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DE3030479A1 - Verfahren zur herstellung sauerstoffbestaendiger kohlekoerper und hierfuer geeignete masse - Google Patents

Verfahren zur herstellung sauerstoffbestaendiger kohlekoerper und hierfuer geeignete masse

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Publication number
DE3030479A1
DE3030479A1 DE19803030479 DE3030479A DE3030479A1 DE 3030479 A1 DE3030479 A1 DE 3030479A1 DE 19803030479 DE19803030479 DE 19803030479 DE 3030479 A DE3030479 A DE 3030479A DE 3030479 A1 DE3030479 A1 DE 3030479A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pitch
compound
oxidation
dipl
additive
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19803030479
Other languages
English (en)
Inventor
Abe Montreal Limonchik
Neil George St. Laurent Quebec Richardson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Domtar Inc
Original Assignee
Domtar Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Domtar Inc filed Critical Domtar Inc
Publication of DE3030479A1 publication Critical patent/DE3030479A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C3/00Working-up pitch, asphalt, bitumen
    • C10C3/02Working-up pitch, asphalt, bitumen by chemical means reaction
    • C10C3/026Working-up pitch, asphalt, bitumen by chemical means reaction with organic compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/515Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on non-oxide ceramics
    • C04B35/52Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on non-oxide ceramics based on carbon, e.g. graphite
    • C04B35/528Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on non-oxide ceramics based on carbon, e.g. graphite obtained from carbonaceous particles with or without other non-organic components
    • C04B35/532Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on non-oxide ceramics based on carbon, e.g. graphite obtained from carbonaceous particles with or without other non-organic components containing a carbonisable binder

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  • Ceramic Engineering (AREA)
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  • Working-Up Tar And Pitch (AREA)
  • Ceramic Products (AREA)
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Description

Anm.: Domtar Inc. OUOU^/3
-S-
Beschreibung
Verfahren zur Herstellung sauerstoffbeständiger Kohlekörper und hierfür geeignete Masse
Eine Vielzahl von Anwendungen, bei denen Kohlenteer oder Erdölpeche eingesetzt werden, erfordern eine Verkokung oder Carbonisierung dieses Pech-Materials. Beispiele für Carbonisierungsverfahren sind die Verkokung und die Graphitierung. Wahrend des Carbonisierungsverfahrens gehen normalerweise 25 bis 65 % Bindemittel verloren. Das genaue Ausmaß der Verluste hängt ab vom Gehalt des Pechs an flüchtigen Bestandteilen. Die flüchtigen Bestandteile gelangen in die Umwelt und sind aus diesem Grund schon sehr unerwünscht, weil sie zu einer Luftverschmutzung Anlaß geben können. Im allgemeinen ist es in der Industrie üblich, diese Gewichtsverluste als Teil des Ausgangsmaterials, welches nach der Carbonisierung zurückbleibt, als Verkokungsverlust des Pechs zu bezeichnen. Dieses Merkmal ist besonders wichtig, wenn man das Pech als Bindemittel für Koksfüllstoff bei der Herstellung von mit Koks gebundenen Kohlekörpern anwenden will.
Ein Problem bei verkokten Kohlekörpern aus Pechen ist ihre relativ hohe Oxidationsneigung, welche besonders deutlich ist und von spezieller Bedeutung sein kann, wenn diese Kohlekörper als feuerfestes Material oder als Elektroden angewandt werden sollen. Das Ausmaß der Oxidation oder der Oxidationsgrad
130CH3/058Q
1A-53 870 -JE-
beruht auf Faktoren, die der Porosität des Kohlekörpers, der spezifischen Oberfläche und der darin enthaltenen anorganischen Verunreinigungen.
Die bisherigen Verfahren zur Verringerung des Oxidationsgrades waren beispielsweise eine Druckimprägnierung oder das Überziehen der vorher gebrannten oder verkokten Kohlekörper mit wässrigen Lösungen von oxidationshemmenden · Stoffen wie Phosphaten, Silicaten oder dergleichen, worauf die Kohlekörper nochmals gebrannt wurden^ um die Feuchtigkeit auszutreiben. Während für ersteres Verfahren eine den Drücken standhaltende Anlage und große Volumina von oft kostspieligen Imprägniermitteln benötigt werden, gelingt es mit keinem Verfahren, die Oxidation durch das ganze Innere des Kohlekörpers zu verhindern.
Aus der GB-PS 865 320 ist es bekannt, vor dem Brennen oder Verkoken dem Gemisch aus Koksfüllstoff und Pech Oxidationsinhibitoren zuzusetzen* Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß große Mengen von Zusätzen (4 bis 20 Gew.-Teile Zusätze auf 100 Teile kohlenstoffhaltiges Gemisch) erforderlich sind, welche im Vergleich mit dem Grundmaterial kostspielig sind. Derartig große Mengen von Zusätzen können auch einen nachteiligen Effekt haben, wenn der Kohlekörper, der aus diesem Gemisch hergestellt worden ist, als Elektrode angewandt werden soll. Darüberhinaus nehmen die Zusätze, die normalerweise unbrennbar sind, einen beträchtlichen Volumenteil der Elektrode ein und können das bei der Elektrolyse erzeugte Produkt verunreinigen durch Elektrodenabbrand.
Aufgabe der Erfindung ist nun die Herstellung eines Kohlekörpers durch Carbonisieren, der sich durch verbesserte Oxidationsbeständigkeit auszeichnet und aus einer speziellen Pechmasse hergestellt wird.
/3
130043/0580
^s -
Die erfindungsgemäße Pechmasse enthält:
a) ein Pech,
b) eine aktive Komponente, enthaltend zumindest eine Substanz aus der Gruppe der halogenierten organischen Verbindungen, die sich bei Temperaturen zwischen dem Erweichungspunkt und der Carbonisierungstemperatur des Pechs zersetzt, wobei die aktive Komponente höchstens 2 % der Masse ausmacht.
Die erfindungsgemäße Pechmasse mit modifizierten Eigenschaften wird hergestellt, in dem man in das Pech eine oder mehrere obiger Substanzen einbringt, und zwar bei einer Temperatur, bei der das Pech geringere Viskosität besitzt, so daß die zugesetzte Verbindung leicht einzurühren ist. Die Temperatur, bei der die aktive Komponente in das Pech eingebracht wird, liegt daher vorzugsweise zwischen dem Erweichungspunkt des Pechs und der Temperatur, bei der die niedersiedenden Bestandteile des Pechs entweichen, um zumindest teilweise deren Verlust zu vermeiden. Letztere Temperatur beträgt etwa 250 bis 300°C. Die aktive Komponente wird in das Pech eingerührt. Sie soll in einem solchen Zustand zugesetzt werden, daß sie leicht innerhalb des Pechs verteilt werden kann, z.B. wenn der Zusatz bei der Zugabetemperatur fest ist, so soll er feinteilig sein, d.h. eine Körnung von etwa = 0,15 mm (100 mesh) besitzen. Handelt es sich um ein Gas, so läßt sich dieses im geschmolzenen Pech durch Durchblasen leicht verteilen. Im allgemeinen macht der Anteil an Zusatz weniger als etwa 2 Gew.-% der Mischung aus, insbesondere < etwa 1 Gew.-%.
Die obigen aktiven Komponenten werden häufig als flammhemmende Mittel angewandt, die das Nachglühen oder -glimmen verhindern und ganz allgemein gesprochen als Stoffe zu bezeichnen sind, die sich bei Temperaturen
/4 130043/0580
zwischen dem Erweichungspunkt des Pechs und der Carbonisierung halogenhaltiger organischer Verbindungen zersetzen. Diese Begrenzung gewährleistet, daß die aktive Komponente in ihrer aktiven Form innerhalb des Pechs verteilt werden kann, und diese aktive Form besteht, bevor das Pech selbst carbonisiert. Durch Carbonisieren wird eine Art Kohlenstoffbildung beabsichtigt derart, daß eine Dispergierung und die Aktivität der Verbindungen durch die Bildung einer Koksphase verhindert wird. Die Bildung einer solchen Koksphase ist im allgemeinen bei etwa 5000C abgeschlossen, so daß folglich die Einführung der Verbindung in das Pech und deren Verteilung in ihrer aktiven Form bei einer Temperatur unter dieser Carbonisierungstemperatur stattfinden soll.
Die Verbindungen sollen beispielsweise Siedepunkte über etwa 400C haben. Beispiele für solche Verbindungen sind chlorierte Kautschuke, 1-Chlornaphthalin, Hexachlorbenzol, Pentachloräthan, 1,2-Dichloräthan. Jedoch können auch ähnliche Verbindungen in analoger Weise angewandt werden oder in situ gebildet werden, z.B. durch Einblasen von Chlorgas in geschmolzenes Pech. Die erhaltene Pechmasse wird dann normalerweise weniger als etwa 0,4 Gew.-% Chlor enthalten. Die Anwendung großer Überschüsse an aktiver Komponente kann die Vorteile verringern oder sogar vollständig eliminieren, die man nach der Erfindung erreichen könnte. Die Menge an Verbindung in dem Pech sollte daher sorgfältig bestimmt werden. Ählicheund in gleicher Weise brauchbare Substanzen werden als feuerhemmende Mittel großtechnisch angewandt und entsprechen beispielsweise der allgemeinen Formel
r- O CH,
η ι 3 -P-O-CH-
ClCH0CH0O-P-O-CH-I I
ClCH2CH2 CH3
(1PhO s gard»)
130043/0580
P(OCH2CH2Cl)2
Die Pechmasse wird hergestellt durch Erwärmen des Pechs auf eine Temperatur über dessen ErveLchungspunkt, um es rührfähig zu machen. Ist der Zusatz ein Feststoff, so sollte er fein gemahlen werden, um die Verteilung in Pech zu erleichtern. Der Zusatz wird in das Pech eingerührt und dann üblicherweise noch einige Stunden weitergerührt, bis man sicher sein kann, daß der Zusatz im Pech gleichmäßig verteilt ist. Ist der Zusatz ein Gas und die aktive Verbindung wird in situ gebildet, wie dies beispielsweise bei Chlorgas der Fall ist, kann man das Gas durch das geschmolzene Pech blasen und dabei rühren, so daß eine Reaktion des Gases mit Bestandteilen des Pechs unter in situ-Bildung der gewünschten Substanz ermöglicht wird.
Die erfindungsgemäße Pechmasse enthält einen wirksamen Anteil von aktiver Komponente von = 2 Gew.-%. Die minimal wirksame Menge soll normalerweise nicht unter
. beim
0,1 % liegen. Diese Masse ergibt dann/Verkoken oder
in anderer Weise Carbonisieren einen Kohlekörper verbesserter Oxidationsbeständigkeit. In der Praxis wird man die optimale Menge an Zusatzstoff durch Reihenversuche bestimmen. In den meisten Fällen wird diese unter etwa 0,8 Gew.-% des Pechs betragen. Es wird darauf hingewiesen, daß die verschiedensten halogenierten oder halogenhaltigen organischen Substanzen nicht nur alleine oder als solche angewandt werden können, sondern daß such die verschiedensten Kombinationen brauchbar sind.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von relativ oxidationsbestandigen Kohlekörpern aus der speziellen Pechmasse bietet verschiedene Vorteile. Eine der am meisten wünschenswerten und häufig angestrebten Eigenschaft der Pechmassen ist die größere Ausbeute oder das größere Ausbringen von Kohlenstoff-Material aus einer gegebenen Menge von Pech in Folge der Einbringung der Zusätze. Wird
/6
130043/0580
ein solches Pech verkokt, so kommt es häufig zu einem Ansteigen des Kokswertes von dem Pech. Die Zusatzmengen für maximale Carbonisierungswerte der Masse können sich wesentlich unterscheiden von denen für minimalen Oxidationsgrad. In der Praxis wird man also einen Kompromiß eingehen müssen und die Zusatzmenge im Hinblick auf die gewünschte Eigenschaft bestimmen.
Je nach der Art des Zusatzes lassen sich weitere Vorteile gewinnen. Wird beispielsweise als Zusatz die oben mit ihrer Formel angegebenen Substanz angewandt, so führt dies zu geringeren Pechmengen, die für entsprechende strangpreßbare Elektrodenmassen bzw. stranggepreßte Elektroden benötigt werden.
Es ist wissenschaftlich noch nicht vollständig aufgeklärt, wieso der Zusatz von so geringen Mengen einer wirksamen Komponenteden Oxidationsgrad in so großem Umfang zu beeinflussen vermag. Möglicherweise beruht dies auf der Reaktion zwischen dem aktiven Zusatz und den Bestandteilen des Pechs, welche die Oxidation des Kohlekörpers zu katalysieren neigen. Der Zusatz kann aber auch die Struktur oder das Gefüge des schließlich erhaltenen Kohlekörpers so verändern, daß dieser oxidationsbeständiger ist.
Die Erfindung wird an folgenden Beispielen weiter erläutert.
Beispiel 1
Das oben charakterisierte Handelsprodukt Phosgard und Pech wurden in ein Becherglas eingewogen, das Gemisch auf etwa 1900C erwärmt/um es rührfähig zu machen, und mit einem Hochleistungsrührer bei 190 ± 100C etwa 90 min gerührt.
/7
130043/0580
Es wurden verschiedene Pecharten mit verschiedenen Anteilen an Chinolin unlöslichen Stoffen und Eisen untersucht, und zwar wurde Jeder Pechart unterschiedliche Mengen an Zusatz einverleibt und die Veränderung der Eigenschaften der Masse in Abhängigkeit von der Zusatzmenge ermittelt.
In einem Tiegel wurden 5 g des Gemische verkokt bei einer Aufheizgeschwindigkeit von 40 K/h. Der Koks wurde ausgewogen, um den Verkokungswert oder Kokswert des Pechs zu bestimmen.
Der Koks wurde gemahlen und 2 g mit einer Körnung von 0,25 bis 0,42 mm in ein Rohr eingebracht. Die Probe wurde 30 min mit Stickstoff gespült, um Feuchtigkeit und Sauerstoff zu verdrängen. Unter Stickstoff wurde das Rohr in einen Ofen, der bei einer mittleren Temperatur von 950 _+ 5 C gehalten wurde, eingesetzt. Sobald die Probe gleichmäßige Temperatur angenommen hatte, wurde der Stickstoffstrom unterbrochen und 2 h Kohlendioxid durchgeleitet. Dann wurde der Kohlendioxidstrom unterbrochen und 30 min Stickstoff durchgeleitet, um die restlichen gasförmigen Oxidationsprodukte hinauszuspülen. Die Probe wurde dann aus dem Ofen ausgetragen, abgekühlt und gewogen. Die mittlere Oxidation durch Kohlendioxid ergibt sich aus diesen zwei Wägungen; diese Art der Oxidation ist wohl die hauptsächlichst vorkommende Art der Oxidation bei Kohleanoden im Rahmen der Aluminium-Schmelzfluß-Elektrctyse, die zu einer Verschlechterung der Elektrodenfestigkeit führt. Die Kohlendioxid-Oxidation ist wahrscheinlich verantwortlich für den beschleunigten Verbrauch des Bindemittels an der Zwischenfläche zwischen dem Füllstoff-Kohlenstoff und dem Binder und an der Grenzfläche von Anode und Elektrolyt.
Die Ergebnisse sind in der Tabelle I zusammengefaßt und zeigen die Veränderung der Kokswerte und der Kohlendioxid-Oxidation mit dem Anteil an Chinolin-Unlöslichem und Eisen
130043/0580
im Pech sowie mit der Menge an Zusatzmittel entsprechend optimalem Verkokungswert und optimaler Kohlendioxid-Reaktion für ein gegebenes Pech. Aus der Tabelle I ergibt sich darüberhinaus auch noch, daß in einigen Fällen z.B. bei den Pechen (b) und (c) optimale Mengen an Zusatzmittel existieren und ein Überschluß an Zusatzmittel einen nachteiligen Einfluß auf die Kohlendioxid-Oxidation hat. Auch sieht man eine Verringerung des Anstiegs des Verkokungswerts mit steigender Zusatzmenge über den Optimalwert.
Chinolin- T a b e lie I COp-Reaktion
Pech unlöslich
(Fe ppm)
Zusatz Verkokungs- %/h. Abbrand
6,1 % % Wert 5,50
(a) (3300) 0,0 49,4 5,60
0,2 51,1 5,05
0,4 49,8 2,00
0,8 49,6 1,70
14,1 1,5 49,7 0,67
(b) (206) 0 65,3 0,57
0,4 64,1 0,42
0,6 63,8 0,51
0,8 64,1 0,50
19,0 1,0 64,7 0,69
(c) (77) 0 66,3 0,41
0,2 66,8 0,32
0,4 67,4 0,34
0,6 67,9 0,42
0,8 68,5 0,49
1,0 68,6 0,44
25,0 1,2 68,8 0,10
(d) (115) 0 65,2 0,12
0,2 66,8 -
0,3 68,8
/9 130043/0580
0,4 69,2 0,13
0,6 69,4 0,10
0,8 69,6 -
0 66,95 0,47
0,2 69,50 0,27
0,4 68,10 0,05
0 60,2 0,62
0,2 62,8 0,33
0,4 62,2 0,07
Tabelle I (Fortsetzung)
Pech Chinolin- Zusatz Verkokungs- C09-Reaktion unlöslich % % Wert £
(Fe ppm) %
(e) 35,0 (465)
(f) 19,0* (280)
* 50:50 Gemisch von Teerpech e) und Erdölpech Beispiel 2
Mit diesem Beispiel soll die Änderung der Eigenschaften eines Elektrodenpechs gezeigt werden. Teerpech enthaltend 25 % Chinolin-Unlösliches (Pech (d) aus Beispiel 1) wurde mit 0,4 Gew.-% des Zusatzes Phosgard versetzt.
Proben von Pech mit und ohne Phosgard , wurden mit Füllkoks in einer Menge gemischt, entsprechend etwa 70 % Koks/Pech-Mischung zur Herstellung einer Paste für Söderberg-Elektroden mit annehmbarem Fließverhalten. Die erforderliche Menge wurde in dem Langzeittest bestimmt und wird als "Bindemittelbedarf" angegeben. Nach Zugabe von Phosgard konnte der Bindemittelbedarf für eine annehmbare Paste um etwa 6,25 % gesenkt werden.
Die Söderberg-Paste wurde 24 h bei 97Cfcgebrannt, um eine Probeelektrode zu erhalten. Auch wurde der Verkokungswert des Pechs in der Paste bestimmt. Die Probeelektroden
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wurden im Hinblick auf ihre Oxidationsfähigkeit an der Luft bewertet. Die ProbeaLektroden hatten eine Länge von
,und 50 mm und einen Durchmesser von 20 mm/ hingen an einer Drehmoment-Waage in einem vertikalen Rohrofen mit Zwangsumluft und einer Temperatur von etwa 5250C, wobei die Fließgeschwindigkeit der Paste 1 l/min entsprechend einer Lineargeschwindigkeit von 22 cm/s hatte. An der Waage wurde alle 5 min abgeteen, bis das Gewicht der Probe um 30 96 gesunken war. Die Oxidationsgeschwindigkeit oder der Oxidationsgrad wird nun ausgedrückt in g/cm»h und die entsprechenden Werte in der Tabelle II aufgeführt. Die Zugabe von Phosgard senkte merklich die Oxidationsgeschwindigkeit in Luft. Die anderen Eigenschaften der Elektrode wie elektrischer Widerstand und Luftdurchlässigkeit sind ebenfalls in der Tabelle II angegeben.
Eine analoge Testreihe mit dem Pech (c) aus Beispiel 1, enthaltend 19 % Chinolin-Ualösliches und einem Zusatz von 0, 0,6 bzw. 1,2 Gew.-% Phosgard wurde ebenfalls αμΓοΙ^βΐΰΙΐΓΐ und die dabei erhalten« Werte in der Tabelle II aufgeführt. Die Werte für in elektrischen Widerstand, die Luftdurchlässigkeit und die Oxidationsgeschwindigkeit an der Luft zeigen ähnliche qualitative Variationen, wobei Verbesserungen bis zu einem optimalen Wert an Zusatzmittel und geringere Verbesserungen bei höheren Mengen an Zusatzmittel (vergleiche z.B. Versuch (c) 2 und (c) 3) beobachtet werden können. Die Werte für Luftdurchlässigkeit und Oxidationsgeschwindigkeit an der Luft sind tatsächlich höher mit 1,2 % Zusatzmittel als ohne Zusatzmittel.
/11
130043/0580
T a b e 1 le II
Versuch Chinolin
unlöslich
Zusatz - Verkokungs-
wert
Binder-
Bedarf
Widerstand
\pj · cm""
Luftdurch
lässigkeit
Oxidations-
geschwindig-
—a*
*^>
I
VJI
0,4 g/cm -h co
O
0,6 0,10
(d) 1 25 64,5 33,8 67 31 0,04
(d) 2 25 1,2 66,4 32,0 64 26 0,12
0,07
co (c) 1
(c) 2
19
19
63,5
65,0
32,0
30,2
68
65
58
51
0043/05 0,13 I
ι : ■
OO (c) 3 19 65,1 30,0 66 65 I 1 »
CD
CD CaJ O
Beispiel 3
In einer Versuchsreihe wurdenun der Einfluß der Menge an Zusatzmittel Phosgard in Petroleum-Pechen entsprechend Beispiel 1 geprüft und die Ergebnisse in der Tabelle III zusammengefaßt. Aus dieser ergibt sich der Anstieg des Verkokungswerts entsprechend der zunehmenden Menge an Phosgard,
Tabelle III
Zusatz % Verkokungswert %
O 48,1
0,3 48,9
0,6 49,7
0,8 49,9"
1,0 50,1
1,4 50,4
Beispiel 4
Das Pech (c) aus Beispiel 1 mit 19 % Chinolin-Unlöslichem wurde mit Chlorkautschuk ("Parlon S-30") gemischt und das Gemisch nach Beispiel 1 geprüft. Auch hier wurden Verkokungswert, Dichte und Kohlendioxid-Reaktionsgeschwindigkeit ermittelt.
Je eine Versuchsreihe wurde auch mit Hexachlorbenzol, Pentachloräthan, 1-Chlornaphthalin und 1,2-Dichloräthan als Zusatz durchgeführt und die Ergebnisse in der Tabelle IV zusammengefaßt. Aus dieser Tabelle ergibt sich der Einfluß des Zusatzes auf den Verkokungswert und die Oxidationsgeschwindigkeit in Kohlendioxid.
130043/0580
Tabelle
IV
Zusatz
Kp. 0C Chlor zu- Verkokungs- Dichte gesetzt wert „/„m3 (ppm) % S/cm
keiner
Chlorkautschuk
CParlon S-30"
1620
CO Chlorkautschuk
(•Parlon S-30» )
- 3240
CD
O
Hexachlorbenzol 326 1620

ω
Hexachlorbenzol 326 3240
σ Pentachloräthan 162 1620
cn
co
Pentachloräthan 162 3240
σ
1-Chlornaphthalin 263. 1620
1-Chlornaphthalin 263 3240
1,2-Dichloräthan 83,5 1620
1,2-Dichloräthan 83,5 3240
66,3
69,6
69,2 0,998
69,3 1,000
70,1 1,015
69,0 1,011
68,7 1,017
69,0 1,008
68,7 1,007
68,5 1,011
68,9 1,017
Abbrand
0,69 0,29
0,21
0,24 0,26
0,32 0,34
0,27 0,26
0,31 0,5
VJl VjJ
CO O CO O

Claims (4)

  1. PATENTANWÄLTE —ncfranz
    DR. FHlL. FREDA VUESTHOPF (ΐ927-Ι9ΐί)
    WESTHOFF-v.PECHMANN-BEHRENS-GOETZ d>pl.-,ng.gerham> puls <w,-w,>
    DIPL.-CHEM. DR. E. FREIHKKR VON FECIIMANN FKOFESSIONAL REPRESENTATIVES BEFORE THE EUROPEAN PATENT OFFICE DR.-ING. DIETER BEHRENS
    MANDATAIRES AGREES PRES l'oFFICE EUROPEEN DES BREVETS DIPL.-ING.; DIPL.-VIRTSCH.-1NG. RUPERT COBT*
    1A-53 870
    D-8000 MÜNCHEN 90 SCHWEIGERSTRASSE 2
    telefon: (089) 6620 ji telegramm: fkotbctratent telex: 514070
    Patentansprüche
    1/ Verfahren zur Herstellung eines Kohlekörpers verbesserter Oxidationsbeständigkeit aus einer Pechmasse, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Pechmasse verwendet, die neben Pech eine aktive Komponente in Form von zumindest einer halogenierten organischen Verbindung enthält, die sich bei Temperaturen zwischen dem Erweichungspunkt und der Carbonisierungstemperatur des Pechs zersetzt und deren Menge in der Pechmasse höchstens 2 Gew.-% beträgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Pechmasse verwendet, in der die aktive Komponente Chlorkautschuk, 1-Chlornaphthalin, Hexachlorbenzol, Pentachloräthan und/oder eine Verbindung der allgemeinen Formel
    ClCHpCH9O-P-O-CH
    ι ι
    CH
    O CH, η Ι 3
    -P-O-CH-1
    P(OCH2CH2Cl)2
  3. 3. Abwandlung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man4anstelle dem Pech eine Halogenverbindung zuzusetzen, Chlor durchleitet.
    130043/0580
    /2
    1A-53 870
  4. 4. Pechmasse zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie bis 2 Gew.-% zumindest einer halogenierten organischen Verbindung, insbesondere Chlorkautschuk, 1-Chlornaphthalin, Hexachlorbenzol, Pentachloräthan, 1,2-Dichloräthan und/oder eine Verbindung der allgemeinen
    Formel
    Γ 0 CH-
    O ti
    ClCH2CH2O-P-O-CH-ClCH2CH2 CH3
    -P-O-CH-I
    Rest Pech enthält.
    8146
    130043/0580
DE19803030479 1980-04-15 1980-08-12 Verfahren zur herstellung sauerstoffbestaendiger kohlekoerper und hierfuer geeignete masse Withdrawn DE3030479A1 (de)

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DE19803030479 Withdrawn DE3030479A1 (de) 1980-04-15 1980-08-12 Verfahren zur herstellung sauerstoffbestaendiger kohlekoerper und hierfuer geeignete masse

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DE (1) DE3030479A1 (de)
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