DE3019734C2 - Griffausbildung an einem zangenförmigen Handwerkzeug, insbesondere Zange, Schneider, Schere o.dgl. - Google Patents
Griffausbildung an einem zangenförmigen Handwerkzeug, insbesondere Zange, Schneider, Schere o.dgl.Info
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Griff ausbildung an
einem zangenförmigen Handwerkzeug der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art.
Es ist ein Handwerkzeug mit parallel zueinander verlaufenden Breitaußenflächen je Griffschenkel bekannt
(DE-OS 29 35 806). Der Kraftentfaltungsabschnitt ist ■hierbei auf der Innenseite glatt durchgehend. Auf der
Rückenfläche jedes Griffschenkels, die mit der Hand des Benutzers in Berührung kommt, befinden sich Profilierungen
in Form von Längsrippen oder Noppen. Der dem Schutz der Hand dienenden Kopfteil besteht aus
einer von der Breitaußenfläche nach außen sich umgekehrt keilförmig erweiternden Verdickung. Es hat sich
gezeigt, daß dieses Handwerkzeug nicht optimal in der Hand liegt und keine gefühlvolle, feinfühlige Handhabung
erlaubt Dies macht sich vor allem beim Schneiden von Metallteilen, z. B. Drähten, oder auch beim Lösen
fest sitzender Teile, z. B. Muttern, nachteilig bemerkbar. Der Benutzer ist genötigt, große Kräfte aufzubringen,
um das Handwerkzeug halten zu können und zu verhindern, daß jenes beim Manipulieren der Bedienungsperson
nach oben oder unten aus der Hand rutscht
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Griffausbildung
an einem zangenförmigen Handwerkzeug der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Gattung
zu schaffen, die gut, leicht sowie sicher, und zwar auch
zuverlässig abrutschsicher, in der Hand liegt und dabei feinfühlig mit vermindertem Kraftaufwand und reduzierter
physicher Kraftanstrengung und Belastung gehandhabt werden kann und ohne Gefahr einer Verletzung
eine gute, zuverlässige Werkzeugführung und Kraftentfaltung ermöglicht
Die Aufgabe ist bei einer Griffausbildung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art erfindungsgemäß
durch die Merkmale im Kennzeichnungsteil des Anspruchs 1 gelöst.
Durch die Erfindung sind folgende Vorteile erreicht. Durch die nutartigen Vertiefungen und rippenartigen
Materialstege dazwischen ist verhindert, daß das Handwerkzeug bei Kraftaufwand wie überhaupt beim Manipulieren
der Bedienungsperson nach oben oder unten aus der Hand zu rutschen droht, denn beim öffnen und
Schließen des Handwerkzeuges sowie generell beim Manipulieren damit ist dadurch den Fingern ein verbesserter
Halt geboten. Vorteilhaft ist ferner, daß sich die Materialstege so ausbilden lassen, daß sie keine Druckstellen
erzeugen. Da die Materialstege bis in die beiden Breitaußenflächen führen, sind auch in diesen Bereichen
ein sicheres Greifen und ein sicherer Halt gewährleistet. Dadurch ist der Kraftaufwand reduziert. Das Handwerkzeug
liegt gut, leicht sowie sicher, und zwar auch abrutschsicher, in der Hand und kann feinfühlig und
zuverlässig gehandhabt werden. Durch die etwa ziehharmonikaartig aufeinanderfolgenden Rippen des verbreiterten
Kopfteiles als Handschutz wird die Sicherheit gegen Abgleiten vom Griffschenkel in Richtung zum
Schwenkgelenk hin erhöht. Sieht man entsprechend gestaltete Griffhüllen für VDE-Griffe vor, so ist damit zugleich
unter Erfüllung der VDE-Auflagen zuverlässige Sicherheit dagegen gegeben, daß die Benutzungsperson
vom Griffschenkel zum Schwenkgelenk hin abrutscht und versehentlich mit den Fingerspitzen die nicht iso-
lierten Metallteile berührt Die Mehrfachrippung der Kopfteile verhindert dies völlig. Die Rippen bieten also
Halt für die Finger beim öffnen und Schließen und Manipulieren.
Sie erzeugen eine Bremswirkung und bannen eine Abrutschgefahr.
Weitere vorteilhafte Gestaltungen ergeben sich aus den Ansprüchen 2—6.
Der vollständige Wortlaut der Ansprüche isi vorstehend
allein zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen nicht wiedergegeben, sondern stattdessen lediglich
durch Nennung der Anspruchsnummer darauf Bezug genommen, wodurch jedoch alle diese Anspruchsmerkmale
als an dieser Stelle ausdrücklich und erfindungswesentlich offenbart zu gelten haben.
Die Erfindung; ist nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispielen näher
erläutert Es zeigt
F i g. 1 eine Vorderansicht einer Kombinationszange,
F i g. 2 eine Seitenansicht der Kombinationszange in
Fig. 1,
Fig.3 einen Schnitt der Griffschenkel der Kombinationszange
entlang der Linie HI-III in F i g. 1,
Fig.4 eine Vorderansicht lediglich einer Griffhülle,
im noch nicht aufgezogenen Zustand, F i g. 5 eine Seitenansicht der Griffhülle in F i g. 4,
F i g. 6 einen Schnitt entlang der Linie VI-VI in F i g. 4.
In F i g. 1 —3 ist als ein Ausführungsbeispiel für ein
zangenfönniges Handwerkzeug eine Kombinationszange 10 etwa in natürlicher Größe gezeigt Die Zange 10
besitzt zwei über ein Schwenkgelenk 11 mit rechtwink- 3c
Hg zur Zeichenebene verlaufender Gelenkachse 12 schwenkbeweglich miteinander verbundene Zangenschenkel
13 und 14. Jeder Zangenschenkel 13,14 weist am einen Ende, mit Abstand vom Schwenkgelenk 11,
eine Zangenbacke 15 bzw. 16 auf und ist auf seinem anderen, der Zangenbacke 15 bzw. 16 abgewandten Teil
des Schwenkgelenkes 11 als Griffschenkel 17 bzw. 18 ausgebildet D:e Griffschenkel 17,18 sind zur Handhabung
der Zange 10 bestimmt und im wesentlichen in der Zeichnung gemäß F i g. 1 nach links bzw. rechts außen
aufgebogen. Im wesentlichen auf ihrer ganzen Länge vom freien Griffschenkelende 19 bzw. 20 etwa bis zumindest
in die Nähe des Schwenkgelenkes 11 ist jeder Griffschenkel 17 bzw. 18 von einer bes&ideren Griffhülle
21 bzw. 22 aus Kunststoff umkleidet, die fest auf dem Griff schenkel 17 bzw. 18 aufgezogen ist
Am dem Schwenkgelenk 11 zugewandten Abschnitt geht die Griffhülle 21, 22'Cher in einen nach außen hin
verbreiterten Kopfteil 23 bzw. 24, der massiv ist und als besonderer Windschutz wirksam ist
Nachfolgend ist die besondere Gestaltung der Griffhüllen 21,22, und zwar im aufgezogenen Zustand, näher
erläutert und dies, der besseren Übersicht wegen, lediglich am Beispiel des Griffschenkels 17.
Beim Griffschenkel 17 — wie gleichermaßen auch beim Griffschenkel 18 — streben dessen beidseitige
breitaußenflächen 25 und 26, die im wesentlichen quer zur Gelenkachse 12 verlaufen, bis hin zum freien Griffsehenkelende
19 deutlieh keilförmig auseinander. In F i g. 2 ist der Keilwinkel mit tx eingezeichnet. Durch
diese Gestaltung wird ein mit breiter äußerer Rückenfläche 27 versehener Kraftentfaltungsabschnitt 28 im
Bereich des unteren Griffschenkelteiles gebildet. Daran anschließend ist ein Anschlußabschnitt 29 gebildet, an
den sich der verbreiterte Kopfteil 23 anschließt. Dieser
Anschlußabschnitt 29 ist mit einer äußeren Rückenfläche 30 versehen, die gegenüber derjenigen des Kraftentfaltungsabschnittes
28 \'*ri gegenüber dem verbreiterten Kopfteil 23 deutlich schmaler ist
In gleicher Weise ist auch der in F i g. 1 rechte Griffschenkel 18 mit einem relativ breiten Kraftentfaltungsabschnitt
38 mit breiter äußerer Rückenfläche 37 und mit einem Anschlußabschnitt 39 mit schmalerer Rükkenfläche
40 versehen. Diese besondere Gestaltung ergibt sich durch dortige Breitaußenflächen 35,36, die mit
Keil winker λ deutlich keilförmig zum freien Griffschenkelende
20 hin auseinanderstreben.
Die Rückenfläche 27 bzw. 37 des recht breiten Kraftentfaltungsabschnittes
28 bzw. 38 ist, betrachtet man jeden Griffschenkel 17 bzw. 18 im Querschnitt gemäß
F i g. 3, im wesentlichen flacheben mit nur geringförmiger Außenwölbung gestaltet Diese Außenwölbung
nimmt vom Kraftentfaltungsabschnitt 28 bzw. 38 in Richtung zum Anschlußabschnitt 29 bzw. 39 hin zu, so
daß jeder Anschlußabschnitt 29 bzw. 39 eine betonte Außenwölbung aufweist wie man in etwa aus dem
Schnitt in Höhe der Schnittlinie Ill-iii gemäß Fig. 1
erkennt
Die vom freien Griffschenkelende 19· bzw. 20 bis hin zum verbreiterten Kopfteil 23 bzw. 24 führende Längsinnenfläche
21 bzw. 41 jedes Griffschenkels 17 bzw. 18 ist flachebcn gestaltet, also ohne Krümmung versehen.
Sie ist etwa parallel zur Gelenkachse 12, d. h. in F i g. 1 etwa rechtwinklig zur Zeichenebene, ausgerichtet und
dabei — betrachtet in der Seitenansicht gemäß F i g. 1 — nach außen ausgebogen, und zwar die in F i g. 1 linke
Längsinnenfläche 31 nach links außen und die rechte Längsinnenfläche 41 nach rechts außen. Der im unteren
Griffschenkelbereich recht breite Kraftentfaltungsabschnitt 28 bzw. 38 ist auf seiner dortigen Innenseite
flachhohl gestaltet, wie man auch aus F i g. 3 erkennen kann.
Bei jedem Griffschenkel 17,18 weist der Kraftentfaltungsabschnitt
28 bzw. 38 auf seiner Innenseite mehrere nutartige Vertiefungen 32 bzw. 42 mit rippenartigen '
Materialstegen 33 bzw. 43 dazwischen auf, die im wesentlichen parallel zur Schwenkachse 12 ausgerichtet
sind. Diese nutartigen Vertiefungen 32 bzw. 42 mit rippenartigen Materialstegen 33 bzw. 43 dazwischen beginnen
etwa auf halber Griffschenkellänge und folgen in gleichmäßigen Abständen bis hin zum freie.! Griffschenkelende
19,20 aufeinander. Wie man dabei vor allem aus Fi g. 1,2 bzw. 4,5 erkennen kann, führen die nutartigen
Vertiefungen 32 bzw. 42 mit Materialstegen 33 bzw. 43 dazwischen je Griffschenkel 17 bzw. 18 von dessen
Längsinnenseite 31 bzw. 41 bis in die beiden Breitaußenflächen 25 und 26 bzw. 35 und 36. Auf diese Weise sind
also auch im Kantenbereich dort, wo die Breitaußenflächen jeweils in die Längsinnenfläche 31 bzw. 41 übergehen,
auch noch nutartige Vertiefungen 32 bzw. 42 und rippenartige Materialstege 33 bzw. 43 dazwischen gebildet
Nachfolgend ist die besondere Gestaltung des verbreiterten Kopfteiles 23 bzw. 24 jedes Griffschenkels 17
bzw. 18 erläutert. Jec^r Kopfteil 23 bzw. 24 weist mehrere in Längsrichtung des Schenkels etwa ziehharmonikaartig
aufeinanderfolgende, umlaufende Rippen auf, beim gezeigten Ausführungsbeispiel jeweils drei Rippen
4,5,6 beim Kopfteil 23 und 44,45,46 beim Kopfteil 24.
Die Rippen 4—6 bzw. 44—46 folgen in Richtung zur Schwenkachse 12 hin etwa treppenartig aufeinander.
Dabei besitzt die letzte Rippe 4 bzw. 44, die dem Zangengewerbe im Bereich des Schwenkgelenkes 11 am
nächsten steht, das kleinste Überstandsmaß rundum. Erkennbar ist, daß die Rippen 4—6 bzw. 44—46 rundum
laufen, auch im Bereich der Innenseiten der Griffschen-
kel 17, 18. Das Überstandsmaß der kleinsten Rippe 4 bzw. 44 ist noch so ausreichend groß, daß es die Erfordernisse
der VDE-Norm erfüllt. Die anderen, sich daran anschließenden Rippen 5, 6 bzw. 45, 46 sind bezüglich
ihres Überstandsmaßes abgestuft größer gestaltet. Wenn auch beim gezeigten Ausführungsbeispiel je
Kopfteil 23 bzw. 24 jeweils drei Rippen 4—6 bzw. 44—46 vorgesehen sind, so kann jedoch je nach Gestaltung,
z. B. bei kleineren Zangen, die zierlicher und leichter als die Kombinationszange 10 sind, eine Verrippung
mit jeweils nur zwei Rippen ausreichend sein. Bei einem anderen, nicht gezeigten Ausführungsbeispiel können
auch statt der gezeigten drei Rippen vier solcher Rippen je Kopfteil vorgesehen sein.
Wie insbesondere aus Fig. 2 und 5 hervorgeht, verjüngt
sich jeder Kopfteil 23 bzw. 24 mit seinen Breitaußenflächen in Richtung zum Schwenkgelenk 11 hin
ebenfalls etwa keilartig. Der jeweilige Keilwinkel ist in F i g. 2 und 5 mit/ieingezeichnet.
Jede Griffhülle 21, 22 besteht aus besonders weich eingestelltem PVC-Material (Polyvinylchlorid) und
weist eine großporige, aufgerauhte und oder strukturierte od. dgl. rutschbremsende Oberfläche zumindest
im Griffbereich auf.
In gleicher Weise, wie zuvor hinsichtlich der Kombinationszange
10 erläutert ist, kann auch, wie nicht weiter gezeigt ist, ein Kraftseitenschneider, eine Schere
oder ein anderes zangenförmiges Handwerkzeug gestaltet sein.
Durch die zuvor eingehend erläuterte Gestaltung ergeben sich folgende Vorzüge. Die zum freien Griffschenkelende
19, 20 hin verlaufende Keilform mit Keilwinkel λ sowie die Gestaltung der Kraftentfaltungsabschnitte
28 bzw. 38 machen es möglich, daß eine erheblich bessere Kraftentfaltung, z. B. beim Schneiden, erzielt
wird. Die effektiv aufzubringende Kraft ist wesentlich reduziert. Dies führt zu einer Entlastung der Muskulatur.
Damit ist eine bedeutende Forderung der Ergonomie erfüllt. Da aufgrund der erläuterten Gestaltung nur
wenige Muskelpartien beim bestimmungsgemäßen Gebrauch beansprucht werden, ist die Gefahr evtl. Muskelzerrungen,
Sehnenscheidenentzündungen oder sonstiger Dauerschäden praktisch völlig gebannt. In Gestalt
der besonderen Kraftentfaltungsabschnitte 28 und 38 ist im Krafteinwirkungsbereich die Greiffläche vergrößert,
und dies ohne Einsatz von zusätzlichem Material. Vielmehr ist sogar das Gegenteil erreicht. Im Vergleich zu
denkbaren, ähnlich kräftig gestalteten Griffen ergibt sich eine Materialersparnis, z. B. in der Größenordnung
von 15% und mehr. Durch die Gestaltung der Anschlußabschnitte 29 und 39 im oberen Griffbereich, unterhalb
der verdickten Kopfteile 23, 24, wird das Manipulieren und Handhaben der Zange 10 noch verbessert. Mithin
ist nicht nur eine Materialersparnis erreich); sondern überdies eine erheblich verbesserte Kraftentfaltung bei
gleichzeitig verbesserter Handhabung erzielt. Ferner ist durch die Gestaltung der Kraftentfaltungsabschnitte 28,
38 und auch der sich anschließenden Anschlußabschnitte
29,39 die Gefahr noch weiter reduziert, da'B die Zange
10 bei Kraftaufwand, z. B. beim Schneiden von Draht oder beim Ziehen oder Biegen von Blechen, Drähten
od. dgl, der Bedienungsperson nach oben oder unten aus der Hand rutscht Aufgrund der flachbreiten Wölbung
der Kraftentfaltungsabschnitte 28,38 im Krafteinwirkungsbereich ergibt sich keine Kante mehr; die sonst
bei Preßdruck zu einem unangenehmen oder gar schmerzhaften Druck im Handballen bzw. Handteller
bei der Benutzung führen könnte. Dies ist gänzlich vermieden und besonders vorteilhaft, hält man sich die bekannte
Griffschenkelgestaltung vor Augen; denn jeder mehr oder weniger stark gewölbte oder schmale Griffschenkel
bildet einen in etwa spitzflachen Steg, der zu einem mehr oder weniger starken Druck im Handballen
führt. Dieser Druck ist sehr unangenehm und hat nahezu automatisch zur Folge, daß der Anwender bei der
Benutzung relativ schnell in seiner Kraftanstrengung nachläßt oder im Extremfall gar eine Art Verstauchung
ίο auftritt. Diese Probleme sind durch die Erfindung völlig
gebannt. Es sind die Voraussetzungen für eine optimale Kraftentfaltung gegeben. Auch die besondere Keilform
und die extrem breite Gestaltung der Schenkel im Krafteinwirkungsbereich trägt zu dieser optimalen
Kraftentfaltung bei; denn je breiter der Schenkel ist, desto mehr Kraft bringt der jeweilige Benutzer auf, weil
bei breitem Schenkel diese Kraft über eine größere Fläche aufgebracht werden kann. Im Gegensatz zu dem
relativ schmalen, bekannten Griffschenkel, der nur eine geringe Kraftentfaltung ermöglicht und aufgrund großer
Flächenpreßung eine größere Verletzungsgefahr und eine geringere Umsetzung der aufgewendeten
Handkraft ermöglicht, ist aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung eine optimale Kraftentfaltung möglich.
Die flichhohle Gestaltung im Innenbereich der Kraftentfaltun^sabschnitte
28, 38 unterstützt den verbesserten Halt der Zange 10 in der Hand beim öffnen und
Schließen sowie generell beim Manipulieren der Zange 10. Die nutartigen Vertiefungen 32 bzw. 42 und die rippenartigen
Materialstege 33 bzw. 43 dazwischen tragen weiterhin zur Reduzierung der Gefahr bei, daß die Zange
bei Kraftaufwand wie überhaupt beim Manipulieren der Bedienungsperson nach oben oder unten ?us der
Hand zu rutschen droht. Beim Öffnen und Schließen der Zange 10, sowie generell beim Manipulieren mit der
Zange ist dadurch den Fingern ein besonderer, verbesserter Halt geboten. Dabei sind die Materialstege 33
bzw. 43 so ausgebildet, daß sie keine Druckstellen erzeugen. Die flachbreiten Kraftentfaltungsabschnitte 28,
38 im Krafteinwirkungsbereich vermeiden, daß die Materialstege 33 bzw. 43 mit dem Handteller in Berührung
kommen und dort evtl. drücken.
Besonders vorteilhaft, und zwar bereits für sich allein, gestaltet sich der verbreiterte Kopfteil 23, 24, der in
beschriebener Weise als mehrfach gerippter Handschutz mit ziehharmonikaähnlich gruppierten Rippen
gestaltet ist. Durch diese Mehrfachrippung wird die Sicherheit gegen Abgleiten vom Griffschenkel 17, 18 in
Richtung zum Schwenkgelenk 11 wesentlich erL.Mit
so Sieht man derartig gestaltete Griffhüllen 21, 22 für VDE-Griffe vor, so ist damit zugleich unter Erfüllung
der VDE-Auflagen zuverlässige Sicherheit dagegen gegeben, daß die Benutzungsperson vom Griffschenkel
zum Schwenkgelenk hin abrutscht und versehentlich mit den Fingerspitzen die nicht isolierten Metallteile
berührt Diese Gefahr ist durch die Mehrfachrippung der Kopfteile 23,24 nahezu völlig gebannt Damit ist ein
weiterer wesentlicher Beitrag zur Sicherheit geleistet Vorteilhaft ist ferner, daß derart gestaltete Griffhüllen
21, 22 in dieser Form zur VDE-Prüfung vorgelegt werden können, also entsprechend prüfbar sind. Die Griffhülle
ist nicht nur als Griff einsetzbar, sondern auch als Schutzisolierung. Die Rippen 4—6 bzw. 44—46 bieten
also Halt für die Finger beim Öffnen und Schließen und
Manipulieren der Zange 10. Sie erzeugen eine Bremswirkung und bannen jegliche Abrutschgefahr.
Die keilförmige Konvergenz der Breitaußenflächen jedes Kopfteiles 23,24 mit Keilwinkel/?hat den Vorteil,
daß die auf einer Tischfläche abgelegte Zange IO dadurch nicht etwa, wie bekannte Zangen, flach auf der
Tischfläche aufliegt, sondern derart schräg, daß sich zwischen den Griffschenkeln 17, 18 und der Ablagefläche
ein Zwischenraum ergibt, wodurch die Zange schneller, besser ;nd zuverlässiger ergriffen werden kann, also
zugriffsbüreiter ist. Erreicht ist hinsichtlich der Griffschenkel 17,18 mit Griffhüllen 21 bzw. 22 ferner, daß die
Massen gezielt und derart verteilt sind, daß sich keine
unerwünschte Kopflastigkeit der Zange 10 ergibt. Dies macht sich besonders beim Handhaben und Manipulieren
mit der Zange 10 bemerkbar und ist ein weiterer Grund dafür, daß die Gefahr einer evtl. Überbelastung
der Unterarmmuskulatur noch weiter reduziert ist. Die Materialgestaltung der Griffhüllen 21,22 aus besonders
weich eingestelltem PVC-Material mit aufgerauhter und/oder strukturierter Oberfläche über den gesamten
Griffbereich reduziert eine evtl. Abrutschgefahr, insbesondere bei verschwitzten oder öligen Händen, noch
weiter.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
25
30
35
40
45
50
55
60
65
Claims (6)
1. Griffausbildung an einem zangenförmigen Handwerkzeug, insbesondere Zange, Schneider,
Schere od. dgL, dessen beide zur Handhabung bestimmte
Griffschenkel jeweils von einer sich im wesentlichen vom freien Griffschenkelende zumindest
bis nahe an das Zangengewerbe mit Schwenkgelenk erstreckenden Griffhülle umkleidet sind und einen
unter Bildung eines inneren Freiraumes dazwischen nach außen ausgebogenen Längenabschnitt aufweisen,
der in Richtung zum Zangengewerbe in einen nach außen hin verbreiterten, als Handschutz wirksamen
Kopfteil übergeht, wobei bei jedem Griffschenkel die beidseitigen, quer zur Gelenkachse verlaufenden
Breitaußenflächen bis hin zum freien Griffschenkelende umgekehrt keilförmig auseinanderstreben
anier Bildung eines mit breiter äußerer Rückenfläche versehenen Kraftentfaltungsabschnittes
im Bereich des unteren Griffschenkelteiles und eines mit demgegenüber und gegenüber dem verbreiterten
Kopfteil schmalerer äußerer Rückenfläche versehenen Anschlußabschnittes, an den sich der
verbreiterte Kopfteil anschließt, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftentfaltungsabschnitt
(28 bzw. 38) auf seiner Innenseite mehrere nutartige Vertiefungen (32 bzw. 42) mit rippenartigen
Materialstegen (33 bzw. 43) dazwischen aufweist, die im wesentlichen parallel zur Schwenkachse
(12) ausgerichtet sinck;nd voi: der Längsinnenseite
(31 bzw. 41) im Bereich der Kante bis in die beiden Breitaußenflächen (25, 26 bzw. 3", 36) jedes Griffschenkels
(17 bzw. 18) hineinführen, und daß der verbreiterte Kopfteil (23 bzw. 24) jedes Griffschenkels
(17 bzw. 18) mehrere in Schenkellängsrichtung etwa ziehharmonikaartig aufeinanderfolgende, umlaufende
Rippen (4—6 bzw. 44—46) aufweist, die in Richtung zum Zangengewerbe hin etwa treppenartig
aufeinanderfolgen. -to
2. Griffausbildung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nutartigen Vertiefungen (32
bzw. 42) mit rippenartigen Materialstegen (33 bzw. 43) dazwischen etwa auf halber Griffschenkellänge
beginnen und in gleichmäßigen Abständen bis hin zum Griffschenkelende (19 bzw. 20) aufeinanderfolgen.
3. Griffausbildung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die letzte, dem Zangengewerbe
(11,12) am nächsten stehende Rippe (4 bzw. 44) das
kleinste Überstandsmaß rundum besitzt und die sich daran anschließenden folgenden Rippen (5, 6 bzw.
45, 46) bezüglich ihres Überstandsmaßes abgestuft, größer gestaltet sind.
4. Griffausbildung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopfteil (23 bzw. 24)
zumindest zwei Rippen oder drei Rippen oder maximal vier Rippen aufweist.
5. Griffausbildung nach einem der Ansprüche 1 —4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopfteil
(23 bzw. 24) sich mit seinen Breitaußenflächen in Richtung zum Zangengewerbe (11,12) hin etwa keilartig
(Winkel ß) verjüngt.
6. Griffausbildung nach einem der Ansprüche 1—5, dadurch gekennzeichnet, daß jede Griffhülle
(21 bzw. 22) aus besonders weich eingestelltem PVC-Material besteht und eine großporige, aufgerauhte
und/oder strukturierte od. dgl. rutschbremsende Oberfläche zumindest im Griffbereich aufweist
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3019734A1 DE3019734A1 (de) | 1981-12-03 |
| DE3019734C2 true DE3019734C2 (de) | 1986-03-27 |
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ID=6103150
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19803019734 Expired DE3019734C2 (de) | 1980-05-23 | 1980-05-23 | Griffausbildung an einem zangenförmigen Handwerkzeug, insbesondere Zange, Schneider, Schere o.dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3019734C2 (de) |
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