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Hochregalbediengerät
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Die Erfindung betrifft ein Hochregalbediengerät mit einem Fahrgestell,
das in Fahrtlängsrichtung hintereinander einen vertikalen Hochmast und einen vertikalen
Hubmast aufweist, die an ihren Oberenden durch einen längsträger verbunden sind,
mit einem einen quer zur Fahrtlängsrichtung nach mindestens einer längsseite des
Fahrgestells aus- und einschiebbaren Querschlitten aufweisenden Hubschlitten, der
zwischen dem Hochmast und dem Hubmast auf- und abfahrbar und an beiden Masten mittels
Rollen, die an Seitenwandungen des Hubschlittens angeordnet sind, geführt ist, und
mit einer Steuerkabine, die am Hochmast auf- und abfahrbar ist.
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Bei einem bekannten Hochregalbediengerät dieser Art weisen der Hochmast
und der Hubmast in Fahrtlängsrichtung einander zugewandte Führungskanäle auf, in
denen der Hubschlitten mittels Rollen geführt ist. Ein Nachteil dieses Hochregalbediengerätes
besteht darin, daß aufgrund einer zu großen Labilität die praktische Einsatzfähigkeit
verhältnismäßig stark eingeschränkt ist, so daß das Gerät für verschiedene Anwendungsfälle
insbesondere bei großen Regalhöhen und verhältnismägig schwerer last nicht bzw.
nur bedingt geeignet ist. Um der Labilität entgegenzuwirken, ist am Hochmast und
am Hubmast etwa in deren halber Höhe ein zusätzlicher Rechteckrahmen angeordnet,
über
den eine zusätzliche Abstützung der beiden Masten gegeneinander
erreicht werden soll. Der Rechteckrahmen ist so groß bemessen, daß er quer zur Fahrtlängsrichtung
nach links und rechts weit übersteht, damit der Hubschlitten durch den Rechteckrahmen
hindurch auf- und abgefahren werden kann. Beim Verfahren des Hochregalbediengeräts
im Gang zwischen zwei Regalen besteht die Gefahr, daß im Falle eines nur geringfügigen
Überstandes des Lagergutes in einem Regalfach in der Höhe des Rechteckrahmens letzterer
an das lagergut anstößt und dieses herausreißt, so daß eine erhebliche Beschädigung
der Ware auftreten kann. Auch wird durch den zusätzlichen Rechteckrahmen die Manövrierfähigkeit
des Hochregalbediengeräts insbesondere bei der Kurvenfahrt während des Ein- und
Ausfahrens in den Gängen zwischen den Regalen behindert. Ein weiterer Nachteil besteht
darin, daß das Einlegen des Lagergutes in die Regale bzw. das Herausholen des Lagergutes
bei sämtlichen Regalfächern in Höhe des Rechteckrahmens durch diesen behindert wird,
so daß die Bedienungsperson in diesem Höhenbereich das Verfahren des Hubschlittens
und des Querschlittens besonders aufmerksam und vorsichtig durchführen muß, weshalb
das Ein-und Auslagern des Lagergutes aufwendig ist. Dabei ist nicht auszuschließen,
daß bei einer falschen Ausschubsteuerung des Querschlittens im Bereich des Rechteckrahmens
zum Teil erhebliche Beschädigungen am Hochregalbediengerät auftreten. Zudem ist
es nachteilig, daß der Rechteckrahmen zusätzlich angefertigt und an den Masten montiert
werden muß, so daß ein Herstellungsmehraufwand erforderlich ist.
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Demgemäß besteht die Aufgabe der Erfindung darin, ein Hochregalbediengerät
der eingangs beschriebenen Art so zu verbessern, daß unter Einsparung zusätzlicher
Versteifungsteile zwischen dem Hochmast und dem Hubmast eine über den Hubschlitten
unmittelbar integrierte Festigkeitsversteifung auch bei verhältnismäßig großen Regalhöhen
gerade im jeweiligen Hubhöhenbereich des Hubschlittens
an den
Masten erzielt wird.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Hubschlitten
an dem Hochmast und dem Hubmast zugewandten Außenseiten der Seitenwandungen je mindestens
zwei in Richtung des Schiebeweges des Querschlittens auf Abstand nebeneinander angeordnete
Fuhrungsrollen aufweist, deren Lagerachsen quer zum Schiebeweg verlaufen, daß der
Hochmast und der Hubmast je einen Führungssteg aufweisen, die einander zugewandt
im mittleren Bereich des Schiebeweges sich quer zu diesem erstreckend zwischen den
Führungsrollen angeordnet sind, daß an den Außenseiten der Seitenwandungen jeweils
eine Spurplatte mit je mindestens zwei in Querrichtung des Schiebeweges auf Abstand
nebeneinander angeordneten Spurrollen gelagert sind, deren Achsen parallel zum Schiebeweg
des Querschlittens verlaufen, und daß der Hochmast und der Hubmast je einen Spursteg
aufweisen, die sich zueinander und zum Schiebeweg parallel erstrecken und zwischen
den Spurrollen angeordnet sind.
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Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind
durch die Merkmale der Unteransprüche gegeben.
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Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung des Hochregalbediengerätes
wird der Vorteil erreicht, daß der Hubschlitten sowohl am Hochmast als auch am Hubmast
zum einen in Fahrtlängsrichtung und zum anderen in Querrichtung dazu jeweils beidseitig
genau und spielfrei geführt ist, so daß keinerlei lastschwankungen auftreten können.
Dabei ist durch die an beiden Masten doppelseitige und in zwei sich kreuzenden Kraft
ebenen wirkende Führungs- und Spurrollenabstützung eine ausgesprochen hohe Steifigkeit
und Festigkeitsverbindung gegeben, indem sowohl in Fahrtlängsrichtung als auch in
Querrichtung dazu auftretende Krafteinwirkungen von der einen Seitenwandung des
Hubschlittens über dessen Grundrahmen auf die andere Seitenwandung übertragen
und
in beide Masten eingeleitet werden, die mit dem Hubschlitten in dessen jeweiliger
Höhenlage praktisch eine kraftschlüssige Baueinheit bilden. Durch die erfindungsgemäße
Ausführung wird zudem eine hohe Verwindungssteifigkeit und somit Sicherheit gegen
aus verschiedenen Richtungen insbesondere mit wechselnder Intensität angreifenden
Kraftbeanspruchungen erreicht. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die erfindungsgemäße
Versteifungsführung sehr kostengünstig und rationell hergestellt werden kann, so
daß zusätzliche Versteifungsstützen nicht erforderlich sind und eine Kosteneinsparung
erzielt wird. Auch ist es vorteilhaft, daß der Hubschlitten behinderungsfrei auf-
und abgefahren werden kann und daß der Querschlitten in jeder beliebigen Höhenposition
ausfahrbar ist, ohne daß irgendwelche Versteifungsstützen die Bewegungsfreiheit
behindern, wodurch ein problemloses und schnelles Ein- und Ausladen des Lagergutes
in jeder beliebigen Zwischenhöhe von der Bedienungsperson ohne übermäßig starke
Aufmerksamkeit durchgeführt werden kann. Da im mittleren Höhenbereich des Hochmastes
und des Hubmastes keinerlei störend überstehende Versteifungsteile angeordnet sind,
sondern der gesamte Höhenbereich völlig frei ist, ist zudem der Vorteil gegeben,
daß anhand der Rangierarbeiten mit dem Hochregalbedien--gerät keinerlei Behinderungen
auftreten und somit auch im Falle eines unbeabsichtigten Überstandes des Lagergutes
im Regalfach kein Anstoßen und Beschädigen durch die Mastkonstruktion auftreten
kann. Durch die mit der Erfindung erzielten hohen Steifigkeitseigenschaften des
Hubsystems ist es außerdem möglich, das Hochregalbediengerät ausgesprochen schmal
auszubilden, so daß die Gänge zwischen den Regalen ebenfalls sehr schmal ausgeführt
werden können, wodurch zusätzlicher Lagerraum für das Lagergut erzielt wird. Dabei
ist trotz einer schmalen Ausführung des Hochregalbediengeräts die Möglichkeit gegeben,
die Last mit dem Querschlitten verhältnismäßig weit zur Seite überragend auszufahren,
so daß auch ein verhältnismäßig großräumiges
und schwergewichtiges
Lagergut tief in den jeweiligen Regalfachbereich eingelegt und selbstverständlich
auch aus diesem herausgeholt werden kann.
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Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind der nachfolgenden
Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmen, die in schematischer Darstellung eine
bevorzugte Ausführungsform als Beispiel zeigt. Es stellen dar: Fig. 1 eine Seitenansicht
des erfindungsgemäßen Hochregalbediengeräts, Fig. 2 eine Ansicht auf eine Schmalseite
des Hochregalbediengeräts der Fig. 1 mit hochgefahrener Steuerkabine und verschiedenen
Hubschlittenpositionen, Fig. 3 eine zum Teil geschnittene Ansicht des Hochregalbediengeräts
der Fig. 1 in Richtung auf den Hubschlitten und Fig. 4 eine zum Teil geschnittene
Seitenansicht auf den Hubschlitten mit verschiedenen lagepositionen des Querschlittens.
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Das in der Zeichnung dargestellte Hochregalbediengerät 1 weist ein
Fahrgestell 2 auf, das auf einem vorderen lenkbaren Antriebsrad 3 und auf seitlichen
Zwillingsrädern 4 verfahrbar ist.
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An den längsseiten 5,6 des Fahrgestells 2 sind jeweils zwei Paar Untenführungsrollen
7,8 angeordnet. Zwischen diesen Untenführungsrollen 7,8 befindet sich jeweil ein
Näherungsschalter 9 zur seitlichen Hilfssteuerung des Fahrgestells 2 entlang seitlichen
Führungsschienen, die unten im Gang zwischen den Hochregalen angeordnet sind und
an denen die Untenführungsrollen 7,8 entlang rollen können.
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Im vorderen Bereich des Fahrgestells 2 ist ein Antriebsteil 10 angeordnet,
der einen Antriebsmotor, eine Lenkeinheit sowie Steuerorgane beinhaltet. Am hinteren
Endbereich des Fahrgestells 2 befindet sich ein Elektroladegerät 11 für die Aufladung
von Batterien für einen stromschienenunabhängigen Fahrbetrieb des Hochregalbediengerätes
1. Die Oberseite 12 des Antriebsteils 10 und die Oberseite 13 des Elektroladegerätes
11 sind, wie die Fig. 1 zeigt, in einer einzigen gemeinsamen Horizontalebene angeordnet.
An der Vorderseite des Antriebsteils 10 befindet sich zudem eine Stoßstange 14.
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Im Bereich der Breitenmitte des Fahrgestells 2 sind in Fahrtlängsrichtung
hintereinander ein vertikaler Hochmast 15 und ein vertikaler Hubmast 16 befestigt.
Die Oberenden 17,18 des Hochmastes 15 und des Hubmastes 16 sind durch einen Längsträger
19 fest verbunden. Dieser längsträger 19 weist an seinen beiden längsseitenflächen
20,21 im Bereich zwischen dem Hochmast 15 und dem Hubmast 16 Obenführungsrollen
22 auf, die im wesentlichen senkrecht über den Untenführungsrollen 7,8 angeordnet
sind. Zwischen den Obenführungsrollen 22 ist im Mittenbereich des Längsträgers 19
an beiden längsseitenflächen 20,21 je ein Stromabnehmer 23 befestigt. Der obere
Bereich des Hochregalbediengerätes 1 wird während der Fahrt in den Gängen zwischen
den Hochregalen über die Obenführungsrollen 22 geführt, die zwischen zwei stationären
Längsführungsschienen abrollen.
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Dabei liegt jeweils ein Stromabnehmer 23 an einer Stromführungsschiene
an, so daß der Antriebsmotor mit elektrischer Energie versorgt wird bzw. über das
Elektroladegerät 11 eine Aufladung der Batterien erfolgt. Befindet sich das Hochregalbediengerät
1 in einer um 1800 gewendeten Position im Gang zwischen den Hochregalen, so ist
der andere Stromabnehmer 23 mit der Stromführungsschiene in Kontakt.
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Am Hochmast 15 ist über dem Antriebsteil 10 ein Führungsmast 24 angeordnet,
in dem ein Teleskopmast 25 durch einen Zylinderhub 26 ausschiebbar geführt ist.
Am Teleskopmast 25 ist eine Steuerkabine 27 gelagert, die somit entlang dem Hochmast
15 auf- und abfahrbar ist. In der Fig. 1 befindet sich die Steuerkabine 27 in ihrer
untersten Postition, während in der Fig. 2 die Steuerkabine 27 in einer oberen Hubposition
dargestellt ist. Am Fußteil 28 der Steuerkabine 27 ist an einem Gelenk 29 eine Leiter
30 schwenkbar befestigt, über die die Bedienungsperson in die Steuerkabine 27 gelangt.
An dem einen Seitenholm 31 der Leiter 30 ist ein Fahrtsicherheitskontaktgeber 32
angeordnet. Nachdem die Bedienungsperson über die Leiter 30 die Steuerkabine 27
betreten hat, wird die Leiter 30 über ein an ihr befestigtes Seil 33 von der Bedienungsperson
hochgeschwenkt, so daß der Eingang 34 der Steuerkabine 27 versperrt ist. Dabei löst
der Fahrtsicherheitskontaktgeber 32 über ein im Rahmen der Steuerkabine 27 angeordnetes
Gegenelement einen Steuerimpuls aus, wodurch die Fahrbereitschaft des Hochregalbediengerätes
1 gegeben ist. In der Steuerkabine 27 ist ein Steuerpult 35 angeordnet, von dem
aus sämtliche Manipulationen des Hochregalbediengerätes 1 eingeleitet werden. Für
einen sicheren Halt der Bedienungsperson während des Ein- und Aussteigens sind neben
dem Eingang 34 der Steuerkabine 27 Haltgriffe 36 angeordnet.
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Dadurch, daß die Steuerkabine 27 auf- und abfahrbar ist und in jeder
beliebigen stufenlosen Zwischenposition angehalten werden kann, kann die Bedienungsperson
zur Durchführung der verschiedenen Lagerungsarbeiten jeweils die günstigste Arbeitsposition
zur Erreichung eines optimalen Überblicks mit der Steuerkabine 27 einnehmen.
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Zwischen dem Hochmast 15 und dem Hubmast 16 ist ein Hubschlitten 37
angeordnet, der an den beiden Masten auf- und abfahrbar ist.
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Für dieses Auf- und Abfahren des Hubschlittens 37 ist ein Hubzylinder
38 vorgesehen, der an seinem oberen Endbereich einen
flaschenzugartigen
Übersetzungsteil 39 aufweist und über zwei Ketten 40,41 mit dem Hubschlitten 37
verbunden ist. Der Hubzylinder 38 befindet sich in einem Dreieckbereich 42, der
vom Hubmast 16 und von zwei Stützrohren 43,44 markiert ist.
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Die Stützrohre 43,44 und der Hubzylinder 38 sind auf dem Elektroladegerät
11 angeordnet und so positioniert, daß der Abstand zur Querebene 45 des Fahrgestells
2 größer ist als der Abstand des Hubmastes 16 und daß beide Stützrohre 43,44 zur
Längsebene 46 des Fahrgestells 2 beidseitig auf Abstand zueinander sich befinden.
Die Stützrohre 43,44 sind als Rechteckrohre ausgebildet, die im Querschnitt quadratisch
sind. Zwischen dem Hubmast 16 und den Stützrohren 43,44 sind Versteifungsstreben
47 angebracht, die an Querwandungen 8 der Stützrohre 43,44 und an Wandseiten 49
eines Rohrteils 50 des Hubmastes 16 befestigt sind. Die Versteifungsstreben 47 sind
stumpfwinkelförmig ausgefuhrt, verlaufen aber im wesentlichen schräg zueinander.
Der Oberteil 51 der Stützrohre 43,44 befindet sich etwa in einer Zweidrittelhöhe
des Hubmastes 16, wodurch eine optimale Kraftaufnahme bzw. -übertragung gegeben
ist.
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Der Hubschlitten 37 weist zwei Seitenwandungen 52,53 auf, die durch
Versteifungsrohre 54 verbunden sind und die oben Traglaschen 55 besitzen, an denen
jeweils ein Kettenende 56 der Ketten 40,41 festgelegt ist. Der Hubschlitten 37 besitzt
einen Querschlitten 57, der in Richtung eines Schiebeweges 58 quer zur längsfahrtrichtung
des Hochregalbediengerätes 1 aus- und einschiebbar ist. An den Außenseiten 59 der
Seitenwandungen 52,53 des Hubschlittens 37 ist am Oberbereich 60 ein aus Führungsrollen
61,62 gebildetes Oberrollenpaar 63 angeordnet, während am Unterbereich 64 der Seitenwandungen
52,53 ein Unterrollenpaar 65 sich befindet, das aus Fuhrungsrollen 66,67 besteht.
Die Führungsrollen 61,62,66,67 sind in Richtung des Schiebeweges 58 auf Abstand
nebeneinander so angeordnet, daß
ihre Lagerachsen 68 quer zum Schiebeweg
58 verlaufen. Außerdem sind an den Außenseiten 59 am Oberbereich 60 der Seitenwandungen
52,53 Spurrollen 69,70 angeordnet, die ein Rollenoberpaar 71 bilden. Ebenso ist
am Unterbereich 64 der Seitenwandungen 52,53 an den Außenseiten 59 ein Rollenunterpaar
72 vorgesehen, das aus Spurrollen 73,74 gebildet ist. Die Spurrollen 69,70,73,74
sind in Querrichtung des Schiebeweges 58 auf Abstand nebeneinander angeordnet und
an einer Spurplatte 75 befestigt, wobei die Achsen 76 der Spurrollen 69,70,73,74
parallel zum Schiebeweg 58 des Querschlittens 57 verlaufen. Dabei sind die Spurrollen
70,40 so an der Spurplatte 75 ausgerichtet, daß ein Teil ihres Umfangs in einer
Ausnehmung 77 der Seitenwandungen 52,53 sich befindet.
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Der Hochmast 15 und der Hubmast 16 sind im Querschnitt gleich ausgebildet,
wobei der Rohrteil 50 des Hubmastes 60 und der Rohrteil 78 des Hochmastes 15 als
Mehrkantrohr ausgeführt sind.
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Der Hochmast 15 und der Hubmast 16 besitzen je einen Führungssteg
79,80, die einander zugewandt im mittleren Bereich des Schiebeweges 58 sich quer
zu diesem erstreckend zwischen den Führungsrollen 61,62 und 66,67 angeordnet sind,
wobei die Führungsrollen 61,62,66,67 spielfrei am Führungssteg 79,80 anliegen. Zudem
besitzen der Hochmast 15 und der Hubmast 16 je einen Spursteg 81,82 die sich sowohl
zueinander als auch zum Schiebeweg 58 parallel erstrecken und zwischen den Spurrollen
69,70 und 73,74 angeordnet sind. Auch die Spurrollen 69,70,73,74 liegen eng und
spielfrei am Spursteg 81,82 an. Weiterhin weist sowohl der Hochmast 15 als auch
der Hubmast 16 einen Stegvorsprung 83,84 auf. Die Stegvorsprünge 83,84 erstrecken
sich parallel zum Schiebeweg 58 in der Ebene der Spurstege 81,82, jedoch zu diesen
in entgegengesetzter Richtung. Der Spursteg 81, der Stegvorsprung 83 und der Führungssteg
79 sind mit dem Rohrteil 78 des Hochmastes 15 baueinheitlich ausgeführt. Auch der
Spursteg 82, der Stegvorsprung 84 und der Führungssteg 80 bilden
mit
dem Rohrteil 50 des Hubmastes 16 eine Baueinheit.
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Insbesondere der Fig. 3 ist zu entnehmen, daß die Spurplatten 75,75'
mit den Spurrollen 69,70,73,74 in Längsfahrtrichtung des Hochregalbediengerätes
1 in einer gemeinsamen Ebene am Hubschlitten 37 angeordnet sind. Weiterhin ist zu
erkennen, daß der Hochmast 15 und der Hubmast 16 zur Längsebene 46 des Fahrgestells
2 spielgelsymmetrisch ausgebildet sind. Ebenso sind der Hochmast 15 und der Hubmast
16 sowie die Führungsrollen 61,62,66,67 und die Spurrollen 69,70,73,74 zur Querebene
45 des Fahrgestells 2 spiegelsymmetrisch angeordnet.
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An den Innenflächen 85 der Seitenwandungen 52,53 des Hubschlittens
37 sind U-förmige Horizontalführungen 86 angebracht, in denen der Querschlitten
57 mit Stützrollen 87 horizontal verschiebbar angeordnet ist. Die Horizontalverschiebung
des Querschlittens 57 in Richtung des Schiebeweges 58 erfolgt über Horizontalhubkolben
88. Der Querschlitten 57 weist eine Rückwand 89 auf, die in der Mitte am unteren
Kantenbereich eine Ausklinkung 90 besitzt. An dieser Rückwand 89 können bekannte
Lastgabeln zum Anheben von Paletten oder dgl. befestigt werden, wobei durch die
Ausklinkung 90 das Ein- und Aushängen der Lastgabeln an der Rückwand 89 ermöglicht
wird.
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Das in der Zeichnung dargestellte ochregalbediengerät ist in der vorliegenden
Ausführung jedoch vornehmlich für den Transport von großvolumigen Rollen, insbesondere
Textilrollen 91, vorgesehen. Dafür besitzt der Querschlitten 57 eine Lastschwinge
92, die zwei parallele Schwenkarme 93 aufweist, die durch ein Horizontalrohr 94
baueinheitlich gekoppelt sind.
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Die Lastschwinge 92 ist mit ihrem Unterteil an einem Lager 95 schwenkbar
angelenkt. Die freien Enden der Schwenkarme 93 sind als muldenförmige Lastaufnahme
96 ausgeführt, die zur Sicherung einen Nasenvorsprung 97 aufweist und der Aufnahme
eines
Wickelkerns 98 der Textilrolle 91 dient. Am Unterteil der Schwenkarme 93 ist ein
quer abstrebender kurzer Stegteil 99 ausgebildet, an dem eine Kolbenstange 100 eines
Lastschwenkzylinders 101 angelenkt ist. Die Länge der Schwenkarme 93 zwischen dem
Lager 95 und der Lastaufnahme 96 ist erheblich größer als die halbe Breite des-Hubschlittens
37.
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In der Fig. 4 ist die Lastschwinge 92 in verschiedenen Schwenkpositionen
dargestellt. In einer Nichtfunktionsstellung der tastschwinge 92, wenn beispielsweise
mit den einhängbaren Lastgabeln gearbeitet werden soll, befinden sich die Schwenkarme
93 in einer Vertikalstellung 102, die auch in den Fig. 1 und 3 angedeutet ist. Dabei
sind die Schwenkarme 93 durch lösbare Steckbolzen 103 am Hubschlitten 37 fest arretiert.
In einer Leichtschräglage 104 der Schwenkarme 93 sind letztere einseitig schwenkbegrenzt,
indem ein Anschlagteil 105 der Schwenkarme 93 außen am Steckbolzen 103 anliegen.
In dieser Leichtschräglage 104 der iiastschwinge 92 befindet sich die Lastaufnahme
96 exakt in der Längsebene 46 und somit genau in der Ebene der Führungsstege 79,80
des Kochmastes 15 und des Hubmastes 16. In dieser Stellung ist demnach die günstigste
Lastverteilung gegeben, wobei die Textilrolle 91, wie in der unteren Position des
Hubschlittens 37 in Fig. 2 dargestellt, sicher und schwankungsfrei verfahren bzw.
angehoben und abgesenkt werden kann. Zum Ein- und Ausladen der Textilrolle 91 kann
der Querschlitten 57 aus seiner hinteren Position über die gesamte Breite des Hubschlittens
37 in eine Vorschubstellung 106 geschoben werden, wie dies auch der oberen Positionsdarstellung
des Hubschlittens 37 in Fig. 2 zu entnehmen ist. Dazu können die Schwenkarme 93
über die beidseitigen Lastschwenkzylinder 101 in eine Starkschräglage 107 verschwenkt
werden, so daß der Horizontal abstand in Richtung des Schiebeweges 58 zwischen dem
Lager 95 und der Lastaufnahme 96 größer ist als in der teichtschräglage 104. Es
ist somit trotz schmaler Breitenbemessung
des Hub schlittens 37
ein weites Ausschwenken der Textilrolle 91 ohne weiteres möglich, so daß bei platzsparender
Gestaltung dennoch große Regaltiefen beschickt werden können, wodurch eine optimale
Nutzung des Hochregallagerraumes möglich ist.
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Insgesamt steht somit durch die Erfindung ein Hochregalbediengerät
1 zur Verfügung, dasYEin- und Auslagerung des Lagergutes vielseitig verwendbar ist,
kompakt ausgeführt ist, eine hohe Festigkeit aufweist, eine große Manövrierfähigkeit
besitzt, eine genaue und individuell steuerbare Beobachtung und Manipulation des
Lagergutes erlaubt und insbesondere auch bei verhältnismäßig hohen und tiefen Regalen
zur exakten Positionierung selbst sperrigen lagergutes vorteilhaft einsetzbar ist.
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