DE3010491C2 - Verfahren zum Aufsprühen von flüssigem Abbindeverzögerungsmittel auf die auszuwaschenden Sichtflächen von Waschbetonplatten od.dgl. und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Aufsprühen von flüssigem Abbindeverzögerungsmittel auf die auszuwaschenden Sichtflächen von Waschbetonplatten od.dgl. und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Aufsprühen von flüssigem Abbindeverzögerungsmittel
auf die auszuwaschenden Sichtflächen von Waschbetonplatten od. dgl., die einer Plattenpresse
entnommen werden, und weiterhin auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Es ist bereits aus der Praxis heraus bekannt, die einer Plattenpresse entnommenen Waschbetonplatten in eine
vertikale Lage zu bringen und die auszuwaschenden Sichtflächen in der vertikalen Lage der Waschbetonplatten mit einem flüssigen Abbindeverzögerungsmittel
zu besprühen.
Nachteilig bei dieser Verfahrensweise ist die Tatsache, daß beim Aufprühen des flüssigen Abbindeverzögerungsmittels
auf die vertikal ausgerichteten Platten nicht zu verhindern ist, daß eine ungleichmäßige
Verteilung des Abbindeverzögerungsmittels über die auszuwaschenden Sichtflächen eintritt, da durch die
Schwerkraft das flüssige Abbindeverzögerungsmittel nach unten läuft, so daß von der Oberkante einer
besprühten Platte ausgehend die Konzentration des Abbindeverzögerungsmittels nach unten hin zunimmt
Somit tritt ungewollt auch eine ungleichmäßige Abbindeverzögerung im Bereich der entsprechend
besprühten auszuwaschenden Sichtflächen der Waschbetcnplatten auf.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der gattungsgemäßen Art zu
entwickeln, mit dem unter sparsamster Verwendung von flüssigem Abbindeverzögerungsmittel ein gleichmäßiges
Besprühen der auszuwaschenden Sichtflächen der Waschbetonplatten od. dgl. möglich ist
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus dem kennzeichnenden Teii des Patentanspruches 1.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine Reihe von Vorteilen erzielt. Einerseits wird durch das Aufsprühen des flüssigen Abbindeverzögerungsmittels von der Unterseite der Platten her gesehen eine einwandfrei gleichmäßige Benetzung der später auszuwaschenden Sichtflächen gewährleistet, insbesondere auch bis an die Kanten der Platten. Andererseits wird die nicht auf die Platten gelangende Menge des Abbindeverzögerungsmittels wieder abgesaugt und dem weiteren Bearbeitungsprozeß zugeführt, so daß praktisch kein Verlust an Abbindeverzögerungsmittel entsteht, so daß das Verfahren als äußerst wirtschaftlich anzusehen ist.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine Reihe von Vorteilen erzielt. Einerseits wird durch das Aufsprühen des flüssigen Abbindeverzögerungsmittels von der Unterseite der Platten her gesehen eine einwandfrei gleichmäßige Benetzung der später auszuwaschenden Sichtflächen gewährleistet, insbesondere auch bis an die Kanten der Platten. Andererseits wird die nicht auf die Platten gelangende Menge des Abbindeverzögerungsmittels wieder abgesaugt und dem weiteren Bearbeitungsprozeß zugeführt, so daß praktisch kein Verlust an Abbindeverzögerungsmittel entsteht, so daß das Verfahren als äußerst wirtschaftlich anzusehen ist.
Ein weiterer Verfahrensschritt kann darin bestehen, daß die Waschbetonplatten auf ihre mit dem Abbindeverzögerungsmittel
besprühte Unterseite abgelegt werden.
Damit wird der Vorteil erzielt, daß das Abbindeverzögerungsmittel nicht oder nur sehr langsam trocknet,
so daß der Auswaschvorgang gegenüber dem Zeitpunkt der Herstellung der Platten sehr lange hinausgeschoben
werden kann. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn vor Schichtschluß oder am letzten Arbeitstage einer
Woche noch frische Platten hergestellt und diese erst zu einem erheblich späteren Zeitpunkt ausgewaschen
werden können.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ergibt sich aus dem Anspruch 3.
Die mit Haltemitteln für mindestens eine Waschbetonplatte versehene, vertikal und horizontal verfahrbare
Haube ist dazu bestimmt, die von einer Plattenpresse
so ausgestoßenen frischen Waschbetonplatten aufzunehmen
und anzuheben; anschließend kann die Haube über die Sprühvorrichtung hinwegbewegt oder die Sprühvorrichtung
relativ zur Haube verfahren und dabei Abbindeverzögerungsmittel auf die auszuwaschenden
Sichtflächen der Waschbetonplatten aufgesprüht werden. Dabei wird im Bereich der Haube das nicht
benötigte Abbindeverzögerungsmittel abgesaugt. Das abgesaugte Abbindeverzögerungsmittel wird dem Vorratsbehälter
nach vorhergehender Reinigung wieder zugeführt und kann somit weiter verwendet werden.
Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum
<>5 Auftragen von Abbindeverzögerungsmittel auf Waschbetonplatten,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie H-II in Fig. 1.
Wie aus den F i g. 1 und 2 hervorgeht, ist innerhalb
Wie aus den F i g. 1 und 2 hervorgeht, ist innerhalb
eines Gestelles 1 eine Haube 2 horizontal verfahrbar und außerdem über zwei Hydraulikzylinder 3 vertikal
heb- und senkbar. Die Haube 2 ist zur Unterseite hin offen und mit zwei Haltemitteln 4 zur Halterung von
Waschbetonplatten 5 ausgestattet Die Haltemittel 4 bestehen aus jeweils unten offenen Saugkasten, die über
Saugleitungen 6 mit einer in der Zeichnung nicht dargestellten Saugpumpe verbunden sind. Die von einer
Plattenpresse ausgestoßenen, frischen Waschbetonplatten 5 werden also über Saugwirkung an den
Haltemitteln 4 der Haube 2 gehalten.
Unterhalb der Haube 2 ist eine Sprühvorrichtung 7 innerhalb des Gestelles 1 angeordnet, die aus einer
Vielzahl von nebeneinanderliegenden Sprühdüsen 8 gebildet ist. Den Sprühdüsen 8 ist mittels einer Pumpe 9
und einer Zuführleitung 10 in einem Vorratsbehälter 11
befindliches Abbindeverzögerungsmittel zuführbar.
Die Haube 2 ist über die Sprühvorrichtung 7 hinweg '■erfahrbar, so daß bei eingeschalteter Sprühvorrichtung
7 die Unterseiten der Waschbetonp'atten 5 mit Abbindeverzögerungsmittel besprüht werden, wenn die
Haube 2 über die Sprühvorrichtung 7 hinwegfährt
Nachdem die Waschbetonplatte!! 5 mit Abbindeverzögerungsmittel
besprüht worden sind, wird die Haube 2 nach unten abgesenkt, bis die Waschbetonplatten 5 auf
einer Palette 12 aufliegen, mittels derer die Waschbetonplatten 5 aus der gesamten Vorrichtung herausgefahren
werden können.
Wie aus den F i g. 1 und 2 hervorgeht, ist mittels eines Ventilators 13, dessen Saugseite über ein Verbindungsrohr 14 an die Haube 2 angeschlossen ist, in derselben
ein Sog erzeugbar, der an den Waschhetonplauen 5 vorbeisprühendes Abbindeverzögerungsmittel aus der
Haube 2 absaugt.
Dieses abgesaugte Abbindeverzögerungsmittel wird über eine Leitung 15 in einen Zwischenbehälter 16
zurückgeführt, der unter Zwischenschaltung einer Pumpe 17 und eines Filters 18 mit dem Vorratsbehälter
11 in Verbindung steht
Durch diese Konstruktion wird erreicht, daß keinerlei Verlust von Abbindeverzögerungsmittel entsteht, da
das an den Waschbetonplatten 5 vorbeigesprühte Mittel
dem VerarbeitungsprozeD nach einer Reinigung im Filter 18 wieder zugeführt wird.
Wie die F i g. 1 und 2 sehr deutlich zeigen, werden die Waschbetonplatten 5 mit derjenigen Seite auf die
Paletten 12 abgelegt die mit Abbindeverzögerungsmittel besprüht worden ist Die Paletten 12 weisen eine
geschlossene Oberfläche auf, so daß das Trocknen des Abbindeverzögerungsmittels erheblich hinausgezögert
wird.
Es ist in Abweichung vom dargestellten Ausführungsbeispiel allerdings auch möglich, die Waschbetonplatten
5 nach dem Besprühen mit Abbindeverzögerungsmittel hochkant abzustellen-, dann ist es allerdings sinnvoll, die
Waschbetonplatten 5 sehr nahe aneinander zu stellen, um das Trocknen des Abbindeverzögerungsmittels zu
verlangsamen.
Da sich während des Besprühens der Waschbetonplatten 5 mit dem Abbindeverzögerungsmittel auch ein
gewisser Niederschlag desselben an den Innenwandun-
>u gen der Haube 2 bildet, ist es sinnvoll, auch dieses
überschüssige Abbindeverzögerungsmittel dem Verarbeitungsprozeß
wieder zuzuführen. Dies erfolgt durch eine Absaugleitung 19, die im unteren, als Auffangrinne
ausgebildeten Randbereich in die Haube 2 einmündet
2b und durch die mittels einer Pumpe 20 das in der
Auffangrinne gesammelte Abbindeverzögerungsmittel in den Zwischenbehälter 16 zurückgepumpt wird.
In Abweichung vom dargestellten Ausführungsbeispiel wäre es auch denkbar, während des Besprühens
der Waschbetonplatten 5 die Haube 2 stillstehen und die Sprühvorrichtung 7 verfahren zu lassen.
Es sei auch noch ausdrücklich darauf hingewiesen, daß statt Waschbetonplatten 5 auch andere Formlinge,
die mit Abbindeverzögerungsmittel besprüht werden müssen, mit einer entsprechenden Vorrichtung verarbeitet
werden können. Insofern sind sowohl das erfindungsgemäße Verfahren als auch die erfindungsgemäße
Vorrichtung nicht ausschließlich für Waschbetonplatten einsetzbar, sondern ganz allgemein für solche
Formlinge, deren spätere Sichtflächen mit Abbindeverzögerungsmittel besprüht werden müssen, um diese zu
einem späteren Zeitpunkt auswaschen zu können.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zum Aufsprühen von flüssigem Abbindeverzögerungsmittel auf die auszuwaschenden
Sichtflächen von Waschbetonplatten od. dgL, die einer Plattenpresse entnommen werden, dadurch
gekennzeichnet, daß die Waschbetonplatten (5) in horizontaler Lage von unten besprüht und
anschließend auf eine Palette (12) od. dgl. abgelegt werden und daß die nicht auf die Waschbetonplatten
(5) gelangende Menge des Abbindeverzögerungsmittels abgesaugt und wieder verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Waschbetonplatten (5) auf ihre mit
dem Abbindeverzögerungsmittel besprühte Unterseite abgelegt werden.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2 mit einer Sprühvorrichtung,
dadurch gekennzeichnet, dab eine horizontal und vertikal verfahrbare und mit Haltemitteln (4) für
mindestens eine Waschbetonplatte (5) od. dgl. versehene Haube (2) vorhanden ist, daß die
Sprühvorrichtung (7) unterhalb der Haube (2) angeordnet ist, daß die Haube (2) und die
Sprühvorrichtung (7) relativ zueinander und parallel zur Unterseite der Platten verfahrbar sind und daß
über einen Ventilator (13), dessen Saugseite über ein Verbindungsrohr (14) mit der Haube (2) verbunden
ist, in der Haube (2) befindliches Abbindeverzögerungsmittel absaugbar und über eine Leitung (15) in
einen Zwischenbehälter (16) rückführbar ist, der über eine Pumpe (17) und ein Filter (18) mit einem
Vorratsbehälter (11) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltemittel (4) für die Waschbetonplatten (5) aus Saugkästen bestehen, die über
Saugleitungen (6) an eine Saugpumpe angeschlossen sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprühvorrichtung (7) aus
einer Vielzahl von Sprühdüsen (8) gebildet ist, denen das Abbindeverzögerungsmittel aus einem Vorratsbehälter
(11) mittels einer Pumpe (9) und einer gemeinsamen Zuführleitung (10) zuführbai ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Haube (2) über
zwei parallel zueinander verlaufende Hydraulikzylinder (3) heb- und senkbar ist.
Priority Applications (3)
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| EP19810101565 EP0036525A1 (de) | 1980-03-19 | 1981-03-05 | Verfahren zum Auftragen von Abbindeverzögerungsmittel auf Waschbetonplatten od.dgl. und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
| DK120381A DK120381A (da) | 1980-03-19 | 1981-03-18 | Fremgangsmaade og apparat til behandling af vaskebetonplader |
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| DE19803010491 DE3010491C2 (de) | 1980-03-19 | 1980-03-19 | Verfahren zum Aufsprühen von flüssigem Abbindeverzögerungsmittel auf die auszuwaschenden Sichtflächen von Waschbetonplatten od.dgl. und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Publications (2)
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| DE3010491A1 DE3010491A1 (de) | 1981-09-24 |
| DE3010491C2 true DE3010491C2 (de) | 1982-05-27 |
Family
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Family Applications (1)
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Country Status (3)
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- 1980-03-19 DE DE19803010491 patent/DE3010491C2/de not_active Expired
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1981
- 1981-03-05 EP EP19810101565 patent/EP0036525A1/de not_active Withdrawn
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DK120381A (da) | 1981-09-20 |
| DE3010491A1 (de) | 1981-09-24 |
| EP0036525A1 (de) | 1981-09-30 |
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