DE3006462C2 - Zielanordnung für in der Dunkelheit durchzuführende Zielübungen - Google Patents
Zielanordnung für in der Dunkelheit durchzuführende ZielübungenInfo
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Description
(a) eine wärmeabsorbierende Schicht (16);
(b) eine strahlungsdurchlässige Schutzschicht (14), die sich mindestens über die der Schußrichtung
(13) zugewandte Seite der Schicht (16) erstreckt;
(c) zwischen den Schichten (14, 16) angeordnete Abstandselemente, weiche wärmeabsorbierende
Luftklammerp (18) bilden.
2. Zielanordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die wärmeabsorbierende Schicht (IS) eine vorzugsweise aus Aluminium
bestehende ~olie ist, die beidseitig auf mindestens
einem Teil der Zielfläche mit Farbe bedeckt äst.
3. Zielanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daB die die Schichten (14, 16)
auseinanderhaltenden Abstandselemente ein grobmaschiges Netz (15) oder ein Streifensystem sind.
4. Zielanordnung .nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine in beschußsicherer Lage
angeordnete Strahlungsquelle (19), insbesondere einen Infrarot-Strahler, welcher auf den Stoff (11)
gerichtet u"d strahiur.gsmäßig gegenüber der
Schußrichtung {13) abgeblendet ist.
5. Zielanordnung nach Ansnruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Seiten der
Schichten (14,16) mit einptn Überzug versehen ist,
der sich über Bereiche (22—27) erstreckt, die den an einem wirklichen Ziel vorhandenen warmen Bereichen
entsprechen und von denen aufgrund unterschiedlicher Dichte des Überzuges unterschiedliche
Strahlungen (Ti, Ti, Tz, 7}) ausgehen.
6. Zielanordnung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die wärmeabsorbierende
Schicht (16) an der der Schußrichtung (13) abgelegenen Seite eine Anzahl von schachbrettartig
aufgebrachten G'asiaserstreifen (17) trägt, welche
beim Schiäßen das Zerreißen des Stoffes (11) räumlich beschränken.
7. Zielanordnung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet daß der flexible Stoff (11) zusammen
mit einer dahinter angeordneten Tragwand einen an der Oberseite geschlossenen prismatischen
Raum definiert, unter dem die Strahlungsquelle (19) angeordnet ist.
8. Zielanordnung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der flexible Stoff (11) nach
aus einer die Zielfläche bildenden apfheizbaren und damit auf thermischem Wege beobachtbaren Wand.
Bekanntlich kann man Infrarot- bzw. Wärmestrahlung aussendende Objekte erfassen und abbilden. Diese
Technik ist nunmehr so weit entwickelt, daß man selbst in erheblicher Entfernung klare thermische Bilder
erhält, wenn die Temperatur der Objekte die Temperatur
der Umgebung nur um einige wenige Grade übersteigt Dieses Verfahren hat auf militärischem
Gebiet unter anderem für Visiere von Panzern und Panzerabwehrgeschützen Anwendung gefunden.
Wegen der unterschiedlichen Visierbild-Eigenschaften gegenüber mit sichtbarem Licht erzeugten Visierbildem
benötigt man für die Beobachtung und für das nächtliche Schießen mit den sogenannten Nachtsicht-Visieren
eine erhebliche Erfahrung. Geschützbedienungen müssen daher ein besonderes Trainingsprogramm
absolvieren, dessen Ziel darin liegt, Erfahrungen zu
sammeln bei der thermischen Erfassung und Erkennung von in einem tatsächlichen Kampf zu bekämpfenden
Objekten, wie beispielsweise Panzer und andere Motorfahrzeuge.
Zu diesem Trainingsprogramm gehört auch das Schießen in der Dunkelheit auf Schein-Ziele, die solche
Objekte simulieren.
Für die vorerwähnte Ausbildung ist bereits vorgeschlagen worden, aus Stahlblech bestehende Scheinziele
zu verwenden, die man unmittelbar mit irgendwelchen Brennen aufheizt, damit sie aufgrund dor die Zielfläche
überstreichenden Verbrennungsgase einen thermischen Kontrast gegenüber der Umgebung bilden. Solche
Scheinziele mit der hier zu verwendenden großen Zielfläche sind gewichis- und handhabungsmäßig
schwer, vor allem weil das Blech eine bestimmte minimale Dicke haben kann, damit es nicht verbrennt.
Außerdem ist es bei einer solchen Anordnung schwierig, die Wärme der Verbrennungsgase über die Zielfläche so
zu verteilen und zu variieren, wie es aus der Sicht der Simulation wünschenswert ist. Weitere Nachteile
solcher thermischer Scheinziele liegen darin, daß sie einen erheblichen Energiebedarf haben und so langsam
aufheizen, daß man nicht In der Lage ist, plötzlich
auftauchende Ziele zu simulieren.
Gemäß einem weiteren verbesserten Vorschlag für thermische Ziele erhält man die erhöhte Temperatur
mit einem Netz elektrischer Widerstandsdrähte, die sich
de Teile erstrecken und an eine Batterie oder eine andere Stromauelle angeschlossen werden, wenn man
das Ziel aktivieien will. Die Aufheizzeit ist in diesem
Falle kurz und es läßt sich auch die beheizte Zielfläche und ihr Widerstandsgitter je nach dem zu simulierenden
Objekt nach Wunsch dimensionieren. Ein unmittelbar elektrisch aufgeheiztes Ziel ist jedoch leicht verwundbar
und verliert bsim Schießen sehr schnell den Simulationseffekt, da es nur weniger Treffer im Widerstandsgitter
bedarf, um dieses stromlos zu machen, so daß das
ausgebildet ist, daß sie zusätzlich zu der selbst-emittierten
Strahlung auch sichtbares Licht reflektieren kann, so daß man die Zielfläche (1) luch mit Hilfe des
Tageslichtes beobachten kann.
Die Erfi lung betrifft eine Zielanordnung für in der
Dunkelheit durchzuführende Zieiübungen, bestehend Widerstandsnetz zu erzeugen hat, vollständig verloren
gehen oder verzerrt werden.
Daher liegt die Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Schaffung einer Zielanordnung der eingangs
genannten Art, die Infrarotstrahlung in so realistischer Weise aussenden kann, daß das thermische Zielbild sehr
genau dem Bild eines echten Zieles entspricht. Mit geringem Energieverbrauch sollte es dabei möglich sein,
die Zielanordnung ständig in kürzest möglicher Zeit aktiv und auch genauso schnell wieder passiv zu
machen, damit bei der Beobachtung mit einem Nachtsicht-Visier das Zielbild genauso erscheint, als
käme es von einem im Gelände erscheinenden und wieder verschwindenden Gegenstand.
Gemäß einer anderen wichtigen Forderung sollte die thermische Zielanordnung nicht nur in der Lage sein,
eine einzige kontinuierliche Zielfläche zu bilden, sondern auch zur Vergrößerung des Simulationseffektes
innerhalb einer vorgegebenen Außenkontur verschiedene Bildeinzelheiten verschwinden zu lassen, die aus to
thermischer Sicht typisch für ein simuliertes Objekt sind und unter realen Bedingungen zur schnellen Erfassung
und Identifizierung beitragen können. Die Zielanordnung
sollte auch leicht handhabbar und beim Schießen wenig störanfällig sein, damit die typische Erscheinung 1 -,
des Zielbildes nicht verloren geht wenn das Scbeinziel Treffer erhält
Zur Lösung der vorerwähnten Aufgabe ist die erfindungsgemäße Zielanoi dnung dadurch gekennzeiochnet
daß die Wand ein flexibl'- Stoff ist, der aus folgenden Bauelementen besteht:
(a) eine wärmeabsorbierende schicht (mit geringer Wärmekapazität welche Strahlungen absorbieren
kann, um bei einer Bestrahlung schnell eir ; erhöhte Temperatur anzunehmen und als schwarzer Körper
eine Strahlung auszusenden);
(b) eine strahlungsdurchlässige Schutzschicht, die sich
mindestens über die der Schußrichtung zugewandte Seite der wärmeabsorbierenden Schicht erstreckt;
(c) zwischen den Schichten angeordnete Abstandselemente, welche wärmeabsorbierende Luftkammern
bilden.
35
Uie trimoung wird in der nachfolgenden Beschreibung
und den beigefügten Zeichnungen anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels veranschaulicht
In den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Teil einer erfindungsgemäßen Zielanordnung,
F i g. 2 ein? perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen
Zielanordnung und
F! g. 3 in der F i g. 2 erscheinende Oberflächenmarkierungen
mit unterschiedlichem Strahlungsniveau.
In den Zeichnungen hat die dargestellte Zielanordnungi
die vor allem für Nachtübungen geeigne: ist, eine Zielfläche 1. Diese Zielfläche 1 hat zweckmäßigerweise
eine solche Gestalt und solche Abmessungen, daß diese im wesentlichen der Silhouette eines echten Ziele, in
diesem Fall eines Panzerwagens entspricht an dem die
Übung auszuführen ist
Unterhalb und seitlich der Kontur der Zielfläche 1 befinden sich vorzugsweise aus Holz bestehende
Rahmenteil 2, die Teil eines Gestelles 3 bilden. Als obere Begrenzung der Zielfläche 1 dient ein horizontaler
Rahmenteil 4. Von diesem oberen Rahmenteil 4 10 führt zu einem nicht dargestellten Motor, der über
Funk fernsteuerbar ist, damit die Zielanordnung aus einer Anfangsstellung, in der die Zielfläche 1 bezüglich
der tatsächlichen Schießrichtung etwa horizontal nach hinten ra^t, in eine in Fig.2 dargestellte Stellung
angehoben werden kann, in der die zum Abschußpunkt gerichtete Zielfläche 1 nur geringfügig nach hinten
geneigt ist
Die gesamte Zielfläche 1 und vorzugsweise auch die Eckenbereiche 6 sind mit einem flexiblen Stoff H
bedeckt welcher am Gestell 3 mit Heftklammern 12 oder dergL, die man in die Rahmenteile 2 und 4 (F i g. 1)
eingetrieben hat, sicher befestigt ist. Damit der Stoff 11
die geeign2ten thermischen Eigenschaften erhält kann er, wie folgt ausgebildet werden (dabei ist die Dicke des
Stoffes zwecks besserer Erkennbarkeit stark vergrößert dargestellt).
Aus der in Fig. 1 mit dem Pfeil 13 bezeichneten Schußrichtung gesehen, besteht der flexible Stoff 11 aus
einer Schutzschicht 14, einem grobmaschigen Netz 15 und einer wärmeabsorbierenden Schicht ·6. Die
Schutzschicht 14 ist für Infrarot-Strahlungen durchlässig und besteht vorzugsweise aus einer Folie aus Plastik
oder dergL Das grobmaschige Netz k5 kann aus Plastik oder gewebtem Material bestehen. Als wärmeabsorbierende
Schicht 16 dient vorzugsweise eine Alumrnium-Folie oder eine dünne Faserschicht wie graues Papier.
Schließlich befinden sich an der Rückseite des flexiblen Stoffes 11 horizon-ai und vertikal ausgerichtete
Glasfaserstreifen 17, die schachbrettartig über die Rückseite der wärme-absorbierenden Schicht 16 verteilt
sind, um den Zerreißwiderstand des Stoffes 11 zu erhöhen, so daß man die Schichten dauerhaft mit Hilfe
der Heftklammern 12 befestigen kann. Ein wichtiges Ergebnis der vergrößerten Haltbarkeit liegt darin, daß
der flexible Stoff 11 bei getroffenem Ziei nur an quadrat-förmigen Stellen zerreißen kann. Ohne solche
Verstärkungen würden die von einem Geschoß zerrissenen Flächen vielfach größer sein und es würde
der flexible Stoff 11 schon nach einigen wenigen Treffern unbrauchbar werden.
Das grobmaschige Netz 15 hat die Aufgabe, die zwei Schichten 14 und 16 in einer bestimmten Entfernung
voneinander zu halten, so daß jede Masche des Netzes 15 eine thermisch isolierte Luftkammer 18 bildet Selbst
bei windigem oder nassem Wetter und b-ύ niedrigen
Umgebungstemperaturen verhindern die auf diese Weise im Stoff 11 eingeschlossenen Luftkamniern 18
zusammen mit der Schutzschicht 14, daß an der Vorderseite des Materials durch Konvektion Wärme
verloren geht Das grobmaschige Netz 15 und die zwei Schichten 14,16 werden zweckmäßigerweise miteinander
durch Heftung oder durch thermische Schweißung verbunden.
Alternativ kann man zur Bildung der Luftkammern i8 ein System von sich parallel erstreckenden doppelseitig
wirkenden Klebebändern verwenden. Diese Klebebän
verlaufen schräg nach unten zwei Strebe" = Α'·~ A<° **■<■ tÄnn-n aurh aiuin in hnrirnn
ineffektive Oberfläche von Eckbereichen 6 von der eigentlichen Zielfläche t trennen.
Zum Gestell gehört ferner eine Rückwand, die aus einer Holzfaserplatte bestehen kann, die oben mit dem
horizontalen Rahmenteil 4 und unten mit den Rahmenteilen 2 über Querstreben 7 verbunden ist, so
daß eine starre prismatische Struktur entsteht. Diese prismatische Struktur wird mit zwei Füßen 8 abgestützt,
die beide an ihren unteren Enden an die Welle 10 einer Betätigungsvorrichtung 9 angeschlossen sind. Die Welle
verlaufen und dann über die Oberfläche der Zielfläche T Kanäle bilden, so daß das Aufrollen des flexiblen Stoffes
11 r.ifht behindert -/ird. Zu einem solchen Klebebandsystem
können auch vertikale Streifen gehören, die dann zusammen mit den horizontalen Streifen mehrseitig
begrenzte Kammern 18 definieren, wie es die Maschen des Netzes 15 tun.
Im Hinblick auf die thermische Isolation kann es auch von Vorteil sein, aU dreieckigen Öffnungen zwischen
den linken und rechten seitlichen Rahmenteilen 2 und
dem Rand der Rückwand auszufüllen, indem man
beispielsweise Faserstoffbahnen verwendet. Auf diese Weise ist der leere Innenraum der Zielanordnung nur an
der Unterseite geöffnet.
Schließlich enthält die erfindungsgemäße Zielanordnung auch noch Bestrahlungsgeräte für die ..exible Bahn
11. Bei dem dargestellten Ausführungsbesspie! sind zwei
Strahlungsquellen 19 vorgesehen, die in den vorerwähnten offenen Raum hineinstrahlen. Diese Strahlungsquellen
19 müssen so tief angeordnet sein, daß man sie beim Schießvorgang durch eine Abschirmung gegen eine
Beschädigung schützen kann. Eine geeignete Strahlungsquelle ist ein sogenannter tR-Strahler. der in einem
günstigen Wcllenlängenbcre'-ih arbeitet und den Infrarot-Be*
<?·λ4ι -'(beiO-ckt. vow*.w .««-!!e >
icni.vf^ktTen
mil Hochie;str ^amp-n .■u/in-En «oenfaiii» verwendet
werden. Hcizstranier haben auch den Vorteil, daß sie
sich mit Gas betreiben lassen und dann ein geringes Gewicht aufweisen und nur wenig temperatur-abhängig
sind. Die Zeichnung zeigt einen Versorgungsschlauch 20, der von einer im Behälter 21 angeordneten
Druckgasflasche kommt. Mit Hilfe einer nicht dargestellten elektronen Zündvorrichtung, die man in
gleicher Weise wie das Betätigungsgerät aus der Ferne steuern kann, lassen »ich die Strahlungsquellen 19
automatisch so sk:.vieftn. daß sie voll zur Wirkung
kommen, wenn tr· ^: asu Gciteli 3 anhebt. Wenn die
Zielanordnung b^«· ihr Gestell 3 während der geümten
Übung in aufrechter Stellung verbleibt, kann man die
Zündung während <tes Juchtens and Feuerr.s zünden,
während zu ar.dcre·" Zeiten die Brenner gelöscht sun
können oder n-^i schwach brennen, um Energie
einzusparen.
Είπε unbehande!ti? Aluminium-Folie als wänneshsoi bierende
Schicht i6 hat geisau *te ein Blatt Papier eine
geringe Wärmekaj. r.tät so daß das an der Rückseite
des Stoffes Ii -'orkv-ienc Material, welches von den
Strahlungsquellen 19 ^trahlt wird, dem Erfordernis
eines geringen EnT^rverbrauches für das Aufheizen
nachkommt Die bfcrkc Oberfläche der Folie 16 hat jedoch nicht die erwünschten Absorptions- und
Emissionseigenschaften, so daß man daher die Folie 16 mit einem Oberzug versehen sollte, der vorzugsweise
ein rauher Farbanstrich ist, der die erwähnten Eigenschaften verbessert
Durch Anbringen dner dunklen Farbe an der
Rückseite der Foiie '.B wird somit erheblich die Fähigkeit zur Strahlu»5sabsoratior im sichtbaren und
im Infrarot-Bereich vertisssert, was dann dazu führt daß
die Folie 16 sehr schnell höhere Temperaturen annimmt
Wenn man die Vorderseite der Folie 16 mit einer Farbschicht versieht, die in diesem Falle nicht dunkel zu
sein braucht, erhöht sich die Emissionsfähigkeit auf einen Wert, der URt das Zehnfache besser sein kann, als
der einer unbehandeiten Metalloberfläche.
Die vergrößerte Ennssionsfähigkeii führt zu einer
äquivalenten Erhöhung der Säahlüngsteinperatur (oder
der Abstrahlung), die dann in entsprechendem Maße an
der fraglichen Oberfläche ansteigt Da thermische Detektoren von Visieren auch auf solche selbst
emittierte Strahlung ansprecbs a, wird das entsprechende
Bildelement des erfaßten fhermischen Zieles vom Beobachter als betont warm erkannt
Wenn man die Farbe auf eiaer oder beiden Sehen der
Folie in schmalen Fiäcb^psieraenie^ oder Punkten,
beispielsweise in Form eines Gifters aufbringt, wird die
Wirkung der Farbe im gleichen Maße geringer, wie die Farbdichte vermindert ist, d h. die Wärmeabsorption
oder -emission fällt proportional ab zu dem Quotient zwischen der von den Oberflächenelementen oder
Punkten eingenommenen Fläche und der Gesamtfläche der Folie. Daher ist es möglich, die vorgenannten
Eigenschaften auf einfache Weise zu variieren. Oberflächenelemente
sollten nicht größer als 5 mm sein.
Es ist offensichtlich, daß die kombinierte Wirkung der aufgetragenen Farbschichten und die thermischen
Eigenschaften der wärmeabsorbierenden Schicht 16 den
ίο Strahiungspegel festlegen oder — in anderen Worten —
festlegen, wie warm die Zielfläche 1 auf den Visierbildern zu sehen ist. Wenn man gemäß einer
typischen Ausbildungsform der Erfindung Oberflächenteile der Rückseite und der Vorderseite der Schicht <6
(5 mil überzügen verssehL welcne zassm'.-ier, OberPächented
für Oberflächen. ... die /^sorption unc» die
Emissionsfähigkeit um un'.erschiediiche Beträge vet bessern,
ist es daher möglich, die Abstrahlung innerhalb weiter Grenzen zu variieren, wie es der Fall bei einem
realen Objekt ist, das man mit der Zielanordnung thermisch zu simulieren wünscht Als universell
anwendbare Regel kann das folgende gelten:
| r Gewünschter | JO | Mittel, | 40 | Überzug | Seite |
| "3 Strahlungs | variierend | ||||
| pegel | |||||
| Hoch | Mittel, | '.'cii-ständige Bedsr^utig - | Rückseite | ||
| variierend | üunfcel | ||||
| Niedrig | Voilständige Bedeücung | Vorderseite | |||
| Vollständige Bedecking - | Rückseite | ||||
| dunkel | |||||
| variable Die.iie | Vorderseite | ||||
| variable Dicfce | Rückseite und | ||||
| Vorderseite | |||||
| Vollständige Bedeckung | Rückseite oder | ||||
| oder | Vorderseite | ||||
| geringe Dichte dunkel | Rückseite oder | ||||
| Vorderseite | |||||
| unbehandelt |
Bei dem Panzerwagen (Fig.2) ist eine Anzahl von
kleinen Flächenteilen 22,23 der Zielfiäche 1 mit solchen
Überzügen versehen; entsprechend dem in Fig.3
angegebenen Schlüssel haben diese Flächenteile eine hohe äquivalente Strahlungsicmperatur Tu die im
so wesentlichen mit der Temperatur übereinstimmt, die
man in der Wirklichkeit von den Fahrketten oder den Geschützläufen eines Panzerwagens erhält Der »Panzerwagen-Turm«
24 hat eine etwas geringere £ rahlungstemperatur
Ti der darunterliegende Teil 25 und
das »Chassis« 26 eine noch geringere Temperatur T3.
Die übrigen Teile 27 der Zielfläche 1 haben den geringsten Strahllingswert 7}, der nur wenige Grade
oberhalb der Umgebungstemperatur 7J an den Eckenbereichen
6 liegt
Bei der vorstehenden Beschreibung wurde davon ausgegangen, daß die Schutzschicht 14 für IR-Strahlung
vollständig durchlässig ist Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann diese Schutzschicht
14 mit einer Farbe angestrichen sein, die die
b5 Emission aus der wänneabsorbierenden Schicht 16
dämpft und unterschiedliche Dicirtegrade an verschiedenen
Teilen der Zielfiäche 1 entsprechend den vorstehenden Angaben bewirkt In diesem Falle kann
die Schicht 16 an beiden Seiten vollständig von einem Überzug bedeckt sein.
Um den Simulationseffekt noch zu vergrößern, kann man eine Zielanordnung der vorgenannten Art auch so
ausbilden, daß die zum Abschußpunkt gerichtete Zielfläche 1 in realistischer Weise Strahlungen im
sichtbaren Bereich reflektiert Zu diesem Zweck kann die Vorderseite der wärmeabsorbierenden Schicht 16
oder der Schutzschicht 14 über der gesamten tatsächlicher» Zielfläche 1 einen Überzug tragen, der zu einer
difius^n Reflexion führt, wie sie bei Militärfahrzeugen
normal ist, wobei dann auch die Schicht den vorerwähnten Effekt bezüglich der Eniissionsfähigkeit
und der Dämpfung zeigt Diese Maßnahme sollte zweckmäßigeiweise kombiniert werden mit einer
Vergrößerung der Absorptionsfähigkeit der Schicht 16, die an unterschiedlichen Teilen der Zielfläche 1
unterschiedlich groß ist, um — wie vorstehend beschrieben — eine variierende Abstrahlung zu
erhalten. Vorausgesetzt, daß die Zielfläche 1 in der
dargestellten Richtung geringfügig nach hinten geneigt ist, kann man bei Nacht-Übungen bei klarem Wetter
auch das Himmelslicht in natürlicher Weise dazu verwenden, das Ziel zu erfassen und zu identifizieren.
Zum Erzielen und Variieren der Absorptions- und Emissionsfähigkeit kann die wärme-absorbierende
Schicht 16 des das Ziel bildenden flexiblen Stoffes 11 an
bestimmten Oberflächenteilen, beispielsweise den Teilen 27 der Fig.2 aus Papier oder dergl. bestehen,
während die übrigen Teile aus einer Metallfolie bestehen.
Schließlich sollte noch erwähnt werden, daß sich die Strahlungsquellen 19 auch vor dem Ziel befinden
können. In' einem solchen Falle braucht man dann nur
für die Vorderseite der wärmeabsorbierenden Schicht 16 dafür Sorgen, daß von ihr die gewünschte
Abstrahlung erfolgt. Die Rückseite sollte dann in ähnlicher Weise, wie es zuvor für die Vorderseite
beschrieben wurde, wärme-isolierend ausgebildet sein.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
230 235/460
Claims (1)
1. Zielanordnung für in der Dunkelheit durchzuführende
Zielübungen, bestehend aus einer die Zielfläche bildenden, aufheizbaren und damit auf
thermischem Wege beobachtbaren Wand, dadurch gekennzeichnet, ddfi die Wand ein
flexibler Stoff (11) ist, der aus folgenden Bauelementen
besteht:
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