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Vorrichtung zum automatischen Umreifen
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Zusatz zum Patent 24 03 261 vom 25. 1. 1974 Beschreibung:
Beschreibung:
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum automatischen Umreifen von Gegenständen,
Paketen, Bündeln o.dgl.
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mit einem Stahlband mit einer einen Bandantrieb, eine Bandklammer,
eine Bandstanze und eine Abschneideeinrichtung umfassenden Bindeeinrichtung, einer
Kreisführung zur Bildung einer Bandschleife und einem Geräteträger, wobei die Bindeeinrichtung
und die Kreisführung am Ende einer horizontal liegenden Spindel um eine waagerecht
verlaufende Achse gemeinsam um 90° schwenkbar gehalten sind und diese Spindel an
einer weiteren lotrecht verlaufenden Spindel höhenverstellbar und horizontal verstellbar
geführt ist und wobei ferner die Kreisführung relativ klein ausgebildet ist und
die Bindeeinrichtung zusammen mit der in der KreisPührung gebildeten Bandschleife
um eine Achse schwenkbar ist, bis die Bandschleife von der Kreisführung frei ist
und wobei weiterhin der Band antrieb bei ausgeschwenkter Bandschleife so lange in
Betrieb setzbar angeordnet ist, bis die Bandschleife auf die zum Umschlingen des
Gegenstandes erforderliche Größe aufgeweitet ist, nach dem Hauptpatent 24 03 261.
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Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß dem Hauptpatent 24 03
261 werden gegenüber den bekannten Vorrichtungen verschiedene Vorteile erreicht.
Insbesondere ermöglicht
die Vorrichtung ein schnelles Umreifen
von beliebigen Gütern und Formaten sowohl in senkrechter als auch in waagerechter
Richtung.
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Gemäß dem o. g. Hauptpatent wird die Verbindung der sich überlappenden
Enden der Bandschleife durch Einschneiden von drei Seiten jeweils zweier Rhombenprofile,
sowie deren Abbiegen und Festlegen mittels Preßdruck am Stahlbindeband erzielt.
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Die in dieser Weise heryestellten Verbindungen weisen den Nachteil
auf, daß die durch Einschnitte gebildeten Kupplungen lediglich durch die im Band
herrschende Spannung in der Verhakstellung gehalten werden, so daß bei ungespannten
Bändern ein unbeabsichtigtes Aushaken möglich ist. Man ist daher schon dazu übergegangen,
die Bandverschlüsse mittels Hülsen durchzuführen, um Verbindungen mit aushakbaren
Kupplungen zu vermeiden. Die Verwendung von Verschlußhülsen hat darüber hinaus den
Vortel, daß mittels diesen neben der Verbindung von Stahlbändern auch eine Verbindung
von Bändern anderer Materialien, wie bspw. solchen aus Kunststoff möglich ist.
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Nachteilig bei derartigen Hülsenverschlüssen ist es jedoch, daß hierzu
vorgefertigte Hülsen verwendet werden müssen, deren Herstellung hohe Kosten verursacht
und die daher in der Anschaffung teuer sind.
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Aufgabe der Erfindung ist es, die Vorrichtung gemäß dem Hauptpatent
24 03 261 dahingehend zu verbessern, daß dieselbe den Verschluß der Enden der Bandschleife
des Umreifungsbandes mittels Hülsen ermöglicht, welche in kostengünstiger Weise
automatisch von derselben Vorrichtung aus einem Vorratsband hergestellt werden.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Bindeeinrichtung
bei der Vorrichtung gemäß dem Hauptpatent 24 03 261 ein Magazin mit Bandmaterial
zur Herstellung von Verschlußhülsen und einen in den Zuführungskanal des Umreifungsbandes
mündenden weiteren Zuführungskanal aufweist, durch den das Hülsenband mittels eines
Bandantriebs parallel zum Umreifungsband schubweise vor eine anstelle der Stanzvorrichtung
angeordnete Verschlußvorrichtung förderbar ist, welche ein Schneidvorrichtung umfaßt,
mittels deren das vorgeschobene Hülsenband quer zu seiner Längsrichtung von seien
Längskanten her einschneidbar ist und wobei die Verschlußvorrichtung ferner mit
der Schneidevorrichtung gekoppelte über denselben Hebelmechanismus betätigbare,
Biege- und Preßwerkzeuge besitzt, mittels deren nach dem Einschneidevorgang die
Verschlußhülse aus dem Hülsenband um das doppelt liegende Umreifungsband biegbar
und mit diesem zusammenpreßbar ist und wobei ferner synchron mit der Preßbewegung
der Biege- und Preßwerkzeuge mittels der Schneidevorrichtung die Verschlußhülse
vom Hülsenband-Vorrat und die Bandschleife vom Umreifungsband-Vorrat abtrennbar
sind.
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Mit der erfindungsgemäß verbesserten Vorrichtung ist es möglich, in
besonders günstiger Weise das um einen Gegenstand beliebiger Art gelegte Umreifungsband
mittels einer Hülse dauerhaft zu verschließen. Ausgangsmaterial der Verschlußhülsen
ist ein Stahlband, welches von einem Vorrat abgerollt wird und aus dem mittels der
erfindungsgemäßen Bindeeinrichtung automatisch die Verschlußhülsen geformt, am Umreifungsband
befestigt und von dem Bandvorrat abgeschnitten werden. Auf diese Weise ist eine
äußerst kostengünstige Fertigung der Verschlußhülsen erzielbar. Darüber hinaus ist
es dank der erfindungsgemäßen Vorrichtung jetzt möglich, auch andere Materialien,
wie bspw. Kunststoff-Bänder, als Umreifungsmaterial einzusetzen.
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In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung besitzt die
Schneidvorrichtung eine Schneidplatte mit zwei außenliegenden, vorstehenden Schneidkanten
zum Einschneiden des Hülsenbandes und eine zurückliegende mittlere Schneidkante
zum Abschneiden der fertigen Verschlußhülse vom Hülsenband und der Bandschleife
vom Umreifungsband. Ferner ist der Schneidplatte eine gegenüberliegende Schneidkante
zugeordnet.
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Auf diese Weise wird erreicht, daß das Hülsenband zunächst von seinen
Seiten her gleiche kurze Einschnitte erhält, was erforderlich ist, um eine Hülsenklammer
zu formen und deren längsseitige, durch Einschnitte begrenzte
Randbereiche
um die sich überlappenden Enden des Umreifungsbandes zu legen und von unten gegen
die Enden zu pressen. Durch die zurückliegende Anordnung der mittleren Schneidkante
der Schneidplatte wird erreicht, daß das Abschneiden der verschlossenen Bandschleife
vom Umreifungsband samt Hülse erst in dem Moment erfolgt, in dem die Formung der
Hülse und der Verschluß mittels derselben bereits ordnungsgemäß durchgeführt sind.
Die der Schneidplatte gegenüberliegende Schneidkante sorgt für die erforderliche
Scherwirkung beim Abschneiden.
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In vorteilhafter Weise sind die Schneidkanten der Schneidplatte schräg
zueinander und nach außen ansteigend und ebenfalls die mittlere Schneidkante schräg
verlaufend ausgebildet.
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Hierdurch werden das Einschneiden in das Hülsenband und das Abschneiden
sehr erleichtert und Verbiegungen der Verschlußhülse während des Schneidens vermieden.
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Vorteilhaft ist weiterhin, daß zwei Biegewerkzeuge paarweise hintereinander
im Gehäuse der Verschlußvorrichtung angeordnet und gleichzeitig betätigbar sind.
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Hierdurch ist eine exakte Umbiegung (Umbör.deung) lärlgs der Schmalseiten
des eingeschnittenen Hülsenbandes und eine sichere Verbindung der Enden der Bandschleife
des Umreifungsbandes mittels der Verschlußhülse über deren gesamte Länge gewährleistet.
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In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist das Magazin
mit Bandmaterial zur Herstellung von Verschlußhülsen eine Rolle, auf der das Bandmaterial
aufgerollt ist. Die Rolle ist zusammen mit der übrigen Bindeeinrichtung mit der
in der Kreisführung gebildeten Bandschleife um eine Achse schwenkbar.
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Hierdurch ist ein Umreifen und Verschließen mittels der Hülsen in
senkrechter sowie in waagerechter Richtung möglich.
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In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung besitzt der
Bandantrieb für das Hülsenband zwei durch Ritzel miteinander verbundene und Antriebsflächen
aufweisende Stahlräder, wobei eines der beiden Stahlräder durch einen Motor angetrieben
ist.
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Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispieles in den Zeichnungen
dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 - die erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung in
einer stark vereinfachten Draufsicht, Fig. 2 - in schematisch vereinfachter Seitenansicht
die gesamte Bindeeinrichtung mit den jeweils doppelt angeordneten Biege- und Preßwerkzeugen
sowie der
Schneidvorrichtung mit dem Gegenschnei der und die Vors
chubrichtungeri des Hülsen- und des Umreifungsbandes, Fig. 3 - in schematisch vereinfachter
Teilansicht die Schneidvorrichtung der erfindungsgemäßen Biegeeinrichtung von ihrer
Schmalseite, Fig. 4 - eine schematisch vereinfachte Teilansicht der erfindungsgemäßen
Bindeeinrichtung mit den Biege- und Preßwerkzeugen von ihrer Schmalseite her mit
gestrichelten Betätigungshebeln und das über die doppelt liegenden Enden der Bandschleife
des Umreifungsbandes vorgeschobene Hülsenband vor dem Einschneiden und Verformen,
Fig. 5 - in schematischer Teilansicht die Schneidvorrichtung nach seitlichem Einschneiden
des vorgeschobenen Hülsenbandes mit ihren vorstehenden Schneidkanten mit bereits
teilweise durch die Biege- und Preßwerkzeuge abgebogenen Rändern, Fig. 6 - die Draufsicht
auf das Ende des seitlich eingeschnittenen Hülsenbandes, Fig. 7 - eine Teilansicht
der erfindungsgemäßen Bindeeinrichtung mit Blick auf die Biege-und Preßwerkzeuge
während des Umbiegens der Hülsenränder und des Zusammenpressens mit den doppelt
liegenden Enden der Bandschleife des Umreifungsbandes, Fig. 8 - in schematischer
Seitenansicht die Schneidvorrichtung während des Abschneidens
der
Verschlußhülse vom Hülsenbnd und der Bandschleife vom Umreifungsband, wobei die
Biege- und Preßwerkzeuge nicht dargestellt sind und Fig. 9 - eine räumliche Darstellung
einer erfindungsgemäß fertiggestellten Verschlußhülse ohne Umreifungsband.
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Die in den Zeichnungen schematisch dargestellte erfindungsgemäße Bindeeinrichtung
der Vorrichtung zum automatischen Umreifen von Stein-, Holz-, Papierpaketen, Holzkisten
o. dgl. weist einen Antrieb Al für das Umreifungsband 1 auf, welcher aus zwei Rädern
besteht, die durch ein Ritzel miteinander verbunden sind. Das Umreifungsband 1 wird
zwischen den Rädern hindurchgeführt und von deren Antriebsflächen mitgenommen. Eines
der Räder ist mit einem in der Zeichnung nicht dargestellten Antriebsmotor verbunden,
der in zwei Laufrichtungen arbeiten kann.
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Von dem Antrieb A1 für das Umreifungsband führt ein Zuführungskanal
2 in die Bandkreisführung B.
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Zur Bindeeinrichtung gehört ferner eine Bandklammer A3.
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Sie befindet sich am Eingang des Umreifungsbandes 1 in die Bindeeinrichtung
und hat die Aufgabe, das vordere Ende des Umreifungsbandes während des Spannens
festzuhalten. Zum Erzeugen des Klemmdruckes dient ein Hydraulikzylinder.
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In die Bandkreisführung B mündet ein weiterer Zuführungskanal 3 für
ein Hülsenband 4, das mittels eines Antriebs 5, welcher ebenfalls aus zwei durch
Ritzel miteinander verbundene Antriebsflächen aufweisendeii Stahlrädern und einem
Antriebsmotor bestehen kann, von einem Hülsenbandmagazin 6 in Form einer Rolle schubweise
abgespult und parallel zum Umreifungsband 1 einer Verschlußvorrichtung A2 zugeführt
wird.
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Die Verschlußvorrichtung A2 besteht aus einem Gehäuse 7, in welchem
eine mittels eines Hebelmechanismus' in Richtung Bandkreisführung B ausfahrbare
Schneidvorrichtung in Form einer Schneidplatte 8 und paarweise hintereinander mittels
desselben Hebelmechanismus', abgestimmt auf die Bewegung der Schneidvorrichtung,
betätigbare Biege- und Preßwerkzeuge 9, 10 gegeneinander schwenkbar gelagert sind,
derart, daß bei Betätigung zunächst das seitliche Einschneiden des Hülsenbandes
4 mittels der außenliegenden, vorstehenden Schneidkanten 8a, 8b der Schneidplatte
8, dann das Umbördeln der doppelt liegenden Enden der Bandschleife des Umreifungsbandes
1 mittels der längs verlaufenden Ränder des Hülsenbandes 4 durch die Biege- und
Preßwerkzeuge 9, 10 und das Zusammenpressen von Verschlußhülse 11 und den Enden
des Umreifungsbandes 1 erfolgt, wobei fast gleichzeitig hierzu mittels der zurückliegenden
mittleren Schneidkante 8c der Schneidplatte 8 das Abschneiden der fertigen Verschlußhülse
11 von dem Hülsenband 4 erfolgt.
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Während des Umbiegens der Kanten des Hülsenbandes 4 um die doppelt
liegenden Enden der Bandschleife des Umreifungsbandes 1 schwenken die gelenkig miteinander
verbundenen Hebelarme 12 der Biege- und Preßwerkzeuge 9, 10 seitlich (Fig. 7) aus
dem Gehäuse 7 der Verschlußvorrichtung aus. Hierfür sind entsprechende Ausnehmungen
13, 14 im Gehäuse 7 der erfindungsgemäßen Verschlußvorrichtung (Fig. 2) angeordnet.
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Damit ein ordnungsgemäßes sauberes Ein- bzw. Abschneiden mittels der
Schneidplatte 8 gewährleistet ist, ist dieser gegenüberliegend, an der Ecke der
Mündung des Zuführungskanals 2 in den Kanal der Bandkreisführung B eine Schneidkante
15 angeordnet.
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Patentansprüche:
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