DE3021393A1 - Sockelabschluss fuer eine vertikale wandverkleidung und verfahren zum verlegen desselben - Google Patents
Sockelabschluss fuer eine vertikale wandverkleidung und verfahren zum verlegen desselbenInfo
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Description
Anmelder:
Amtliches Aktenzeichen:
Aktenzeichen des Anmelders:
Vertreter:
Bezeichnung:
VWS GmbH Vertrieb wandschützender Systeme Rindweg 15
D-6950 Schriesheim
Neu anmeldung P 47 507
Patentanwalt Dr. Hans Karl Hach Tarunstr. 23 D-6950 Mosbach-Waldstadt
Sockelabschluß für eine vertikale Wandverkleidung und Verfahren zum Verlegen desselben
-Λ . P 47 507
T Π.Π.19801
SOCKELABSCHLUSS FÜR EINE VERTIKALE WANDVERKLEIDUNG
UND VERFAHREN ZUM VERLEGEN EINER SOLCHEN WANDVER-KLEIDUNG
Die Erfindung betrifft einen Sockelabschluß für eine vei .ikale
Wandverkleidung mit einem Kern aus aneinandergereihten Schaumstoffplatten,
dessen Außenseite mit einem die Plattenfugen überdeckenden Gewebe überklebt ist und mit einer Deckschicht
überzogen ist, und ein Verfahren zum Verlegen einer solchen Wandverkleidung.
Wandverkleidungen dieser Art dienen vorzugsweise zum Verkleiden von Gebäudeaußenwänden und sind deshalb, vor allem in ihrem
Sockelbereich nachteiligen Einwirkungen, wie zum Beispiel durch Spritzwasser, ausgesetzt, wenn man dort keine besonderen.
Maßnahmen trifft.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, den Sockelbereich einer solchen Wandverkleidung auf möglichst einfache Weise dauerhaft
zu schützen und zu befestigen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch Ausgestaltung des eingangs angegebenen
Sockelabschlusses derart, daß der Sockelrand des Kerns in einem passend bemessenen Aufnahmekanal einer als
Sockelleiste dienenden Profilschiene steckt, daß der untere
Rand des Gewebes die Außenseite der Profilschiene überdeckend
auf diese geklebt ist, und daß der untere Rand der Deckschicht über die Außenseite der Profilschiene gezogen ist. Die Deckschicht
besteht vorzugsweise aus Kunststoffputz, sie kann aber
auch ein mineralischer Putz, zum Beispiel Mörtel, sein.
-_ » P 47
Durch die Profilschiene wird der untere Rand des Kerns nach außen abgedeckt und geschützt und es besteht durch die Verklebung
des überstehenden Geweberandes eine feste Verbindung zwischen der Sockelschiene und dem Kern, die die gewünschte
dauerhafte Stabilität gewährleistet. Mechanische Einwirkungen, Spritzwasser und dergleichen werden vom Kern ferngehalten und
die durch mechanische Einwirkungen besonders stark gefährdete
nach vorn ragende Sockelkante der Wandverkleidung ist durch eine Profilkante der Profilschiene geschützt. Die Profilschiene,
die vorzugsweise aus Aluminium oder einem anderen, nicht korrodierenden oder korrosionsgeschätzten Leichtmetall besteht,
ist durch ihr Profil biegesteif, so daß eine verhältnismäßig geringe Wandstärke für den angestrebten Zweck ausreicht.
Eine Ausgestaltung der Sockelleiste, die die Montage derselben an der zu verkleidenden Wand erleichtert, ist Gegenstand des
Anspruchs 2.
Es ist wünschenswert, daß der untere Rand des Gewebes intensiv mit dem Deckschenkel der Profilschiene verklebt werden kann.
Das wird begünstigt durch mehrere Reihen von Löchern im Deckschenkel, durch die der zunächst noch feuchte Klebstoff für
das Gewebe dringen kann, um sich dann beim Aushärten fest im Deckschenkel zu verankern.
Mit einer Sockelleiste nach der Erfindung läßt sich auch leicht eine Tropfnase für außen an der Wandverkleidung herunterlaufendes
Wasser bilden. Zu diesem Zweck ist bei einer Sockelleiste die Profilsohle entlang des Deckschenkels zu einer Tropfnase
nach unten abgewinkelt und der Deckschenkel reicht bis an das untere Ende der Tropfnase.
Abgesehen von der erforderlichen Sockelleiste und deren Montage,
sind für den Sockelabschluß nach der Erfindung keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich, im Gegenteil, die Verlegung
wird sogar einfacher, wenn dabei die Sockelleiste als Stütze für die zuerst zu verlegenden, untersten Platten ausgenutzt
wird.
ρ 47 5Ο7
Zu diesem Zweck erfolgt die Verlegung, indem zunächst entlang der Sockellinie eine, einen für die Plattenränder passenden
Aufnahmekanal aufweisende Profilschiene mit diesem Aufnahmekanal nach oben weisend verklebt wird, dann der Kern von unten
nach oben aufgebaut wird, wobei die untersten Platten mit ihren unteren Rändern in den Aufnahmekanal gesteckt werden,
dann das Gewebe bis über den vorderen Schenkel der Profilschiene verlegt und verklebt wird und dann die Deckschicht
aufgetragen wird, und zwar so weit nach unten, daß sie auch die Profilschiene mit abdeckt.
Die Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.
-' ST"" ' " P 47 507
In der Zeichnung zeigt:
Figur 1 perspektivisch abgebrochen ein Teilstück einer Sockelleiste nach der Erfindung,
Figur 2 im Querschnitt den Sockelabschluß einer
Wandverkleidung,
Figur 3 die Wandverkleidung aus Figur 2 gesehen in
Richtung des Pfeils III aus Figur 2, und
Figur 4 ein Eckstück einer sockelleiste perspektivisch.
Gemäß Figur 1 hat die Sockelleiste 1 rechteckiges U-Profil mit
einem rückwärtigen Anschlagschenkel 2 und einem vorn sich parallel dazu erstreckenden Deckschenkel 3 und der dazwischen gelegenen
Profilsohle 4· Die Profilsohle 4 ist entlang des Deckschenkels 3 zu einer Tropfnase 5 nach unten abgewinkelt; der
Deckschenkel 3 beginnt bereits am unteren Ende 6 der Tropfnase,
Entlang des oberen Randes 7 sind im Anschlagschenkel 2 Löcher 8, 9 vorgesehen zum Durchstecken von Befestigungselementen,
wie zum Beispiel des Nagels 10, zum Befestigen der Sockelleiste 1 an einer zu verkleidenden Wand 11. Auf einige kleine
Löcher 9 folgt jeweils ein größeres Loch 8. Statt der kreisrunden Löcher kann man auch Langlöcher vorsehen.
Der Anschlagschenkel 2 ragt um die Breite der großen Löcher 8 über den oberen Rand 12 des Deckschenkels 3 hinaus, so daß
die Befestigungselemente, zum Beispiel der Nagel 10, unbehindert durch den Deckschenkel eingetrieben werden können.
· ■·' P 47 507
Der Deckschenkel 3 weist mehrere Reihen von Löchern 13 übereinander
auf, die zur Verankerung der Verklebung des Gewebes 14 dienen. Die Sockelleiste 1 besteht aus Leichtmetall, vorzugsweise
Aluminiumblech.
Für einen Sockelabschluß 15 einer Wandverkleidung 16 wird zunächst
einmal die Sockelleiste aus mehreren Leistenabschnitten wie in Figur 1 dargestellt, horizontal aneinandergereiht entlang
der Sockellinie 17 verlegt, indem die Sockelleiste mit ihrem Anschlagschenkel 2 an der zu verkleidenden Wand 11 anliegend
angeschlagen wird, derart, daß die offene U-PrOf4I-seite,
die einen Aufnahmekanal 18 bildet, nach oben we. ^t.
Dieser Aufnahmekanal 18 ist so bemessen, daß der untere Rand von Schaumstoffplatten 20, 21, 22, 23, die aneinandergereiht
den Kern 24 der allgemein mit 16 bezeichneten Wandverkleidung bilden, mit Spiel hineinpasst. Die lichte Weite des Aufnahmekanals
18 ist vorzugsweise 3 mm breiter als die Stärke der zugehörigen Schaumstoffplatten. Dieses Übermaß erleichtert es, die
aufgetragene Klebschicht zum Verkleben des Gewebes auch im Sockelbereich zu egalisieren.
Nachdem die Sockelleiste 1 befestigt ist, wird der Kern 24 verlegt, indem die Schaumstoffplatten, von unten beginnend,
nach oben fortgesetzt aneinandergereiht werden. Die untersten Schaumstoffplatten werden dabei mit ihren unteren Rändern in
den Aufnahmekanal 18 gestellt. An den Kreuzungspunkten werden
die Schaumstoffplatten durch eingeschlagene Dübel mit der Wand 11 verbunden, sie können aber auch aufgeklebt werden.
Auf den so verlegten Kern wird dann ein Gewebe 14 aufgeklebt. Das Gewebe14 erstreckt sich mit seinem unteren Rand bis über
den Deckschenkel 3 und ist dort mit dem Deckschenkel verklebt, wobei der Klebstoff in die Löcher 13 gedruckt wird, so daß er
sich beim Aushärten in den Löchern verankert. Eventuell überstehende Teile des Gewebes können nach unten um die Tropfnase
5 umgeschlagen werden und an der Rückseite der Tropfnase festgeklebt werden, sofern das Gewebe, wie es bei Textilgewebe der
Fall ist, flexibel ist. Panzergewebe aus Metall wird von vornherein so verlegt, daß es nicht nach unten über die Tropfnase
hinausragt, gegebenenfalls wird es abgeschnitten.
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Der mit dem Gewebe 14 überklebte Kern wird anschließend mit
einer Deckschicht 30 aus Mörtel Überzogen, und zwar so weit nach unten, daß auch der Deckschenkel 3 der Profilschiene
vollständig durch die Deckschicht aus Mörtel abgedeckt ist.
An den Gebäudeecken kann man die Sockelleiste von beiden Seiten auf Gehrung geschnitten aneinanderstoßen lassen, man
kann aber auch den schrägen Gehrungsschnitt, der an der
Baustelle unter Umständen nicht einfach ordentlich ausführbar ist, durch ein Sockel-Eckstück 31, wie in Figur 4 dargestellt
ist, ersetzen. Das Sockel-Eckstück 31 besteht aus zwei Profilabschnitten 33, 34, die auf Gehrung entlang der
Linie 37 fest miteinander verbunden sind und an beiden Enden 35, 36 senkrecht zur Profillängserstreckung enden, so
daß dort Sockelleisten wie in Figur 1 dargestellt angeschlossen werden können, ohne daß man schräge Gehrungsschnitte benötigt.
Claims (6)
1. Sockelabschluß für eine einen Kern aus aneinandergereihten
Schaumstoffplatten aufweisende, vertikale Wandverkleidung, de- ί
ren Außenseite mit einem die Plattenfugen überdeckenden GeweDe |
überklebt ist und mit einer Deckschicht überzogen i ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Sockelrand
des Kerns (24 ) in einem passend bemessenen Aufnahmekanal ( 18 ) einer als Sockelleiste dienenden Profilschiene
1 steckt, daß der untere Rand des Gewebes ( die Außenseite der Profilschiene überdeckend auf diese geklebt
ist, und daß der untere Rand der Deckschicht ( 30 ) über die Außenseite der Profilschiene gezogen ist.
2. Sockelleiste für einen Sockelabschluß nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch ein rechteckiges U-Profii, dessen verleg1
rückwärtig gelegener, als Anschlagschenkel ( 2 ) ausgebildeter Profilschenkel entlang seines oberen Randes Löcher
( 8, 9 ) zum Durchstecken von Befestigungselementen
(10 ) aufweist und mindestens um die Höhe dieser Löcher ( 8, 9 ) höher ragt als der andere, als Deckschenkel ( 3 )
ausgebildete Profilschenkel.
3. Sockelleiste nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckschenkel ( 3 ) mehrere Reihen von Löchern
( 13 ) übereinander zur Verankerung der Verklebung des Gewebes ( 14 ) aufweist.
4. Sockelleiste nach einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilsohle ( 4 ) entlang des Deckschenkels ( 3 ) zu einer Tropfnase ( 5 ) nach
unten abgewinkelt ist und, daß der Deckschenkel ( 3 ) bis an das untere Ende (6 . ) der Tropfnase ( 5 )
reicht.
OWOINAL INSPECTED
- 2 - P 47
5. Sockelleiste nach einem der Ansprüche 2-4, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus Leichtmetall besteht und
korrosionsfest ist.
6. Verfahren zum Verlegen einer vertikalen Wandverkleidung mit einem Kern aus aneinandergereihten Schäumst
off platt en, deren Außenseite mit einem die Plattenfugen
überdeckenden Gewebe überklebt ist und mit einer Deckschicht überzogen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß zunächst entlang der Sockellinie eine, einen für die Plattenränder passenden Aufnahmekanal aufweisende
Profilschiene mit diesem Aufnahmekanal· nach oben weisend verlegt wird,
daß dann der Kern von unten nach oben aufgebaut wird, wobei die untersten Platten mit ihren unteren Rändern
in den Aufnahmekanal gesteckt werden, daß dann das Gewebe bis über den vorderen Schenkel
der Profilschiene verlegt und verklebt wird, und daß dann die Deckschicht aufgetragen wird, und zwar
so weit nach unten, daß sie auch die Profilschiene mit abdeckt.
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| DE3021393C2 DE3021393C2 (de) | 1987-10-01 |
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