DE3618440A1 - Ausbaugestell fuer den einsatz in der steilen und halbsteilen lagerung - Google Patents
Ausbaugestell fuer den einsatz in der steilen und halbsteilen lagerungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Ausbaugestell für den Einsatz in
geneigter Lagerung, insbesondere in Gewinnungsstreben der
steilen und halbsteilen Lagerung mit überkipptem Abbaustoß,
mit zwischen Liegendschwelle und Hangendkappe angeordneten
hydraulischen Stützstempeln, mit einem an einem Schreitwider
lager, insbesondere einem durchgehenden Gelenkbalken, an
greifenden Schreitwerk, mit einer höheneinstellbaren, in
Draufsicht geneigten Versatzwand, die an einer Tragkonsole
der Liegendschwelle angeordnet ist, und mit einer Stützkufe,
die mittels eines Stellzylinders gegen eine Gleitfläche am
benachbarten Ausbaugestell ausstellbar ist.
Aus der DE-OS 33 00 167 ist ein Ausbausystem für den Abbau
steil gelagerter Kohlenflöze bekannt, bei dem ein Leicht
ausbau in Gestalt von Ausbaurahmen Verwendung findet, die
jeweils zwei in Schreitrichtung hintereinander angeordnete,
auf einer gemeinsamen Liegendschwelle stehende und eine ge
meinsame Kappe tragende hydraulische Stützstempel aufweisen
und über ein seitliches Schreitwerk mit einem das Schreit
widerlager bildenden Gelenkbalken verbunden sind. Die Ausbau
rahmen weisen außerdem höheneinstellbare Versatzwände auf,
die in bezug auf die Schreitrichtung so geneigt sind, daß
der in den Versatzraum eingebrachte Sturzversatz eine etwa
sägezahnartige Versatzfront ausbildet. Mit Hilfe seitlich
ausstellbarer Stützkufen od.dgl. stützen sich die Ausbaurah
men beim Schreitvorgang jeweils an dem darunterstehenden ver
spannten Nachbarrahmen ab. Der Rahmenausbau ist für den Ein
satz in steiler Lagerung bei überkipptem Gewinnungsstoß be
stimmt.
Der Erfindung liegt vor allem die Aufgabe zugrunde, ein rah
menartiges Ausbaugestell der vorgenannten Art so auszugestal
ten, daß es bei möglichst guter Anpassung an die jeweiligen
örtlichen Gegebenheiten über einen größeren Einsatzbereich
mit wechselndem Einfallen und/oder bei wechselnden Über
kippungswinkeln des Abbaustoßes zuverlässig zum Einsatz
kommen kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
im Abstand zum Liegenden gehaltene Tragkonsole der Versatz
wand höhenverschwenkbar mit der Liegendschwelle gekoppelt
ist und talseitig die Gleitfläche aufweist, wobei die Stütz
kufe bergseitig angeordnet ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Ausbaugestell ist die Tragkonsole
nach Art eines Schwenkauslegers an der Liegendschwelle so
angelenkt, daß das Ausbaugestell und die hiermit zu einer
Schreiteinheit gekoppelte Versatzwand Einstell- und
Anpassungsbewegungen relativ zueinander ausführen können,
wobei die Versatzwand auch mit verhältnismäßig großem Ab
stand zum Liegenden an der Tragkonsole angeordnet und ab
gestützt werden kann. Die verhältnismäßig lange Seitenfläche
auf der Talseite, d.h. auf der in Einfallensrichtung unteren
Seite der Tragkonsole, kann als Gleitbahn für die Gleitkufe
des Nachbargestells ausgenutzt werden, so daß auch für grö
ßere Ausbau-Schreitwege eine ausreichend lange Gleitbahn für
die Stützkufe zur Verfügung steht und eine zuverlässige Sei
tenabstützung des Ausbaugestells im Heckbereich, d.h. im Be
reich der vom Versatzdruck beaufschlagten Versatzwand, und
auch im Abstand oberhalb des Liegenden erreichbar ist.
Vorzugsweise ist die geneigte Versatzwand etwa in ihrer Mitte
am Ehde der Tragkonsole angeordnet. Mit dieser Maßnahme läßt
sich bei unterschiedlichem Einfallen eine praktisch durch
gehend geschlossene Versatzabschirmung erzielen, da sich die
mittig an den Tragkonsolen angebundenen Versatzwände der Aus
baureihe jeweils an beiden Enden etwa dachschindelartig über
greifen.
Die einzelne Versatzwand selbst besteht aus mehreren sich
überlappenden Wandelementen, die mittels mindestens eines
hydraulischen Tragstempels teleskopierbar sind, wobei der
Tragstempel zwischen Hangendem und Liegendem verspannbar ist.
Das erfindungsgemäße Ausbaugestell ist zweckmäßig als Ausbau
rahmen mit schmaler Liegendschwelle ausgebildet, wobei sich
das Schreitwerk seitlich neben der Liegendschwelle befindet
und mit dieser gekuppelt ist. Um die erfindungsgemäßen Ausbau
gestelle mit unterschiedlichem Baumittenabstand und auch bei
verhältnismäßig großen Überkippungswinkeln, die im Bereich
von 30° bis 40° liegen können, mit kleinem Baumittenabstand
setzen zu können, erhält das Ausbaugestell und damit auch
sein neben der schmalen Liegendschwelle liegendes Schreitwerk
zweckmäßig eine möglichst kleine Baubreite. Es empfiehlt sich
daher, die aus Federstangen bestehenden Führungsstangen des
Schreitwerks, statt nebeneinander, übereinander anzuordnen.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist am
rückwärtigen Ende der Hangendkappe eine mittels eines Hydrau
likzylinders gegen das Hangende anstellbare, die Tragkonsole
übergreifende Rückpfändkappe angeordnet, mit der das obere
Wandteil der Versatzwand, vorzugsweise gelenkbeweglich, ver
bunden ist. Das untere Wandteil der Versatzwand kann hierbei
an der Tragkonsole angeschlossen sein. Zur Stabilisierung des
rahmenartigen Ausbaugestells wird zweckmäßig zwischen Liegend
schwelle und Hangendkappe ein nach Art eines Lemniskaten
getriebes ausgebildetes Lenkersystem vorgesehen, welches einen
in einem Kappen-Anschlußgelenk an der Hangendkappe angelenkten
Stützlenker und mit der Liegendschwelle gelenkig verbundene
Führungslenker aufweist. Die Tragkonsole, deren Baubreite
zweckmäßig etwa gleich der Breite der Liegendschwelle ist,
kann hierbei eine Durchbrechung für den Durchgriff der Füh
rungslenker aufweisen. Das Kappen-Anschlußgelenk des Stütz
lenkers wird zweckmäßig im Bereich zwischen den Kopfgelenken
der Stützstempel an der Hangendkappe angeordnet. Hierbei kann
der Stützlenker mit einer Durchbrechung für den Stempeldurch
griff versehen sein bzw. als Doppellenker ausgebildet werden.
Der obere Führungslenker kann, wie üblich, als starrer Lenker
ausgebildet sein oder aber auch aus einem hydraulischen Schub
kolbengetriebe bestehen. Vorzugsweise ist das Kappen-Anschluß
gelenk des Stützlenkers als Kardangelenk ausgebildet, dessen
Gelenkkonsole über eine in Abbaurichtung weisende Gelenkachse
mit zugeordneter Federvorrichtung in Längsrichtung der Han
gendkappe verschieblich mit dieser verbunden ist. Auf diese
Weise kann die Hangendkappe Drehbewegungen um die genannte
Gelenkachse in Anpassung an Unebenheiten des Nebengesteins
ausführen, wobei die dem Gelenk zugeordnete Federvorrichtung
gewährleistet, daß keine schädlichen Schubkräfte von der
Hangendkappe auf das Lenkersystem übertragen werden. Die
Stabilisierung des Ausbaugestells durch das Lenkersystem
empfiehlt sich insbesondere dann, wenn das Ausbaugestell
einen großen Höhenverstellbereich erhält, was durch Verwen
dung von Teleskopzylindern mit mindestens zwei Ausfahrstufen
für die Stützstempel erreicht werden kann. Die Stützstempel
werden hierbei zweckmäßig in V-förmiger Anordnung zueinander
gegenläufig geneigt zwischen Liegendschwelle und Hangendkappe
angeordnet, wie dies an sich bekannt ist.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfol
genden Beschreibung des in der Zeichnung dargestellten Aus
führungsbeispiels. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 in Draufsicht bzw. im Horizontalschnitt
drei nebeneinanderstehende Ausbaugestelle
gemäß der Erfindung in ihrer Anordnung
innerhalb eines Gewinnungsbetriebes der
halbsteilen oder steilen Lagerung mit
überkipptem Abbaustoß;
Fig. 2 ein einzelnes Ausbaugestell gemäß der Er
findung in Seitenansicht;
Fig. 3 eine Ansicht von der Abbaustoßseite her
in Richtung des Pfeiles III der Fig. 1.
In den Fig. 1 und 3 sind von der im Gewinnungsstreb befindli
chen Ausbaureihe drei benachbarte Ausbaugestelle 1 gleicher
Ausbildung gezeigt. Der Ausbau findet in einem Gewinnungsstreb
der halbsteilen oder steilen Lagerung mit überkipptem Abbau
bzw. Kohlenstoß 2 Verwendung. In den rückwärtigen Versatzraum
wird im allgemeinen von der Kopfstrecke her ein Voll- bzw.
Sturzversatz eingebracht. Der Gewinnungsstreb muß daher gegen
über dem Versatzraum abgeschirmt werden, was mit Hilfe der mit
den Ausbaugestellen 1 rückseitig verbundenen Versatzwände 3
geschieht, die sich gemäß Fig. 1 mit ihren Enden etwa dach
schindelartig übergreifen. Die Richtung des Einfallens ist
durch den Pfeil 4, die Abbaurichtung durch den Pfeil 5 an
gegeben.
Die Ausbaugestelle 1 bestehen aus schmalen Rahmen, die jeweils
zwei im Abstand hintereinander angeordnete hydraulische Stütz
stempel 6 aufweisen, die in Fußgelenken 7 auf einer gemeinsamen
schmalen Liegendschwelle 8 kugelgelenkig abgestützt sind und die
in Kopfgelenken 9 eine Hangendkappe 10 tragen, die zum Abbau
stoß 2 hin vorkragt. Die Stützstempel 6 bestehen aus Teleskop
stempeln mit zwei Ausfahrstufen; sie sind in V-förmiger Anord
nung zwischen Liegendschwelle 8 und Hangendkappe 10 eingeschal
tet, derart, daß der Abstand ihrer Fußgelenke 7 kleiner ist als
der Abstand der Kopfgelenke 9. Auf diese Weise läßt sich ein
großer Verstellbereich in Anpassung an stark unterschiedliche
Flözmächtigkeiten erreichen.
Die einzelnen Ausbaugestelle 1 sind jeweils über ein Schreit
werk 11 mit einem etwa parallel vor dem Abbaustoß 2 liegenden
Gelenkbalken 12 verbunden, der ein Schreitwiderlager bildet
und aus einer Vielzahl von Balkenabschnitten gebildet ist,
die zumindest in der bankrechten Ebene gelenkbeweglich mit
einander verbunden sind. Die Schreitwerke 11 liegen seitlich
neben den schmalen Liegendschwellen 8, und zwar auf der im
Einfallen oben liegenden Seite (Bergseite). Sie bestehen je
weils aus zwei in der bankrechten Ebene übereinander angeord
neten parallelen Führungsstangen 13, die an ihren vorderen
Enden in einem Stangenkopf 14 verbunden sind, der seinerseits
in einem Gelenk 15 am Gelenkbalken 12 angeschlossen ist. Die
Liegendschwellen 8 weisen bergseitig auskragende Lagerkonsolen
16 auf, in denen in einem Gelenk 17 ein beidseitig beaufschlag
barer Schreitzylinder 18 gelagert ist, der zwischen den Füh
rungsstangen 13 und der Liegendschwelle 8 angeordnet und mit
seiner Kolbenstange im Gelenk 19 mit dem Stangenkopf 14 ver
bunden ist. Die Führungsstangen 13 führen sich in der Lager
konsole 16.
Am versatzseitigen Ende der Liegendschwelle 8 ist in einem
Gelenk 20, dessen Gelenkachse etwa in Einfallensrichtung
(Pfeil 4) weist, eine Tragkonsole 21 höhenverschwenkbar und
mit Abstand zum Liegenden angeschlossen, an der sich die Ver
satzwand 3 befindet. Letztere weist einen hydraulischen Trag
stempel 22 auf, der ebenfalls als Teleskopstempel mit zwei
Ausfahrstufen ausgebildet ist und mit seinem unteren Zylinder
teil 23 in einem Stempellager der Tragkonsole 21 gehalten ist.
Der Tragstempel 22 stützt sich mit seinem Stempelfuß auf einer
Fußplatte 24 ab. Die teleskopierbare Versatzwand 3 wird von
mehreren sich überlappenden Wandelementen 25, 26 und 27 ge
bildet, von denen das untere Wandelement 25 am rückwärtigen
abgeschrägten Ende der Tragkonsole 21 befestigt ist, während
das mittlere Wandelement 26 mit dem ausfahrbaren Teil 28 des
Teleskopstempels 22 verbunden ist. Das obere Wandelement 27
ist in einem Gelenk 29 mit einer Rückpfändkappe 30 oder einem
mit der Rückpfändkappe verbundenen Anschlußteil verbunden, an
dem auch der Tragstempel 22 angreift, der somit die Rückpfänd
kappe unterstützt. Die Rückpfändkappe 30 ist im Gelenk 31 am
rückwärtigen Ende der Hangendkappe 10 angeschlossen. Zwischen
der Hangendkappe 10 und der Rückpfändkappe 30 ist ein hydrau
lischer Schwenkzylinder 31 gelenkig eingeschaltet, mit dessen
Hilfe sich die Rückpfändkappe 30 gegen das Hangende hoch
schwenken läßt. Die Rückpfändkappe 30 überdeckt den Bereich
zwischen der Versatzwand 3 und dem rückwärtigen Ende der Han
gendkappe 10.
Zur Stabilisierung des Ausbaugestells 1 ist zwischen dessen
Liegendschwelle 8 und Hangendkappe 10 ein nach Art eines
Lemniskatengetriebes ausgebildetes Lenkersystem 32 einge
schaltet. Dieses besteht aus einem oberen Stützlenker 33,
der mit seinem oberen Ende über ein Kardangelenk 34 mit der
Hangendkappe 10 verbunden ist, während er in Nähe seines un
teren Endes über zwei übereinanderliegende Führungslenker 35
und 36 am rückwärtigen Ende der Liegendschwelle 8 in Gelenken
37 und 38 angeschlossen ist. Solche Lenkersysteme sind an sich
bekannt. Das Lenkersystem ist hier raumgünstig hinter dem ver
satzseitigen Stützstempel 6 des Ausbaugestells angeordnet, wo
bei aber sein Kardangelenk 34 im Bereich zwischen den Stempel
kopfgelenken 10 liegt. Der obere Stützlenker 33, dessen Breite
etwa gleich der Breite der Liegendschwelle 8 ist, weist eine
Öffnung 39 für den Durchgriff des versatzseitigen Stützstempels
6 auf. Entsprechend ist die Tragkonsole 21 mit einer Durch
brechung 40 für den Durchgriff der beiden Führungslenker 35
und 36 versehen.
Das Kappen-Anschlußgelenk 34 des Stützlenkers 33 ist, wie er
wähnt, als Kardangelenk ausgebildet, an dessen Gelenkkonsole
41 der Stützlenker 33 in einem Bolzengelenk 42 angeschlossen
ist, dessen Gelenkachse etwa in Richtung des Einfallens
(Pfeil 4) weist. Die Gelenkkonsole 41 ist über eine Gelenk
achse 43, die in Abbaurichtung 5 weist, mit der Hangendkappe
10 verbunden, so daß diese Querbewegungen um ihre Kappenachse
ausführen kann. Die Gelenkkonsole 41 ist gegen die Rückstell
kraft von Federvorrichtungen 44 auf der Gelenkachse 43 ver
schiebbar, so daß Schubbewegungen der Hangendkappe 10 nicht
in das Lenkersystem 32 eingeleitet werden. Die Federvorrich
tungen 44 bestehen z.B. aus Federpaketen, vorgespannten Feder
patronen od.dgl. Anstelle dieser federnden Lagerung des Stütz
lenkers 33 kann auch einer der Führungslenker 35, 36 des Len
kersystems 32 als längenveränderlicher Hydraulikzylinder aus
gebildet sein. Auch in diesem Fall können etwaige Hangend
schubkräfte gefahrlos aufgenommen werden.
Fig. 1 zeigt, daß die Versatzwand 3 in der dargestellten ge
neigten Lage etwa in ihrer Wandmitte an der Tragkonsole 21
angeordnet ist, so daß sich der mittig stehende Tragstempel
28 in der Ausbauachse befindet und die Versatzwand 3 nach bei
den Seiten etwa gleich weit über die Seitenbegrenzung der Lie
gendschwelle 8 vorragt. Die derart geneigt angeordneten Ver
satzwände 3 überlappen sich demgemäß etwa dachschindelartig
unter Bildung einer über die gesamte Streblänge durchgehend
geschlossenen Versatzabschirmung.
Jedes Ausbaugestell 1 weist bergseitig hinter dem Schreitwerk
11 eine seitlich bzw. nach oben ausstellbare Stützkufe 45 auf,
die über parallellenker 46 an einer seitlich auskragenden Kon
sole 47 der Liegendschwelle 8 angeschlossen ist. Zwischen der
Stützkufe 45 und der Liegendschwelle 8 ist ein hydraulischer
Ausstellzylinder 48 gelenkig eingeschaltet, mit dem sich die
Stützkufe seitlich ausfahren läßt.
Die in Richtung des Einfallens (Pfeil 4) weisende talseitige
Seitenwand der Tragkonsole 21 bildet eine Gleitfläche 49, die
sich von der Versatzwand 3 bis in Nähe des Gelenks 20 der
Tragkonsole oder etwas darüber hinaus erstreckt und gegen
die sich die Stützkufe 45 des jeweils unteren Nachbargestells
abstützt. Die Ausbaugestelle 1 finden demgemäß im versatzsei
tigen Endbereich eine zuverlässige Abstützung auf den Stütz
kufen 45 des jeweils unteren Nachbargestells. Zugleich führen
sich die Ausbaugestelle in ihrem rückwärtigen Bereich beim
Schreitvorgang an den Stützkufen 45. Mit Hilfe der hydrau
lisch ausstellbaren Stützkufen ist auch ein Ausrichten der
Ausbaugestelle 1 möglich.
Das vorstehend beschriebene Ausbaugestell zeichnet sich durch
weitgehende Anpassungsfähigkeit an betriebliche Gegebenheiten,
durch ausreichende Stabilität und zugleich geringe Baubreite
aus, so daß sich die Ausbaugestelle mit kleinen Baumitten
abständen nebeneinanderstellen lassen. Zur Anpassung des Aus
baus an unterschiedliche Überkippungswinkel, die entsprechend
unterschiedliche Baumittenabstände erfordern, können entweder
gesonderte, auf den jeweiligen Überkippungsgrad abgestimmte
Gelenkbalken 12 oder solche Gelenkbalken eingesetzt werden,
deren Balkenabschnitte 12 teleskopartig verlängerbar und ver
kürzbar sind.
Claims (15)
1. Ausbaugestell für den Einsatz in geneigter Lagerung, ins
besondere in Gewinnungsstreben der steilen und halbsteilen
Lagerung mit überkipptem Abbaustoß, mit zwischen Liegend
schwelle und Hangendkappe angeordneten hydraulischen
Stützstempeln, mit einem an einem Schreitwiderlager, ins
besondere einem durchgehenden Gelenkbalken, angreifenden
Schreitwerk, mit einer höheneinstellbaren, in Draufsicht
geneigten Versatzwand, die an einer Tragkonsole der Lie
gendschwelle angeordnet ist, und mit einer Stützkufe, die
mittels eines Stellzylinders gegen eine Gleitfläche am
benachbarten Ausbaugestell anstellbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die im Abstand zum Lie
genden gehaltene Tragkonsole (21) der Versatzwand (3)
höhenverschwenkbar mit der Liegendschwelle (8) gekoppelt
ist und talseitig die Gleitfläche (49) aufweist, wobei
die Stützkufe (45) bergseitig angeordnet ist.
2. Ausbaugestell nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die geneigte Versatzwand
(3) etwa in ihrer Mitte an dem Ende der Tragsohle (21)
angeordnet ist.
3. Ausbaugestell nach Anspruch 1 oder 2, wobei die aus sich
überlappenden Wandelementen bestehende Versatzwand mittels
mindestens eines hydraulischen Tragstempels ausfahrbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß
der Tragstempel (22) im Abstand oberhalb seines auf einer
Fußplatte (24) stehenden Stempelfußes an der frei aus
kragenden Tragkonsole (21) gelagert ist.
4. Ausbaugestell nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß das Schreit
werk (11) vor der Stützkufe (45) bergseitig neben der Lie
gendschwelle (8) angeordnet ist.
5. Ausbaugestell nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß am rück
wärtigen Ende der Hangendkappe (10) eine mittels eines
Hydraulikzylinders (31) gegen das Hangende anstellbare,
die Tragkonsole (21) übergreifende Rückpfändkappe (30)
angeordnet ist, mit der das obere Wandteil (27) der Ver
satzwand (3), vorzugsweise gelenkbeweglich, verbunden ist.
6. Ausbaugestell nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß zwischen
Liegendschwelle (8) und Hangendkappe (10) ein nach Art
eines Lemniskatengetriebes ausgebildetes Lenkersystem
(32) mit einem in einem Kappen-Anschlußgelenk (34) an
der Hangendkappe (10) angelenkten Stützlenker (33) und
mit der Liegendschwelle (8) gelenkig verbundenen Füh
rungslenkern (35, 36) angeordnet ist.
7. Ausbaugestell nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Tragkonsole (21) mit
einer Durchbrechung (40) für den Durchgriff der Führungs
lenker (35, 36) versehen ist.
8. Ausbaugestell nach Anspruch 6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stützlenker (33)
für den Stempeldurchgriff mit einer Durchbrechung ver
sehen oder als Doppellenker ausgebildet ist.
9. Ausbaugestell nach einem der Ansprüche 6 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß der eine
Führungslenker (36) von einem hydraulischen Schubkolben
getriebe gebildet ist.
10. Ausbaugestell nach einem der Ansprüche 6 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß das Kappen-
Anschlußgelenk (34) als Kardangelenk ausgebildet ist, des
sen Gelenkkonsole (41) über eine in Abbaurichtung weisende
Gelenkachse (43) mit zugeordneter Federvorrichtung (44) in
Längsrichtung der Hangendkappe verschieblich mit der Han
gendkappe verbunden ist.
11. Ausbaugestell nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei es
nach Art eines schmalen Ausbaurahmens ausgebildet ist, der
zwei hydraulische Stützstempel aufweist, die sich in
Schreitrichtung hintereinander auf der Liegendschwelle
abstützen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützstempel (6) und der Tragstempel (22) jeweils
aus einem Teleskopzylinder mit mindestens zwei Ausfahr
stufen bestehen und daß die Stützstempel (6) in V-förmiger
Anordnung mit ihren Füßen gegeneinander geneigt zwischen
Liegendschwelle und Hangendkappe angeordnet sind.
12. Ausbaugestell nach einem der Ansprüche 1 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß die aus
Federstangen bestehenden Führungsstangen (13) des seit
lich neben der Liegendschwelle (8) liegenden Schreitwerks
(11) übereinander angeordnet sind.
13. Ausbaugestell für den Einsatz in geneigter Lagerung, ins
besondere in Gewinnungsstreben der steilen und halbsteilen
Lagerung mit überkipptem Abbaustoß, mit zwei zwischen
Liegendschwelle und Hangendkappe in Schreitrichtung hin
tereinander angeordneten hydraulischen Stempeln, mit einem
an einem Schreitwiderlager, insbesondere einem durchgehen
den Gelenkbalken, anschließbaren Schreitwerk, und mit ei
ner teleskopierbaren Versatzwand, die an einer rückwärtigen
Tragkonsole der Liegendschwelle angeordnet ist, ge
kennzeichnet durch folgende Merk
male:
- - Die beiden Stützstempel (6) bestehen jeweils aus einem Teleskopstempel mit mindestens zwei Ausfahr stufen und sind in etwa V-förmiger Anordnung ge genläufig zueinander geneigt zwischen Liegend schwelle (8) und Hangendkappe (10) gelenkig ein geschaltet;
- - zwischen Liegendschwelle (8) und Hangendkappe (10) ist ein Lenkersystem (32) eingeschaltet;
- - die geneigte Versatzwand (3) ist so an der Trag konsole (21) angeordnet, daß ihre Mitte etwa in der Ausbauachse liegt.
14. Ausbaugestell nach Anspruch 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Tragkonsole (21) höhen
verschwenkbar mit dem rückwärtigen Ende der Liegendschwelle
(8) verbunden ist.
15. Ausbaugestell nach Anspruch 13 oder 14, dadurch
gekennzeichnet, daß an der Tragkonsole
bergseitig eine hydraulisch ausstellbare Stützkufe (45)
angeordnet ist, während die talseitige Seitenwand der
Tragkonsole eine Stütz- und Gleitfläche (49) für die
Stützkufe eines benachbarten Ausbaugestells bildet.
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