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Wandelemente mit Verbindungs einricntunen
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Die Erfindung bezieht sich auf Wandelemente, die mit Einrichtungen
zum Verbinden und Ausrichten der einzelnen Wandelemente miteinander versehen sind.
Die Wandelemente sind insbesondere zum Einbau in Schiffen bestimmt. Die vorgefertigten
Wandelemente, die auch Fenster und Türen enthalten können, werden an Bord zu Wänden
zusammengestellt, welche in geeigneter Weise an den Decks usw. befestigt werden.
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Aus DE-AS 23 52 444 ist eine zweilagige, feuerhemmende Trennwand für
Schiffe bekannt, bei der Wandplatten zwischen vorher im Schiff befestigten Stützen
eingehängt werden. Diese Lösung setzt ein verhältnismäßig genaues und gleichmäßiges
Raster von Stützen und von an ihnen befindlichen Befestigungspunkten voraus. Für
das Anbringen oder Ausbauen muß die ganze Wandplatte angehoben und gleichzeitig
an mehreren Stellen zweier Stützen ein- oder ausgehängt werden, was die Montage
erschwert.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfachere, direkte
und leicht lösbare Verbindung zwischen Wandelementen zu schaffen, die die Montage
von Wänden, insbesondere an Bord von Schiffen, und das Ändern von Wänden oder Auswechseln
einzelner Wandelemente erleichtert.
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Nach der Erfindung besitzt jedes Wandelement an seiner mit einem benachbarten
Element zu verbindenden Strnkante oder Stoßkante eine Nut oder ähnliche u-förmige
Ausnehmungen und in einer der beiden einander zugekehrten Nuten oder Ausnehmungen
ist ein aus dieser Nut heraus bewegliches Verbindungsprofil angeordnet, dessen Querschnitt
höchstens gleich dem Querschnitt der Nut ist, und es sind Bewegungsmittel vorgesehen,
um das Verbindungsprofil vorzugsweise durch eine Parallelverschiebung in eine Stellung
zu bewegen, bei der'es sich etwa zur Hälfte in Jeder der beiden Nuten befindet,
wodurch die Wandelemente ausgerichtet werden, während das Verbindungsprofil auch
infolge seiner Länge, die beinahe gleich der Länge der Stoßkante sein kanne in den
Nuten festklemmt.
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Auf diese Weise lassen sich Wandelemente -einschließlich Fenster-
und Türelemente- neben oder übereinander stellen und mittels des Verbindungsprofils
wie durch einen Fallbeschlag verriegeln. Werden die Verbindungsprofile auf beiden
Seiten eines Wandelementes in die Nuten zurückgeschoben, läßt sich dieses Wandelement
ohne Mühe aus der Wand herausnehmen0 Die Mittel zum Bewegen des Verbindungsprofils
in der Nut können z. Bo in den Nuten bewegbare Keile, Riegel, Federn Oo ä, sein.
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Als Bewegungsmittel für die Verbindungsprofile oder Fallbeschläge
werden vorzugsweise Schrägführungen verwendet, die so angeordnet sind, daß eine
Bewegung in Richtung der Stoßkante, z. B. eine Abwärtsbewegung des Verbindungsprofils
beispielsweise infolge seines eigenen Gewichts, das Verbindungsprofil zugleich seit-):ich
bis teilweise in die Nut des benachbarten Wandelementes hinein.versetzt und eine
Aufwärtsbewegung das Verbindungsprofil wieder in die andere Nut zurückzieht. Als
Schrägführungen werden bei einer bevorzugten Ausführungsform für die lotrechten
Kanten der Wandelemente schräg angeordnete Langlöcher vorzugsweise in den Verbindungsprofilen
und in den Querschnitt der Nuten ragende, durch die Langlöcher geführte Stifte oder
Dorne verwendet. Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform werden in der das
Verbindungsprofil aufnehmenden Nut IZötze angebracht, die geneigte-Flächen und eine
Sperrkante besitzen, und das Verbindungsprofil hat Ausnehmungen, so daß es auf die
Klctze gesetzt werden kann und zur Verriegelung zweier Wandelemente auf der oberen
geneigten Fläche schräg abwärts gleitet, bis es an die Sperrkante stößt.
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Das Verbindungsprofil hat zweckmäßiger-ilfeise eine etwas geringere
Länge als die Stoßkanten. Der Stoß zwischen zwei Wandelementen kann daher oben durch
eine u-Ecrmig gebogene Klammer überdeckt werden; aus deren oberer Mitte zwei Lappen
nach unten gegen das obere Ende des Verbindungsprofils gedrückt werden, um dieses
in der verriegelnden Stellung zu sichern.
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Die erfindungsgemäße Verbindung zwischen zwei Wandelementen ermöglicht
auch eine einfache Anpassung der Wände an Bucht und Sprung eines Schiffsdecks, da
die Elemente ohne besondere Vorbereitungen auch-höhenmäßig zueinander versetzt verriegelt
werden können.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der auf den beigefügten
Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele beschrieben0 Es zeigen
Figur 1 einen waagerechten Schnitt durch den Stoß zweier Wandelemente, Figur 2 einen
senkrechten Schnitt entsprechend II-II in Figo 1 vor der verriegelnden Verschiebung
des Verbindungsprofils, Figur 3 einen Schnitt wie Fig. 2 mit verriegelnder Stellung
des Verbindungsprofils, Figur 4 einen Schnitt ähnlich Fig. 3, Jedoch mit einem Klotz
zur Schrägführung des Verbindungsprofilso Figur 5 eine Klammer zum Uberdecken des
oberen Stoßes9 Figur 6 einen senkrechten Schnitt durch den oberen Teil zweier Wandelemente
lich Fig. 3 mit einer augesetzten Klammer, Figur 7 einen senkrechten Schnitt durch
Teile zweier verriegelter Wandelemente mit einer zusätzlochen Sicherung zwischen
den beiden Wandelementen0
Jedes Wandelement 1,2 besteht z. B. aus
äußeren Kunststoffplatten 3, Blechplatten 4 und einer isolierenden Füllung 5 aus
Rockwool, Glaswolle usw. An der Stoßkante ist in Jedem Wandelement ein u-förmig
gebogenes Profil 6, das z. B. aus Blech geformt sein kann, angeordnet. Bei dem dargestellten
Beispiel sind die Enden der Blechplatten 4 und des U-ProSils 6 nach innen gebogen
und beider Kanten 8,9 geben eine seitliche Führung und Halterung für das Verbindungsprofl
-10, welches sich in der in Fig. 1 und 2 gezeichneten Stellung in der durch das
U-Profil 6 gebildeten Nut 7 des Wandelementes 1 befindet und in der in Fig. 3 wiedergegebenen
Stellung etwa zur Hälfte in die beiden Nuten 7 ragt. Die Wandelemente 1,2 sind beispielsweise
50 mm dick, 2200 mm hoch und 600 mm breit. Das -Verbindungsprofil hat einen sauberen
Querschnitt von 25 x 15 mm und wird bei einer Abwärtsbewegung um etwa 15 mm mittels
der bevorzugten SchrägfUhrung bei lotrechten Plattenstößen ungefähr um 7 mm seitlich
verschoben.
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Die Nut 7 und die seitliche- Führung des Verbindungsprofils 10 können
auch anders als bei dem dargestellten Beispiel gebildet werden. Auch ist es möglich,
die Nut 7 der Wandplatte 2, in die das Verbindungsprofil 10 nur halb eindringt,
mit einer geringeren Tiefe auszuführen.
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Das Verbindungsprofil 10 ist in den Beispielen als ein Rechteckrohr
dargestellt.
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Andere Profile mit wenigstens zwei parallelen Seitenflächen sind ebenfalls
möglich, jedoch sollten die Querschnitte der Nut 7 und des Profils 10 immer gewahrleisten,
daß das Profil 10 vollständig in die Nut 7 zurückgeschoben werden kann, damit man
eine Platte seitlich herausnehmen kann, während benachbarte Wandplatten stehen bleiben.
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Das Verbindungsprofil 10 sichert die Wandelemente in einer Stellung
zueinander, bei der alle Außenflächen der Elemente einer Wand eine Ebene bilden.
Die Befestigung einer solchen Wand im Schiff zwischen den Decks und den festen Schiffswänden
sowie die Mittel zum Anbringen der Decken zwischen den Wänden können beliebig gewählt
werden.
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In den Figuren 1 bis 7 sind als Schrägführungen quer durch die Nut
7 der Wandplatte 1 und durch Langlöcher 11 in den Verbindungsprofilen 10 verlaufende
Stifte 12 angeordnet Die Langlöcher 11 und geneigt. Wenn die Verbindungsprofile
10 herabfallen oder nach unten-gedrückt werden9 wird somit zugleich eine seitliche
Verschiebung bewirkt Dasselbe geschieht, wenn ein Verbindungsprofil 10 nach oben
gezogen wird. Damit ein Profil 10 nach oben bewegt werden kann, sind an seinem oberen
Ende ein oder mehrere Löcher 13 oder ein nicht dargestellter Widerhaken oder Ringe
angeordnet, die ein Erfassen des oberen Endes mit einfachen Hilfsmitteln erlauben.
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Figur 4 zeigt eine andere Schrägführung mittels eines in eine Nut
7 eingesetzten Klotzes 14, der eine geneigte obere Gleitfläche 15 und eine Sperrkante
16 besitzt. Die Sperrkante 16 ist beispielsweise das obere über die geneigte Fläche
15 vorspringende Ende einer an dem Klotz 14 befindlichen Platte 17, die nicht aus
der Nut 7 des Wandelementes 1 herausragt. Das Verbindungsprofil 10a besitzt eine
Ausnehmung 18, so daß es über die Platte 17 auf die geneigte obere Fläche 15 des
Klotzes 14 aufgesetzt werden kann0
Zur Verriegelung zweier Wandelemente
rutscht das Profil 10a auf der oberen Fläche 15 schräg nach unten. Beim Lösen der
Verriegelung durch Hochziehen des Profils 10a gleitet die untere Kante der Ausnehmung
18 auf der unteren ebenfalls geneigten Gleitfläche 19 des Klotzes 14, wodurch das
Profil 10a in die Nut 7 zurückgezogen wird.
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Die Wandelemente können unten ancrder in einer Schiene 26 stehen.
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Es werden wenigstens 2 Schrägführungen für ein Verbindungsprofil 10
bzw. 10a bevorzugt, um eine Parallelverschiebung zu erreichen. Während bei den Schrägführungen
mit Langloch und Stift gemäß Fig. 1 bis 3 zweckmäßigerweise die Verbindungsprofile
10 bereits bei der Herstellung der Wandelemente 1 in den Nuten 7 angebracht werden,
können die Klötze 14 noch bei der Montage an Bord in den Nuten 7 angeschraubt und
Verbindungsprofile 10a eingesetzt werden.
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In Fig. 5 und 6 ist eine u-förmige Klammer 20 gezeigt, die z. B. oben
über den Stoß zwischen zwei Wandelementen gesetzt wird. Die Seiten 21 der Klammer
20 können quer zu den Wandflächen über die U-Profile 6 gesteckt werden und die beiden
Wandelemente zusätzlich zusammenhalten. In der Mitte der oberen mittleren Fläche
der Klammern 20 sind zwei Lappen 22 abgeteilt, die nach dem Aufsetzen der Klammer
nach unten bis zur Anlage am oberen Ende des Verbindungsprofils 10 umgebogen werden
und dieses an unerwünschten Bewegungen nach oben hindern. Mehrere Wandelemente können
nach dem Aufstellen der Wand noch durch eine obere' Schiene 25, die auch Mittel
zum Anbringen der Decken besitzt, verbunden werden.
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Figur 7 zeigt ein Verbindungsprofil 10b mit einem gebogenen Langloch
11ba Infolge des gebogenen Langloches 11b wird das Verbindungsprofil 1Ob bei seiner
Abwärtsbewegung aus der strichpunktiert angedeuteten Stellung zunächst gleichzeitig
auch schräg seitlich verschoben. Dabei gelangt es mit einer Öffnung 23 über einen
in der Nut 7 des anderen Wandelementes 2 angebrachten Haken 24 und fällt dann weiter
in Richtung der Stoßkante nach unten, wobei es den Haken 24 übergreift, so daß die
Wandelemente 132 auch nicht mehr in Richtung der Wand auseinandergezogen werden
können Die Erfindung ist nicht auf die Ausführungsbeispiele beschrankts und Abwandlungen
können sich insbesondere aus der Zusammensetzung der Wandelemente und aus ihren
Abmessungen ergeben
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