DE3016854C2 - Vorrichtung zum Beschichten der Wandungen von horizontalen, geneigten oder vertikalen Erdröhren - Google Patents
Vorrichtung zum Beschichten der Wandungen von horizontalen, geneigten oder vertikalen ErdröhrenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beschichten der Wandungen von horizontalen, geneigten
oder vertikalen Erdröhren mit einem auf den Wandungen haftenden und erhärtenden, aus einem kolloidierten
oder gegelten Zement/Wasser-Gemisch mit oder ohne Zuschlags- und Armierungsstoffen bestehenden beschichtungsmittel,
bestehend aus einem, gegebenenfalls gegen die Wandungen der Erdröiire abstützbaren
Traggestell und mindestens einer an eine Zuführungsleitung für das Beschichtungsmittel zumindest mittelbar
anschließbaren, um die Längsachse des Traggestelles umlaufenden Beschichtungsdüse zur Radialbedüsung
der Wandungen.
Es ist eine Vortriebsmaschine für systematische Gebirgssicherung und Nachbau einer Tunnelsohle
während des Vortriebes bekannt die mit einem Ankerbohr- und Spritzbetongerät ausgerüstet ist Das
Spritzbetongerät ist hinter dem Vortriebsschild auf einer Kreisbahn hin- und herverfahrbar, welche
beidseitig der Vortriebsmaschine bis in den Bereich der Tunnelsohle geführt ist - Im Zusammenhang mit einer
Tunnelbohrmaschine ist auch bereits angeregt worden, gemeinsam mit dem Bohrkopf eine Spritzdüse im Kreis
umlaufen zu lassen, um das Gebirge gleichzeitig zu gunitieren.
Ferner kennt man einen Messerschild für den Vortrieb unterirdischer Strecken, insbesondere Tunnel
od. dgl., mit einzeln oder gruppenweise vorpreßbaren,
an einem nachholbaren Stützrahmen abgestützten Vortriebsmessern. An den Stützrahmen ist eine
Arbeitsbühne angeschlossen, die in ihrem rückwärtigen Bereich Vorrichtungen zur Lagerung einer um die
Längsachse des Messerschildes drehenden Spritzeinrichtung zur Versiegelung und vorläufigen oder
endgültigen Sicherung der Ausbruchswandung durch Spritzbeton aufweist Zur Führung der Spritzeinrichtung
ist ein Spritzring vorgesehen, - Wie schon bei den vorbehandelten Ausführungsformen ist auch in diesem
Fall die Zuführung des Spritzbetons nicht behandelt
Außerdem ist eine fahrbare Vorrichtung zum Auftragen von Spritzbeton auf Wände bekannt, mit
einer gegenüber dem Fahrgestell schwenkbaren Auslegeanordnung, die an ihrem freien Ende eine Spritzeinrichtung
mit mindestens einer Spritzdüse trägt, und mit einer Führungsvorrichtung zum Einstellen des Abstandes
und des Neigungswinkels der Spritzdüse zur anzuspritzenden Wandung. In diesem Fall erfolgt die
Zuführung des Spritzbetons über einen mit der Spritzdüse umlaufenden Versorgungsschlauch. Das
kann zu erheblichen Verwindungen und schließlich Schlauchbeschädigungen führen.
Im übrigen kennt man zum Auskleiden von Bohrschächten eine gleitende Schalung, welche für den
zwischen der Bohrlochwandung und der Schalung einzubringenden Zement ein zentrales Zuführungsrohr
sowie davon in vorgegebenen Höhenabständen kreuzweise abzweigende und die Schalung gleichsam
aufspannende Zuführungsstützen aufweist Durch diese bekannten Maßnahmen sind jedoch die Probleme um
die Ausbildung einer gattungsgemäßen Beschichtungsvorrichtung nicht maßgebend beeinflußt worden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Beschichten der Wandungen von
horizontalen, geneigten oder vertikalen Erdröhren der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, die sich durch
eine zentrale Zufuhr des Beschichtungsmaterials mit über den Umfang der Düsenumlaufbahn verteilter
Radialbedüsung zum gleichmäßigen Auftragen des aus einem kolloidierten oder gegelten Zement/Wasser-Gemisch
bestehenden Beschichtungsmittels auszeichnet
Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einer gattungsgemäßen Beschichtungsvorrichtung dadurch, daß zentrisch
in dem Traggestell eine mit einem Ende an die Zuführungsleitung anschließbare Hohlwelle angeordnet
ist die an ihrem anderen Ende einen umlaufend angeordneten, die Beschichtungsdüsen tragenden Verteilerkopf
aufweist, und daß entweder die Hohlwelle angetrieben ist und der Verteilerkopf mit dev Hohlwelle
umläuft oder der Verteilerkopf angetrieben ist und auf der Hohlwelle umläuft
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß sich ein kolloidiertes oder gegeltes Zenient/Wasser-Gemisch
durch sehr viel höhere Homogenität als konventionell hergestellter Zementmörtel und erst
recht Spritzbeton auszeichnet und aus dieser Homogenität eine erhöhte Haftfähigkeit resultiert. Wegen der
hohen Resistenz des kolloidierten oder gegelten Zement/Wasser-Gemisches gegenüber sauren und
alkalischen Agenzien kann mit seiner Hilfe nicht nur ein hochwirksamer Oberflächenschutz erzielt werden, sondern
darüber hinaus ist die aufgetragene Beschichtung und schließlich Auskleidung hohlraum- und porenarm.
Nach einem bekannten Verfahren zum Herstellen kolloidierter Zement/Wasser-Gemische werden in
einem Mischer Wasser und Zement in einem Gewichtsverhältnis von 035 ; 1 bis 0,6 ; 1 während eines
Zeitraumes von etwa 2 Minuten mit einer Geschwindigkeit von etwa 300 m/min vorgemischt Dann wird das
Wasser/Zement-Gemisch im gleichen oder in einem zweiten Mischer so umgewälzt, daß die Zementkörner
über einen Zeitraun von mindestens 8 Minuten einer Massenbeschleunigung von mindestens 2 g (g-9,81 m/
see2) ausgesetzt werden. Dadurch wird die Mischung zu einem kolloidierten Zementleim umgewandelt Die
Festigkeitseigenschaften, insbesondere die Druck- und Biegezugfestigkeiten der so hergestellten Zement/Wasser-Gemische,
können durch die Zugabe von Eiweißstoffen beachtlich erhöht werden. Außerdem besteht die
Möglichkeit den kolloidierten Zement/Wasser-Gemischen Armierungsstoffe bis zu 10Gew.-% beizugeben,
beispielsweise anorganische oder organische Fasern, so daß eine weitere Verbesserung der Festigkeitseigenschaften
erreicht wird. Im Ganzen zeichnen sich derartige kolloidierte oder gegelte Zement/Wasser-Gemische
durch hervorragende Druck-, Biege- und Haftfestigkeit aus, so daß sie nicht nur zur Beschichtung
is der Wand der Erdröhren in geneigter oder vertikaler Lage geeignet sind, sondern darüber hinaus zumindest
bei kleinkalibrigen Erdröhren bis zu 3 oder 4 m Durchmesser ggf. keinen weiteren Ausbau erforderlich
machen. Aber selbst bei größeren Durchmessern wird noch eine Sicherung der Wandung durch Verfestigung
und Stabilisierung erreicht so daß Einbrüche nicht zu befürchten sind und nachträgiichr- Ausbau erfolgen
kann. Das ist insbesondere für äss Herstellen von
Bohrlöchern und Auffahren von Schächten in nachbrüchigen Zonen von erheblicher Bedeutung. Die erfindungsgemäße
Beschichtungsvorrichtung ermöglicht die Sicherung derartiger Zonen im Zuge des Auffahrens
eines Schachtes unmittelbar hinter dem Bohrkopf einer beispielsweise eingesetzten Schachtbohrmaschine ohne
kostenaufwendige Stillstandszeiten. Der bei der erfindungsgemäßen
Beschickungsmaschine vorgesehene Verteilerkopf ermöglicht einerseits eine zentrale Zuführung
des Beschichtungsmittels, andererseits eine verteilte Weitergabe des Beschichtungsmittels an die umlaufenden
Beschichtungsdüsen, die ihrerseits Ober den Umfang ihrer Umlaufbahn so verteilt sein können, daß
ein einwandfreies und gleichmäßiges Beschichten der Wandungen gewährleistet ist
Erfindungsgemäß trägt das Traggestell zumindest einen Antriebsmotor der unmittelbar unter Zwischenschaltung
eines Getriebes auf die mittels einer Drehkupplung an die Zuführungsleitung angeschlossene
HcnJwellc oder auf eine auf der Hohlwelle gelagerte Antriebswelle für den Verteilerkopf arbeitet Im
letzteren Fall ist auch die Antriebswelle ab Hohlwelle ausgebildet Weiter sieht die Erfindung vor, daß der
Verteilerkopf ein oder mehrere radial und sternartig von der Hohlwelle abstehende Beschichtungsrohre
aufweist und die Beschichtungsrohre an ihren freien Enden mit den Beschichtungsdüsen ggf. mit Glätteinrichtungen
bestückt sind. Die Beschichtungsrohre können als teleskopierende Rohre ausgebildet sein. Es
besteht aber auch die Möglichkeit daß an die Beschichtungsrohre teleskopierende Verlängerungen
mit dir, Beschichtungsdüsen anschließbar sind. Jedenfalls
kann dadurch der Verteilerkopf an den jeweiligen Durchmesser der ?κ beschichtenden Erdrölir« angepaßt
und der Abstand der Beschichtungsdüsen von der zu beschichtenden Wandung eingestellt werden. Um eine
einwandfreie Zerstäubung des Beschichtungsmaterials zu erreichen, lehrt die Erfindung weiter, daß den
Beschichtungsdüsen jeweils eine Wirbelkammer oder ein Diffusor für das Beschichtungsmittel vorgeordnet
und an die Wirbelkammer bzw. dsn Diffusor eine Druckluftleitung angeschlossen ist. Der Verteilerkopf
kann zusätzlich gegen die Wandung gerichtete Strahldüsen
zur Beaufschlagung der Wandung mit Druckluft-Strahlen vor dem Aufbringen des Beschichtungsmittels
aufweisen, um mittels der Druckluftstrahlen einen evtl. vorhandenen Wasserfilm zu zerreißen und ggf. die
Wandung der Erdröhre zu säubern. Vorzugsweise sind die Strahldüsen zu den BeschichtungsdUsen axial
versetzt und gegenüber den BeschichtungsdUsen vorkragend von den Beschichtungsrohren getragen, so daß
die Druckluftstrahlen den Beschichtungsvorgang nicht stören. Die Strahldüsen können auf eigenen von dem
Verteilerkopf radial abstehenden Tragarmen oder auch auf von den Beschichtungsrohren abzweigenden Tragarmen
angeordnet sein, wobei die Tragarme einen zu den Strahldüsen führenden Druckluftkanal aufweisen.
Der Druckluftkanal ist zweckmäßigerweise von der Druckluftleitung für die Wirbelkammer oder den
Diffusor abgeleitet. Ferner können die Druckluftleitungen der Beschichtungsrohre und ggf. Druckluftkanäle
der Tragarme in einen gemeinsamen die Hohlwelle umgebenden Druckluftverteiler mit Druckluftversorgungsleitung
münden, um eine möglichst kompakte Bauweise zu verwirklichen. - Nach einer abgewandelten
Ausführungsform der Erfindung tritt bei feststehender Hohlwelle die Hohlwelle in den als Trommelrotor
mit umfangsseitigen Schlitzdüsen ausgebildeten Verteilerkopf ein und weist dort Durchtrittsöffnungen für
des Gegenstandes nach Fig. 1.
In den Figuren ist eine Vorrichtung zum Beschichten der Wandung 1 von Erdröhren 2 in horizontalen,
geneigten oder vertikalen Lagen dargestellt, mit der ein anhaftendes Beschichtungsmittel 3 mit Zement als
Bindemittel in viskoser Kosistenz auf die Wandung 1 aufgetragen wird und darauf als Auskleidung erhärtet.
Nach dem Ausführungsbeispiel wird eine Erdröhre 2 in vertikaler Lage, nämlich ein Schacht beschichtet. Dazu
ίο wird seine Wandung 1 bzw. der Ausbruch mit einem
kolloidierten oder gegelten Zement/Wasser-Gemisch als Beschichtungsmittel 3 bedüst. Vor der Bedüsung mit
dem Beschichtungsmittel 3 kann die Wandung I mit Druckluftstrahlen 4 beaufschlagt werden, um einen auf
der Wandung evtl. vorhandenen Wasserfilm zu zerreißen. Wird die Bedüsung der Wandung 1 mit dem
Beschichtungsmittel 3 unmittelbar der Ausbruchfront folgend im Zuge des Auffahrens des Schachtes
vorgenommen. - Die Beschickungsvorrichtung besitzt
ä> ein gegcii die Wandung i de; Schachte; absetzbares
Traggestell 5 mit Kufen 6 oder Rollen, wobei die Kufen 6 oder Rollen ggf. auch lediglich der Zentrierung ohne
allseitigen Kontakt zur Wandung, dienen können und eine Zuführungsleitung 7 bzw. einen Zuführungs-
das Beschichtungsmittel, also für dessen Abgabe an den 25 schlauch für das Beschichtungsmittel 3. Die Zuführungs-
Trommelrotor auf. — Insbesondere im Zusammenhang
mit dem Auffahren von Schächten und Strecken lehrt die Erfindung, daß die Beschichtungsvorrichtung dem
Bohrkopf einer Vortriebsmaschine oder Schachtbohrleitung 7 kann an eine Mischvorrichtung zur Herstellung
des Beschichtungsmittels unter Zwischenschaltung einer Förderpumpe angeschlossen sein, was nicht
dargest£Jt ist In dem Traggestell S ist zentrisch und
maschine unmittelbar nachgeordnet oder Teil dieser 30 koaxial zur Längsachse des Schachtes eine Hohlwelle 8
Maschine ist, bzw. diese Maschine mit der erfindungsgemäßen
Beschichtungsvorrichtung ausgerüstet ist, so daß Sicherung und ggf. Ausbau der Schacht- bzw. Streckenwandung
stets unmittelbar im Zuge des Abbaufortschritts erfolgt
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, daß eine Vorrichtung zum
Beschichten der Wandungen von horizontalen, geneigten oder vertikalen Erdröhren verwirklicht wird, die sich
gelagert. An das eine Ende der Hohlwelle 8 ist die Zuführungsleitung 7 angeschlossen, während die die
Hohlwelle 8 an ihrem anderen Ende einen umlaufenden Verteilerkopf 9 mit gegen die Wandung 1 gerichteten
BeschichtungsdUsen 10 für die Radialbedüsung der Wandung 1 mit dem Beschichtungsmittel 3 aufweist.
Nach dem in den F i g. 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Hohlwelle 8 angetrieben und läuft der
Verteilerkopf 9 mit der Hohlwelle 8 um. Es besteht nach
durch eine zentrale Zufuhr des Beschichtungsmittels 40 F i g. 3 aber auch die Möglichkeit den Verteilerkopf 9
auszeichnet und dadurch eine über den Umfang der Düsenumlaufbahn verteilte Radialbedüsung ermöglicht,
und zwar mit einem kolloidierten oder gegelten Zement/Wasser-Gemisch als Beschichtungsmittel. Darunmittelbar
anzutreiben und diesen dazu auf der Hohlwelle 8 umlaufen zu lassen. Im letzteren Fall, also
bei feststehender Hohlwelle 8, tritt die Hohlwelle 8 in den als Trommelmotor mit umfangsseitigen Schlitzdü-
aus resultiert eine einwandfreie und gleichmäßige « sen 11 ausgebildeten Verteilerkopf 9 ein und weist dort
Beschichtung nicht nur der Wandungen von Strecken Eintritts- und Durchtrittsöffnungen 12 für das Beschichtungsmittel
3 auf.
Das Traggestell 5 trägt zumindest einen Antriebsmotor 13, z. B. druckluftbetriebenen Antriebsmotor, der
und Tunneln od. dgl, sondern auch von Stollen,
Bohrlöchern, Schächten od. dgl. Die aus dem aufgetragenen Beschichtungsmittel entstehende Auskleidung
dient nicht nur zur Sicherung des Ausbruchs gegen 50 unmittelbar oder unter Zwischenschaltung eines Getrie-
Einbruch, sondern übernimmt zumindest bei kleinkalibrigen Bohrlöchern oder Schächten ggf. sogar unmittelbar
die Funktion des sonst erforderlichen Ausbaus. Grundsätzlich läßt sich bei Einsatz der erfindungsgemäbes
14 auf die mittels einer Drehkupplung IS an die Zuführungsleitung 7 angeschlossene Hohlwelle 8 oder
auf eine auf der Hohlwelle 8 gelagerte Antriebswelle 16 für den Verteilerkopf 9 arbeitet Nach dem Ausfüh-
ßen Beschichtungsvorrichtung eine Stabilisierung, Sa- 55 rungsbeispiel in den F i g. 1 und 2 weist der Verteilernierung
und Konservierung von Erdröhren erreichen, kopf 9 ein oder mehrere radial und sternartig von der
und zwar in einer besonders einfachen, funktionsgerech- Hohlwelle abstehende Beschichtungsrohre 17 auf. Die
ten und rationellen Weise. Beschichtungsrohre 17 sind an ihren freien Enden mit
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer den BeschichtungsdUsen 10 und ggf. mit Glätteinrichlediglich
ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeich- 60 tungen 28 bestückt Die Glätteinrichtungen 28 werden
nung näher erläutert; es zeigt mittels Federkraft und/oder Fliehkraft gegen die
F i g. 1 eine erfindungsgemäße Beschichtungsvorrich- aufgetragene Beschichtung 29 angedrückt Die Betung
in schematischer Darstellung bei Einsatz in einem schichtungsrohre 17 können als teleskopierende Rohre
Schacht, ausgebildet sein. Es besteht aber auch die Möglichkeit,
F i g. 2 den Gegenstand nach F i g. 1 in abgewandelter 65 an die Beschichtungsrohre 17 teleskopierende Verlän-Ausfahrungsfonn
als Teil einer Schachtbohnr.aschine, gerungen mit den BeschichtungsdUsen 10 anzuschließen,
und Den BeschichtungsdUsen 10 ist jeweils eine Wirbelkam-
Wirbelkammer 18 bzw. Diffusor 19 ist eine Druckluftleitung
20 angeschlossen, um eine einwandfreie Zerstäubung des Beschichtungsmittels 3 zu erreichen. Der
Verteilerkopf 9 weist zusätzlich gegen die Wandung gerichtete StraUdüsen 21 zur Beaufschlagung der
Wandung 1 mit Druckluftstrahlen 4 vor dem Auftragen des Beschichtungsmittel 3 auf, um mittels der
Druckluftstrahlen - wie bereits erwähnt - einen evtl. vorlv idenen Wasserfilm zu zerreissen bzw. die
Wandung zu reinigen. Die Strahldüsen 21 sind zu den Beschichtungsdüsen 10 axial versetzt und gegenüber
den Beschichtungsdüsen radial vorkragen.' angeordnet. Die Strahldüsen 21 sind dazu auf eigenen ebenfalls von
dem Verteilerkopf 9 radial abstehenden Tragarmen 22 oder auch auf von den Beschichtungsrohren 17
abzweigenden Tragarmen 23 angeordnet. Die Tragarme 23 bzw. 22 weisen einen zu Hen Strahldüsen 21
führenden Druckluftkanal 24 auf. Der Druckluftkanal 24 kann von der Druckluftleitung 20 für die Wirbelkammer
18 oder den Diffusor 19 abgezweigt sein. Die Druckluftleitungen 20 der Beschichtungsrohre 17 und
ggf. die Druckluftkanäle 24 der Tragarme 22 bzw. 23 münden in einen gemeinsamen die Hohlwelle 8
umgebenden Druckluftverteiler 25 mit Druckluftversor-
to gungsleitung26ein.
Die Beschichtungsvorrichtung kann dem Bohrkopf 27 einer Schachtbohr- und/oder Vortriebsmaschine unmittelbar
nachgeordnet oder auf der Schachtbohr- und/oder Vortriebsmaschine montiert sein, oder selbsttätig
oder seilgezogen in Erdröhren operieren.
Claims (13)
1. Vorrichtung zum Beschichten der Wandungen von horizontalen, geneigten oder vertikalen Erdröhren
mit einem auf den Wandungen haftenden und erhärtenden, aus einem kolloidierten oder gegelten
Zement/Wasser-Gemisch mit oder ohne Zuschlagsund Armierungsstoffen bestehenden Beschichtungsmittel,
bestehend aus einem, gegebenenfalls gegen ι ο die Wandungen der Erdröhre abstützbaren Traggestell
und mindestens einer an eine Zuführungsleitung für das Beschichtungsmittel zumindest mittelbar
anschließbaren, um die Längsachse des Traggestelles umlaufenden Beschichtungsdüse zur Radialbedü- 'S
sung der Wandungen, dadurch gekennzeichnet, daß zentrisch in dem Traggestell (5) eine mit
einem Ende an die Zuführungsleitung anschließbare Kohlwelle (8) angeordnet ist, die an ihrem anderen
Ende einen umlaufend angeordneten, die Beschich- μ
tungsdüsen pi, 10) tragenden Verteilerkopf (9) aufweist, und daß entweder die Hohlwelle (8)
angetrieben ist und der Verteilerkopf (9) mit der Hohlwelle (8) umläuft oder der Verteilerkopf (9)
angetrieben ist und auf der Hohlwelle (8) umläuft
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestell (!5) zumindest einen
Antriebsmotor (13) trägt, der unmittelbar oder unter Zwischenschaltung eines Getriebes (14) auf die
mittels einer Drehkupplung (15) an die Zuführungsleitung (7) angeschlossene Hohlwelle (8) oder auf
eine auf der Hohlwelle (8) gelagerte Antriebswelle (16) für den Verteilerkopf (9) arbeitet
3. Vorrichtung nach Ansprucn 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteilerkopf (9) ein oder
mehrere radial von der Hohlweife (8) abstehende
Beschichtungsrohre (17) aufweist und die Beschichtungsrohre (17) an ihren freien Enden mit den
Beschichtungsdüsen (10) bestückt sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 3, «o dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtungsrohre
(17) als teleskopierende Rohre ausgebildet sind oder an die Beschichtungsrohre teleskopierende
Verlängerungen mit den Beschichtungsdüsen (10) anschließbar sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß den Beschichtungsdüsen
(10) jeweils eine Wirbelkammer (18) oder ein Diffusor (19) vorgeordnet und an die Wirbelkammer
bzw. den Diffusor eine Druckluftleitung (20) angeschlossen ist
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet daß der Verteilerkopf (9)
gegen die Wandung (1) gerichtete Strahldüsen (21) zur Beaufschlagung der Wandung mit Druckluftstrahlen
(4) aufweist
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahldüsen (21) zu
den Beschichtungsdüsen (10) axial versetzt und gegenüber den Beschichtungsdüsen (10) radial
vorkragend von den Beschichtungsrohren (17) getragen sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahldüsen (21)
auf eigenen, von dem Verteilerkopf (9) radial abstehenden Tragrahmen (22) oder auf von den
Beschichtungsrohren (17) abzweigenden Tragarmen (23) angeordnet sind und die Tragarme (22 bzw. 23)
einen zu den Strahldüsen (21) führenden Druckluftkanal (24) aufweisen.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckluftkanal
(24) von der Druckluftleitung (20) für die Wirbelkammer (18) oder den Diffusor (19) abgezweigt ist
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet daß die Druckluftleitungen
(20) der Beschichtungsrohre (17) und ggf. die Druckluftkanäle (24) der Tragarme (22 bzw. 73) in
einen gemeinsamen, die Hohlwelle (8) umgebenden Druckluftverteiler (25) mit Druckluftversorgungsleitung
(26) münden.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
10, dadurch gekennzeichnet daß bei feststehender Hohlwelle (8) diese in den als Trommelmotor mit
umfangsseitigen Schlitzdüsen (11) ausgebildeten Verteilerkopf (9) eintritt und dort Eintritts- und
Durchtrittsöffnungen (12) für das Beschichtungsmittel (3) aufweist
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
11, dadurch gekennzeichnet daß an den Beschichtungsrohren
(17) eine mitlaufende Glätteinrichtung (28) angeordnet ist
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
12, dadurch gekennzeichnet daß die Beschichtungsvorrichtung
dem Bohrkopf (27) einer Vortriebsmaschine oder SchachAohrmaschine unmittelbar nachgeordnet
oder Teil des Bohrkopfes bzw. der Maschine ist
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1980
- 1980-05-02 DE DE19803016854 patent/DE3016854C2/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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