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Titel: Strebrandausbau
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Die Erfindung betrifft einen Strebrandausbau, bestehend aus mindestens
zwei in Schreitrichtung hintereinanderstehenden und durch eine Rückvorrichtung verbundenen
hydraulischen Ausbaugestellen, wobei da rückwärtigen Ausbaugestell eine seitliche
Schalungswand für das Einbringen eines Streckendammes am Streb-Streckensaum zugeordnet
ist, Zur Sicherung des kritischen Bereichs im Streb-Strecken-Ubergang ist es bekannt,
al Streckensaum einen sogenannten Streckendamm zu errichten, beispielsweise unter
Verwendung von spritzbaren, sich erhärtenden Massen. Dabei müssen zur Abtrennung
des den Streckendamm aufnehmenden Feldes Schalungswände vorgesehen werden, die sich
in Abbaurichtung mitführen lassen. Diese Schalungswände können über Rückvorrichtungen
mit den Schreitausbau verbun den werden.
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Aus DE-OS 26 30 036 ist ein Strebrandausbau dieser Art bekannt, bei
dem im Strebendbereich einerseits Ausbaubögen und andererseits Ausbaubbeke vorgesehen
werden. Die Schalungswände, die das zu versetzende Feld stirnseitig und seitlich
abdichten, bestehen hier aus höheneinstellbaren SchreitwSnden, die mittels besonderer
Rückvorrichtungen nachgezogen werden müssen. Die seitliche Schalungswand stützt
sich über Schubkolbengetriebe an einem Bockgespann ab, dessen beide hintereinanderstehende
Ausbauböcke durch eine Rückvorrichtung verbunden sind, wobei der rückwärtige Ausbaubock
mit den die seitliche Schalungswand abittitzenden Schubkolbengetrieben ausgerüstet
ist.
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Aufgabe der Erfindung ist es vornehmlich, bei Vermeidung eines übermäßigen
Ausbau- und Schalungsaufwandes einen besonders standfesten und tragfähigen Strebrandausbau
zu schaffen, mit dem sich der kritische Strebendbereich ins besondere auch in dem
£ür das Einbringen des Streckendammes erforderlichen Arbeitsbereich wirkungsvoll
sichern läßt und mit dem außerdem die Streckendamm-Schalung zu einer Schreiteinheit
integriert werden kann.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelost, daß die Ausbaugestelle
des Strebrandausbaues aus Schildböcken bestehen, deren Kappen über eine gelenkig
eingeschaltete, in Schreitrichtung teleskopierbare Zwischenkappe verbunden sind.
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Die Verwendung von Schildböcken ermöglicht nicht nur eine wirksame
Sicherung des Hangenden im Strebendbereich, sondern auch eine zuverlässige Seitenabstützung
der Schalungswand, die hierbei mit dem Schildbockgespann, insbesondere dem rückwärtigen
Schildbock zu einer Schreiteinheit verbunden werden kann, ohne daß die Standfestigkeit
des Ausbaus in Frage gestellt wird. Der Zwischenraum zwischen den
stempelunterstützten
Kappen dieser im Nachziehschritt rUckbaren Schildböcke wird durch die teleskopierbare
Zwischenkappe zuverlässig gesichert, wobei sich die Zwischenkappe aufgrund ihrer
gelenkigen Einschaltung Unebenheiten des Hangenden anpassen kann. Eine besonders
zweckmäßige und einfache Anordnung ergibt sich, wenn die teleskopierbare Zwischenkapppe
an dem Bruchschildgelenk des vorderen Schildbocks gelenkig angeschlossen wird. Hierbei
kann die Zwischenkappe eine Ausnehmung des Bruchschildes dieses vorderen Schildbocks
durchfassen.
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In bevorzugter Ausführung weisen die Schildböcke Jeweils eine stempelunterstützte
Kappe und einen lenkergeführten Bruchschild auf, wobei in Nähe des vorderen Endes
der Kappe des rückwärtigen Schildbocks die teleskopierbare Zwischenkappe in einem
Gelenk mit in Streblängsrichtung verlautender Gelenkachse angeschlossen ist und
den Bruchschild des vorderen Schildbocks übergreifend an dessen rUckwärtigen Kappenende
in einem Gelenk, vorzugsweise den Bruchschildgelenk, angebunden ist, dessen Gelenkachse
ebenfalls in Streblängsrichtung verläuft. Dabei wird zweckmäßig die Schalungswand
an dem rückwärtigen Schiidbock des Gespanns angeordnet, so daß sie von diesem bein
Rücken mitgeführt wird. Die Schalungswand besteht hierbei zweckmäßig aus minbestens
einem höhenverstellbaren oberen Wandteil und mindestens einem mit der Liegendschwelle
verbundenen unteren Wandteil, wobei die Wandteile sich überlappen, derart, daß unabhängig
vom Stempelausschub eine über die gesamte Strebhöhe geschlossene Schalungswand vorhanden
ist.
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Die Schalungswand läßt sich in zweckmäßiger Weise so ausbilden, daß
sie sich mehr oder weniger weit bis hinter den Bruohschild des hinteren Schildbocks
erstreckt. Dabei läßt sich das obere Wandteil der Schalungswand in seinem Randbereich
höhenverschwenkbar anordnen. Es empfiehlt sich ferner,
das obere
Wandteil durch einen Riegel od.dgl. gegen Seitendruck zu halten, wobei der Riegel
ein Riegelwiderlager od.
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dgl. hakenartig hintergreift. Besonders vorteilhaft ist eine Anordnung,
bei der das obere Wandteil, vorzugsweise am Bruchschildgelenk des rückwärtigen Schildbocks,
schwenkbeweglich angeschlossen ist und mit seinem an seiner Innenseite befestigten
Riegel das auf dem Bruchschild befestigte Riegelwiderlager umgreift, derart, daß
bei Schwenkbewegungen des lenkergeführten Bruchschildes, wie sie beim Stempelein-und
-ausschub auftreten, die zuverlässige Seitenabstützung der Schalungswand beibehalten
wird. Das gelenkig aufgehängte obere Wandteil läßt sich mittels mindestens eines
hydraulischen Schwenkzylinders verschwenken und in der Jeweiligen Schwenklage halten,
wobei der Schwenkzylinder zweckmäßig ar Bruchschild gelenkig abgestützt wird.
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Um den Arbeitsraum zu sichern, welcher für das Einbringen des Streckendammes
benötigt wird, kann an der Kappe des vorderen Schildbocks des Bockgespanns mindestens
eine seitlich auskragende Seitenkappe angeordnet werden. Andererseits ist es aber
auch möglich, streckenseitig neben dem Schildbock-Gespann einen weiteren Schildbock
anzuordnen, der eine, vorzugsweise teleskopartig verlängerbare, Rückpfändkappe auf
weist. DieeRückpfändkappe kann ebenfalls in Bruchschildge-Gelenk des Schildbocks
angeschlossen sein und mittels mindestens eines Schwenkzylinders gegen das Hangende
hochschwenkbar sein.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung des in der Zeichnung dargestellten AußfUhrungsbeispiels. In der Zeichnung
zeigen: Fig. 1 schematisch in Draufsicht die Ausbausituation im Strebendbereich
mit einem erfindungsgemäßen Strebrandausbau;
Fig. 2 in Seitenansicht
und in grdßerem Maßstab einen erfindungsgemäßen Strebrandausbau mit Schalungswand;
Fig. 3 einen Horizontalschnitt zu Fig. 2; Fig. 4 in Seitenansicht einen erfindungsgemäßen
Schildbock, der insbesondere in Verbindung mit dem Schildbock-Gespann nach den Fig.
2 und 3 als Strebrandausbau einsetzbar ist.
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In Fig. 1 ist mit 10 der Gewinnungsstreb im Ubergangsbereich zu einer
Strecke 11 dargestellt, die z.B. mittels Streckenbdgen 12 ausgebaut wird. Vor dem
Abbaustoß 13 ist im Streb 10 ein rückbarer Förderer 14 verlegt, an welchem eine
Gewinnungsmaschine, hier ein Hobel 15, entlanggeführt ist. Der Hobelantrieb 16 und
der Fördererantrieb 17 liegen im Maschinenstall auf der Versatzseite des Förderers
14.
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Der Schreitausbau des Strebs 10 besteht aus einzelnen Ausbaueinheiten
18, die vorzugsweise von Schildböcken od.dgl.
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gebildet sind, wie sie in ähnlicher Form auch für den Strebrandausbau
eingesetzt werden.
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Am Streckensaum wird in bekannter Weise ein sogenannter Streckendamm
19 errichtet, z03. durch Einspritzen einer härtbaren Versatzmasse in einen Schalungsraum,
dessen seitliche Schalungswand mit 20 bezeichnet ist. Zwischen dem normalen Strebausbau
18 und der Strecke 11 ist ein sogenannter Strebrandausbau vorgesehen, welcher den
Streb im Endbereich und im Bereich des Arbeitsfeldes 21 sichert, von dem aus der
Streckendamm durch Aufschütten oder Spritzen des Versatzgutes errichtet und dem
Streb nachgeführt wird. Der Strebrandausbau besteht bei dem dargestellten Awusführungsbeispiel
der Fig. 1 aus zwei Schildbookgespannen I und II, von denen das streckenseitige
Gespann I die Schalungswand 20 tragt. Beide Gespannt I und II kennen von gleicher
Ausbildung
sein, wobei lediglich das Gespann II ohne Schalungswand ausgeführt ist.
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Im folgenden wird im Zusammenhang mit der Fig. 2 das Schildbockgespann
I näher erläutert. Es besteht aus einem vorderen Schildbock A und einem rückwärtigen
Schildbock B. Der vordere Schildbock A weist eine längsgeteilte Liegendschwelle
22 mit einem zwischen den Liegendschwellenteilen liegenden Schreitwerk S auf, welches
aus einem Führungsgestänge 23 mit eingeschertem Schreitzylinder 24 besteht. Die
beiden Führungsstangen 23 des Führungsgestänges sind am vorderen Ende in einem Stangenkopf
25 verbunden, mit dem das Schreitw.rk versatzseitig an dem Strebförderer 14 oder
einem hier mit verbundenen Teil gelenkig angeschlossen ist. Der Schreitzylinder
24 stützt sich gelenkig al einr Traverse 26 ab, welche die Liegendschwellenteile
der Liegendschwelle 22 im vorderen Bereich verbindet. Die Kolbenstange des Schreitzy
linders 24 ist an einer Traverse 27 angelenkt, welche die beiden FUhrungsstangen
23 an ihren rückwärtigen Enden verbindet und in seitlichen Führungen der Liegendschwellenteile
der Liegendschwelle 22 geführt i. Schreitwerke dieser Art sind bekannt Sie dienen
zum Rücken des Strebförderers und zum Nachziehen der betreffenden Ausbaueinheit.
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Auf der geteilten Liegendschwelle 22 des vorderen Schildbocks A stützen
sich vier hydraulisch Stempel 28 in Fußgelenken ab, die eine gemeinsame, ein- oder
mehrteilige Kappe 29 in Kopfgelenken tragen, an der rückwärtig in einem Bruchschildgelenk
30 ein Bruchschild 31 angeschlossen ist, der, wie ebenfalls bekannt, über Lenker
32 und 33 iit der Liegendschwelle 22 verbunden ist. Die Lenker 32 und 33 sind Be-Wandteil
eines sogenannten Lemniskatengetriebes.
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An vorderen Ende der Kappe 29 ist eine Vorpfändkappe 34 gegelenkig
angeschlossen, die mittels eines hydraulischen
Schwenkzylinders
35 gegen das Hangende hochschwenkbar ist und das Hangende im Bereich des Förderfeldes
unterfängt.
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Der rückwärtige Schildbock B ist von grundsätzlich gleicher Ausbildung.
Ubereinstimmende Teile sind daher mit denselben Bezugszeichen belegt. Er weist ebenfalls
ein Schreitwerk S auf, welches dem Schreitwerk S des vorderen Schildbocks A im wesentlichen
entspricht, jedoch mit seinem FUhrungsgestänge 23 am rUckwärtigen Ende der Liegendschwelle
22 des vorderen Ausbaubocks A angeschlossen ist, so daß beide Ausbauböcke A und
B unabhängig voneinander im sogenannten Nachziehschritt rückbar sind. Der Schildbock
B weist keine Vorpfändkappe 34 auf. Statt dessen ist seine Kappe 29 über eine gelenkig
eingeschaltete teleskopierbare Zwischenkappe 36 mit der Kappe 29 des vorderen Schildbocks
A verbunden. Diese Zwischenkappe 36 weist ein Kappenteil 37 auf, welches in einem
Gelenk 38 mit in Streblängsrichtung verlaufender Gelenkachse am vorderen Ende der
Kappe 29 des rückwärtigen Schildbocks B angeschlossen ist. Aus dem Kappenteil 37
ist ein in diesem schubladenartig geführtes Kappenteil 39 teleskopartig ausfahrbar,
welches eine Aiisnehmung 40 des Bruchschildes 31 des vorderen Schildbocks A durchfaßt
und in dem Bruchschildgelenk 30 an diesem Bruchschild angeschlossen ist. Die teleskopierbare
Zwischenkappe schiebt sich beim Rücken des vorderen Schildbocks A aus und wird beim
Nachziehen des rückwärtigen Schildbocks B wieder eingefahren. Sie sichert das Hangende
im Zwischenbereich zwischen den beiden Schildböcken A und B.
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An dem rückwärtigen Schildbock B ist auf der Seite des Streckendammes
19 eine Schalungswand angebaut. Diese besteht aus einem unteren Wandteil 41 und
einem oberen Wandteil 42. Beide Wandteile 41 und 42 überlappen sich um ein solches
Maß, daß auch bei vollem Ausichub der Stempel 28 eine durchgehend geschlossene Schalungswand
vorhanden ist.
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Das untere Wandteil 41 ist an der Liegendschwelle 22 des hinteren
Schildbocks B befestigt; es erstreckt sich ebenso wie das obere Wandteil 42 bis
hinter das rückwärtige Ende des Bruchschildes 31 des Schildbocks B. Das obere Wandteil
42 ist in seinem Randbereich an dem Bruchschildgelenk 30 angelenkt. Es weist einen
an seiner Innenseite befestigten Riegel 43 auf, der ein auf dem rückwärtigen Ende
des Bruchschildes 31 befestigtes Riegelwiderlager 44 bei 45 hakenartig umgreift
und dadurch das obere Wandteil 42 am Bruchschild abstützt und sichert. Der Riegel
43 ist nach Art eines Führungsarmes ausgebildet, welcher in Verein mit dem aufragenden
Riegelwiderlager 44 den Bruchschil«31 und das obere Wandteil 42 bei den Schwenkbewegungen
zwischen diesen Teilen aneinander führt. Zwischen dem oberen Wandteil 42 und dem
Bruchschild 31 ist ein hydraulischer Schwenkzylinder 46 gelenkig eingeschaltet,
mit dem das obere Wandteil 42 gegenüber dem Bruchschild 31 verschwenkbar ist, so
daß Jederzeit eine über die volle Strebhöhe durchgehende geschlossene Schalungswand
gegeben ist. Der Schwenkzylinder 46 könnte auch an der Kappe 29 oder der Liegendschwelle
22 abgestützt werden.
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Um den Arbeitsraum 21 (Fig. 1) zu sichern, von dem aus der Streckendamm
eingebracht wird, kann zumindest an der Kappe 29 des vorderen Schildbocks A eine
Seitenkappe 47 angeordnet werden, die zweckmäßig als Schwenkkappe höhenverschwenkbar
an der Kappe 29 gelagert wird, so daß sie sich mit Hilfe eines Schwenkzylinders
gegen das Hangende hochschwenken läßt.
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Es ist auch möglich, an der Kappe 29 des vorderen Schildbocks A mehrere
solcher Seitenkappen anzuordnen. Auch kann an der Kappe 29 des rückwärtigen Schildbocks
B mindestens eine Seitenkappe dieser Art vorgesehen werden.
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Es ist auch iglich, auf die vorgenannten Seitenkappen 47 am Schildbockgespann
I zu verzichten und statt dessen
streckenseitig neben das Gespann
I einen weiteren Schildbock im Streb aufzustellen, wie er insbesondere in Fig. 4
dargestellt ist. Dieser Schildbock entspricht grundsätzlich den Schildböcken A und
B. Ubereinstimmende Teile sind mit denselben Bezugszeichen belegt. In Abweichung
von den Schildböcken A und B weist derJenige nach Fig. 4 eine Rückpfändkappe 50
auf, die eine Aussparung 51 am Bruchschild 31 durchfaßt und im Bruchschildgelenk
30 angelenkt ist, so daß sie mittels mindestens eines hydraulischen Schwenkzylinders
52 gegen das Hangende hochschwenkbar ist. Der Schwenkzylinder 52 ist zwischen der
Kappe 29 und der Rückpfändkappe 50 gelenkig eingeschaltet0 Die Rüokpfändkappe 50
ist ebenfalls als Teleskopkappe ausgeführt; sie weist ein z0B. hydraulisch ausfahrbares
Kappenteil 53 auf. Die teleskopartig verlängerbare Rückpfändkappe 50 sichert den
Arbeitsraum 21, von dem aus der Streckendamm errichtet wird.