DE3021237A1 - Selbstkorrigierendes und selbstpruefendes fluegelrad-messgeraet - Google Patents
Selbstkorrigierendes und selbstpruefendes fluegelrad-messgeraetInfo
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Description
- 13 -Patentanwälte
Dipl.-Ing. Dipl.-Chem. Dipl.-Ing. 3 021237
E. Prinz - Dr. G. Hauser - G. Leiser
Ernsbergerstrasse 19
8 München 60
4. Juni 1980
ROCKWELL INTERNATIONAL CORPORATION
600 Grant Street
Pittsburgh, Pennsylvania / V.St.A.
Unser Zeichen: R 999
Selbstkorrigierendes und selbstprüfendes Flügelrad-Meßgerät
Die Erfindung betrifft ein Flügelrad- bzw. Turbinen-Meßgerät und ein damit ausgerüstetes Meßsystem. Sie befaßt sich insbesondere
mit Meßgeräten der in der US-PS 3 733 910 beschriebenen Art sowie mit einer Vorrichtung und einem Verfahren zur
Gewährleistung und Aufrechterhaltung der Genauigkeit derartiger Strömungsmesser.
Flügelrad- bzw. Turbinen-Strömungsmesser oder -Durchflußmesser
werden seit vielen Jahren zur Ausmessung von Fluidströmungen verwendet, und diese Art Meßgerät erfreut sich steigender
Beliebtheit wegen seiner Einfachheit, Reproduzierbarkeit, Zuverlässigkeit und der relativ hohen Genauigkeit im
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Vergleich zu anderen Arten von Meßgeräten, insbesondere bei großen Strömungsmengen.
In der Technik wird allgemein davon ausgegangen, daß jedes Meßgerät, das nach herkömmlichen Verfahren hergestellt
und zusammengebaut wurde, eine ihm eigene Registrier- bzw. Eichkurve aufweist. Bei der Herstellung wird die tatsächliche
Strömung durch das Meßgerät durch ein Strömungs-Eichgerät festgestellt, das in Reihe mit dem zu eichenden Meßgerät
in eine Testleitung geschaltet wird. Ein solches Strömungs-Eichgerät ist ein hochpräzises Gerät, das wiederum geeicht
wurde, um eine Strömungsmenge mit hoher Genauigkeit anzuzeigen. Die nach herkömmlichen Herstellungsverfahren hergestellten
Meßgeräte zeigen jeweils eine etwas verschiedene Strömungsmenge für dieselbe, von dem Eichgerät angezeigte
Strömungsmenge an. Dies ist auf eine Anzahl von Faktoren zurückzuführen. Zum Beispiel können die verschiedenen Lagersätze
in einem Meßgerät der Rotordrehung einen Widerstand entgegensetzen, der von demjenigen bei den Lagern anderer
Meßgeräte, denen sie zugeordnet sind, etwas verschieden ist. Auch die Winkel, unter denen die Flügel in bezug auf die
Strömungsrichtung orientiert sind, können sich von einem Meßgerät zum anderen etwas verändern, ebenso wie der ringförmige
Strömungsquerschnitt beim Durchgang des Fluids durch das Meßgerät. In der Praxis ist es mit herkömmlichen Herstellungsverfahren
unmöglich, die Auswirkung dieser Faktoren von einem Meßgerät zum anderen präzise einander gleich zu
halten. Auch die mechanische Belastung, die durch die verschiedenen Antriebselemente wie Zahnräder, Magnetkupplung
usw. zwischen dem Rotor selbst und dem Registrier- bzw. Zählwerksmechanismus ausgeübt werden, sind von einem Meßgerät
zum anderen verschieden. Änderungen dieser Faktoren von einem Meßgerät zum anderen ergeben also bei jedem Meßgerät
einen ihm eigenen Wert für die Strömung durch dieses Meßgerät hindurch bei einer gegebenen Strömungsmenge wie sie von dem
Eichgerät ermittelt wird. Das Verhältnis des Meßgerät-Äblese-
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wertes bei irgendeiner gegebenen Strömungsrate zu dem Ablesewert des Eichgerätes wird als "Prozentsatz der Registrierung"
bezeichnet. Ein Meßgerät, das eine Strömungsregistrierung
von 999 Volumeneinheiten (nr bzw. ft ) der Strömung anzeigt, wenn das Eichgerät eine Strömungsmenge von 1OOO
Volumeneinheiten anzeigt, hat danach eine Registrierung
von 99,9%; es registriert also 99,9% des tatsächlich durch das Meßgerät hindurchgeströmten Fluids. Die Kurve, die durch
Auftragen des Registrierprozentsatzes von einem Meßgerät bei verschiedenen Durchflußraten über seinen festgelegten
Arbeitsbereich in Einheiten von Durchflußraten erhalten wird, wird als Eichkurve bezeichnet; jedes Meßgerät hat im
wesentlichen seine ihm eigene Eichkurve.
Wenn also in der Praxis ein Meßgerät nach einer gegebenen Zeitspanne auf seiner Anzeigeeinrichtung eine Menge von
10 000 Volumeneinheiten der durchgeströmten Flüssigkeit bei einer gegebenen Durchflußrate anzeigt und wenn bei dieser
Durchflußrate der Registrierprozentsatz 99,9% beträgt, so
ist die tatsächliche Strömung durch das Meßgerät 10 000 dividiert durch 0,999, d.h. 10 010 Volumeneinheiten. Da
die Eichkurve den Registrierprozentsatz für die verschiedenen Durchflußraten über den Betriebsbereich des Meßgeräts
zeigt, kann durch Dividieren des auf dem Zählwerk des Meßgerätes angezeigten Wertes durch den Registrierprozentsatz,
der der Eichkurve entnommen wird, und zwar für dieses Meßgerät und für die Durchflußiate, mit der das System in Betrieb
war, die tatsächliche Strömung durch das Meßgerät berechnet werden.
Bei längerem Gebrauch des Meßgeräts können sich einer oder mehrere der oben genannten Faktoren ändern, die die Eichkurve
beeinflussen. Zum Beispiel können die Rotorlager aufgrund des Dauerbetriebs verschleißen, was zu wesentlich höherer Lagerreibung
führt als im neuen Zustand, es können Fremdstoffe in
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dem gemessenen Fluid sich in den Lagern festsetzen, oder
der ringförmige Durchflußquerschnitt kann sich durch Ansammlung von Fremdkörpern verändern, wodurch sich der Einfluß
ändert, den die jeweiligen Faktoren auf die Menge haben, die das Zählwerk für eine gegebene, tatsächlich durch das
Meßgerät durchgeflossene Menge anzeigt. Wenn z.B. die Lagerreibung
aufgrund des Dauerbetriebs angestiegen ist, so daß eine wesentlich größere Belastung auf den Rotor ausgeübt
wird, dann zeigt das Register anstelle der oben genannten 99,9%-Registrierung z.B. nur 98,9% des tatsächlich durch
das Meßgerät geflossenen Fluids an. Das Meßgerät registriert dann 1,1% weniger als 10 000, d.h. 9890 Volumeneinheiten.
Da die Benutzer keinerlei Anzeige erhalten, daß das Meßgerät nicht in Übereinstimmung mit seiner Eichkurve arbeitet,
wird dann der Wert von 9890 durch den normalen Registrierprozentsatz von 99,9% dividiert, was zu einem falschen Ergebnis
von (9890/0,999) = 9900 Volumeneinheiten führt.
Bisher ist es üblich, das Meßgerät von Zeit zu Zeit aus der Leitung zu entfernen, neu zu prüfen und mit der Norm eines
Eichgerätes neu zu eichen. Dies bedeutet natürlich einen beträchtlichen Zeit- und Kostenaufwand und führt oft dazu,
daß Meßgeräte längere Zeit zwischen den Überprüfungen ihrer Eichung außerhalb ihres Eichzustandes betrieben werden.
In der US-PS 4 091 653 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Prüfen der Genauigkeit und Eichung eines Flügelrad-Meßgeräts
ohne Entfernung desselben aus der Leitung und ohne Betriebsunterbrechung beschrieben. Wie in dieser Druckschrift
beschrieben ist, wurde gefunden, daß Änderungen der Eichung bzw. des Registrierprozentsatzes des Meßgerätes zu Änderungen
des Winkels führen, unter dem das Fluid aus den Flügeln des Meßrotors austritt. Wenn also bei der ursprünglichen
Eichung der Austrittswinkels des den Rotor verlassenden Fluids festgestellt und aufgezeichnet wird, zeigen beim
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regelmäßigen Prüfen des Austrittswinkels des Fluids, während
das Meßgerät in Betrieb ist, jegliche Abweichungen dieses Winkels von dem bei der ursprünglichen Eichung aufgezeichneten
Wert dem Benutzer an, daß sich die Eichung des Meßgeräts geändert hat. Nach dieser Druckschrift sind
Mittel innerhalb des Meßgeräts vorgesehen, um eine Anzeige für den Austrittswinkel des Fluids zu liefern. Die Erfindung
befaßt sich mit einer Weiterbildung dieses Gedankens und schafft eine Einrichtung zum kontinuierlichen Überwachen
des Austrittswinkels des Fluids, so daß beim Erfühlen von Änderungen des Austrittswinkels diese Änderungen ausgewertet
werden, um die registrierte Fluidmenge in Übereinstimmung mit diesen Änderungen zu korrigieren und eine kontinuierliche
und genaue Registrierung der durch das Meßgerät erfolgenden Strömung zu ermöglichen.
Es wurde bereits früher versucht, bei Flügelrad-Meßgeräten eine hohe Genauigkeit zu erreichen, wie z.B. in den
US-PSen 3 142 170 und 3 934 473 beschrieben ist. In der erstgenannten
US-PS ist ein Flügelrad-Meßgerät beschrieben, bei dem der in das Meßgerät eintretenden Fluidströmung durch
Flügel mit einer festen Winkelorientierung eine gegebene Tangentialgeschwindigkeit erteilt wird. Das Fluid, das dann
eine Tangentialgeschwindigkeitskomponente aufweist, trifft auf die Flügel des Meßrotors auf und versetzt diesen in Drehung.
Gemäß der Lehre dieser Druckschrift arbeitet das Meßgerät mit einer wesentlich verbesserten Genauigkeit, wenn
die Tangentialgeschwindigkeitskomponente durch den Meßrotor vollständig beseitigt wird. Es ist eine Bremse vorgesehen,
die geeignet ist, ein Bremsmoment auf den Meßrotor auszuüben, dessen Höhe durch die Drehung eines Fühlerrotors einstellbar
ist, der stromabwärts von dem Meßrotor vorgesehen ist. Wenn das aus den Flügeln des Meßrotors austretende Fluid irgendeine
übrigbleibende Tangentialgeschwindigkeitskomponente aufweist, die durch den Meßrotor nicht beseitigt wurde, wird
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der Fühlerrotor in Drehung versetzt. Durch die Drehung des Fühlerrotors wird die Stärke der auf den Meßrotor ausgeübten
Bremskraft verändert, bis sich dieser mit einer Geschwindigkeit dreht, bei der die Tangentialgeschwindigkeitskomponente
aus der Fluidströmung entfernt ist, die aus den Flügeln des Meßrotors austritt.
Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, daß der in die Meßrotorflügel eintretenden Fluidströmung keinerlei Tangentialkomponente
erteilt wird, und es wird nicht versucht, die Tangentialgeschwindigkeitskomponente
der aus den Meßrotorflügeln austretenden Fluidströmung zu entfernen.
In der US-PS 3 934 473 ist ein Flügelrad-Meßgerät beschrieben, dessen stromabwärts von dem Meßrotor angeordneter Fühlerrotor
sich entgegen dem Drehsinn des Meßrotors und mit im wesentlichen derselben Geschwindigkeit wie dieser drehen
soll, wobei die Geschwindigkeit des Fühlerrotors sich ändert, wenn sich die Geschwindigkeit des Meßrotors ändert.
Die Erfindung zeigt, daß es vorteilhaft ist, wenn der Fühlerrotor in beiden Drehrichtungen arbeitet, jedoch mit einer
wesentlich niedrigeren Geschwindigkeit bzw. im Stillstand oder nahe dem Stillstand.
Weitere Druckschriften, die sich mit der Verbesserung der
Genauigkeit von Flügelrad-Meßgeräten beschäftigen/ sind die US-PSen 3 241 366 und 3 710 622.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Flügelradbzw. Turbinen-Meßgeräts und eines Meßsystems und Meßverfahrens,
die einen einfachen Aufbau, eine hohe Zuverlässig-
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keit und hohe Genauigkeit innerhalb eines weiten Bereichs
von Drücken und Durchflußraten ermöglichen und die Genauigkeit des Flügelrad-Meßgeräts aufrechterhalten, während
dieses in Betrieb bleibt. Es soll auch ermöglicht werden, eine korrigierte Registrierung der Fluidströmung durch das
Meßgerät kontinuierlich aufrechtzuerhalten und die Stärke der Abweichung der Meßrotoranzeige von seinem Eichwert oder
einem anderen Bezugswert anzuzeigen. Ferner soll der Austrittswinkel der Fluidströmung aus dem Meßrotor kontinuierlich
überwacht und die registrierte Menge der Fluidströmung in Übereinstimmung mit jeglichen Änderungen des Austrittswinkels korrigiert werden, um auf diese Weise eine genaue
Registrierung bzw. Anzeige der Fluidströmung durch das Meßgerät zu ermöglichen. Es soll also die Genauigkeit der
registrierten, durch das Meßgerät geflossenen Fluidmenge aufrechterhalten werden, während eine Anzeige bezüglich der
Stärke der Abweichung des Austrittswinkels von dem anfänglichen Eichwert gegeben wird. Es wird ferner angestrebt,
eine Messung einer Variablen vorzunehmen, die mit einem Bezugswert verglichen werden kann, um zu bestimmen, ob die
Genauigkeit des Meßgeräts sich geändert hat und um welchen Wert sie sich ggf. geändert hat, wobei eine Einrichtung zur
Durchführung einer Korrektur des registrierten Wertes in Übereinstimmung mit Änderungen der Variablen vorgesehen
ist. Darüber hinaus soll angezeigt werden, wenn das Meßgerät außerhalb seines Eichzustandes arbeitet, und ferner
soll die Stärke der Abweichung von dem Eichzustand angezeigt werden.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Patentansprüche gelöst.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
anhand der Zeichnung. In der Zeichnung zeigen:
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Fig. 1 eine Seitenansicht eines Flügelrad-Meßgeräts/
wobei ein Teil des Gehäuses fortgebrochen ist, um die Meßkammer und andere Einzelheiten zu zeigen;
Fig. 2 einen Längsschnitt der Meßkammer;
Fig. 3 ein Schema einer Ausführungsform eines Flügelrad-Meßgeräts
für konstante Genauigkeit unter Verwendung eines Pitot-Rohres zur Emittlung der Strömungsrichtung gemäß der US-PS 4 091 653;
Fig. 4 ein Schema einer anderen Ausführungsform von Flügelrad-Meßgeräten
mit konstanter Genauigkeit;
Fig. 5, 6A, 6B, 7A und 7B Geschwindigkeitsdiagramme, die
den Austrittswinkel des aus dem Meßrotor und dem
Fühlerrotor austretenden Fluids betreffen, zum Erfühlen dieses Austrittswinkels und zur Ermöglichung
einer Einrichtung für die Korrektur jeglicher Veränderung des Austrittswinkels/ wobei die Fig. 6B
und 7B Vergrößerungen der eingekreisten Teile in Fig. 6A bzw. 7A zeigen;
Fig. 8 eine Schnittansicht längs Linie 8-8 in Fig.' 2;
Fig. 9 eine Ansicht der Fronttafel des Elekfronikkastens
bei einem Meßgerät, an dem die verschiedenen Werte, Grenzen usw. der für die Erfindung maßgeblichen Parameter
angezeigt werden;
Fig. 10 ein Schaltbild der im Inneren des Elektronikkastens nach Fig. 9 angeordneten Selbstkorrekturschaltung;
Fig. 11 ein Schaltbild der im Inneren des Elektronikkastens nach Fig. 9 angeordneten Selbstüberprüfungsschaltung;
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Fig. 12 die Beziehung zwischen der Meßrotorgeschwindigkeit und der Fühlerrotorgeschwindigkeit für die angegebenen
Bedingungen über den Nennbereich der Reynolds-Zahl für dieses Meßgerät;
Fig. 13 ein Funktions-Blockschaltbild des Rechneraufbaus
zur Durchführung eines Verfahrens nach einer weiteren Ausfuhrungsform der Erfindung;
Fig. 14 ein Taktsignal/ das in dem System nach Fig. 13 erzeugt wird;
Fig. 15 eine Anzeigetafel für die Fluidströmung und Erzeugung von Warnsignalen;
Fig. 16 ein detailliertes Funktions-Blockdiagramm eines
Teils des Systems nach Fig. 13;
Fig. 17A, 17B und 17C gemeinsam ein detailliertes schematisches
Schaltbild des Systems nach Fig. 13; und
Fig. 18A bis 18F Flußdiagramme der Vorgänge/ die in das
System nach den Fig. 13/ 17Af 17B und 17C einprogrammiert
sind und von diesem ausgeführt werden.
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ORIGINAL INSPECTED
Wie in der US-PS 4 091 653 beschrieben ist, deren Offenbarung in die vorliegende Beschreibung einbezogen wird,
zeigen Änderungen des Winkels, unter dem ein das Meßgerät durchströmendes Fluid aus dem Meßrotor austritt (dieser
Winkel ist als θ bezeichnet), Änderungen der Aufzeichnung
des Meßgeräts an. Gemäß der genannten US-PS wird der Austrittswinkel lediglich auf einer Anzeigevorrichtung angezeigt,
um eine Basis zum Korrigieren der von dem Register bzw. Zählwerk des Meßgeräts angezeigten Gesamtströmung durch
dieses Meßgerät zu geben. Fig. 3 der vorliegenden Anmeldung zeigt ein System, das den Austrittswinkel überwacht und auf
einem festen Wert hält.
Ein Pitot-Rohr 12 zur Ermittlung der Strömungsrichtung, ähnlich demjenigen, das in der US-PS 4 091 653 beschrieben
ist, ist stromabwärts von dem zugehörigen Meßrotor 20 angeordnet, wie in der genannten US-PS und in Fig. 3 gezeigt ist.
Bei der anfänglichen Eichung wird das Rohr 12 in eine Position eingestellt, die mit einem gewünschten Austrittswinkel θ
vereinbar ist, und erzeugt daher kein Ausgangssignal in Form einer Druckdifferenz Δρ, wenn der Austrittswinkel θ diesen
Wert hat. Wenn jedoch im Laufe des Betriebs der Austrittswinkel θ von seinem Wert bei der anfänglichen Eichung abweicht,
erzeugt das Pitot-Rohr eine Druckdifferenz, die sich mit der Stärke der Abweichung Δθ ändert. Diese Druckdifferen
Δρ, die Änderungen ΔΘ des Austrittswinkel θ gegenüber dem
Eichwert θ darstellt, wird einem Druckdifferenzwandler 14 aufgeprägt, wie in Fig. 3 gezeigt ist. Der Wandler 14 setzt
die Druckdifferenz Δρ in ein elektronisches Fehlersignal um, das sich in direkter Abhängigkeit von Druckdifferenzänderungen
und somit Änderungen des Austrittswinkels ΔΘ ändert.
Es gilt also:
Δρ α ΔΘ « Fehlers ignal.
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ORIGINAL INSPECTED
Die Abweichung bzw. das Fehlersignal wird dann an einen
Prozessor 16 angelegt, in dem es verstärkt und in sonstiger Weise verarbeitet wird, um es für das Anlegen an eine Bremsvorrichtung
18 aufzubereiten. Die Bremsvorrichtung 18 übt
eine Bremskraft auf den Meßrotor aus, wobei die Höhe dieser Kraft durch das Fehlersignal bestimmt wird, das in den Prozessor
eingegeben wird. Wenn also im Laufe des Betriebes die Rotationsgeschwindigkeit des Meßrotors 20 bei einer gegebenen
Durchflußrate absinkt, weil Lagerverschleiß auftritt oder andere Gründe vorliegen, nimmt der Austrittswinkel θ des
Fluids zu, wodurch das Pitot-Rohr 12 eine Druckdifferenz anlegt, die von dem Wandler 14 als Überdruck ertastet wird.
Das Ausgangssignal des Wandlers 14 und des Prozessors 16 zeigt die Änderung des Austrittswinkels 16 an und wird an
die Bremsvorrichtung 18 angelegt, die dann bewirkt, daß die auf den Meßrotor 20 ausgeübte Bremskraft vermindert wird,
was zu einer Zunahme der Geschwindigkeit des Meßrotors und einer Verminderung des Austrittswinkels θ führt. Die anfängliche
Einstellung der Bremskraft kann unzureichend sein, um den Winkel θ auf seinen Eichwert zurückzuführen. Wenn dies
nicht der Fall ist, sind Δρ und das Fehlersignal aus dem
Wandler weiter vorhanden, wodurch der Prozessor veranlaßt wird, eine Reihe von aufeinanderfolgenden Einstellungen vorzunehmen
. Das Meßgerät 10 registriert erneut die Fluidströmung innerhalb der Grenzen seines ursprünglichen Eichwertes.
Aus der vorstehenden Beschreibung geht hervor, daß die Bremsvorrichtung 18 stets eine definierte Bremskraft auf den Meßrotor
20 ausüben muß, selbst wenn die Meßvorrichtung 10 geeicht
ist und innerhalb der erlaubten Grenzen von Abweichungen des Austrittswinkels θ von dem Eichwert θχ arbeitet.
Wenn aus irgendeinem Grunde die Geschwindigkeit des Meßrotors 20 für eine gegebene Durchflußrate über seine Geschwindigkeit
bei der Eichung ansteigen sollte, nimmt der Austrittswinkel θ ab, wodurch das Pitot-Rohr 12 eine Druckdifferenz anlegt, die
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von dem Wandler 14 als Druckabfall ertastet wirdf was zu
negativen Werten der Ausgangssignale des Wandlers 14 führt
und den Prozessor 20 veranlaßt, sein Ausgangssignal zu vermindern,
damit die Bremsvorrichtung 18 die Bremskraft erhöht,
die auf den Meßrotor 20 ausgeübt wird; dessen Geschwindigkeit wird dann auf den ursprünglich geeichten Wert vermindert,
und die Verkleinerung des Austrittswinkels verschwindet, so daß auch das Fehlersignal verschwindet.
Vorstehend ist eine Anordnung beschrieben, durch die die Arbeitsweise eines Flügelrad-Meßgeräts 10 nachgestellt wird
in Übereinstimmung mit Abweichungen der Geschwindigkeit seines Meßrotors gegenüber seiner Geschwindigkeit bei der Eichung,
so daß sein Ausgangssignal stets genau innerhalb der Grenzen
seiner ursprünglichen Eichung liegt.
Wie zuvor beschrieben wurde, werden Abweichungen von der Eichung durch Änderungen des Austrittswinkels θ des Fluids
aus dem Meßrotor 20 wiedergegeben, wobei diese Änderungen durch ein Pitot-Rohr zur Feststellung der Strömungsrichtung
ertastet werden. Ein Mangel bei der Anwendung eines Pitot-Rohres zur Ertastung von Änderungen des Austrittswinkels besteht
darin, daß die voneinander beabstandeten Öffnungen und Kanäle des Pitot-Rohres, wie in der US-PS 4 091 653 beschrieben,
die Neigung haben, durch Fremdkörper in dem gemessenen Fluid verstopft zu werden, besonders dann, wenn das Pitot-Rohr
dauernd in der Strömung bleibt.
Es wurde gefunden, daß ein zweiter Rotor 22, der frei drehbar in einem geeigneten Abstand stromabwärts von dem Meßrotor
20 angeordnet ist, verwendet werden kann, um Änderungen des Austrittswinkels des Fluids aus dem Meßrotor festzustellen,
wie nachfolgend beschrieben wird.
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Fig. 1,2 und 8 zeigen Einzelheiten im Inneren eines Flügelrad-Meßgeräts
10, dessen Fühlerrotor 22 stromabwärts von seinem Meßrotor 20 angeordnet ist, um den Austrittswinkel θ des
Fluids aus dem Meßrotor 20 zu ermitteln. Das Meßgerät 10 hat ein Gehäuse 50 mit Flanschen 52 und 54 an dem Einlaß-
und am Auslaßende zur Einschaltung in eine Fluid-Strömungsleitung.
Stromabwärts von der Meßkammer 58 befindet sich eine Strömungsführung 56, die von dem Gehäuse 50 durch radial
ausgerichtete Flügel 57 getragen wird. Zusätzlich zur Halterung der Führung 56 dienen die Flügel 57 dazu, jegliche Tangentialkomponenten
der Richtung der Fluidströmung vor dem Eintritt in die Meßkammer 58 zu eliminieren bzw. minimieren.
Die Meßkammer 58 ist gebildet aus einer inneren und einer äußeren zylindrischen Wandung 63, 65, die konzentrisch sind
und durch radiale, beabstandete Streben 114 zusammengehalten werden, um einen ringförmigen Kanal 60 zu bilden; sie ist
so ausgelegt, daß sie lecksicher in das Gehäuse 50 eingepaßt ist, so daß die gesamte Fluidströmung durch den ringförmigen
Kanal 60 der Kammer erfolgt (Fig. 2 und 8). Im Inneren der Meßkammer 58 ist der Meßrotor 20 mit radial vorstehenden
Flügeln 52 eingebaut, die den Strömungskanal 60 vollständig überspannen. Der Rotor 20 ist auf einer Welle 64 durch einen
Keil 66 befestigt und durch eine Mutter 68 und eine Scheibe 70 in Stellung gehalten. Ein inneres Lagerteil 77 ist gebildet
aus Querwandungen 77a und 77b, die von sich in Längsrichtung erstreckenden Teilen 77c und 77d überbrückt sind.
Die Wandungen 77a und 77b und die Überbrückungsteile 77c und 77d sind als einstückige Einheit gebildet, die an der
Wandung 81 über irgendeine passende Einrichtung gehaltert ist, z.B. eine Reihe Schrauben 83, und auf der Wandung 81a
durch eine Reihe Schrauben 83a. Die Wandungen 63 und 81 können einteilig ausgebildet sein, und die Wandung 81a kann an
der Wandung 63 in irgendeiner geeigneten Weise befestigt sein, z.B. durch nicht dargestellte Schrauben. Ein Lager 72
ist auf der Welle 64 durch einen Teil der Nabe des Rotors 20
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gehaltert, und ein Lager 74 ist auf der Welle durch eine Mutter 73 befestigt. Das Lager 74 ist in die Wandung 77b
eingebaut und darin durch eine Halteplatte 69 befestigt, die durch Schrauben an den Wandungen befestigt ist. Die
Innenwandungen 77a, 81 und 81a bilden eine Kanuner 71 und haltern den Zahnradantrieb des Registers 48 und der Rotations-Abtasteinrichtung,
die später beschrieben werden. Es sind öffnungen (von denen eine Öffnung 75 gezeigt ist)
mit Filtern 75a versehen und bilden einen Druckausgleich zwischen dem Fluid der Leitung und dem Inneren der Kammer
71, während die Filter Verunreinigungen aus der Kammer fernhalten.
Der Zahnradantrieb des Registers bzw. Zählwerks 48 ermöglicht auf mechanischem Wege das Ablesen des Gesamtvolumens
der durch das Meßgerät 10 geflossenen Strömung. Es besteht aus einer Schnecke 76, die auf der Rotorwelle 64 befestigt
ist und mit einem antreibenden Schneckenrad 78 in Eingriff ist. Das Schneckenrad 78 ist auf einer Zwischenwelle 80 be-"
festigt, z.B. durch einen sich durch die Nabe 79 des Schnekkenrades 78 und die Zwischenwelle 80 erstreckenden Stift.
Die Welle 80 ist in Lagern 82 und 84 gelagert, die am Brückenteil 77b bzw. 77c befestigt sind. Ein Ende der Welle 80 steht
durch den überbrückungsteil 77c über das Lager 84 hinaus vor
und ist mit einem daran befestigten Ritzel 86 versehen. Das Ritzel 86 ist in Eingriff mit einem Zahnrad 88, das auf einer
Welle 90 befestigt ist, die über ein Lager 85 und ein (nicht gezeigtes) Lager in dem Gehäuse des Zählwerks 48 drehbar in
der Außenwandung der Meßkammer 58 gelagert ist. Bei der Drehung der Welle 90 liefert sie einen direkten mechanischen
Antrieb über eine Einheit 92 (Fig. 1), die aus einer Magnetkupplung und einem zugeordneten Untersetzungsgetriebe gebildet
ist, zum Antrieb des Registers bzw. Zählwerks 48, das an der Oberseite des Meßgerätgehäuses befestigt ist. Die
Magnetkupplung und das zugeordnete Untersetzungsgetriebe
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sind in der Technik von Flügelrad-Meßgeräten wohlbekannt; vgl. z.B. US-PS 3 858 488.
Zusätzlich zu der mechanischen Registrierung der Strömung ist eine elektronische Aufnehmereinheit 100 in der Kammer 71
angeordnet. Diese Einheit enthält einen Schlitz-Sensor 102 (Fig. 8), der auf einer Innenwandung der Kammer 71 angebracht
ist, und eine Metallscheibe 104, die eine Anzahl Radialschlitze 106 aufweist und auf der Rotorwelle 64 mit dieser drehbar befestigt
ist. Der Sensor 102 ist so angeordnet, daß er einen Teil der Scheibe 104 zwischen zwei voneinander beabstandeten
Teilen des Sensors aufnimmt, und bei Drehung der Scheibe stellt der Sensor den Durchgang der Schlitze 106 fest. Es
sind mehrere Sensoren dieser Art im Handel verfügbar; der bei dieser Ausfuhrungsform eingesetzte Typ wird von R.B.
Denison unter der Bezeichnung S J 3, 5N in den Handel gebracht. Dieser Sensor wird mit einem stabilen elektrischen
Signal von z.B. 40 kHz versorgt. Der abwechselnde Durchgang von Schlitzen und massiven Teilen der Metallscheibe zwischen
den beabstandeten Teilen erzeugt Änderungen bzw. eine Modulation der Amplitude des dem Sensor zugeführten Signals. Diese
Modulation wird gleichgerichtet oder in anderer Weise innerhalb dieses Sensors verarbeitet, um jedesmal einen Impuls zu
erzeugen, wenn der Luftspalt durch den Durchgang eines Schlitzes zwischen den beabstandeten Teilen des Sensors
verändert wird. Leitungen 108 (Fig. 2) erstrecken sich von dem Sensor 102 zu einer Stromversorgungsquelle und zu einer
Verarbeitungsschaltung außerhalb des Meßgeräts, wie später erläutert wird.
Unmittelbar stromabwärts von dem Meßrotor 20 weist eine Druckausgleichsplatte 110 geeigneten Durchmessers und geeigneter
Axiallänge eine Reihe von über den Umfang beabstandeten Öffnungen 112 auf, die, wenn die Platte 110 in Stellung
ist, nach den Flügeln 62 des Rotors und Flügels 67 des Fühler-
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rotors 22 ausgerichtet sind und dieselbe Radialabmessung wie der ringförmige Kanal 60 aufweisen, um eine Fortsetzung
desselben zu bilden. Die radial einwärts liegenden Teile der Platte 110 erstrecken sich entlang den Teilen der Rotoren
und 22, die radial einwärts in bezug auf die Flügel 62, 67 liegen. Der Umfangsteil der Platte 110 stößt gegen eine
Schulter 120 in dem Gehäuse der Meßkammer an und ist durch
eine Stellschraube 116 in Stellung gehalten.
Unmittelbar stromabwärts von der Druckausgleichsplatte 110
befindet sich eine Fühler-Rotoreinheit 22 mit den Flügeln 67. Der Aufbau ist gleich demjenigen der Meßrotoreinheit,
mit der Ausnahme, daß der Winkel der Flügel in bezug auf die Fluidströmung verschieden ist, und keine Maßnahmen erforderlich
sind, um eine mechanische Registrierung bei diesem Rotor vorzunehmen. Ein Lagerteil 122 ähnlich dem Lagerteil
77 ist gebildet aus Wandungen 123 und 124, die dazwischen eine Kammer 138 umschließen. Die Rotorwelle 126 ist
in Wandungen 123, 124 über Lager 134, 136 gelagert, und der
Rotor 22 ist auf der Welle 126 durch eine Blockiermutter
und eine Scheibe 130 befestigt. Der Fühlerrotor ist auf diese Weise unmittelbar stromabwärts von dem Meßrotor 20
und der Druckausgleichsplatte 110 frei drehbar gelagert.
Innerhalb der Kammer 138 besteht eine Aufnehmereinheit 144
aus einer Metallscheibe 148 ähnlich der Scheibe 104 und ist drehbar mit der Welle 126 und dem Fühlerrotor 22 angeordnet.
Ein Schlitz-Sensor 146 ähnlich dem Sensor 102 ist mit voneinander beabstandeten Armen versehen, die die Scheibe in
der gezeigten Weise umfassen. Die Scheibe 148 ist mit Schlitzen
ähnlich wie die Scheibe 104 versehen, jedoch in einer unterschiedlichen Anzahl. Die Scheibe 148 und der Sensor
wirken in der gleichen Weise zusammen wie die Scheibe 104 und der Sensor 102, um einen Impuls im Leiter 150 ansprechend
auf die Drehung des Fühlerrotors 22 zu erzeugen. Die
030050/0 943
Öffnungen 1 140 und die Filter 142 in den Wandungen 122, 123 und 124 ergeben einen Druckausgleich zwischen der
Kanuner 138 und dem Strömungskanal des Meßgeräts.
Vor dem Eintritt in die Flügel 62 des Meßrotors 20 strömt das Fluid in Richtung eines Vektors V1 parallel zur Rotationsachse
23 des Meßrotors 20, wie in Fig. 5 gezeigt ist. Aufgrund dieses Durchgangs an den Flügeln 62 des Meßrotors
20 werden Richtung und Geschwindigkeit der Fluidströmung
hinter dem Rotor in der durch einen Vektor V2 angegebenen
Weise verändert, um den Strömungswiderstand und den nicht auf dem Fluid beruhenden Widerstand zu überwinden. Das das
Meßgerät 10 durchströmende Fluid gelangt zu dem Rotor 20, wie in Fig. 5 gezeigt, entlang einer Richtung, die durch
den Vektor V1 bezeichnet ist, trifft auf die Flügel 62
des Rotors 20 und tritt aus diesen unter einem Winkel θ in bezug auf eine zur Rotationsachse des Rotors 20 parallele
Linie aus. Die Beziehung zwischen den verschiedenen relevanten Parametern wird leicht verständlich, wenn auf die Geschwindigkeitsdiagramme
der für hohe Festigkeit konstruierten Rotorflügel Bezug genommen wird, die in den Fig. 5 bis
7B gezeigt sind. Darin sind:
3 der Neigungswinkel der Meßrotorflügel in bezug auf die
Rotationsachse des Rotors 20;
θ der Fluid-Austrittswinkel, also der Winkel, um den das
Fluid in bezug auf eine rein axiale Strömung infolge seines Durchganges durch den Meßrotor abgelenkt wird;
Va die Axialkomponente der absoluten Geschwindigkeit V1 der
Strömung durch das Meßgerät; sie ist gleich Q/A;
Q die Durchflußrate des Fluids in dem Meßgerät;
A der effektive Durchflußquerschnitt des Meßgeräts;
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ein Vektor, der die Richtung und Größe der absoluten Fluidgeschwindigkeit darstellt/ während das Fluid sich
dem Flügel-Eintrittsbereich am Rotor 20 nähert; es wird angenommen, daß er eine Richtung parallel zur
Rotorachse aufweist, wobei dann V-. = Va;
ein Vektor, der die Richtung und Größe der absoluten
Fluidgeschwindigkeit darstellt, während das Fluid aus den Flügeln 62 des Meßrotors 20 austritt; wie in den
Fig. 5 bis 7B gezeigt ist, ist der Winkel gegen die Axialrichtung um den Winkel θ verdreht, also den Austrittswinkel des Fluids;
U ein Vektor, der die Richtung und Größe der tatsächlichen
Tangentialgeschwindigkeit des Meßrotors 20 darstellt. Der Vektor U ist parallel zu einer Tangente an dem
Umfang des Rotors 20 und geht aus von einem Punkt, der gegen die Rotationsachse um einen effektiven Radius r"
versetzt ist, der nach der folgenden Formel berechnet wird:
1/2
2 2
rt + rr
r = ( )
r = ( )
worin r. der Außenradius des Meßrotors 20 und r der
Radius der inneren Ansätze der Rotorflügel 62 sind.
U. ist ein Vektor, der Richtung und Größe der idealen, schlupffreien Tangentialgeschwindigkeit des Rotors 20
(bei dem effektiven Radius r") darstellt. Diese Größe
stellt die Geschwindigkeit eines Rotors dar, der ohne mechanische Belastung wie Lagerreibung, Belastung durch
den Zählwerksmechanismus und Reibung des Fluids ist.
Δϋ ist die Differenz zwischen der idealen Tangentialgeschwindigkeit
U1 und der tatsächlichen Tangentialge-
030050/0943
schwindigkeit U des Meßrotors 20 aufgrund von Lagerreibung,
Reibung des Fluids und anderer Belastungen.
γ ist der Neigungswinkel der Flügel 67 des Fühlerrotors in bezug auf die Rotationsachse der Rotoren 20 und 22.
U ist ein Vektor, der Richtung und Größe der Tangentialgeschwindigkeit
des Fühlerrotors 22 bei seinem effektiven Radius darstellt; er wird in gleicher Weise bestimmt
wie bei dem Meßrotor.
V_ ist ein Vektor, der Richtung und Größe der Absolutgeschwindigkeit
des Fluids darstellt, das aus den Flügeln 67 des Fühlerrotors 22 austritt.
In der vorliegenden Beschreibung sind die mit einem Sternchen versehenen Größen jeweils die Werte bei der Eichung.
Während das durch das geeignet eingebaute Meßgerät 10 strömende
Fluid in die Nähe der Flügel 62 des Meßrotors 20 gelangt, ist die Richtung der Fluidströmung, die durch den Vektor V1 bezeichnet
wird, parallel zur Rotationsachse der Rotoren 20 und 22, so daß keine merkliche Tangentxalkomponente der
Fluidströmung vorhanden ist. Während das Fluid auf den gewinkelt angeordneten Flügeln 22 des Meßrotors 20 auftrifft,
übt es ein Antriebsmoment auf die Flügel 62 aus, so daß der Rotor 20 mit einer Geschwindigkeit in Drehung versetzt wird,
die synchron der gegebenen Durchflußrate entspricht. Aufgrund von Reibung der Rotorlager, des Fluids und aufgrund
der auf den Rotor ausgeübten mechanischen Belastung durch das Zählwerk und weitererFaktoren, wird auf den Rotor 22
ein resultierendes Verzögerungsmoment ausgeübt, das überwunden werden muß, bevor der Rotor 22 mit synchroner Geschwindigkeit
rotieren kann. Daher wird die Richtung der Fluidströmung aus der rein axialen Richtung V1 in die Rieh-
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tung V- abgelenkt, während das Fluid durch die Flügel 62 des
Rotors 20 hindurchtritt. Das Ausmaß, in dem die Fluidströmung aus seiner rein axialen Richtung abgelenkt wird, ist der
Winkel, unter dem es den Meßrotor 20 an dessen Austrittsseite verläßt; dieser Winkel ist als Austrittswinkel θ bezeichnet.
In der gezeigten Weise hat das Fluid an dem Fühlerrotor 22 die durch den Vektor V„ bezeichnete Richtung.
Aus der vorstehenden Beschreibung und unter Bezugnahme auf die Fig. 6A, 6B, 7A und' 7B wird deutlich, daß bei einem
Winkel der Flügel des Fühlerrotors, der gleich dem Austrittswinkel θ ist, der Fühlerrotor 22 sich nicht dreht, und zwar
weder in der einen noch in der anderen Richtung. Unter diesen Umständen übt die Richtung der Fluidströmung keinerlei
Drehmoment auf den Fühlerrotor 22 aus. Wenn der Austrittswinkel θ kleiner ist als der Flügelwinkel des Fühlerrotors,
wie in den Fig. 7A und 7B gezeigt ist, dreht sich der Fühlerrotor 22 in der Richtung, die durch den Vektor U_ bezeichnet
ist. Es ist zu beachten, daß der Winkel, unter dem das Fluid in den Fühlerrotor 22 eintritt, etwas kleiner als der Austrittswinkel
θ ist, und zwar aufgrund des Aufprall-Mischeffektes, wenn das Fluid durch den Raum zwischen den zwei
Rotoren hindurchtritt, und aufgrund von weiteren Faktoren. Die Differenz ist jedoch allgemein gering, und der .Eintrittswinkel des Fluids an den Flügeln des Fühlerrotors ist proportional
zu dem Fluid-Austrittswinkel θ. Für die Zwecke der
vorliegenden Erläuterung wird daher angenommen, daß der Winkel des in die Flügel des Fühlerrotors eintretenden Fluids
der gleiche ist wie der Austrittswinkel θ des Fluids, das
den Meßrotor verläßt.
Fig. 4 zeigt ein System, das ähnlich wie das in Fig. 3 gezeigte System eine veränderliche Bremskraft auf den Meßrotor
20 ausübt, ansprechend auf Änderungen des Austrittswinkels θ des Fluids am Meßrotor 20, um auf diese Weise die Genauig-
030050/0 943
keit des Ablesewertes auf dem Zählwerk zu wahren. Bei dem
System nach Fig. 4 wird jedoch der Austrittswinkel nicht durch ein Pitot-Rohr, sondern durch einen frei drehbaren
Fühlerrotor 22 ertastet. Der Innenaufbau des Meßgeräts bei dem System nach Fig. 4 kann gleich demjenigen bei Fig. 2
sein, der insbesondere zur Anwendung in den "selbstprüfenden" und "selbstkorrigierenden" Meßsystemen des Anmelders
entwickelt wurde, die im einzelnen später erläutert werden. Bei dem in Fig. 4 gezeigten System wird jedoch keine Scheibe
104 verwendet, und der Fühlerrotor macht von einer andersartigen Codierscheibe 28 Gebrauch, welche die Scheibe 148 in
Fig. 2 ersetzt; ferner sind Fotodetektoren bzw. -aufnehmer anstelle der Schlitz-Sensoren bei der in Fig. 2 gezeigten
Ausfuhrungsform vorgesehen.
Das in Fig. 4 gezeigte System übt stets eine Bremskraft auf den Meßrotor aus, und der Fühlerrotor ist so ausgelegt, daß
er sich mit geringer Geschwindigkeit abwechselnd in entgegengesetzte
Richtungen dreht, mit dem Zustand des Stillstandes dazwischen. Die Fig. 6A und 6B zeigen eine Vektordarstellung
der Fluidströmung durch Meßrotor und Fühlerrotor.
Bei diesem System sind die Eichwerte des Austrittswinkels θ (θκ) Mittelwerte, wenn das Meßgerät normal arbeitet und
eine gewisse Bremskraft auf den Meßrotor ausgeübt wird, die automatisch durch das System bestimmt wird, wie im folgenden
beschrieben wird. Da der Austrittswinkel θ mit der Belastung des Meßrotors zunimmt, ist der Winkel γ der Flügel
des Fühlerrotors, damit er ungefähr gleich dem Winkel θ bei der Eichung (θχ) ist, etwas größer gemacht als der Eichwert
von θ wäre, wenn keine Bremskraft auf den Rotor ausgeübt wird.
Wenn der Wert von Qx konstant bliebe und der Winkel γ denselben
Wert wie θκ hätte, so würde der Fühlerrotor stillstehen.
Wenn aber die Geschwindigkeit des Meßrotors 20 gegenüber dem Eichwert abnimmt, nimmt der Austrittswinkel θ zu,
030050/11943
und der Fühlerrotor 22 wird in einer Richtung in Drehung
versetzt, da θ>γ , während eine Zunahme der Geschwindigkeit des Meßrotors 20 eine Abnahme des Austrittswinkels verursacht,
wodurch der Fühlerrotor 22 in der entgegengesetzten Richtung gedreht wird, da dann θ<γ . Wenn der Austrittswinkel
θ der Fluidströmung aus dem Meßrotor 20 zunimmt, so ist dieser
Winkel Θ, wie Fig. 6A zeigt, größer als der Winkel ΘΚ,
und die auf die Flügel 67 des Fühlerrotors 22 gerichtete Fluidströmung stößt auf die in Fig. 6A rechts gezeigten Flächen
der Flügel 67, so daß der Fühlerrotor 22 nach links bzw. entgegen dem Uhrzeigersinn, von unten in Fig. 6A betrachtet,
in Drehung versetzt wird. Wenn umgekehrt die Rotationsgeschwindigkeit des Meßrotors 20 zunimmt, so nimmt der Austrittswinkel
θ ab und wird kleiner als γ, wodurch die Fluidströmung auf die linke Fläche der Fügel 67 des Fühlerrotors
22 trifft und diesen nach rechts bzw. im Uhrzeigersinn dreht, von der Unterseite in Fig. 6A aus betrachtet« Die Drehung
des Fühlerrotors 22 "wird über die Welle und über ein Getriebe 26 auf eine Codierscheibe 28 übertragen, wie in Fig. 4 gezeigt
ist. Eine (nicht gezeigte) Lichtquelle ist so angeordnet, daß sie einen Lichtstrahl durch die Öffnungen der Codierscheibe
28 und auf zwei (nicht gezeigte) Fotodetektoren richtet. Diese Scheibe ist mit zwei konzentrischen Reihen
von Öffnungen um die Achse der Scheibe herum versehen, die sich so überlappen, daß der Lichtstrahl periodisch unterbrochen
wird; die zwei Fotodetektoren erzeugen somit Impulse 30 und 32, wenn sich der Fühlerrotor im Uhrzeigersinn oder
entgegen dem Uhrzeigersinn dreht. Die konzentrischen öffnungen sind radial so orientiert, daß Ausgangsimpulse mit einer
Phasendifferenz von ±90° in bezug aufeinander erzeugt werden. Wenn die Scheibe 28 in einer Richtung rotiert, ist das Impulssignal
30 um 90° gegenüber dem Impulssignal 32 im voraus, während eine Drehung der Scheibe in der entgegengesetzten
Richtung dazu führt, daß die Impulssignale 30 gegenüber den Impulssignalen 32 um 90° verzögert sind. Die Phasenbeziehung
zwischen den zwei ImpulsSignalen liefert also eine Anzeige für
030050/0943
den Rotationssinn der Scheibe 28. Das Ausgangssignal der Fotodetektoren wird an einen Phasendetektor 34 angelegt,
der die Phasenbeziehung zwischen den ImpulsSignalen 30
und 32 und somit den Drehsinn der Scheibe 28 ermittelt. Der Phasendetektor erzeugt zwei digitale Ausgangssignale
35, 37, die an einen Aufwarts/Abwarts-Binärzähler 36 angelegt
werden. Das Ausgangssignal in Leitung 35 stellt den Zähler 36 auf Aufwärtszählen oder Abwärtszählen, je nach
der Phasenbeziehung zwischen den Signalen 30, 32.
Je nach der Phasenbeziehung zwischen den Signalen 30 und 32, die durch den Phasendetektor 34 festgestellt wird, ist das
Aufwärts/Abwärts-Steuersignal, das über Leitung 35 angelegt wird, geeignet, den Zähler 36 zum Aufwärts- oder Abwärtszählen
der Impulswerte, die über Leitung 37 an den Zähler angelegt werden, zu veranlassen. Bei der Drehung des Fühlerrotors
legt die Leitung 37 die Impulse aus den Photodetektoren aus dem Zähler 36 an, so daß die Impulse aufwärts-
oder abwärtsgezähIt werden, in Abhängigkeit von dem Aufwärts/-Abwärts-Signal
aus dem Phasendetektor 34, das wiederum von dem Drehsinn des Fühlerrotors und der Scheibe 28 abhängt.
Eine Schwellwert- und Vorlade-Einstell-Digitalschaltung enthält in der Technik wohlbekannte Elemente: (1) einen
Analog/Digital-Umsetzer, der den Analogwert der Spannung
einem Puffer 46 entnimmt, der durch den Vorladewert in einem D/A-Puffer 40 bestimmt wird, und diesen in einen Digitalwert
umsetzt; (2) Digitalelemente, die Verschiebungswerte der von dem D/A-Umsetzer abgetasteten Vorladewerte verursachen;
diese Verschiebungswerte legen Plus- und Minus-Schwellwerte für den Vorladewert fest; (3) einen Vergleicher, der bei
entsprechender Anweisung aus der internen Folgesteuerung
der Schaltung 38 die Impulszählrate des Zählers 36 mit dem
Plus- bzw. Minus-Schwellwert vergleicht, um festzustellen, ob die Impulszählrate des Zählers 36 in den durch die
030050/0943
Schwellwerte festgelegten Bereich fällt oder außerhalb desselben liegt.
Eine Taktgeberschaltung 41 veranlaßt die Digitalschaltung 38
periodisch in festen Intervallen zur Durchführung der im folgenden beschriebenen Operationen. Zu Beginn bzw. bei
Initiierung mittels handbetätigter Schalter wird die Digitalschaltung 38 zunächst mit einem Anfangs-Vorladefaktor
programmiert. Dieser Anfangs-Vorladefaktor wird willkürlich
gewählt, und sein Wert ist allgemein aus wiederholten Versuchen bekannt. Zur Erläuterung wird ein Anfangs-Voraldefaktor
des Wertes 100 angenommen. Sobald die Schaltung 38 mit dem Anfangs-Vorladefaktor 100 programmiert ist, wird dieser
Wert zu dem Zähler 36 übertragen, und ein Signal wird an den D/A-Puffer 40 angelegt, damit dieses den im Zähler 36
gespeicherten Wert aufnimmt. Der D/A-Puffer enthält nun den Anfangs-Vorladefaktor. Dieser Faktor wird gleichzeitig an
den D/A-ümsetzer 44 angelegt, der ein Analogsignal an den Puffer 46 anlegt, welches dem Anfangs-Vorladefaktor entspricht.
Der Puffer 46 legt ein Ausgangssignal an eine Bremse 42 an, die eine Anfangs-Bremskraft verursacht, die
dem Anfangs-Vorladefaktor 100 entspricht, der auf den Meßrotor wirken soll.„Bei der anfänglichen Programmierung der
Digitalschaltung 38 berechnet diese ferner Verschiebungswerte,
um positive und negative Schwellwerte für den Vorladefaktor festzulegen. Z.B. wird angenommen, daß die Digitalschaltung
38 so programmiert ist, daß sie einen Verschiebungswert ±10 bewirkt, so daß die Schwellwerte 90 und 110 festgelegt
werden.
Sofort nach Programmierung der Digitalschaltung 38 mit dem Anfangs-Vorladefaktor signalisiert diese dem Zähler 36 seine
Freigabe zum Zählen der Impulse des Fühlerrotors. Gleichzeitig wird die Taktgeberschaltung 41 freigegeben, damit sie der
Schaltung 38 Taktimpulse schickt, die festgelegte Zeitinter-
030050/0943
valle definieren. Während des ersten Taktintervalls zählt
der Zähler 36 aufwärts oder abwärts, je nachdem, in welcher
Richtung sich der Fühlerrotor dreht. Bei diesem Beispiel wird angenommen, daß der Anfangs-Vorladefaktor den Meßrotor
so belastet, daß sich der Fühlerrotor in einer solchen Richtung dreht, daß der Zähler 36 hochzählt. Am Ende des ersten
Taktintervalls legt die Taktgeberschaltung ein Signal an die Digitalschaltung 38 an, wodurch diese sofort die folgenden
Operationssequenzen ausführt. Zwischen dem vorhandenen Wert der Zählrate im Zähler 36 und den anfangs eingestellten
Schwellwerten 90 und 110 wird ein Vergleich durchgeführt. Wenn die Zählrate außerhalb des Bereiches der Schwellwerte
liegt, z.B. den Wert 115 hat, signalisiert der Vergleicher in der Digitalschaltung 38 dem D/A-Puffer 40, daß dieser
die dann vorhandene Zählrate in dem Zähler 36 als neuen Vorladefaktor annehmen soll. Der Puffer 40 sendet dann ein
neues Signal zu dem D/A-ümsetzer 44, wodurch dieser ein neues Analogsignal für den Puffer 46 erzeugt, das wiederum
ein neues Ausgangssignal an der Bremse verursacht, so daß die Bremskraft erhöht wird. Dadurch wird die Geschwindigkeit
des Meßrotors abgesenkt.
Der A/D-Umsetzer in der Digitalschaltung 38 ertastet nun den Wert des neuen Ausgangssignals des Puffers 46 (entsprechend
dem Vorlädefaktor 115) und setzt diesen in Digitalform um, wodurch die Digitalschaltung 38 neue Schwellwerte 105
und 125 berechnet. Alle Funktionen der Digitalschaltung 38 für das erste Taktintervall sind nun ausgeführt.
Am Ende des zweiten TaktIntervalls wird die Impulszählrate
des Zählers 36 erneut mit den Schwellwerten verglichen, die nun 105 und 125 sind. Wenn die Impulszählrate im Zähler 36
innerhalb dieses Bereichs liegt, geschieht bis zum Ende irgendeines zukünftigen Taktintervalls nichts, nach welchem
die kumulierten Impulse des Zählers 36 außerhalb des Bereiches
030050/0943
liegen. Wenn der neue Vorladefaktor und die daraus resultierende
Zunahme der Bremskraft noch nicht ausreichen, um den Drehsinn des Fühlerrotors umzukehren, nehmen die Zählraten
des Zählers 36 weiter während der anschließenden Taktintervalle zu, bis die Zählraten der kumulierten Impulse den
oberen Schwellwerte überschreiten. Wenn am Ende eines darauffolgenden Intervalls die Zählrate des Zählers 36 den Wert
125 überschreitet, z.B. 126 beträgt, wird ein neuer Vorladefaktor 126 mit neuen Schwellwerten 116 und 136 festgelegt,
was durch den vorstehend beschriebenen Vorgang zu einer leicht erhöhten Bremskraft an dem Meßrotor führt, die ausreicht,
damit der Fühlerrotor einen anderen Drehsinn annimmt, so daß sich die Phasenbeziehung zwischen den Impulsfolgen
30 und 32 umkehrt und dadurch die Impulse aus dem Fühlerrotor die Zählrate des Zählers 36 ab dem Wert 126 herunterzählt.
Diese Zählrate nimmt in den aufeinanderfolgenden Taktintervallen weiter ab, bis der untere Schwellwert überschritten
wird. Wenn also der Zähler 36 auf einen niedrigeren Wert als 116, z.B. auf 115, herabgezählt wird, werden ein neuer Vorladefaktor
115 gemeinsam mit neuen Schwellwerten 105 und festgesetzt, wodurch die Bremskraft an dem Meßrotor abnimmt
und seine Geschwindigkeit zunimmt, wodurch erneut der Fühlerrotor seinen Drehsinn umkehrt und die Zählraten der Impulse
aus dem Fühlerrotor im Zähler 36 erneut zunehmen. Die Impulse werden hochgezählt, bis der vorhandene obere Schwellwert
überschritten wird, wobei dann der Vorladefaktor erneut auf einen Wert über 125, z.B. auf 126, festgelegt wird. In den
aufeinanderfolgenden Zeitintervallen werden also die Vorladefaktoren 115 und 126 abwechselnd festgelegt, wodurch der
Fühlerrotor veranlaßt wird, seinen Drehsinn jedesmal zu ändern, wenn ein geeigneter Vorladefaktor festgelegt ist.
Dadurch nimmt die Bremskraft an dem Meßrotor abwechselnd zu und ab, was zu entsprechenden abwechselnden Verminderungen
und Vergrößerungen der Geschwindigkeit des Meßrotors und aufeinanderfolgenden Umkehrungen des Drehsinns des Fühlerrotors
führt. Durch dieses Verfahren werden ein im Mittelwert
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der Geschwindigkeit des Rotors ein Austrittswinkel θ festgelegt,
die als normale oder Eichwerte angesehen werden können,
Der Antrieb für das zählwerk bzw. das Signal des Meßrotors
für die Registrierung wird bei der Eichung so"eingestellt, daß eine 100%-Registrierung erfolgt, die durch ein Eichgerät
bestimmt wird, wenn der Meßrotor und der Fühlerrotor mit ihren normalen bzw. Eichwerten arbeiten.
Wenn sich die gemittelte Geschwindigkeit des Meßrotors ändert,
sei es aufgrund von Änderungen der Fluid-Durchflußrate oder
aufgrund von Fehlfunktionen an dem Meßrotor, werden neue Vorladefaktoren und Schwellwerte festgelegt, die automatisch
die Bremskraft des Meßrotors nachstellen, wodurch dieser mit einer Geschwindigkeit rotiert, die auf dem Zählwerk 48 eine
100%-Registrierung bewirkt.
Die Verwendung eines Fühlerrotors 22 zum Ertasten des Fluid-Austrittswinkels
θ am Meßrotor 20 schafft eine Vorrichtung, bei der eine wesentlich geringere Gefahr besteht, daß Fehlfunktionen
aufgrund von Verunreinigungen in der Strömung entstehen. Sie schafft auch ein Mitte'l zum Ertasten des Austrittswinkels
θ über den gesamten ringförmigen Strömungsdurchgang hinweg,, wodurch eine genauere Messung des gemittelten
Austrittswinkels möglich ist als dies mit einem Ktot-Rohr
möglich wäre, das eine einzige Strömungsrichtung feststellt.
Die beiden in den Fig. 3 und 4 gezeigten Systeme beruhen auf der Verwendung eines Rückkopplungssystems und eines
variablen Bremssystems, mit dem die Bremskraft am Meßrotor 20 in Übereinstimmung mit Abweichungen des Austrittswinkels θ
von dem Winkel γ der Flügel des Fühlerrotors geändert wird, damit der Austrittswinkel θ einen Mittelwert aufweist, der
gleich dem Flügelwinkel des Fühlerrotors ist (d.h. θ = θχ = γ)
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um auf diese Weise die Genauigkeit der Registrierung des
Meßgerätes entsprechend seiner Eichung zu bewahren.
Es wurde gefunden, daß die Endergebnisse einer Messung mit konstanter Genauigkeit durch Aufrechterhaltung eines konstanten
Fluid-Austrittswinkels und eines auf Null gestellten
Fühlerrotors mittels eines Bremssystems an dem Meßrotor und über ein Rückkopplungssystem auch auf andere Weise erreicht
werden können, nämlich durch ein neues Meßsystem, das
einfach aus einem üblichen Meßrotor 20 und einem freilaufenden Fühlerrotor 22 besteht, der stromabwärts davon angeordnet
ist, wie in Fig. 2 gezeigt ist, ohne das Erfordernis einer Bremsvorrichtung oder eines Rückkopplungssystems.
Dieses Meßsystem ist nicht nur "selbstkorrigierend", um automatisch und kontinuierlich eine konstante Meßganauigkeit im
Eichzustand zu bewahren, es kann darüber hinaus auch eine "Selbstprüfung" durchführen, um automatisch und kontinuierlich
anzuzeigen, daß der Meßrotor entweder innerhalb oder außerhalb des gewählten Bereichs von Grenzabweichungen gegenüber
der geeichten Meßgerätregistrierung arbeitet, und um die Größe dieser Abweichung anzuzeigen. Der Grundgedanke
dieses neuartigen Meßsystems mit der Befähigung zur "Selbstkorrektur" und "Selbstüberprüfung" geht aus den Fig. 7A und
7B hervor.
Unter Beachtung der Definitionen der Vektoren, Winkel und sonstigen Parametern, die zu den Fig. 7A und 7B gegeben
wurden, kann ein Ausdruck für die Registrierung des Meßgerätes durch den Meßrotor 20 abgeleitet werden, der die Basis
für die Entwicklung eines selbstkorrigierenden Meßsystems liefert, das keine Hysteresisbremse 42 der in Fig. 4 gezeigten
Art benötigt. Zunächst wird die Registrierung des Meßgerätes durch den Meßrotor 20 definiert als das Verhältnis
der tatsächlichen Tangentialgeschwindigkeit U zu der idealen Tangentialgeschwindigkeit U. des Meßrotors 20, gemäß dem
folgenden Ausdruck:
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- 41 Registrierung des Meßgeräts = ü /U. (1)·
Wie sich aus dem Geschwindigkeitsdiagramm der Austrittsgeschwindigkeit
V2 der Fluidströmung aus dem Meßrotor 20 ergibt
(Fig. 7), ist die tatsächliche Tangentialgeschwindigkeit U des Meßrotors 20 die Differenz zwischen der idealen Tangentialgeschwindigkeit
U1 und dem Meßrotorschlupf AUm aufgrund
des Strömungswiderstands bzw. der Belastung am Meßrotor.
Die Gleichung (1) kann also durch einfaches Ersetzen und Umordnen geschrieben werden:
Un, (U. - AU1) AUn,
m _ ' χ m _ 1 m .«.
Ü7 ü~ ui
Ferner ist festzustellen, daß ohne Last auf dem Meßrotor 20 die Fluid-Austrittsströmung des Meßrotors 20 im wesentlichen
dieselbe Größe wie die. Exntrxttsgeschwindigkeit V-. am Meßrotor
20 hat und eine Richtung im wesentlichen parallel zur Rotorachse aufweist, wie in Fig. 7A zu sehen ist. Die Größe
des Strömungswiderstands bzw. der Belastung Δϋ kann unter
Verwendung dieses Vektordiagramms folgendermaßen berechnet werden:
AU
-~ = tan Θ. (3)
Die Auflösung dieser Gleichung nach AU ergibt folgende
Gleichung:
AUm = Va tan Θ. (4)
In gleicher Weise kann aus Fig. 7A die ideale Tangentialgeschwindigkeit
U. nach folgender Beziehung berechnet werden:
^i = tan ß. (5)
el
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Durch Umstellen von Gleichung (5) ergibt sich die ideale Geschwindigkeit U. folgendermaßen:
U. = V tan ß (6)
X et
Durch Einsetzen der Gleichungen (4) und (6) in Gleichung (2) ergibt sich:
3a = 1 - Va tan 9 = Λ . tanj, ,
U. 1V tan ß ' tan ß Kn
X 3.
Aus Gleichung (7) ergibt sich/ daß die Änderung der tatsächlichen Rotorgeschwindigkeit U des Rotors 20 bzw. die Registrierung
des Meßgerätes (ü /ü.) eine Änderung des AustrittswinkeIs
θ verursacht. Wenn die Rotorgeschwindigkeit U des Meßrotors
abnimmt, nimmt der Austrittswinkel θ zu und umgekehrt. Es ist daher offensichtlich,,, daß bei einem herkömmlichen Meßgerät
dessen Registrierung (Genauigkeit) von dem Austritswinkel. θ abhängt und sich mit diesem ändert.
Wie später noch im einzelnen anhand einer praktischen Ausführungsform
der Erfindung untersucht wird, ist es erwünscht, daß der Fühlerrotor mit demselben Drehsinn wie der Meßrotor
rotieren kann, jedoch mit wesentlich geringerer Geschwindigkeit. Wenn der Flügelwinkel γ des Fühlerrotors derselbe ist
wie der Austrittswinkel Θ, steht der Fühlerrotor still, wie im Zusammenhang mit dem System nach Fig. 4 erläutert wurde.
Wenn also der Anstellwinkel γ etwas größer als der Austrittswinkel θ gemacht wird, dreht sich der Fühlerrotor in derselben
Richtung wie der Meßrotor, jedoch mit wesentlich geringerer Geschwindigkeit.
Es wird nun die Meßregistrierung des Fühlerrotors 22 untersucht,
und zwar anhand der idealen Rotorgeschwindigkeit U.
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ORfGJNAL INSPECTED
des Meßrotors 20 für einen kleinen Flügelwinkel γ der Flügel 67 des Fühlerrotors und für kleine Angriffswinkel (γ -θ) des
aus dem Meßrotor 20 austretenden und auf die Flügel 67 des Fühlerrotors gerichteten Fluids.
Aus den Fig. 7A und 7B ist ersichtlich, daß die Geschwindigkeit des Fühlerrotors U folgenden Wert hat:
U = V tan γ - V tan θ (8)
S CL Cl
Die Registrierung des Fühlerrotors im Verhältnis zu der
idealen Geschwindigkeit U^ des Meßrotors ist also:
Un V tan Y-V3 tan θ
O1 - u.
Durch Einsetzen der Gleichung (6) in Gleichung (9) ergibt sich:
U V tan γ - V tan θ . . θ
s _ a a. _ tan γ _ Lan σ MO^
U. V= tan ß tan β tan ß v '
Aus Gleichung (10) ist ersichtlich, daß jegliche Änderung des Austrittswinkels θ aus dem Meßrotor 20 die Geschwindigkeit
des Fühlerrotors 22 verändet. Eine Zunahme des Austrittswinkels θ führt zu einer Abnahme der Geschwindigkeit U des
Fühlerrotors. Wenn also der Austrittswinkel θ größer wird,
wird der Angriffswinkel des Fluids bei dessen Verlassen des Meßrotors 20 fsiehe Fig. 7A) an den Flügeln 67 des Fühlerrotors
22 kleiner, wodurch die auf die Flügel 67 ausgeübte Gesamtkraft geringer wird. Wenn der Austrittswinkel θ größer
wird als der Flügelwinkel γ des Fühlerrotors, d.h. θ>γ, so ist tan θ
> tan γ. Gleichung (10) zeigt, daß die Geschwindigkeit U des Fühlerrotors negativ wird, wenn der Winkel θ
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über den Winkel γ hinaus ansteigt. In der Praxis bedeutet dies, daß der Fühlerrotor 22 sich in einer Richtung dreht,
die der durch den Vektor U_ in Fig. 7A bezeichneten Richtung entgegengesetzt ist, d.h. der Fühlerrotor 22 dreht sich nun
in der entgegengesetzten Richtung zu dem Meßrotor 20. Die obige Gleichung gilt also für jede Größe der Geschwindigkeitsänderung
des Meßrotors 20, die zu irgendeiner Größe der Änderung des Austrittswinkels θ führt (Θ kann größer oder kleiner
als γ sein), und gilt auch für beide Drehsinne des Fühlerrotors 22. Bevor dieser Wert θ erreicht wird und der Drehsinn
des Fühlerrotors dadurch umgekehrt wird, zeigt jedoch, wie nachstehend erläutert wird, ein Signal an, daß das Meßgerät
außerhalb der erlaubten Grenzen der Abweichung von der Eichung arbeitet, so daß das Meßgerät außer Betrieb genommen
werden kann.
Aus den Gleichungen (7) und (10) ergibt sich, daß bei einer Änderung der Registrierung (U /U.) des Meßrotors der Austrittswinkel
θ sich ändert, und es ändert sich auch die Registrierung (U /U.) des Fühlerrotors. Aus den Gleichungen
(7) und (10) ergibt sich jedoch, wenn die Differenz U zwisehen
der Geschwindigkeit bzw. Registrierung des Meßrotors und derjenigen des Fühlerrotors betrachtet wird (die Geschwindigkeit
des Fühlerrotors wird als positiv bezeichnet, wenn sie dieselbe Richtung hat wie die des Meßrotors 20, wie
in Fig. 7A gezeigt, jedoch negativ, wenn die Richtung entgegengesetzt ist) :
c^m s^ M tan Q. ,tan γ tan Θ»
u tan ß} ~ ltan ß ~ tan ß'
U1)
Gleichung (11) zeigt, daß in erster Annäherung die Differenz zwischen der Umlaufgeschwindigkeit (bzw. Registrierung) U /U.
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zwischen Meßrotor und Fühlerrotor nur von dem Flügelwinkel ß des Meßrotors und von dem Flügelrotor γ des Fühlerrotors abhängt
und daher für ein gegebenes erfindungsgemäßes Meßgerät
eine Konstante ist. Sie hängt nicht von der sich ändernden Belastung des Meßrotors 20 oder dessen Austrittswinkel θ ab.
Der physikalische Grund hierfür ist, daß bei Änderungen der Meßrotorgeschwindigkeit U bei einer gegebenen Durchflußrate
aufgrund einer Änderung von z.B. der Lagerreibung und dem Strömungswiderstand der Austrittswinkel θ gemäß Gleichung (7)
eine entsprechende Änderunge zeigt. Diese Änderung des Winkels θ verursacht eine entsprechende Änderung der Geschwindigkeit
U des Fühlerrotors entsprechend Gleichung (10). Aus den Gleichungen (10) und (11) ist ersichtlich, daß jede Änderung
der Meßrotorgeschwindigkeit U eine gleiche Änderung der Fühlerrotorgeschwindigkeit U verursacht, so daß U keine
Nettoänderung erfährt, wenn die Differenz U zwischen der Meßrotorgeschwindigkeit und der Fühlerrotorgeschwindigkeit
gemessen wird, um eine Basis für das verbesserte selbstkorrigierende Meßsystem zu liefern. Die algebraische Differenz
zwischen der Geschwindigkeit U des Meßrotors und der Geschwindigkeit U des Fühlerrotors bleibt also für alle Werte
der Meßrotorgeschwindigkeit bei einer gegebenen Durchflußrate praktisch konstant, solange der Fühlerrotor 22 unter normalen
Betriebsbedingungen arbeitet. Diese aus Gleichung (11) abgeleitete Beziehung, die die Grundlage für das selbstkorrigierende
Verhalten des erfindungsgemäßen Meßgeräts bildet, kann
als Prozentsatz der Registrierung ausgedrückt werden:
N = N - N = konstant (12)
C XLl S
Wenn die Flügel des Meßrotors 20 einen Winkel von 45° mit der Richtung der in das Meßgerät 10 eintretenden Fluidströmung
bilden, so hat der Austrittswinkel θκ bei der Eichung
die Größenordnung von 2°. Die Flügel 67 des Fühlerrotors 22
030050/0943
können mit einem Winkel γ gebildet werden, der bewirkt, daß
dieser Rotor normalerweise in derselben Richtung rotiert wie der Meßrotor/ jedoch bei einer wesentlich geringeren Geschwindigkeit»
Bei einer praktischen Ausführungsform der Erfindung
ist die Geschwindigkeit des Meßrotors 20 so gewählt, daß der Meßrotor 20 ein Ausgangssignal erzeugt, daß etwa
106% der das Meßgerät tatsächlich durchströmenden Strömung beträgt, wie durch ein Eichgerät festgestellt werden kann,
daß mit dem Meßgerät in eine Prüfschlaufe einbezogen wird,
wobei die von dem Eichgerät gemessene Strömung als 100%-Registrierung
genommen wird. Die Flügel 67 des Fühlerrotors 22 sind mit einem solchen Winkel gebildet, daß der Fühlerrotor
22 in derselben Richtung wie der Meßrotor 20 rotiert, und seine Geschwindigkeit ist so gewählt, daß sein Ausgangssignal
etwa 6% der tatsächlichen Strömung darstellt. Die Ausgangssignale aus dem Meßrotor und dem Fühlerrotor können als
gegenüber dem tatsächlichen bzw. geeichten Wert der Strömung durch das Meßgerät "versetzt" angenommen werden. Die Beziehung
zwischen der selbstkorrigierenden Prozent-Registrierung N , der Prozent-Registrierung des Meßrotors N und der des
Fühlerrotors N ist durch Gleichung (12) gegeben:
Nc = Nm - Ns = 106% - 6% = 100%.
Diese Beziehung ist in Fig. 12 für alle Reynolds-Zahlen
innerhalb des Nennbereichs des Meßgeräts mit durchgehendem Strich grafisch dargestellt. In der Meßtechnik wird das Verhalten
eines Meßgerätes gewöhnlich dargestellt, indem der von dem Meßgerät angezeigte Prozentsatz der Registrierung
gegen die Reynolds-Zahl aufgetragen wird. Die Reynolds-Zahl
ist ein Parameter, der in der Technik wohlbekannt ist und eine Kombination der Auswirkungen der Strömungsgeschwindigkeit
des das Meßgerät durchströmenden Fluids, der kinematischen Viskosität des Fluids und der charakteristischen Grossen
des geprüften Meßgerätes darstellt.
030050/0943
ORfGiNAL INSPECTED
Die Gültigkeit der Beziehung nach Gleichung (12) kann auch demonstriert werden/ wenn angenommen wird/ daß die
Geschwindigkeit des Meßrotors 20 gegenüber dem Eichwert (106%) auf eine Registrierung von 105% abnimmt. Eine solche
Abnahme kann z.B. durch Lagerverschleiß oder durch Ansammlung von Fremdkörpern im Lager des Meßrotors 20 verursacht
werden. Wenn dies bei einem herkömmlichen Meßgerät geschieht/ ist der Ablesewert desselben niedriger als der Eichwert und
somit niedriger als der tatsächliche Durchsatz des Meßgeräts. Bei dem erfindungsgemäßen Meßgerät führt jedoch die Abnahme
der Registrierung um 1% am Meßrotor 20 zu einer Zunahme des Rotorschlupfes AU und folglich zu einer Steigerung des
Austrittswinkels θ des Meßrotors (tan θ/tan ß nimmt um 1% zu = 0,01 / d.h. θ nir
Gleichung (7) ergibt.
Gleichung (7) ergibt.
zu = 0,01, d.h. θ nimmt um etwa 0,57° zu)/ wie sich aus
Diese Zunahme des Austrittswinkels θ vermindert den Angriffswinkel
(γ - θ) des Fühlerrotors um 0,57°, was zu einer Abnahme
der Prozent-Registrierung um denselben Betrag (d.h. 1%) führt, wobei der Fühlerrotor mit einer Registrierung von
(6% - 1%) =5% läuft, wie sich aus Gleichung (10) ergibt. Die korrigierte Prozent-Registrierung N bleibt gemäß
Gleichungen (11) und (12) unverändert, denn:
N = N - Nn = 105% - 5% = 100%.
Diese Beziehung zwischen der Prozent-Registrierung der zwei
Rotoren 20/ 22 und der korrigierten Prozent-Registrierung, die selbst dann bei einer 100%-Registrierung bleibt, wenn
der Meßrotor von 106% auf 105% verlangsamt wird, ist in Fig. 12 grafisch durch eine gestrichelte Linie dargestellt.
Wenn die Geschwindigkeit des Meßrotors gegenüber dem Eichwert zunimmt, z.B. auf 107%, und zwar bei derselben tatsächlichen
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Durchflußrate, nimmt in gleicher Weise der Austrittswinkel
θ um 0,57° ab (bzw. tan ζ/tan ß nimmt um 0,01 ab) . Diese Verminderung
des Austrittswinkels θ vergrößert den Angriffswinkel (γ - θ) des Fluids an den Flügeln 67 des Fühlerrotors
22, was zu einer Zunahme der Prozent-Registrierung des Fühlerrotors 22 um denselben Betrag führt, d.h. um 1% von 6% auf 7%,
Die korrigierte Prozent-Registrierung N bleibt weiterhin dieselbe, nämlich 100%, denn es gilt:
N = N - N = 107% - 7% = 100%. cms
Diese Beziehung ist in Fig. 12 als punktierte Linie dargestellt. Es ist somit ersichtlich, daß ein Ablesen in Form
der algebraischen Differenz zwischen der Geschwindigkeit des Meßrotors 20 und der Geschwindigkeit des Fühlerrotors 22 bei
einer gegebenen Durchflußrate einen Ablesewert mit 100% Genauigkeit
bei allen Geschwindigkeiten des Meßrotors ergibt, selbst wenn die Geschwindigkeit des Meßrotors gegen den Eichwert
abweicht, vorausgesetzt, daß der Fühlerrotor 22 einwandfrei arbeitet. Diese Charakteristik der Erfindung wird als
"selbstkorrigierendes" Verhalten bezeichnet.
Die vorgesehene Geschwindigkeit des Fühlerrotors 22 kann irgendeinen Wert relativ zu der vorgesehenen Geschwindigkeit
des Meßrotors 20 haben, und trotzdem bleibt die oben aufgeführte Beziehung für die "Selbstkorrektur" bestehen. Aus
praktischen Erwägungen wird jedoch angestrebt, daß der Fühlerrotor 22 mit einer wesentlich geringeren Geschwindigkeit
als der Meßrotor 20 rotiert, damit die Anzahl von Umdrehungen vermindert wird und sowohl die radiale als auch die axiale
Belastung und somit der Verschleiß der Lager des Fühlerrotors minimal gehalten werden, um dadurch die Gefahr einer Fehlfunktion
des Fühlerrotors auf ein Minimum zu reduzieren. Wie nachfolgend gezeigt werden soll, ist es ferner erwünscht,
daß die Geschwindigkeit des Fühlerrotors wesentlich niedriger
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als die des Meßrotors ist, um die Vorteile der Erfindung
voll ausschöpfen zu können. Bei der oben beschriebenen Ausführungsform bilden die Flügel 67 des Fühlerrotors 22
einen Winkel von etwa 3-4° (d.h. γ = 3 bis 4°), um eine Registrierung von 6% im geeichten Zustand zu ergeben, während
der Flügelwinkel ß des Meßrotors 20 etwa 45 beträgt, so daß er eine Registrierung von 106% im Eichzustand ergibt.
Die obige Beziehung gilt auch für den Fall, daß der Fühlerrotor 22 so konstruiert ist, daß er in der entgegengesetzten
Richtung wie der Meßrotor 20 rotiert. Bei einem Meßgerät, dessen Fühlerrotor 22 in der entgegengesetzten Richtung wie
der Meßrotor 20 rotieren soll, wenn die Eichgeschwindigkeiten vorliegen, ist der Winkel γ der Flügel 67 des Fühlerrotors
in bezug auf die Richtung der Fluidströmung in dem Meßgerät kleiner als der Austrittswinkel θ und kann sogar negative
Werte aufweisen. Er kann also von der Rotationsachse in einer Richtung abweichen, die derjenigen des Austrittswinkels
θ entgegengesetzt ist. Eine Geschwindigkeitsabnahme des Meßrotors 20 gegenüber seinem Eichwert, die eine Zunahme
des Austrittswinkels θ verursacht, bewirkt also eine Zunahme der Geschwindigkeit des Fühlerrotors 22, und umgekehrt bewirkt
eine Zunahme der Geschwindigkeit des Meßrotors 20 gegenüber seinem Eichwert eine Abnahme der Geschwindigkeit des
Fühlerrotors. Wenn also die Geschwindigkeit des Meßrotors 20 94% Registrierung im Eichzustand darstellt und die Geschwindigkeit
des Fühlerrotors 6% beträgt, und zwar in der entgegengesetzten Richtung des Drehsinns des Meßrotors, so gilt:
N = N - No = 94% - (-6%) = 100% Registrierung,
und eine Abnahme der Meßrotorgeschwindxgkeit um 1% verursacht eine Zunahme der Geschwindigkeit des Fühlerrotors um 1% in
der entgegengesetzten Richtung, so daß gilt:
N = 93% - (-7%) = 100%,
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Durch die Erfindung wird also die Möglichkeit einer selbsttätigen Korrektur auch dann geschaffen, wenn die Rotoren
entgegengesetzten Drehsinn haben, ebenso wie bei gleichem Drehsinn. Wenn jedoch die Rotoren im entgegengesetzten Drehsinn
rotieren, ist die nachstehend beschriebene "Selbstprüfung11 weniger zuverlässig als bei gleichem Drehsinn, wie anschließend
gezeigt werden soll.
Wie vorstehend angegeben ist, ergibt das erfindungsgemäße
Merkmal der selbsttätigen Korrektur eine 100%-Registrierung
bei allen Geschwindigkeiten des Meßrotors 20 bei einer gegebenen Durchflußrate, solange der Fühlerrotor 22 einwandfrei
arbeitet. Es ist daher durchaus möglich, daß der Meßrotor nur mit 50% seines Eichwertes rotiert, und trotzdem ergibt
der korrigierte Ablesewert N die genaue Registrierung. Das Merkmal der selbsttätigen Korrektur ergibt also keine
Anzeige über eine Fehlfunktion des Meßrotors 20 oder des Fühlerrotors 22. Um aber eine außergewöhnliche Beschädigung
des Meßgerätes zu verhindern, ist es wünschenswert, daß es außer Betrieb genommen und repariert wird, wenn die Geschwindigkeit
des Meßrotors von dem Eichwert stärker abweicht als bis zu einer vorgeschriebenen Grenze.
Die im folgenden beschriebene Erfindung und die Bedeutung der Ertastung des Austrittswinkels gehen aas der folgenden
Beschreibung deutlicher hervor. Es wird erneut auf Fig. 5 Bezug genommen. Die Genauigkeit eines Meßgerätes ohne Fühlerrotor
ist gleich dem Verhältnis der tatsächlichen Geschwindigkeit des Meßrotors U zu der Idealgeschwindigkeit
U. desselben, wobei dieses die Geschwindigkeit ist, die der Meßrotor erreichen würde, wenn er kein Drehmoment überwinden
müßte. Die Meßgenauigkeit (bzw. Registrierung) wird mathematisch durch die Gleichungen (1), (2) und (7) wiedergegeben,
die im Interesse der Übersichtlichkeit noch einmal angeführt werden:
030050 /*0 943
ORIGINAL INSPECTED
üi - Aüm 1 W* 1 tan6
U1 üi ~ tan ß*
Aus dieser Gleichung ist offensichtlich, daß die Meßgenauigkeit
von dem Wert des Austrittswinkels θ abhängt. In der Technik ist wohlbekannt, daß folgende Beziehung gilt:
tan θ - (13)
(r/A)pQ^
Darin sind:
Tn das auf den Meßrotor einwirkende Widerstandsmoment ohne Fluid;
Tf das Widerstandsmoment, das auf den Meßrotor aufgrund des Fluids einwirkt;
(Tn + Tf)m das Gesamtwiderstandsmoment, das auf den Meßrotor einwirkt;
r der effektive Radius des Rotors;
A der effektive Strömungsquerschnitt;
ρ die Fluiddichte; und
Q die Durchflußrate des Fluids in dem Meßgerät.
Für kleine Werte von 6 (normalerweise ungefähr 3°) ist tan θ ungefähr gleich Θ. Daher gilt:
(14)
(r/A)pQ
030050/0 9 43
(Tn + Tf)m
Da der Faktor ~ j*— im allgemeinen eine kleine, jedoch
Da der Faktor ~ j*— im allgemeinen eine kleine, jedoch
(r/A) p(T
veränderliche Größe ist, ist der Austrittswinkel θ des Fluids
bei einem herkömmlichen Meßgerät nicht konstant, so daß der Ausdruck für die Genauigkeit des Meßgeräts, d.h. 1 - ,
nicht konsteint ist. Da die einzigen Faktoren, welche die Meßgenauigkeit beeinflussen, der Winkel θ und der Flügelwinkel ß
sind, ist die Meßgenauigkeit konstant, wenn in einem Flügelrad-Meßgerät der Winkel θ konstant gehalten wirdr bzw. wenn dieses
unabhängig von dem Winkel θ arbeitet, da der Flügelwinkel ß eine feste Größe ist. Wie vorstehend beschrieben, wird mit
den in den Fig. 3 und 4 gezeigten Meßgeräten eine konstante Genauigkeit erreicht, indem der Austrittswinkel θ konstant gehalten
wird, während die in den Fig. 10 und 11 gezeigten Meßgeräte von dem Austrittswinkel unabhängig sind. Die folgenden
Betrachtungen zeigen, wie dies durch die Erfindung erreicht wird.
Es wird nun auf Fig. 7A Bezug genommen. Da der Axialdruck des Fluids auf dem Fühlerrotor geringer ist als auf dem Meßrotor
(da der Winkel kleiner ist als der Winkelß, ist die Lagerbelastung am Fühlerrotor geringer als an dem Meßrotor;
folglich i&t auch das Drehmoment des Fühlerrotors ohne Fluid-(Tn)
geringer als das Drehmoment des Meßrotors ohne Fluid, also der Wert (Tn) , und es gilt:
(Tn)s < (Tn)m (15)
Die Widerstandsmomente bzw. zu überwindenden Drehmomente (Tr) aufgrund des Strömungswiderstandes, der auf den Meßrotor
einwirkt, bzw. das Widerstandsmoment (Tf) , das auf den Fühlerrotor einwirkt, ist in Tangentialrichtung wirksam,
und diese Momente sind jeweils proportional dem Sinus des Flügelwinkels ß am Meßrotor bzw. dem Sinus des Flügelwinkels γ
am Fühlerrotor. Folglich gilt:
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(T^) «χ sin ß und (T^) « sin γ.
H ItI i S
Da jedoch die Relativgeschwindigkeit des aus dem Fühlerrotor austretenden Fluids niedriger ist als die Relativgeschwindigkeit
des aus dem Meßrotor austretenden Fluids, ist das Verhältnis (Tf) /(Tf)m ihrer Drehmomente aufgrund
des Fluids kleiner als das Verhältnis sin γ/sin ß. Es gilt
also:
(16)
(Tf)m
sin 3° sin 45°
Die Verhältnisse der jeweiligen resultierenden Drehmomente aufgrund dec Strömungswiderstandes sind also wesentlich kleiner
als 1, und es gilt:
(17)
Da das auf den Fühlerrotor einwirkende Drehmoment ohne Fluid kleiner ist als das auf den Meßrotor einwirkende Drehmoment,
und da ferner das Verhältnis des auf den Fühlerrotor einwirkenden Strömungswiderstandsmoments zu dem Moment, das auf
den Meßrotor einwirkt, wesentlich kleiner als 1 ist, ist es offensichtlich, daß das gesamte Widerstandsmoment, das auf
dem Fühlerrotor einwirkt, also (T + Tf) , wesentlich kleiner
als das gesamte Widerstandsmoment ist, das auf den Meßrotor einwirkt. Es gilt also:
Tf)s «(Tn + Tf)m (18)
030050/Ό943
Aus Gleichung (14) ergibt sich:
(r/A)
S (r/A)
Aus den Gleichungen (14), (18) und (19) folgt:
θ g (?n + Ts)s « θ <;n + Tf>m (20)
s (r/A)pO2 (r/A)pQ2
Daher ist ersichtlich, daß 6s wesentlich kleiner als θ ist«
Der Ausdruck für die Meßgenauigkeit (Registrierung) eines Meßgerätes nach der Erfindung, bei dem beide Rotoren
in demselben Drehsinn arbeiten, ist:
Meßgenauigkeit = (21)
Diese Beziehung kann geschrieben werden als:
JUSiL - JUsl (22)
(Ui) (Ui) K '
Gleichung (7) ergibt -)£»f· = 1 - $~JL Und aus Fig. 7B folgt:
\ U X) "C3.il Ji
Us = Va tan γ - Va tan (Θ + Bs).
Die Gleichung (22) kann daher geschrieben werden:
UJB _ Us. = ι-\ _ tan Θ. _ ,Va tan γ - Va tan (Θ + 6s),
Ui ~ Ui u tan ß' " { Ui ■
030050AO943
Aus Fig. 7A erfolgt Ui = Va tan ß; Einsetzen der Gleichung für die Genauigkeit des Meßgeräts mit gleichsinnig drehenden
Rotoren in Gleichung (23) ergibt:
.* n · ι -j. μ tan θs ,tan Ύ tan (Θ + 6s) λ (24)
Meßgenauxgkext = (1 - Έ_¥) - (^-^ -1—g L)
Wie vorstehend gezeigt wird, ist 6s viel kleiner als θ und kann
für alle praktischen Betrachtungen vernachlässigt werden, so daß gilt:
Meßgenauigkeit .
Meßgenauigkeit = 1 - = konstant (26)
Bei einem Turbinen- bzw. Flügelrad-Meßgerät nach der Erfindung,
das mit dem Merkmal der selbsttätigen Korrektur ausgestattet ist, wird also der variable Fluid-Austrittswinkel θ
durch einen konstanten Rotorflügelwinkel γ ersetzt.
Durch eine Betrachtung ähnlich der Entwicklung von Gleichung (24) kann gezeigt werden, daß der Ausdruck für die Meßgenauigkeit
bei einer Ausführungsform mit gegensinnig drehenden Rotoren folgende Form hat:
m c?
Meßgenauigkeit = ~ (27)
tan θ, tan ß
Wenn bei einem solchen Meßgerät der Fühlerrotor mit ungefähr derselben Geschwindigkeit wie der Meßrotor rotieren kann,
wie dies z.B. in der US-PS 3 934 473 beschrieben ist, ist
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der Flügelwinkel γ des Fühlerrotors im wesentlichen gleich dem Flügelwinkel ß des Meßrotors (tan γ/tan ß - 1); der Ausdruck
(28) wird dann:
tan θ Meßgenauigkeit = 1 + 1 - (29)
tan θ
) (30>
Es ist festzustellen, daß die Meßgenauigkeit sich um die Hälfte des Wertes des Ablenkwinkels θ_ des Fühlerrotors
ändert. Da bei einem solchen Meßgerät beide Rotoren ungefähr mit derselben Geschwindigkeit rotieren, sind die jeweiligen
Ablenkwinkel ungefähr gleich (Θ - Θ), und die Änderung der
Registrierung ist dann ungefähr halb so groß wie bei einem herkömmlichen Meßgerät.
Dies gilt aber nur so lange, wie der Fühlerrotor keine Funktionsstörung aufweist, und es ist zu beachten, daß wegen
der Drehung des Fühlerrotors mit ungefähr derselben Geschwindigkeit wie der Meßrotor die Gefahr, daß eine Funktiionsstörung
am Fühlerrotor auftritt, dieselbe Größenordnung hat wie bei dem Meßrotor.
Bei einem Meßgerät, dessen beide Rotoren mit entgegengesetztem Drehsinn arbeiten, die Geschwindigkeit des Fühlerrotors
jedoch z.B. um eine Größenordnung niedriger ist als die des Meßrotors, ist θ klein im Vergleich zu θ und kann
daher vernachlässigt werden. Die Gleichung (28) wird dann:
Meß genau igke it = = 1 + (31)
Da die Genauigkeit eines solchen Meßgeräts unabhängig von variablen Faktoren ist, kann eine im wesentlichen vollständige
Korrektur mit einer 100%-Registrierung bzw. Anzeige
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erreicht werden. Wie bereits erwähnt wurde, liefert ein Meßgerät mit in entgegengesetztem Drehsinn drehenden Rotoren
jedoch keine zuverlässige Anzeige von Fehlfunktionen.
Bei der vorstehenden Untersuchung wurde für die Bedingung, daß die Geschwindigkeit des Fühlerrotors wesentlich kleiner
(z.B. um eine Größenordnung) ist als die des Meßrotors, der Winkel θ vernachlässigt. Es ist jedoch zu betonen, daß
wegen des Faktors θ in den Gleichungen (23) und (28) der
Fühlerrotor in Wirklichkeit einen geringen Fehler bei der
Meßgenauigkeit bzw. Registrierung verursacht. Wenn aber die
Geschwindigkeit des Fühlerrotors (und θ ) um eine Größenordnung kleiner ist als die Geschwindigkeit des Meßrotors (und
Θ), so ist die von dem Fühlerrotor verursachte Abweichung von der 100%-Genauigkeit so gering, daß sie innerhalb der
zulässigen Grenzen einer meßbaren Reproduzierbarkeit des
Meßgeräts liegen (d.h. ±0,1%), und ist daher von keiner praktischen Bedeutung.
Es wurde gefunden, daß das Verhältnis der Geschwindigkeit des Meßrotors 20 zur Geschwindigkeit des Fühlerrotors 22
ein Kriterium dafür liefert, ob der Meßrotor 20 oder der
Fühlerrotor 22 oder beide Funktionsstörungen aufweisen. Dabei ist aber zu beachten, daß bei einem Meßgerät, bei welchem
die Geschwindigkeit des Fühlerrotors bedeutend niedriger als die des Meßrotors ist, wie dies bei den beiden Rotoren
der beschriebenen Ausfuhrungsform zutrifft, eine Störung
wahrscheinlich auf dem Meßrotor 20 beruht, da auf diesen wesentlich höhere radiale und axiale Lasten einwirken und
dieser wesentlich schneller dreht als der Fühlerrotor 22.
Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform, bei welcher
die anfänglichen Eichwerte für die Meßrotorgeschwindigkeit und die Fühlerrotorgeschwindigkeit die folgende Beziehung
haben:
030050/Ό943
Nmx = 106% und Nsx = 6%,
ist für eine korrigierte 100%-Registrierung bzw. Anzeige
das Verhältnis der Meßrotorgeschwindigkeit zu der Fühlerrotorgeschwindigkeit:
Nm/Ns = Nm5VNs* = 106/6 = 17,67.
Wenn der Meßrotor im geeichten Zustand innerhalb der Gren zen von ±1% anzeigen soll, so gilt:
bei -1% Nm/Ns = = -~ = 21 und bei +1% Nm/Ns = = ~- = 15,29.
Solange also das Verhältnis der Geschwindigkeit des Meßrotors 20 zur Geschwindigkeit des Fühlerrotors 22 innerhalb
der Grenzen von 15,29 bis 21 ist, befindet sich die Geschwindigkeit des Meßrotors 21 innerhalb eines Bereichs
von ±1% seines Eichwertes. Wenn aber die Geschwindigkeit des Meßrotors 20 unterhalb die vorgeschriebenen Grenzen absinken
sollte, z.B. 2% unter den Eichwert, so gilt:
Mn,/M= - 106-2 _ 104 _ ,, . ,-Nm/Ns
= — = —-s— = 26
> 21 .
Falls die Geschwindigkeit des Meßrotors um 2% über den Eichwert ansteigen sollte, so gilt:
Nm/Ns = 106+2 = tos β 5 <
29#
Ό+Ζ. O
Durch dauernde Überwachung des Verhältnisses Nm/Ns wird es
also ermöglicht, eine Abweichung der Geschwindigkeit des Meßrotors 20 zu überwachen, die den Eichwert über vorbestimmte
Grenzen hinaus überschreitet, solange der Fühlerrotor einwandfrei arbeitet.
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Wenn aber, was unwahrscheinlich ist, der Fühlerrotor eine
Fehlfunktion aufweisen sollte, während der Meßrotor einwandfrei arbeitet, so sinkt in gleicher Weise das Verhältnis
Nm/Ns unter die vorgeschriebenen Grenzen von 15,29 bis 21 ab. Zur Erläuterung soll angenommen werden, daß bei der
vorstehend beschriebenen Ausführungsform die Geschwindigkeit
des Fühlerrotors 22 1% niedriger ist als sie sein sollte, während der Meßrotor 20 mit seinem Eichwert arbeitet. Dann
gilt:
μ /™ 106 106 _ O1 on ^ O1
Nm/Ns = τ—τ- - —£— = 21 ,2O
> 21 .
Wenn die Geschwindigkeit des Fühlerrotors 22 um 1% kleiner ist als sie sein sollte, während der Meßrotor 20 mit seinem
Eichwert arbeitet, gilt:
Nm/Ns = 126 _ 2O6_ = 15/14 <
15,29.
Wenn also der Meßrotor 20 innerhalb ±1% seines Eichwertes arbeitet, ist auch das Verhältnis Nm/Ns innerhalb seiner
vorgeschriebenen Grenzen, und die korrigierte Registrierung Nc liegt innerhalb der vorgeschriebenen Grenzen; die korrigierte
Registrierung Nc hat also eine Ganuigkeit von 100%, wenn der Fühlerrotor 22 einwandfrei arbeitet. Wenn jedoch
eine Abwexc^ung von ±1% der Geschwindigkeit des Fühlerrotors
22 gegenüber seinem Normalwert auftritt, so liegt der Wert Nm/Ns außerhalb der vorgeschriebenen Grenzen, selbst wenn
der Meßrotor 20 bei seinem Eichwert arbeitet.
Es wird run eine Ausführungsform beschrieben, bei der die
Geschwindigkeiten sowohl des Meßrotors 20 als auch des Fühlerrotors 22 überwacht werden und ein Ausgangssignal erzeugt
wird, das die Differenz zwischen djr Geschwindigkeit •^es Meßrotors 20 und der des Fühlerrotors 22 angibt, wobei
diese Ausführungsform ferner dazu geeignet ist, eine Anzeige
030050/Ό 943
dafür zu liefern, ob das Verhältnis Nm/Ns außerhalb der Grenzen liegt, für die das Meßgerät und das System ausgelegt
sind. Ein Beobachter wird also darauf aufmerksam gemacht, daß oiner der Rotoren oder beide von den Eichgeschwindigkeiten
abweichen.
Bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen wurde angenommen, daß der Meßrotor 20 von seinem Eichwert abgewichen
ist, während der Fühlerrotor 22 normal arbeitet. Wenn der Fühlerrotor 22 mit einer wesentlich geringeren Geschwindigkeit
rotiert als der Meßrotor 20, ist es zwar sehr unwahrscheinlich, doch durchaus möglich, daß der Fühlerrotor
22 aufgrund einer erhöhten Lagerreibung gegenüber seinem Normalwert verlangsamt wird. In solchen Fällen kann eine Anzeige
"Grenze überschritten" betätigt werden, obwohl der Meßrotor 20 innerhalb der vorgeschriebenen Abweichungsgrenzen arbeitet.
Zur Erläuterung soll bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform,
bei der die Eichwerte für die Geschwindigkeit des Meßrotors 20 und die des Fühlerrotors 22 Nm = 106% bzw.
Ns = 6% sind, angenommen werden, daß der Meßrotor um 0,5% zu langsam und der Fühlerrotor ebenfalls um 0,5% gegenüber
seinem Normalwert zu langsam läuft.
Da eine Geschwindigkeitsabnahme beim Meßrotor eine Zunahme des Austrittswinkels verursacht, die zu einem entsprechenden
Abfall der Geschwindigkeit des Fühlerrotors (0,5%) führt, und da der Fühlerrotor um 0,5% langsamer als beabsichtigt
läuft, gilt:
Nm = 106 - 0,5 = 105,50 und Ns = (6 - 0,50) - 0,50 = 5,00 und
Nm/Ns = - 21,10 > 21,0. In einem solchen Falle wird die Anzeige "Grenze überschritten"
030050/0 943
aktiviert, obwohl die Geschwindigkeit des Meßrotors sich innerhalb der vorgeschriebenen Grenzen von ±1% befindet.
Es wird nun der Fall betrachtet/ daß beide Rotoren bei Normalbetrieb mit gleichem Drehsinn arbeiten sollen, und es
soll der sehr ungewöhnliche Zustand betrachtet werden, bei dem sowohl der Meßrotor 20 als auch der Fühlerrotor 22
fehlerhaft arbeiten und somit langsamer rotieren als normal, aufgrund einer erhöhten Lagerreibung ANm bzw. ANs an den
Rotoren. Die korrigierte Registrierung Nc des Geräts hat dann nicht mehr eine 100%-Genauigkeit sondern ist mit einem
Fehler ANc behaftet, der gleich der Verlangsamung ANs des
Fühlerrotors 22 ist; es gilt:
ANc = ANs (32)
Wenn die Grenzen der Abweichung gegenüber dem Eichzustand bei diesem "selbstprüfenden" und "selbstkorrigierenden" Meßgerät,
die mit AG bezeichnet sind, auf ±1% festgelegt sind, kann gezeigt werden, daß die Grenzen AG = ±1% überschritten
wurden, und die Anzeige "Grenze überschritten" erfolgt, sobald die Summe der Abweichung Nm des Meßrotors und des
Fehlers Ns des Fühlerrotors die eingestellte Grenze von 1% erreicht hat, entspricht folgender Beziehung:
- [(ANm) + (ANs)J ^ - 1 % = AG, (33)
worin (ANm) und (ANs) Zahlenwerte sind.
Aus Gleichung (12) ist ersichtlich, daß der korrigierte Ablesewert
des Meßgeräts Nc = Nm - Ns eine Genauigkeit von 10o% hat, solange der Fühlerrotor 22 normal arbeitet (d.h.
ANc = Ns = O). Wenn aber der Fühlerrotor 22 fehlerhaft
arbeitet, überschreitet der maximal mögliche Fehler (ANc)
der korrigierten Meßregistrierung nicht die festgelegten Grenzen von AG, denn es gilt:
030050 /Ό943
~62 -
(ANc)max = (ANs)max = IAGI " (ΔΝπι) - IAGI (34)
Es wird nun der Fall betrachtet, wonach der Fühlerrotor 22 so ausgelegt ist, daß er den entgegengesetzten Drehsinn
des Meßrotors 20 hat, und erneut wird der ungewöhnliche Zustand betrachtet, daß sowohl der Meßrotor 20 als auch
der Fühlerrotor 22 aufgrund einer um den Wert ANm bzw. ANs
erhöhten Lagerreibung langsamer laufen. Wie bei dem zuvor beschriebenen Fall hat die korrigierte Meßregistrierung Nc
nicht mehr die Genauigkeit 100%, sondern ist mit einem · Fehler (ANc) behaftet, der gleich der Höhe der Verlangsamung
des Fühlerrotors ist, d.h.:
ANc = ANs (32)
Wenn die Grenzen AG gegenüber der Abweichung in bezug auf die Eichung auf ±1% festgelegt sind, werden diese Grenzen
überschritten, wenn die Differenz zwischen der Verlangsamung ANs des Fühlerrotors und der des Meßrotors ANs ungefähr
die eingestellte Grenze-von 1% erreicht, und diese Beziehung kann folgendermaßen ausgedrückt werden:
[(ANs) - (ANm)] - AG = ±1% (approximativ) (35)
Aus Gleichungen (32) und (35) ist ersichtlich, daß der korrigierte Meßwert Nc = Mm - Ns eine 100%-Genauigkeit
aufweist, solange der Fühlerrotor 22 normal arbeitet (d.h. ANc = ANs = 0), ebenso wie bei dem zuvor untersuchten Fall,
bei dem beide Rotoren gleichen Drehsinn haben. Wenn aber der Fühlerrotor 22 fehlerhaft arbeitet (ANs £ 0), so kann
der maximal mögliche Fehler der korrigierten Meßregistrierung (ANc) m , die festgelegte Grenze AG = ±1% überschreiten,
iuax
ohne eine Fehleranzeige auszulösen. Z. B. kann angenommen werden, daß der Meßrotor 20 um 1 % zu langsam ist (ANm = 1%);
030050/>0 943
der Fühlerrotor 22 mag um z.B. 1,5% zu langsam sein, was zu einem Fehler von 1,5% der korrigierten Meßregistrierung
führt (ANc = ANs = 1,5%), ohne daß eine Anzeige darüber
erfolgt, daß die eingestellte Grenze AG = ±1% überschritten wurde, denn die Anwendung der Gleichung (35) liefert:
T(ANs) - (ANm)J = /1,5% - 1 %J = +0,5%
< 1% = AG
d.h. AG liegt weiterhin innerhalb der festgelegten Grenzen ±1%.
Wenn die Meßrotorgeschwindigkeit um 1% abgesunken ist, muß wenigstens eine Abnahme der Fühlerrotorgeschwindigkeit von
2% und folglich ein Meßfehler von wenigstens 2% (AN = AN = 2%) vorhanden sein, damit angezeigt wird, daß die festgelegte
Grenze von AG = ±1% überschritten wurde, denn es gilt:
£ANs - ANmJ - /2% - 1%J = +1% = AG
Aus der obigen Beschreibung ist ersichtlich, daß die Ausführungsform
mit zwei Rotoren, die unter normalen Bedingungen in derselben Richtung rotieren, für die "Selbstüberprüfung"
zu bevorzugen ist, wenn der Fühlerrotor 22 aufgrund von außergewöhnlichen Umständen ebenfalls schadhaft werden
kann, obwohl die Wahrscheinlichkeit hierfür gering ist.
Aus der vorstehenden Analyse kann geschlossen werden, daß ein Meßgerät mit einem Fühlerrotor, der den entgegengesetzten
Drehsinn des Meßrotors bei im wesentlichen derselben Geschwindigkeit aufweist, wie es in der bereits erwähnten
US-PS beschrieben ist, gewisse Verbesserungen gegenüber der mit herkömmlichen Meßgeräten erzielbaren Genauigkeit bietet,
daß jedoch ein Meßgerät, dessen Fühlerrotor mit wesentlich niedrigerer Geschwindigkeit als der Meß3 οtor rotiert, eine
weitere Verbesserung der Genauigkeit ergibt, unabhängig von
30 050/0943
den relativen Drehrichtungen der zwei Rotoren. Ein Meßgerät, bei dem beide Rotoren entgegengesetzte rotieren, ergibt
jedoch keine zuverlässige Anzeige über Fehlfunktionen (Selbstprüfung). Daher wird ein optimales Ergebnis erreicht,
wenn der Fühlerrotor so konstruiert ist, daß er den gleichen Drehsinn wie der Meßrotor bei einer Geschwindigkeit aufweist,
die eine Größenordnung unter derjenigen des Meßrotors liegt. Ein Meßgerät, bei dem der Fühlerrotor eine deutlich geringere
Geschwindigkeit als der Meßrotor aufweist, liegt jedoch ohnehin im Rahmen der Erfindung, unabhängig von dem relativen
Drehsinn der Rotoren.
Bei Flügelrad-Meßgeräten ist es allgemein üblich, "Begradigungsflügel"
stromaufwärts von dem Meßrotor anzuordnen, wie die Flügel 57 (Fig. 1) des hier beschriebenen Meßgeräts, um
tangentiale Geschwindigkeitskomponenten in Richtung der
Fluidströmung vor dem Eintritt des Fluids zwischen die Flügel des Meßrotors minimal zu machen. Störungen oder Verstopfungen
stromaufwärts von dem Meßgerät können jedoch Wirbel (eine Tangentialkomponente) in der durch das Meßgerät
fließenden Fluidströmung verursachen, die durch diese Begradigungsflügel nicht vollständig beseitigt werden können.
Diese Störungen können auch eine ungleichförmige Geschwindigkeitsverteilung in der Fluidströmung des Meßgeräts
verursachen. Die Axialgeschwindigkeit der Strömung an verschiedenen Stellen des Meßgerät-Einlaßabschnitts kann sich
also beträchtlich und ungleichmäßig ändern. Bei herkömmlichen Meßgeräten wird durch solche Wirbel und ungleichmäßigen
Geschwindigkeitsverteilungen in dem in den Meßrotor eintretenden Fluid die Meßgenauigkeit beeinträchtigt. Versuche
haben jedoch gezeigt, daß ein erfindungsgemäßes Meßgerät für
solche Vorkommnisse relativ unempfindlich ist. Die Genauigkeit
des erfindungsgemäßen Meßgeräts wird also durch Wirbel und ungleichmäßige Geschwindigkeitsverteilungen in dem Fluid
bei dessen Eintritt in den Meßrotor nicht beeinträchtigt.
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Es wird nun unter Bezugnahme auf Fig. 10 beschrieben, wie die Ausgangssignale des Meßrotors und des Fühlerrotors
verarbeitet werden, um eine korrigierte Registrierung bzw. Anzeige des Meßgeräts zu erreichen. Bei einer Ausführungsform,
bei der festgestellt wird, daß die Meßrotorgeschwindigkeit bei der Eichung eine Registrierung von 105,3% bewirkt,
ergibt die Geschwindigkeit des Fühlerrotors eine Registrierung von 5,3%, so daß durch Subtrahieren des Ausgangssignals
des Fühlerrotors von demjenigen des Meßrotors die Differenz 100% Registrierung ergibt, wie aus Gleichung
(12) hervorgeht. Das in Fig. 10 gezeigte System zählt die Anzahl von Impulsen Pm des Meßrotors, die von dem Sensor
102 erzeugt werden, für jeweils 500 Impulse Ps des Fühlerrotors, die von dem Sensor 146 erzeugt werden. Bei dieser
Ausführungsform sind 500 Impulse aus dem Fühlerrotor im geeichten Zustand äquivalent einer Fluidströmung von 1 ,623 m
(57,34 ft3) durch das Meßgerät 10. In Fig. 10 enthält eine Folgesteuerung 154 Digitalelemente zur Erzeugung einer Befehlsfolge
für die verschiedenen anderen Elemente des Systems und eine Taktschaltung, die Taktimpulse einer Frequenz in
der Größenordnung von 100 kHz erzeugt. Das Abtastintervall ist die Zeit, die erforderlich ist, damit der Zähler 151
500 Impulse aus dem .Sensor 146 zählt. Beim Einschalten werden alle Zähler und Rastschaltungen (latches) initiiert bzw.
in den Initialzustand gebi'acht und enthalten daher keinerlei
Zählereignisse und führen keine Werte an ihren jeweiligen Ausgängen; die Folgesteuerung 154 ist in ihrem Anfangszustand
und wartet auf ein Signal aus dem Zähler 151, das signalisiert, daß der Zähler 500 Impulse gezählt hat. Sobald der
Zähler 151 500 Impulse gezählt hat, sendet er ein Signal an die Folgesteuerung, wodurch die Folgesteuerung 40 in ihren
zweiten Betriebsmodus weitergestellt wird, in dem sie die Impulszählraten der Zähler 151 und 155 Rastschaltungen 157a
bzw. 157b zuführt. Dies geschieht dadurch,-daß ein Übertragungssignal
zu den Rastschaltunqen 157a und 157b gesandt wird, wodurch diese in den Zustand versetzt werden, um die
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Zählratensignale aus den jeweiligen Zählern entgegenzunehmen. Dieses Überführungssignal bewirkt auch, daß die
Folgesteuerung automatisch durch Rückkopplung des Übertragungssignals zu der Folgesteuerung in ihren dritten Betriebsmodus weitergestellt wird. In diesem dritten Modus sendet
die Folgesteuerung ein Rücksetzsignal zu beiden Zählern 151, 155, um diese in ihren Anfangszustand zurückzusetzen, damit
sie weitere Impulse aus den Sensoren zählen können. Für die Ansammlung von 500 Impulsen in dem Zähler 151 wird eine relativ
lange Zeit benötigt, im Vergleich zu der Zeit, die erforderlich ist, damit das System die Signale aus den Zählern
und Rastschaltungen verarbeitet; daher bleibt die Folgesteuerung relativ lange in ihrem ersten Modus, verglichen mit der
Zeit, die benötigt wird, um durch die nächsten Betriebsmoden weitergeschaltet zu werden. Die Aufgabe der Rastschaltungen
besteht natürlich darin, die Zählraten aus den Sensoren 102 und 146 am Ende von jeweils 500 Impulsen aus dem Sensor 146
entgegenzunehmen und zu speichern, so daß die Zähler am Ende jedes solchen Intervalls sofort mit dem Zählen einer neuen
Impulsreihe aus den Sensoren beginnen können, während die Impulszählraten, die während des vorausgehenden Abtastintervalls
gezählt wurden, verarbeitet werden. Auch hier wird das Rücksetzsignal der Zähler zur Folgesteuerung zurückgeschickt,
um diese automatisch in ihren vierten Betriebsmodus weiterzusteilen.
In ihrem vierten Betriebsmodus sendet die Folgesteuerung ein Befehlssignal zu Multiplizierern 152, 156, wodurch diese
jeweils in den Zustand gebracht werden, um die Signalwerte entgegenzunehmen, die am Ausgang der Rastschaltung 157a bzw.
157b erscheinen. Die Multiplizierer können dann eine Verarbeitung durchführen, die bewirkt, daß der Wert der Rastschaltung
157a mit dem Maßstabsfaktor Ks und der aus der
Rastschaltung 157b mit dem Maßstabsfaktor Km multipliziert
wird.
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Diese Faktoren sind programmierbar und stellen die Anzahl von Impulsen dar, die von dem Meßrotor bzw. Fühlerrotor
für jede Volumeneinheit des das Meßgerät im Eichzustand durchströmenden Fluids erzeugt werden, wobei diese Faktoren
bei der ersten Eichung für jedes Meßgerät individuell bestimmt werden.
Nach abgeschlossener Multiplizierung senden die Multiplizierer ein Abschlußsignal zur Folgesteuerung, wodurch diese
in ihren fünften Betriebsmodus bzw. Subtrahiermodus weiterschaltet. In diesem Modus sendet die Folgesteuerung ein Signal
zu einem Subtrahierer 158, der diesen in den Zustand zur Entgegennahme der Binärsignale aus dem Multiplizierer versetzt.
Der Subtrahierer subtrahiert dann den Wert des Signals aus dem Multiplizierer 152 von dem Wert des Signals aus dem
Multiplizierer 156; bei Abschluß dieses Vorgangs sendet der Subtrahierer ein Abschlußsignal zu der Folgesteuerung, wodurch
diese in ihren sechsten Modus übergeht. Das Ausgangssignal des Subtrahierers ist ein Binärsignal, das die Anzahl
von Volumeneinheiten darstellt, die das Meßgerät während jedes Abtastintervalls von 500 Impulsen aus dem Fühlerrotor
durchströmen. In ihrem sechsten Modus signalisiert die Folgesteuerung
dem Abwärtszähler 159, daß er das binäre Ausgangssignal des Subtrahierers 158 entgegennehmen soll. Auch hier
wird das Überführungssignal zu der Folgesteuerung zurückgekoppelt, °^ daß diese automatisch in ihren siebten und letzten
Modus übergeht.
In ihrem letzten Modus bzw. Dekrementiermodus signalisiert die Folgesteuerung gleichzeitig dem Abwärtszähler 159 und
dem Teiler-Zähler 161, daß sie Taktimpulse aus der Taktschaltung
in d :r Folgesteuerung entgegennehmen sollen. Für jeden Taktimpuls, der von dem Abwärtszähler empfangen wird, wird
dieser um einen Wert erniedrigt. Gleichzeitig nimmt der Teiler-Zähler Impulse aus der Taktschaltung entgegen, so
daß jedes Zählereignis, um das der Abwärtszähler erniedrigt
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wird, der Teiler-Zähler ein Zählereignis empfängt und kumuliert. Durch diesen Vorgang wird also die dem Abwärtszähler
aus dem Subtrahierer aufgezwungene Impulszählrate zu dem Teiler-Zähler überführt.
Für jeweils 10 000 von dem Teiler-Zähler empfangene Impulse erzeugt dieser einen Impuls, der an ein Register 160 angelegt
wird, wodurch dieses in Volumeneinheiten von 1 Kubikmeter (1 ft ) inkrementiert wird. Für jeden aus dem Teiler-Zähler
empfangenen Impuls (d.h. für jeweils 1O 000 Impulse, durch die der Abwärtszähler dekrementiert wird), zeigt das
Register 160 eine zusätzliche Volumeneinheit in Kubikmeter
(ft^) des durch das Meßgerät geströmten Fluids an. Nachdem der Teiler-Zähler einen Impuls für jeweils 10 000 von ihm
empfangenen Taktimpulse erzeugt hat, empfängt und hält er
jegliche verbleibende Anzahl von Impulsen aus dem Abwärtszähler fest, die geringer ist als 10 000, wobei dieser Rest
zu der nächsten Reihe von Impulsen übertragen und hinzuaddiert wird, die aus dem Abwärtszähler überführt wird. Wenn der
Abwärtszähler durch die Taktimpulse auf Null dekrementiert
ist, sendet er ein "Dekrementieren-abgeschlossen"-Signal zur Folgesteuerung, wodurch diese in ihren Anfangsmodus
weiterschaltet und dadurch den Abwärtszähler und den Teiler-Zähler
sperrt, so daß diese keine weiteren Taktimpulse annehmen können, und wodurch das System in seinen Anfangszustand
versetzt wird, so daß der gesamte Vorgang wiederholt werden kann, wenn die nächsten 500 Impulse im Zähler 151
entgegengenommen sind.
Bei der hier beschriebenen Ausfuhrungsform erzeugt die
Schlitzscheibe 104 vier Impulse für jede Umdrehung des Meßrotors, und die Schlitzscheibe 148 erzeugt vier Impulse
für jede Drehung des Fühlerrotors. Bei dieser Ausführungsform
kann gezeigt werden, daß für jeweils 500 Impulse Ps, die von dem Fühlerrotor erzeugt werden, die mittlere Anzahl von
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Impulsen Pm, die von dem Meßrotor über eine Anzahl Abtastintervalle
erzeugt wird/ gegeben ist durch den Ausdruck:
Pm = -j χ Ps χ 1,0103 χ (1 + -üü-) (36)
Darin sind:
1,0103 eine Meßgerätkonstante zur Berücksichtigung der geringen
Differenz des effektiven Strömungsquerschnitts zwischen den beiden Rotoren, der Wirbeleffekte und
der Fluidkopplung zwischen den zwei Rotoren; diese Konstante ist im allgemeinen ungefähr gleich 1;
der genaue Wert muß bei der Eichung bestimmt werden;
G die Prozent-Einstellung bzw. Registrierung des Fühlerrotors bei der Eichung; und
AG = % Abweichung gegenüber der Eichung.
Bei dieser Ausführungsform zeigt die Eichung, daß die Registrierung
des Fühlerrotors 5,3% beträgt. Die gemittelte Anzahl Pm von Impulsen aus dem Meßrotor bei der Eichung für
jeweils 500 Impulse aus dem Fühlerrotor wird also durch Gleichung (36) für G* = 5,3 und AG = 0 bestimmt zu:
Pm = ~ χ 500 χ 1,0103 (1 + ) = 5735,018
Natürlich ist dieser nicht ganzzahlige Wert (5735,018) der Anzahl von Impulsen ein Mittelwert, der erhalten wird, indem
die tatsächliche Anzahl der von dem Meßrotor erhaltenen Impulse über mehrere aufeinanderfolgende Abtastintervalle gemittelt
wird; die tatsächliche Anzahl von Impulsen, die in irgendeinem gegebenen Abtastintervall empfangen werden, kann
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sich also um einige Impulse mehr oder weniger als dieser
Mittelwert ändern. Wie oben erwähnt wurde, stellen 500
Impulse aus dem Fühlerrotor 57,34 Volumeneinheiten (in m° bzw. ft ) der Fluidströmung durch das Meßgerät im Eichzustand dar. Dies gilt für AG = 0. Wenn also im Eichzustand 500 Impulse von dem Zähler 151 gezählt wurden, hat der Zähler 155 im Mittel 5735,018 Impulse kumuliert, und folglich haben die am Ausgang des Zählers 155 erscheinenden und aus der Rastschaltung 157b ausgegebenen Signale einen Mittelwert von 5735,018, wenn die Ausgangssignale des Zählers 151 und der Rastschaltung 157a den Wert 500 haben. Die Multiplizierer 156 und 152 multiplizieren die Signale aus den Rastschaltungen 157b und 157a mit dem Faktor Km bzw. Ks. Die Rotorfaktoren Km und Ks werden bei der Eichung bestimmt und stellen die Registrierung der jeweiligen Rotoren für jeden davon erzeugten Impuls in der Volumeneinheit m (ft ) dar. Der
Faktor Km wird durch Multiplizieren der von dem Eichgerät angezeigten Strömung (57,34. Volumeneinheiten) mit dem Faktor 1,053 (Registrierung des Meßrotors = 105,3%) und Teilen durch die Anzahl von Impulsen Pm aus dem Meßrotor erhalten. Es
gilt:
Mittelwert ändern. Wie oben erwähnt wurde, stellen 500
Impulse aus dem Fühlerrotor 57,34 Volumeneinheiten (in m° bzw. ft ) der Fluidströmung durch das Meßgerät im Eichzustand dar. Dies gilt für AG = 0. Wenn also im Eichzustand 500 Impulse von dem Zähler 151 gezählt wurden, hat der Zähler 155 im Mittel 5735,018 Impulse kumuliert, und folglich haben die am Ausgang des Zählers 155 erscheinenden und aus der Rastschaltung 157b ausgegebenen Signale einen Mittelwert von 5735,018, wenn die Ausgangssignale des Zählers 151 und der Rastschaltung 157a den Wert 500 haben. Die Multiplizierer 156 und 152 multiplizieren die Signale aus den Rastschaltungen 157b und 157a mit dem Faktor Km bzw. Ks. Die Rotorfaktoren Km und Ks werden bei der Eichung bestimmt und stellen die Registrierung der jeweiligen Rotoren für jeden davon erzeugten Impuls in der Volumeneinheit m (ft ) dar. Der
Faktor Km wird durch Multiplizieren der von dem Eichgerät angezeigten Strömung (57,34. Volumeneinheiten) mit dem Faktor 1,053 (Registrierung des Meßrotors = 105,3%) und Teilen durch die Anzahl von Impulsen Pm aus dem Meßrotor erhalten. Es
gilt:
Km = = 0,010528 Vol.einh./Pm
Wie bei Km wird auch der Fühlerrotorfaktor Ks gefunden, indem
die Strömung durch das Meßgerät mit einem Faktor 0,053 (Registrierung des Fühlerrotors = 5,3%) multipliziert und
durch die Impulse Ps aus dem Fühlerrotor dividiert wird.
Es gilt:
Es gilt:
Ks = = 0,006078 Vol.einh./Ps
Das Signal aus der Rastschaltung 157b mit einem Mittelwert von 5735,018 als Impuls zählrate wird in dem Multiplizierer
030050/Ό943
156 mit Km multipliziert, um ein binäres Ausgangssignal zu
erzeugen, dessen Mittelwert 60,378 Volumeneinheiten (m bzw. ft ) darstellt. In gleicher Weise wird das Signal aus
der Rastschaltung 157a, das einen Wert von 500 Impulsen als Zählrate hat, in dem Multiplizierer 152 mit Ks multipliziert
und ergibt ein binäres Ausgangssignal, dessen Wert 3,0390
3 3
Volumeneinheiten (m bzw. ft ) darstellt.
Die Signale aus den Multiplizierern 156, 152 stellen Werte
dar, die im Mittel 60,378 bzw. 3,039 Volumeneinheiten darstellen, und werden an den Subtrahierer 158 angelegt, der
den zweiten Wert von ersterem subtrahiert, um ein binäres Ausgangesignal zu erzeugen, dessen Mittelwert 57,339 Volumeneinheiten
darstellt. Das binäre Ausgangssignal des Subtrahierers
wird an den Abwärtszähler so angelegt, daß 573 390 Taktimpulse aus der Taktschaltung erforderlich sind,
um den Abwärtszähler auf Null herunterzuzählen. Wie vorstehend erläutert wurde, erzeugt der Teiler-Zähler 160
einen Ausgangs impuls für jeweils 10 000 von ihm empfangene
Taktimpulse; er erzeugt also 570 000/10 000, d.h. 57 Impulse für das elektromechanische Register bzw. Zählwerk 160, so
daß dieses 57 Volumeneinheiten (m bzw. ft ) registriert,
die durch das Meßgerät geflossen sind. Die verbleibenden 3390 Impulse werden von dem Teiler-Zähler festgehalten und
zu den Impulsen hinzuaddiert, die ihm aus dem Abwärtszähler während des nächsten Abtastintervalls zugeführt werden, über
die darauffolgenden Abtastintervalle hinweg besteht der Nettoeffekt
des Systems darin, daß das Augangssignal des Fühlerrotors von dem Ausgangssignal des Meßrotors subtrahiert wird,
um eine genaue Strömungsanzeige des Zählwerks 160 zu ergeben.
Da das Zählwerk 160 in Volumeneinheiten (m3 bzw. ft ) hochzählt,
werden natürlich Bruchteile von Volumeneinheiten für die darauffolgenden Abtastintervalle gespeichert.
Es ist zu beachten, daß das Signal aus dem Multiplizierer 156,
030050^0943
das eine Meßrotor-Registrierung von 105,3% darstellt und einen gemittelten Wert von 60,378 Volumeneinheiten aufweist,
und das Signal aus dem Multiplizierer 152, das 3,0390 Volumeneinheiten bzw. 5,3% Registrierung darstellt, durch den
Subtrahierer 158 entsprechend Gleichung (12) verarbeitet werden, so daß gilt:
Nc = 60,378 - 3,039 = 57,339 (100% Registrierung)
Wenn im Laufe des Betriebes die Geschwindigkeit des Meßrotors etwas unter den Eichwert absinkt, z.B. um 2% entsprechend
der Registrierung 103,3%, so ergibt sich eine Zunahme des Austrittswinkels Θ. Diese Zunahme des Austrittswinkels θ der
Strömung durch den Meßrotor 20 bewirkt eine Abnahme der Geschwindigkeit des Fühlerrotors 22, so daß dessen Re χIterierung
Ns um 2% auf 3,3% absinkt. Wenn der Strämurcrsdurchr-i;cz
durch das Meßgerät 10 konstant bleibt, benötigt der Fünlerrotor
langer, um 500 Impulse zu erzeugen; infolgedessen strömt mehr Fluid durch das Meßgerät 10, während der Fühlerrotor
22 500 Impulse erzeugt. Diese neue, größere durchgeflossene Fluidmenge kann berechnet werden, indem der Strömungswert
bei Eichung multipliziert mit dem Verhältnis der Registrierung des Fühlerrotors bei Eichung (5,3%) zu der
neuen Registrierung (3,3%), d.h.:
57,34 χ ■!*■! = 92,09
Wenn also der Meßrotor 20 um 2% langsamer wird, strömen 92,09 Volumeneinheiten durch das Meßgerät für jeweils 500 Impulse
aus dem Fühlerrotor 22. Da ferner eine längere Zei;r benötigt
wird, damit der Fühlerrotor 500 Impulse Ps erzeugt, nimmt die Anzahl von Impulsen Pm zu. Die neue mittlere Anzahl von
Impulsen Pm für 500 Ps kann aus Gleichung (36) berechnet werden, worin AG = -2%, oder aus der Gleichung:
Pm = PmK χ 5SW χ S^
Rmx Rs
030050/0 943
BAD ORjQlMAL
wor in:
PmK = gemittelte Anzahl von Impulsen aus dem Meßrotor
bei Eichung;
Pm neuegemittelte Anzahl von Impulsen aus dem Meßrotor;
Rmx = Rate der Meßrotor-Registrierung bei Eichung;
Rm = neue Rate der Registrierung des Meßrotors;
RsK = Rate der Registrierung des Fühlerrotors bei Eichung;
Rs = neue Rate der Registrierung des Fühlerrotors.
Einsetzen der Zahlenwerte ergibt:
Pm = 5735 (j§§^§) x (|^|) = 9035,8.
Wenn also die Geschwindigkeit des Meßrotors 20 gegenüber dem Eichwert um 2% abnimmt, erzeugt dieser eine gemittelte
Anzahl von 903 5,1 Impulsen, während der Fühlerrotor 500 Impulse erzeugt.
Über verschiedene aufeinanderfolgende Abtastintervalle hat
also die Impulszählrate aus der Rastschaltung 157b, die an
den Multiplizierer 156 angelegt wird, einen Mittelwert von 9035,8, der bei Multiplizieren mit Km ein Ausgangssignal
ergibt, dessen Mittelwert 95,129 Volumeneinheiten ergibt, entsprechend 103,3% Registrierung, während 92,09 Volumeneinheiten
tatsächlich das Meßgerät durchströmen. Da der Fühlerrotor weiterhin 500 Impulse während dieses Zeitintervalls
erzeugt, ergibt das Signal aus dem Multiplizierer
30050/094
weiterhin ein Signal, das 3/039 Volumeneinheiten darstellt,
die nun 3,3% Registrierung entsprechen. Wenn die beiden Signale durch den Subtrahierer 158 verarbeitet werden, indem
der Wert des Signals aus dem Multiplizierer 152 von demjenigen aus dem Multiplizierer 156 subtrahiert wird,
erzeugt der Subtrahierer ein Ausgangssignal, dessen gemittelter
Wert 92,09 ist, entsprechend 100% Registrierung.
Wenn der Meßrotor um 2% schneller als sein Eichwert läuft, wird durch den gleichen Vorgang wie zuvor beschrieben gefunden,
daß während der Erzeugung von 500 Impulsen durch den Fühlerrotor 41,6297 Volumeneinheiten das Meßgerät durchströmen,
und über verschiedene aufeinanderfolgende Abtastintervalle hat die Impulszählrate aus der Rastschaltung 157b,
die an den Multiplizierer 156 angelegt wird, einen Mittelwert von 4242,85, der durch Multiplizieren mit Km ein gemitteltes
Ausgangssignal ergibt, das 44,6687 Volumeneinheiten darstellt, entsprechend 107,3% Registrierung. Der Subtrahierer subtrahiert
das Signal sus Multiplizierer 152, dessen Wert 3,0390 beträgt, von dem Wert des Signals aus dem Multiplizierer 156,
dessen Wert im Mittel 44,6687 Volumeneinheiten beträgt, und erzeugt ein gemitteltes Ausgangssignal, das 41,6927 Volumeneinheiten
darstellt, entsprechend 100% Registrierung. Es ist also ersichtlich, daß durch Subtrahieren des Volumens,
das durch die Anzahl von Umdrehungen des Fühlerrotors dargestellt wird, von dem Volumen, das durch die Anzahl von
Umdrehungen des Meßrotors dargestellt wird, das Ergebnis stets 100% Registrierung darstellt, und zwar bei allen Geschwindigkeitswerten
des Meßrotors, solange keine Fehlfunktion des Fühlerrotors vorhanden ist.
Fig. 11 zeigt ein System zur Ausführung der Selbstüberprüfungsfunktion
nach der Erfindung. Die Impulse Pm des Meßrotors werden über einen Verstärker 186 einem Zähler 188
zugeführt, in dem sie gezählt werden, um ein digitales Aus-
030050/09 43
- 75 - 30212^7
gangssignal zu erzeugen, das an einen Vergleicher 190
angelegt wird. Die Impulse Ps des Fühlerrotors werden über einen Verstärker 180 an einen Zähler 182 angelegt. Über
eine Gruppe von Drehschaltern 184 kann der Zähler 182 so eingestellt werden, daß er einen Ausgangs impuls für eine
vorgewählte Anzahl von Ps in ihm eingegebenen Impulsen erzeugt. Bei der beschriebenen Ausführungsform wird der Zähler
182 so eingestellt, daß er einen Ausgangs impuls für jeweils 500 Impulse Ps des Fühlerrotors erzeugt. Das Intervall zwischen
zwei aufeinanderfolgenden Impulsen aus dem Zähler definiert das Abtastintervall für das System nach Fig. 11.
Während dieses Abtastintervalls kumuliert der Zähler 188 die Impulse Pm. Jeder Impuls des Zählers 182 wird als Freigabesignal
verwendet, um den Vergleicher 190 zu veranlassen, die Anzahl der Impulse des Zählers 188 mit Zahlen für die
obere und die untere Grenze zu vergleichen, die mit Drehschaltern 192, 194 eingestellt sind. Der Vergleicher 190
enthält Digitalelemente, die beim Abschluß des Vergleichs veranlassen, daß der Zähler 188 auf Null zurückgesetzt und
der Zähler 182 auf den Wert zurückgesetzt wird, der durch den Drehschalter 184 eingestellt wurde, wodurch ein neues
Abtastintervall ausgelöst wird.
Die Drehschalter 192, 194 sind mit dem Vergleicher 190 verbunden,
um diesen auf die gewählte obere und untere Grenze der tolerierten Abweichung der tatsächlichen Anzahl von
Impulsen Pm gegenüber dem Eichwert für jeweils 500 Impulse des Fühlerrotors einzustellen. Fig. D zeigt eine Anzeigetafel,
an der die korrigierte Registrierung als Anzeige erfolgt, während die gewählte Obergrenze, die mit den
Schaltern 192 eingestellt wird, als Anzeige 198 und die gewählte untere Grenze als Anzeige 2Oo erscheint.
Die Beziehung zwischen der gemittelten Anzahl von Impulsen Pm aus dem Meßrotor und der Anzahl von Impulsen Ps des Fühler-
0300 5 0/0 943
rotors ist durch die bereits genannte Gleichung (17) gegeben, die für die Ausfuhrungsform gilt/ bei der die Meßrotorscheibe
104 vier Impulse für jede Umdrehung und die Fühlerrotorscheibe 148 sieben Impulse pro Umdrehung erzeugen.
Es gilt daher:
Pm = (4/7) χ Ps χ 1,0103 χ (1 + ) (36)
Bei der beschriebenen Ausführungsform, bei der im Eichzustand
gilt:
GH = 5,3% und AG = 0,
gilt für jeweils 500 Impulse Ps des Fühlerrotors:
gilt für jeweils 500 Impulse Ps des Fühlerrotors:
Pm* = 5735 Impulse.
Wenn also das Meßgerät im Eichzustand arbeitet, wird also für jeden dem Vergleicher 190 aus dem Zähler 182 zugeführten
Impuls ein Binärsignal an den Vergleicher 190- aus dem
Zähler 188 angelegt, das 5735 Impulse Pm des Meßrotors darstellt. Bei der folgenden Erläuterung, die sich auf die
Selbstüberprüfung bezieht, sind die berechneten Impulszählraten und die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten
Werte auf- bzw. abgerundet.
Wenn der Meßrotor innerhalb der Abweichungsgrenzen von ±1%
betrieben werden soll, so ergibt das Einsetzen in die Gleichung (36) mit AG = -1%:
Pm = 4 χ 5Oo χ 1,0103 χ (1 + —.)
/ D , J + (— ι;
= 7002 Impulse
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und für AG = +1%
=4870 Impulse
Wenn der Meßrotor also innerhalb der Abweichungsgrenzen von ±1% betrieben werden soll, wird der Vergleicher 190 mit den
Schaltern 192, 194 für 4870 bzw. 7002 Impulse eingestellt. Wenn der Vergleicher 190 auf diese Weise eingestellt ist
und das von ihm abgefragte Signal aus dem Zähler 188 eine Anzahl von Impulsen des Meßrotors anzeigt, die für jeden
Freigabeimpuls aus dem Zähler 182 zwischen den Grenzen 7002
und 4870 liegt, erzeugt der Vergleicher 190 ein Ausgangssignal
für die Anzeigelampe 206 "Normal", um anzuzeigen, daß der Meßrotor innerhalb der vorgeschriebenen Genauigkeitsgrenzen arbeitet. Wenn das dem Vergleicher aus dem Zähler
zugeführte Signal mehr als 2007 Impulse Pm für jeden Freigabeimpuls aus dem Zähler 182 anzeigt, erzeugt der Vergleicher
190 ein Ausgangssignal für eine Anzeigelampe 204 "untere Grenze überschritten", um anzuzeigen, daß die Geschwindigkeit
des Meßrotors bzw. die Geschwindigkeit des Fühlerrotors um mehr als 1% langsamer ist als der jeweilige
Eichwert oder daß die kombinierte Abweichung mehr als 1% langsamer als der Eichwert ist. Wenn das dem Vergleicher
aus dem Zähler 188 zugeführte Signal weniger als 4870 Impulse Pm für jeden Freigabeimpuls aus dem Zähler 182 anzeigt,
erzeugt der Vergleicher ein Ausgangssignal für eine Anzeigelampe 202 "obere Grenze überschritten", um anzuzeigen,
daß die Geschwindigkeit des Meßrotors oder die des Fühlerrotors um mehr als 1 % schneller «als der Eichwert ist bzw.
daß die kombinierte Abweichung mehr als 1% über den Eichwerten liegt. Der Vergleicher 190 enthält ferner eine Schaltung,
die die Anzahl von aufeinanderfolgenden Vergleichen zählt, für die die Impulse Pm außerhalb der vorgeschriebenen
Grenzen liegen; wenn dieser abnorme Zustand während einer
030050/0943
— / ο —
gegebenen Anzahl von Vergleichen andauert, z.B. 15, erzeugt
der Vergleicher 190 ein Ausgangesignal für eine Anzeigelampe
208 "abnorm", um anzuzeigen, daß der abnorme Betriebszustand nicht nur vorübergehend vorhanden ist.
Es muß beachtet werden, daß durch Auslegung des Fühlerrotors 22 mit wesentlich niedrigerer Rotationsgeschwindigkeit
(im allgemeinen um eine Größenordnung niedriger) als der Meßrotor, was zu einer wesentlich geringeren Axiallast
auf den Lagern des Fühlerrotors als auf denen des Meßrotors führt, allgemein die Gefahr des Auftretens einer Fehlfunktion
des Fühlerrotors 22 wesentlich geringer ist als bei dem
Meßrotor 20. Wenn also die Anzeigelampe "außerhalb Grenzen" aufleuchtet, bedeutet dies höchstwahrscheinlich, daß der
Meßrotor außerhalb der gewählten Grenzen arbeitet, die korrigierte Meßanzeige Nc = Nm - Ns bleibt jedoch geeicht bzw.
bewahrt 100% Genauigkeit.
Nachstehend ist eine Tabelle für Ps = 500 Impulse aufgeführt, welche die obere und untere Grenze der Meßrotorimpulse für
alle Abweichungswerte der vorstehend beschriebenen Ausführungsform zwischen 0 und ±4,00% angibt, wobei die Registrierung
des Fühlerrotors im Eichzustand 5,3% beträgt. Anhand einer solchen Tabelle kann der Benutzer jegliche gewünschten
Genauigkeitsgrenzen einstellen, indem er einfach die Schalter 192, 194 auf die gezeigten Impulswerte stellt, um die gewünschten
Genauigkeitsgrenzen zu erhalten. Da sich der geeichte Wert der Fühlerrotorgeschwindigkeit von Meßgerät zu
Meßgerät etwas ändert, muß für jedes Gerät eine solche Tabelle aufgestellt werden, die die Impulswerte für den Genauigkeitsbereich
angibt, der jeweils für den Eichwert der Fühlerrotorgeschwindigkeit jedes Meßgerätes gilt.
030050/Ό9Α3
| AG | O | Pm | AG | Pm |
| -0,10 | 5735 » Pm | |||
| -0,20 | 5840 | +0,10 | 5634 | |
| -0,30 | 5949 | +0,20 | 5537 | |
| -0,40 | 6062 | +0,30 | 5443 | |
| -0,50 | 6180 | +0,40 | 5353 | |
| -0,60 | 6302 | +0,50 | 5265 | |
| -0,75 | 6430 | +0,60 | 5181 | |
| -1,00 | 6633 | +0,75 | 5060 | |
| -1,25 | 7002 | +1,00 | 4870 | |
| -1,50 | 7416 | +1,25 | 4696 | |
| -1,75 | 7885 | +1,50 | 4534 | |
| -2,00 | 8420 | +1,75 | 4384 | |
| -2,50 | 9036 | +2,00 | 4243 | |
| -3,00 | 10598 | +2,50 | 3989 | |
| -3,50 | 12839 | +3,00 | 3766 | |
| -4,00 | 16325 | +3,50 | 3569 | |
| 22493 | +4,00 | 3392 |
Der Klammerausdruck in Gleichung (36) ist proportional dem Verhältnis der Geschwindigkeiten der beiden Rotoren und
dem Verhältnis der Impulse. Wenn also beide Rotoren im Eichzustand arbeiten, gilt:
Ns Nm
Nm Ns
= 19,87.
030050/0943
In gleicher Weise ergibt sich durch Einsetzen in den Klammerteil der Gleichung (36):
Es kann also festgestellt werden, daß
_ ,« . 100 ,
Ns (Ps/7) (1,0103)
Die vorstehende Beschreibung und die in den Fig. 10 und 11 gezeigten Systeme beruhen auf der Annahme einer vorbestimmten
Anzahl von Impulsen des Fühlerrotors, um ein Zeitintervall zu definieren, während dessen die Impulse des Meßrotors
gezählt werden, wobei die Anzahl der Impulse des Meßrotors mit der vorgewählten Anzahl von Impulsen des Fühlerrotors
kombiniert bzw. damit verglichen wird, um eine korrigierte Registrierung bzw. Anzeige sowie eine Anzeige bezüglich der
Abweichung vom Eichwert zu liefern. Bei einer anderen Ausführungsform wird eine vorgewählte Anzahl von Impulsen des Meßrotors
gezählt, um ein Zeitintervall zu definieren, während dessen die Impulse des Fühlerrotors gezählt werden, wobei
die Impulse der beiden Rotoren dann kombiniert und/oder verglichen werden, wie dies zuvor beschrieben wurde. Es ist
auch möglich, einen Realzeit-Taktgeber bei dem System nach den Fig. 10 und 11 zu verwenden und die von jedem Rotor erzeugten
Impulse während eines gegebenen Zeitintervalls zu definieren, das durch den Taktgeber festgelegt wird. Eine
solche Ausführungsform wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 13 bis 18F beschrieben.
Wie in Fig. 13 angegeben ist, stellt das Rechnersystem 300 eine Ausführungsform der Erfindung dar, bei der ein Programm
in einem Speicher 312 gespeichert ist, der von Konstanten
030050/0943
Gebrauch macht, die in einer programmierbaren Dauerspeichereinheit
314 gespeichert sind; die Ausführung erfolgtrunter Steuerung eines Prozessors 302, wie er von dem Anmelder
unter der Bezeichnung Nr. R65O2-11 in den Handel gebracht wird. Eine Taktschaltung 310, deren Ausgangs impulse in Fig.14
gezeigt sind, legt eine Impulsserie an den Prozessor 302 an, um dessen Systemtakt zu bilden. Die Ein- und Ausgangssignale
gelangen in das System 300 und aus diesem heraus über eine Ein/Ausgabeschaltung 306. Wie in Fig. 16 gezeigt
ist, werden die Geschwindigkeiten des Meßrotors 20 und des Fühlerrotors 22 durch Schlitzdetektoren 102, 146 abgefragt,
um Signale zu gewinnen, die über Verstärker 336 bzw. 334 an eine Eingangs-Kommunikationsschaltung 338 angelegt werden,
die, wie in Fig. 16 gezeigt, ein Teil der Ein/Ausgabe-Schaltung 306 ist. Sowohl der Speicher 312 als auch die programmierbare
Dauerspeichereinheit 314 sind über eine Busleitung 308 (Fig. 13) an den Prozessor 302 angeschlossen. Die Ein/Ausgabe-Schaltung
306 enthält ferner eine Ausgangs-Kommunikationsschaltung 340, die über die Busleitung 304 an den Prozessor
302 angeschlossen ist, um Ausgangssignale für die Erregung
der jeweiligen Anzeigelampen zu liefern, z.B. für die Anzeigelampe 324 "berechnen", die Anzeigelampe 326 "normal"
und die Anzeigelampe 328 "abnorm", ebenso wie für ein elektromagnetisches Zählwerk 322, das die jeweilige Gesamtmenge der
gemessenen Flüssigkeit anzeigt. Wie in Fig. 16 gezeigt, erregt die Ausgangs-Kommunikationsschaltung eine Mehrzahl von
Treibern 344, 346, 348 und 35O, um jeweils die Anzeigelampen 322, 328, 326 und 324 anzusteuern. Zusätzlich liefert die
Ausgangs-Kommunikationsschaltung 340 ein Signal über den Ausgangstreiber 342, um ein die Durchflußrate des Meßgeräts
10 anzeigendes Signal zu liefern. Die in Fig. 16 gezeigten Anzeigeelemente sind auf einer Anzeigetafel 320 angeordnet,
die in Fig. 15 gezeigt ist, so daß das Zählwerk 322 und die Anzeigelampen 324, 326, 328 von der Bedienungsperson
leicht beobachtet werden können.
030050 / 0 943
In den Fig. 17A, 17B und 17C ist ein Blockdiagramm des Rechnersystems 300 im einzelnen dargestellt, wobei gleiche
Elemente mit den gleichen Bezugszahlen bezeichnet sind. Die Schlitzdetektoren 146 und 102 (Fig. 17C) sind an die
Anschlüsse 1 und 2 bzw. 3 und 4 angekoppelt, wodurch die jeweiligen Eingangssignale über Verstärker 336 bzw. 334
an Pegelumsetzer angelegt werden, die im wesentlichen aus Transistoren Q1 und Q2 gebildet sind. Die im Pegel verschobenen
Ausgangssignale werden an den Kollektoren der
Transistor Q1, Q2 abgegriffen und über Leitungen 304b, 304c
zu den Eingängen CA1, CA2 der Ein/Ausgabe-Schaltung 306 geführt
(Fig. 17B) , deren Ausführung dem vom Anmelder in den Handel gebrachten Typ Nr. 6522-11 entspricht. Die Ausgangssignale
werden an den Anschlüssen 1O, 11, 12 und 13 der Ein/Ausgabe-Schaltung 306 abgegriffen und über eine Gruppe
von Leitungen, die gemeinsam als 3O4d bezeichnet sind, an eine Treibergruppe 380 (Fig. 17C) angelegt, um die verschiedenen
Signale zu ergeben, welche den Gesamtdurchfluß und das Vorliegen eines normalen, abnormen und eines Berechnungszustands
anzeigen. Zusätzlich ist eine Digitaldarstellung des analogen Selbstprüfsignals an den Stiften 2 bis 9 der
Ein/Ausgabe-Schaltung 306 vorgesehen, die gemeinsam mit
3O4f bezeichnet sind. Die Stifte 11 bis 13 der Ein/Ausgabe-Schaltung
306 sind in der in Fig. 17C gezeigten Weise ferner über eine Gruppe von Leitungen 3O4e mit Pufferverstärkern
346, 348 und 350 verbunden, um die Anzeigevorrichtungen 324, 326, 328 zu beaufschlagen. Zusätzlich werden Signale
von den Kollektoren der Transistoren Q2 und Q1 abgegriffen und über die Treibergruppe 380 angelegt, um Signale zu liefern,
die den Drehzustand der Haupt- und Fühlerrotoren anzeigen.
Eine Stromversorgung 376 legt eine +5V-Spannung, die von
einer äußeren Gleichstromversorgung abgeleitet wird, an die verschiedenen Elemente des Rechnersystems 300 an. In
0 30 0 50/094 3
Fig. 17A und 17B sind zwei getrennte Speicher gezeigt. Ein erster Speicher 312, der aus zwei Festwertspeichern
(ROMs) 364, 366 gebildet ist, ist über den Adreßbus 308 und Datenbus 308a mit dem Mikroprozessor 302 gekoppelt.
Die höchstwertigen Bits der Adreßbusleitung aus dem Prozessor
302 werden an einen Dekoder 372 angelegt, der während des Systembetriebs unabhängig vom Zustand dieser Bits
entweder den Festwertspeicher 364 oder den Festwertspeicher 366 auswählt, um darin eine bestimmte Stelle auszulesen.
Die Festwertspeicher, im folgenden kurz als ROM bezeichnet, 364 und 366 können die von der Anmelderin unter der Bezeichnung
Nr. R2332 in den Handel gebrachten Elemente sein. In der Anfangsentwicklungsstufe der Systeme können löschbare,
programmierbare Festwertspeicher.(EPROM) anstelle der ROMs 364, 366 verwendet werden, wodurch das Programm zunächst
einprogrammiert und dann neu programmiert werden kann, wenn das System 300 Änderungen erfährt. Ein zweiter Speicher 312'
ist aus Arbeitsspeicherelementen (RAM) 368 und 370 gebildet,
die als Kurzzeitdatenspeicher verwendet werden und an den Prozessor 302 über Adreßbus 308 und Datenbus 308a gekoppelt
sind. Die Arbeitsspeicher, im folgenden kurz als RAM bezeichnet, 368 und 370, bei denen es sich um Bauteile handeln
kann, wie sie von der Intel Corporation unter der Bezeichnung Nr. 2114 in den Handel gebracht werden, werden ebenfalls über
den Adreßdekoder 372 adressiert. In gleicher Weise wie bei den ROMs 364 und 366 zuvor beschrieben, liefert der Dekoder
372 ein Schaltungsauswahl (chip select)-Signal zu den RAMs 368 und 370, wodurch diese Schaltungen auf die Adresse in
der Busleitung 308 ansprechen.
Eine in Fig. 17A gezeigte Strom-Ein-Rücksetzschaltung 374
spricht auf das anfängliche Anlegen der Gleichstrom-Systemversorgung von +5 V an und erzeugt ein Signal, das über Leitung
304a an den Prozessor 302 angelegt wird, um diesen zurückzusetzen, wodurch ein Unterprogramm (im folgenden als
030050/0943
als Routine bezeichnet) "Initiierung und Strom-Ein" ausgeführt
wird. Ein Taktsignal, wie es in Fig. 14 gezeigt ist, wird von der System-Taktschaltung 310 erzeugt, die einen
Oszillator 362 mit einem Kristallelement Z1 aufweist, das bei 4 MHz schwingt. Das Ausgangssignal des Oszillators 362
wird durch einen aus zwei Flip-Flops gebildeten Teiler 360
geteilt, bevor es an den Takteingang des Prozessors 302 angelegt wird, der dieses Taktsignal zu der übrigen Schaltung
weiterleitet. Die Speichereinheit 314 zur Speicherung
der programmierbaren Konstanten ist, wie in Fig. 17B gezeigt, über den Adreßbus 308 und Datenbus 308a mit dem Speicher
312 und dem Prozessor 302 verbunden, wodurch ein dort einprogrammierter Satz von Konstanten in das System 300
eingegeben werden kann. Der Teiler 360 und die Speichereinheit 314 können solche sein, wie sie von der National Semiconductor
Corporation unter den Bezeichnungen 74LS74 bzw. DM8577η in den Handel gebracht werden. Es kann ferner ein
Ausgangssignal einer Analogschaltung, das proportional zu
dem Fehlersignal ist und dieses anzeigt, von der Digitaldarstellung der Ausgangssignale 3O4f abgeleitet werden, die
von der Ein/Ausgabe-Schaltung 306 erzeugt werden und an
deren Anschlüssen 2 <bis 9 erscheinen, in Verbindung mit in Kaskade geschalteten Transistoren Q4 und Q3 und unter Mitwirkung
des Analog/Digital-Umsetzers 306a.
Gleichung (12) kann in Einheiten der Meßrotor- und Fühlerrotor-Impulse
folgendermaßen umgeschrieben werden:
Vc = Pm/Km - Ps/Ks (38)
Darin ist Vc das korrigierte Volumen in Volumeneinheiten, das dieses Meßgerät während einer gegebenen Zeitspanne
durchströmt; Pm bzw. Ps sind die Impulse des Meßrotors bzw. Fühlerrotors, die während dieser Zeitspanne kumuliert werden;
Km bzw. Ks sind der Meßrotor- bzw. Fühlerrotor-Faktor in
030050/0 943
Impulsen pro Volumeneinheit (m bzw. ft ) der Strömung
durch das Meßgerät, wobei diese Faktoren bei der anfänglichen Eichung bestimmt werden. Das System 300 bewirkt das
Ertasten und Zählen der Anzahl von Impulsen Pm bzw. Ps, die von dem Meßrotor bzw. Fühlerrotor erzeugt werden, sowie
die Lösung der Gleichung (38) , um eine Anzeige für das korrigierte Volumen Vc zu liefern.
Die Berechnung des korrigierten Volumens wird am Ende einer kontinuierlich auftretenden 1-Sekundenzextbasis ausgeführt,
wobei diese Zeitbasis durch ein Zählintervall bestimmt wird, welches durch das Taktsignal (1 s) eingestellt wird, das
durch die System-Taktschaltung 310 geliefert wird. Das berechnete, korrigierte Volumen Vc wird nach einem jeden solchen
1-Sekunden-Taktintervall wiederholt an das elektromechanische Zählwerk 322 angelegt, wodurch die Strömungswerte
über eine Zeitspanne aufsummiert werden und die Gesamtmenge der Strömung angeben, die das Meßgerät 10 während der Zeit
durchflossen hat. Das Rechnersystem 300 ist ferner so ausgelegt, d.h. programmiert, daß verschiedene Überprüfungen der
Arbeitsweise des Meßgeräts 10 ausgeführt werden. Wenn z.B. die Geschwindigkeit des Meßrotors 20 deutlich gegenüber dem
Eichwert absinkt und die zuvor erläuterten vorgeschriebenen Grenzen überschreitet, wird ein Fehler- oder Fehlfunktionszustand
festgestellt. Der Fühlerrotor 22 ist vorzugsweise so ausgelegt, daß er wesentlich langsamer rotiert (um etwa
eine Größenordnung) als der Meßrotor 20. Unter diesen Bedingungen wird normalerweise erwartet, daß sich das Lager
des Meßrotors 20 schneller abnutzt als dasjenige des Fühlerrotors 22, mit dem Ergebnis, daß die Geschwindigkeit des
Meßrotors 20 deutlich gegenüber dem Eichwert über die vorgeschriebenen Grenzen hinaus absinken kann. Wenn dies geschieht,
wird der Faktor Pm/Km kleiner als der Faktor Ps/Ks. Um diesen Zustand zu ermitteln, prüft das System 300 periodisch
die Größe von (Pm/Km) im Verhältnis zur Größe von
030050/0943
_ 86 _
(Ps/Ks). Wenn (Pm/Km) kleiner ist als (Ps/Ks), wird das
berichtigte Volumen Vc durch folgende Gleichung angegeben:
Vc = ff (39)
Das berichtigte Volumen Vc, das durch Gleichung (39) angegeben wird/ ist eine Approximierung der Fluidströmung. Wenn
festgestellt wird, daß (Pm/Km) kleiner ist als (Ps/Ks), wird ferner ein Fehlerzustand angezeigt, und die Anzeigelampe
328 "abnorm" wird eingeschaltet, wie zuvor beschrieben.
Die selbsttätige überprüfung erfolgt durch Bestimmen des
Prozentsatzes der Abweichung AG der Fühlerrotorgeschwindigkeit von ihrem Eichwert gemäß de:?folgenden Gleichung (40) ,
die aus Gleichung (36) abgeleitet werden kann:
Die Abweichung der Fühlerrotorgeschwindigkeit gegenüber ihrem anfänglichen Eichwert wird fortwährend berechnet.
Bei der Berechnung zur Selbstüberprüfung ertastet das System 300 eine vorbestimmte Anzahl von Impulsen Pm des Meßrotors,
und wenn diese Anzahl gleich der vorbestimmten Anzahl ist, z.B. gleich 25 000 entsprechend 50 s maximalen Strömungsdurchsatzes, wird die Gleichung (40) gelöst, und der berechnete
Wert von AG wird verglichen mit den Grenzen +AGp,
die durch die programmierbare Einheit 314 eingestellt sind. Wenn die vorgeschriebenen Grenzen überschritten sind, d.h.
!AG! > IAGpI , so arbeitet das Meßgerät außerhalb der· gewählten
Fehlergrenzen, und die Anzeigelampe 328 "abnorm" wird periodisch eingeschaltet. Wenn jedoch der Wert von |AG|
kleiner ist als die vorgewählten Grenzen I AGpI, so arbeitet
030050/0943
das Meßgerät 10 normal/ und die Anzeigelampe 326 "normal" leuchtet auf.
Das Rechnersystem 3Oo ist ferner imstande, eine Anzeige des Strömungsdurchsatzes F in Einheiten der Frequenz (Hz)
gemäß folgender Gleichung zu liefern:
χ
χ max 100 + Gx max
Darin sind:
P die Impulsfrequenz für die Geschwindigkeit des Meßrotors
in Impulsen pro Stunde, wobei dieser Wert gleich 3600 Pm/t in Sekunden ist, wobei t ein Abtastintervall
ist, dessen Dauer z.B. 1 s ist;
Q der Nenn-Strömungsdurchsatz des Meßgeräts in Volumeneinheiten
pro Stunde; und
f die gewünschte maximale Ausgangsfrequenz bei maximaler Strömung.
Das von dem System 300 gespeicherte und ausgeführte Programm berechnet den Strömungsdurchsatz F nach Gleichung (41) auf
der Basis eines ImpulszählIntervalls t, z.B. 1 s, das durch
das Taktsignal bestimmt wird, welches aus der System-Taktschaltung 310 abgeleitet wird. Das Strömungsdurchsatzsignal·
wird am Ausgangsanschluß 16 des Ausgangstreibers 380 abgenommen, wie Fig. 17C zeigt.
Eine weitere Überprüfung erfolgt durch das Rechnersystem 300,
um festzustellen, ob ein minimaler Strömungszustand vorhanden
ist, bei dessen Unterschreitung die Auflösung des Systems
keine genaue Strömungsanzeige gewährleistet; hierzu wird bestimmt,
ob die Frequenz der Abtastimpulse über eine gegebene
030050/0 943
- 38 -
Zeitspanne von z.B. 1 min niedriger als 1 Hz und die Frequenz der Meßrotorimpulse niedriger als 2 Hz ist. Diese Bedingungen
stellen einen Normalzustand dar, und eine Anzeige dieses Zustandes erfolgt durch das System 300 in der anschließend
beschriebenen Weise. Wenn die Impulsfrequenz des Meßrotors niedriger als 2 Hz ist und die Impulsfrequenz des
Fühlerrotors größer als 1 Hz ist und dieser Zustand dauernd während einer Minute anhält, wird angenommen, daß dieser
Zustand einem blockierten Meßrotor entspricht, und dies wird von dem System 300 ebenfalls angezeigt, wie nachstehend
erläutert wird.
Das Rechnersystem 300 berechnet also fortwährend das berichtigte
Volumen Va und den Strömungsdurchsatz F und überprüft ständig die verschiedenen Zustände, wodurch eine Anzeige
über normale oder abnorme Betriebsbedingungen geliefert wird.
Es wird nun auf die Fig. 18A bis 18F Bezug genommen, um
anhand eines Flußdiagramms das Programm zu erläutern, das in dem Rechnersystem 300 gespeichert ist, wie es allgemein
in den Fig. 17A, 17B und 17C dargestellt ist, insbesondere
in einem seiner Speicher 364, 366. Es wird zunächst auf Fig. 18A Bezug genommen, die ein Ausführungsprogramm zur
"Initiierung" bzw. "Stromeinschaltung" des in den Fig. 17A,
17B und 17C gezeigten Rechnersystems 300 zeigt, wobei dieses
Programm immer dann ausgeführt wird, wenn +5 V Gleichspannung zuerst angelegt werden und dies von der Strom-Ein-Rücksetzschaltung
374 festgestellt wird. Das Programm beginnt mit dem Startpunkt 400, und dann wird der Schritt 402
ausgeführt, um die Ein/Ausgabe-Schaltung 306 zu konditionieren,
insbesondere damit ihre Eingangs- und Ausgangsanschlüsse zur Entgegennahme und übertragung von Daten bereit werden
und ferner bereit sind, die geeigneten Anzeigelampen 324, 326 und 328 anzusteuern. Danach werden die RAMs 368 und 370
im Schritt 404 gelöscht. Im Schritt 406 werden Konstanten wie
030050/09A3
die Meßfaktoren Km und Ks und die Maßstabsfaktoren einschließlich
f aus den programmierbaren Speichereinheiten
314 zu den RAMs 368 und 370 geschafft. Im Schritt 408 werden diese Konstanten verwendet, um den Frequenzfaktor zu
berechnen, der als Maßstabsfaktor in den später beschriebenen
Schritten 518 und 434 benötigt wird, um eine Anzeige des Strömungsdurchsatzes am Ausgangstreiber 380 (Fig. 17C)
zu liefern. Danach wird ein nicht dargestellter, jedoch in der Ein/Ausgabe-Schaltung 306 enthaltener Taktgeber T2 auf
einen bestimmten Wert initiiert und zum Weiterlaufen ausgehend von Impulsen, die aus dem System-Taktgeber 310 stammen,
freigegeben, so daß sich wiederholende und einen genauen Abstand voneinander aufweisende Taktsignale erzeugt werden,
die beim Abfragen durch den Prozessor 302 als Ereignisse dienen, durch welche die Selbstprüfungsberechnungen und verschiedenen
Zustandsüberprüfungen des Meßgeräts ausgelöst werden. Die jeweilige Anzahl von Impulsen, die aus der Taktgeberschaltung
310 abgeleitet werden, wird in dem Taktgeber T2 gezählt, um ein Taktintervall zu definieren, das insbesondere
50 ms beträgt; die Enden dieser Intervalle werden fortwährend von dem Prozessor 302 gezählt, und zwar während
20 Perioden und unter Verwendung eines nachstehend beschriebenen Taktgebers T3, zur Erzeugung der 1-s-Zeitbasis, die
für die Selbstkorrekturberechnung erforderlich ist, ebenso wie für die Überprüfung hinsichtlich fehlender Strömung
bzw. blockierten Meßrotors in der beschriebenen Weise. Da die oben genannten Schritte nur auftreten, wenn die
System-Stromversorgung erstmalig angelegt wird, können die Schritte 400 bis 410 als "Initiierungs"- oder 'Stromeinschaltungs"-Routine
betrachtet werden, durch die das in den Fig. 17A, 17B und 17C gezeigte System für die Durchführung
eines Überwachungsvorgangs vorbereitet wird, wodurch das in den Fig. 1 und 2 gezeigte Flügelrad-Meßgerät 10
in dem Sinne selbstkorrigierend wird, daß der angezeigte Ausgabewert korrigiert und selbsttätig überprüft ist und
030050/0943
daß verschiedene Fehlerzustände ermittelt werden, um diese anzuzeigen, indem die betreffenden Anzeigelampen 324, 326
und 328 erregt werden.
Im Schritt 412 wird dann das Ausgangssignal des Taktgebers T2
durch einen 1-s-Programmtaktgeber T3 gezählt, der nicht dargestellt
ist, sich jedoch innerhalb des einen oder anderen RAM 368, 370 befindet, um zu bestimmen, ob 20 Impulse von
50 ms Dauer gezählt wurden, ob also eine Sekunde verstrichen ist. Wenn dies nicht der Fall ist, erfolgt eine weitere
Prüfung des Taktgebers T3, bis dieser anzeigt, daß 1 s abgelaufen ist. Dann erfolgt eine Selbstprüf-Berechnung, wie
später anhand des Schritts 414 erläutert wird, und die Anzeigelampe 324 "berechnen" blinkt. Wenn im Verlaufe der Berechnungen
der Selbstkorrektur- oder Selbstprüf-Routinen
ein blinkendes Kennzeichen "abnorm" gesetzt wird, wird im Schritt 418 die Anzeigelampe 328 "abnorm" intermittierend
angesteuert (ein- und ausgeschaltet). Anderenfalls - was im Schritt 416 entschieden wird - verläuft der Vorgang durch
den Übergangspunkt 5 zum Schritt 420 in Fig. 18B, durch den ein 1-min-Programmtaktgeber T4, der nicht dargestellt, jedoch
ebenfalls in einem RAM 368 oder 370 enthalten ist, geprüft, ob er durch den nachstehend beschriebenen Schritt
446 eingeschaltet wurde. Wenn dies zutrifft, wird die in dem Programm-Taktgeber T4 gespeicherte Zählrate um 1 erhöht
(entsprechend dem Ablauf 1 s). Wenn der Taktgeber T4 nicht eingeschaltet wurde, geht der Vorgang weiter zum Schritt
426, worin bestimmt wird, ob ein Kennzeichen "berechnen" gesetzt wurde, um die Berechnung des korrigierten Volumens
der Selbstprüfberechnungen zu beginnen oder einfach mit dem Impulszählen fortzufahren. Bei der hier beschriebenen Ausführungsform
werden die Selbstkorrekturberechnungen des korrigierten Volumens Vc jede Sekunde durchgeführt, während
die Selbstprüfberechnungen erfolgen, wenn 25 000 Impulse Pm des Meßrotors aufgetreten sind. Wenn das Kennzeichen "berechnen"
nicht gesetzt ist, geht der Vorgang zum Schritt
030050/0943
weiter, worin die Impulse Pm des Rotor-Schlitzsensors und die Impulse Ps des Rotor-Schlitzsensors 146, die während
des gerade abgeschlossenen 1-s-Zeitintervalls, das durch Taktgeber T3 festgelegt wird, gezählt wurden,
von einem ersten Satz Registern Pmi und Psi (Unterbrechungs-Zählregister,
in denen die Impulse anfangs während des gerade abgeschlossenen 2-s-Intervalls während der Unterbrechung
gezählt wurden), die sich innerhalb der RAM-Speicher 368 und 370 befinden, zu einem zweiten Satz von Halteregistern
Pmc und Psc verschoben (Berechnungsregister), die durch spezifische Adressen ebenfalls innerhalb der RAM-Speicher
368 und 370 definiert sind.
Dieser zweite Satz von Registern wird bei allen Berechnungen verwendet, während der erste Satz von Registern nur
zur vorübergehenden Speicherung verwendet wird, wodurch die darin gespeicherten Zählraten während Unterbrechungsabläufen leicht inkrementiert werden können. Danach wird
im Schritt 430 das Kennzeichen "berechnen" gesetzt, und der Vorgang geht zu den Hauptberechnungs - Unterroutinen
über, d.h. zu der Selbstüberprüfungs- und der Selbstkorrektur-Routine, die später erläutert werden. Nach Ausführung
einer dieser beiden Routinen kehrt das Programm zu dem in Fig. 18B gezeigten Vorgang zurück; dabei wird die Halbperiode
für das Durchflußraten-Frequenz-Ausgangssignal, das im Schritt 518 als Takt-Maßstabsfaktor berechnet wird,
der teilweise durch den im Schritt 408 berechneten Frequenzfaktor und die Rotorimpulsfrequenz Pmf bestimmt wird,
an einen programmierbaren Teiler in der Ein/Ausgabe-Schaltung 306 angelegt, um ein maßstäbliches, die Durchflußrate
angebendes Ausgangssignal am Anschluß 16 des Ausgabetreibers
380 zu erzeugen. Im Schritt 436 wird dann geprüft, ob irgendein Kennzeichen gesetzt ist, durch das Erregungszustand
irgendeiner der Anzeigelampen 324, 326 und 328 zu verändern wäre.
030050/0943
Wie in Fig. 18B angegeben ist, erfolgt beim Schritt 432
ein Sprung zu der Hauptberechnungs-Unterroutine, die nun
unter Bezugnahme auf Fig. 18C erläutert wird. Die Hauptberechnungs-Unterroutine
beginnt mit dem Schritt 440 und setzt zunächst im Schritt 44 2 den erstgenannten Satz von
Registern Pmi und Psi der RAM-Speicher 368 und 37O zurück,
als Vorbereitung für den Empfang der nächsten Serie von Impulsen P des Fühlerrotor-Detektors 146 und Impulsen P
des Meßrotor-Detektors 102. Im nächsten Schritt, der als
Entscheidungsschritt 444 bezeichnet ist, werden die zu dem Halteregister des zweiten Satzes von RAM-Speichern
368 und 370 überführten Impulse Pm daraufhin überprüft,
ob die zuvor kumulierte Impulszählrate P des Meßrotors
kleiner als 2 ist, was anzeigt, daß die Rotationsgeschwindigkeit des Meßrotors 20 gegenüber seinem Eichwert stark
abgesunken ist; falls dies zutrifft, wird ein 1-min-Kennzeichen gesetzt, um eine Taktperiode (Taktgeber T^) einzuleiten
und durch Schritt 448 zu bestimmen, ob die abgesunkene Geschwindigkeit des Meßrotors 20 während 1 min
andauert. Da das Intervall zur Impulszählung durch den Taktgeber Τ., auf 1 s eingestellt wurde, und zwar durch Zählen
des Auftretens von 20 Zeitintervallen einer Dauer von jeweils
50 ms, die von der Ein/Ausgabe-Schaltung 306 in Zusammenwirkung
mit dem System-Taktgeber 310 durch den Taktgeber T_ erzeugt werden, sind die sowohl von dem Meßrotorals
auch von dem Fühlerrotor-Sensor 102, 146 während dieses 1-s-Intervalls kumulierten Impulse gleich der Frequenz der
jeweiligen Rotorsignale. Wenn der Zustand reduzierter Geschwindigkeit des Meßrotors 20 nicht während einer ganzen
Minute anhält, geht der Vorgang zum Schritt 460 über, und wenn der Zustand 1 min andauert, geht der Vorgang zum
Schritt 450 über, in dem bestimmt wird, ob die Geschwindigkeit des Fühlerrotors 22, die von der Impulszählrate P
angezeigt wird, die über das 1-s-Intervall zeitlich festgelegt
ist, eine vorbestimmte Frequenz überschreitet, z.B. 1 Hz.
0 300 50/0943
Wenn die Frequenz der Fühlerrotorimpulse diesen Wert von
1 Hz nicht überschreitet - wodurch in Verbindung mit der im Schritt 44 4 festgestellten zu niedrigen Impulsfrequenz
des Meßrotors angezeigt wird, daß die Fluidströmung durch das Meßgerät 10 unter dem Minimum liegt, für das das System
300 eine geeignete Auflösug ergibt - wird durch den Schritt 452 veranlaßt, daß die Anzeigelampe 326 "normal" eingeschaltet
wird, während die Anzeigelampe 328 "abnorm" abgeschaltet bleibt. Wenn aber die Geschwindigkeit des Fühlerrotors 22
einer Frequenz von mehr als 1 Hz entspricht, was anzeigt, daß der Meßrotor 20 blockiert ist, wird über Schritt 454
die Anzeigelampe 326 "normal" abgeschaltet und die Anzeigelampe 328 "abnorm" eingeschaltet, um eine Fehlfunktion
(blockierten Meßrotor) des Flügelrad-Meßgeräts 10 anzuzeigen. Wenn im Schritt 444 festgestellt wird, daß der Meßrotor
20 mit einem Wert oberhalb des vorbestimmten Minimums rotiert, wird das 1-min-Kennzeichen zurückgesetzt, wodurch
der 1-min-Taktgeber T4 neu initiiert wird, um eine neue
Periode zu beginnen, wenn die durch den Entscheidungsschritt 444 festgestellte Impulsfrequenz des Meßrotors
während eines darauffolgenden Zyklus der Programmausführung niedriger als 1 Hz wird.
An dieser Stelle des in Fig. 18C gezeigten Programms ist die Anfangsprüfung zur Feststellung, ob das System betriebsbereit
ist, erfolgt, und der Vorgang geht nun weiter zur Berechnung des korrigierten Volumens V nach Gleichung (38).
Im Schritt 460 wird bestimmt, ob sowohl die kumulierten Impulse Pm des Meßrotors als auch die kumulierten Ps des
Fühlerrotors gleich Null sind, wodurch angezeigt würde, daß sowohl der Meßrotor 20 als auch der Fühlerrotor 22
stillstehen; wenn dies zutrifft, erfolgt am Punkt 3 ein Verlassen des Programms. Wenn dies nicht zutrifft, bestimmt
Schritt 4 62, ob nur die Impulse Pm des Meßrotors gleich Null sind; wenn dies zutrifft, setzt Schritt 464 ein Kennzeichen,
030050/0943
welches anzeigt, daß der Meßrotor 20 stillsteht, wodurch angegeben wird, daß keine Strömung durch das Meßgerät
10 erfolgt; dies kann auf einem blockierten Meßrotor 20 beruhen, oder auch auf einem Fehler des Sensors 102 oder
des Systems von dem Sensor zu dem zugeordneten Detektor. Wenn Pm nicht gleich Null ist, was im Schritt 462 entschieden
wird, wird eine Anzeige gebildet, daß der Meßrotor 20 rotiert. Wenn zu diesem Zeitpunkt der Fühlerrotor
22 stillsteht, treten keine Fühlerrotor-Impulse auf, und die in Fig. 18C gezeigte Routine kann die Berechnungfdes
korrigierten Volumens V unterbinden. Zunächst wird im Schritt 466 der Wert P~/K berechnet, der in einer später
erläuterten Weise verwendet wird. Dann erfolgt im Schritt 468 eine Entscheidung, ob die Anzahl von Impulsen P gleich
Null ist, d.h. ob keine Fühlerrotorimpulse vorhanden sind; wenn dies zutrifft, wird der im Schritt 4 66 berechnete Wert
Pm/K durch den Schritt 470 dem korrigierten Volumen V
zugeordnet, da der Wert des Faktors P„/K_ (38) für den
Zustand, wonach P gleich Null ist, den Wert Null hat. An
diesem Punkt wird die Routine über Punkt 2 verlassen, wodurch bestimmte Berechnungsschritte, die sonst erforderlich
wären, nicht ausgeführt werden. Ausgehend vom Schritt 468 berechnet Schritt 472 den Wert von P/K . Wenn im Schritt
474 entschieden wird, daß vom Meßrotor keine Impulse abgeleitet werden, d.h. Pm = 0, so wird der Wert von Po/K
in s s
durch Schritt 476 dem Wert des korrigierten Volumens V
zugeordnet; in gleicher Weise wird die Routine über Punkt verlassen und geht zu der in Fig. 18D gezeigten Unterroutine
über, wodurch bestimmte Schritte des Vorganges nicht ausgeführt werden und somit die Rechenzeit reduziert wird. Wenn
Fühlrerrotor-Impulse P vorhanden sind, wie im Schritt 468 festgestellt wird, und wenn Meßrotor-Impulse P vorhanden
sind, was durch Schritt 474 entschieden wird, so verzweigt der Schritt 474 zum Austrittspunkt 1 zum übergang in die
in Fig. 18D gezeigte Unterroutine. Im letzteren Falle
030050/0943
ist es dann erforderlich, die gesamte in Fig. 18D gezeigte Unterroutine zu durchlaufen; wenn aber keine Fühlerrotor-Impulse
oder keine Meßrotor-Impulse vorhanden sind, wird die Routine über einen der Austrittspunkte 2 verlassen,
um auf diese Weise eine Anzahl von Berechnungs- oder Verarbeitungsschritten aus Fig. 18D auszulassen. Wie in
Fig. 18C gezeigt ist, wird diese Einsparung von Berechnungszeit teilweise dadurch erreicht, daß die Berechnung der
Werte Pm/K und P /K aufgespalten wird.
Die Austrittspunkte 1, 2 und 3 aus der Routine nach Fig. 18C führen zu verschiedenen Punkten der in Fig. 18D gezeigten
Unterroutine. Wenn in den Schritten 462 und 468 festgestellt wird, daß sowohl Meßrotor- als auch Fühlerrotor-Impulse vorhanden
sind, erfolgt der Übergang vom Punkt 1 zum Schritt 500, in dem bestimmt wird, ob der Faktor Pm/Km kleiner ist
als der Faktor Pc/K : wenn dies nicht zutrifft, wird das
5 S
korrigierte Volumen V im Schritt 504 nach Gleichung (38) berechnet. In einer besonderen abnormen Situation, bei der
der Betrieb des Meßrotors so weit beeinträchtigt ist, daß
der Faktor Ps/K größer ist als der Faktor Pm/K , was im
Schritt 500 festgestellt wird, erfolgt im Schritt 502 eine Approximierung des richtigen Volumens V , wobei der
zuvor berechnete Wert von P /K als angenäherter Wert von V angenommen wird. An dieser Stelle des in Fig. 18D gezeigten
Programms ist ein Wert V entweder im Schritt 504 oder im Schritt 502 berechnet worden, oder aber in Schritt
470 oder Schritt 476, wie in Fig. 18C gezeigt.
Es wird nun verständlich, daß am Ende eines jeden 1-s-Intervalls
das korrigierte Fluidvolumen V berechnet wird, das in diesem Intervall durch das Meßgerät geströmt ist. Wenn der
Wert V für dieses Intervall nicht ausreicht, um das Register 322 hochzuschalten, wird dieser Wert V in den RAMs 368
und 370 als Rest R gespeichert, der zu den Ergebnissen der
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V -Berechnung hinzuaddiert wird, die am Ende des nächsten
1-s-Intervalls durchgeführt wird.
Es ist nun erforderlich zu bestimmen, ob der Wert des gesamten korrigierten Volumens einschließlich des Restes R
aus dem vorhergehenden Intervall ausreicht, um das mechanische Zählwerk bzw. Register 322 (Fig. 15) hochzuschalten.
Wenn dies zutrifft, wird das elektromechanische Zählwerk 322 hochgeschaltet. Zunächst wird im Schritt 506 der Rest R,
bei dem es sich um den übriggebliebenen Bruchteil des Zählwerksfaktors
handelt, der am Ende der Weiterstellungen desselben aufgrund der vorhergehenden korrigierten Volumenberechnungen
vorhanden gewesen sein kann, zu dem neu berechneten Wert des korrigierten Volumen V hinzuaddiert, das für
das gerade abgeschlossene 1-s-Intervall berechnet wurde,
um das Gesamtvolumen R.. zu liefern, das mit dem Zählwerksfaktor zu vergleichen ist. Der Zählwerksfaktor ist das Volumen,
z.B. 10 Volumeneinheiten, das erforderlich ist, um das elektromechanische Zählwerk 322 um einen Schritt weiterzuschalten.
Der nächste Schritt 508 nimmt den ganzzahligen Teil I des neu berechneten Wertes R auf. Dieser ganzzahlige
Wert I wird dann verglichen, ob er gleich dem Zählwerksfaktor
ist oder größer als dieser; wenn dies zutrifft, wird die Anzahl von Weiterschaltungen bzw. Inkrementierungen N des
elektrommechanischen Zählwerks 322 im Schritt 512 bestimmt.
Der neue Rest R, der zur Verwertung bei der unmittelbar anschließenden Berechnung des korrigierten Volumens gespeichert
wird, wird im Schritt 514 als Differenz zwischen R^ und
NxI bestimmt. Wenn das durch den ganzzahligen Wert I dargestellte
Volumen kleiner ist als der Zählwerksfaktor, so
wird das neu berechnete berichtigte Volumen R.. aufbewahrt,
um bei der unmittelbar anschließenden Berechnung des korrigierten Volumens verwendet zu werden, wobei diese Aufbewahrung
in den RAM-Speichern 368 und 370 an einer Stelle erfolgt, die für R bereitgestellt ist. Im Schritt 518 (Fig.18B)
030050/0943
wird dann die neue Halbperioden-Zählrate berechnet, bei
der es sich um einen Maßstabsfaktor handelt, der über
Schritt 434 an die Ein/Ausgabe-Schaltung 306 angelegt wird, um das durch Gleichung (41) gegebene Durchflußraten-Ausgangssignal
auf Frequenzbasis zu ,erzeugen.
Der Vorgang geht dann über den Überführungspunkt 4 zu der Selbstprüf-Unterroutine über, die in Fig. 18E gezeigt ist;
darin bestimmt das System, ob es normal oder abnorm arbeitet, und es liefert eine entsprechende Anzeige durch Erregung
der entsprechenden Anzeigelampen 324, 326 und 328. In den Schritten 520 und 522 werden die Impulszählraten Pm
des Meßsensors und die Impulszählraten Ps des Fühlersensors
kontinuierlich aus dem ersten Satz Halteregistern Psi und Pmi in einen dritten Satz Speicherregister Psr und Pmr überführt
(Pulskumulierregister), die zu dem RAM-Speicher 368 bzw. 370 gehören, und werden mit den vorhergehenden Inhalten
dieser Register kumuliert, bis 25 000 Meßrotor-Impulse gezählt
sind. Dieser dritte Satz von Speicherregistern ist erforderlich, da verschiedene Abtast-Programmzyklen erforderlich
sind, um 25 000 Impulse des Meßrotors zu eimer Zählrate zu kumulieren. Dabei wird bevorzugte, daß eine relativ
lange Zeitspanne zwischen den Selbstprüfberechnungen liegt,
weil dadurch die Genauigkeit der Selbstprüfberechnungen bzw.
der entsprechenden Schritte gesteigert wird. Bei einem Ausführungsbeispiel
sprechen das System 300 und insbesondere der Mikroprozessor 302 auf die Taktsignale an, die aus der
System-Taktschaltung 310 abgeleitet werden, um jede Sekunde eine Selbstkorrekturberechnung auszuführen, und das oben
beschriebene System zählt 25 000 Meßimpulse, die etwa 50 s bei maximaler Strömungsrate benötigen. Danach erfolgt im
Schritt 524 eine Bestimmung, ob die Anzahl der Meßimpulse Pmr größer ist als 25 000; falls dies zutrifft, werden die
verschiedenen Selbstprüfberechnungen ausgelöst, um zu bestimmen,
ob das Meßsystem korrekt arbeitet. Wenn aber keine 25 000 Meßrotorimpulse gezählt wurden, geht der Vorgang zum
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Schritt 526 über, bei dem das Kennzeichen "berechnen" zurückgesetzt
wird und das Impulszählen in den Registern Pm und Ps andauert. Wenn das Auftreten der vorbestimmten Zahl,
z.B. 25 000 Meßimpulse, die Inhalte der Halteregister des dritten Satzes Pmr und Psr, ermittelt wird, wird die Selbstprüfberechnung
eingeleitet, d.h. die Lösung der oben angeführten Gleichung (40) für die Abweichung AG gegenüber den
Eichbedingungen, und zwar im Schritt 528. Danach wird der Abweichungswert /SG verglichen mit der anfangs einprogrammierten
Untergrenze AGp für den tolerierten Abweichungswert,
und wenn er innerhalb der tolerierten Grenzen liegt, wird durch Schritt 532 die Anzeigelampe 526 "normal" erregt,
während die Lampe 328 "abnorm" abgeschaltet wird. Wenn die berechnete Abweichung AG größer ist als der vorbestimmte
Wert AG , erfolgt im Schritt 534 eine weitere Entscheidung, ob der Abweichungswert AG größer oder kleiner ist als die
Grenze (GH - 1), und wenn er kleiner ist, wird durch Schritt
538 die Anzeigelampe 326 "normal" abgeschaltet, während die Lampe 328 "abnorm" blinkt, um anzuzeigen, daß" zwar nicht die
Grenze überschritten wurde, wohl jedoch der Wert AGp überschritten
wurde. Wenn der Betrag der Abweichung AG größer ist als die Grenze, was im Schritt 534 bestimmt wird, wird durch
Schritt 536 die Anzeigelampe 326 "normal" abgeschaltet, während die Lampe 328 "abnorm" dauernd eingeschaltet wird,
um einen schwerer wiegenden Fehlerzustand des Geräts anzuzeigen. Die Anwendung des Zustands "blinken" wird erleichtert
durch das im Schritt 538 gegebene Kennzeichen "blinken", dessen Zustand im Schritt 416 geprüft wird, damit die Anzeigelampe
328 "abnorm" tatsächlich hin- und herkippt. Danach werden im Schritt 540 der dritte Satz Halterregister zum
Kumlieren der Meßrotorimpulse Pmr und der Fühlerrotorimpulse
Psr auf Null zurückgesetzt, bevor das Kennzeichen "berechnen" im Schritt 542 zurückgesetzt wird und zur Eingangsstelle 412.
des gesamten Ausführungsprogramms zurückgekehrt wird.
03005O/09A3
Es wird nun auf Fig. 18F Bezug genommen. Dort ist eine
Unterroutine beschrieben, die es dem System ermöglicht, irgendeinen von drei möglichen Unterbrechungsvorgängen
(interrupts) aufzugreifen und zu verarbeiten. Beim Auftreten eines Unterbrechungsbefehls (interrupt) spring das
Programm von irgendeiner Befehlsstelle des Gesamtprogramms nach den Fig. 18A bis 18E zum Anfangspunkt 650 der Unterbrechungs-Verarbeitungs-Unterroutine.
Im Schritt 652 erfolgt eine erste Bestimmung, ob ein Eingangs impuls durch den Meßrotor-Codierer an den Eingang CA2 der Ein/Ausgabe-Vorrichtung
306 angelegt wurde. Wenn ein Meßimpuls erzeugt wurde, wird das Register in den RAM-Speichern 3 68 oder 370,
das für die Meßrotor-Impulse bereitgestellt ist und zuvor mit Pmi bezeichnet wurde, im Schritt 654 um einen Wert erhöht,
und ein diesen Vorgang bestätigendes Signal wird der Ein/Ausgabe-Schaltung 306 zugeführt, um die dem Eingang CA2
zugeordnete Interrupt-Leitung zurückzusetzen, so daß jegliche darauffolgenden Meßrotor-Impulse von dem System bestätigt
und verarbeitet werden. In gleicher Weise erfolgt im Schritt 658 eine Bestimmung, ob an den Eingang CA1 der
Ein/Ausgabe-Vorrichtung 306 ein Eingangssignal angelegt ist; wenn dies zutrifft, wird das Fühlerrotor-Impulsregister Psi
des ersten in den RAMs 368 und 370 enthaltenen Satzes um 1 inkrementiert, und in gleicher Weise wird ein Bestätigungs-Rücksetzsignal
gesendet, um die dem Eingang CA1 zugeordnete Interrupt-Leitung zurückzusetzen. Danach erfolgt im Schritt
664 eine Bestimmung, ob der Taktgeber T3 seimen 50-ms-Taktzyklus abgeschlossen hat; wenn dies zutrifft, wird der
1-s-Programm-Taktgeber T2, der vom Taktgeber 412 geprüft
wird, im Schritt 666 um einen Wert inkrementiert, bevor ein Rücksetzsignal an die dem Taktgeber T3 zugeordnete Interrupt-Leitung
angelegt wird, damit ermöglicht wird, daß der Abschluß des nächsten 50-ms-Taktzyklus auftreten und von
dem System festgestellt werden kann. Am Ende dieser Unterbrechungs-Verarbeitungs-Routine
kehrt das Programm zu der
030050/0943
nächsten Anweisung zurück, die auf diejenige Anweisung folgt, welche dem Auftreten der Unterbrechung unmittelbar
vorausgeht.
Vorstehend sind ein Meßgerät und ein dafür geeignetes Elektroniksystem beschrieben, die eine Anzeige der Fluidströmung
durch das Meßgerät liefern, die kontinuierlich auf die Eichwerte korrigiert werden, obwohl die Geschwindigkeit
des Meßrotors von dem Eichwert abgewichen ist, wobei ferner eine Anzeige erfolgt, wenn entweder die Geschwindigkeit
des Meßrotors oder die des Fühlerrotors oder beide über voreingestellte Grenzen hinaus von den Eichwerten
abgewichen sind. Es ist noch zu betonen, daß die vorstehend beschriebene Erfindung sowohl bei dem Messen
von gasförmigen Strömungen als auch zum Messen von Flüssigkeitsströmungen Anwendung finden kann.
030050/Ό943
Claims (35)
- PATENTANSPRÜCHEFlügelrad- bzw. Turbinen-Meßgerät mit einem Gehäuse, einem Meßrotor, der voneinander beabstandete Flügel aufweist und in dem Gehäuse ansprechend auf eine Fluidströmung durch: das Meßgerät drehbar gelagert ist, und mit einer von dem Meßrotor angesteuerten Ausgabeeinrichtung zur Erzeugung einer Ausgangsgröße, welche die Fluidströmung durch den Meßrotor hindurch anzeigt, gekennzeichnet durch einen Fühlerrotor stromabwärts von dem Meßrotor zum Erfühlen des Austrittswinkels des aus den Flügeln des Meßrotors austretenden Fluids, wobei der Fühlerrotor geeignet ist zur kontinuierlichen Drehung mit einer Geschwindigkeit, die wesentlich niedriger ist als die des Meßrotors, und durch eine von dem Fühlerrotor angesteuerte Einrichtung zum Ändern der Ausgangsgröße des Meßrotors in Übereinstimmung mit Änderungen des Austrittswinkels.30050/0943OBlGiNAL INSPECTED—■ ο —
- 2. Meßgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühlerrotor zur Drehung mit demselben Drehsinn wie der Meßrotor ausgebildet ist.
- 3. Meßgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit des Fühlerrotors um eine Größenordnung niedriger ist als die des Meßrotors.
- 4. Flügelrad- bzw. Turbinen-Meßgerät mit einem Gehäuse, einem Meßrotor, der im Abstand voneinander angeordnete Flügel aufweist und in dem Gehäuse ansprechend auf eine Fluidströmung durch das Meßgerät hindurch drehbar ist, und mit einer von dem Meßrotor angesteuerten Einrichtung zum Liefern eines ersten Signals, das die Geschwindigkeit des Meßrotors darstellt, gekennzeichnet durch einen Fühlerrotor stromabwärts von dem Meßrotor zum Erfühlen des Aus-. trittswinkels des aus dem Meßrotor austretenden Fluids, wobei der Fühlerrotor zum kontinuierlichen Rotieren mit einer wesentlich niedrigeren Geschwindigkeit als die Geschwindigkeit des Meßrotors ausgebildet ist, und durch eine von dem Fühlerrotor angesteuerte Einrichtung zum Liefern eines zweiten, den Auutrittswinkel darstellenden Signals sowie durch eine Einrichtung zum Kombinieren der Werte dieser Signale zur Erzeugung eines Ausgangssignals, das die Funktion des Meßgerätes anzeigt.
- 5. Meßgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kombiniereinrichtung eine Subtrahiereinrichtung zum Subtrahieren des Wertes des den Austrittswinkel darstellenden Signals von dem Wert des die Geschwindigkeit des Meßrotors darstellenden Signals enthält, zum Erzeugen eines Ausgangssignals, das die Fluidströmung durch das Meßgerät anzeigt.030050/0 943
- 6. Meßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5/ gekennzeichnet durch eine von dem Fühlerrotor betätigte Einrichtung zum Liefern eines zweiten Ausgangssignals/ dessen Wert die Rotationsgeschwindigkeit des Fühlerrotors darstellt, und durch eine Einrichtung zum Vergleichen der Werte des die Geschwindigkeit des Meßrotors darstellenden Signals mit diesem zweiten Ausgangssignal.
- 7. Meßgerät nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Vergleichen des durch diesen Vergleich gelieferten Wertes mit einem vorgewählten Bereich von Werten und durch eine Einrichtung zum Erzeugen eines Ausgangssignals / wenn der durch den genannten Vergleich erzeugte Wert nicht innerhalb des vorgewählten Wertbereiches liegt.
- 8. Meßgerät nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Einstellen der Grenzen des vorgewählten Wertbereichs.
- 9. Meßgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühlerrotor geeignet ist zum Rotieren mit einer Geschwindigkeit, die sich in Abhängigkeit von dem Wert des Austrittswinkels des den Meßrotor verlassenden Fluids ändert, und daß eine Einrichtung vorgesehen is-h zum Kombinieren des die Drehgeschwindigkeit des*Meßrotors darstellenden ersten Signals mit dem die Geschwindigkeit des Fühlerrotors darstellenden zweiten Signal zur Erzeugung eines dritten Ausgangssignals, dessen Wert die kombinierten Werte des ersten und des zweiten Ausgangssignals darstellt.
- 10. Flügelrad- bzw. Turbinen-Meßgerät mit einem Gehäuse und einem Meßrotor, der voneinander beabstandete Flügel aufweist und in dem Gehäuse ansprechend auf eine Fluidströmung durch das Meßgerät hindurch drehbar gelagert ist, gekennzeichnet durch eine von dem Meßrotor angesteuerte030050/0 943Einrichtung zur Erzeugung eines ersten Ausgangssignals, das eine Registrierabweichung gegenüber einer 100%-Registrierung um einen vorgewählten Wert darstellt, eine stromabwärts von dem Meßrotor angeordnete Fühlereinrichtung zum Erfühlen des Austrittswinkels des aus dem Meßrotor austretenden Fluids, eine von dieser Fühlereinrichtung angesteuerte Einrichtung zum Erzeugen eines zweiten Ausgangssignals, welches das Ausmaß darstellt, in dem das erste Ausgangssignal eine von 100% abweichende Registrierung darstellt, eine Einrichtung zum Subtrahieren des Wertes des zweiten Ausgangssignals von dem Wert des ersten Ausgangssignals und eine Einrichtung zum Erzeugen eines dritten Ausgangssignals, das die Differenz zwischen den Werten des ersten und des zweiten Ausgangssignals darstellt.
- 11. Meßgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Ausgangssignal eine Registrierung darstellt, die größer ist als 100%.
- 12. Meßgerät nach Anspruch 10 oder 11, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Vergleichen der Werte des ersten und des zweiten Ausgangssignals.
- 13. Meßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, gekennzeichnet durch eine erste Impulserzeugereinrichtung, die von dem Meßrotor angesteuert wird zur Erzeugung einer gegebenen Anzahl von Impulsen pro Umdrehung des Meßrotors, eine zweite Impulserzeugereinrichtung, die von dem Fühlerrotor angesteuert ist und eine gegebene Anzahl von Impulsen pro Umdrehung des Fühlerrotors erzeugt, eine erste Zähleinrichtung, die auf eine vorgewählte Anzahl von Impulsen aus der zweiten Impulserzeugereinrichtung anspricht, eine zweite Zähleinrichtung zum Zählen der Anzahl0 300 50/0943von Impulsen aus der ersten Impulserzeugereinrichtung während der Zeitspanne, die erforderlich ist, damit die erste Zähleinrichtung die vorgewählte Anzahl von Impulsen der ersten Impulserzeugereinrichtung zählt, eine Einrichtung zum Erzeugen eines Ausgangssignals, das die Anzahl der von der zweiten Zähleinrichtung während dieser Zeitspanne gezählten Impulse darstellt, und durch eine Einrichtung zum Erzeugen eines Ausgangssignals, das die vorgewählte Anzahl von Impulsen darstellt, die von der ersten Zähleinrichtung gezählt sind.
- 14. Meßgerät nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Subtrahieren des Wertes des letztgenannten Ausgangssignals von dem Wert des erstgenannten Ausgangssignals .
- 15. Meßgerät nach Anspruch 13 oder 14, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Vergleichen der Werte der Ausgangssignale.
- 16. Meßgerät nach einem der Ansprüche 13 bis 15, gekennzeichnet durch eine erste zeitgesteuerte Zähleinrichtung zum Zählen der Anzahl von Impulsen aus der ersten Impulserzeugereinrichtung während eines gegebenen Zeitintervalls, eine zweite zeitgesteuerte Einrichtung zum Zählen der Anzahl von Impulsen aus der zweiten Impulserzeugereinrichtung während des Zeitintervalls, eine Einrichtung zum Erzeugen eines Ausgangssignals, das die Anzahl von Impulsen darstellt, die von der ersten zeitgesteuerten Zähleinrichtung während dieses Zeitintervalls gezählt wurden, und eine Einrichtung zum Erzeugen eines Ausgangssignals, das die Anzahl von Impulsen darstellt, die von der zweiten zeitgesteuerten Zähleinrichtung während dieser Zeitspanne gezählt sind.030050/0943
- 17. Meßgerät nach Anspruch 16, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Subtrahieren des Wertes des letztgenannten Ausgangssignals von dem Wert des erstgenannten Ausgangssignals.
- 18. Meßgerät nach Anspruch 16, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Durchführung eines Vergleichs der Werte der Ausgangssignale.
- 19. Selbstkorrigierendes Meßsystem zum Liefern einer genauen Darstellung der Fluidströmung durch ein Meßgerät, das zur Kompensierung von Abnutzungserscheinungen korrigiert ist, gekennzeichnet durch:a) einen ansprechend auf die Fluidströmung durch das Meßgerät drehbar gelagerten Meßrotor;b) einen stromabwärts von dem Meßrotor angeordneten Fühlerrotor, der drehbar gelagert und so ausgebildet ist, daß seine Geschwindigkeit von dem Wert des Austrittswinkels des Fluids aus dem Meßrotor abhängt;c) eine erste, auf die Drehung des Meßrotors ansprechende Einrichtung zum Erzeugen eines ersten Signals, das die Rotationsgeschwindigkeit des Meßrotors angibt;d) eine zweite, auf die Drehung des Fühlerrotors ansprechende Einrichtung zum Liefern eines zweiten Signals, das die Rotationsgeschwindigkeit des Fühlerrotors angibt; unde) eine Verarbeitungsexnrichtung mit auf die ersten und die zweiten Signale ansprechenden Mitteln zum Erzeugen einer ersten Abweichungsanzeige bezüglich des Volumens des durch das Meßgerät strömenden Fluids bzw. einer zweiten Abweichungsanzeige bezüglich des Volumens der durch das Meßgerät erfolgenden Fluidströmung, sowie mit Mitteln zum Gewinnen der Differenz zwischen der ersten und der zweiten Anzeige zur Erzeugung einer genauen Anzeigegröße des Volumens des durch das Meßgerät strömenden Fluids.030050/0 943
- 20. Meßsystem nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Verarbeitungseinrichtung einen digitalen Rechner-Prozessor und eine Speichereinrichtung enthält.
- 21. Meßsystem nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Einrichtung an den Meßrotor angekoppelt ist zur Erzeugung einer ersten Reihe von Impulsen, deren Frequenz von der Geschwindigkeit des Meßrotors abhängt, und daß die zweite Einrichtung an den Fühlerrotor angekoppelt ist zum Erzeugen einer zweiten Serie von Impulsen, deren Frequenz von der Geschwindigkeit des Fühlerrotors abhängt.
- 22. Meßsystem nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Verarbeitungseinrichtung Mittel zum Zählen sowohl der ersten als auch der zweiten Reihe von Impulsen während eines gegebenen Zeitintervalls enthält, um einen ersten bzw. einen zweiten Anzeigewert des Volumens der Fluidströmung während des gegebenen Zeitintervalls zu liefern.
- 23. Meßsystem nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Speichereinrichtung einen Meßfaktor speichert, der von der Anzahl von Impulsen abhängt, die von dem Meßrotor im Eichzustand für jede durch das Meßgerät hindurchgeflossene Volumeneinheit erzeugt wird, und ferner einen Fühlerrotorfaktor speichert, der von der Anzahl von Impulsen abhängt, die von dem Fühlerrotor im Eichzustand für jede Volumeneinheit, die durch das Meßgerät geströmt ist, erzeugt wird.
- 24. Meßsystem nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung erste Mittel zum Verarbeiten der ersten Anzeigegröße mit dem Meßrotor-Faktor zum Liefern einer Abweichungs-Darstellunsgröße für das Volumen der Fluidströmung durch das Meßgerät während des gegebenen030050/0943Zeitintervalls und zum Verarbeiten der zweiten Anzeigegröße mit dem Fühlerrotor-Faktor zum Liefern einer zweiten Abweichungs-Darstellungsgröße für das Volumen der Fluidströmung durch das Meßgerät während des gegebenen Zeitintervalls enthält.
- 25. Meßsystem nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßrotor-Faktor derart gewählt ist, daß er eine Darstellung einer Fluidströmung bildet, die größer ist als die tatsächliche Strömung durch das Meßgerät bei der anfänglichen Eichung, und daß der Fühlerrotor-Faktor derart gewählt ist, daß er eine Darstellung einer Strömung bildet, die gleich der Überschuß-Darstellung für die Fluidströmung ist, die von dem Meßrotor geliefert wird, derart, daß die tatsächliche Strömung bei der Eichung gleich der Differenz zwischen den Werten der Darstellungen ist, die von dem Meßrotor und von dem Fühlerrotor geliefert werden.
- 26. Selbstüberprüfendes Meßsystem zum Liefern einer Anzeige über die Veränderung der Rotorfunktion gegenüber einem anfänglichen Eichwert, gekennzeichnet durch:a) einen Meßrotor, der ansprechend auf eine Fluidströmung durch das Meßgerät hindurch drehbar gelagert ist;b) einen Fühlerrotor, der stromabwärts von dem .Meßrotor gelagert ist und sich mit einer Geschwindigkeit drehen kann, die von dem Wert des Austrittswinkels des den Meßrotor verlassenden Fluids abhängt;c) eine erste, auf die Drehung des Meßrotors ansprechende Einrichtung zum Liefern eines ersten Signals, das die Rotationsgeschwindigkeit des Meßrotors anzeigt;d) eine zweite, auf die Drehung des Fühlerrotors ansprechende Einrichtung zum Liefern eines zweiten Signals, das die Rotationsgeschwindigkeit des Fühlerrotors anzeigt; unde) eine Verarbeitungseinrichtung mit ersten Mitteln, die auf die ersten und zweiten Signale ansprechen, um ein030050/0943erstes Verhältnissignal zu gewinnen, welches das Verhältnis der jeweils vorhandenen Rotationsgeschwindigkeit des Meßrotors zu der jeweils vorhandenen Rotationsgeschwindigkeit des Fühlerrotors anzeigt, mit zweiten Mitteln zur Gewinnung eines zweiten Verhältnissignals, welches das Verhältnis der Rotationsgeschwindigkeit des Meßrotors bei der Eichung zu der Rotationsgeschwindigkeit des Fühlerrotors bei der Eichung anzeigt, und mit Mitteln zur Gewinnung der Differenz zwischen dem ersten und dem zweiten Verhältnissignal, um eine Anzeige für die Änderung der Rotorfunktion zwischen dem Eichzustand und dem gerade vorliegenden Betriebszustand zu gewinnen.
- 27. Meßsystem nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Einrichtung das erste Signal in Form einer Reihe von Impulsen erzeugt, deren Frequenz von der Rotationsgeschwindigkeit des Meßrotors abhängt, und daß die zweite Einrichtung das zweite Signal in Form einer Reihe von Impulsen erzeugt, die von der Rotationsgeschwindigkeit des Fühlerrotors abhängt.
- 28. Meßsystem nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Verarbeitungseinrichtung eine Zähleinrichtung zum Zählen der ersten und der zweiten Reihe von Impulsen während eines gegebenen Zeitintervalls enthält, um eine erste Zählraten-Darstellung und eine zweite Zählraten-Darstellung zu liefern, und ferner Mittel zum Verarbeiten der ersten und der zweiten Zählraten-Darstellung mit einem Meßrotor-Faktor bzw. mit einem Fühlerrotor-Faktor enthält, um eine erste bzw. eine zweite Volumen-Darstellung zu erzeugen, und daß eine erste Einrichtung zur Gewinnung eines ersten Verhältnisses zwischen der ersten und der zweiten Darstellung für das jeweilige laufende Volumen und eine zweite Einrichtung zur Gewinnung eines030050/0943zweiten Verhältnisses zwischen der ersten und der zweiten Darstellung des Volumens im Eichzustand vorgesehen sind.
- 29. Meßsystem nach einem der Ansprüche 26 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Verarbeitungseinrichtung ferner Speichermittel zum Speichern von Grenzwerten der Differenz zwischen dem ersten und dem zweiten Verhältnis und Mittel zum Vergleichen der Änderung der Rotorfunktion gegenüber den gespeicherten Grenzwerten sowie eine Einrichtung enthält, die eine Anzeige liefert, wenn dieser Wert nicht innerhalb der gespeicherten Grenzwerte liegt.
- 30. Selbstkorrigierendes und prüfendes Meßsystem, gekennzeichnet durch:a) einen ansprechend auf eine Fluidströmung durch ein Meßgerät drehbar gelagerten Meßrotor;b) einen stromabwärts von dem Meßrotor angeordneten Fühler, der drehbar gelagert und derart ausgebildet ist, daß seine Drehgeschwindigkeit von dem Wert des Austrittswinkels des aus dem Meßrotor austretenden Fluids abhängt;c) eine erste, auf die Drehung des Meßrotors ansprechende Einrichtung zum Liefern einer ersten Reihe von Impulsen, deren Frequenz die Rotationsgeschwindigkeit des Meßrotors anzeigt;d) eine zweite, auf die Drehung des Fühlerrotors ansprechende Einrichtung zum Liefern einer zweiten Reihe von Impulsen, deren Frequenz die Rotationsgeschwindigkeit des Fühlerrotors anzeigt; unde) eine Verarbeitungseinrichtung, enthaltend einen Taktgeber zur Erzeugung einer Reihe von Taktsignalen, wobei das Intervall dazwischen ein Zählintervall definiert; Mittel zum Zählen der ersten und der zweiten Reihe von Impulsen während der Intervalle zum Liefern030050/0 943ORIGINAL INSPECTEDeiner ersten bzw. einer zweiten Volumendarsteilung; Speichermittel zum Speichern eines Meßrotor-Faktors, der bei der Eichung bestimmt wird, und eines Fühlerrotor-Faktors, der bei der Eichung bestimmt wird; Berechnungsmittel zum periodischen Verarbeiten der ersten Volumendarstellung und des Meßrotor-Faktors zum Liefern einer ersten geeichten Abweichungs-Darstellung für das Volumen der durch das Meßgerät erfolgenden Fluidströmung und zum Verarbeiten der zweiten Volumendarstellung und des Fühlerrotor-Faktors zum Erzeugen einer zweiten geeichten Abweichungs-Darstellung für das Volumen der durch das Meßgerät erfolgenden Fluidströmung; eine erste Einrichtung zur Gewinnung der Differenz zwischen der ersten und der zweiten Abweichungsdarstellung zum Liefern einer Anzeige für das tatsächliche Volumen der Fluidströmung durch das Meßgerät; eine auf die erste und auf die zweite Reihe von .Impulsen ansprechende Einrichtung zur Gewinnung eines Verhältnissignals, welches das Verhältnis der vorliegenden Rotationsgeschwindigkeit des Meßrotors zu der vorliegenden Rotationsgeschwindigkeit des Fühlerrotors anzeigt; eine auf die erste und auf die zweite Reihe von Impulsen ansprechende Einrichtung zur Gewinnung eines zweiten Verhältnissignals, welches das Verhältnis der Rotationsgeschwindigkeit des Meßrotos bei der Eichung zu der Rotationsgeschwindigkeit des Fühlerrotors bei der Eichung anzeigt; und eine zweite Einrichtung zur Gewinnung der Differenz zwischen dem ersten und dem zweiten Verhältnissignal zum Erzeugen einer Anzeige für die Änderung.der Rotorfunktion zwischen der Eichung und dem gerade vorliegenden Betriebszustand.
- 31. Meßsystem nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Differenzbildungseinrichtung ansprechend auf jede der Reihen von Takt-Zeitsteuersignalen zur Berechnung der Volumendifferenz wirksam ist.030050/0943
- 32. Meßsystem nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Verarbeitungseinrichtung ferner Mittel enthält, die auf eine vorbestimmte Anzahl von Impulsen aus der zweiten Reihe ansprechen, um die Tätigkeit der zweiten Differenzbildungseinrichtung einzuleiten, zur Gewinnung einer Anzeige für die Änderung der Funktion eines der beiden oder beider.
- 33. Meßsystem nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß die Speichereinrichtung Grenzwerte für die Differenz zwischen dem ersten und dem zweiten Verhältnissignal speichert und daß Mittel zum Vergleichen der Differenz der Verhältnisse mit den gespeicherten Grenzwerten vorgesehen sind, die, falls sie nicht zwischen den gespeicherten Grenzwerten liegt, eine Anzeige dafür liefert.
- 34. Meßgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Flügel des Meßrotors so orientiert sind, daß sie einen Winkel in bezug auf dessen Rotationsachse bilden, daß die Flügel des Fühlerrotors so orientiert sind, daß sie einen Winkel in bezug auf Rotationsachse des Fühlerrotors bilden, und daß der letztgenannte Winkel wesentlich kleiner ist als der erstgenannte Winkel.
- 35. Meßgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung zum Minimieren der Tangentialkomponente in der Richtung der Fluidströmung in den Meßrotor hinein vorgesehen ist und daß der Meßrotor so ausgebildet ist, daß er sich im geeichten Zustand in derselben Richtung dreht wie der Fühlerrotor.030050/0943ORIGINAL IMSPECTPn
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