passend zu- und abgeschaltet, daß Meßfehler
durch nicht richtig oder gar nicht erfaßbare Wassermengen
dabei nicht möglich sind.
Beide Umschaltventile 4 sind zudem noch so ausgebildet, daß
mit ihnen auch noch ein Wasserrückfluß, z. B. bei einem Rohr
bruch vor dem Verbundwasserzähler, verhindert wird. Für den
Woltmannzähler 1 dient dazu der elastische Dichtring 34 in
Verbindung mit dem labyrinthförmigen Dichtsitz 37 des Schalt
einsatzträgers 20 und mit der kreisförmigen Dichtkante des
Verschlußstücks 7 als Rückflußsperre.
Durch den Nebenzähler 3 wird ein Rückfluß dadurch verhin
dert, daß bei dem Verbundwasserzähler mit einem Umschalt
ventil 4 nach der erstgenannten Ausführung in der Neben
leitung 2 ein besonderes Rückschlagventil sitzt und bei
dem Verbundwasserzähler mit einem Umschaltventil 4 nach der
zweiten Ausführung das schon vorhandene Steuerventil auch
noch als Rücklaufsperre dient.
Claims (16)
1. Verbundwasserzähler mit einem Woltmannzähler (1) als
Hauptzähler für die Erfassung der größeren Durchflüsse,
einem in einer Nebenleitung (2) seitlich vom Hauptzähler
sitzenden Nebenzähler (3) für die Messung der kleineren
Durchflüsse und einem hinter dem Hauptzähler angeordneten,
den Durchgang durch diesen bei Erreichen bestimmter Durch
flüsse öffnenden sowie schließenden Umschaltventil (4), in
dessen Gehäuse (5) der Ausgang (6) der Nebenleitung (2)
seitlich einmündet und dessen Verschlußstück (7) in der
Ventillängsachse mittels eines zentralen Gleitbolzens (8)
verschiebbar geführt ist, wobei die Umschaltventilschließ
kraft durch einen Magnetverschluß (9) sowie eine vorge
spannte Druckfeder (10) gebildet wird und die Umschaltven
tilöffnungskraft durch die auf das Verschlußstück (7) in
Ventilöffnungsrichtung einwirkende Druckdifferenz zwischen
dem Druck des stehenden Wassers im Hauptzähler und dem bei
laufendem Nebenzähler (3) im Ventilgehäuse (5) durch Strö
mungsdruckverlust des Nebenzählers (3) eintretenden Nieder
druck entsteht, dadurch gekennzeichnet, daß der nichtbeweg
liche Teil des Magnetverschlusses (9) aus einem oder mehre
ren Permanentmagneten (11, 12) besteht, die in oder an einem
raumfesten, aus einem nichtmagnetisierbaren Werkstoff her
gestellten dünnen Gleitbolzen (8) des Umschaltventils (4)
sitzen, und der längsbewegliche Teil des Magnetverschlusses
(9) aus einem oder mehreren im Inneren des teilweise oder
ganz aus einem nichtmagnetisierbaren Werkstoff gefertigten
Verschlußstücks (7) gekammerten Permanentmagneten (13, 14)
gebildet wird, wobei der Magnet (11) oder die Magnete (12)
des Gleitbolzens (8) und der Magnet (13) oder die Magnete
(14) des Verschlußstücks (7) räumlich so angeordnet sind,
daß sie im Ventilschließzustand zueinander in maximalem
Anzugskontakt stehen und alle Magnete (11, 12, 13, 14) von
der Verschlußstücknabe (15) mit zwei elastischen Gleit
dichtungen (16) und von dem im Ventilhubbereich einen
gleichbleibenden Durchmesser aufweisenden Gleitbolzen (8)
gegenüber dem Ventilinnenraum (17) im Ventilschließzustand
und während des gesamten Ventilhubs ständig abgeschirmt sind.
2. Verbundwasserzähler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Magnet (11) im Gleitbolzen (8) und der Magnet
(13) im Verschlußstück (7) als Ringmagnete ausgebildet sind.
3. Verbundwasserzähler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Magnete (12) im Gleitbolzen (8) und die Magne
te (14) im Verschlußstück (7) als Stab- oder Blockmagnete
ausgeführt sind.
4. Verbundwasserzähler nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Magnetverschluß (9) in einfachster
Weise durch einen Stabmagnet (11) im Gleitbolzen (8) und
durch zwei Stabmagnete (14) im Verschlußstück (7) gebildet
wird.
5. Verbundwasserzähler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß der gesamte Magnetverschluß (9) aus zwei kurz hin
tereinanderliegenden, kreuzförmig angeordneten Magnetreihen
besteht, wobei im Gleitbolzen (8) zwei Stabmagnete (11) und
im Verschlußstück (7) vier Stabmagnete (14) verwendet werden.
6. Verbundwasserzähler nach einem oder mehreren der Ansprü
che 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnete (12)
im Gleitbolzen (8) und die Magnete (14) im Verschlußstück
(7) sternförmig angeordnet sind.
7. Verbundwasserzähler nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Magnetverschluß (9) als Magnetverschluß
kombination doppelt ausgeführt wird, wobei der Abstand zwi
schen den beiden Magnetverschlüssen etwas größer ist, als
der maximale Hub des Verschlußstücks (7).
8. Verbundwasserzähler nach Anspruch 1 und weiteren, da
durch gekennzeichnet, daß die Magnete (11, 12) in den Gleit
bolzen (8) eingesintert sind.
9. Verbundwasserzähler nach Anspruch 1 und anderen, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verschlußstück (7) vorteilhafter
weise aus einem nicht magnetisierbaren Kunststoff gespritzt
wird und die Magnete (13, 14) in das Verschlußstück (7) ein
gespritzt werden.
10. Verbundwasserzähler nach einem oder mehreren der Ansprü
che 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Umschaltventil
(4) einen, als in sich geschlossene Baugruppe ausgeführten,
austauschbaren Schalteinsatz (18) aufweist.
11. Verbundwasserzähler nach einem oder mehreren der Ansprü
che 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleitbolzen
(8) mit seiner Vorderpartie (19) fest im Schalteinsatzträ
ger (20) des Schalteinsatzes (18) verankert ist.
12. Verbundwasserzähler nach einem oder mehreren der Ansprü
che 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleitbolzen
(8) an seinem freien Ende (21) einen Anschlag (22) für die
Druckfeder (10) besitzt.
13. Verbundwasserzähler nach einem oder mehreren der Ansprü
che 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die im Verschluß
stück (7) angeordneten elastischen Gleitdichtungen (16) aus
einem wasserdurchlässigen, porösen Werkstoff, z. B. aus Filz
oder Schaumstoff angefertigt sind.
14. Verbundwasserzähler nach einem oder mehreren der Ansprü
che 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß für den Schaltein
satz (18) nur eine einfache Montage, ohne jegliche Einstell-
oder Reguliertätigkeit erforderlich ist.
15. Verbundwasserzähler nach einem oder mehreren der Ansprü
che 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der erfindungsge
mäße Magnetverschluß (9) sowohl für eine Verbundwasserzäh
ler-Ausführung bei der das den Nebenzähler (3) durchströ
mende Wasser über eine spezielle Zuleitung direkt in den
Schalteinsatz (18) geleitet wird geeignet ist, als auch
für eine Verbundwasserzähler-Bauart, bei der funktionsge
mäß das Nebenzählerwasser unter Umgehung des Schalteinsat
zes (18) frei in den Innenraum (17) des Umschaltventilge
häuses (5) einströmt.
16. Verbundwasserzähler nach den Ansprüchen 1 und weiteren,
dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige Verbundwasserzäh
ler-Baulänge bei allen Nennweiten vorzugsweise mit der Bau
länge von genormten Woltmannzählern senkrechter Bauart über
einstimmt.
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