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Digitale Anordnung zur Steuerung eines Gasbrenners
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Technisches Gebiet -Die Erfindung bezieht sich auf eine digitale Anordnung
zur Steuerung eines Gasbrenners, bei welcher einer über ein Gas-Stellglied vorgegebenen
Gasmenge mittels eines Luft-Stellgliedes eine definierte Luftmenge zugeordnet wird
und die Verstellung des Gas-Stellgliedes mittels eines in Abhängigkeit vom Encrgiebedarf
des Brenners betriebenen Stellmotors erfolgt.
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Stand der Technik Es sind gasgefeuerte Industriebrenneranlagen mit
einem Gas-Stellglied für die Gas zufuhr zum Brenner und mit einem Luft-Stellglied
für die Luftzufuhr zum Brenner bekannt. Die Steilglieder können als Ventile oder
Drosselklappen ausgebildet sein. Das Gas-Stellglied wird von einem Stellmotor betätigt,
welcher von Impulsen eines Temperaturregelers gesteuert wird; das Luft-Stellglied
ist über eine flexible Welle mit einer Kurvenscheibe verbunden, die ihrerseits mit
der Welle des Gas-Stellmotors verbunden ist Nnd die sich bei Veränderung des Gas-Stellgliedes
dreht. Der Kurvenverlauf wird von einem auf der Scheibe angeordncten beweglichen
Support abgetastet und auf die flexible Welle übertragen. Die Realisierung des geforderten
Gas-Luftverhältnisses erfolgt mittels eines auf der Scheibe angeordneten Kurvenbandes,
welches über eine Anzahl von Stellspindeln in seiner Lage justierbar ist. Das Gas-Stellglied
mit Stellmotor und die Kurvenscheibc bilden eine Baueinheit.
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Das Luft-Stellglied wird also in AbhängigReit vom Gasdurchsatz gesteuert,
wobei der Luftdurchsatz über die Kurvenscheibe eingestellt wird.
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Aufgrund der unterschiedlichsten Betriebxverllältnisse in den Brenneranlagen
ist eine generelle Einstellung des Kurvenbandes nach der Herstellung der vorstehend
genannten Abaueinheit nicht möglich; die Einstellung für die Luftmenge kann erst
vor Ort, also in den jeweiligen Brenneranlagen, erfolgen und erfordert eine beträchtliche
Justierarbeit durch Betätigung der Stellspindeln, wobei der Brenner in die verschiedensten
Stellungen gefahren und die Mischungsverhältnisse geprüft werden müssen.
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Unterschiedliche Witterungsverhältnisse, die den Verbrcnnungsvorgang
beeinflusen, und von daher berücksichtigt werden müßten, werden wegen dieser aufwendigen
Justierarbeiten außer acht gelassen.
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Aufgabe Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zur
Steuerung eines Gasbrenners zu schaffen, bei welcher eine einfache Einstellung des
Gas-Luftverhältnisscs unter Wegfall der Kurvenscheibe und der damit zusammenhängenden
zeitraubenden Einstellarbeiten am Kurvenband möglich ist.
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Lösung Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß den
auftretenden Gasmengen zugeordnete digitale Wörter und den erforderlichen Luftmengen
zugeordnete digitale -Wörter vergleichbarer Ordnung in je einem Binärspeicher enthalten
sind und daß ein aus der vorgegebenen Gasmenge abgeleitetes digitales Wort mit den
gespeicherten, den Gasmengen zugeordneten digitalen Wörtern mittels einer Vergleichseinrichtung
verglichen wird und daß unter Berücksichtigung dieses Vergleichs der Luftmenge zugeordnet
te digitale Wörter mittels einer Auslese- und Umsetzereinrichtung aus dem den Luftmengen
zugeordneten I3inärspeicher ausgelesen und in analoge elektrische Signale umgesetzt
werden, welche das Luft-Stellglied beeinflusr sen.
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Zweckmäßige Weiterbildungext der Erfindung sind den Untcransprüchen
zu entnehmen.
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Vorteile Die durch die Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere
darin, daß die Luftzufuhr von der Gaszufuhr mechanisch entkoppelt ist, so daß eine
großere Flexibili tät bei der Festlegung der Zuordnungskurven erzielt ist, daß die
bisherigc Kurvencharakteristik für die Luftzufuhr als digitale Wörter in einen Binärspeicher
eingeschrieben sind und dadurch der Arbeitsaufwand vor Ort beträchtlich reduziert
ist; es ergibt sich ferner eine größere Einstellgenauigkeit des Gas-Luftverhältnisses
und es können in einfacher Weise beliebige Kurvencharakteristiken für die Gas zufuhr
im Speicher abgelegt werden.
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Darstellung der Erfindung Die Erfindung wird nachstehend anhand von
in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen naher erläutert.
Es zeigen Fig. 1 eine prinzipielle Ausbildung der Erfindung, Fig. 2 eine weitere
prinzipielle Ausbildung der Erfindurg, Fig. 3 ein Diagramm mit einer Gas-Luft-Kennlinie,
Fig. 4 eine Ausbildung eines verwendeten digitalen Interpolators, Fig. 5 eine Ausbildung
zur Einschreibung von Kennliniendaten in die verwendeten Speicher, Fig. 6 eine Steueranordnung
unter Verwendung eines Mikroprozessors, Fig. 7 eine Ausbildung zur Einschreibung
von Kennliniendaten in die Speicher unter Verwendung eines Mikroprozessors.
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In der Fig. 1 sind nur die für das Verständnis der Erfindung erfordfrlichen
Bauelemente einer Industriebreinieranlage dargestellt, bei welcher eine automatische
Steuerung der X,uftzufuhr erfolgt.
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Die Spannung UT eines Temperaturfühlers 1 wird einem Temperaturregler
2 zugeführt, welcher einen Stellmotor 3 steuert, der über ein Getriebe 4 auf ein
beispielsweise als Drosselklappe ausgebildetes Gas-Stellglied 5 einwirkt, von welchem
Gas zum nicht weiter dargestellten Brenner geleitet wird; ferner ist ein steuerbares,
beispielsweise ebenfalls als Drosselklappe ausgebildetes Luft-Stellglied 6 vorhanden,
über welches Luft zum Brenner geleitet wird.
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Die bisher beschriebene anlagenseitige Ausbildung ist grundsätzlich
bekannt.
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Dem Gas-Stellmotor 3 ist ein von diesem angetriebenes, an eine Gleichspannung
gelegtes Stellungspotentioineter 7 zugeordnet, an dessen Schleifer 8 eine elektrische-
Spannung uG auftritt, die der Winkelstellung der Gas-Drosselklappe 5 entspricht.
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Das Luft-Stellglied 6 wird über ein Getriebe 9 von einem weiteren
Stellmotor 10 verstellt, dem ebenfalls ein an eine Gleichspannung gelegtes Stellungspotentiometer
11 zugeordnet ist, dessen Schleifer 12 an eine an sich bekannte Servosteuereinrichtung
13 geführt ist, welche den Luft-Stellmotor 10 steuert. Die Spannung u1 am Schleifer
12 des Potentiometers 11 entspricht der Winlcelstellung der Luft-Drosselklappe 6.
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Die Spannung uG am Schleifer 8, die der durch das Gas-Stellglied 5
vorgegebenen Gasmenge entspricht, ist einem Analog-iiital-Wandler 14 zugeführt,
an dessen Ausgang der Größe dieser Spannung entsprechende mehrstclligc
digitale
Wörter PG auftreten.
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Es ist ferner ein Binärspeicher 15 mit beispielsweise sechzehn Spcicherplätzen
vorgesehen, in die bestimmten Gasmcngexl bzw. bestimmten Minkelstellungen des Gas-Stcllgliedes
5 zugeordnete digitale Wörter X. eingescllricben sind, die einen der jeweiligen
Brenneranlage angepaßten Gasmengenbereich repräsentieren. In einem weiteren Binarspeicher
i6 mit ebenfalls sechzehn Speicherplätzen sind in diese bestimmten Luftmengen bzw.
bestimmten Winkelstellungen des Luft-Stellgliedes 6 zugeordnete digitale Wörter
Yi eingeschrieben, die einen auf den Gasmengenbereich abgestimmten Luftmengenbereich
repräsentieren.
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Die der vorgegebenen Gasmenge entsprechenden digitalen Wörter PG des
Analog-Digital-Wandlers 14 werden mit den im Speicher 15 befindlichen digitalen
Wörtern X. mittels einer digitalen Vergleichseinrichtung 17 verglichen, welche einen
digitalen Wert ermittelt, der als digitales Wort VD einer weiteren digitalen Vergleichseinrichtung
i8 zugeführt ist, welche dieses digitale Wort VD mit den im Speicher 16 befindlichen
digitalen Wörtern Y. vergleicht und auf der Grundlage dieses Vergleichs ein digitales
Wort YS ausgibt, welches mittels eines Digital-Analog-Wandlers 19 in ein elektrisches
analoges Signal uS umgesetzt wird, das die Servosteuereinrichtung 13 im Sinne eines
Sollwertes beeinflußt, so daß bei einer Abweichung zwischen dieser Sollspannung
uS und der ebenfalls an der Servosteuereinrichtung 13 wirkenden Ist spannung uI
des Stellungspotentiometers 11 der Stellmotor 10 und damit das Luft-Stellglied 6
nachgestellt wird.
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Die in den Binärspeichern 15, 16 befindlichen digitalen Wörter Xi,
Y sind also Brenner-Kennlinienpunkte; diese digitalen Wörter brauchen nicht bereits
entsprechend dem Verlauf der erwünschten Kennlinie in aufeinander folgenden Speicherplätzen
abgelegt zu sein, wenn die Vergleichs-
einrichtungen 17, 18 derart
ausgebildet sind, daß eine sehr schnellc Abfrage der in dem Speicher 15 befindlichen,
den Gasmengen zugeordneten digitalen Wörter X. bei Vorliegen eines der vorgegebenen
Gasmenge zugeordneten digitalen Wortes PG erfolgt, was ebenso für die Abfrage der
im Speicher 16 befindlichen, den Luftmengen zugeordneten digitalen Wörter Yi bei
Vorliegen eines aus dem Vergleich der digitalen Wörter PG und Xi ermittelten digitalen
Wortes VD gilt.
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Das digitale Wort VD wird als Adresse der zweiten Vergleichseinrichtung
18 zugeführt, welche aus dem Speicher 16 den zugeordneten Luftwert als digitales
Wort Y. ausliest und als digitales Wort YS dem Digital-Analog-Wandler 19 zuführt.
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In der Fig. 2 sind für die Einstellung des Gas-Luftverhaltnisses jeweils
zwei den Gasmengen und den Luftmengen zugeordnete digitale Wörter Xo, Xu und Yo,
Yu herangezogen.
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Die Anordnung besteht wieder aus den Binärspeichern 15,16 mit sechzehn
Gas- und Luft stellungen zugeordneten digitalen Wörtern, einer dem Binärspeicher
15 zugeordneten Wortauswahlschaltung 20, einer dem Binärspeicher 16 eugeordnetenWortauswahlschaltulE
21, einem digitalen Komparator 22 und einem Interpolator 23.
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Im Speicher 15 sind die digitalen Wörter Xmax bis Xmin in einer Reihe
mit absinkenden Werten gespeichert und die Wörter Y bis Y im Speicher 16 in gleicher
Folge.
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inax min Mit Xo, Xu und Yo, Yu ist jewiels ein Wörterpaar bezeichnct.
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Die Wortauswablschaltungen 20, 21 fragen synchron die Speicherplätze
der Speicher 15, 16 von den höheren zu den niederen Werten ab und übernehmen jeweils
zwei neben-
einander liegende digitale Wörter XO, X und Y , Y u
u gleicher Ordnungszahl. Das jeweils dem niedrigeren Wert zugeordnete digitale Wort
X der Wörterpaare ist dem u Komparator 22 zugeführt, der ferner das von der vorgege
benen Gasmenge abgeleitete digitale Wort PG erhält; die digitalen Wörter Xo, Xu
und die digitalen Wörter Yo, Yu sind dci Interpolator 23 zugeführt, dem außerdem
das von der vorgegebenen Gasmenge abgeleitete digitale Wort PG und das am Ausgang
des Komparators 22 auftretende digitale Signal zugeführt ist.
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Nachstehend wird die Wirkungsweise der Anordnung in Verbindung mit
dem Diagramm nach Fig. 3 näher erläutert.
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Das die vorgegebene Gasmenge bzw. die Winkelstellung des Gas-Stellgliedes
5 repräsentierende digitale Wort PG steht am Komparator 22 an und möge in seiner
Wertigkeit zwischen dem digitalen Wörterpaar Xol Xu des Speichers 15 liegen.
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Die Speicherplätze der Speicher 15, 16 werden von X max an beginnend
mittels der Wortauswahlschaltungen 20, 21 abgefragt und die digitalen Wörter gelangen
an den Komparator 22; tritt an diesem ein digitales Wort Xu mit einem gegenüber
dem digitalen Wort PG kleineren Wert auf, so gibt der Komparator 22 über die Leitung
24 ein Signal an die Wortauswahlschaltungen 20, 21 und die weitere Abfrage der Speicherplätze
wird gestoppt. Am Ausgang a der Wortauswahlschaltung 20 steht damit ein in der Wertigkeit
unter dem digitalen Wort PG liegendes digitales Wort X u und am Ausgang b ein oberhalb
des digitalen Wortes PG liegendes digitales Wort X an. Durch die synchrone hb-0
frage auch der Speicherplätze des Speichers 16 mittels der Wortauswahlschaltung
21 steht bei Beendigung der Abfrage an deren Ausgang a das digitale Wort Yu und
an deren Ausgang b das digitale Wort Yo an.
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Wie aus dem Diagramm nach der Fig. 3 ersichtlich, liegt das die vorgegebene
Gasmenge (Winkelstellung des Gas-Stellgliedes 5) repräsentierende digitale Wort
PG innerhalb der digitalen gespeicherten Wörter Xo, Xu; zur Verfügung stehen ferner
die gespeicherten digitalen Wörter Yo, Yu.
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Die durch Vergleich ermittelten digitalen Wörter Xo, Xu und Yo, Yu
werden dem Interpolator 23 zugeführt, dem auch das digitale wort PG zugeführt ist
und welcher aus diesen eingegebenen digitalen Wörtern den digitalen Sollwert YS
für die Stcllung des Luft-Stellgliedes 6 ermittelt. Die Interpolation erfolgt nach
der Gleichung: Yo - Yu YS = Yu + (PG - Xu) Xo - Xu Nach Fig. 4 besteht der digitale
Interpolator 23 aus einem Subtrahierwerk 40 und einem nachgeschalteten Bruchbildner
41, die aus den angelegten digitalen Wörtern Xo und Xu den Term 1/(Xo - Xu) bilden,
der einem Multiplizierer 42 zugeführt ist, dem außerdem der Wert Y -0 eines weiteren
Subtrahierwerkes 43 zugeführt ist, an welches die digitalen Wörter y und Y gelegt
sind; das Er-0 U gebnis (Yo - Yu)/(Xo - Xu) des Multiplizierers 42 ist einem weiteren
Multiplizierer 44 zugeführt, welcher außerdem von einem Subtrahierwerk 45 den Wert
PG - Xu erhält und welcher sein Ergebnis [(Yo-Yu)/Xo-Xu)] (PG-Xu) einem Addierwerk
46 zuführt, welches außerdem den Wert des digitalen Wortes Y erhält, an dessen Ausgang
der u Sollwert YS für die erforderliche, mittels des Stellmotors 10 und Luft-Stellgliedes
6 einstellbare Luftmenge auftritt.
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Die Erfindung ist nicht auf eine lineare Interpolation beschränkt
Es kann beispielsweise auch eine parabelförmige Interpolation unter Heranziehung
von vier Kurven-
punkten erfolgen.
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Wie der Fig. 3 zu entnehmcn ist, sind die im Speicher 16 stehenden
digitalen Wörter Ymax bis Yo, Yu bis Ymin Funktionswerte der gespeicherten digitalen
Wörter Xmax bis X@, Xu bis Xmin. Im Speicher 15 ist eine Kurve für Gas punktweise
abgelegt und im Speicher 16 entsprechend eine Kurve für Luft. Die Zwischenpunkte
werden mittels Interpolation bestimmt.
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Nachstehend wird anhand der Fig. 5 die Eingabe der digitalen Wörter
in die Speicher 15, 16 näher erläutert.
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Für die Ladung der Speicher 151 16 mit einem erwünschten Gas-Luft-Verhältnis
entsprechenden digitalen Wörtern Xì, Yj sind die Stellmotore 3, 10 mit ihren Potentiometern
7, 111 die Luft-Servosteuerung 13 und die beiden Analog-Digital-Wandler 14 1 19
herangezogen.
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Weiter ist vorgesehen eine den Verbrennungszustand erfassende Einrichtung
51, welche über die Leitung 52 ein Signal von einer nicht weiter dargestellten Abgas-Meßeinrichtung
erhält, durch welche gemeldet wird, daß eine einwandfreie Verbrennung vorliegt;
die Einrichtung 51 sendet über eine Verbindung 53 Steuersignale an den Luft Stellmotor
10. Es ist ferner vorgesehen ein von Hand einzustellendes Potentiometer 54, welches
an einer Gleichspannung liegt; die vom Schleifer 55 abgegrif£ene Gleichspannung
uL wird einer dem Gas-Stellmotor 3 zugeordneten Servosteuerung 13' zugeführt. Weiter
ist vorgesehen ein steuerbarer Durchs chalt er 56 für die an den Analog-Digi tal-Wandlern
14, 19 auftretenden digitalen Wörter Xi, Yi, 1 ein binärer Zähler 57, dessen Zählstand
mittels einer Anzeige 60 dargestellt wird und der durch seine Zählstandsänderung
den Speichern 15, 16 zugeordnete Spelcherplatz-Schalter 58, 59 von Speicherplatz
zu Speicher platz schaltet, wobei diese Schalter 58, 59 die Ausgänge
G
und L des Durchschalters 56 an die Speicherplätze der Speicher 15, 16 führen und
die. an diesen Ausgängen G, L stehenden digitalen Wörter Xi, Y eingelesen worden.
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Mittels des Potentiometers 54 wird der Sollwert für die Gasmenge eingestellt,
worauf sich mittels der Einrichtung 51 eine entsprechende Luftmenge einstellt. Nachdem
sich der Abgleich (beide Motore 3, wo im Stillstand) cingestellt hat, wird mittels
Betätigung der Taste 63 der Durchschalter 56 aktiviert, wodurch ein Abspeichern
der an den Ausgang G, L stehenden digitalen Wörter über die Speicherplatzschalter
58, 59 in die durch den Zähler 57 vorgegebenen Speicherplätze erfolgt. Anschließend
erhöht sich der Zählstand des Zählers 57 um Eins, wodurch die Speicherplatzschalter
58, 59 auf den nächsten Speicher platz zugreifen, wie durch die Pfeile angedeutet
ist.
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Danach erfolgt eine Einstellung eines neuen Sollwert es mittels des
Potentiometers 54.
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Der Zähler 57 kann über einen handschalter 61 um einen Zählschritt
rückgestellt worden und mittels eines weitere ren IIandschalters 62 kann ein Zählstand
übersprungen werden1 wodurch auch die Stellung der Speichexplatzschalter 58, 59
entsprechend verändert wird.
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Anstelle der den Verbrennungszustand erfassenden Einrichtung 51 kann
zur Einstellung der Luftmenge auch ein gleichstromgespeistes Potentiometer ähnlich
dem Potentiometer 54 vorgesehen sein, dessen Schleifer mit einer nicht weiter dargestellten1
der Servosteuerung 13' equivalenten Servosteuerung verbunden ist. In diesem Falle
wird zuerst das Potentiometer 54 betätigt und das Aussehen der Brennerflamme beobachtet
und danach wird das weitere Potentiometer auf optimale Flamme eingestellt; darauf
folgt eine Abspeicherung der an den Analog-Digital-Wandlern 14, 19 stehenden beiden
digitalen Wörter in die Speicher 15, 16. Darauf erfolgt wieder erst eine andere
Einstellung des "Gas"-Potentiometers 54 und
darauf unter Beobachtung
der Drennerflamme eine Einst eilung am weiteren "Luft"-Potentiometer, worauf die
Abspeicherung der beiden neuen digitalen Wörter erfolgt usf.
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In der Anordnung nach der Fig. 6 ist ein Mikroprozessor vorgesehen,
der einen wesentlichen Teil der bei den Anordnungen nach den vorangehenden Figuren
verwendeten Funktionselemente in sich vereinigt.
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Es ist wieder ein Temperaturfühler l vorgesehen, welcher die vom Brenner
erzeugte Temperatur mißt; das der Tempe ratur proportionale Signal des Fühlers 1
ist einem Temperaturregler 2 zugeleitet, welcher den Gas-Stellmotor 3 ansteuert,
der über das Getriebe 4 auf das Stellorgan 5 zur Einstellung der Gaszufuhr wirkt.
Der Luft-Stellmotor 10 wirkt über das Getriebe 9 auf das Stellorgan 6 für die Luftz.ufuhr.
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Die Stellungen beider Stellmotore 3, 10 werden durch die Stellungspotentiometer
7, 11 ermittelt, mittels eines Analog-Digital-Wandlers 14' als digitale Wörter dargestellt,
die einem Mikroprozessor 70 zugeführt sind.
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Dieser besteht im wesentlichen aus einem Steuerwerk 71, einem Datenspeicher
72 (RAM) und einem Programmspeicher 73 (ROM); der Datenspeicher 72 besteht aus den
Gasmengen zugeordneten Speicherplätzen 15', den Luftmengen zugeordneten Speicherplätzen
16' und einem Hilfsspeicher 74, während der Programmspeicher 73 ein Servoprogramm
13', ein Vergleicherprogramm 22', ein Interpolationsprogramm 23' und ein Auswahlprogranim
75 enthält. Der Mikroprozessor 70 entnimmt mittels des Steuerwerkes 71 und des im
Programmspeicher 73 cnthaltenen Auswahlprogramms 75 dem Datenspeicher 72 der Reihe
nach die den auftretenden Gasmengen zugeordneten digitalen Wörter, die in den Speicherplsitzen
15' stehen und vergleicht diese mittels des Vergleicherprogramms 22' mit dem im
Hilfsspeicher 74
abgelegten, der momentanen Gaszufuhr entsprechenden
digitalen Wort; sind die diesem digitalen Wort benachbarten, im Speicherteil 15'
des Datenspeichers 72 befindlichen digitalen Wörter gefunden, so werden diese zusamlllen
mit den beiden zugeordneten, im Speicherteil 16' des Datenspeichers 72 befindlichen
digitalen Wörtern für die Luft zufuhr dem Interpolationsprogramm 23' zugeführt,
welches mittels des Steuerwerkes 71 daraus den Sollwert für die Luftzufniir ermittelt.
Das Servoprogramm 13t vergleicht mittels des Steuerwerkes 71 den so ermittelten
Sollwert mit dem mittels des Potentiometers 11 des Luft-Stellmotors 10 und des Analog-Digital-Wandlers
14' in Stellung b eines vom Mikroprozessor 70 gesteuerten Schalters 76 ermittelten
momentanen Wert der Luftzufuhr und leitet daraus ein Ansteuersignal für den Luft-Stellmotor
10 ab, welches über einen Verstärker 77 an diesen Motor 10 gelangt, der die Luftzufuhr
auf don Sollwert einstellt, Die Zuordnung zwischen Gasmenge und Luftmenge wird wieder
mittels Knopfdruck digital abgespeichert, wie anhand der Fig. 7 näher erläutert
wird.
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An einem Potentiometer 78 wird von Hand eine dem Sollwert der Gaszufuhr
entsprechende Spannung eingestellt, die mittels eines Analog-Digital-Wandlers 14X'
in ein entsprechendes digitales Wort umgewandelt und dem Mikroprozessor 70 zugeführt
wird. Dieses digitale Wort wird mit dem dem Istwert der Gaszufuhr entsprechenden
digitalen Wort1 welches mittels des Potentiometers 7 des Gas-Stellmotors 3 und des
Analog-Digital-Wandlers l4" ermittelt wird, mit Hilfe des Servoprogramms 13' des
Steuerwerks 71 verglichen. Aus dem Ergebnis dieses Vergleichs werden die Ansteuersignale
für den Gas-Stellmotor 3 gebildet, welche über einen Verstärker 79 auf diesen wirken,so
daß sich der am Potentiometer 78 eingestellte Sollwert für die Gaszufuhr ergibt.
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Der Luft-Stellmotor 10 erhält wieder von der Einrichtung 51, die den
Verbrennungszustand erfaßt, Ansteuersignale.
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Ist eine einwandfreie Verbrennung eingestellt, 90 kann durch 13etatigung
der Taste 63 "Speichern" ein im Programmspeicher 73 befindliches Abspeicherprogramm
80 aktiviert werden, welches mittels des Steuerwerkes 71 die durch die Potentiometer
7, 11 und den Analog-Digital-Wandler 14" bereitgestellten digitalen Wörter der Istwerte
der beiden Stellmotore 3, 10 an deu durch ein im Datenspeicher 72 enthaltenes Zählregist
er 57' angezeigte Platz des Gasspeicherteils 15' bzw. des Luftspeicherteils 16'
weitergibt: und dort ablegt. Ansciiließend wird das Zäiilregister um Eins erhöht,
so daß bei der folgenden Betätigung der Taste 63 auch der folgende Speicherplatz
belegt wird. Eine Betätigung der Taste 62 bewirkt mit Hilfe eines im Programmspeicher
73 befindlichen Bedienungsprogramms 81 eine Verringerung des in der Anzeige 60 sichtbaren
Zählstandes um Eins, während bei Betätigung der Taste 61 der Zählstand um Eins erhöht
wird.