DE3016854A1 - Verfahren und vorrichtung zum beschichten der wandung von erdroehren in horizontalen, geneigten oder vertikalen lagen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum beschichten der wandung von erdroehren in horizontalen, geneigten oder vertikalen lagenInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beschichten der Wan-
- dung von Erdröhren in horizontalen, geneigten oder vertikalen Lagen, wonach ein anhaftendes Beschichtungsmittel mit Zement als Bindemittel in viskoser Konsistenz auf die Wandung aufgetragen wird und darauf als Auskleidung erhärtet. - Unter Erdröhren sollen im Rahmen der Erfindung Bohrlöcher, Schächte, Strecken, Strebe, Stollen, Tunnel o. dgl. verstanden werden.
- Als sogenanntes Spritzbetonverfahren ist das Auftragen einer dünnen Betonschicht auf die Wandung einer Strecke und damit einer Erdröhre in horizontaler Lage bekannt. Nach dem Spritzbetonverfahren wird Betonmasse aus einer Mischmaschine mittel Druckluft und über Schläuche auf die Streckenwandung aufgespritzt, wobei erst an der Schlauchmündung Wasser zugesetzt wird. Im übrigen ist es auch bekannt, bereits fertig angemachten Beton durch Schläuche zu fördern und gegen die zu behandelnde Wandung anzuwerfen. Durch vorheriges Bespannen der Wandung mit Drahtgeflechten oder Drahtmatten läßt sich die Widerstandsfähigkeit dieser Auskleidung erhöhen. Jedoch kann das bekannte Spritzbetonverfahren weder als fertiger Ausbau noch als vorläufiger Ausbau angesehen werden. Stets übernimmt die aufgetragene Betonschicht die Rolle etwa von Verputz, um Verwitterung$-erscheinungen gegen Feuchtigkeit und aggresive Wasser zu verhindern, aber auch um Wasserdichtheit zu erzielen.
- Ferner wird das Spritzbetonverfahren bei der Instandsetzung von Betonkonstruktionen, die durch irgendwelche Einflüsse beschädigt oder zerstört wurden, eingesetzt, auch zur nachträglichen Verstärkung von solchen Betonkonstruktionen und schließlich für Abdichtungsarbeiten.
- Für die Auskleidung von Erdröhren in geneigter oder vertikaler Lage ist das bekannte Spritzbetonverfahren nur bedingt geeignet, weil zumindest die größeren Körner der Zuschlagstoffe in dem mit großer Kraft gegen die Wandung angeworfenen Spritzbeton zurückprallen. Aber auch bei den feineren Körnern der Zuschlagstoffe fehlt die für eine Vertikalbeschichtung erforderliche Haftfähigkeit, schon aus Gründen des Eigengewichtes.
- Der Erfindung iiegt die Aufgabe zugrunde, ein.Verfahren und eine Vorrichtung zum Beschichten der Wandung von Erdröhren zu schaffen, die sogar bei geringer Wanddicke zum Stabilisieren, Sanieren und Konservieren von Erdröhren in geneigter oder vertikaler Lage geeignet sind.
- Diese Aufgabe löst die Erfindung in verfahrensmäßiger Hinsicht dadurch, daß die zu beschichtende Wandung der Erdröhre mit einem kolloidierten oder gegelten Zement/Wasser-Gemisch als Beschichtungsmittel beschichtet wird. - Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß sich ein kolloidiertes oder gegeltes Zement/Wasser Gemisch durch sehr viel höhere Homogenität als konventionell hergestellter Zementmörtel und erst recht Spritzbeton auszeichnet und aus dieser Homogenität eine erhöhte Haftfähigkeit resultiert.
- Wegen der hohen Resistenz des kolloidierten oder gegelten Z-ement/ Wasser-Gemisches gegenüber sauren und alkalischen Agenzien kann mit seiner Hilfe nicht nur dn hochwirksamer Oberflächenschutz erzielt werden, sondern darüber hinaus ist die aufgetragene Beschichtung und schließlich Auskleidung hohlraum- und pörenarm.
- Nach einem bekannten Verfahren zum Herstellen kolloidierter Zement/ Wasser-Gemische werden in einem Mischer Wasser und Zement in einem Gewichtsverhältnis von o,35:1 bis 0,6:1 während eines Zeitraumes von etwa 2 Minuten mit einer Geschwindigkeit von etwa 300 m/min vorgemischt. Dann wird das Wasser/Zement-Gemisch im gleichen oder in einem zweiten Mischer soumgewälzt, daß die Zementkörner über einen Zeitraum von mindestens 8 Minuten einer Massenbeschleunigung von mindestens 2 g (g = 9,81 m/sec2) ausgesetzt werden. Dadurch wird die Mischung zu einem kolloidierten Zementleim umgewandelt. Die Festigkeitseigenschaften, insbesondere die Druck- und Biegezugfestigkeiten der so hergestellten Zement/Wasser-Gemische können durch die Zugabe von Eiweißstoffen beachtlich erhöht werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, den kolloidierten Zement/Wasser-Gemischen Armierungsstoffe bis zu 10 Ge-% beizugeben, beispielsweise anorganische oder organische Fasern, so daß eine weitere Verbesserung der Festigkeitseigenschaften erreicht wird. Im Ganzen zeichnen sich derartige kolloidierte oder gegelte Zement/Wasser-Gemische durch hervorragende Druck-, Biege- und Haftfestigkeit aus, so daß sie nicht nur zur Beschichtung der Wand der Erdröhren in geneigter oder vertikaler Lage geeignet sind, sonder darüber hinaus zumindest bei kleinkalibrigen Erdröhren bis zu 3 oder 4 m Durchmesser ggf. keinen weiteren Ausbau erforderlich machen. Aber selbst bei größeren Durchmessern wird noch eine Sicherung der Wandung durch Verfestigung und Stabilisierung erreicht, so daß Einbrüche nicht zu befürchten sind und nachträglicher Ausbau erfolgen kann.
- Das ist insbesondere für das Herstellen von Bohrlöchern und Auffahren von Schächten in nachbrüchigen Zonen von erheblicher Bedeutung. Denn die Sicherung derartiger Zonen im Zuge des Auffahrens eines Schachtes unmittelbar hinter dem Bohrkopf einer beispielsweise eingesetzten Schachtbohrmaschine im Rahmen der erfindungsgemäßen Verfahrensmaßnahmen reduziert die sonst für die Sicherung des Mehrausbruchs erforderlichen-kostenaufwendigen Stillstandszeiten.
- Die Haftwirkung des kolloidierten oder gegelten Zement/Wasser-Gemisches wird erfindungsgemäß dadurch noch verbessert, daß die zu beschichtende Wandung vor der Bedüsung mit diesem Beschichtungsmittei mit Druckluftstrahlen beaufschlagt und dadurch ein auf der Wandung evtl. vorhandener Wasserfilm zerrissen-wird; außerdem wird hierdurch die Wandung gereinigt. Folglich wird das Beschichtungsmittel auf allenfalls eine feuchte, nicht aber von einem Wasserfilm überzogene Wandung aufgedüst und geht daher mit der Wandung einen echten Verbund ein. Weiter sieht die Erfindung. vor, daß die Bedüsung der Wandung mit dem Beschichtungsmittel unmittelbar dem Ausbruch folgend im Zuge des Auffahrens der Erdröhre vorgenommen wird, um eben den Ausbruch im Zuge der Vortriebsarbeiten zu sichern und ggf. sogar hinreichend auszubauen, und zwar unter Verzicht auf sonst zusätzlich erforderliche Ausbaumittel und -arbeiten, weil die Auskleidung aus dem Beschichtungsmittel den Ausbau ersetzt.
- Gegenstand der Erfindung ist auch eine Vorrichtung zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens, und zwar mit einem ggf. gegen die Wandung der Erdröhre abstützbaren Traggestell und einer Zuführungsleitung bzw. einem Zuführungsschlauch für das Beschichtungsmittel. Diese Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß zentrisch in dem Traggestell und koaxial zur Längsachse der Erdröhre eine Hohlwelle gelagert ist, und daß an das eine Ende der Hohlwelle die Zuführungsleitung angeschlossen ist und die Hohlwelle an ihrem anderen Ende einen umlaufenden Verteilerkopf mit gegen die Wandung gerichteten Beschichtungsdüsen für eine Radialbedüsung der Wandung mit dem Beschichtungsmittel aufweist, wobei entweder die Hohlwelle angetrieben ist und der Verteilerkopf mit der Hohlwelle umläuft oder der Verteilerkopf angetrieben ist und auf der Hohlwelle umläuft. Jedenfalls dient die Hohlwelle zum Transport des Beschichtungsmittels von der beispielsweise an eine Mischvorrichtung zur Herstellung des Beschichtungsmittels angeschlossenen Zuführungsleitung zu dem Verteilerkopf, der dann das Beschichtungsmittel gegen zu beschichtende Wandungen schleudert.
- Erfindungsgemäß trägt das Traggestell zumindest einen Antriebsmotor der unmittelbar unter Zwischenschaltung eines Getriebes auf die mittels einer Drehkupplung an die Zuführungsleitung angeschlossene Hohlwelle oder auf eine auf der Hohlwelle gelagerte Antriebswelle für den Verteilerkopf arbeitet. Im letzteren Fall ist auch die Antriebswelle als Hohlwelle ausgebildet. Weiter sieht die Erfindung vor, daß der Verteilerkopf ein oder mehrere radial und sternartig von der Hohlwelle abstehende Beschichtungsrohre aufweist und die Beschichtungsrohre an ihren freien Enden mit den Beschichtungsdüsen ggf. mit Glätteinrichtungen bestückt sind. Die Beschichtungsrohre können als ileskopierende Rohre ausgebildet sein.
- Es besteht aber auch die Möglichkeit, daß an die Beschichtungsrohre teleskopierende Verlängerungen mit den Beschichtungsdüsen anschließbar sind. Jedenfalls kann dadurch der Verteilerkopf an den jeweiligen Durchmesser der zu beschichtenden Erdröhre angepaßt und der Abstand der Beschichtungsdüsen von der zu beschichtender Wandung eingestellt werden. Um eine einwandfreie Zerstäubung des Beschichtungsmittels zu erreichen, lehrt die Erfindung weiter, daß den Beschichtungsdüsen jeweils eine Wirbelkammer oder ein Diffusor für das Beschichtungsmittel vorgeordnet und an-die Wirbelkammer bzw. den Diffusor eine Druckluftleitung angeschlossen ist; Der Verteilerkopf kann zusätzlich gegen die Wandung gerichtete Strahldüsen zur Beaufschlagung der Wandung mit Druckluftstrahlen vor dem Aufbringen des Beschichtungsmittels aufweisen, um mittels der Druckluftstrahlen einen evtl. vorhandenen Wasserfilm zu zerreissen-und ggf. die Wandung der Erdröhre zu säubern. Vorzugsweise sind die Strahldüsen zu den Beschichtungsdüsen axial versetzt und gegenüber den Beschichtungsdüsen radial vorkragend von den Beschichtungsrohren getragen, so daß die Druckluftstrahlen den- Beschichtungsvorgang nicht stören. Die Strahldüsen können auf eigenen von dem Verteilerkopf radial abstehenden Tragarmen oder auch auf von den Beschichtungsrohren abzweigenden Tragarmen angeordnet sein, wobei die Tragarme einen zu den Strahldüsen führenden-Druckluftkanal aufweisen. Der Druckluftkanal ist zweckmäßigerweise von der Druckluftleitung für die Wirbelkammer oder den Diffusor abgeleitet. Ferner können die Druckluftleitungen der Beschichtungsrohre und ggf. die Druckluftkanäle der- Tragarme in einen gemeinsamen die Hohlwelle umgebenden Druckluftverteiler mit Druckluftversorgungsleitung münden, um eine möglichst kompakte Bauweise zu verwirklichen. -Nach einerabgewandelten Ausführungsform der Erfindung tritt bei feststehender Hohlwelle die Hohlwelle in den als Trommelrotor mit umfangsseitigen Schlitzdüsen ausgebildeten Verteilerkopf' ein und -weist dort Durchtrittsöffnungen für das Beschichtungsmittel, also der dessen Abgabe an den Trommelrotor auf. - Insbes. im Zusammenhang mit dem Auffahren von Schächten und Strecken lehrt die Erfindung, daß die Beschichtungsvorrichtung dem Bohrkopf einer Vortriebsmaschine oder Schachtbohrmaschine unmittelbar nachgeordnet oder Teil dieser Maschine ist. bzw. diese Maschine mit der erfindungsgemäßen Beschichtungsvorrichtung ausgerüstet ist, so daß Sicherung und ggf. Ausbau der Schacht- bzw. Streckenwandung stets unmittelbar im Zuge des Abbaufortschritts erfolgt.
- Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, daß ein Verfahren und eine Vorrichtung verwirklicht werden, die nicht nur zum Beschichten der Wandung von horizontalen Erdröhren, sondern selbst von Erdröhren in geneigten oder vertikalen Lagen geeignet sind, also nicht nur von Strecken und Tunneln o. dgl., sondern auch von Stollen, Bohrlöchern, Schächten o. dgl.. Dabei kann die aus dem aufgetragenen Beschichtungsmittel entstehende Auskleidung nicht nur zur Sicherung des Ausbruchs gegen Einbruch dienen, sondern zumindest bei kleinkalibrigen Bohrlöchern oder Schächten ggf. sogar unmittelbar die Funktion des sonst erforderlichen Ausbaus übernehmen. Grundsätzlich läßt sich im Rahmen der erfindungsgemäßen Maßnahmen eine Stabilisierung, Sanierung und Konservierung der Erdröhren erreichen, und zwar in einer besonders einfachen, funktionsgerechten und rationellen Verfahrensweise.
- Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigen Fig. 1 eine erfindungsgemäße Beschichtungsvorrichtung in schematischer Darstellung bei Einsatz in einem Schacht, Fig. 2 den Gegenstand nach Fig. 1 in abgewandelter Ausführungsform als Teil einer Schachtbohrmaschine, und Fig. 3 eine zweite abgewandelte Ausführungsform des Gegenstandes nach Fig. 1.
- In den Figuren ist eine Vorrichtung zum Beschichten der Wandung 1 von Erdröhren 2 in horizontalen, geneigten oder vertikalen Lagen dargestellt, mit der ein anhaftendes-Beschichtungsmittel 3 mit Zement als Bindemittel in viskoser Konsistenz auf die Wandung 1 aufgetragen wird und darauf als Auskleidung erhärtet. Nach dem Ausführungsbeispiel--wird eine Erdröhre 2 in vertikaler Lage, nämlich ein Schacht beschichtet. Dazu wird seine Wandung 1 bzw. der Ausbruch mit einem kolloidierten oder gegelten Zement/Wasser-Gemisch als Beschichtungsmittel 3 bedüst. Vor der Bedüsung mit dem Beschichtungsmittel 3 kann die Wandung 1 mit Druckluftstrahlen 4 beaufschlagt werden, um einen auf der Wandung evtl. vorhandenen Wasserfilm zu zerreissen. Vorzugsweise wird die Bedüsung der Wandung 1 mit dem Beschichtungsmittel 3 unmittelbar der Ausbruchfront folgend im Zuge des Auffahrens des Schachtes vorgenommen.
- - Die Beschichtungsvorrichtung besitzt ein gegen die Wandung 1 des Schachtes abstützbares Traggestell 5 mit Kufen 6 oder Rollen, wobei die Kufen 6 oder Rollen ggf. auch lediglich der Zentrierung ohne allseitigen Kontakt zur Wandung, dienen können und eine Zuführungsleitung 7 bzw. einen Zuführungsschlauch für das Beschichtungsmittel 3. Die Zuführungsleitung 7 kann an eine Mischvorrichtung zur Herstellung des Beschichtungsmittels unter Zwischenschaltung einer Förderpumpe angeschlossen sein, was nicht dargestell ist. In dem Traggestell 5 ist zentrisch und koaxial zur Längsachse Möglichkeit, an die Beschichtungsrohre 17 teleskopierende Verlängerungen mit den Beschichtungsdüsen 1o anzuschließen. Den Beschichtungsdüsen 1o ist jeweils eine Wirbelkammer 18 oder ein Diffusor 19 vorgeordnet. An die Wirbelkammer 18 bzw. Diffusor 19 ist eine Druckluftleitung 20 angeschlossen, um eine einwandfreie Zerstäubung des Beschichtungsmittels 3 zu erreichen. Der Verteilerkopf 9 weist zusätzlich gegen die Wandung gerichtete Strahldüsen 21 zur Beaufschlagung der Wandung 1 mit Druckluftstrahlen 4 vor dem Auftragen des Beschichtungsmittels 3 auf, um mittels der Druckluftstrahlen - wie bereits erwähnt - einen evtl. vorhandenen Wasserfilm zu zerreissen bzw. die Wandung zu reinigen. Die Strahldüsen 21 sind zu den Beschichtungsdüsen 10 axial versetzt und gegenüber den Beschichtungsdüsen radial vorkragend angeordnet. Die Strahldüsen 21 sind dazu auf eigenen ebenfalls von dem Verteilerkopf 9 radial abstehenden Tragarmen 22 oder auch auf von den Beschichtungsrohren 17 abzweigenden Tragarmen 23 angeordnet. Die Tragarme 23 bzw. 22 weisen einen zu den Strahldüsen 21 führenden Druckluftkanal 24 auf. Der Druckluftkanal 24 kann von der-Druckluftleitung 20 für die Wirbelkammer 18 oder den'Diffusor 19 abgezweigt sein. Die Druckluftleitungen 20 der Beschichtungsrohre 17 und ggf. die Druckluftkanäle 24 der-Tragarme 22 bzw. 23 münden in einen gemeinsamen die Hohlwelle 8 umgebenden Druckluftverteiler 25 mit Druckluftversorgungsleitung 26 ein. - Die Beschichtungsvorrichtung kann dem Bohrkopf 27 einer Schachtbohr- und/oder Vortriebsmaschine unmittelbar nachgeordnet oder auf der Schachtbohr-und/oder Vortriebsmaschine montiert sein, oder selbsttätig oder seilgezogen in Erdröhren operieren.
Claims (16)
- Verfahren und Vorrichtung zum Beschichten der Wandung von Erdröhren in horizontalen, geneigten oder vertikalen Lagen g Ansprüche: 1. Verfahren zum Beschichten der Wandung von Erdröhren in horizontalen, geneigten oder vertikalen Lagen, wonach ein anhaftendes Beschichtungsmittel mit Zement als Bindemittel auf die Wandung aufgetragen wird und darauf als Auskleidung erhärtet, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Wandung mit einem kolloidierten oder gegelten Zement/Wasser-Gemisch mit oder ohne Zuschlags- und Armierungsstoffen als Beschichtungsmittel bedüst oder beschleudert wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung von der Beschichtung mit- dem Beschichtungsmittel mit Druckluftstrahlen beaufschlagt und dadurch ein auf der Wandung evtl. vorhandener Wasserfilm zerrissen wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die - Beschichtung der Wandung mit dem Beschichtungsmittel - unmittelbar dem Ausbruch folgend oder intermittierend im Zuge des Auffahrens einer Erdröhre vorgenommen wird.
- 4. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit einem Traggestell, welches sich ggf.gegen die Wandung der Erdröhre abstützen kann und die Vorrichtung zentriert und einer Zuführungsleitung für das Beschichtungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß zentrisch in dem Tragges-tell (5) und koaxial zur Längsachse der Erdröhre (2) eine Zuführungsleitung (7) angeschlossen ist und die Hohlwelle (8) an ihrem anderen Ende einen umlaufenden Verteilerkopf -(9) mit gegen die Wandung. (1) gerichteten Beschichtungsdüsen (lo.) für eine Radialbedüsung der-Wandung mit dem Beschichtungsmittel (3) aufweist, wobei entweder die Hohlwelle (8) angetrieben ist und der Verteilerkopf (9)- mitder Hohlwelle (8) umläuft oder der Verteilerkopf (9) angetrieben ist und auf der Hohlwelle (8) umläuft.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch -4, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestell (5) zumindest einen Antriebsmotor (13) trägt, der unmittelbar oder unter~Zwischenschaltung eines Getriebes (14) auf die mittels einer Drehkupplung (15) an die Zuführungsleitung (7) angeschlossene Hohlwelle (8) oder auf eine auf der Hohlwelle (8) gelagerte Antriebswelle (16) für den Verteilerkopf (9) arbeitet.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteilerkopf (9) ein oder mehrere radial von der Hohlwelle (8) abstehende Beschichtungsrohre (17) aufweist und die Beschichtungsrohre (17) an ihren freien Enden mit den Beschichtungsdüsen (1o) bestückt sind.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtunysrohre (17) als teleskopierende Rohre ausgebildet sind oder an die Beschichtungsrohre teleskopierende Verlängerungen mit den Beschichtungsdüsen (10) anschließbar sind.
- 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß den Beschichtungsdüsen (1o) jeweils eine Wirbelkammer (18) oder ein Diffusor (19) vorgeordnet und an die Wirbelkammer bzw. den Diffusor eine Druckluftleitung (20) angeschlossen ist.
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteilerkopf (9) gegen die Wandung (1) gerichtete Strahldüsen (21) zur Beaufschlagung der Wandung mit Druckluftstrahlen (4) aufweist.
- 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahldüsen (21) zu den Beschichtungsdüsen (10) axial versetzt und gegenüber den Beschichtungsdüsen (io) radial vorkragend von den Beschichtungsrohren (17) getragen sind.
- 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahldüsen (21) auf eigenen, von dem Verteilerkopf (9) radial abstehenden Tragarmen (22) oder auf von den Beschichtungsrohren (17) abzweigenden Tragarmen (23) angeordnet sind und die Tragarme (22 bzw. 23) einen zu den Strahldüsen (21) führenden Druckluftkanal (24) aufweisen.
- 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 11-, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckluftkanal (24) von der Druckluftleitung (20) für die Wirbelkammer (18) oder den Diffusor (19)- abgezweigt ist.
- 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftleitungen (20) der Beschichtungsrohre (17) und ggf. die Druckluftkanäle (24) der Tragarme (22 bzw. 23) in einen gemeinsamen die Hohlwelle (8) umgebenden Druckluftverteiler (25) mit Druckluftversorgungsleitung (26-) münden.
- 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 13r dadurch gekennzeichnet, daß bei feststehender Hohlwelle (8) in den als Tromme-lrotor mit umfangsseitigen Schlitzdüsen (11) ausgebildeten Verteilerkopf (9) Bintritt- und Durchtrittsöffnungen (12) für das Beschichtungsmittel (3) aufweist.
- 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß an den Beschichtungsrohren (17) eine mitlaufende Glätteinrichtungs (28) angeordnet ist.
- 16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtungsvorrichtung dem Bohrkopf (27) einer Vortriebsmaschine oder Schachtbohrmaschine unmittelbar nachgeordnet oder Teil des Bohrkopfes bzw. der Maschine ist.
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| DE2431652B2 (de) * | 1974-07-02 | 1977-10-27 | Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia, 4670 Lünen; Hochtief AG für Hoch- und Tiefbauten vormals Gebr. Helfmann, 6000 Frankfurt | Messerschild fuer den vortrieb unterirdischer strecken, wie insbesondere tunnel u.dgl. |
| DE2640033B2 (de) * | 1976-07-15 | 1979-03-22 | Spribag Ag, Widen-Mutschellen (Schweiz) | Fahrbare Vorrichtung zum Auftragen von Spritzbeton auf Wände |
-
1980
- 1980-05-02 DE DE19803016854 patent/DE3016854C2/de not_active Expired
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Non-Patent Citations (7)
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| WO2015102525A1 (en) * | 2014-01-02 | 2015-07-09 | Bergteamet Ab | Arrangement and method for the lining of a vertical mine shaft |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3016854C2 (de) | 1983-03-10 |
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