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Titel: Haareinfärbegerät
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Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Färben der Haare, insbesondere
zur Verwendung in Friseurbetrieben u.dgl.
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Bei der bisherigen Einfärbetechnik bedient man sich in der Regel einer
Farbschale, in der die Einfärbekomponenten aufbereitet und vermischt werden. Die
Haare werden mit einem Kamm gescheitelt und es wird anschließend die Farbpaste mittels
eines Flachpinsels auf den Haaransatz und das Haar aufgetragen und verteilt. Diese
Einfärbetechnik führt zwangsläufig zu einer starken Verschmutzung der Finger und
Handflächen. Außerdem ist diese Einfärbetechnik durch den Wechsel der verschiedenen
Arbeitsgeräte umständlich und zeitraubend.
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Aufgabe der Erfindung ist es, ein handliches und preiswert herzustellendes
Haareinfärbegerät, insbesondere zur Verwendung in Friseurbetrieben u,dgl,, zu schaffen,
welches sich zugleich durch einfache Handhabung auszeichnet und mit welchem
sich
das Färben der Haare ohne Verschmutzen der Hände durchführen läßt.
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Diese Aufgabe wird mit dem erfindungsgemäßen Haareinfärbegerät gelöst,
welches zu einem Handgerät zusammengefaßt einen Farbbehälter und einen Arbeitskopf
aufweist, der mit einem Flachpinsel, einem dornartigen Haarspreizer und einem Kamm
versehen ist, wobei mindestens ein von dem Innenraum des Farbbehälters zu dem Flachpinsel
und/oder zu der Spitze des Haarspreizers führender Farbaustrittskanal vorgesehen
ist.
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Bei dem erfindungsgemäßen Haareinfärbegerät sind demgemäß die für
das Färben der Haare benötigten Werkzeuge, nämlich ein Flachpinsel, ein dornartiger
Haarspreizer und ein Kamm mit einem Farbbehälter zu einem Handgerät zusammengefaßt,
welches sich einfach und leicht handhaben läßt0 Das Gerät läßt sich zumindest in
seinen wesentlichen Teilen preiswert aus Kunststoff herstellen. Die verschiedenen
Werkzeuge lassen sich funktionsgerecht zu dem Arbeitskopf zusammenfassen. Dabei
bildet der Arbeitskopf vorzugsweise ein den Farbbehälter verschließendes, mit dem
Farbbehälter z.B. durch eine Schraubverbindung lösbar verbundenes Verschlußteil.
Der Farbbehälter selbst wird zweckmäßig als Griffteil des Gerätes ausgebildet.
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Eine besonders handliche und funktionsgerechte Anordnung der genannten
Werkzeuge ergibt sich, wenn der Arbeitskopf so ausgebildet wird, daß am Fuß des
dornartigen Haarspreizers auf der einen Seite der Flachpinsel und auf der anderen
Seite der Kamm angeordnet ist. Die Achse des dornartigen Haarspreizers ist dabei
zweckmäßig unter einem spitzen Winkel zur Achse des Farbbehälters geneigt, an welchem
der Arbeitskopf als Verschlußteil befestigt ist. Außerdem empfiehlt es sich, den
Kamm und den Flachpinsel unter einem
sitzen Winkel zueinander geneigt
am Arbeitskopf anzuordnen.
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Für den Farbbehälter kann ein einfacher Kunststoffbehälter verwendet
werden, der sich zum Ausdrücken des Färbemittels mit der Hand elastisch zusammendrücken
läßt. Dabei tritt das Färbemittel entweder an der Spitze des dornartigen Haarspreizers
oder an dem Flachpinsel aus. Andererseits besteht aber auch die Möglichkeit, den
Austritt des Färbemittels mit Hilfe eines im Farbbehälter angeordneten, durch Hand
z.B.
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mittels eines Hebels betätigten Kolbens oder aber mit Hilfe eines
gasförmigen Treibmittels zu bewirken. Im letztgenannten Fall wird das Gerät mit
einem fingerbetätigten Auslaßventil versehen.
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Der Arbeitskopf mit dem Haarspreizer und dem Kamm wird vorzugsweise
als einstückiges Kunststoffteil ausgebildet. Ein solches Kunststoffteil läßt sich
im Spritzgußverfahren preiswert herstellen. Der Flachpinsel kann an dem Kunststoffteil
fest oder auch lösbar und ggfls. auswechselbar angebracht werden.
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Wird als Farbbehälter ein von Hand elastisch zusammendrückbarer Kunststoffbehälter
od.dgl. verwendet, so empfiehlt es sich, ein Luftansaugventil vorzusehen, welches
bei der elastischen Rückverformung des Farbbehälters Luft in den Behälter ansaugt.
Hierdurch wird verhindert, daß beim Loslassen des Farbbehälters Luft durch den Farbaustrittskanal
und durch das in dem Farbaustrittskanal befindliche Färbemittel gesaugt wird. Der
Farbaustrittskanal bleibt daher stets mit dem Färbemittel gefällt. Als Luftansaugeventil
wird vorzugsweise ein Schlauchringventil od.dgl. verwendet, welches sich einfach
und preiswert herstellen läßt und im Gebrauch nicht zum Verkleben neigt. Das Schlauchringventil
weist zweckmäßig als Schließglied einen elastischen
Schlauchring
auf, der im Schließzustand eine oder auch mehrere Ventilöffnungen abdeckt und der
bei der elastischen Rückverformung des Farbbehälters die Ventilöffnung(en) für den
Luftdurchtritt öffnet. Es empfiehlt sich im übrigen, das Luftansaugeventil bzw.
das Schlauchringventil am Fuß des Farbbehälters anzuordnen. Dabei kann der Farbbehälter
am Fuß durch ein, vorzugsweise aus Kunststoff gefertigtes Bodenteil verschlossen
sein, welches das Luftansaugeventil aufweist und z.B. mittels einer Schraubverbindung
am Farbbehälter befestigt wird.
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Weiterhin besteht die Möglichkeit, ein FUllventil vorzusehen, mit
welchen sich der Farbbehälter ohne Abnehmen des Arbeitskopfes mit dem Färbemittel
füllen läßt. Das Füllventil und das Luftansaugeventil können hierbei zu einer Ventileinheit
zusammengefaßt sein. Zweckmäßig ist auch eine Anordnung, bei der das Schlauchringventil
das FUllventil umschließt. Als Füllventil kann ein einfacher federbelasteter Ventilkolben,
z0B. aus Kunststoff, verwendet werden.
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Um das exakte Auftragen des Färbemittels auf den Haaransatz und das
Haar zu erleichtern, ist in dem Flachpinsel zweckmäßig ein weich-elastischer Düseneinsatz
aus Gummi oder einem ähnlichen Werkstoff angeordnet, der vorzugsweise aus einer
sich bei ueberdruck öffnenden Flachdüse besteht0 Bei Unterdruck im Farbbehälter
schließt sich die Flachdüse selbsttätig, so daß über die Flachdüse keine Luft in
den Farbbehälter gesaugt werden kann. Im Gebrauch tritt das Färbemittel in mehr
oder weniger dosierter Menge aus der schlitzförmigen Düse des Düseneinsatzes in
den Flachpinsel aus. Vorzugsweise wird die Anordnung so getroffen, daß der Miseneinsatz
mit seiner Düsenmündung in geringem Abstand vor dem freien Ende der Borsten des
Flachpinsels liegt. Es hat sich gezeigt, daß sich mit Hilfe eines solchen Düseneinsatzes
das genaue und dosierte Auftragen des Färbemittels
verbessern
läßt.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform besteht der Flachpinsel aus
einem am Arbeitskopf angebrachten Ansteckteil, welcher vorteilhafterweise mittels
einer Nut-Federfilhrung, insbesondere einer Schwalbenschwanzführung od.dgl. am Arbeitskopf
lösbar befestigt ist. Dabei läßt sich die Anordnung in vorteilhafter Weise so treffen,
daß der Flachpinsel von einer Position, in der der oder die Farbaustrittskanäle
des Arbeitskopfes zum Farbaustritt geöffnet ist (sind), in eine Position umsteckbar
ist, in welcher der bzw. die Farbaustrittskanäle geschlossen ist bzws sind. Im Schließzustand
läßt sich das Handgerät zum Durchmischen der Färbekomponenten von Hand schütteln,
ohne daß das Färbemittel am Flachpinsel nach außen austritt. Außerdem kann bei Nichtgebrauch
des Einfärbegerätes der Färbemittelauslaß durch Umstecken des Flachpinsels verschlossen
werden.
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Es besteht auch die Möglichkeit, den dornartigen Haarspreizer als
Verteilerröhrchen auszubilden, an dessen Spitze das Färbemittel nach außen austritt.
Falls der Arbeitskopf so ausgebildet ist, daß das Färbemittel wahlweise am Flachpinsel
oder an der Spitze des Haarspreizers auf das Haar aufgetragen werden kann, wird
zweckmäßig ein Umschaltorgan vorgesehen, mit welchem sich wahlweise der zu dem Haarspreizer
führende Farbaustrittskanal oder der zu dem Flachpinsel führende Farbaustrittskanal
absperren läßt.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele. In der Zeichnung
zeigen: Fig. 1 den Arbeitskopf eines erfindungsgemäßen Haareinfärbegerätes im Längsschnitt;
Fig.
2 eine geänderte Ausführungsform des Arbeitskopfes eines erfindungsgemäßen Haareinfärbegerätes
ebenfalls im Längsschnitt; Fig. 3 einen als Kunststofflasche od.dgl. ausgebildeten
Farbbehälter, der zusammen mit dem Arbeitskopf nach Fig. 1 oder verwendet werden
kann im Längs schnitt; Fig. 4 und 5 zwei Ausführungsformen eines in dem Farbbehälter
nach Fig. 3 als Zwischenboden angeordneten Misch- und Verteilerstücks; Fig. 6 und
7 jeweils einen Schnitt durch den unteren Bodenbereich eines Farbbehälters mit dem
hier angeordneten Luftansaugeventil bzw. einem zusätzlichen Füllventil; Fig. 8 in
Seitenansicht eine bevorzugte Ausführungsform eines Arbeitskopfes des erfindungsgemäßen
Haareinfärbegeräts; Fig. 9 den Arbeitskopf nach Fig. 8 mit umgestecktem Flachpinsel
in Seitenansicht; Fig. 10 einen Schnitt nach Linie X-X der Fig. 8; Fig. 11 einen
Schnitt nach Linie XI-XI der Fig. 8; Fig. 12 den Arbeitskopf nach Fig. 8 in geänderter
Ausführung Der in Fig. 1 dargestellte Arbeitskopf 10 ist vorzugsweise einstückig
aus Kunststoff gefertigt, Er umfaßt in einem Stück einen Kamm 11, einen dornartigen
Haarspreizer 12 und
einen Flachpinsel 13. Der Kamm 11 und der Flachpinsel
13 sind im Fußbereich des dornartigen Haarspreizers 12 einander gegenüberliegend
am Arbeitskopf 10 angeordnet. Der Haarspreizer 12 ist bei dem dargestellten Ausftihrungsbeispiel
zur Seite des Kamms 11 hin leicht abgebogen. Er kann aber auch einen geraden Verlauf
haben. Die Achse des Kamms 11 und diejenige des Flachpinsels 13 sind gegeneinander
geneigt, derart, daß ihre Achsen in Richtung auf den Haarspreizer 12 unter einem
spitzen Winkel konvergieren0 Außerdem ist die Achse A des Arbeitskopfes 10 gegenüber
der Achse B des den Arbeitskopf 10 tragenden Farbbehälters 14 (Fig. 3) unter einem
spitzen Winkel geneigt, wodurch sich eine für die Handbedienung funktionsgerechte
Anordnung der Werkzeuge 11, 12 und 13 ergibt.
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Mit dem Arbeitskopf 10 ist eine Verschlußkappe 15 einstückig verbunden,
die mit einem Innengewinde 16 versehen ist. Der Farbbehälter 14 weist an seinem
Flaschenhals 17 ein Außengewinde auf, auf welches der Arbeitskopf 10 mit der Schraubkappe
15 aufgeschraubt werden kann. An Stelle der Schraubverbindung kann aber auch eine
andere Verbindung, z.B. ein Bajonettverschluß, vorgesehen sein.
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Durch den Arbeitskopf und den Haarspreizer 12 erstreckt sich ein Farbaustrittskanal
19, der an der Spitze 20 des Haarspreizers 12 mündet und am anderen Ende mit dem
Innenraum des Farbbehälters 14 verbunden ist. Der Farbbehälter 14 bildet den Griffteil
des Handgeräts. Er besteht aus einem Kunststoffbehälter, der sich zum Austritt des
Färbemittels mit der Hand zusammendrücken läßt. Das hierbei an der Spitze 20 des
Haarspreizers austretende Färbemittel läßt sich mit Hilfe des Haarspreizers auf
den Haaransatz und das Haar verteilen, Der als zylindrische Flasche ausgebildete
Farbbehälter 14 verformt sich beim Loslassen elastisch zurück, wobei unter der Saugwirkung
Luft von
außen in den Farbbehälter nachgesaugt wird. Zu diesem
Zweck ist bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 am Arbeitskopf bzw. an dessen
Schraubkappe 15 ein Luftansaugeventil 21 angeordnet, welches bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel als einfaches federbelastetes Rückschlagventil ausgebildet ist.
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Im Inneren des Farbbehälters 14, vorzugsweise in dessen Bodenbereich
ist als Zwischenwand ein Misch- und Verteilerstück 22 angeordnet, welches mit einer
Vielzahl von Löchern 23 (Fig. 5) versehen ist oder gemäß Fig. 4 mehrere radiale
Stege 24 aufweist. Beim Schütteln des Farbbehälters 14 unterstützt das Teil 22 die
Vermischung der Färbekomponenten des Färbemittels. Von der Anordnung des Misch-
und Verteilerstücks 22 kann aber auch abgesehen werden.
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Wie Fig. 3 zeigt, kann das Luftansaugeventil 21 aber auch am Fuß des
Farbbehälters 14 angeordnet werden. Es kann in diesem Fall zugleich die Funktion
eines Füllventils haben, über welches der Farbbehälter 14 mittels einer FUllvorrichtung
mit dem Färbemittel gefüllt wird. An Stelle des dargestellten federbelasteten Kugelrückschlagventils
können auch Rückschlagventile anderer Ausführung vorgesehen werden.
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Der Arbeitskopf 30 nach Fig. 2 unterscheidet sich von dem-Wenigen
nach Fig. 1 im wesentlichen nur dadurch, daß der dornartige Haarspreizer 12 als
Vollstiel ausgebildet ist.
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Der zu dem Innenraum des Farbbehälters 14 führende Farbaustrittskanal
19 ist in diesem Fall über mehrere Zweigkanäle 25 mit dem Flachpinsel 13 verbunden,
so daß das Färbemittel in diesem Fall in den Flachpinsel 13 austritt.
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Die Zweigkanäle 25 sind als feine Düsenkanäle ausgebildet.
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In Fig. 6 ist eine bevorzugte Ausführungsform eines Luft ansaugeventils
dargestellt, welches als Schlauchringventil
ausgebildet ist. Der
aus einer Kunststofflasche bestehende Farbbehälter 14 ist am Boden durch ein Bodenteil
26 verschlossen, welches vorzugsweise ebenfalls aus Kunststoff gefertigt ist und
z.B. durch Verschrauben am Farbbehälter 14 befestigt wird. Das Bodenteil 26 trägt
eine axial in den Farbbehälter 14 vorspringende zylindrische Einziehung 27, die
an ihrem Umfang mehrere Ventilöffnungen 28 aufweist, welche von einem elastischen
Schlauchring 29 abgedeckt werden. Mit 31 ist ein an der hülsen- oder zapfenförmigen
Einziehung 27 angeordneter Absatz bezeichnet, welcher den Schlauchring 29 in seiner
Lage sichert. Bei der elastischen Rückverformung des Farbbehälters 14 hebt sich
der Schlauchring 29 etwas ab, wodurch die Luft von außen durch die Ventilöffnungen
28 in den Innenraum des Farbbehälters 14 nachströmen kann.
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Wie in Fig. 6 links der Mittelachse dargestellt, kann der das Schlauchringventil
bildende hüsenförmige Ansatz 27 einstückig an dem Bodenteil 26 angeformt sein. Er
kann aber auch aus einem gesonderten Teil bestehen, welches an dem Bodenteil 26
festgelegt wird. Dies ist in Fig. 6 rechts der Mittelachse dargestellt.
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Fig. 7 zeigt dasselbe Schlauchringventil in Verbindung mit einem Füllventi40.
In diesem Fall weist die hülsen- oder zapfenförmige Einziehung 27 einen einstückig
angeformten Ventilkorb 32 mit einer Ventilöffnung 33 und einem Ventilsitz 34 auf,
gegen welchen sich im Schließzustand ein von einer Ventilfeder 36 belasteter Ventilkolben
35 liegt. An das Füllventil läßt sich der Füllkopf eines Füllbehälters od,dgl. ansetzen,
wodurch der Ventilkolben 35 gegen die Federrückstellkraft von seinem Ventilsitz
abgehoben wird, wodurch sich der Farbbehälter 14 mit dem Färbemittel befüllen läßt.
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In den Fig. 8 bis 11 ist eine weitere, bevorzugte Ausführungsform
eines Arbeitskopfes 50 dargestellt, der insbesondere mit einem Farbbehälter 14 nach
Fig. 6 oder 7 ausgerüstes wird. Auch in diesem Fall bildet der Farbbehälter 14 den
Handgriff des Haareinfärbegerätes. Der vorzugsweise aus Kunststoff gefertigte Arbeitskopf
50 weist in einem Stück den Kamm 11 und den dornartigen Haarspreizer 12 sowie die
Schraubkappe 15 auf, mit der der Arbeitskopf am Farbbehälter 14 angeschlossen wird.
Der Flachpinsel 13 ist als Ansteckteil an dem Arbeitskopf 50 lösbar befestigt. Er
weist ein Fußstück 51 auf, welches mittels einer Nut-Federverbindung nach Art eines
Schiebers auf die die Verlängerung des Haarspreizers 12 bildende Rückenfläche 52
des Arbeitskopfes 50 aufsteckbar und an dieser festlegbar ist.
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Wie insbesondere die Fig. 10 und 11 zeigen, sind an dem flachen Mittelteil
des Arbeitskopfes 50 in Nähe der Rückenfläche 52 seitlich Nuten 54 ausgeformt, in
die das Fußstück mit Vorsprüngen 55 einfaßt. Vorzugsweise ist die Nut-Federverbindung
54, 55 als Schwalbenschwanzführung od.dgl. so ausgebildet, daß der Flachpinsel 13
mit seinem Fußstück 51 mit Klemmung an dem Arbeitskopf 50 gehalten wird.
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In dem flachen Mittelstück 53 des Arbeitskopfes 50 befindet sich ein
schlitzförmiger Farbaustrittskanal 56, der sich von der Schraubkappe 15 bis zur
Rückenfläche 52 erstreckt und sich in Richtung auf die Rückfläche 52 verbreitert.
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Seine Breite an der Mündung der Rückenfläche 52 ist nur geringfügig
kleiner als die Breite des Flachpinsels 13.
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In dem Flachpinsel 13 liegt zwischen dessen Borsten ein Düseneinsatz
57 aus einem weich-elastischen Gummimaterial oder einem gleichartigen Werkstoff,
der, wie in Fig. 11 zeigt, mittels Flansche 58 am Fuß stück 51 des Flachpinsels
gehalten ist. Der DUseneinsatz 57 ist als Flachdüse ausgebildet. Seine Düsenmündung
59 liegt in verhältnismäßig geringem
Abstand von den freien Enden
60 der Borsten des Flachpinsels 13. Der Düseneinsatz ist so ausgebildet, daß sich
seine Lippen beim Durchtritt des Färbemittels zu einem engen Schlitz öffnen, so
daß das Färbemittel durch diesen sich nahezu über die gesamte Breite des Flachpinsels
erstreckenden Schlitz in den Flachpinsel austritt, Bei Unterdruck in dem Farbbehälter
14 legen sich die Lippen des Düseneinsatzes gegeneinander und verschließen dadurch
den Düsenschlitz, so daß über den Ditseneinsatz von außen keine Luft angesaugt werden
kann.
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Fig. 8 zeigt den Flachpinsel 13 in einer Position am Arbeitskopf 50,
in der die Mündung des Farbaustrittskanals 56 an der Riickenfläche 52 mit dem Eingang
des Düseneinsatzes 57 in Verbindung steht, so daß bei Druckausübung auf den elastisch
verformbaren Farbbehälter 14 das Färbemittel durch den Düseneinsatz 57 in den Flachpinsel
13 austreten kann. Um den Farbaustrittskanal 56 an der Riickenfläche 52 zu verschließen,
wird der Flachpinsel 13 mit seinem Fußstück 51 in Pfeilrichtung S von dem Arbeitskopf
50 abgezogen und in umgekehrter Lage wieder an den Arbeitskopf 50 angesteckt wie
dies Fig. 9 zeigt. In dieser Lage verschließt das Fußstück 51 des Farbpinsels 13
die Mündung des Farbaustrittskanals 56.
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Der Arbeitskopf 70 nach Fig. 12 entspricht im wesentlichen demjenigen
nach den Fig. 8 bis 11. Dies gilt auch für die Ausbildung und umsteckbare Befestigung
des Flachpinsels 13, der in Fig. 12 nicht dargestellt ist. Bei der Anordnung nach
Fig. 12 ist ein zu der Spitze 20 des dornartigen Haarspreizers 12 führender Farbaustrittskanal
19 vorgesehen.
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Zugleich ist an dem flachen Mittelstück 53 ein von Hand betätigtes
Umschaltorgan 71 angeordnet, mit welchem sich wahlweise der Kanal 56 oder der Kanal
19 absperren läßt. Fig. 12 zeigt das Umschaltorgan 71 in einer Schaltposition, in
welcher
der Kanal 19 abgesperrt ist, während der zu dem Flachpinsel
führende Kanal 56 mit dem Innenraum des Farbbehälters 14 verbunden ist. Falls das
Färbemittel, statt am Flachpinsel, am Ende des HaarsDreizers 12 austreten soll,
wird das Umschaltorgan 71 umgeschaltet, wodurch der Kanal 56 abgesperrt und der
Kanal 19 mit dem Innenraum des Farbbehälters 14 verbunden wird.
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Bei allen vorstehend beschriebenen Ausfiihrungsbeispielen bildet der
zylindrische Farbbehälter 14 das Griffteil des Haareinfärbegerätes, an welchem der
als Verschlußteil des Farbbehälters ausgebildete Arbeitskopf angeschlossen ist.
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Die Achse des Haarspreizers 12 verläuft in allen Fällen spitzwinklig
zur Achse des Farbbehälters 14, wobei der Kamm 13 im Fußbereich an der Unterseite
des Haarspreizers 12 und der Flachpinsel 13 gegenüberliegend an der Rtickenfläche
des-Arbeitskopfes liegt. Hierdurch ergibt sich eine funktionsgerechte Anordnung
dieser Arbeitswerkzeuge am Arbeitskopf0