DE3028629A1 - Vergaser fuer brennkraftmaschinen, insbesondere in kraftfahrzeugen - Google Patents
Vergaser fuer brennkraftmaschinen, insbesondere in kraftfahrzeugenInfo
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Description
AUDI NSU AUTO UNION
Aktiengesellschaft - 5 - ^«s«ä=Ä fl 9 O £ <? Q
IngolStadt, den 15. Juli 1980 IP 1688 Za/Dö
Vergaser für Brennkraftmaschinen, insbesondere in Kraftfahrzeugen
Bei Vergasern mit automatisch betätigter Starterklappe für Brennkraftmaschinen,
insbesondere in Kraftfahrzeugen, bereitet die Abstimmung der Öffnungscharakteristik der Starterklappe besondere
Schwierigkeiten, da stets ein Kompromiß zwischen einem guten Fahrverhalten (stabiler Leerlauf, ruckfreies Beschleunigen usw.) einerseits
und einem möglichst mageren, scbadstcf f armen Betrieb der Brennkraftmaschine
andererseits zu schließen ist.
Bekannte Steuerungen der Starterklappe weisen deshalb ein temperaturempfindliches
Stellglied (in der Regel eine Bimetallfeder) auf, welches vom Kühlwasser der Brennkraftmaschine und zusätzlich elektrisch
beheizt sein kann. Die elektrische Beheizung soll insbesondere in den ersten Minuten der Kaltfahrphase ein schnelles öffnen
der Starterklappe bis zu einem gewissen Öffnungsgrad bewirken, um in diesem Bereich eine übermäßige Anfettung des Kraftstoff-Luftgemisches
zu vermeiden.
Eine weitere Abmagerung wird durch eine exzentrische Lagerung der Starterklappe im Saugrohr erzielt, wobei der Staudruck der durch
das Saugrohr strömenden Verbrennungsluft auf die Starterklappe im Öffnungssinne einwirkt.
Ein stabiler Leerlauf wird zumeist durch ein ggf. zweistufiges,
pneumatisches Stellglied (sog. Pull-Down) erzielt, welches unter-
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halb eines bestimmten Saugrohrdruckes die Starterklappe in der
ersten Stufe einen geringen Spalt und in einer zweiten Stufe zeitverzögert - einen größeren Spalt öffnet.
Weitere bekannte Maßnahmen zur Erzielung eines guten Fahrverhaltens
und eines möglichst mageren, kraftstoffsparenden Betriebes der
Brennkraftmaschine in der Kaltlaufphase sind eine sorgfältige Abstimmung der stromab des Vergasers anschließenden Saugleitungen sowie
deren intensive Beheizung mittels Abgas oder elektrischem Strom.
Trotz dieser Maßnahmen läßt sich im·Hinblick auf ein gutes Fahrverhalten
eine Überfettung des Kraftstoff-Luftgemisches während der
Kaltfahrphase nicht vermeiden.
Aufgabe der Erfindung ist es, den gattungsgemäßen Vergaser mit einfachen
Mitteln derart weiterzubilden, daß unter Beibehaltung eines zufriedenstellenden Fahrverhaltens eine Überfettung bei bestimmten
Betriebszuständen während der Kaltfahrphase vermieden wird.
Diese Aufgabe wird .erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Patentanspruches 1 gelöst. Wie vom Erfinder überraschend erkannt wurde, kann in der Kaltlaufphase der Brennkraftmaschine bei konstanter
Last und/oder Drehzahl eine Überfettung des Kraftstoff-Luftgemisches
entfallen, ohne daß das Fahrverhalten dadurch gestört wird. Dies kann mittels einer elektrisch, hydraulisch und/oder pneumatisch
betriebenen Vorrichtung erfolgen, welche mit der Starterklappe verbunden ist und beispielsweise durch Abfragen der Stellung der Hauptdrossel
und/oder der Drehzahl gesteuert ist. Sobald eine Stellungs-
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ORfGSNAL fNSPECTED
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änderung der Hauptdrossel oder eine Drehzahländerung eintritt, wird die Starterklappe wieder freigegeben, so daß in den Beschleunigungs-
und Verzögerungsphasen wieder eine temperaturabhängig gesteuerte Anfettung '.erfolgt. Je nach der Betriebsweise des Kraftfahrzeuges
(häufige Beschleunigungsphasen oder mehr konstante Fahrt) kann mit der Erfindung eine merkliche Kraftstoffeinsparung in der
Kaltfahrphase erzielt werden.
Besonders zweckmäßig kann die Vorrichtung gemäß Patentanspruch 2 durch den Druck stromab der Hauptdrossel gesteuert sein, da in diesen
sowohl Last- als auch Drehzahländerungen der Brennkraftmaschine eingehen und unmittelbar abgefragt werden können. Dadurch wird der
Vorrichtungsaufwand verringert. Durch eine günstige Auslegung der Ansprechempfindlichkeit der Vorrichtung auf Druckänderungen kann
ein besonders kraftstoffsparender, gleichförmiger Betrieb der Brennkraftmaschine
erzielt werden.
Die Vorrichtung kann vorteilhaft gemäß den Merkmalen des Patentanspruches
3 ausgebildet sein. Dadurch ergeben sich eine Vielzahl von kostengünstigen Steuerungsmöglichkeiten, die auf verschiedene Vergasertypen
anwendbar sind und die sowohl auf die konstruktiven als auch auf die baulichen Gegebenheiten, im jeweiligen Anwendungsfall
abstimmbar sind. Für das Stellglied besteht zudem die Möglichkeit, ein am Vergaser bereits vorhandenes Stellglied zu verwenden.
Das Steuergerät kann gemäß Patentanspruch 4 vorteilhaft durch elektronische
Bauteile gebildet sein. Ein derartiges Steuergerät kann nach dem heutigen Stand der Technik bei einer zuverlässigen Funktion
relativ kostengünstig hergestellt werden.
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Das Stellglied kann vorteilhaft gemäß Patentanspruch 5 durch einen
Elektromagneten oder aber gemäß Patentanspruch 6 durch einen pneumatischen Stellmotor gebildet sein. Beide Stellglieder sind in ähnlichen
Anwendungsfällen bereits erprobt und in ihrer Funktion zuverlässig.
Deren Anordnung am Vergaser ist relativ problemlos.
Besonders vorteilhaft kann das Stellglied gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 7 ausgebildet sein. Dabei kann ein ggf. am Vergaser
bereits angebauter, zweistufiger Pull-down Anwendung finden, der entsprechend den erfindungsgemäßen Merkmalen abgeändert ist.
Für das Stellglied treten somit keine zusätzlichen Kosten auf.
Besonders vorteilhaft kann auch ein pneumatisches Steuergerät gemäß
den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 8 Anwendung finden. Dabei ist es möglich, die Ausschläge der Membrane des Steuergerätes
entweder in elektrische Signale umzuwandeln - beispielsweise wenn ein elektromagnetisches Stellglied/anwendung findet -, oder
aber durch Anwendung entsprechender Ventile eine voll pneumatische Steuerung zu verwirklichen (Patentanspruch 10).
Durch die Merkmale des Patentanspruches 9 wird mit einfachen Mitteln
die gewünschte Steuercharakteristik des pneumatischen Stellgliedes erzielt, in dem über die Drosselstelle ein langsames, zeitverzögertes
öffnen und über das Steuergerät ein schnelles Wiederfreigeben der Starterklappe erzielt wird. '
Schließlich kann es zweckmäßig sein, wenn gemäß Patentanspruch 11
ein temperaturabhängiger Schalter vorgesehen ist, welcher unterhalb einer vorgegebenen TemperaturschwelIe von z.B. -100C die Vorrich-
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tung außer Betrieb setzt. Damit wird vermieden, daß unterhalb einer
solchen, für die meisten Länder relativ selten auftretenden-Temperatur
Fahrfehler auftreten. Sobald die Brennkraftmaschine den Temperatursch,v7ellv7ert
erreicht hat, wird die erfindungsgemäße Vorrichtung wieder in Funktion gesetzt.
Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind anhand einer schematischen Zeichnung und mit weiteren Einzelheiten näher erläutert.
Es stellen dar:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Vergaser mit
einem elektronischen Steuergerät und einem elektromagnetischen Stellglied,
Fig. 2 einen erfindungsgemäßen Vergaser gemäß
einem weiteren Ausführungsbeispiel ir.it
einem pneumatischen Stellglied,
Fig. 3 einen erfindungsgemäßen Vergaser /n einem
dritten Ausführungsbeispiel.mit einem pneumatischen
Steuergerät und einem pneumatischen Stellglied und
Fig. 4 das pneumatische Stellglied im Querschnitt.
Die Fig. 1 zeigt schematisch einen Vergaser 2 bekannter Bauart/ von dem jedoch nur die im Rahmen der Erfindung interessierenden
Teile dargestellt sind. Im Saugrohr 4 des Vergasers 2 sind eine
willkürlich steuerbare Hauptdrossel 6, ein Venturi 8 mit einem
nicht dargestellten Kraftstoffzuführsystem und eine Starterklappe 10 angeordnet.
nicht dargestellten Kraftstoffzuführsystem und eine Starterklappe 10 angeordnet.
Die Starterklappe 10 ist an einer im Vergaser 2 drehbar aufgenommenen
Achse 12 befestigt. An der Achse 12 ist außerhalb des
Saugrohres 4 ein Hebel 14 festgelegt, an welchen als temperaturabhängiges Stellglied eine spiralförmig gewundene. Bimetallfeder angreift. Die Bimetallfeder 16 übt bei kalter Brennkraftmaschine
auf den Hebel 14 ein Drehmoment aus, welches die Starterklappe zu schließen sucht.
Saugrohres 4 ein Hebel 14 festgelegt, an welchen als temperaturabhängiges Stellglied eine spiralförmig gewundene. Bimetallfeder angreift. Die Bimetallfeder 16 übt bei kalter Brennkraftmaschine
auf den Hebel 14 ein Drehmoment aus, welches die Starterklappe zu schließen sucht.
An dem Hebel 14 ist weiterhin eine Stange 18 angelenkt, welche mit
einem elektromagnetischen Stellglied 20 verbunden ist. Das elektromagnetische Stellglied setzt sich in handelsüblicher Weise aus einem
Ankerteil und einer Wicklung zusammen und ist dashalb nicht näher dargestellt. Der Anzugshub des Stellgliedes 20 bewirkt ein völliges
öffnen der Starterklappe 10.
Das Stellglied 20 ist über einen Schalter 30, der bei sehr niederen
Temperaturen, beispielsweise Kühlwassertemperaturen unter -100C
öffnet, an ein Steuergerät 22 angeschlossen.
Das Steuergerät 22 enthält einen Drucksensor 24, der den Druck im Saugrohr stromab der Hauptdrossel 6 mißt. Das analoge, druckproportionale
Ausgangssignal des Drucksensors 24 wird? über einen
Analog-Digitalwandler 25 einem Schieberegister 26 zugeführt, welches mit einer Taktzeit /^ t die in Stufe a) einlaufenden Druck-
Analog-Digitalwandler 25 einem Schieberegister 26 zugeführt, welches mit einer Taktzeit /^ t die in Stufe a) einlaufenden Druck-
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werte in die Stufe b) und dann die Stufe c) weiterschiebt. Ein Komparator
27 vergleicht die Werte der in den Stufen a) und b) enthaltenen Daten. Ein Komparator 28 vergleicht die in den Stufen b) und
c) enthaltenen Daten. Bei Gleichheit zwischen den Daten erzeugt jeder Komparator ein Ausgangssignal, welches den Eingängen eines
UND-Gliedes 29 zugeführt wird. Der Ausgang des UND-Gliedes 29 ist mit einem bistabilen Kippglied 31 verbunden, welches bei Vorhandensein
eines Ausgangssignals des UND-Gliedes 29, also Gleichheit der in den Stufen a), b) und c) befindlichen Werte ein Signal über den
Schalter 30 an das Stellglied 20 liefert, so daß die Starterklappe 10 in ihre voll geöffnete Stellung gezogen wird.
Sobald in die Stufe a) ein veränderter Druckwert eingelesen wird, gibt der Komparator 27 kein Ausgangssignal ab, wodurch das Stellglied
20 deaktiviert wird und die Starterklappe 10 in ihre durch
die Bimetallfeder 16 gegebene Stellung zurückkehrt.
Mit der beschriebenen Anordnung wird somit erreicht, daß bei über eine Zeitdauer 2 4t unverändertem Druck stromab der Hauptdrossel 6
die Starterklappe 10 voll geöffnet ist und daß die Starterklappe in Funktion tritt, sobald sich der Druck während einer Zeitdauer /| t
verändert.
Bei einer kalten, nicht in Betrieb befindlichen Brennkraftmaschine
ist die Starterklappe durch die Kraft der Bimetallfeder 16 geschlossen.
Nach dem Starten der Brennkraftmaschine erfolgt aufgrund der zunehmenden Drehzahl eine ständige Druckänderung stromab der Hauptdrossel
6, wodurch das elektromagnetische Stellglied 20 außer Funktion bleibt. Es versteht sich, daß der Vergaser 2 in bekannter Wei-
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se mit einem Pull-down ausgestattet sein kann, welcher die Starterklappe
10 in dieser Phase einen vorbestimmten Spalt aufziehen würde.
Nach dem Erreichen eines stabilen Leerlaufes der Brennkraftmaschine stellt sich stromab der Hauptdrossel· 6 ein konstanter Saugrohrdruck
ein, welcher von dem Drucksensor 24 in ein entsprechendes elektrisches Signal umgewandelt wird. Nach dem Anstehen dieses Signals
über die entsprechende Taktzeit wird über das bistabile Kippglied 31 das elektromagnetische Stellglied 20 angesteuert. Dementsprechend
wird über das Gestänge 18, 14 die Starterklappe 10 voll geöffnet,
so daß die Brennkraftmaschine ohne Überfettung des Kraftstoff-Luftgemisches
läuft.
Sobald aufgrund einer Laständerung durch Öffnen der Hauptdrossel 6
oder durch eine Drehzahländerung der Druck im Saugrohr 4 seinen Wert ändert, wird die Ansteuerung des elektromagnetischen Stellgliedes
20 unterbrochen und die Starterklappe 10 wieder freigegeben. Dementsprechend überwiegt die Kraft der Bimetallfeder 16 und schließt
die Starterklappe 10 auf einen der Temperatur der Brennkraftmaschine
zugeordneten Öffnungsgrad. Dementsprechend wird das Kraftstoffluftgemisch
wieder in einem für ein gutes Fahrverhalten erforderlichen Maße angefettet. Bei einer Temperatur der Brennkraftmaschine von
unterhalb -100C wird eine Ansteuerung des elektromagnetischen Stellgliedes
20 durch den temperaturabhängigen Schalter 30 verhindert.
Die Fig. 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Vergasers. Mit der Fig. 1 übereinstimmende Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Im Gegensatz zur Fig. 1 ist
an den Hebel 14 der Starterklappe 10 eine Stange 32 angelenkt, wel-
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ehe mit einer elastischen Membrane 34 eines pneumatischen Stellgliedes
36 verbunden ist. Die Membrane 34 teilt das Gehäuse 38 des Stellgliedes 36 in zwei Kammern, von denen die Kammer 40 zur Atmosphäre
offen ist. Die zweite Kammer 42 ist über eine Leitung 44 mit dem Saugrohr 4 des Vergasers 2 stromab der Hauptdrossel 6 verbunden. In
die Leitung 44 ist ein elektromagnetisches Drei-Wegeventil 46 eingeschaltet, welches von dem Steuergerät 22 angesteuert wird. Das Ventil
46 unterbricht im stromlosen Zustand die Leitung 44 und verbindet die Kammer 42 mit der Atmosphäre, während es im angesteuerten
Zustand die Leitung 44 überbrückt und somit die Kammer 42 mit dem Druck stromab der Hauptdrossel 6 verbindet.
Die Funktion der Vorrichtung gemäß Fig. 2 ist ähnlich der in der Fig. 1 . Beiia Anstehen eines einen konstanten Fahrzustand anzeigenden
Signales aus dem Steuergerät 22 wird die Leitung 44 überbrückt, so daß sich der Druck stromab der Hauptdrossel 6 in die
Kammer 42 fortpflanzen kann. Aufgrund der Druckdifferenz zwischen den Kammern 42, 40 wird die Membrane 34 auf der Zeichnung nach
rechts bewegt und damit die Starterklappe 10 voll geöffnet. Wird die Leitung 44 unterbrochen und die Kammer 42 mit der Atmosphäre
verbunden, so wird die Starterklappe 10 wieder freigegeben.
Die Figuren 3 und 4 zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Gleiche Teile sind wiederum mit dem gleichen Bezugszeich en ve r s ehen.
An dem Hebel 14 der Starterklappe 10 ist ebenfalls eine Stange 48 angelenkt, welche mit einer ersten Membrane 50 eines zweistufigen,
pneumatischen Stellmotors 52 verbunden ist. Die Membrane 50 unter-
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teilt das Gehäuse 54 in eine zur Atmosphäre offene Kammer 56 und in eine Kammer 58, welche über eine Leitung 60 mit dem Saugrohr 4
stromab der Hauptdrossel 6 verbunden ist.
In dem Gehäuse 54 ist eine zweite, elastische Membrane 62 angeordnet,
welche eine dritte Kammer.64 von der zweiten Kammer 58 abtrennt. Die zweite Membrane 62 stützt sich an einer mittleren Ringwand 66
des Gehäuses 54 ab und trägt einen Anschlagstift 68, der als Hubbegrenzung
für die erste Membrane 50 dient. Die dritte Kammer 64 ist über eine weitere Leitung 70 und eine Drosselstelle 72 mit dem
Saugrohr 4 stromab der Hauptdrossel 6 verbunden.
Der pneumatische Stellmotor 52 wird von einem pneumatischen Steuergerät 74 mit folgendem Aufbau gesteuert. In einem Gehäuse
76 ist eine elastische Steuermembran 78 angeordnet, welche das Gehäuse in zwei Kammern 80, 82 teilt. In der Steuermembrane 78
ist eine kalibrierte Druckausgleichsöffnung 84 vorgesehen. Die Kammer 80 ist über eine Leitung 86 mit dem Saugrohr 4 stromab der
Hauptdrossel 6 verbunden, während die Kammer 82 im Gehäuse 76 dicht abgeschlossen ist.
Die Steuermembrane 78 trägt einen Steuerstift 88, welcher in korrespondierenden
Bohrungen 90, 92 des Gehäuses 76 verschiebbar geführt ist. Diese sich stufenförmig erweiternden Bohrungen 90, 92 sind mittels
Dichtmembranen 94, 96 gegenüber angrenzenden Kammern 98, 100 abgetrennt.
Die Kammern 98, 100 sind zur Atmosphäre offen. Die Dichtmembranen 94, 96 tragen ebenfalls in den Bohrungen 90, 92 geführte
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Stifte 106, 108, welche Ausschläge der Steuermembran 78 bzw. des Steuerstiftes 88 auf in den den Bohrungen 90, 92 gegenüberliegenden
Wänden 110, 112 des Gehäuses 76 angeordnete Ventile 114, 116 übertragen.
Die Ventile 114, 116 sind mittels Federn 118, 120 in Schließrichtung
belastet und dichten Kammern 122, 124 gegenüber die Kammern 98,
100 ab. Die Kammern 122, 124 sind über Leitungen 102, 104 mit der Kammern 64 des pneumatischen Stellmotores 52 verbunden.
In der Leitung 104 ist schließlich noch ein temperaturabhängiges Schaltventil 126 angeordnet, in dessen mit der Atmosphäre verbundenem
Gehäuse 128 ein Bimetall-Schnappelement 130 angeordnet ist, welches die Leitung 104 bei einer Temperatur der Brennkraftmaschine von
unter -100C mit der Atmosphäre verbindet.
Wird die Brennkraftmaschine gestartet, so wirkt sich der stromab
der Hauptdrossel 6 im Saugrohr 4 vorherrschende Druck über die Leitung 60 in die Kammer 58 des pneumatischen Stellmotors 52 aus und
bewirkt aufgrund der Druckdifferenz zwischen den Kammern 56 und 58
ein Anziehen der Membrane 50 auf der Zeichnung Fig. 3 nach rechts, bis diese an dem Anschlagstift 68 zur Anlage kommt. Diese Verstellbewegung
entspricht in bekannter Weise einem öffnen der Starterklappe 1 0 um einen vorbestimmten Spalt, dem sog. Pull-down-Spalt. Da sich
der Druck im Saugrohr 4 stromab der Hauptdrossel 6 über die Leitung
86 auch in die Kammer 80 des pneumatischen Steuergerätes fortpflanzt, wird die Steuermembran 78 auf der Zeichnung (Fig. 4) nach links bewegt
und öffnet das Ventil 116, so daß die Kammer 122, die Leitung
102, die Leitung 70 und schließlich die Kammer 64 des pneumatischen
Stellmotores 52 mit der Atmosphäre verbunden sind.
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Nach dem Erreichen eines stabilen Leerlaufes der Brennkraftmaschine
und somit eines konstanten Druckes stromab der Hauptdrossel 6 erfolgt über die Druckausgleichsöffnung 84 in der Steuermembrane 78
ein Druckausgleich in den Kammern 80, 82, so daß die Steuermembrane
78 bzw. der Steuerstift 88 eine Mittelstellung einnehmen, in der die beiden Ventile 116, 114 geschlossen sind. Dementsprechend kann sich
nunmehr über die Drosselstelle 72 und die Leitung 70 der Druck stromab der Hauptdrossel 6 in die Kammer 64 des pneumatischen Stellmotors
52 fortpflanzen, wodurch die Membrane 62 wirkungslos wird. Demzufolge wird über die Stange 48 und den Hebel 14 die Starterklappe 10 voll
geöffnet.
Erfolgt eine Last- oder Drehzahländerung der Brennkraftmaschine und
damit verbunden eine Druckänderung stromab der Hauptdrossel 6, so bewirkt dies ein sofortiges Ausschlagen der Steuermembran 78, wodurch
bei einer Druckverminderung das Ventil 116 bzw. bei einem
Druckanstieg das Ventil 114 geöffnet wird und über die Leitungen
102 oder 104 die Kammer 64 des pneumatischen Stellmotors 52 wieder mit der Atmosphäre verbunden wird. Dadurch wird die zweite Membran
62 wieder auf der Zeichnung nach links bewegt bzw. die Starterklappe 10 freigegeben. Durch die Drosselstelle 72 wird eine Druckverfälschung
in der Leitung 60 vermieden, wenn die Kammer 64 über die Ventile 114 oder 116 mit der Atmosphäre verbunden ist.
Sollte die Temperatur der Brennkraftmaschine unter -100C liegen,
so erfolgt eine Belüftung der Kammer 64 des pneumatischen Stellmotores
52 über das temperaturabhängige Schaltventil 126, wodurch das Steuergerät 74 außer Funktion ist.
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Bei dem Vergaser 2 nach Fig. 3 könnte anstelle des pneumatischen Steuergerätes 74 auch das elektronische Steuergerät 22 angewendet
werden. Dieses könnte dann beispielsweise das elektromagnetische Schaltventil 46 ansteuern, welches - wie in der Fig. 3 mit gestrichelten
L-inien dargestellt - in die Leitung 70 einzuschalten wäre.
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Claims (1)
- AUDI NSU AUTO HNSON ^.Aktiengesellschaft ^*-«=Ingolstadt, den 25. Juli 1980 IP 1688 Za/DöVergaser für Brennkraftmaschinen, insbesondere in KraftfahrzeugenPatentansprüche :,1J Vergaser für Brennkraftmaschinen, insbesondere in Kraftfahrzeuggen, mit einem Saugrohr, einer den Durchfluß des Saugrohres steuernden Hauptdrossel, einem stromauf der Hauptdrossel angeordnetem Venturi mit einem Kraftstoffzuführsystem und einerC"stromoberHalb des Venturi angeordneten, automatisch betätigten Starterklappe, welche durch ein temperaturempfindliches Stellglied abhängig von der Temperatur der Brennkraftmaschine verstellbar ist, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (Steuergerät 22; 74; Stellglied 20; 36; 52), welche die Starterklappe (10) in der Kaltlaufphase bei einer über ein vorbestimmtes Zeitintervall konstanten Stellung der Hauptdrossel und/oder Drehzahl der Brennkraftmaschine voll öffnet und bei einer Änderung der Last und/oder der Drehzahl die Starterklappe (10) wieder freigibt.2. Vergaser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Vorrichtung durch den Druck stromab der Hauptdrossel (6) gesteuert ist.3. Vergaser nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurc-h gekennzeichnet, daß die Vorrichtung durch ein auf130066/04963023629Druckänderungen reagierendes Steuergerät (22; 74) und durch ein mit dem Steuergerät verbundenes Stellglied (20; 36; 52) gebildet ist.4. Vergaser nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß das Steuergerät (22) einen Drucksensor (24), einen Analog-Digital-Wandler (25), ein' Schieberegister (26), Komparator (27, 28), ein üriD-Slied (29) und ein bistabiles Kippglied (31) enthält.5. Vergaser nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß das Stellglied (20) durch einen Elektromagneten gebildet ist, der ein mit der Starterklappe (10) verbundenes Gestänge (Stange 18, Hebel 14) betätigt.6. Vergaser nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß das Stellglied aus einem pneumatischen Stellmotor (36) besteht, der über eine Leitung (44) mit dem Druck stromab der Hauptdrossel (6) verbindbar ist und die Starterklappe (10) öffnet und daß in der Leitung (44) ein mit dem Steuergerät (22) verbundenes elektromagnetisches Ventil (46) angeordnet ist, welches den Stellmotor (36) entweder mit dem Druck stromab der Hauptdrossel (6) oder mit Atmosphärendruck verbindet.7. Vergaser nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, mit einem auf die Starterklappe wirkenden, vom Druck stromab der Hauptdrossel abhängigen, pneumatischen Stellmotor (Pull-down), welcher die Starterklappe unterhalb einer vorbestimmten Druck-schwelle einen Spalt öffnet, dadurch gekennzeichnet , daß der pneumatische Stellmotor (52) zweistufig ausgebildet ist, daß die zweite Stufe (Membran 62, Kammer 64) eine volle öffnung der Starterklappe (10) bewirkt und über eine separate Leitung (70) mit dem Druck stromab der Hauptdrossel (6) beaufschlagt ist und daß in dieser Leitung (70) das elektromagnetische Ventil (46) angeordnet ist.-8. Vergaser nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergerät (74) ein Gehäuse (76) mit einer elastischen Steuermembrane (78) umfaßt, welche Steuermembrane das Gehäuse in zwei Kammern (80, 82) unterteilt, von denen die eine Kammer (82) dicht abgeschlossen und die zweite Kammer (80) mit dem Saugrohr (4) stromab der Hauptdrossel (6) verbunden ist, und eine kalibrierte Druckausgleichsöffnung (84) aufweist, daß die Steuermembrane mit einer angebauten Signalanordnung (Ventile 114, 116) zusammenwirkt, welche bei Ausschlägen der Steuermembrane (78) aus einer Mittelstellung aufgrund von Druckdifferenzen in den beiden Kammern (80, 82) betätigt wird und das Stellglied (52) steuert.9. Vergaser nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Leitung (70) zwischen dem Saugrohr (4) und dem pneumatischen Stellglied (52) eine Drosselstelle (72) vorgesehen ist und daß bei einem eine Druckänderung im Saugrohr anzeigenden Signal des Steuergerätes (74) der Stellmotor (Kammer 64) belüftet ist.130066/0496ORIGINAL INSPECTED0O. Vergaser nach den Ansprüchen 8 und 10, dadurch gekennzeichnet , daß die an das Gehäuse(76) des pneumatischen Stellgerätes (74) angebaute Signalanordnung durch zwei Ventile (114, 116) gebildet ist, welche den Stellmotor (52) bei Ausschlägen der Steuermembrane (78) belüften bzw. mit der Atmosphäre verbinden.11. Vergaser nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen temperaturabhängigen Schalter (Schalter 30/ Schaltventil 126) , welcher unterhalb einer vorgegebenen Temperaturschwelle die Vorrichtung außer Betrieb setzt.130066/0496ORIGINAL INSPECTED
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803028629 DE3028629C2 (de) | 1980-07-29 | 1980-07-29 | Vergaser für Brennkraftmaschinen, insbesondere in Kraftfahrzeugen |
| DE19813105835 DE3105835A1 (de) | 1980-07-29 | 1981-02-18 | Vergaser fuer brennkraftmaschinen, insbesondere in kraftfahrzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803028629 DE3028629C2 (de) | 1980-07-29 | 1980-07-29 | Vergaser für Brennkraftmaschinen, insbesondere in Kraftfahrzeugen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3028629A1 true DE3028629A1 (de) | 1982-02-11 |
| DE3028629C2 DE3028629C2 (de) | 1983-11-24 |
Family
ID=6108314
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803028629 Expired DE3028629C2 (de) | 1980-07-29 | 1980-07-29 | Vergaser für Brennkraftmaschinen, insbesondere in Kraftfahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3028629C2 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2603948A1 (fr) * | 1986-09-17 | 1988-03-18 | Solex | Assistance electrique sur volet |
| EP0411283A3 (en) * | 1989-07-22 | 1991-05-08 | Pruefrex-Elektro-Apparatebau Inh. Helga Mueller, Geb. Dutschke | Control system for the carburettor of an internal combustion engine |
| FR2828239A1 (fr) * | 2001-08-03 | 2003-02-07 | Honda Motor Co Ltd | Dispositif de vanne d'etranglement dans un carburateur |
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| DE2514722A1 (de) * | 1975-02-13 | 1976-08-26 | Sibe | Vergaser fuer verbrennungsmotoren |
| US4159454A (en) * | 1977-12-30 | 1979-06-26 | The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Air Force | Plug-in filter network for separating a communication frequency into discrete frequency channels |
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1980
- 1980-07-29 DE DE19803028629 patent/DE3028629C2/de not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3028629C2 (de) | 1983-11-24 |
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