DE3011421A1 - Rekombinationsvorrichtung - Google Patents
RekombinationsvorrichtungInfo
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Description
301H21
VARTA Batterie Aktiengesellschaft 3000 Hannover 21, Am Leineufer 51
Rekombi näti onsv. orri chtung
Die Erfindung betrifft eine Rekombinationsvorrichtung zur katalytischen
Oxidation von Wasserstoff in Akkumulatorgasen, die auf den Akkumulatro
aufgesetzt und mit diesem durch eine Gaszuführung verbunden ist.
Eine bekannte Vorrichtung dieser Art ist beispielsweise der in der
DE-OS 2 442 465 beschriebene Verschlußstopfen für Bleiakkumulatoren.
Zur vollständigen katalytischen Oxidation müssen die Elektrolysegase
Wasserstoff und Sauerstoff in einem Mengenverhältnis 2 : 1 zugegen sein, wie es der Stöchiometrie des Wassers entspricht. Beim Akkumulatorbetrieb
werden jedoch nur im Zustande der Dauerüberladung beide
Gase annähernd in dem genannten Verhältnis entwickelt. Während der meisten anderen Betriebsphasen ist die Gasung nichtstöchiometrisch,
gewöhnlich sauerstoffreicher beim Aufladen, dagegen wasserstoffreicher
beim Entladen und evtl. während Standzeiten. So kommt es, daß insbesondere während des Entladens viel überschüssiger Wasserstoff anfällt,
der wegen eines fehlenden Sauerstoffäquivalents mit bisher bekannten Rekombinatoren nicht umgesetzt werden kann. Verluste an
Elektrolytflüssigkeit sind die Folge.
Zwar ist das Innere des Rekombinators über eine AustrittsÖffnung mit
der Umgebungsluft verbunden, jedoch ist diese Öffnung stets als Strömungswiderstand
ausgelegt, um ein Ausströmen des gebildeten Wasserdampfes zu verhindern. Umgekehrt kann auch nur wenig Luft über diesen
Strömungswiderstand in den Rekombinator strömen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Rekombinationsvorrichtung
für Wasserstoff und ggfls. auch für andere brennbare Gase
130040/0543 "3"
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verfügbar zu machen, die auch bei einem unzureichenden, von den Brenngasen
mitgeführten Sauerstoffangebot dennoch in der Lage ist, eine vollständige Umsetzung aller brennbaren Gasbestandteile zu gewährleisten.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Gaszuführungsleitung
dem durchströmenden Brenngas durch eine öffnung zur Umgebung die selbsttätige Ansaugung und Mitführung von Umgebungsluft erlaubt.
Anhand der Figuren 1 und 2 wird der Erfindungsgegenstand näher erläutert.
Figur 1 zeigt die Vorrichtung gemäß der Erfindung in einer Draufsicht
1a auf den Deckel und in einem Aufriß Ib längs der den Deckel als
Spur A-A durchschneidenden Ebene.
Figur 2 zeigt schematisch die Verwendung der Vorrichtung in einem dual en Rekombinationssystem.
Gemäß Figur 1 setzt sich die Gaszuführungsleitung, welche den Rekombinator
1 mit dem Einfüllstutzen 2 einer Akkumulatorenzelle verbindet,
aus zwei konzentrisch angeordneten Rohren, dem inneren Gaseinleitungsrohr 3 und dem äußeren Obergangsrohr ί·, zusammen.
Durch die Löcher 5 im Übergangsrohr 4 besitzt die Gaszuführungsleitung
eine Öffnung zur Umgebung, welche es dem im Gaseinleitungsrohr 3 aufströmenden
Brenngas gestattet, Verbrennungsluft anszusaugen und in
den Rekombinator mitzuführen. Hierbei findet das Funktionsprinzip des
bekannten Bunsenbrenners Anwendung. Bei diesem entströmt Leuchtgas einer im Fuße des Brenners angebrachten Düse und saugt dabei durch regulierbare
Öffnungen selbsttätig Luft an. So entsteht im Innern des über der Düse befindlichen Brennerrohres ("Schornstein") ein Luft-Leuchtgas-Gemisch,
das beim Entzünden in einer auf dem oberen Rand des Brennerrohres aufsitzenden Flamme verbrennt.
/NSPECTED
301U21
Der vereinigte Gasstrom passiert das Gaslabyrinth 6 und trifft auf den
Katalysatorträger 7, wobei der Trichter 8 für eine gleichmäßige Verteilung der Gase über die Oberfläche des Katalysatorträgers, welcher
z.B. eine hydrophobierte Asbestfasermatte sein kann, sorgt.
Durch die Reaktionswärme erfahren die nunmehr aus Wasserdampf und Luft
bzw. Stickstoff bestehenden Reaktionsgase eine starke Dichteänderung
und infolgedessen einen starken Auftrieb, wobei ihnen die Austritts-Öffnungen 10 des Rekombinatordeckels 9 einen Abzug nach oben gewähren.
Das auf diese Weise vom Katalysatorträger abströmende heiße Gas verursacht
im Obergangsrohr 4 einen Sog, der durch die Löcher 5 ständig Umgebungsluft nachströmen läßt.
Zumindest ein Teil des gebildeten Wasserdampfes wird an der Rekombinator-Innenwand
11 kondensiert. Das Kondenswasser fließt durch die öffnung 12 und das Obergangsrohr 4 in die Zelle zurück. Damit es
durch die Löcher 5 nicht nach draußen gelangen kann, besitzen diese eine Innenwulst 13. Unterhalb der Löcher 5 ist der zwischen Gaseinleitungsrohr
3 und Übergangsrohr 4 vorhandene Ringspalt durch einen porösen Körper 14 ausgefüllt. Dadurch werden die Druckverhältnisse
so eingestellt, daß der Flüssigkeitsdruck im porösen Körper 14 stets höher ist als im Gaseinleitungsrohr 3. Das Gas wird daher gezwungen,
nur durch dieses Rohr zu strömen.
Um das Rekombinationswasser so vollständig wie nur möglich zurückzugewinnen,
können auf die Austrittsöffnungen 10 im Rekombinatordeckel
beispielsweise Rohrkühler (nicht dargestellt) aufgesetzt werden, aus denen am Ende nur der vorhandene Luftüberschuß,mit Stickstoff vermischt,
entweicht.
Der Rekombinator wird überlastsicher durch Anbringen eines Strömungswiderstandes.
Der Strömungswiderstand ist bei Nennleistung vernachlässigbar und nimmt bei höherem Gasangebot stark zu. Diese Charakteristik
wird erreicht durch geeignete Wahl des Innendurchmessers des· Gaseinleitungsrohres 3, der z.B. 2 mm beträgt,und durch Anbringen
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301H21
einer Platte oberhalb des Rohrendes. Diese Platte kann z.B. der erste
Umlenksteg des Gaslabyrinthes 6 sein. Der Abstand Rohrende zu Platte
von z.B. 4 mm und der Durchmesser des Rohres müssen exakt aufeinander abgestimmt sein. Damit wird erreicht, daß bei Nennleistung das Gas
in den Rekombinator strömt, jedoch bei überlast der größte Teil bereits
vor dem Gaslabyrinth zurückschlägt und durch die Löcher 5 abbläst. Die Luftansauglöcher 5 übernehmen damit zugleich eine Ventil funktion.
Diese Anordnung zur Erzielung des gewünschten Strömungswiderstandes,
soweit sie sich auf das Gaseinleitungsrohr 3 und den ersten Umlenksteg des Gaslabyrinths 6 erstreckt, kann nach dem aus der DE-OS 2 621 413
bekannten Wirkungsprinzip auch als Säureabscheider dienen. Gemäß
dieser Druckschrift strömen die Zellengase durch eine Düse in den Rekombinator und werden dabei durch ein dicht vor der Düsenöffnung befindliches
Prallplättchen umgelenkt. Die trägheitsbehafteten, im
Gasstrom mitgeführten Flüssigkeitströpfchen folgen der Umlenkung nicht und werden auf dem Prallplättchen niedergeschlagen.
Die Flüssigkeitsabscheidung läßt sich über die Wahl des Abstandes zwischen Plättchen und Düsenöffnung sowie des Durchmessers der Düse
optimieren. Als sehr günstige Werte für den Innendurchmesser der Düse haben sich 0,5 rnn>
und für den Abstand zwischen Düsenöffnung und Plättchen 2 mm erwiesen. Größere Düsendurchmesser schmälern infolge der
geringeren Gasdurchtrittsgeschwindigkeit den Trägheitseffekt der Flüssigkeitströpfchen und sind deshalb weniger geeignet.
In der Praxid wird man den Durchmesser des Gaseinleitungsrohres 3 und
den Abstand des Rohrendes zum ersten Umlenksteg bei der anmeldungsgemäßen
Rekombinationsvorrichtung so dimensionieren, daß sich für beide Belange, nämlich geringer Strömungswiderstand bei Nennleistung und
effiziente Säureabscheidung, eine optimale Kompromißlösung ergibt.
Dadurch, daß mit der angesaugten Luft ein erheblicher Stickstoffballast
in den erfindungsgemäßen Rekombinator gelangtest sein Wirkungsgrad
zwangsläufig geringer als bei einem herkömmlichen Rekombinator, der die rekombinierbaren Gase zu 100% umsetzen kann, sofern nicht ein öberange-
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bot von beispielsweise Wasserstoff vorhanden ist. In diesem Fall läßt
sich ein herkömmlicher Rekombinator von vorzugsweise größerer Dimensionierung
vorteilhaft mit einem erfindungsgemäßen Rekombinator zu einem dual en Rekombinationssystem ergänzen.
Ein solches ist in Figur 2 schematisch angedeutet. Bei diesem wird der
Gaseingang des erfindungsgemäßen Rekombinators 1 an den Gasausgang eines größeren Reaktors oder Rekombinators 15 von bekannter Bauart, d.h.ohne
Luftansaugung, angeschlossen. Der größere Rekombinator ist so dimensioniert,
daß er selbst die in Spitzenlastzeiten angebotene Wasserstoff-' menge, die beim Laden und überladen anfällt, allein umsetzen kann. Begrenzend
wirkt lediglich der in der in den Ladegasen als Oxidans mitgeführte Sauerstoff. Ist diesar aifgezehrt, verläßt der überschüssige
Wasserstoff den Rekombinator 15 und strömt über dessen Gasausgang in den Reaktor 1 mit Luftansaugung. Dort wird seine Oxidation mit dem
Luftsauerstoff zu Ende geführt. Der kondensierte Wasserdampf fließt zurück in den großen Reaktor 15 oder auch in die Zelle.
Das duale Rekombinationssystem ist somit beosnders geeignet, dem oft
sehr unterschiedlichen Mengenverhältnis von Brenngas und Sauerstoff
- der Wasserstoff anteil an der Zellengasung kann, zwischen 95 VoI %
und 30 Vol% schwanken - dadurch Rechnung zu tragen, daß nur der überschüssige
Wasserstoff mit schlechterem Wirkungsgrad in dem erfindungsgemäßen Rekombinator oxidiert wird. Im Hinblick auf die Gesamtanlage
erzeilt man durch diese Arbeitsweise wiederum eine Verbesserung des Wirkungsgrades.
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Claims (5)
- Reg.-Nr. 6 FP 352-DT 6233 Kelkheim, den 12.03.80EAP-Dr.Ns/sdVARTA Batterie Aktiengesellschaft 3000 Hannover 2t, Am Leineufer 51PatentansprücheRekombinationsvorrichtung zur katalytischen Oxidation von Wasserstoff in Akkumulatorgasen, die auf den Akkumulator aufgesetzt und mit diesem durch eine Gaszuführung verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Gaszuführungsleitung dem durchströmenden Brenngas durch eine öffnung zur Umgebung die selbsttätige Ansaugung und Mitführung von Umgebungsluft erlaubt.
- 2. Rekombinationsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gaszuführung aus einem Gaseinleitungsrohr (3) und einem mit Löchern (5) versehenen Übergangsrohr (4) größeren Durchmessers in konzentrischer Anordnung besteht.
- 3. Reko.Tibi nations Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie im Deckel (9) Austrittsöffnungen (10) besitzt.
- 4. Rekombinationsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen dem Gaseinleitungsrohr 3 und dem Übergangsrohr 4 gebildete Ringspalt in dem unterhalb der Löcher 5 befindlichen Bereich durch einen porösen Körper 14 ausgefüllt ist.
- 5. Rekombinationsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gaszuführung mit dem Gasaustritt einer weiteren vorgeschalteten Rekombinationsanordnung verbunden ist.130040/0543 ORIGINAL INSPECTED
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
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| US06/246,705 US4378413A (en) | 1980-03-25 | 1981-03-23 | Recombination system for storage batteries |
| SE8101849A SE439215B (sv) | 1980-03-25 | 1981-03-23 | Rekombinationsanordning for katalytisk oxidation av vetgas i gaserna fran en ackumulator samt anvendning av densamma |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803011421 DE3011421A1 (de) | 1980-03-25 | 1980-03-25 | Rekombinationsvorrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE3011421A1 true DE3011421A1 (de) | 1981-10-01 |
| DE3011421C2 DE3011421C2 (de) | 1988-10-27 |
Family
ID=6098229
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803011421 Granted DE3011421A1 (de) | 1980-03-25 | 1980-03-25 | Rekombinationsvorrichtung |
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| DE (1) | DE3011421A1 (de) |
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- 1981-03-23 US US06/246,705 patent/US4378413A/en not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
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| SE439215B (sv) | 1985-06-03 |
| US4378413A (en) | 1983-03-29 |
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| DE3011421C2 (de) | 1988-10-27 |
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Legal Events
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