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Hochspannungs-Anschlußsteckereinheit mit einem in einem Formteil untergebrachten
Ablei twiderstand.
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(Zusatz zu Patent Patentanmeldung P 28 39 369.3)
BESCHREIBUNG
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Hochspannungs-Anschlußsteckereinheit
mit einem in einer kappenartigen, flexiblen Tülle untergebrachten Anschlußkontaktstück,
einem von der Tülle abstehenden, das mit dem Anschlußkontaktstück verbundene Hochspannungskabel
aufnehmenden, rohrförmigen Stutzen und einem Formteil, das zur Aufnahme und Führung
sowohl des Hochspannungskabels, als auch eines Åbw leitwiderstandes ausgebildet
ist, der einerseits mit einem Normalpotential, insbesondere Masse, und andererseits
innert halb des Formteils mit dem Hochspannungskabel verbunden ist0 Ein derartiger
Hochspannungsanschlußstecker ist in der Patentanmeldung P 28 39 369o3 vorgeschlagen
und aus der entw sprechenden Offenlegungaschrift bekannt. Hochspannungsanachlußatecker
der genannten Art finden vorzugsweise in Anschlußanordnungen, d. h. bei der Hochspannungsversorgung
für Fernsehbildröhren Verwendung.
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Infolge der zunehmenden Miniaturisierung der Technik im allgemeinen
und der Elektronik im besonderen gibt es nun bereits Bildschirmgeräte, insbesondere
Bildlesegeräte, be1 denen die bekannten Hochspannungs-Anschlußstecker platzmäßig
nicht mehr unterzubringen sind, es sei denn, das Gehäuse würde im Hinblick auf dieses
Unterbringungsproblem überdimensioniert0 Die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende
Aufgabe ist es, einen Hochspannungs-Anschlußstecker der eingangs genWnnw ten Art
anzugeben, der prinzipiell ebenso einfach aufgebaut ist wie der bekannte Hochspannungs-Anschlußstecker
gemäß
Hauptpatent ... (Patentanmeldung P 28 39-- 369.3), darüberhinaus
jedoch auch in platzmäßig beschränkten bzw. beengten Geräten ohne weiteres unterbringbar
iust.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,-daß das Formteil
vom Stutzen räumlich getrennt in frei wthlbarem Abstand davon im Leitungsverlauf
des Hochspan4-ungskabels eingefügt ist.
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Vorteilhafte Ausgestaltungen. der Erfindung, insbesondere im Hinblick
auf konkrete Ausführungsformen bezüglich der Verbindungen zwischen dem Formteil
einerseits und dem Kabelzwischenstück andererseits ergeben sich aus den-Unteransprüchen.
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Einzelheiten der Erfindung werden im Folgenden anhand vonzwei zeichnerisch
dargessellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
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Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeìspiel der erfindungsgemäßen
Hochs-pannungs-Anschlußsteckereinheit, Fig. a zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Hochspannungs-Anschlußsteckereinheit.
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in Fig. 1 ist eine- kappenartige, aus- elastischem Is-oliermaterial
bestehende Tülle 1 dargestellt, die einen rohrförmigen (Anschluß-) Stutzen 2 aufweist,
der üblicherweise das Hochapannungs-Anschlußkabel aufnimmt und führt.-Dieser Stutzen
2 bildet mit der Tülle eine Einheit, d. h.
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beide Teile gehören zu ein und demselben, vorzugsweise in Kunststoffspritztechnik
gefertigten Bauteil.
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In der Darstellung nach Fig. 1, die nur eine Schemazeichnung sein
soll und nur ein Ausführungsbeispiel zeigt, sind
weiterhin folgende
Grundelemente erkennbar. Durch den Stutzen 2 ragt eine Isolierhülse 3 nach außen,
die ihrerseits integrierter Bestandteil eines aus inelasttschem Werkstoff bestehenden
Formstücks 4 ist, über das schließlich die flexible Tülle 1 gestülpt ist. Im Innenteil
dieses Formstücks 4p d. h im Zentralteil des Hochspannungsanschlußsteckers befindet,
sich ein vorzugsweise als Ring ausgebildetes AnschlußkontaktsGück 5 mit Anschlußkrallen
6, über die beim Aufsetzen des Hochspannungs-Anschlußstecker auf die mit Hochspannung
zu versorgende Bildröhre aie elektrische Verbindung hergestellt wird.
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Mit diesem Anschlußkontaktstück 5 ist nun die Kabelseele 7 (gestrichelt
gezeichnet) deid urch den rohrförmigen Stutzen 2 zu führenden, aus einer Isolierummantelung
8 und eben dieser Kabelseele bestehenden Hochspannungskabels galvanisch verbunden.
Darüberhinaus muß auch ein Anschluß des Ableitwiderstandes mit dem Anschiußkontaktstück
verbunden sein, damit die statischen Ladungen abfließen können.
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Gemäß Hauptpatent ... (Patentanmeldung P 28 39 369.3) ist der als
gedruckte Schaltungsplatte 9 realisierte Ableitwiderstand in einem flachen, quaderförmigen
Formteil 10 untergebracht Dieses läßt sich prinzipiell als Voll- oder Hohlkörper
verifizieren Im ersteren Fall sind den aufzunehmenden Bauelementen entsprechende
Durchbr«che vorgesehen, die dann nach einer Art Einschub technik die Bauelemente
auf nehmen und fixieren. Im zweiten Fall sind den Konfigurationen der aufzunehmenden
Bauelemente entsprechende-Rippen vor gesehen, zwischen die die Bauelemente eingeschoben
werden.
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Bei dieser Ausführungsform werden nach der Montage bzwO Einbringung
der einzelnen Bauelemente die Hohlräume zwischen der Innenwandung des Hohlkörpers
und den Rippen bzw. Bauelementen ausgegossen.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung bzw. einer Weiterbildung und Weiterentwicklung
des aus dem Uauptpåtent ... (Patentanmeldung P 28 39 369.3) bekannten Hochapannungs-Anschlußsteckers
ist nun das Formteil 10 mit dem Ableitwiderstand -9 und den sonstigen Kabelanschlüssen
nicht direkt an dem eigentlichen Hochspannungs-Anschlußstecker bzw. an der Isolierhülse
3 angesetzt. Vielmehr ist zwischen der eigentlichen Hochspannungs-Steckereinheit,
die die Elemente Tülle 1, Stutzen -2, Isolierhülse 9, Formstück 4, Anschlußkontaktstück
5 und Anschlußkrallen 6 umfaßt, und dem Formteil 10 ein - im folgenden Kabelzwischenstück
11 - genanntes Hochspannungskabel eingefügt. Dieses besteht ebenfalls aus:-einer
Isolierummantelung 8 und einer Kabelseele 7.-Sinn und Aufgabe dieses Kabelzwischenstücks
11 ist es,-eine -Hochspannungs-Steckereinheit gemäß Hauptpatent ... (Patentanmeldung
P 28 39 369.3) zu konzipieren, die keinen-räumlichen Beschränkungen unterliegt.
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Die beiden Ausführungsbeispiele gemäß den Fig. l und 2 unterscheiden;ßich
vom Prinzip her an sich nur hinsichtlich der Verbindung zwischen dem erfindungsgemäß
vorgesehenen Kabelzwischenstück ll-und dem Formteil 10, das primär den als gedruckte
Schaltung 9 realisierten Ableitwiderstand -umfaßt. Im dargestilten Beispiel ist
das Formteil 10 als Hohlkörper verifiziert, dessen wrste Stirnseite nur eine Durchgangsbohrung
für das Kabelzwischenstück 11 aufweist und dessen zweite Stirnseite offen ist.
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Nebedem als gedruckte Schaltung 9 ausgebildeten Ableitwiderstand,
der in an Stegen 12 vorgesehenen Nuten von;dèr zweiten Stirnseite her eingeschoben
ist, ist von dieser Seite her auch das an der entsprechenden Kontaktfläche 13 der
gedruckten schaltung 9 angelötete von außen kommende Hochspannungskabel 14 mit eingeführt.
An ier~zweiten Kontaktfläche
15 der gedruckten Schaltungsplatte
9, d. h. am zweiten Anschluß des Ableitwiderstandes ist das ggf. über einen Fokussierregler
mit Massepotential verbundene Verbindungskabei 16 angelötet Gemäß der Darstellung
nach bnig. 2 besteht auch die Möglichkeit einen (oder auch mehrere) Dämpfungswiderstand
17 mit in das Formteil 10 einzuführen.
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Hinsichtlich der Verbindung zwischen dem Formteil 10 und dem Kabelzwischenstück
11 soll auf folgendes hingewiesen werden.
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Nach Fig 1 ist der Durchgang für das Kabelzwischenstück 11 durch einen
vorzugsweise konischen Ansatz 18 verlängert, über den dann vom Bereich des Kabelzwischenstücks
11 aus über die gesamte erste Stirnseite des Formteils 10 ein -sogenannter Wärmeschrumpfschlauch
19 gezogen ist. Dies hat den Vorteil, daß betm Ausgießen des Formteils 10 nach der
Montage aller Bauelemente keine Vergußmasse ausfließen kann0 Die in Fig. 2 gezeigte
Variante besteht darin, daß der Durchgang in der ersten Stirnseite konisch ausgebildet
ist und zwar derart, daß der größere Konusdurchmesser an der Außenseite biegt, Zwecks
Fixierung des Kabelzwischenstücks 11 ist über dieses ein Klemmnippel 20 geschoben,
der im wesentlichen als Kegel stumpf ausgebildet ist der von der Grundfläche mit
dem kleineren Durchmesser her bis etwa zur Hälfte seiner Lange geschlitzt ist, Beim
EinpresSen des Klemmnippele 20 in den konischen Durchgang drücken sich die durch
die Schlitzung 21 entstandenen federnden Arme in die Isolierummantelung 8 des Kabelzwischenstücks
11 und gewährleisten eine Verdreh- und zugsicherursgO Ein Klemmnippel der beschriebenen
Art ist Gegenstand der Gebrauchsmusteranmeldung G 80 04 188.9.
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Es versteht sich von selbst, daß auch das in Fig. 2 dargestellte
Form
teil 10 mit dem Klemmnippel 20 und den im Formteil endenden Kabelanschlüssen mittels
eines Wärmeschrumpfschlauches überzogen werden kann. Auch kann natürlich die in
Pig. 1 gezeigte Einheit als Ganzes mit einem Wärmeschrumpfschlauch überzogen werden.
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Insgesamt soll im Hinblick auf die vorliegende Erfindung noch auf
folgendes hingewiesen werden. Die räumliche Trennung zwischen eigentlichem -Hochspannungs-Anschlußstecker
und Formteil durch Einfügen eines Kabelzwischenstückes bringt zusätzliche Vorteile
im Hinblick auf die Montage und das Vergießen des Formteils.-Besonders zu erwähnen
ist diesbezüglich, daß die im Formteil unterzubringenden Elemente und Anschlüsse
komplett zusammengebaut d. h. verlötet werden können und daß dann erst diese MonQageeinheit
vom Kabelzwischenatück aus in das Formteil eingeführt wird. Erst anschließend -
und zwar getrennt vom eigentlichen Hochspannungsanschlußstecker - wird dann das
Formteil vergossen. Die omplettierung der gesamten Einheit, d. h. die Verbindung
zwischen dem Hochspannungsanschlußstecker und dem Formteil mit seinen vergossenen
Elementen erfolgt dann erst nach dem Vergießen selbst. Dies ist insofern von Bedeutung,
als die weichelastische Tülle beim thermischen Aushärten der Vergußmasse nicht belastet
wird. Die erfindungsgemäße Konzeption ermöglicht darüberhinaus auch, d die im Formteil
eingesetzten und vergossenen Bauelemente vor der Endmontage mit dem Hochspannungs-Anschlußstecker
auf einwandfreie Funktionsfähigkeit überprüft werden kann.
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Abschließend soll noch darauf verwiesen werden, -daß die Nontageeinheit
mit Formteil und Kabeliwischens.tück als Halbzeug vorgefertigt werden kann, und
daß diese Einheit
dann mit beliebigen Hochspannungs-Anschlußsteckern
verbunden werden kann. Auch soll noch erwähnt werden, daß die in ins Formteil eingeführten
Kabelenden durch an sich bekannte An- und Verquetschungen der Isolierumhüllung jeweils
gegen Verdrehung und Zug gesichert werden können.
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