DE3015187A1 - Bremskraftverstaerker fuer kraftfahrzeuge - Google Patents
Bremskraftverstaerker fuer kraftfahrzeugeInfo
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Description
ALFRED TEVES GMBH 18. April 1980
Frankfurt am Main
T 02 P 09
P 4892
Rolf Weiler - 21 Wilfried Wagner - 1
Bremskraftverstärker für Kraftfahrzeuge
Die Erfindung betrifft einen Bremskraftverstärker für Kraftfahrzeuge,
mit einem Unterdruckgehäuse, das in eine Unterdruckkammer und eine Arbeitskammer durch eine axial bewegliche
Wand dichtend unterteilt ist, die einen starren Membranteller und eine flexible Membran aufweist, mit einem axial durch das
Unterdruckgehäuse ragenden Versteifungsrohr, das mit seinen Enden an den beiden Stirnwänden des Unterdruckgehäuses befestigt
ist, mit einem mechanisch betätigbaren Steuerventil zur Verbindung der Arbeitskammer mit der Unterdruckkammer bzw.
mit der Atmosphäre, dessen im Versteifungsrohr axial bewegliches Steuerventilgehäuse mit einem Betätigungskolben eines
Hauptzylinders in kraftübertragender Verbindung steht und mit radialen Stegen der beweglichen Wand verbunden ist, die durch
Ausnehmungen des Versteifungsrohrs ragen.
Im Zuge einer allgemeinen Gewichtsverminderung von Kraftfahrzeugen
ist man bestrebt, auch das Gewicht des Bremskraftverstärkers so gering wie möglich zu halten.
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Die Übertragung der zwischen dem Hauptzylinder und den am
Kraftfahrzeug befestigten Teilen des Bremskraftverstärkers wirkenden Kräfte über ein durch das Unterdruckgehäuse ragendes
Versteifungsrohr entlastet das Unterdruckgehäuse, so daß dieses schon sehr leicht ausgeführt werden kann, beispielsweise
aus verhältnismäßig dünnem Blech oder aus Kunststoff.
Mit dem Ziel der Verringerung der Baulänge des Bemskraftverstärkers
wurde der das starre Hauptteil der axial beweglichen Wand bildende Membranteller einstückig mit radialen Stegen
ausgeführt, die durch Schlitze oder Ausnehmungen in das Versteifungsrohr hineinragen, um dort mit einer Hülse verbunden
zu werden, die wiederum mit dem Steuerventilgehäuse verbunden ist (Deutsche Patentanmeldung P 29 18 913.7).
über diese radialen Stege wird die von der axial beweglichen
Wand aufgebrachte Bremsverstärkungskraft auf das Steuerventilgehäuse
und von dort auf den Betätigungskolben des Hauptzylinders der Bremsanlage übertragen. Wegen der in den radialen
Stegen auftretenden, verhältnismäßig hohen Biegebeanspruchungen bestand der Membranteller mit den einstückig daran angebrachten
radialen Stegen aus Blech und war deshalb insgesamt verhältnismäßig schwer.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Bremskraftverstärker der eingangs genannten Art so auszubilden, daß der Membranteller
sehr leicht ausgeführt werden kann, ohne daß dadurch eine Schwächung der radialen Stege in Kauf genommen werden muß,
die hohen Biegebeanspruchungen ausgesetzt sind. Dabei sollen die Herstellung und die Montage nicht erschwert werden.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
radialen Stege an einem metallischen Zwischenring ausgebildet sind/ der an einer Stirnfläche eines Nabenteils des Membrantellers
anliegt und mittels einer Rastverbinäung am Membranteller angebracht ist.
Die bauliche Trennung des Membrantellers von dem die radialen
Stege aufweisenden Zwischenring ermöglicht es, den Membranteller, der dann nur noch verhältnismäßig geringen Beanspruchungen
ausgesetzt ist, sehr leicht auszuführen, vorzugsweise als Kunststoffteil. Die Übertragung der Verstärkungskraft zwischen
dem Membranteller und dem Zwischenring erfolgt in einer Weise, die unerwünschte Spannungspitzen am Membranteller ausschließt,
nämlich durch einfache Anlage des Zwischenrings an einer Stirnfläche des Nabenteils. Die Krafteinleitung in den Membranteller
erfolgt daher großflächig, so daß Beschädigungen des aus Kunststoff bestehenden Membrantellers ausgeschlossen sind. Die Rastverbindung
ermöglicht eine einfache Montage und hält den Zwischenring sicher in Anlage am Membranteller.
In besonders vorteilhafter Ausgestaltung des Erfindungsgedankens
ist vorgesehen, daß der Zwischenring von mindestens drei Rastzungen zentrierend übergriffen wird, die jeweils mit einer
Rastnase hinter eine Rastfläche am Zwischenring greifen. Auf diese einfache Weise wird der Zwischenring am Membranteller
gehalten und zugleich zentriert. Vorzugsweise sind die Rastnasen mit dem Membranteller einstückig ausgeführt, so daß
für diese Verbindung und Zentrierung keine gesonderten Bauteile erforderlich sind.
Zweckmäßigerweise stützt sich eine den Membranteller in seine
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Ausgangslage drückende Druckfeder an einem radial nach außen ragenden Bund des Zwischenrings ab, so daß auch die Krafteinleitung
aus dieser Druckfeder in den MembranteHer nicht unmittelbar
an einer nur gering belastbaren Kunststofflache, sondern unter Zwischenschaltung des metallischen Zwischenrings
erfolgt, der wiederum auch diese Kraft über die Stirnfläche des Nabenteils des Membrantellers überträgt. Zugleich bewirkt
diese Anordnung der Druckfeder, daß der Zwischenring ständig gegen den Membranteller gedrückt und in dieser Stellung gehalten
wird, so daß die Rastnasen der Rastzungen weitestgehend entlastet werden und nur noch die Aufgabe zu erfüllen haben,
den Zwischenring bei der Montage am Membranteller zu halten.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform weist der nach außen ragende Bund des Zwischenrings Durchlässe für die
Rastzungen auf, wobei die Druckfeder außen an den Rastzungen anliegt und durch diese zentriert wird. Dadurch wird erreicht,
daß die Druckfeder die Rastzungen an der Außenseite abstützt, so daß die Rastzungen nicht nach außen verformt werden können,
auch wenn sie verhältnismäßig dünn und elastisch ausgeführt sind. Auch wenn die Rastzungen einstückig aus dem nur verhältnismäßig
gering belastbaren Kunststoffmaterial des Membrantellers bestehen, ist eine Beschädigung der Rastzungen infolge
der Stützwirkung der Druckfeder ausgeschlossen, wobei die Rastzungen ihrerseits die Zentrierung der Druckfeder
übernehmen.
Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist.
Es zeigen:
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Fig. 1 einen Bremskraftverstärker im Längsschnitt, wobei der
Hauptzylinder weggelassen ist,
Fig. 2 eine Teil-Stirnansicht des Membrantellers des Bremskraftverstärker
s nach Fig. 1,
Fig. 3 den MembranteHer in einem Schnitt längs der Linie
III-III in Fig. 2, die auch die Lage der Schnittebenen
für Fig. 1 angibt,
Fig. 4 eine Stirnansicht des Zwischenrings des Bremskraftverstärkers
nach Fig. 1,
Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie V-V in Fig. 4 und
Fig. 6 einen vergrößerten Teilschnitt durch den Zwischenring im Bereich der Verbindung mit einer Rastzunge, wobei
die Schnittebene der Linie VI-VI in Fig. 2 entspricht.
Der in Fig. 1 gezeigte Bremskraftverstärker weist ein beim dargestellten Ausführungsbeispiel aus Kunststoff bestehendes
Unterdruckgehäuse 1 auf, das durch eine axial bewegliche Wand 2 in eine Arbeitskammer 3 und eine Unterdruckkammer 4 unterteilt
ist. Durch das Unterdruckgehäuse 1 ragt axial ein Versteifungsrohr 5, das mit seinen Enden an den beiden Stirnwänden
6,7 mittels Gewindebolzen 8 bzw. 9 befestigt ist.
Die axial bewegliche Wand 2 besteht aus einem aus Kunststoff,
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vorzugsweise einem Thermoplast, hergestellten Membranteller 10 und einer daran anliegenden Membran 11, die im Bereich zwischen
dem äußeren Umfang des Membrantellers 10 und der Umfangswand des Unterdruckgehäuses 1 eine Rollmembran 12 und im Bereich
zwischen dem Membranteller 10 und dem Versteifungsrohr 5 eine weitere Rollmembran 13 bildet, durch die die bewegliche Wand 2
gegenüber dem Unterdruckgehäuse 1 bzw. dem Versteifungsrohr 5 abgedichtet wird.
Ein durch eine Kolbenstange 14 betätigbares Steuerventil 15
ist am arbeitskammerseitigen Ende des Versteifungsrohres 5 angeordnet und weist einen mit der Kolbenstange 14 verbundenen
Steuerventilkolben 16 auf,, der in einem Steuerventilgehäuse 17
Ventilöffnungen in der Weise freigibt, daß die Arbeitskammer 3 in der in Fig. 1 dargestellten, nicht betätigten Stellung mit
der Unterdruckkammer 4 verbunden ist. Bei einer Betätigung des Steuerventils 15, d. h. einer axialen Verschiebung der
Kolbenstange 14 wird die Verbindung von der Unterdruckkammer 4 zur Arbeitskammer 3 unterbrochen; die Arbeitskammer 3 wird mit
der Atmosphäre verbunden, so daß sich die bewegliche Wand 2 zur Unterdruckkammer 4 hin bewegt.
Das axial bewegliche Ventilgehäuse 17 ist mit einer Druckstange 18 verbunden, die auf einen Betätigungskolben eines (nicht
dargestellten) Hauptzylinders der Bremsanlage wirkt, der am unterdruckkammerseitigen Ende des Versteifungsrohres 5 mittels
der Gewindebolzen 9 angebracht ist.
Der Membranteller 10, der auf seiner unterdruckkammerseitigen Fläche mit radialen Rippen und umlaufenden Rippen versteift ist
(Figuren 2 und 3), weist ein im wesentlichen zylindrisches
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Nabenteil 19 auf, das eine ebene Stirnfläche 20 hat.
An der Stirnfläche 20 stützt sich ein metallischer Zwischenring 21 ab, der beispielsweise aus Aluminiumblech tiefgezogen
ist. Zwei radiale Stege 22 des Zwischenrings 21 ragen durch Ausnehmungen 23 des Versteifungsrohres 5 nach innen und sind
dort mit einer Hülse 24 mittels eines radial vorspringenden Kragens 25 und einer Eindrückung 26 verbunden. Die Hülse 24
greift hinter einen vom Steuerventilgehäuse 17 nach außen vorspringenden Bund 27.
Die von der axial beweglichen Wand 2 aufgebrachte Verstärkungskraft wird über den Membranteller 10, dessen Nabenteil 19,
den Zwischenring 21, die Hülse 24, das Steuerventilgehäuse und die Druckstange 18 auf den Betätigungskolben des Hauptzylinders
übertragen.
Eine Druckfeder 28 stützt sich einerseits an der Stirnwand 7 des Unterdruckgehäuses 1 und andererseits an einem radial nach
außen ragenden Bund 29 des Zwischenrings 21 ab. Sie drückt den Membranteller 10 in die in Fig. 1 gezeigte Ausgangsstellung,
wobei sie zugleich den Zwischenring 21 ständig in Anlage an der Stirnfläche 20 des MembranteHers 10 hält.
Aus dem Nabenteil 19 ragen vier Rastzungen 30 über die Stirnfläche
20 hinaus und erstrecken sich durch Durchlässe 31, die den Bund 29 des Zwischenrings 21 unterbrechen (Figuren 4 und 5)
An ihren freien Enden weisen die federnden Rastzungen 30 jeweils eine nach innen vorspringende und axial nach außen
abgeschrägte Rastnase 32 auf. Die Rastnasen 32 greifen jeweils
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hinter eine am Zwischenring 21 ausgebildete Rastfläche 33. Die Rastzungen 30 erstrecken sich in Betätigungsrichtung
und werden daher bei der Übertragung der Verstärkungskraft nicht belastet, weil die Rastnasen 32 - in Betätigungsrichtung
gesehen - vor der Rastfläche 33 liegen. Nur die im Verhältnis zur Verstärkungskraft wesentlich geringere Rückzugskraft wird über die Rastnasen 32 und die Rastzungen 30 übertragen.
Wie man aus Fig. 6 erkennt, liegt die arbeitskammerseitig letzte Windung der Druckfeder 28 außen den Rastzungen 30 an.
Die Druckfeder 28 wird auf den Rastzungen 30 zentriert und stützt diese zugleich nach außen ab, so daß sich der Rasteingriff
der Rastnasen 32 am Zwischenring 21 nicht lösen kann, solange die Druckfeder 28 über die Rastzungen 30 greift.
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1 Unterdruckgehäuse
2 bewegliche Wand
3 Arbeitskammer
4 Unterdruckkammer
5 Versteifungsrohr
6 Stirnwand
7 Stirnwand
8 Gewindebolzen
9 Gewindebolzen
10 Membranteller
11 Membran
12 Rollmembran
13 Rollmembran
14 Kolbenstange
15 Steuerventil
16 Steuerventilkolben
17 Steuerventilgehäuse
18 Druckstange
19 Nabenteil
20 Stirnfläche
21 Zwischenring
22 radiale Stege 2 3 Ausnehmungen
24 Hülse
25 Kragen
| -/ft.. | 3015187 | BEZUGSZEICHEN-LISTE | Eindrückung |
| 26 | Bund | ||
| 27 | Druckfeder | ||
| 28 | Bund | ||
| 29 | Rastzungen | ||
| 30 | Durchlässe | ||
| 31 | Rastnasen | ||
| 32 | |||
| 33 | |||
| 34 | |||
| 35 | |||
| 36 | |||
| 37 | |||
| 38 | |||
| 39 | |||
| 40 | |||
| 41 | |||
| 42 | |||
| 43 | |||
| 44 | |||
| 45 | |||
| 46 | |||
| 47 | |||
| 48 | |||
| 49 50 |
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Leerseite
Claims (7)
1.)Bremskraftverstärker für Kraftfahrzeuge, mit einem Unterdruckgehäuse,
das in eine Unterdruckkammer und eine Arbeitskammer durch eine axial bewegliche Wand dichtend unterteilt
ist, die einen starren Membranteller und eine flexible Membran aufweist, mit einem axial durch das Unterdruckgehäuse
ragenden Versteifungsrohr, das mit seinen Enden an den beiden Stirnwänden des Unterdruckgehäuses befestigt ist,
mit einem mechanisch betätigbaren Steuerventil zur Verbindung der Arbeitskammer mit der Unterdruckkammer bzw. mit
der Atmosphäre, dessen im Versteifungsrohr axial bewegliches Steuerventilgehäuse mit einem Betätigungskolben eines
Hauptzylinders in kraftübertragender Verbindung steht und mit radialen Stegen der beweglichen Wand verbunden ist, die
durch Ausnehmungen des Versteifungsrohrs ragen, dadurch gekennzeichnet, daß die radialen Stege (22) an einem
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metallischen Zwischenring (21) ausgebildet sind, der an einer Stirnfläche (20) eines Nabenteils (19) des Membranetellers
(10) anliegt und mittels einer Rastverbindung (30, 32,33) am Membranteller (10) angebracht ist.
2. Bremskraftverstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Membranteller (10) aus Kunststoff besteht.
3. Bremskraftverstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zwischenring (21) von mindestens drei Rastzungen (30) zentrierend übergriffen wird, die jeweils mit
einer Rastnase (32) hinter eine Rastüläche (33) am Zwischenring (21) greifen.
4. Bremskraftverstärker nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rastzungen (30) mit dem Membranteller (10) einstückig ausgeführt sind.
5. Bremskraftverstärker nach. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß eine den Membranteller (10) in seine Ausgangslage drückende Druckfeder (28) sich an einem radial nach
außen ragenden Bund (29) des Zwischenrings (21) abstützt.
6. Bremskraftverstärker nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der nach außen ragende Bund (29) des Zwischenrings (21) Durchlässe (31) für die Rastzungen (30) aufweist
und daß die Druckfeder (28) außen an den Rastzungen
(30) anliegt und durch diese zentriert wird.
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7. Bremskraftverstärker nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Rastzungen (30) in Betätigungsrichtung erstrecken und daß die Rastnasen (32) und die
Rastzungen (30) bei der übertragung der Verstärkungskraft nicht belastet sind.
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