DE3011421C2 - - Google Patents
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- H01M10/52—Removing gases inside the secondary cell, e.g. by absorption
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- Y02E—REDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
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Description
Die Erfindung betrifft eine Rekombinationsvorrichtung zur katalytischen Oxidation
von Wasserstoff in Akkumulatorengasen, die auf den Akkumulator aufgesetzt und
mit diesem durch ein Übergangsrohr als Gaszuführung verbunden ist und die eine
Austrittsöffnung besitzt, wobei dem Rekombinationskatalysator durch zusätzliche
Öffnungen zur Umgebung Umgebungsluft zuführbar ist.
Zur vollständigen katalytischen Oxidation müssen die Elektrolysegase Wasserstoff
und Sauerstoff in einem Mengenverhälntis 2 : 1 zugegen sein, wie es der Stöchio
metrie des Wassers entspricht. Beim Akkumulatorbetrieb werden jedoch nur im
Zustande der Dauerüberladung beide Gase annähernd in dem genannten Verhältnis
entwickelt. Während der meisten anderen Betriebsphasen ist die Gasung nicht
stöchiometrisch, gewöhnlich sauerstoffreicher beim Aufladen, dagegen wasser
stoffreicher beim Entladen und evtl. während Standzeiten. So kommt es, daß
insbesondere während des Entladens viel überschüssiger Wasserstoff anfällt, der
wegen eines fehlenden Sauerstoffäquivalents mit bisher bekannten Rekombinatoren
nicht umgesetzt werden kann. Verluste an Elektrolytflüssigkeit sind die Folge.
Zwar ist das Innere des Rekombinators über eine Austrittsöffnung mit der
Umgebungsluft verbunden, jedoch ist die Öffnung stets als Strömungswiderstand
ausgelegt, um ein Ausströmen des gebildeten Wasserdampfes zu verhindern. Umge
kehrt kann nur wenig Luft über diesen Strömungswiderstand in den Rekombinator
strömen.
Eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung ist der US-PS 30 38 954 zu
entnehmen. Diese offenbart einen Rekombinator mit vorgeschaltetem
SbH3-Absorber in einem gemeinsamen, auf den Batteriedeckel aufschraubbaren
Kunststoffgehäuse. In Höhe zweier Lufteinlaßöffnungen im Zylindermantel dieses
Gehäuses ist ein Innengehäuse aus Fiberglas als Behälter für Katalysatorpellets
angeordnet. Durch Beeinflussung der Gasdiffusion an die Katalysatorpackung über
die Wandstärke, Packungsdichte und Geometrie der Wandfläche des Fiberglases
läßt sich im Zusammenwirken mit den Lufteinlaßöffnungen, die ebenso ein Ab
blasen von Wasserdampf bei sehr hohem Gasumsatz am Katalysator gestatten, die
stark exotherme Knallgasrekombination moderieren.
Aus der DE-OS 19 43 183 ist ein Bleiakkumulator mit einem geschlossenen
Zellengehäuse bekannt, durch dessen Deckel sich ein Halsteil mit einer darin
angeordneten Rekombinationsvorrichtung erstreckt. In diesem Halsteil nimmt - in
Strömungsrichtung der Akkumulatorgase gesehen - ein PdCl2-Katalysator auf
einem Graphitträger die unterste Position ein. Es folgt in Höhe des Gehäusedeckels
ein Wärmeschutzfilter und über diesem ein Verbundkörper aus gasdurchlässigen
Schichten, die bei einem Sauerstoffdefizit im Akkumulatorgas eine geregelte
Luftsauerstoffzufuhr von außen her gestatten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Rekombinationsvorrichtung
für Wasserstoff und gegebenenfalls auch für brennbare Gase verfügbar zu
machen, die auch bei einem unzureichenden, von den Brenngasen mitgeführten
Sauerstoffangebot dennoch in der Lage ist, eine vollständige Umsetzung aller
brennbaren Gasbestandteile zu gewährleisten.
Diese Aufgabe wird bei einer Rekombinationsvorrichtung erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß das Übergangsrohr mit Öffnungen zur Umgebung versehen ist, so daß
bei Durchströmen des Brenngases Umgebungsluft selbsttätig ansaugbar ist.
Anhand der Fig. 1 und 2 wird der Erfindungsgegenstand näher erläutert.
Fig. 1 zeigt die Vorrichtung der Erfindung in einer Draufsicht 1 a auf den
Deckel und in einem Aufriß 1 b längs der den Deckel als Spur A-A durch
schneidenden Ebene.
Fig. 2 zeigt schematisch die Verwendung der Vorrichtung in einem dualen
Rekombinationssystem.
Gemäß Fig. 1 setzt sich die Gaszuführungsleitung, welche den Rekombinator 1
mit dem Einfüllstutzen 2 einer Akkumulatorzelle verbindet, aus zwei konzen
trisch angeordneten Rohren dem inneren Gasleitungsrohr 3 und dem äußeren
Übergangsrohr 4, zusammen.
Durch die Löcher 5 im Übergangsrohr 4 besitzt die Gaszuführungsleitung eine
Öffnung zur Umgebung, welche es dem im Gaseinleitungsrohr 3 aufströmenden
Brenngas gestattet, Verbrennungsluft auszusaugen und in den Rekombinator mitzu
führen. Hierbei findet das Funktionsprinzip des bekannten Bunsenbrenners An
wendung. Bei diesem entströmt Leuchtgas einer im Fuße des Brenners ange
brachten Düse und saugt dabei durch regulierbare Öffnungen selbsttätig Luft an. So
entsteht in Innern des über der Düse befindlichen Brennerrohres ("Schornstein") ein
Luft-Leuchtgas-Gemisch, das beim Entzünden in einer auf dem oberen Rand des
Brennerrohres aufsitzenden Flamme verbrennt.
Der vereinigte Gasstrom passiert das Gaslabyrinth 6 und trifft auf den
Katalysatorträger 7, wobei der Trichter 8 für eine gleichmäßige Ver
teilung der Gase über die Oberfläche des Katalysatorträgers, welcher
z. B. eine hydrophobierte Asbestfasermatte sein kann, sorgt.
Durch die Reaktionswärme erfahren die nunmehr aus Wasserdampf und Luft
bzw. Stickstoff bestehenden Reaktionsgase eine starke Dichteänderung
und infolgedessen einen starken Auftrieb, wobei ihnen die Austritts
öffnungen 10 des Rekombinatorsdeckels 9 einen Abzug nach oben gewähren.
Das auf diese Weise vom Katalysatorträger abströmende heiße Gas verur
sacht im Übergangsrohr 4 einen Sog, der durch die Löcher 5 ständig
Umgebungsluft nachströmen läßt.
Zumindest ein Teil des gebildeten Wasserdampfes wird an der Rekombi
nator-Innenwand 11 kondensiert. Das Kondenswasser fließt durch die
Öffnung 12 und das Übergangsrohr 4 in die Zelle zurück. Damit es
durch die Löcher 5 nicht nach außen gelangen kann, besitzen diese
eine Innenwulst 13. Unterhalb der Löcher 5 ist der zwischen Gasein
leitungsrohr 3 und Übergangsrohr 4 vorhandene Ringspalt durch einen
porösen Körper 14 ausgefüllt. Dadurch werden die Druckverhältnisse
so eingestellt, daß der Flüssigkeitsdruck im porösen Körper 14 stets
höher ist als im Gaseinleitungsrohr 3. Das Gas wird daher gezwungen,
nur durch dieses Rohr zu strömen.
Um das Rekombinationswasser so vollständig wie nur möglich zurückzu
gewinnen, können auf die Austrittsöffnungen 10 im Rekombinatordeckel
beispielsweise Rohrkühler (nicht dargestellt) aufgesetzt werden, aus
denen am Ende nur der vorhandene Luftüberschuß, mit Stickstoff ver
mischt, entweicht.
Der Rekombinator wird überlastsicher duch Anbringen eines Strömungs
widerstandes. Der Strömungswiderstand ist bei Nennleistung vernach
lässigbar und nimmt bei höherem Gasangebot stark zu. Diese Charak
teristik wird erreicht durch geeignete Wahl des Innendurchmessers des
Gaseinleitungsrohres 3, der z. B. 2 mm beträgt, und durch Anbringen
einer Platte oberhalb des Rohrendes. Diese Platte kann z. B. der erste
Umlenksteg des Gaslabyrinthes 6 sein. Der Abstand Rohrende zu Platte
von z. B. 4 mm und der Durchmesser des Rohres müssen exakt aufeinander
abgestimmt sein. Damit wird erreicht, daß bei Nennleistung das Gas
in den Rekombinator strömt, jedoch bei Überlast der größte Teil bereits
vor dem Gaslabyrinth zurückschlägt und durch die Löcher 5 abbläst.
Die Luftansauglöcher 5 übernehmen damit zugleich eine Ventilfunktion.
Diese Anordnung zur Erzielung des gewünschten Strömungswiderstandes,
soweit sie sich auf das Gaseinleitungsrohr 3 und den ersten Umlenksteg
des Gaslabyrinths 6 erstreckt, kann nach dem aus der DE-OS 26 21 413
bekannten Wirkungsprinzip auch als Säureabscheider dienen. Gemäß
dieser Druckschrift strömen die Zellengase durch eine Düse in den Re
kombinator und werden dabei durch ein dicht vor der Düsenöffnung be
findliches Prallplättchen umgelenkt. Die trägheitsbehafteten, im
Gasstrom mitgeführten Flüssigkeitströpfchen folgen der Umlenkung nicht
und werden auf dem Prallplättchen niedergeschlagen.
Die Flüssigkeitsabscheidung läßt sich über die Wahl des Abstandes
zwischen Plättchen und Düsenöffnung sowie des Durchmessers der Düse
optimieren. Als sehr günstige Werte für den Innendurchmesser der
Düse haben sich 0,5 mm und für den Abstand zwischen Düsenöffnung und
Plättchen 2 mm erwiesen. Größere Düsendurchmesser schmälern infolge der
geringeren Gasdurchtrittsgeschwindigkeit den Trägheitseffekt der
Flüssigkeitströpfchen und sind deshalb weniger geeignet.
In der Praxis wird man den Durchmesser des Gaseinleitungsrohres 3 und
den Abstand des Rohrendes zum ersten Umlenksteg bei der anmeldungsge
mäßen Rekombinationsvorrichtung so dimensionieren, daß sich für beide
Belange, nämlich geringer Strömungswiderstand bei Nennleistung und
effiziente Säureabscheidung, eine optimale Kompromißlösung ergibt.
Dadurch, daß mit der angesaugten Luft ein erheblicher Stickstoffballast
in den erfindungsgemäßen Rekombinator gelangt, ist sein Wirkungsgrad
zwangsläufig geringer als bei einem herkömmlichen Rekombinator, der die
rekombinierbaren Gase zu 100% umsetzen kann, sofern nicht ein Überange
bot von beispielsweise Wasserstoff vorhanden ist. In diesem Fall läßt
sich ein herkömmlicher Rekombinator von vorzugsweise größerer Dimen
sionierung vorteilhaft mit einem erfindungsgemäßen Rekombinator zu einem
dualen Rekombinationssystem ergänzen.
Ein solches ist in Fig. 2 schematisch angedeutet. Bei diesem wird der
Gaseingang des erfindungsemäßen Rekombinators 1 an den Gasausgang eines
größeren Reaktors oder Rekombinators 15 von bekannter Bauart, d. h. ohne
Luftansaugung, angeschlossen. Der größere Rekombinator ist so dimen
sioniert, daß er selbst die in Spitzenlastzeiten angebotene Wasserstoff
menge, die beim Laden und Überladen anfällt, allein umsetzen kann. Be
grenzend wirkt lediglich der in der in den Ladegasen als Oxidans mitge
führte Sauerstoff. Ist dieser aufgezehrt, verläßt der überschüssige
Wasserstoff den Rekombinator 15 und strömt über dessen Gasausgang in
den Reaktor 1 mit Luftansaugung. Dort wird seine Oxidation mit dem
Luftsauerstoff zu Ende geführt. Der kondensierte Wasserdampf fließt
zurück in den großen Reaktor 15 oder auch in die Zelle.
Das duale Rekombinationssystem ist somit besonders geeignet, dem oft
sehr unterschiedlichen Mengenverhältnis von Brenngas und Sauerstoff
- der Wasserstoffanteil an der Zellengasung kann zwischen 95 Vol.-%
und 30 Vol.-% schwanken - dadurch Rechnung zu tragen, daß nur der über
schüssige Wasserstoff mit schlechterem Wirkungsgrad in dem erfindungs
gemäßen Rekombinator oxidiert wird. Im Hinblick auf die Gesamtanlage
erzielt man durch diese Arbeitsweise wiederum eine Verbesserung des
Wirkungsgrades.
Claims (4)
1. Rekombinationsvorrichtung zur katalytischen Oxidation von Wasserstoff in
Akkumulatorengasen, die auf den Akkumulator aufgesetzt und mit diesem
durch ein Übergangsrohr als Gaszuführung verbunden ist und die eine Aus
trittsöffnung besitzt, wobei dem Rekombinationskatalysator durch zusätz
liche Öffnungen zur Umgebung Umgebungsluft zuführbar ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Übergangsrohr (4) mit Öffnungen (5) zur Umgebung
versehen ist, so daß bei Durchströmen des Brenngases Umgebungsluft selbst
tätig ansaugbar ist.
2. Rekombinationsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gaszuführung aus einem Gaseinleitungsrohr (3) und einem mit Löchern (5)
versehenen Übergangsrohr (4) größeren Durchmessers in konzentrischer An
ordnung besteht.
3. Rekombinationsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der zwischen dem Gaseinleitungsrohr (3) und dem Übergangsrohr (4)
gebildete Ringspalt in dem unterhalb der Löcher (5) befindlichen Bereich
durch einen porösen Körper (14) ausgefüllt ist.
4. Rekombinationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gaszuführung mit dem Gasaustritt einer weiteren
vorgeschalteten Rekombinationsanordnung verbunden ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803011421 DE3011421A1 (de) | 1980-03-25 | 1980-03-25 | Rekombinationsvorrichtung |
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| SE8101849A SE439215B (sv) | 1980-03-25 | 1981-03-23 | Rekombinationsanordning for katalytisk oxidation av vetgas i gaserna fran en ackumulator samt anvendning av densamma |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803011421 DE3011421A1 (de) | 1980-03-25 | 1980-03-25 | Rekombinationsvorrichtung |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3011421A1 DE3011421A1 (de) | 1981-10-01 |
| DE3011421C2 true DE3011421C2 (de) | 1988-10-27 |
Family
ID=6098229
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803011421 Granted DE3011421A1 (de) | 1980-03-25 | 1980-03-25 | Rekombinationsvorrichtung |
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| SE (1) | SE439215B (de) |
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1980
- 1980-03-25 DE DE19803011421 patent/DE3011421A1/de active Granted
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Legal Events
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