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DE302265C - Lese-und Vortragsmaschine fuer blinde und schlechtsehende - Google Patents

Lese-und Vortragsmaschine fuer blinde und schlechtsehende

Info

Publication number
DE302265C
DE302265C DE1916302265D DE302265DD DE302265C DE 302265 C DE302265 C DE 302265C DE 1916302265 D DE1916302265 D DE 1916302265D DE 302265D D DE302265D D DE 302265DD DE 302265 C DE302265 C DE 302265C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reading
machine
blind
film
line
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1916302265D
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Draenert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE302265C publication Critical patent/DE302265C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10LSPEECH ANALYSIS TECHNIQUES OR SPEECH SYNTHESIS; SPEECH RECOGNITION; SPEECH OR VOICE PROCESSING TECHNIQUES; SPEECH OR AUDIO CODING OR DECODING
    • G10L13/00Speech synthesis; Text to speech systems
    • G10L13/08Text analysis or generation of parameters for speech synthesis out of text, e.g. grapheme to phoneme translation, prosody generation or stress or intonation determination

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computational Linguistics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Audiology, Speech & Language Pathology (AREA)
  • Human Computer Interaction (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
302265 -. KLASSE 42/?. GRUPPE
Zusatz zum Patent 297897.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. April 1916 ab. Längste Dauer: 14.Oktober 1930.
Gemäß vorliegender Zusatzerfindung wird die Blindenlesevorrichtung des Hauptpatentes dadurch in .eine ' Sprechvorrichtung verwandelt, daß die Stifte, die dort bei der pneumatischen Vorrichtung benutzt werden, als Sprechmaschinenstifte ausgebildet werden.
Um die Lochschrift des Hauptpatentes in Töne umwandeln zu können, war es fürs ■ erste anzustreben, eine Vereinfachung der Brailleschrift zu finden.
Dieser Anforderung genügt die folgende Blindenschrift:
Die Punkte 1 bis 30 (Fig. 4), deren Zahl beliebig kleiner oder größer sein kann, bezeichnen der Reihe nach die Laute der deutschen Sprache von a bis u. Erscheinen die ersten beiden Punkte, so bedeuten sie die Silbe ab; Punkt ι und 10 bilden zusammen die Silbe al usf. Es läßt sich, wenn diese Punkte erhaben sind, das ganze Alphabet abtasten, da . die wechselnde Größe der Räume zwischen den einzelnen Punkten bald erkannt wird.
Dadurch, daß jeder Buchstabe nur aus einem Punkt besteht, wird es möglich, das Tastgefühl des Menschen durch einen Tastmechanismus eines mechanischen Apparates zu ersetzen. Die Blindenleseniaschine, welche mit dem pneumatischen Apparat des Hauptpatentes arbeitet, besitzt 38 Punktgruppeh der Brailleschrift (von denen Fig. 3 ein Beispiel zeigt), Welche gemeinsam die Lesezeile bilden, die sich aus 38 · 6 = 228 Stiften zusammensetzt.
Bei Verwendung. der neuen Zeilenschrift nach Fig. 4 besteht die ganze pneumatische Lesezeile nur aus 30 Punkten.
Die Aufnahmeplatte U der zu benutzenden Sprechmaschine wird auf ihren beiden Flächen in je 30 konzentrische Kreise geteilt. Auf. jedem dieser konzentrischen Kreise wird ein Laut des Lautalphabetes gesprochen (Fig. 2).
Der Kreis 1 gibt nur den Lautbuchstaben a wieder, der Kreis 10 den; Lautbuchstaben J, der Kreis 14 den Lautbuchstaben ρ usf.
Diese Sprechplatte U läuft nie ab; die Stifte laufen in den konzentrischen Lautkreisen endlos; die Platte kann auf beiden Seiten besprochen werden, sei es in derselben Sprache, sei es auf der zweiten Seite in einer anderen Sprache. An Stelle der Sprechplatte kann auch eine Phonograplienwalze treten.
Die 30 pneumatisch bewegten Stifte zv1 bis ws0, welche beim Hauptpatent halbrund, konvex, ausgebildet sind,- sind hier als Sprechmaschinentaststifte ausgebildet und- haben Spitzen (Fig. 1).
Jeder dieser Taststifte steht genau über oder unter dem zu ihm gehörigen konzentrischen Lautkreis der Sprechplatte U (s. Z, Fig. ι und-2). Sobald'einer'dieser Taststifte durch den pneumatischen Mechanismus des Hauptpatentes gehoben wird, greift er immer in die für ihn bestimmte Lautrille ein.
Er gibt so dauernd denselben Lautbuchstaben wieder und wird dadurch beim mechanischen Abtasten der Universalplatte,. sobald
die Berührung beider nur etwa ι Sekunde j dauert, den gewünschten Sprechlaut in jedem [ gewünschten Augenblick hervorbringen. j
Der ganze Apparat kann in einem einfachen, aufklappbaren Kasten (Fig. 6, 7, 8) untergebracht sein.
Die Buchstaben der neuen Zeilenschrift nach Fig. 4 können zum Zwecke . des Abtastens mit der Hand, auf Pappe erhaben geprägt sein, zu dem Zwecke der Sprechlautübertragung sind sie jedoch in Papier lochartig· gestanzt (Fig. *5). ■
Ein mit dieser Zeilenschrift bestanzter Papierfilm E (Fig. 5) wird bei A in die Maschine drehbar eingesetzt (Fig. 7,. 8). Sein vorderes Ende "wird über die Hohltrommel K gelegt und nun auf der Achse A1 befestigt. Die Achse A1 (Fig. 7, 8) dreht sich und befördert den Lochfilm E mit der Filmzeile über ao den Lochschlitz if1 (Fig. 1) der Hohltrommel K.
Der Film E kann beispielsweise drei Universalfilmzeilen von derselben natürlichen Größe, wie Fig. 5, nebeneinander besitzen. Siehe F, F\ F2 (Fig. 5, 8).
Die Abwickel- und Aufwickelrolle^ und A1 ebenso wie die Hohltrommel K sind deshalb dreimal so breit als die Universalzeile F und der Lochschlitz K1 ; sie entsprechen in der Breite dem Film E (Fig. 6,8).
Zum Ablesen der Filmzeile F geht der.pneumatische Druck aus dem Lochschlitz K1 der 'Trommel K, durch die zur Verteilung des Druckes bestimmten Löcher des sich fortbewegenden Films E der Lesezeile (Filmzeile). F (Fig. S).
Nach' Durchgang durch diese Filmlöcher tritt der Druck in eins oder mehrere der 30 Verteilungsröhren des pneumatischen Aufnahmeapparates Kz, die ihm durch das Röhrensystem R (Fig. i, 6) an die pneumatisch bewegten Stifte der Leseleiste Z weiterleiten. -
Zum Ablesen der links und rechts von der mittleren Filmzeile F befindlichen Filmzeilen F1 und F2 sind der Aufnahmeapparat K2 - und das Röhrensystem R verschiebbar eingerichtet, sei es, daß ihre Röhren biegsam sind, . sei es, daß zwischen.K2 und R und der Leseleiste Z (Fig. 1, 2, 6, 7, 8) drei starre Röhren- j Systeme vorhanden sind, an welche das vereinigte Röhrensystem K2 und R anschließt. An Stelle des Aufnahmeapparates K2 können auch die pneumatisch betätigte Leseleiste Z und die Sprechplatte U verschiebbar sein.
An Stelle des beweglichen pneumatischen Apparates und des feststehenden Abwickelfilms kann auch der letztere verschiebbar und dementsprechend der pneumatische Apparat feststehend angeordnet sein.
Die Leseleiste Z enthält nun 30 mit beweglichen Taststiften W1 bis W30 versehene Lö- ■ eher. . Diese Stifte werden, wenn sie durch eines oder mehrere der unter der pneumatischen Leseleiste auf der vorbeigleitenden Filmzeile F erscheinenden, zu ihnen gehörenden Löcher Luftdruck erhalten, abwechselnd nach oben getrieben. Sie fallen beim Auf-' hören der Luftwirkung zwangläufig oder durch Eigengewicht wieder in ihre Ruhelage zurück.
Auf. diese Weise wird mit Hilfe der Vorrichtung des Hauptpatentes ein Lochbuchstabe oder eine Lochsilbe (a oder ab) der Universalzeilenfilmschrift F durch das Heben der Stifte abtastbar gemacht, und zwar ebenso abtastbar für die Hand des Blinden als für die Sprechplatte. .
Im ersten Falle kann der Blinde die in den Lochfilm geprägte Lochschrift mit Hilfe seiner Kenntnis der heuen Universalzeilenschrift durch Abtasten der gehobenen, oben abgerundeten Lesestifte auf der Leseleiste Z lesen; im zweiten Falle kann er die Arbeit des Abtastens einer Sprechplatte überlassen. Zu diesem Zwecke sind die pneumatisch betätigten Stifte W1 bis W30 (Fig. 1) als Sprechmaschinentaststifte ausgebildet/ die in die Schallkreise der beschriebenen Platte eingreifen und die entsprechenden Schallwellen in bei Sprechmaschinen bekannter Weise erzeugen. Dabei können diese ·■ Lautschallwellen durch einen Trichter S verstärkt und für einen oder viele Menschen zugleich hörbar gemacht werden (Fig. 6); sie können aber auch durch Telephon oder Mikrophon T (Fig, 7) an beliebig viele Kontakte T1 bis T4 (Fig. 7) weitergegeben werden, um in beliebiger Anzahl und in beliebiger Entfernung abgehört zu werden.
Der Antrieb der Maschine kann durch Handkraft oder Fußkraft ebenso geschehen, wie durch eine mechanische Kraftquelle. Pneumatische Saugwirkung kann ebenfalls angewendet werden. "
Der Lochfilm E kann leer oder arbeitend rückwärts laufen; auch kann er an Stelle der gezeichneten drei Filmzeilen F,. F1 und F2 weniger oder mehr Zeilen enthalten.

Claims (2)

  1. Pat E nt-An Sprüche:
    !.Lesevorrichtung für Blinde nach. Patent 297897, dadurch gekennzeichnet, daß die pneumatisch bewegten Stifte gemäß dem Hauptpatent als Sprechmaschinenstifte ausgebildet sind, die in Lautrin-, nen einer bewegten Sprechplatte greifen, zu dem Zwecke, die Lesevorrichtung des
    Hauptpatentes in eine Sprechvorrichtung umzuwandeln.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher der in hörbare Sprechjaute zu verwandelnden Lochschrift für das ganze Lautalphabet eine einzige Zeile bilden, und daß jeder Buchstabe durch ein ihm entsprechendes Loch in dieser Zeile in der Sprechmaschine ausgelöst wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE1916302265D 1915-10-14 1916-04-17 Lese-und Vortragsmaschine fuer blinde und schlechtsehende Expired DE302265C (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE297897T 1915-10-14
DE302265T 1916-04-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE302265C true DE302265C (de) 1917-12-11

Family

ID=556082

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1916302265D Expired DE302265C (de) 1915-10-14 1916-04-17 Lese-und Vortragsmaschine fuer blinde und schlechtsehende

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE302265C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1098266B (de) * 1952-08-25 1961-01-26 Renate Schuetzenmeister Geb Ku Einrichtung zum Aufsuchen bestimmter Bezeichnungen u. dgl. aus Aufzeichnungen oder Verzeichnissen auf elektrischem Wege
US5897857A (en) * 1995-06-07 1999-04-27 The Procter & Gamble Company Depilatory compositions comprising sulfhydryl compounds

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1098266B (de) * 1952-08-25 1961-01-26 Renate Schuetzenmeister Geb Ku Einrichtung zum Aufsuchen bestimmter Bezeichnungen u. dgl. aus Aufzeichnungen oder Verzeichnissen auf elektrischem Wege
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