DE3011133C2 - Vorrichtung zur Betätigung von Stromschaltern, insbesondere von Steuerstrom-Endschaltern - Google Patents
Vorrichtung zur Betätigung von Stromschaltern, insbesondere von Steuerstrom-EndschalternInfo
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Description
Die Erfindung richtet sich auf eine Vorrichtung zur Betätigung von Stromschaltern, insbesondere von
Steuerstrom-Endschaltern mit einem externen, mechanischen Antrieb und einem die Antriebsdrehzahl
untersetzenden mehrstufigen Planetengetriebe mit einer Schaltfläche am äußeren Umfang eines Hohlradkranzes
des Getriebes zur Betätigung der Schalter nach deren vorbestimmbarer Drehung.
Aus der DE-OS 14 47 359 ist eine gatningsgrmäße
Vorrichtung bekannt Bei dieser bekannten Vorrichtung sind einige Tellerräder mit Nockenkerben ausgerüstet,
in die Schaltkontakte einfallen können, womit dann die Kontakte in die Arbeitsstellung, d.h. geschlossen
werden. Diese bekannte Vorrichtungskonstruktion hat u. a. den Nachteil, daß erhabene Schaltkontakte auf den
Außenumfängen dort nicht verwirklichbar sind. Ein weiterer Nachteil liegt darin, daß getriebene Wellen die
Vorrichtung als Zentral- oder Hohlwellen ganz oder bereichsweise durchsetzen, so daß es zu exzentrischen
Anordnungen von Zahnrädern kommen muß mit ail den damit verbundenen Nachteilen, was insbesondere die
hohe Qualität der Verzahnung betrifft, die eingehalten werden muß, ebenso wie eine entsprechend aufwendige
Lagerung u. dgl. mehr.
Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung, eine kompakte Bauweise einer gattungsgemäßen Vorrichtung
durch steckbare, möglichst gleich ausgebildete Vorrichtungselemente in gleitender Abstufungsvariation
zu ermöglichen, wobei auch gewährleistet sein soll, daß mit einfachen Mitteln den geforderten Sicherheiten
gegen Fehlbetätigung entsprochen werden kann und ein im wesentlichen verschleißfreies Schalten möglich
gemacht wird.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einer Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art dadurch
gelöst, daß das Planetengetriebe mit einer zentralen Steckachse ausgerüstet ist, die pro Stufe einen darauf
verdrehbar angeordneten Hohlradkranz trägt, der auf der einen Seite mit einer Innenverzahnung und auf der
entgegengesetzten Seite mit einer Außenverzahnung kleineren Durchmessers versehen ist und zwischen der
Innenverzahnung eines Hohlradkranzes und der Außenverzahnung des benachbarten Hohlradkranzes mindestens
ein Planetenrad angeordnet ist, dessen Träger auf der Steckachse gegebenenfalls mit Ausnahme des
letzten verdrehungssicher angeordnet ist und daß der Antrieb über ein auf der Steckachse aufgestecktes
Zahnrad auf das erste Planetenrad einwirkt.
Die Erfindung bringt u. a. den Vorteil mit sich, daß auch z. B. bei Ausfall des Antriebes gleichwohl so
nachgeordnete Elemente immer noch geschaltet werden können. Sie ist im übrigen vergleichsweise einfach
in der Herstellung und aus wenigen unterschiedlichen Elementen zusammengesetzt, da sie den Einsatz einer
Mehrzahl von gleichen Bauteilen ermöglicht.
Zur Feineinstellung und Justierung der Vorrichtung ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen,
daß der letzte Planetenträger auf der Steckachse verdrehbar angeordnet ist, wobei zusätzlich die
Verdrehung des Planetenträgers über einen von Hand zu betätigenden Stellmechanismus erfolgen kann.
Als besonders zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenn das den Schaltnocken tragende Getrieberad mit einem
die Hohlradkränze vorangehender Getriebestufen umschließenden, den Schaltnocken tragenden Hohlzylinder
ausgerüstet ist, da dieser Hohlzylinder gleichzeitig als Außenlager für die innenlaufenden Hohlradkränze
herangezogen werden kann, wobei die räumliche Anordnung des Schaltnockens den jeweils erforderlichen
konstruktiven Gegebenheiten anpaßbar ist
In Schaltungen, bei denen Bewegungen eines Teiles, beispielsweise eines Garagentores od. dgl. gesteuert
wird, können auch nach einer Weiterbildung dar Erfindung die Hauptstrom-Schalter integriert sein,
wobei dann vorgesehen ist, daß neben den Schaltnocken für die Beaufschlagung der Stenerstrom-Schalter
mindestens ein Schaltnocken für die Beaufschlagung der Hauptstrom-Schalter vorgesehen ist
Um den nötigen Sicherheitsvorschriften gerecht zu werden, kann vorgesehen sein, daß der Nocken zur
Beaufschlagung der Hauptstrom-Schalter formschlüssig mit dem jeweiligen Nocken zur Beaufschlagung eines
Steuerstrom-Schalters verbunden ist, wobei in Ausgestaltung die Lage der Nocken gegeneinander veränderbar
ist.
Entsprechend der Gestaltung für den Nocken zur Beaufschlagung der Steuerstrom-Schalter sieht die
Erfindung ach die Möglichkeit vor, daß der Nocken für die Beaufschlagung der Hauptstrom-Schalter an einem
Teil des das Planetengetriebe umgebenden Hohlzylinders vorgesehen ist wobei zweckmäßig vorgesehen sein
kann, daß der den Nocken für den Hauptstrom tragende Zylinder und der den Nocken für den Steuerstrom
tragende Zylinder je mit einer den Formschluß der beiden Zylinder relativ zueinander bewirkenden, in der
Gebrauchslage ineinandergreifenden Verzahnung ausgerüstet ist.
Die spezielle Gestaltung des Planetengetriebes ist in weiteren Unteransprüchen beschrieben, wobei insbesondere
vorgesehen ist, daß der Hohlradkranz einer Stufe und das Sonnenrad der nächsthöheren Stufe
einstückig ausgebildet sind und/oder daß der Hohlradkranz der letzten Stufe als den Schaltnocken tragender
Hohlzylinder ausgebildet ist und/oder daß der Hohlradkranz der letzten Stufe auf dem Planetenträger der
letzten Stufe drehbar gelagert ist und/oder daß der Planetenträger der letzten Stufe mit einer Innenverzahnung versehen ist, in die eine Außenverzahnung einer
Stellritzelwelle formschlüssig eingreift und/oder daß die Stellritzelwelle als Hohlwelle ausgebildet ist, die mit
einer Schnappverbindung formschlüssig — drehbar über das freie Ende der Steckachse schiebbar ist. Diese
Gestaltungen bedingen die bereits oben kurz erwähnte sehr kompakte Bauweise der Vorrichtung, wobei sich
die Vorrichtungselemente gegenseitig lagern und alle im Formschluß zueinander stehen, so daß es zu Fehlbetätigungen
nicht kommen kann.
In weiterer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, daß zwei Steuergetriebe im Endschalter in an sich bekannter
paralleler Anordnung vorgesehen sind, deren Sonnenräder von dem Antrieb gemeinsam beaufschlagt werden,
wobei zweckmäßig zur Kompaktbauweise vorgesehen sein kann, daß die Sonnenräder als Doppelritzel
ausgebildet sind, mit einer, die Planeten der ersten Stufe beaufschlagenden Außenverzahnung und einer, vom
gemeinsamen Antrieb beaufschlagten Außenverzahnung.
In weiterer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, daß der Steuerstrom-Schalter und/oder der Hauptstrom-Schaltei
von im wesentlichen knieförmigen Schaltmitteln mit einem Schaltarm und einem gehäusegeführten
Schaltstift beaufschlagt werden, wobei der Schaltstift vom jeweils zugehörigen Steuernocken zur Schaltung
axial verschoben wird, wobei es sich als zweckmäßig erwiesen hat, wenn die Hauptstrom-Schalter aller drei
Phasen von einem gemeinsamen Schaltbügel übergrif-
fen sind, der von entsprechenden Schalthebeln beider Getriebeeinheiten beaufschlagbar ist.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Diese zeigt in
F i g. 1 eine Getriebeprinzipskizze,
F i g. 2 einen Schnitt durch die Vorrichtung gemäß der Erfindung in der Lage etwa entsprechend der
Getriebeskizze gemäß Fig. 1 bzw. gemäß Linie H-H in Fig. 3,
Fig.3 einen Schnitt durch die Vorrichtung gemäß
Linie HI-III in F ig. 2,
F i g. 4 eine Ansicht gemäß Pfeil IV in F i g. 2 und in den
Fig.5-15 Einzelheiten der Vorrichtung, z.T. geschnitten,
dabei zeigen im einzelnen
Fig.5 eine Steckeinheit aus Steckwelle und
Ritzelwelle,
Fig.6 eine Ansicht auf das freie Ende der Steckwelle gemäß F i g. 5,
F i g. 7 eine Aufsicht auf einen Planetenträger, Fig.8 eine Seitenansicht des Planetenträgers
gemäß F i g. 7,
Fig.9 einen Schnitt durch einen abgewandelten Planetenträger,
F i g. 10 und 11 Schnitte durch Doppelritzel,
Fi g. 12 einen Schnitt durch die Nocken tragenden Hohlzylinder,
Fig. 13 eine Schneckenwelle zur Feineinstellung,
teilweise geschnitten,
F i g. 14 einen Schaltbügel in Aufsicht und F i g. 15 einen Schalthebel in Seitenansicht.
In F i g. 1 ist eine Prinzipskizze eines von zwei Schaltgetrieben 65 bzw. 65' angedeutet, die in der
allgemein mit 1 bezeichneten Vorrichtung parallel zueinander angeordnet sind, wie sich insbesondere aus
den F i g. 3 bis 5 ergibt
Von einem nicht näher dargestellten Antrieb 2, beispielsweise einem Elektromotor, wird ein Antriebsritzel 3 in Drehung versetzt das mit doppelverzahnten
Sonnenrädern 4 bzw. 4' kämmt Das Sonnenrad 4 weist einen größeren Zahnkranz 5 und einen kleineren
Zahnkranz 6 auf, wobei der größere Zahnkranz 5 mit dem Antriebsritzel 3 in Eingriff steht während der
kleinere Zahnkranz 6 die mit 7 bezeichneten Planeten der eisten Stufe treibt Die Planeten 7 befinden sich auf
einem verdrehungssicher gelagerten Planetenträger 8 • und kämmen mit einer Innenverzahnung 9 eines
Hohlradkranzes 10, an den einstückig eine Außenverzahnung Ii an der in der Gebrauchslage dem
Sonnenrad 4 abgewandten Ende angeformt ist Eine
sowohl das Sonnenrad 4 und den Hohlradkranz 10 verdrehbar lagernde sowie den Planetenträger 8
verdrehungssicher lagernde Zentralwelle, weiter unten als Steckwelle 12 bezeichnet ist in F i g. 1 lediglich als
strichpunktierte Mittellinie angedeutet
An der Außenoberfläche des ersten Hohlradkranzes 10 kann ein Schaltnocken 13 angebracht sein, wie in der
linken Figurenhälfte der F i g. 1 gestrichelt angedeutet ist
Bei dem weiter beschriebenen Ausführungsbeispiel ist der Schaltnocken 13 jedoch nicht an dem ersten
Hohlradkranz 10 angeformt sondern bildet einen Bestandteil des Hohlradkranzes der letzten Stufe,
welcher mit 14 bezeichnet ist da dieser Hohlradkranz keine zusätzliche Außenverzahnung 11 aufweist
Wie sich ebenfalls aus Fig. 1 ergibt ist der letzte Planetenträger, hier mit 15 bezeichnet, von außen übe
einen Verstellmechanismus 16 verdrehbar im Getriebi 65 gelagert, was weiter unten näher beschrieben ist
Über eine formschlüssige Verbindung 17, die eini
räumliche Änderung der verbundenen Teile zueinande: ermöglicht, ist mit dem Schaltnocken 13 ein weiterei
Schaltnocken 18 verbunden, dessen Wirkungsweis« weiter unten beschrieben ist.
In den nachfolgenden Figuren ist das in Fig. 1 ίο prinzipiell dargestellte Verstellgetriebe 65 als Beispiel ir
einer körperlichen Ausführungsform dargestellt:
Die Vorrichtung 1 weist ein nicht näher dargestellte! Gehäuse auf, in dem zwei Steckwellen 12, 12
verdrehungssicher gelagert sind. Zur Verdrehungssicherung im Gehäuse 1 ist die Steckwelle 12, wie sich
insbesondere aus den Fig.5 und 6 ergibt, mit einer axialen etwa V-förmigen Nut 19 ausgerüstet die in eine
entsprechende Ausnehmung 20 im Gehäuse 1 eingreift wie sich beispielsweise aus F i g. 2 ergibt.
Die Steckwelle 12 trägt einmal das als Doppelritzel ausgebildete Sonnenrad 4, dessen Einzelheiten in F i g. 11 dargestellt sind, wobei sich aus der F i g. 11 insbesondere die vorgesehene Außenverzahnung 5 mit großem Durchmesser und die Außenverzahnung 6 mit kleinerem Durchmesser ergibt wobei die Außenverzahnung 5 mit dem Antriebsritzel 3 in Eingriff steht, während die Innenverzahnung 6 das Sonnenrad für die nachfolgende Stufe darstellt. Das Sonnenrad 4 ist auf der Steckwelle 12 verdrehbar angeordnet während die ebenfalls auf der Steckwelle aufgeschobenen, sich näher aus den Fig.7 und 8 ergebenden Planetenträger 8 verdrehungssicher dadurch auf der Steckwelle 12 angeordnet sind, daß sie mit einem Vorsprung 21 in die axiale Nut 19 der Steckwelle 12 eingreifen. Auf drei Achsstümpfen 22 der Planetenträger 8 sind Planetenritzel 23 drehbar gelagert, wie in F i g. 2 angedeutet ist.
Die Steckwelle 12 trägt einmal das als Doppelritzel ausgebildete Sonnenrad 4, dessen Einzelheiten in F i g. 11 dargestellt sind, wobei sich aus der F i g. 11 insbesondere die vorgesehene Außenverzahnung 5 mit großem Durchmesser und die Außenverzahnung 6 mit kleinerem Durchmesser ergibt wobei die Außenverzahnung 5 mit dem Antriebsritzel 3 in Eingriff steht, während die Innenverzahnung 6 das Sonnenrad für die nachfolgende Stufe darstellt. Das Sonnenrad 4 ist auf der Steckwelle 12 verdrehbar angeordnet während die ebenfalls auf der Steckwelle aufgeschobenen, sich näher aus den Fig.7 und 8 ergebenden Planetenträger 8 verdrehungssicher dadurch auf der Steckwelle 12 angeordnet sind, daß sie mit einem Vorsprung 21 in die axiale Nut 19 der Steckwelle 12 eingreifen. Auf drei Achsstümpfen 22 der Planetenträger 8 sind Planetenritzel 23 drehbar gelagert, wie in F i g. 2 angedeutet ist.
Die Planetenritzel 23 kämmen mit einer Innenverzahnung 9 von in F i g. 10 näher dargestellten Hohlradkränzen
10, die an ihrer Außenseite im Bereich der Durchgangsbohrung 24 für die Steckwelle 12 mit einer
Außenverzahnung 11 ausgerüstet sind. Die Außenverzahnung 11 entspricht in ihrer Geometrie dem kleinen
Zahnkranz 6 des Sonnenrades 4.
Auf der Steckwelle 12 sind, wie sich insbesondere aus
F i g. 2 ergibt, dem Sonnenrad 4 vier Planetenträger 8 mit diese übergreifenden Hohlradkränzen 10 nachgeordnet,
wobei die Hohlradkränze 10 mit einem inneren Absatz 25 ausgerüstet sind, in denen die
Planetenträger 8 umlaufen, wie sich aus F i g. 2 ergibt,
so Die Geometrie der einzelnen Elemente ist dabei so gewählt daß das jeweils vorangehende oder übergriffene Element von dem nachfolgenden bzw. übergreifenden Element gelagert ist
so Die Geometrie der einzelnen Elemente ist dabei so gewählt daß das jeweils vorangehende oder übergriffene Element von dem nachfolgenden bzw. übergreifenden Element gelagert ist
Die Steckwelle 12 ist mit einem in F i g. 5 verkürzt dargestellten, Axialnut freien Bereich 25 ausgerüstet, auf
welchem der letzte mit 10 bezeichnete Hohlradkranz drehbar gelagert ist Wie sich insbesondere aus F i g. 5
ergibt weist die Steckwelle 12 an diesen Bereich anschließend eine Anschlagschulter 26 auf, die mit einer
Fase versehen ist und an die sich eine Klemmnut 27 anschließt Daran anschließend ist ein Bereich 28 mit
größerem Durchmesser vorgesehen, der schließlich am freien Ende der Steckwelle 12 in einen Anschlagkopf 29
noch größeren Durchmessers übergeht
Der Bereich der Steckwelle 12 von der Klemmnut 27 bis zum Anschlagkopf 29 wird von einer hohlen Ritzelwelle 30 rastend, aber eine Drehung der beiden Teile relativ zueinander erlaubend, übergriffen, wie sich
Der Bereich der Steckwelle 12 von der Klemmnut 27 bis zum Anschlagkopf 29 wird von einer hohlen Ritzelwelle 30 rastend, aber eine Drehung der beiden Teile relativ zueinander erlaubend, übergriffen, wie sich
insbesondere aus F i g. 5 ergibt. Für den Rastsitz sorgt ein Innensteg 31 an der Ritzelwelle 30, der in die
Klemmnut 27 eingreift. Die Ritzelwelle 31 trägt ein Einstellritzel 32 an ihrem freien Ende, durch dessen
Drehung die Feineinstellung des letzten, mit 15 bezeichneten Planetenträgers, siehe F i g. 9, erfolgt, was
weiter unten näher beschrieben ist.
Im Bereich ihres vorderen freien Endes weist die Ritzelwelle 30 eine Verzahnung 33 auf, die mit einer
Innenverzahnung 34 am letzten Planetenträger 15 formschlüssig in Eingriff steht, was auch aus dem
rechten oberen Teil der Fig.2 erkenntlich ist. Das äußere freie Ende der Ritzelwelle 30 ist als Lager 35 für
die Zentralbohrung 36 des Ritzelträgers 15 ausgebildet, derart, daß sich der Ritzelträger 15 relativ zur
Steckachse 12, getrieben durch die Außenverzahnung 33, der Ritzelwelle 30, drehen kann.
Wie sich insbesondere aus F i g. 9 ergibt, weist der Ritzelträger 15 eine Außenschulter 36 auf, die ein Lager
für eine Innenbohrung 37 eines Hohlzylinders 38 (F i g. 12) darstellt. Der Hohlzylinder 38 ist funktionsmäßig
der letzte Hohlradkranz, er ist mit einer Innenverzahnung 39 ausgerüstet, die der Innenverzahnung
9 der Hohlradkränze 10 funktionsmäßig entspricht, da auch hier die auf dem letzten Plane te η träger
15 auf Wellenstümpfen 22 aufgesetzten Planeten 23 kämmen.
Der größte Innendurchmesser des Hohlzylinders 28 ist so gewählt, daß er einige der Hohlradkränze 10
lagernd übergreift, wie sich insbesondere aus F i g. 2 ergibt. Die Stirnseite 40 des Hohlzylinders 38 ist mit
einer Verzahnung 41 ausgerüstet, an seiner äußeren Mantelfläche 42 trägt der Hohlzylinder 38 einen
Nocken 43, wie sich auch aus Fig.3 ergibt. In Verbindung mit Fig.2 ist in Fi g. 12 noch ein weiterer
Hohlzylinder 44 dargestellt, der in den Abmessungen mit dem Hohlzylinder 38 korrespondiert und an der dem
Hohlzylinder 38 zugewandten Stirnseite 45 mit einer Verzahnung 41 korrespondierenden Verzahnung 46
ebenso ausgerüstet ist, sowie mit einem weiteren Nocken 48 an seiner äußeren Mantelfläche 47.
Durch die Verzahnungen 41 und 46 ist es möglich, die beiden Nocken 43 und 48 in ihrer Lage relativ
zueinander, je nach den Erfordernissen, radial zu verstellen, wie sich aus F i g. 3 ergibt Der Hohlzylinder
44 ist mit einer Innenschulter 49 versehen, die sich an der Rückseite eines Hohlzylinderrades 10 anlegt und
damit die Lage des Hohlzylinders 44 fixiert, wie sich aus F i g. 2 ergibt.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist zur Verstellung des letzten Planetenträgers 15 über das Einstellritzel
32 eine Schneckenwelle 50 vorgesehen, die in Fig. 13 näher dargestellt ist An ihrem vorderen Ende
ist die Schneckenwelle 50 mit einem Lagerzapfen 51 ausgerüstet an den sich die Schnecke 52 anschließt die
in der Gebrauchslage mit dem Einstellritzel 32 kämmt Zur Fixierung der Schneckenwelle 50 im Gehäuse ist
eine Anschlagschulter 53 und Klemmlaschen 54 vorgesehen, zum Drehen der Schneckenwelle 50 ein mit
einem Innensechskant55 versehener Handgriff 56.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dabei die folgende: Über den Antrieb 2 wird das
Antriebsritzel 3 gedreht und beaufschlagt dabei die Sonnenräder 4 zweier im Gehäuse 1 gelagerter
Untersetzungsgetriebe 65 und 65'. Über die Außenverzahnung 6 werden die Planeten 23 der ersten Stufe
getrieben und treiben damit den Hohlradkranz 10 der ersten Stufe, dessen Außenverzahnung 11 wiederum auf
die Planeten der nächsten Stufe wirkt und damit den Hohlradkranz 10 der nächsten Stufe dreht, wobei diese
Folge bis zur letzten Stufe erfolgt, d.h. über die
Planeten, die sich auf dem einzig drehbar angeordneten letzten Planetenträger 15 befinden, wird der Hohlzylinder
38 in der entsprechenden Untersetzung gedreht und mit diesem der in Fomschluß verbundene Hohlzylinder
44. Dabei wird der Nocken 43 bzw. 48 in entsprechender Umlaufrichtung verschwenkt, wie sich aus der rechten
Figurenhälfte der F i g. 3 ergibt, soweit, bis er schließlich einen Schaltstift 57 bzw. 57' (Fig. 15) im Gehäuse 1
verschiebt, der an einem knieförmigen Schalthebel 58 angebracht ist. Das freie Ende 59 des Schalthebels 58
drückt dabei einen Kontaktstift eines als öffner wirkenden Endschalters 60 und bewirkt damit das Ende
der Drehbewegung, da damit der Antrieb 2 gestoppt wird. Diese Stellung ist in der linken Figurenhälfte der
Fig. 3dargestellt.
Zur Sicherung einer Fehlbetätigung ist, um einen gewissen Winkelbetrag in Schaltrichtung zurückversetzt,
der weitere Schaltnocken 48 vorgesehen, der bei Überfahren des Schaltstiftes 57 einen weiteren, nicht
näher dargestellten, Schaltstift in gleicher Weise drückt,
dessen freier Hebelarm jedoch auf einem mit 61 (Fig. 14) bezeichneten Schaltbügel in der Mitte der
Ebene zwischen den beiden Getrieben wirkt. Der Schaltbügel 61 betätigt mit 62 bezeichnete Hauptstrom-Schalter,
wie F i g. 3 zeigt.
Wie sich aus den F i g. 2 und 3 in Verbindung auch mit F i g. 4 ergibt, sind die Steuerstrom-Schalter 60 und die
Hauptstrom-Schalter 62 in Klemmelementen im Gehäuse festgelegt, was deren einfache Montage und
Auswechselbarkeit bedingt.
Zweckmäßig ist die Gesamtvorrichtung aus einem hochbelastbaren Kunststoff gefertigt.
Natürlich ist das beschriebene Ausführungsbeispiel noch in vielfacher Hinsicht abzuändern, ohne den
Grundgedanken der Erfindung zu verlassen. So kann statt der beiden für den Vor- und Rücklauf vorgesehenen
Untersetzungsgetriebe, auch ein einziges Getriebe vorgesehen sein, ggf. mit weiteren Untersetzungsstufen,
wobei die Schaltnocken 43 und 43' für beide Endschaltungen auf einem gemeinsamen Hohlzylinder
so vorgesehen sind. Auch können statt der formschlüssigen über Klemmsitz bewirkten Steckverbindungen auch
ähnliche Verbindungen, beispielsweise Verschraubungen oder wenn nötig, Verklebungen od. dgl. vorgesehen
sein, wobei jedoch von besonderer Wichtigkeit die Formschlüssigkeit sämtlicher Verbindungen ist. 7-ur
genauen Einstellung der Nocken 43 und 48 zueinander sind, wie in F i g. 12 angedeutet jeweils auf den äußeren
Mantelflächen 42 bzw. 47 Markierungsnuten 63 vorgesehen, wodurch die Einstellung der Nocken relativ
zueinander und zur Gesamtvorrichtung erleichtert werden kann und auch die Feineinstellung der
Gesamtvorrichtung erfolgen kann.
Hierzu 10 Blatt Zeichnungen
Claims (21)
1. Vorrichtung zur Betätigung von Stromschaltern, insbesondere von Steuerstrom-Endschaltern
mit einem externen, mechanischen Antrieb und einem die Antriebsdrehzahl untersetzenden mehrstufigen Planetengetriebe mit einer Schaltfläche am
äußeren Umfang eines Hohlradkranzes des Getriebes zur Betätigung der Schalter nach deren
vorbestimmbarer Drehung, dadurch gekennzeichnet, daß das Planetengetriebe mit einer
zentralen Steckachse (12) ausgerüstet ist, die pro Stufe einen darauf verdrehbar angeordneten Hohlradkranz (10, 14 bzw. 38) trägt, der auf der einen
Seite mit einer Innenverzahnung (9) und auf der entgegengesetzten Seite mit einer Außenverzahnung (11) kleineren Durchmessers versehen ist und
zwischen der Innenverzahnung (9) eines Hohlradkranzes und der Außenverzahnung (11) des benachbarten Hohlradkranzes mindestens ein Pianetenrad
(7) angeordnet ist, dessen Träger (8) auf der Steckachse (12) gegebenenfalls mit Ausnahme des
letzten verdrehungssicher angeordnet ist und daß der Antrieb über ein auf der Steckachse aufgestecktes Zahnrad (6) auf das erste Planetenrad (7)
einwirkt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der letzte Planetenträger (15) auf der
Steckachse (12) verdrehbar angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdrehung des letzten Planetenträgers (15) über einen von Hand zu betätigenden
Stellmechanismus erfolgt.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das den
Schaltnocken (13,43) tragende Getrieberad (14) mit einem die Hohlradkränze (10) vorangehender Stufen
umschließenden, den Schaltnocken tragenden, Hohlzylinder (38) ausgerüstet ist.
5. Vorrichtung mit integrierten Hauptstromschaltern, nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet, daß neben den Schaltnokken (43) für die Beaufschlagung der Steuerstromschalter (60) mindestens ein Schaltnocken (48) für die
Beaufschlagung der Hauptstromschalter (62) vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Nocken (48) zur Beaufschlagung
der Hauptstromschalter (62) formschlüssig mit dem jeweiligen Nocken (43) zur Beaufschlagung eines so
Steuerstromschalters (60) verbunden ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage des Nockens (48) zur
Beaufschlagung der Hauptstromschalter gegenüber der Lage des Nockens (43) zur Steuerstromschaltung veränderbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Nokken (48) für die Beaufschlagung der Hauptstromschalter an einem Teile des Planetengetriebes
umgebenden Hohlzylinder (44) vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der den Nocken (48) für den
Hauptstrom tragende Hohlzylinder (44) und der den Nocken (43) für den Steuerstrom tragende Hohlzylinder (38) je mit einer den Formschluß der beiden
Hohlzylinder relativ zueinander bewirkenden, in der Gebrauchslage ineinandergreifenden Verzahnung
(46 bzw. 41) ausgerüstet ist
10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlradkranz (10) einer Stufe und das Sonnenrad (11) der
nächsthöheren Stufe einstückig ausgebildet sind.
11. Vorrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlradkranz (14) der letzten Stufe als den Schaltnocken
(13,43) tragender Hohlzylinder (38) ausgebildet ist
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlradkranz (38) der
letzten Stufe auf dem Planetenträger (15) der letzten Stufe drehbar gelagert ist
13. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Planetenträger (15) der letzten Stufe mit einer Innenverzahnung (34) versehen ist, in die eine Außenverzahnung (33) einer Stellritzelwelle (30) formschlüssig
eingreift
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellritzelwelle (30) als
Hohlwelle ausgebildet ist, die mit einer Schnappverbindung (31) formschlüssig drehbar über das freie
Ende (26—29) der Steckachse (12) schiebbar ist
15. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die das
Stellritzel (32) beaufschlagende Schneckenwelle (50) mit einer Schnappverbindung (53,54) formschlüssig
drehbar an der Vorrichtung festgelegt ist
16. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
Steuergetriebe in der Vorrichtung (1) in an sich bekannter paralleler Anordnung vorgesehen sind,
deren Sonnenräder (4, 4') von dem Antrieb (2) gemeinsam beaufschlagt werden.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sonnenräder (4) als Doppelritzel ausgebildet sind, mit einer die Planeten
der ersten Stufe beaufschlagenden Außenverzahnung (6) und einer vom gemeinsamen Antrieb
beaufschlagten Außenverzahnung' (5).
18. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß alle Getriebeelemente aus einem hoch belastbaren Kunststoff hergestellt sind.
19. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerstromschalter (60) und/oder die Hauptstromschalter
(62) von im wesentlichen knieförmigen Schalthebeln (58) mit einem Schaltarm (59) und einem gehäusegeführten Schaltstift (57) beaufschlagt werden, wobei
der Schaltstift (57) vom jeweils zugehörigen Steuernocken (43, 48) zur Schaltung axial verschoben wird.
20. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptstromschalter (62) aller drei Phasen von einem
gemeinsamen Schaltbügel (61) übergriffen sind, der von entsprechenden Schalthebeln (58) beider Getriebeeinheiten beaufschlagbar ist.
21. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere
Mantelfläche (42,47) der Hohlzylinder mit einer das Feineinstellen erleichternden Markierung (63) in
Form von axialen Kerben, Rippen od. dgl. versehen ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19808007933 DE8007933U1 (de) | 1980-03-22 | 1980-03-22 | Vorrichtung zur Betätigung von Stromschaltern, insbesondere von Steuerstrom-Endschaltern |
| DE19803011133 DE3011133C2 (de) | 1980-03-22 | 1980-03-22 | Vorrichtung zur Betätigung von Stromschaltern, insbesondere von Steuerstrom-Endschaltern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803011133 DE3011133C2 (de) | 1980-03-22 | 1980-03-22 | Vorrichtung zur Betätigung von Stromschaltern, insbesondere von Steuerstrom-Endschaltern |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3011133A1 DE3011133A1 (de) | 1981-10-01 |
| DE3011133C2 true DE3011133C2 (de) | 1983-03-24 |
Family
ID=6098024
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803011133 Expired DE3011133C2 (de) | 1980-03-22 | 1980-03-22 | Vorrichtung zur Betätigung von Stromschaltern, insbesondere von Steuerstrom-Endschaltern |
| DE19808007933 Expired DE8007933U1 (de) | 1980-03-22 | 1980-03-22 | Vorrichtung zur Betätigung von Stromschaltern, insbesondere von Steuerstrom-Endschaltern |
Family Applications After (1)
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|---|---|---|---|
| DE19808007933 Expired DE8007933U1 (de) | 1980-03-22 | 1980-03-22 | Vorrichtung zur Betätigung von Stromschaltern, insbesondere von Steuerstrom-Endschaltern |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1980
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- 1980-03-22 DE DE19808007933 patent/DE8007933U1/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3828508C1 (de) * | 1988-08-23 | 1989-12-07 | Maschinenfabrik Stromag Gmbh, 4750 Unna, De |
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| Date | Code | Title | Description |
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| D2 | Grant after examination | ||
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Owner name: MASCHINENFABRIK FROEMAG GMBH, 4600 DORTMUND, DE |
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: MASCHINENFABRIK STROMAG GMBH, 4750 UNNA, DE |
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