DE3016055A1 - Abdichtung von ingenierbauwerken mit kunststoffdichtungsbahnen - Google Patents
Abdichtung von ingenierbauwerken mit kunststoffdichtungsbahnenInfo
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Description
•a-
Troisdorf, den 22. April 1980 OZ 80024 MG/Bd
DYNAMIT NOBEL AKTIENGESELLSCHAFT Troisdorf, Bez. Köln
Abdichtung von Ingenieurbauwerken mit Kunststoffdichtungs
bahnen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Abdichtung aus Beton 10
oder dgl., insbesondere Brücken, Fahrbahnrampen o.a., mit
einer auf der Bauwerksoberfläche angeordneten Kunststoffdichtungsbahn, die durch Anpressen unter "Wärmeeinwirkung
in den Rauhungen der Bauwerksoberfläche mechanisch verankert ist und mit einem hierauf aufgebrachten Fahrbahnbelag
aus einer Deckschicht aus G-uß- bzw. Walzasphalt un ggf. einer zwischen Deckschicht und Kunststoffdichtungsbahn
angeordneten Schutzschicht auf bituminöser Basis-*
Bekanntlich ist die Lebensdauer einer Stahlbetonkonstruktion beträchtlich und kann nach den bisherigen Erfahrunge'
mit 100 Jahren und mehr angenommen werden. Voraussetzung hierfür sind allerdings eine fehlerfreie Ummantelung der
Bewehrungseisen, Verhinderung von Korrosion der Bewehrung: eisen und Verhinderung von Erosion oder Auswaschungen des
JBetons. Es sind bereits zur Lösung dieser Aufgaben verschiedene Vorschläge und Versuche gemacht worden, jedoch
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weder die Spannbetonweise noch bituminöse Oberbeläge oder in Bitumen eingebettete Metallfolien, siehe beispielsweise
DAS 2.148.448, waren bisher imstande, die Aufgaben dauerhaft zu lösen. Insbesondere dasrheologische Verhalten
5bei in Bitumenlagen eingebetteten Metallfolien, vor
allen Dingen das Eintreten des Glasbrechpunktes bei allen Bituminas bei niedrigen Temperaturen, sowie die leichte
Verletzlichkeit der dünnen Metallfolien durch Perforation beim Begehen, Befahren usw. sind Ursache für das Versagen
lOäer Abdichtung auf Dauer. Durch das Eintreten des Glasbrechpunktes
bei Bitumen entstehen feinste Kapillaren, in welche Winter für Winter Tausalzlösungen immer tiefer in
den bituminösen Oberbelag eindringen und letztlich auf der Abdichtung landen. Hier zersetzen sie durch ihren chemischen
•^Charakter in kurzer Zeit beispielsweise eine aus Metallfolie
bestehende Abdichtung, so daß es dann nur noch eine Frage der Zeit ist, wann die Tausalze die Armierung der
Stahlbetonkonstruktion erreichen und zerstören.
Ma^ hat daher bereits Überlegungen angestellt, Kunststoffdichtungsbahnen
zwischen den konstruktiven Teilen von Betonbauwerken und Fahrbahnbelägen vorzusehen. Nach den
Vorschlägen der DE-OS 24 39 573 wird eine Kunststoffdichtungsbahn beidseitig mittels bituminöser Klebemassen
verklebt. Diese Verklebung hat den Nachteil, daß bei hohen witterungsbedingten Außentemperaturen die Klebeschicht
wie ein Gleitlager wirkt und keine ausreichende Schubkraftübertragung von der Fahrbahn in das Bauwerk mehr
gewährleistet ist, was zur Instabilität des gesamten Fahrbahnbelages
fuhrt.
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Weiterhin hat man Versuche mit lose auf dem Bauwerk verlegten Elastomerfolien angestellt, die teilweise mit lose
verlegten Papierlagen abgedeckt wurden, worauf eine Gußasphaltschicht
aufgebracht wurde, siehe Zeitschrift 35Bitumen-Teere-Asphalte-Peche", 4/1972, S. 170 bis 175.
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Hierbei hat sich jedoch als nachteilig eine starke Ealten bildung der Elastomerfolie bei direktem Aufbringen der
Gußasphaltschicht und des weiteren eine erhöhte G-leitwirkung
zwischen den einzelnen Schichten bei Vorhandensei
5τοη Papierzwischenlagen herausgestellt.
Eine Verbesserung bezüglich der Schubkraftübertragung zwischen Bauwark und Kunststoffdichtungsbahn wird mit eine:
Isolation gem. der CH-PS 594 107 erreicht, bei der die lose auf dem Bauwerk verlegte Kunststoffdichtungsbahn
durch eine heiß aufgebrachte mehrere Zentimeter dicke Asphaltschicht, die mittels eines Vibrators verdichtet
wird, erwärmt und erreicht wird, so daß sie sich in die Rauhungen der Bauwerksoberfläche eindrückt und auf diese
Yfeise mechanisch verankert vird. Eine haftfeste Verbindung
der KuiEfcstoffdichtungsbahn mit der Schutzschicht aus
Asphalt soll ebenfalls durch mechanische Verankerung, z.B. durch auf der Dichtungsbahn ausgebildete Rippenerfolgen.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß diese Verbindung keine ausreichende Schubkraftübertragung bed. den wechselnden
witterungsbedingten Temperaturen gewährleistet, da die Rippen während des Aufbringens der heißen Asphaltbeläge
teilweise eingeebnet werden und-sich die darüber hinaus
an den Grenzschichten von Asphalt (Bitumen) und Kunststoffen die Nachteile des Nachlassens der Haftung durch
Versprödung bemerkbar machen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Beton, insbesondere
Stahlbetonkonstruktionen, beispielsweise Brücken, 3?ahrbahnrampen, o.dgl. gegen Durchfeuchtung der Bau werks-
JOoberfläche zu schützen und das Eindringen von Regenwasser
und mit Tausalz durchsetztem Wasser in das Bauwerksinnere
zu verhindern und dynamische Kräfte insbesondere'Schubkräfte
des Fährverkehrs o. dgl. kraftschlüssig und möglich witterungsunabhängig in die Bauwerkslconstruktion zu über-
35tragen. Auch soll die Dichtungsbahn im Herstellungsstadium
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gegen mechanische oder sonstige Beschädigungen während der Bauzeit möglichst geschützt sein.
Ausgehend von der Bauwerksabdichtung nach der GH-PS 594 Vf
löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, daß die Kunststoffdichtungsbahn auf ihrer dem Fahrbahnbelag zugewandten
Seiten mit einem textlien .Flächengebilde aus Glasfasern o. ä. vollflächig verbunden, beispielsweise
kaschiert, ist. Das textile Flächengebilde wirkt nun einer·-
^q seits als Hitzeabwehrschild für die Kunststoffdichtungsbalin
gegen die Wärme aus den nachfolgend aufzubringenden heißen Asphaltschichten, die 2400C und mehr Temperaturgrade
aufweisen. Dieses ist insbesondere für Kunststoffdichtungsbahnen, die nicht so hoch temperaturbeständig
^c- sind, von Bedeutung, wie z.B. Weich-PVO-Diehtungsbahnen,
im Gegensatz zu Elastomerfolien z. B. auf Butylkautschukbasis.
Weiterhin bewirkt das textile Flächengebilde eine gute Haftfestigkeit und gute mechanische Verankerung der
Asphaltschichten als auch der Kunststoffdichtungsbahn,
P0 so daß auch bei wechselnden witterungsbedingten Temperaturen
durch die das textile Flächengebilde selbst vorgegebene Dimensionsstabilität auch an diesen Grenzflächen
die erforderliche Schubkraftübertragung gewährleistet und erhalten bleibt. Darüberhinaus verhindert das textile
_ Flächengebilde das Bilden von Falten in der Dichtungsbahn
während des Aufbringens und Verteilens der heißen Asphalt· schichten, was ja mit erheblichen Drucken verbunden ist,
da es selbst dimensionsstabil bleibt und damit einer Verformung
der Dichtungsbahn entgegenwirkt, d.h. sie auf-
,_nimmt. Überraschend ist auch, daß die Verbindung zwischen
textilem Flächengebilde und Dichtungsbahn nach dem Aufbringt
der Asphaltschichten erhalten bleibt, d.h. durch die thermische Belastung tritt keine Schädigung auf, das gilt
auch für · Weich-PVO. Die oftmals bei bituminös verklebten
Dichtungsbahnen beobachtete Gleitlagerwirkung durch Erwärmung wird mit der Erfindung vermieden.
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Λ Damit wild jedoch erfindungsgemäß eine Abdichtung mittels
Kunststoffdichtungsbahnen für Bauwerke mit Asphaltdeckschichten vorgeschlagen, die eine einwandfreie Schubkraftübertragung
vom Fahrbahnbelag über die verschiedenen Zwischenschichten in das Bauwerk auch bei wechselnden
witterungsbedingten Temperaturen und dem damit verbundene unterschiedlichen Verhalten der Werkstoffe der einzelnen
Schichten gewährleistet.
Bevorzugt werden für die erfindungsgemäßen Abdichtungen textile Flächengebilde wie Rohglasvliese, Glasfasermatten
o. dgl. mit einem Flächengewicht von 50 bis 150 g/m eingesetzt. Besonders gute Haftfestigkeiten zwischen den
einzelnen Materialien lassen sich erfiiadungsgemäß dadurch erzielen, daß das textile Flächengebilde mit dem Kunststoff,
auf dessen Basis die Kunststoffdichtungsbahn hergestellt ist, getränkt ist.
Eine bevorzugte Abdichtung gem. der Erfindung verwendet
bitumenbeständige Dichtungsbahnen auf Weich-PVC-Basis.
weich-PVC hat gegenüber anderen Kunststoffen den Vorteil,
daß es bei tiefen Wintertemperaturen noch nicht spröde, brüchig wird, eo daß die gute Haftung und Verankerung am
Bauwerksuntergrund erhalten bleibt und kein Abplatzen durch Verspröden, wie bei bituminösen Klebemassen, eintritt.
Das gilt auch für die Übergangszone von Weich-PVC-Dichtungsbahn
mit aufkaschiertem textilem Flächengebilde zu den Äsphaltschichten des Fahrbahnbelages.
Für alle diejenigen Abwendungsfälle, bei denen eine solch •zQ starke Gefährdung der Abdichtung durch mögliche Beschädigung
durch Nachfolgearbeiten besteht, schlägt die Erfindung vor, daß zwischen der Kunststoffdichtungsbahn mit
textilem Flächengebilde und dem Fahrbahnbelag eine Schutzlage aus lose verlegten schlagzähen Kunststoffplatten
^coder -bahnen, z.B. hart eingestellten Weich-PVC-Platten
oder Polyäthylenplatten angeordnet ist.'
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Die Erfindung wird in der Zeichnung schematisch in ihrem Aufbau erläutert.
Auf dem Brückenbauwerk 1 aus Stahlbeton, dessen Oberfläche ausreichend eben, sauber, frei von Mörtelresten etc. sein soll, wird die Kunststoffdichtungsbahn 2 mit aufkaschiertem Rohglasvlies 3'lose aufgelegt, mit iher Kunststoffseite auf dem Brückenbauwerk aufliegend. Die Dichtungsbahn 2,3 wir an ihren Stoßstellen vorzugsweise überlappt und durchgehend verbunden, beispielsweise verschweißt odei ^O verklebt, je nach Kunststoff. Die Dichtungsbahn hat vorzugsweise eine Dicke zwischen 2 und 4 mm. Anschließend wird die als Schutzschicht 4 bezeichnete erste Asphaltschicht, z.B. Gußasphalt, beispielsweise in einer Dicke von 3*5 cm aufgebracht. Danach wird die Deckle schicht 5 des Fahrbahnbelages, z. B. Gußasphalt oder Asphaltbeton, bespielsweise in einer Dicke von 3,5 cm aufgebracht. Die durch den heißen, Temperaturen in der Regel über 23O0G aufweisenden Asphalt auf die Dichtungsschicht sich übertragende Wärme wird eine Erweichung der 2oKunststoffdichtungsbahn bewirkt, die die mechanische Verankerung der Dichtungsbahn 2,3 nach beiden Seiten fördert und damit zu dem gewünschten Verbund hoher dauerhafter Haftfestigkeit führt.
Auf dem Brückenbauwerk 1 aus Stahlbeton, dessen Oberfläche ausreichend eben, sauber, frei von Mörtelresten etc. sein soll, wird die Kunststoffdichtungsbahn 2 mit aufkaschiertem Rohglasvlies 3'lose aufgelegt, mit iher Kunststoffseite auf dem Brückenbauwerk aufliegend. Die Dichtungsbahn 2,3 wir an ihren Stoßstellen vorzugsweise überlappt und durchgehend verbunden, beispielsweise verschweißt odei ^O verklebt, je nach Kunststoff. Die Dichtungsbahn hat vorzugsweise eine Dicke zwischen 2 und 4 mm. Anschließend wird die als Schutzschicht 4 bezeichnete erste Asphaltschicht, z.B. Gußasphalt, beispielsweise in einer Dicke von 3*5 cm aufgebracht. Danach wird die Deckle schicht 5 des Fahrbahnbelages, z. B. Gußasphalt oder Asphaltbeton, bespielsweise in einer Dicke von 3,5 cm aufgebracht. Die durch den heißen, Temperaturen in der Regel über 23O0G aufweisenden Asphalt auf die Dichtungsschicht sich übertragende Wärme wird eine Erweichung der 2oKunststoffdichtungsbahn bewirkt, die die mechanische Verankerung der Dichtungsbahn 2,3 nach beiden Seiten fördert und damit zu dem gewünschten Verbund hoher dauerhafter Haftfestigkeit führt.
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Leeseite
Claims (5)
- 301605STroisdorf, den 11. April 1980 OZ 80024 MG/Bd1
Patentansprüche: 1/ Abdichtung von Ingenieurbauten aus Beton oder dgl., 5" insbesondere Brücken, Fahrbahnrampen o. ä., mit einer auf der Bauwerksoberfläche angeordneten Kunststoffdichtungsbahn, die durch Anpressen unter Wärmeeinwirkung in den Rauhungen der Bauwerksoberfläche mechanise!: verankert ist und mit einem hierauf aufgebrachten Fahrbahnbelag aus einer Deckschicht aus ■ Guß- bzw. Walzasphalt und ggf. einer zwischen Deckschicht und Kunststoffdichtungsbahn angeordneten Schutzschicht auf bituminöser Basis, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffdichtungsbahn auf ihrer dem Fahrbahnbelag ebgewandten Seite mit einem textlien Flächengebilde aus Glasfasern o. ä. vollflächig verbunden, beispielsweise kaschiert, ist. - 2. Abdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß das textile Flächengebilde ein Rohglasvlies, eine 20Glasfasermatte o. dgl. mit einem Flächengewicht von 50 bis 150 g/m2 ist.
- 3. Abdichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das textile Flächengebilde mit dem Kunststoff, auf dessen Basis die Kunststoffdichtungsbahn hergestellt ist, getränkt ist.
- 4. Abdichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine bitumenbeständige Kunststoff-J0 dichtungsbahn auf Basis Weich-PYC vorgesehen ist.
- 5. Abdichtung nach einem der Anspräche 1 bis 4,· dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Kunststoffdichtungsbahn mit textilem Flächengebilde und dem fahrbahnbelag eine Schutzlage aus lose verlegton schlagzähen Kunotstoffplatten oder -bahnen, z. B. hart, eingestellten Yfefch PVC-Platten oder Polyäthylenplatten angeordnet ist.130044/.0 408
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |