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DE3015710A1 - Verfahren zum abbinden von in brennstoffen befindlichem schwefel - Google Patents

Verfahren zum abbinden von in brennstoffen befindlichem schwefel

Info

Publication number
DE3015710A1
DE3015710A1 DE19803015710 DE3015710A DE3015710A1 DE 3015710 A1 DE3015710 A1 DE 3015710A1 DE 19803015710 DE19803015710 DE 19803015710 DE 3015710 A DE3015710 A DE 3015710A DE 3015710 A1 DE3015710 A1 DE 3015710A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfur
fuel
combustion
binding substances
trapping
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19803015710
Other languages
English (en)
Inventor
Andris Dipl.-Ing. 5064 Rösrath Abelitis
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kloeckner Humboldt Deutz AG
Original Assignee
Kloeckner Humboldt Deutz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kloeckner Humboldt Deutz AG filed Critical Kloeckner Humboldt Deutz AG
Priority to DE19803015710 priority Critical patent/DE3015710A1/de
Publication of DE3015710A1 publication Critical patent/DE3015710A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L9/00Treating solid fuels to improve their combustion
    • C10L9/10Treating solid fuels to improve their combustion by using additives

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Anlage zum Patentgesuch der
  • Klöckner-Humboldt-Deutz Aktiengesellschaft Verfahren zum Abbinden von in Brennstoffen befindlichem Schwefel Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Abbinden von in Brennstoffen befindlichem Schwefel.
  • Brennstoffe, wie Kohle oder Heizöl enthalten bis zu etwa 5,0 % Schwefel. Beim Brennen von alkalihaltigen Materialien, wie Kalkstein oder Dolomit, verbindet sich der Brennstoff-Schwefel mit dem Brenngut und wird mit diesem ausgetragen.
  • Aufgrund des hohen Schwefelgehaltes kann ein derartiges Brenngut in vielen Fällen einer weiteren Verwertung, insbesondere einer Verwendung in der Stahlindustrie nicht zugeführt werden. Um den Schwefel aus dem Brenngut zu entfernen, müßte daher dieses nochmals hoch erhitzt und der Schwefel dabei verflüchtigt werden.
  • Dies ist jedoch mit einem hohen Arbeits-, Zeit- und Kostenaufwand verbunden und daher unwirtschaftlich.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, ein Verfahren zu schaffen, das in besonders einfacher und wirtschaftlicher Weise die Herstellung eines schwefelfreien Brenngutes ermöglicht. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß dem Brennstoff vor der Verbrennung schwefelbindende Stoffe, insbesondere Branntkalk (CaO) und/oder ein Dolomitkauster, zugemischt werden. Auf diese Weise wird sehr vorteilhaft der im Brennstoff vorhandene Schwefel bereits bei der Verbrennung des Brennstoffes von den schwefelbindenden Stoffen abgebunden und kann sich nicht mit dem fein- oder grobkörnigen Brenngut verbinden. Die mit Schwefel angereicherten Stoffe werden zwar zusammen mit dem Brenngut aus dem Ofen ausgetragen; jedoch können diese Stoffe dann sehr leicht mit Hilfe einer Klassiervorrichtung, zum Beispiel Sieb, vom Brenngut wiederum getrennt werden. Durch diese erfindungsgemäßen Maßnahmen kann somit in besonders einfacher und wirtschaftlicher Weise ein schwefelfreies Brenngut oder dergleichen hergestellt werden. Besonders zweckmäßig ist es, als schwefelbindende Stoffe Branntkalk und/oder Dolomitkauster zu verwenden, da sich diese Stoffe im Vergleich zu Kalziumkarbonat oder Rohdolomit nicht nachteilig auf die Verbrennung bzw. auf die Flammentemperatur auswirken.
  • Um möglichst große Angriffs- bzw. Reaktionsflächen für den Schwefel zu schaffen, ist es besonders vorteilhaft, daß die schwefelbindenden Stoffe dem Brennstoff in feinkörniger Form zugemischt werden. Wenn die schwefelbindenden Stoffe nicht in einer ausreichend feinkörnigen Form vorliegen, ist es erforderlich, daß sie vor der Vermischung mit dem Brennstoff auf die jeweils erforderliche Korngröße zerkleinert werden.
  • So ist es besonders zweckmäßig, daß bei der Verwendung von Kohle als Brennstoff die schwefelbindenden Stoffe der Kohle bei der Zerkleinerung zugegeben werden. Auf diese Weise wird sehr vorteilhaft neben der Zerkleinerung auch eine innige Vermischung der schwefelbindenden Stoffe mit der Kohle bewirkt. Bei der Verwendung von Heizöl als Brennstoff ist es dagegen zweckmäßig, daß die schwefelbindenden Stoffe in feinkörniger Form der Verbrennungsluft zugemischt werden. Hierdurch wird in besonders einfacher Weise eine innige Durchmischung und sichere Abbindung des Heizöl-Schwefels erreicht.
  • Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Maßnahmen besteht auch darin, daß die zum Abbinden des Brennstoff-Schwefels erforderliche Menge an schwefelbindenden Stoffen jeweils genau ermittelt und dem Brennstoff zugemischt werden kann, so daß der gesamte im Brennstoff vorhandene Schwefel von den bindenden Stoffen mit Sicherheit erfaßt und abgebunden wird,und sich kein überschüssiges Schwefeldioxid bildet.
  • Bei der Verwendung von Branntkalk (CaO) und/oder Dolomitkauster als schwefelbindende Stoffe ist es zweckmäßig, daß diese - bezogen auf 1 kg Schwefel im Brennstoff - dem Brennstoff im Verhältnis 1 : 5, insbesondere 1,8 : 2,2, zugemischt werden. Durch die Einhaltung dieser Mengenverhältnisse werden sehr vorteilhaft Über- oder Unterdosierungen an schwefelbindenden Stoffen vermieden und und dadurch weder der Verbrennungsprozeß noch der Abbindungsprozeß ungünstig beeinflußt.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung kann sehr vorteilhaft sowohl zum Brennen von Zementrohmaterialien oder auch zur thermischen Behandlung von beliebig anderen Materialien eingesetzt werden, wo schwefelhaltige Brennstoffe zur Anwendung kommen und ein schwefelarmes bzw. schwefelfreies Endprodukt angestrebt bzw. gewünscht wird. Darüberhinaus wird dadurch, daß der Brennstoffschwefel gemäß der Erfindung bereits bei der Verbrennung abgebunden wird, sehr vorteilhaft vermieden, daß Schwefel in Form von Schwefeldioxid in das Abgas gelangt und dadurch in den kälteren Ofenzonen zu Anbackungen oder zu unerwünschten SO2;Kreisläufen in der Ofenanlage führt, oder mit den Abgasen nach außen in die Atmosphäre getragen wird. Es kann daher das erfindungsgemäße Verfahren auch bei beliebig anderen Brennprozessen mit Vorteil angewandt werden bei denen schwefelhaltige Brennstoffe eingesetzt werden5 und bei denen der gebundene Schwefel im Verbrennungsin, ruckstandD zum BeispieD4der Asche verbleiben kann.

Claims (5)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zum Abbinden von in Brennstoffen befindlichem Schwefel, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß dem Brennstoff vor der Verbrennung schwefelbindende Stoffe, insbesondere Branntkalk (CaO) und/oder Dolomitkauster, zugemischt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schwefelbindenden Stoffe dem Brennstoff in feinkörniger Form zugemischt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Kohle als Brennstoff die schwefelbindenden Stoffe der Kohle bei der Zerkleinerung zugegeben werden.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die schwefelbindenden Stoffe - bezogen auf 1 kg Schwefel im Brennstoff - dem Brennstoff im Verhältnis 1 : 59 insbesondere 1,8 : 2,2, zugemischt werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet 9 daß bei Verwendung von Heizöl als Brennstoff die schwefelbindenden Stoffe der Verbrennungsluft zugemischt werden.
DE19803015710 1980-04-24 1980-04-24 Verfahren zum abbinden von in brennstoffen befindlichem schwefel Withdrawn DE3015710A1 (de)

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