DE3016949C2 - Verfahren zum Herstellen von gekrümmten, verschleißfesten Förderschurrensegmentbauteilen - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von gekrümmten, verschleißfesten FörderschurrensegmentbauteilenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von gekrümmten, verschleißfesten Förderschurrensegmentbauteilen
gemäß Oberbegriff des Patentanspruches.
Nach der DE-PS 8 77 617 ist es bekannt, um Bleche, Platten u. dgl. biegen zu können, beschränkt auf die Biegestelle,
derartige aus nur einem Material bestehende Werkstücke elektro-induktiv zu erhitzen. Dies geschieht
aber lediglich mit der Absicht, der bei einer Gesamterhitzung des Werkstückes gegebenen Gefahr einer Verzunderung
der Werkstücksoberfläche zu begegnen.
Nach der AT-PS 3 44 486 ist es ferner bekannt, Lagerhalbschalen aus Platinen (Grundmetall beschichtet mit
Lagermetall) zwischen zwei entsprechend geformten Werkzeugen, nämlich einer Patrize und einer Matrize
kalt zu verformen und zwar mit der besonderen Maßgabe, ein zusätzliches Werkzeug auf die achsparallelen
Stoßflächen des Werkstückes in einem zweiten Arbeitsgang wirken zu lassen. Eine besondere Verlaufsstruktur
der Auftragsbeschichtung aus Lagermetall war hierbei nicht zu berücksichtigen, da das Lagermetall eine in sich
homogene und insoweit unstrukturierte Schicht darstellt.
Verschleißfest mit Auftragsschweißraupen beschichtete Förderschurrensegmentbauteile, die durch Aneinanderreihen
per Flanschverbindungen zu einer Schurre gewünschter Länge und Gesamtform zusammengesetzt
werden, sind allgemein bekannt und zwar auch als selbsttragende Schurrenkonstruktionsteile, die inzwischen
solche Bauteile ersetzt haben, bei denen die Verschleißplatten auf entsprechend rinnenförmige Tragteile
aufgeschraubt werden.
Um den mit parallel nebeneinander verlaufenden Auftragsschweißraupen verschleißbeschichteten
Grundplattenzuschnitt in die gewünschte gekrümmte Rinnenform zu bringen, wurde der beschichtete Zuschnitt
bzw. die beschichtete Grundplatte bisher durch mehrere Kaltwalzbiegevorgänge in Form gebracht und
zwar derart, daß die Krümmung in Richtung des Raupenverlaufs erfolgte, mit der Absicht, die unvermeidbaren
Härterisse in der Virschleißschicht mehr oder weniger zu schließen, ganz abgesehen davon, daß man eine
krümmende Kaltwalzverformung sowieso nur in Verlaufsrichtung der Auftragsschweißraupen vornehmen
konnte.
Durch diese Verformung war also bedingt, daß bei der aus solchen Elementen gebildeten Förderschurre
die Raupenrichtung quer zur Förder- bzw. Verlaufsrichtung der Schurre verlief, was aber, wie sich gezeigt hat,
weitaus wesentlicher mit zur Verminderung der Lebensdauer der Verschleißschicht beiträgt, da das Fördergut
(insbesondere Kohle bspw. mit ca. 40% Gesteinsanteil bei einer Förderleistung von ca. 7OO't/h)
ständig über die zur Förderrichtung quer verlaufenden Raupen »holpern« muß und der quer liegende Raupenbciag
keine glatte sondern gewissermaßen eine »Berg- und Talbahn« darstellt. Wie sich gezeigt hat, ".st diese
Gegebenheit für die Beeinträchtigung der Sland/.cil der
ganzen Förderrinne wesentlich bedeutsamer als die vermeintliche Notwendigkeit des Schlicßens von unvermeidbaren
Härterissen.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, das bekannte Verfahren der eingangs genannten Art
dahingehend zu verbessern, daß man nach der üblichen Auftragung der Verschleißschicht auf die insgesamt zu
verformende Grundplatte diese derart krümmen bzw. biegen kann, daß die Raupen der Verschleißschicht bei
Benutzung der Föiderschurre in Förderrichtung verlaufen,
um damit den durch die bisher in Förderrichtung quer verlaufenden Schweißraupen bedingten Verschleiß
zu reduzieren bzw. die Standzeit derartiger Förderschurren zu verlängern.
Diese Aufgabe ist bei einem Verfahren der eingangs genannten Gattung nach der Erfindung durch das im
Kennzeichen des Patentanspruches Erfaßte gelöst. Wesentlich für diese erfindungsgemäße Lösung ist also
die Vorwärmung des ganzen zu verformenden Zuschnittes bzw. der Grundplatte und die Krümmungsausformung
— bspw. zwischen zwei Formwerkzeugen — in einem Arbeitsgang durch Pressen, d.h. im vorgewärmten
Zustand, der bei einer Walzverformung, die eine wesentlich längere Zeit in Anspruch nähme, nicht
aufrecht zu erhalten wäre.
Die Einstellung der Vorwärmung auf eine die Härte der Verschleißschicht bzw. des Verschleißmaterials unbeeinträchtigt
lassende Temperatur trägt der Gegebenheit Rechnung, daß bei Wärmeeinwirkung — abhängig
von der Art und Zusammensetzung des aufgetragenen Verschleißmaterials — die Temperatur unterschiedlich
sein kann, bei der eine negative Einflußnahme auf die Härte des Verschleißmaterials erfolgt.
Damit und mit der ohne weiteres verfügbaren bzw. ermittelbaren Kenntnis des Umkippens der Härtewerte
zur negativen Seite hin ist also ohne weiteres festgelegt, wie hoch das zu verformende Bauteil vorzuwärmen ist.
Bei einer Verschleißmateriallegierung wie 5% C, 0,5% Si, 0,7% Mn, 22% Cr, 7% Nb, Rest Fe mit einer
Härte von ca. 60 HRC und einem Grundplattenmaterial wie St 37/2, St 52 mit einer Stärke von 8 bis 10 mm, ist
also bspw. eine Vorwärmtemperatur von 450 bis 5500C einzustellen, die einerseits gewährleistet, daß die Härte
des Verschleißmaterials erhalten bleibt, und andererseits, daß eine Krümmungsverformung durch Pressen
möglich wird, ohne daß das Grundplattenmaterial zu reißen beginnt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung eines Ausführungsbeispieles erläutert.
Es zeigt schematisch
F i g. 1 perspektivisch das unverformle, mit einer Verschleißschicht
belegte Bauteil;
F i g. 2 die Vorwärmphase des unverformten Bauteils;
F i g. 3 den Preßvorgang und
F i g. 4 das fertig verCormte Bauteil. In Fig. 1 ist das Bauelement bzw. Bauteil 1 gezeigt, das aus einer relativ weichen Grundplatte 2 und den M etwa 30 mm breiten in Parallcllage aufgelegten, insgesamt die Verschleißschicht 3 bildenden Schweißraupen 4 besteht. Für gekrümmte Förderschurren bzw. Förderschurrenabschnilte oder -Segmente erhalten die betref-
F i g. 4 das fertig verCormte Bauteil. In Fig. 1 ist das Bauelement bzw. Bauteil 1 gezeigt, das aus einer relativ weichen Grundplatte 2 und den M etwa 30 mm breiten in Parallcllage aufgelegten, insgesamt die Verschleißschicht 3 bildenden Schweißraupen 4 besteht. Für gekrümmte Förderschurren bzw. Förderschurrenabschnilte oder -Segmente erhalten die betref-
fenden Bauelemente natürlich eine entsprechende Zuschnittsform.
Dieses in üblicher Weise durch Auftragsschweißung hergestellte Bauelement 1, wird in eine Vorwärmkamnier
bzw. einen Ofen 5 eingelegt und auf 450 bis 5500C
gebracht
Nach Entnahme wird es zwischen zwei Formwerkzeuge 6, 7 einer entsprechend großen Presse gebracht
und im vorgewärmten Zustand bspw. mit einem Druck von ca. 2 000000 N in die gekrümmte Form Γ gemäß
F i g. 4 gebracht, wobei es, wie erkennbar, wesentlich ist,
daß die Schweißraupen 4 quer zur Krümmnngsrichtung
oder -ebene bzw. parallel zur späteren Förderrichtung (Pfeil F2) verlaufen.
Wie sich gezeigt hat, ist mit einem solchen Raupenverlauf
vorteilhaft eine ca. 25%ige Steigerung der Schurrenstandzeit zu erreichen, und zwar unbeeinflußt
davon, daß bei dieser Herstellungsart und Ausbildungsform die Härterisse praktisch offen bleiben, abgesehen
davon, daß sich diese Risse sowieso mit Fc-dergut zusetzen.
Wie aus Fig.4 erkennbar, verläuft die Förderrichtung
(Pfeil F2) parallel zu den aufgelegten Schweißraupen
4, während bisher (siehe F i g. 1) die Förderrichtung in Richtung des Pfeiles Fi verlief, wobei das Bauelement,
wie gestrichelt angedeutet, gekrümmt war.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Claims (1)
- Patentanspruch:Vetfahren zum Herstellen von gekrümmten, verschleißfesten Förderschurrenscgmentbauteilcn aus einer ebenen Grundplatte, auf die in parallelen Schweißraupen eine metallische Verschleißschicht aufgetragen und die dann gekrümmt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Krümmen der mit der Verschleißschicht (3) versehenen Grundplatte (2) durch Pressen, und zwar in vorgewärmtem Zustand und mit quer zur Krümmungsebene verlaufenden Schweißraupen (4) erfolgt
Priority Applications (1)
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| DE19803016949 DE3016949C2 (de) | 1980-05-02 | 1980-05-02 | Verfahren zum Herstellen von gekrümmten, verschleißfesten Förderschurrensegmentbauteilen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19803016949 DE3016949C2 (de) | 1980-05-02 | 1980-05-02 | Verfahren zum Herstellen von gekrümmten, verschleißfesten Förderschurrensegmentbauteilen |
Publications (2)
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| DE3016949C2 true DE3016949C2 (de) | 1984-08-23 |
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ID=6101523
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3016949C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE29909587U1 (de) | 1999-06-02 | 1999-09-23 | Industriemaschinen-Bergbau-Service GmbH, 97653 Bischofsheim | Anschlußkopf für Bandübergabevorrichtungen zur Förderung von Kohle, Erz o.dgl. |
Families Citing this family (3)
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| AT344486B (de) * | 1976-09-28 | 1978-07-25 | Miba Gleitlager Ag | Vorrichtung zum formen von lagerhalbschalen aus platinen |
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1980
- 1980-05-02 DE DE19803016949 patent/DE3016949C2/de not_active Expired
Cited By (1)
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Also Published As
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| DE3016949A1 (de) | 1981-11-12 |
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