DE3020049A1 - Chemisorptionsfilter, vorzugsweise zur abscheidung von so(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts), hcl, hf, no(pfeil abwaerts)x(pfeil abwaerts) usw., vorzugsweise hinter kraftwerken, muellverbrennungsanlagen, u.dgl. - Google Patents
Chemisorptionsfilter, vorzugsweise zur abscheidung von so(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts), hcl, hf, no(pfeil abwaerts)x(pfeil abwaerts) usw., vorzugsweise hinter kraftwerken, muellverbrennungsanlagen, u.dgl.Info
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Description
- Beschreibung und Erläu erung zur Zusatzpatent- und
- Hilfsgebrauchsmusteranmeldung "Chemisorptionsfilter, vorzugsweise zur Abscheidung von S02, HCl, HF, NO x usw., vorzugsweise hinter Kraftwerken, Miillverbrennungsanlagen u. dgl.' Zusatz zu P 29 35 464.2 In der Hauptanmeldung P 29 -35 464.1 wird ein Filter beschrieben, der dazu dient, Schadstoffe im Abgas, wie z.B.
- S02, HCl und HF, durch Chemisorptionsmassen, die mit in das Filterelement hineingebiasen werden, auf dem Filtertuch reagieren zu lassen, z.B. SO mit Kalkhydrat zu CaSO3 oder CaS04 und ähnliche Reaktionen, wobei' die aktive Filterfläche nahe 100 fi auch beim Abreinigungsvorgang erhalten bleibt und weniger als vorzugsweise 2 % der Gesamtfilterfläche in der Abreinigung stehen, so daß effektiv vorzugsweise mehr als 98 % der Fi-lterflächen, die mit Chemisorptionsmassen behaftet sind, zur Reaktion zur Verfügung stehen.
- Bei Großanlagen zur Abscheidung von z.B. S02 hinter Kraftwerken sind sehr große Filterflächen erforderlich, um z.B. mehrere hunderttausend Kubikmeter Abgas ZU reinigen.
- Es ist dienlich, um eine preiswerte Filtereinheit zu erzielen, daß sehr großflächige, hohe Filterflächen Anwendung finden, die z.B. als Taschenfilter oder Schlauchfilter ausgebildet sind, um nur geringe Flächen zur Aufstellung der Chemisorptionsfilter zu benötigen.
- Anzustreben sind Filterelemente in einer Höhe von z.B. 5 m und höher.
- Bei der trockenen Chemisorption ist es bekannt und erforderlich, daß die Chemisorptionsmassen, mehrfach stöchiometrisch zur Abscheidung der Schadstoffe berechnet, eingeblasen werden müssen.
- Es ist z.B. bei der Abscheidung von S02 erforderlich, daß je nach Feuchtigkeitsgehalt der Abgase die stöchiometrischen zu--gegebenen Kalkhydratmassen z.B. zwischen 2- bis 5-fach höher stöchiometrisch eingeblasen werden müssen als 502 im Rohgas als Schadstoffmenge vorhanden ist.
- Es ist zweckdienlich, die eingeblasenen Kalkhydratmassen möglichst lange in Kontaktzeit mit der Schadgasmenge zu halten, um eine Reaktion einzuleiten und tunlichst dabei die angebotenen Chemisorptionsflächen ständig neu dem Schadgas anzubieten.
- Dieses wird dadurch erreicht, daß man in vorgesetzten Ansaugrohren - wie in der Hauptanmeldung beschrieben - Einbauten vorsieht, die das Chemisorptionsmittel a) von der Wand abstreifen und b) in der Mitte des Rohres wieder zum Aufplatzen bringen, um agglomerierte z.B. Kalkhydratmassen ständig neu aufzusplitten und somit neue Chemisorptionsflächen zu bilden.
- Auf den Filterflächen hat man bisher, soweit zum Stand der Technik bekannt, diese Überlegungen nicht wirksam werden lassen, sondern lediglich über die Standzeit der Abreinigungsphase z.B. den Kalkstaub der S02-beladenen, durchströmenden Gase entgegengesetzt.
- Jedoch ist hierbei der zweckdienliche Effekt der sich stetig neu anzubietenden Oberflächen nicht gewährleistet.
- Hierdurch war es bisher nach wie vor erforderlich, sehr hohe stöchiometrische Überschuß-Chemisorptionsmassen im Verhältnis zur Rohgasbelastung anzubieten.
- Um diesen Nachteil stark zu reduzieren, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, die Chemisorptionsfilter entsprechend bei liegender Zeichnung und Beschreibung auszubilden.
- Erfindungsgemäß wird der durch die Kontaktstrecke bereits vorreagierte Kalkstaub oer auch noch nicht zum Teil reagierte Frischkalk, z.B. für die S02-Absor ption, direkt in den Rohg-askanal des Filters eingeblasen, wobei erfindungsgemäß der Rohgaskanal bei der Chemisorptionsfilterausführung nicht von unten oder von der Seite, sondern fallend von oben angeordnet ist, so daß je nach Schadgasbelastung in Abhängigkeit von der Messung im Rohgasstrom z.B. vollautomatisiert a)- die ents-prechenden Kalkmengen in die Reaktionsstrecke und/oder in den Rohgaskanal eingeblasen werden oder auch an-dere Chemisorptionsmassen für das Beseitigen von anderen Scha-dgasmengen und b) der Abrein durch Blasen oder Rütteln eine kurze, mittlere oder lange Fallamplitude der zur Reaktion anhaftenden Chemisorptionsmassen auf den Filtern bewirken.
- Erfindungsgemäß ist eine Filterbaueinheit mit hohen Filterflächen- -gegenUber breiten Filterflächen für die Chemisorption zweckdienlicher geeignet.
- In der -beiliegenden Zeichnung ist die erfindungsgemäße Ausführung dargestellt: mit 1 der Rohgaskanal mit 2 Filterelemente, z.B. als Taschen oder Schlauch ausgebildet mit 4 kurze Abreinigungsamplituden mit 5 größere Amplituden der abgetrennten Chemisorptionsstäube, erzielt durch RUttel- oder Blaseffekt, wobei in Abhängigkeit vom Lang- oder Kurzzeitrütteln bzw.
- Blasen und gleichzeitigem Wiedereinschalten des Filterelementes nur ein Bruchteil der Chemisorptionsmassen in den Staubkanal (3) abgeführt wird, und von hieraus mittels Schnecke oder Kratzförderband abtransportiert wird.
- Durch die erfindungsgemäße Anordnung von hochgebauten Filterelementen, dessen Höhe größer als 3 m, vorzugsweise um ca.
- 5 m hoch ist, wird erreicht, daß mit geringerer stöchiometrischer Zugabe von Chemisorptionsmitteln eine bessere Gasreinigung erzielt wird, als bei den bisherigen Filteranordnungen von nur Filterflächenhöhen bis zu 2,5 m und einer Chemisorptionszuführung von unten nach oben oder seitlich angeordnet.
- Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die vorstehend im einzelnen dargestellten und beschriebenen Ausbildungsformen beschränkt, sondern es sind zahlreiche Abänderungen möglich, ohne jedoch von dem Grundgedanken abzuweichen, Gase, die mit gasförmigen Schadstoffen belastet sind, so zu führen, daß sie mit Chemisorptionsmassen auf trockenem Wege kontaktiert werden und das Rohgas mit den Chemisorptionsmassen fallend in Filterflächenanordnungen eingeführt wird und diese Filterflächen sehr hoch sind, vorzugsweise höher als 3,5 m, tunlichst um 5 m Höhe aufweisen und mit erfordernisgerecht gesteuerten Abreinigungselementen versehen sind, die in Abhängigkeit von der Rohgasbelastung entsprechend das Reinigen der Filterflächen bewirken können und somit die Größen der Abreinigungsamplituden bestimmbar sind, so daß durch die Bestimmung einer z.B. kurzen Amplitude jedes Chemisorptionspartikeichen mehrfach abgereinigt wird und auf dem Fallweg von oben zur Staubkammer ständig neue Oberflächen dem Gasstrom entgegenbringt und somit die größtmögliche Chemisorptionsfläche angeboten werden kann.
- Zusatzpatent- u. Hilfsgebrauchsmusteransprüche: Leerseite
Claims (1)
- Zusatzpatent- u. Hilfsgebrauchsmusteransprüche: Anspruch I Chemisorptionsfilter nach Hauptanmeldung P 29 35 464.1 dadurch gekennzeichnet, daß der Filter so ausgebildet ist, daß vorzugsweise im Mittel nicht mehr als 2 % der Kilterflächen- in Abreinigung stehen und das Rohgas von oben nach unten mit- den Chemisorptionsmassen in den Filtern einfallend geführt wird, wobei die Reinigungsintervalle vorzugsweise in- Abhängigkeit von der Rohgasbelastung mit-mehr,-oder weniger g.roßen Amplituden (4) und (5) durch Rüttel- oder Blaszeitveränderungen erfordernisgerecht geregelt werden.Anspruch II Chemisorpt-ions-filter nach Anspruch I dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Wanderung des Chemisorptionsteilchens größer als 3,5 m, vorzugsweise um 5 m liegt und die entsprechenden Filterelemente dazu ausgebildet sind.
Priority Applications (11)
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| DE3131400A1 (de) * | 1981-08-07 | 1983-02-24 | Hölter, Heinz, Dipl.-Ing., 4390 Gladbeck | "trockene chemisorptionsfiltertechnik" |
| DE3140515A1 (de) * | 1981-10-13 | 1983-04-21 | Stadtwerke Düsseldorf AG, 4000 Düsseldorf | Vorrichtung zur beseitigung bzw. vermeidung von wandablagerungen in spruehtrock nern zur neutralisation saurer bzw. saeurehaltiger schadstoffe im rauchgas von feuerungsanlagen |
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| DE2437695A1 (de) * | 1974-07-25 | 1976-02-26 | Asahi Fibreglass Co | Verfahren zur reinigung von fluorkomponenten enthaltendem abgas |
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1980
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Non-Patent Citations (1)
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| Chemiker-Zeitung: 95. Jahrg., 1971, Nr. 10, S.443 * |
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Also Published As
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| DE3020049C2 (de) | 1992-09-17 |
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