DE3017274C2 - Vorrichtung zum Streichen von Papierbahnen - Google Patents
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Description
gibt Dies erlaubt eine genau dosierte und unmittelbare Einstellung de» Streichgewichtes mit einfachen Mitteln,
was ebenfalls sehr wichtig ist da sich die Viskosität der
Streichmasse ständig ändert und somit eine rasche und genaue Reaktion auf Viskositätsänderungen durch Veränderung
des Anstelldruckes wichtig ist
Die Konstanz der Position der Rakelspitze oder Rakelspitzen bei Veränderungen des Anstelldruckes erlaubt
eine einfache Steuerung dieses Druckes mittels eines Prozeßrechners in der Weise, daß der Streichmassenauftrag
unabhängig von der Geschwindigkeit bleibt Würde der Anstelldruck nicht geschwindigkeitsabhängig
geändert, dann würde mit zunehmender Geschwindigkeit als Folge des wachsenden hydraulischen Drukkes
in dem Spalt zwischen Rakel und Papierbahn die Rakel mehr und mehr angehoben. Weiterhin kann der
Prozeßrechner dafür sorgen, daß der Anstellwinkel der Rakel oder Rakeln in Abhängigkeit von der Rauhigkeit
der Papierbahn verändert wird. Je rauher die Papierbahn ist desto größer muß der Anstellwinkel eingestellt
werden, um die Einwirkungszone der Rakel zu verkürzen.
Die Rauhigkeit kann mit einem Glättemeßgerät kontinuierlich gemessen werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist der Stützkörper, an dem die Rakel zwischen ihrem freien
Ende und ihrem eingespannten Ende anliegt eine Schneide als Anlagefläche für die Rakel auf, da sich dann
für die Rakel die günstigsten Krümmungsverhältnisse ergeben.
Die Rakel oder Rakeln können auch als Rollrakel ausgebildet sein.
Im folgenden ist die Erfindung anhand von zwei in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen im einzelnen
erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine schematisch und unvollständig dargestellte
Ansicht eines Ausführungsbeispiels für einen einseitigen Strich,
F i g. 2 eine schematisch und unvollständig dargestellte Ansicht eines Ausführungsbeispiels für zweiseitigen
Strich.
Eine Vorrichtung zum einseitigen Auftragen einer Streichmasse auf eine Papierbahn 1 weist ein Gestell
auf, von dem in F i g. 1 nur eine der beiden Seitenwangen 2 schematisch dargestellt ist. Der Abstand dieser
beiden Seitenwangen 2 voneinander ist größer als die axiale Länge einer Walze 3, über welche die Papierbahn
1 während des Streichvorganges läuft. Die Walze 3 kann deshalb zwischen die beiden Seitenwangen 2 eingreifen,
wie dies aus F i g. 1 ersichtlich ist Ln jeder der Scitenwangen 2 ist mittels eines wegen der besseren Übersichtlichkeit
im Durchmesser zu groß dargestellten Lagerzapfens 17 ein Seitente'l 4 eines Trägers gelagert.
Die durch die beiden Lagerzapfen für die Seitenteile 4 definierte Schwenkachse liegt parallel zur Drehachse
der Walze 3 und in einer den Walzenmantel tangierenden Ebene 5. Daher ist der Abstand der beiden spiegelbildlich
gleich ausgebildeten Seitenteile 4 voneinander ebenfalls größer als die axiale Länge der Walze 3. Die im
Bereich ihres oberen Endes mittels der Lagerzapfen gelagerten Seitenteile 4 sind durch ein Jochteil 5 starr w
miteinander verbunden, damit sie sich stets in der glel·
chen Winkellage befinden. Der Einstellung und Feststellung des Trägers in einer bestimmten Winkellage dient
eine Einstellvorrichtung 6, welche im Ausführungsbeispiel am Jochteil 5 angreift.
Im Träger ist schwenkbar eine Halterung 7 gelagert, und zwar im Bereich ihres unteren Endes. Die parallel
zu den Lagerzapfen 17 liegende Schwenkachse 8 ist im Bereich des unten liegenden Schenkels der C-ähnlichen
Halterung 7 angeordnet und dient dazu, diese Halterung
zwischen der in F i g. 1 dargestellten Arbeitsstellung und
einer durch eine Schwenkbewegung im Uhrzeigersinn der Blickrichtung gemäß Fig. 1 erreichbaren Stellung
zu schwenken, welche die Halterung beispielsweise einnimmt wenn die Streichvorrichtung außer Betrieb ist
Die Schwenkvorrichtung, welche diese Schwenkbewegung der Halterung 7 bewirkt und die Halterung in ihrer
Arbeitsstellung feststellt ist nicht dargestellt da es sich um einen bekannten Schwenkantrieb handelt
Der obere Schenkel der Halterung 7, der tiefer liegt als die Lagerzapfen der Seitenwangen 2, weist gegen die
Walze 3 und bildet an seinem freien Ende eine Schneide 9, die parallel zu der durch die Lagerzapfen 17 definierten
Achse verläuft, aber in einem Abstand a unterhalb dieser Achse liegt Der untere Schenkel der Halterung 7
erstreckt sich vom Joch aus in derselben Richtung wie der obere Schenkel, wird aber durch zwei Arme gebildet
zwischen denen eine Klemmvorrichtung 10 mittels Schwenkzapfen 11 gelagert ist Die d<ydi die Schwenkzapfen
11 definierte Achse liegt parallel'7 Jr Schneide 9
und der durch die Lagerzapfen definierten Achse. Der Abstand d dieser Achse von der durch die Lagerzapfen
17 und die Schneide 9 definierten Ebene ist kleiner als 500 mm.
Wie F i g. 1 zeigt weist die Klemmvorrichtung 10 eine von den Schwenkzapfen 11 getragene und sich gegen
die Schneide 9 erstreckende Klemmbacke 12 auf, welche in ihrem oberen Teil auf der gegen die Walze 3
weisenden Seite eine ebene Anlagefläche für eine Rakel 13 biidet In den in F i g. 1 dargestellten Positionen der
Seitenteile 4 des Trägers und der Klemmvorrichtung 10 liegt die Anlagefläche der Klemmbacke 12 in der durch
die Längsachse der Lagerzapfen und die Schneide 9 definierten .Ebene. Sie kann jedoch mittels eines
Schwenkantriebes 14, der einerseits an der Klemmbakke 12 und andererseits am Joch des Trägers angelenkt
ist, auch in andere Schwenkstellungen gebracht wtrden. Außerdem hält der Schwenkantrieb 14 die Klemmbacke
12 in der gewählten Stellung. Eine zweite Klemmbacke
15 ist gegen die Anlagefläche der Klemmbacke 12 spannbar, damit das untere Ende der Rakel 13 in der
Klemmvorrichtung sicher festgehalten werden kann. Der Abstand zwischen der Schneide 9 unrt der gegen sie
weisenden Stirnseite der Klemmvorrichtung 10 ist mit b, der Abstand zwischen dieser Stirnseite und der durch
die Schwenkzapfen 11 definierten Schwenkachse mit c bezeichnet Das Verhältnis dieser Abstände zueinander
ist so gewählt daß a + b S c ist. Hierdurch ändert das an die Papierbahn 1 anzudrückende freie Ende der Rakel
13 seine Lage nicht oder höchstens in einem nicht, nennenswerten Maße, wenn zur Einstellung des Anstelldr.ick».a·
ijer Rakel 13, also der Kraft, mit der das freie Ende der Rakel 13 gegen die Papierbahn 1 gepreßt wird,
die Klemmvorrichtung 10 aus der in Fig. 1 dargestellten
Schwenklage im Uhrzeigersinn verschwenkt wird und die Rakel dabei S-förmig gekrümmt wird, wobei die
Stelle, an welcher der Sinn der Krümmung sich ändert, in der an der Schneide 9 anliegenden Zone liegt, wie
F i g. 1 zeigt.
Sowohl die Einstellvorrichtung 6, mittels <ier«n der
Anstellwinkel der Rakel 13 eingestellt wird, als auch der Schwenkantrieb 14 werden von einem Prozeßrechner
16 gesteuert, wie die-, in Fig. 1 symbolisch angedeutet
ist.
Das in F i g. 2 dargestellte Ausführungsbeispiel für einen doppelseitigen Strich besteht praktisch aus zwei
Vorrichtungen für einen einseitigen Strich, wie ein Vergleich der F i g. 2 und I zeigt. Die beiden Rakeln 113 und
113' sind an an die eine bzw. andere Seite der zwischen
ihnen hindurchgeführten Papierbahn 101 mit ihrem freien Ende andrückbar. Ihr anderes Fnde ist in einer
Klemmvorrichtung 110 bzw. 110' festgehalten, die beide
wie die Klemmvorrichtung 10 des ersten Ausführungsbeispiels ausgebildet und im Bereich ihres unteren Endes
mittels Schwenkzapfen 111 bzw. 111' zwischen zwei
Armen schwenkbar gelagert sind, welche den unteren to Schenkel einer C-förmigen Halterung 107 bzw. 107' bilden,
welche beide spiegelbildlich zueinander ausgebildet und angeordnet sind. Der jeweils obere Schenkel
der Halterung 107 bzw. 107' weist gegen denjenigen der anderen Halterung und bildet in gleicher Höhe je eine
Schneide 109 bzw. 109', an dem die Rakeln 113 bzw. 113'
im Abstand c von ihrem freien Ende Anlage finden. Mittels je eines Schwenkantriebes 114 bzw. 114' können
die Klemmvorrichtungen 110 bzw. 110' relativ zur Halterung
verschwenkt werden, um unter Bildung einer S-förmigen Krümmung der Rakel diese mit dem gewünschten
Anstelldruck gegen die Papierbahn zu drükken.
Die beiden Halterungen 107 und 107' sind im Bereich ihres unteren Schenkels schwenkbar in je einem Träger
gelagert, dessen in Fig.2 sichtbarer Seitenteil mit 104
bzw. 104' bezeichnet ist. Die Schwenkachsen 108 und 108' der beiden Klemmvorrichtungen liegen parallel zueinander
sowie zu den durch die Schwenkzapfen 111 und 111' definierten Achsen, die wiederum parallel zur
Papierbahn 101 liegen.
Die Seitenteile 104 und 104', deren obere Endabschnitte sich überlappen, sind im Bereich dieser Endabschnitte
mittels zweier Lagerzapfen 117 schwenkbar in den Seitenwangen 102 eines im übrigen nicht dargestellten
Gestells gelagert. Abweichend von dem Ausführungsbeispiel gemäß Fi g. 1 liegt die von den Lagerzapfen
definierte Schwenkachse etwas tiefer als die auf einander ausgerichteten freien Enden der beiden Rakeln
113 und 113', also in dem von diesen gebildeten keilförmigen
Raum, wie Fig.2 zeigt. Die Seitenteile 104 der beiden Träger sind je durch ein Jochteil 105 starr miteinander
verbunden. An den Jochteilen 105 greift je eine Einstellvorrichtung 106 bzw. 106' an, die andererseits
mit den Seitenwangen 102 verbunden ist und den Träger nicht nur verschwenken, sondern auch in jeder
wählbaren Schwenkstellung feststeilen kann. Wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 1 kann daher mit
den Einstellvorrichtungen 106 und 106' der Anstellwinkel der Rakeln 113 bzw. 113' und mittels der Schwenkantriebe
114 bzw. J14' der Ansteildruck eingestellt werden.
Übereinstimmung mit dem Ausführungsbeispiel gemäß Fi g. 1 besteht auch hinsichtlich der Abstände a,
b, c und d, d. h. es gilt auch hier a + b <
c und d < 500 mm. Der Abstand a ist zwischen dem freien Ende der beiden Rakeln 113 und 113' sowie der sie
abstützenden Schneide 109 bzw. 109' gemessen. Der Abstand b ist zwischen der Schneide 109 bzw. 109' und
der ihr zugekehrten Stirnseite der Klemmvorrichtung
110 bzw. 110', der Abstand c zwischen dieser Stirnseite
und der Schwenkachse der Klemmvorrichtung gemessen. Mit dist der Abstand der durch die Schwenkzapfen
111 und 11Γ definierten Achsen von den durch die Lagerzapfen
117 und die Schneide 109 bzw. 109' definierten Ebenen bezeichnet
Wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 1 hat eine Schwenkbewegang der KJemmvorrichtungen 110
und 110' eine Änderung des Anstelldruckes der Rakeln
113 bzw. 113' zur Folge, wobei jedoch die Position des
freien Rakelendes sich nicht oder zumindest nicht nennenswert ändert. Der Anstellwinkel der Rakeln wird
mittels der Einstellvorrichtungen 106 bzw. 106' eingestellt. Ein diese* beiden Einstellvorrichtungen sowie die
Schwenkantriebe 114 und 114' steuernder Prozeßrechner
ist in F i g. 2 nicht dargestellt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Streichen von Papierbahnen untere Ende des aus einem Blade gebildeten Rakel dermit
wenigstens einer Rakel, die im Bereich ihres ei- 5 art translatorisch verschoben, daß durch die S-förmige
nen Endes in eine Klemmvorrichtung eingespannt Bladeverbiegung der Anpreßdruck der Bladeschncide
ist, weiche bewegbar und in wählbarer Position fest- gegen die Materialbahn zur Erzielung unterschiedlicher
stellbar in einer Halterung gelagert ist die ihrerseits Auftragsgewichte oder -qualitäten veränderbar ist
um eine im Bereich des freien Endes der Rakel be- Hierbei" bleibt die geometrische Veränderung e'er BIafindliche
Schwenkachse schwenkbar in einem Ge- 10 despitze in bezug auf die über eine Gegenwalze geführstell
angeordnet ist und einen Stützkörper aufweist te Papierbahn bezüglich des Streichwinkels und dem
welcher die Rakel in ihrer Betriebsstellung, in wel- Anschliff der Bladeschneide vernachlässigt wodurch die
eher sie zwei gegensinnige Krümmungen aufweist, Erreichung des Qualitätsoptimums nicht möglich ist
in einem Abstand (a) von ihrem freien Ende und in Mit der DE-OS 28 45 036 ist eine weitere Vorrichtung
einem Abstand (b) von ihrem in die Klemmvorrich- 15 hekanntgeworden, mit welcher durch spiegelbildliche
tang eingespannten Ende auf ihrer der Papierbahn Anordnung der vorgenannten Vorrichtung eine Papierabgekehrten
Seite, vorzugsweise mit einer schnei- bahn doppelseitig gestrichen wird. Dabei wird das auf
denförmigen Anlagefläche, abstützt, dadurch der Bahnrückseite liegende Rakel durch ein steifes BIagekennzeichnet,
daß die Klemmvorrichtung de gebildet während das vorderseitige Rakel die Form (10,110, HOM in der Halterung (7; 107,107') um eine 20 eines elastischen Blades aufweist Durch das Zusam-Schwenkacbse
(11; 111, 11Γ) schwenkbar gelagert menwirken dieser verschiedenen Blades sind zwangsist
die parallel zur Schwenkachse der Halterung und läufig auch die Strichqualitäten der Vorder- und Rückin
einem Abstand von dem sich in der Klemmvor- seite der Papierbahn unterschiedlich,
richtung befindenden Ende der Rakel (13; 113,113') Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine liegt der größer ist als der Abstand (c) von demjeni- 25 Streichvorrichtung der eingangs beschriebenen Art angen Ende der Klemmvorrichtung, an dem die Rakel zugeben, bei der durch eine Änderung des Anstelldrukaustritt und daß die Schwenkachse (11; 111, WV) kes die Lage der Berährungsstelle zwischen Rakel und der Klemmvorrichtung auf der Seite des Stützkör- Papierbahn nicht oder höchstens in einem vernachläspers (9; 109,109') angeordnet ist und von der durch sigbar geringen Maße verändert wird,
die Anlagestelle des Stützkörpers und der im Be- 30 Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Anreich des freien Endes der Rakel befindlichen Sprüche 1 mit 4 gelöst wobei die Klemmvorrichtung für Schwenkachse (17,117) definierten Ebene einen Ab- die Rakel nicht geradlinig verschoben, sondern verstand (d)hai und daß fife die gee jtnnten Abstände gilt schwenkt wird. Da die Schwenkachse nicht in Verlängerung der unbelasteten Rakel angeordnet sondern auf
richtung befindenden Ende der Rakel (13; 113,113') Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine liegt der größer ist als der Abstand (c) von demjeni- 25 Streichvorrichtung der eingangs beschriebenen Art angen Ende der Klemmvorrichtung, an dem die Rakel zugeben, bei der durch eine Änderung des Anstelldrukaustritt und daß die Schwenkachse (11; 111, WV) kes die Lage der Berährungsstelle zwischen Rakel und der Klemmvorrichtung auf der Seite des Stützkör- Papierbahn nicht oder höchstens in einem vernachläspers (9; 109,109') angeordnet ist und von der durch sigbar geringen Maße verändert wird,
die Anlagestelle des Stützkörpers und der im Be- 30 Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Anreich des freien Endes der Rakel befindlichen Sprüche 1 mit 4 gelöst wobei die Klemmvorrichtung für Schwenkachse (17,117) definierten Ebene einen Ab- die Rakel nicht geradlinig verschoben, sondern verstand (d)hai und daß fife die gee jtnnten Abstände gilt schwenkt wird. Da die Schwenkachse nicht in Verlängerung der unbelasteten Rakel angeordnet sondern auf
a + b ;S c 35 der Seite des Stützelementes um einen Abstand (d) ge-
d < 500 mm. genüber versetzt ist führt eine Verschwenkung zu einer
Näherung der Austrittstelle der Rakel aus der Klemm-
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn- vorrichtung, so daß trotz der S-förmigen Biegung der
zeichnet daß die Rakel als Rollrakel ausgebildet Rakel und ihrer unveränderten Länge das freie Ende der
sind. 40 Rakel annähernd ihren geometrischen Platz auf der Pa-
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch pierbahn beibehält Hierbei darf der Abstand (d) nicht
gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtung (10; zu groß werden, weil sich sonst die Austrittstelle der
110,110') einen rechnergesteuerten Schwenkantrieb Rakel aus der Klemmvorrichtung der Stützvorrichtung
(14; 114,114') aufweist zu sehr nähert Aus dem gleichen Grund sollte der
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, 45 Schwenkradius, der annähernd dem Abstand (c) entdadurch
gekennzeichnet daß für einen zweiseitigen spricht, verhältnismäßig groß sein.
Strich die beiden Rakeln (113,113'), die Klemmvor- Weiterhin ergibt sich, daß bei einer derartigen
richtungen (110, 110') und die Halterungen (7,107') Streichvorrichtung bei einer Änderung des Anstelldrukspiegelbildlich
gleich ausgebildet und angeordnet kes die Rakelspitze an der Stelle, an der sie die Bahn
sind. so berührt, nicht ihre Lage verändert oder höchstens in
einem vernachlässigbar geringen Maße. Daher werden
die geometrischen Verhältnisse für den keilförmigen
Zwischenraum zwischen der Rakelspitze und der Bahn und damit auch die Strömungsverhältnisse durch eine
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Strei- 55 Änderung des Anstelldruckes nicht verändert Bei Auschen
von Papierbahnen mit wenigstens einer Rakel, die führungsformen für einen zweiseitigen Strich, also Dopim
Bereich ihres einen Endes in eine Klemmvorrichtung pelrakel-Aggregaten, bedeutet dies, daß dann, wenn wie
eingespannt ist, welche bewegbar und in wählbarer Po- üblich, die gemeinsame Schwenkachse der beiden HaI-sition
feststellbar in einer Halterung gelagert ist, die terungen in einem gewissen Abstand von den Rakelspitihrerseits
um eine im Bereich des freien Endes der Rakel 60 zen liegt, sich dieser Abstand bei einer Änderung des
befindliche Schwenkachse schwenkbar in einem Gestell Anstelldruckes ebenfalls nicht oder nicht nennenswert
angeordnet ist und einen Schützkörper aufweist, wel- ändert, so daß auch in diesem Falle die geometrischen
eher die Rakel in ihrer Betriebsstellung, in welcher sie Verhältnisse in den beiden keilförmigen Zwischenräuzwei
gegensinnige Krümmungen aufweist, in einem er- men zwischen den Rakeln und der Bahn keine Ändesten
Abstand von ihrem freien Ende und in einem zwei- 65 rung erfahren. Ferner führt die erfindungsgemäße Austen
Abstand von ihrem in die Klemmvorrichtung einge- bildung der Streichvorrichtung dazu, daß sich ein lineaspannten
Ende auf ihrer der Papierbahn abgekehrten rer Zusammenhang zwischen der Stützkraft und dem
Seite, vorzugsweise mit einer schneidenförmigen AnIa- durch den Anstelldruck beeinflußten Strichgewicht er-
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|---|---|---|---|
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| DE3017274A DE3017274C2 (de) | 1980-05-06 | 1980-05-06 | Vorrichtung zum Streichen von Papierbahnen |
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