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DE3006462A1 - Zielanordnung fuer in der dunkelheit durchzufuehrende zieluebungen - Google Patents

Zielanordnung fuer in der dunkelheit durchzufuehrende zieluebungen

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Publication number
DE3006462A1
DE3006462A1 DE19803006462 DE3006462A DE3006462A1 DE 3006462 A1 DE3006462 A1 DE 3006462A1 DE 19803006462 DE19803006462 DE 19803006462 DE 3006462 A DE3006462 A DE 3006462A DE 3006462 A1 DE3006462 A1 DE 3006462A1
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DE
Germany
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target
radiation
arrangement according
heat
target arrangement
Prior art date
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DE19803006462
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English (en)
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DE3006462C2 (de
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Boerje Arrdal
Sture Ejnell
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Saab AB
Original Assignee
Saab Scania AB
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Publication date
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    • F41WEAPONS
    • F41JTARGETS; TARGET RANGES; BULLET CATCHERS
    • F41J2/00Reflecting targets, e.g. radar-reflector targets; Active targets transmitting electromagnetic or acoustic waves
    • F41J2/02Active targets transmitting infrared radiation

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials Using Thermal Means (AREA)
  • Curtains And Furnishings For Windows Or Doors (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Walking Sticks, Umbrellas, And Fans (AREA)

Description

3008462
Beschreibung;
Die Erfindung betrifft eine Zielanordnung, insbesondere für in der Dunkelheit durchzuführende Zielübungen, bestehend aus einer die Zielfläche bildenden, auf den Abschußpunkt ausrichtbaren und von dort auf thermischem Wege beobachtbaren dünnen Wand.
Bekanntlich kann man Infrarotstrahlung aussendende Objekte erfassen und abbilden. Diese Technik ist nunmehr so weit entwickelt, daß man selbst in erheblicher Entfernung klare thermische Bilder erhält, wenn die Temperatur der Objekte die Temperatur der Umgebung um einige wenige Grade übersteigt. Dieses Verfahren hat auf militärischem Gebiet unter anderem für Visiere von Panzern und Panzerabwehrgeschützen Anwendung gefunden.
Wegen der unterschiedlichen Visierbild-Eigenschaften gegenüber mit sichtbarem Licht erzeugten Visierbildern benötigt man für die Beobachtung und für das nächtliche Schießen mit den sogenannten Nacht.sicht-Visieren eine erhebliche Erfahrung. Geschützbedienungen müssen daher ein besonderes Trainingsprogramm absolvieren, dessen Ziel darin liegt, Erfahrungen zu sammeln bei der thermischen Erfassung und Erkennung von in einem tatsächlichen Kampf zu bekämpfenden Objekten, wie beispielsweise Panzer und andere Motorfahrzeuge.
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Zu diesem Trainingsprogranim gehört auch das Schießen in der Dunkelheit auf Schein-Ziele, die solche Objekte simulieren.
Für die vorerwähnte Ausbildung ist bereits vorgeschlagen, aus Stahlblech bestehende Scheinziele zu verwenden, die man unmittelbar mit irgendwelchen Brennern aufheizt, damit sie aufgrund der die Zielfläche überstreichenden Verbrennungsgase einen thermischen Kontrast gegenüber der Umgebung bilden. Solche Scheinziele mit der hierjzu verwendenden großen Zielfläche sind gewichts- und handhabungsmäßig schwer, vor allem weil das Blech eine bestimmte minimale Dicke haben kann, damit es nicht verbrennt. Außerdem ist es bei einer solchen Anordnung schwierig, die Wärme der Verbrennungsgase über die Zielfläche so zu verteilen und zu variieren, wie es aus der Sicht der Simulation wünschenswert ist. Weitere Nachteile solcher thermischer Scheinziele liegen darin, daß sie einen erheblichen Energiebedarf haben und so langsam aufheizen, daß man nicht in der Lage ist, plötzlich auftauchende Ziele zu simulieren. Gemäß einem weiteren besseren Vorschlag für thermische Ziele erhält man die erhöhte Temperatur mit einem Netz elektrischer Widerstandsdrähte, die sich über die Oberfläche der Ziele, oder deren interessierende Teile erstrecken und an eine Batterie.oder eine andere Stromquelle angeschlossen werden, wenn man das Ziel aktivieren will. Die Aufheizzeit ist in diesem Falle kurz und es läßt sich auch die be-
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heizte Zielfläche und ihr Widerstandsgitter je nach dem zu simulierenden Objekt nach Wunsch dimensionieren. Ein unmittelbar elektrisch aufgeheiztes Ziel ist jedoch leicht verwundbar und verliert beim Schießen sehr schnell den Simulationseffekt, da es nur weniger Treffer im Widerstandsgitter bedarf, um dieses stromlos zu machen, so daß das Charakter istische Bild oder die Bildeinzelheiten, die das Widerstandsnetz zu erzeugen hat, vollständig verloren gehen oder verzerrt werden.
Daher liegt die Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Schaffung einer thermischen Übungs-Zielanordnung» die Infrarot-Strahlung in so realistischer'Weise aussenden kann, daß das thermische Zielbild sehr genau dem Bild eines echten Zieles entspricht. Mit geringem Energieverbrauch sollte es dabei möglich sein, die Zielanordnung ständig in kürzest möglicher Zeit aktiv und auch genauso schnell wieder passiv zu machen, damit bei der Beobachtung mit einem Nachtsicht-Visier das Zielbild genauso erscheint, als käme es von einem im Gelände erscheinenden und wieder verschwindenden Gegenstand
Gemäß einer anderen wichtigen Forderung sollte die thermische Zielanordnung nicht nur in der Lage sein, eine einzige kontinuierliche Zielfläche zu bilden, sondern auch zur Vergrösserung des Simulationseffektes innerhalb einer vorgegebenen Außenkontur verschiedene Bildeinzelheiten verschwinden zu lassen, die aus thermischer Sicht typisch für ein simuliertes
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Objekt sind und unter realen Bedingungen zur schnellen Erfassung und Identifizierung beitragen können. Die Zielanordnung sollte auch leicht handhabbar und beim Schießen wenig störanfällig sein, damit die typische Erscheinung des Zielbildes nicht verloren geht, wenn das Scheinziel Treffer erhält.
Zur Lösung der vorerwähnten Aufgabe ist die erfindungsgemäße Zielänordnung dadurch gekennzeichnet, daß die Wand ein auf einem Gestell anbringbarer flexibler Stoff ist, der die Zielfläche definiert und aus folgenden Bauelementen besteht: (a)jeine wärmer-absorbierende Schicht mit geringer Wärmekapazität, welche Strahlungen absorbieren kann, um bei einer Bestrahlung schnell eine erhöhte Temperatur anzunehmen und als schwarzer Körper eine Strahlung auszusenden;
(b) eine strahlungsdurchlässige Schutzschicht, die sich mindestens über die dem Abschußpunkt zugewandte Seite der wärme-absorbierenden Schicht erstreckt;
(c) zwischen den Schichten angeordnete Abstandselemente, welche in dem flexiblen Stoff wärme-absorbierende Luftkammern bilden.
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Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen, in denen eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung beispielsweise veranschaulicht ist.
In den Zeichnungen zeigen:
ifc · Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Teil einer er- ^
M. , . findungsgemäßen Zielanordnung,
*Ψ-' ■ Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der erfindungs- <
gemäßen Zielanordnung und
Fig. 3 in der Fig. 2 erscheinende Oberflächenmar-/v kierungen mit unterschiedlichem Strahlungs-
"ty ■'
In den Zeichnungen hat die dargestellte Zielanordnung, die vor allem für Nachtübungen geeignet ist, eine Zielfläche "*%; 1. Diese Zielfläche 1 hat zweckmäßigerweise eine solche Gestalt und solche Abmessungen, daß diese im wesentlichen der Silhouette eines echten Zieles, in diesem Falle eines Panzerwagens entspricht an dem die Übung auszuführen ist.
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Unterhalb und seitlich der Kontur der Zielfläche befinden sich vorzugsweise aus Holz bestehende Rahmenteile 2, die Teil eines Gestelles 3 bilden. Als obere Begrenzung der Zielfläche 1 dient ein horizontaler Rahmenteil 4. Von diesem oberen Rahmenteil 4 verlaufen schräg nach unten zwei Streben 5, die die äußere ineffektive Oberflächen 6 von der eigentlichen Zielfläche 1 trennen.
Zum Gestell gehört ferner eine Rückwand, die aus einer Holzfaserplatte bestehen kann, die oben mit dem Rahmenteil 4 und unten mit den Rahmenteilen 2 über Querstreben 7 verbunden ist, so daß eine starre prismatische Struktur entsteht. Diese prismatische Struktur wird mit zwei Füßen 8 abgestützt, die beide an ihren unteren Enden an die Welle einer Betätigungsvorrichtung 9 angeschlossen sind. Die Welle 10 führt zu einem nicht dargestellten Motor, der über Funk fernsteuerbar ist, um die Zielanordnung aus einer Anfangsstellung, in der die Zielfläche 1 bezüglich der tatsächlichen S.chießrichtung etwa horizontal nach hinten ragt, in eine in Fig. 2 dargestellte Stellung angehoben werden kann, in der die zum Abschußpunkt gerichtete Zielfläche nur geringfügig nach hinten geneigt ist.
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Die gesamte Zielfläche 1 und vorzugsweise auch die Eckenbereiche 6 sind mit einem flexiblen Stoff 11 bedeckt, welcha? am Gestell 3 mit Heftklammern 12 oder dergl., die man in die Rahmenteile 2 und 4 der Fig. 1 eingetrieben hat, sicher befestigt ist. Damit der Stoff die geeigneten thermischen Eigenschaften erhält, kann er, wie im bevorzugten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 gezeigt, ausge bildet werden. In der Fig. 1 ist die Dicke des Stoffes zwecks besserer Erkennbarkeit stark vergrößert dargestellt.
Aus der in Fig. 1 mit dem Pfeil 13 bezeichneten Schußrichtung gesehen, besteht der flexible Stoff aus einer Schutzschicht 14, einem grobmaschigen Netz 15 und einer wärmeabsorbierenden Schicht 16. Die Schutzschicht 14 ist für Infrarot-Strahlungen durchlässig und besteht vorzugsweise aus einer Folie aus Plastik oder dergl.. Das grobmaschige Netz 15 kann aus Plastik oder gewebtem Material bestehen. Als wärme-absorbierende Schicht dient vorzugsweise eine Aluminium-Folie oder alternativ eine dünne Faserschicht, wie graues Papier. Schließlich befinden sich an der Rückseite des flexiblen Stoffes horizontal und vertikal ausgerichtete Glasfaserstreifen 17, die schachbrett-artig über die Rückseite der vrärme-absorbierenden Schicht 16 verteilt sind, um den Zerreißwiderstand des Stoffes zu erhöhen, so
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daß man die Schichten dauerhaft mit Hilfe der Heftklammern 12 befestigen kann. Ein wichtiges Ergebnis der vergrößerten Haltbarkeit liegt darin, daß der flexible Stoff bei getroffenem Ziel nur an quadrat-förmigen Stellen zerreißen kann. Ohne solche Verstärkungen würden die von einem Geschoß zerrissenen Flächen vielfach größer sein und es würde der flexible Stoff schon nach einigen wenigen Treffern unbrauchbar werden.
Das grobmaschige Netz 15 hat die Aufgabe, die zwei Schichten 14 und 16 in einer bestimmten Entfernung voneinander zu halten, so daß jede Masche des Netzes eine thermisch isolierte Luftkammern 18 bildet. Selbst bei windigem oder nassem Wetter und bei niedrigen Umgebungstemperaturen verhindern die auf diese Weise im Stoff eingeschlossenen Iuftiemmem zusammen mit der Schutzschicht 14, daß an der Vorderseite des Materials durch Konvektion Wärme verloren geht. Das grobmaschige Netz und die zwei Schichten werden zweckmäßigerweise miteinander durch Heftung oder durch thermische Schweißung verbunden.
Alternativ kann man zur Bildung der Luftkammern 18 ein System von sich parallel erstreckenden doppelseitig wirkenden Klebebändern verwenden. Diese Klebebänder können auch allein in horizontaler Richtung verlaufen und dann über die Oberfläche
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des Zieles Kanäle bilden, so daß das Aufrollen des flexiblen Stoffes nicht behindert wird. Zu einem solchen Klebebandsystem können auch vertikale Streifen gehören, die dann zusammen mit den horizontalen Streifen mehrseitig begrenzte Kammern definieren, wie es die Maschen des Netzes 15 tun.
Im Hinblick auf die thermische Isolation kann es auch von Vorteil sein, die dreieckigen Öffnungen zwischen den linken und rechten seitlichen Rahmenteilen 2 und dem Rand der Rückwand auszufüllen, indem man beispielsweise Faserstoffbahnen verwendet. Auf diese Weise ist der leere Innenraum des Scheinzieles nur an der Unterseite geöffnet.
Schließlich enthält die erfindungsgemäße Zielanordnung auch noch Bestrahlungsgeräte für die flexible Bahn 11. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Strahlungsquellen 19 vorgesehen, die in den vorerwähnten offenen Raum hineinstrahlen. Diese Strahlungsquellen müssen so tief angeordnet sein, daß man sie beim Schießvorgang durch eine Abschirmung gegen eine Beschädigung schützen kann. Eine geeignete Strahlungsquelle ist ein sogenannter IR-Strahler, der in einem Tunstigcn Wellenlängenbereich arbeitet und den Infrarot-Bereich überdeckt. Konventionelle Lichtreflektoren mit Hochleistun.Tslannoen können ebenfalls verwendet werden« Heiz-
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BAE), ORIGINS-
strahler haben auch den Vorteil, daß sie sich mit Gas betreiben lassen und dann ein geringes Gewicht aufweisen und nur wenig temperaturabhängig sind. Die Zeichnung zeigt einen Versorgungsschlauch 20, der von einer im Behälter 21 angeordneten Druckgasflasche kommt. Mit Hilfe einer nicht dargestellten elektrischen Zündvorrichtung, die man in gleicher Weiss v/ie das Betätigungsgerät aus der Ferne steuern kann, lassen sich die Strahler automatisch so aktivieren, daß sie voll zur Wirkung kommen, wenn man das Schein-Ziel anhebt. Wenn das Scheinziel während der gesamten Übung in aufrechter Stellung verbleibt, kann man die Zündung während " des Richtens und Feuerns zünden, während zu anderen Zeiten die Brenner gelöscht sein können oder nur schwach brennen, um Energie einzusparen.
Eine unbehandelte Aluminium-Folie hat genau wie ein Blatt Papier eine, geringe Wärmekapazität, so daß das an der Rückseite des Stoffes 11 vorhandene Material, welches von den Strahlungsquellen 19 bestrahlt wird, dem Erfordernis eines geringen Energieverbrauches für das Aufheizen nachkommt. Die
die
blanke Oberfläche der Folie hat jedoch nicht erwünschten Absorptions- und Emissi onseigenschaf ten, so daß man daher die Folie mit einem Überzug versehen sollte, der vorzugsweise
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ein rauher Farbanstrich ist, der die erwähnten Eigenschaften verbessert.
Durch Anbringen einer dunklen Farbe an der Rückseite der Folie wird somit erheblich die Fähigkeit zur Strahlungsabsorption im sichtbaren und im Infrarot-Bereich verbessert, was dann dazu führt, daß die Folie sehr schnell höhere Temperaturen annimmt.
Wenn man die Vorderseite der Folie mit einer Farbschicht versieht, die in diesem Falle nicht dunkel zu sein braucht, erhöht sich die Emissionsfähigkeit auf einen Wert, der um das Zehnfache besser sein kann, als der einer unbehandelten Metalloberfläche.
Die vergrößerte Emissionsfähigkeit führt zu einer äquivalenten Erhöhung der Strahlungstemperatur (oder der Abstrahlung), die dann in entsprechendem Maße an der fraglichen Oberfläche ansteigt. Da thermische Detektoren von Visieren auch auf solche selbst emittierte Strahlung ansprechen, wird das entsprechende Bildelement des erfaßten thermischen Zieles vom Beobachter als betont warm erkannt.
Wenn man die Farbe auf einer oder beiden Seiten der Folie in schmalen Flächenelementen oder Punkten, beispielsweise in
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Form, eines Gitters aufbringt, wird die Wirkung der Farbe im gleichen Maße geringer, wie die Farbdichte vermindert ist, d.h. die Wärmeabsorption oder-Emission fällt proportional ab zu dem Quotient zwischen der von den Oberflächenelementen oder Punkten eingenommenen Fläche und der Gesamtfläche der Folie. Daher ist es möglich, die vorgenannten Eigenschaften auf einfache V/eise zu variieren. Oberflächenelemente sollten nicht größer als 5 mm sein.
Es ist offensichtlich, daß die kombinierte Wirkung der aufgetragenen Farbschichten und die thermalen Eigenschaften der Schicht 16 den Strahlungspegel festlegen oder - in anderen Worten - festlegen, wie warm die Zielfläche auf den Visierbildern zu sehen ist. Wenn man gemäß einer typischen Ausbildungsform der Erfindung Oberflächenteile der Rückseite und der Vorderseite der Schicht 16 mit Überzügen versieht, welche zusammen, Oberflächenteil für Oberflächenteil, die Absorption und die Emissionsfähigkeit um unterschiedliche Beträge verbessern, ist es daher möglich, die Abstrahlung innerhalb weiter Grenzen zu variieren, wie es der Fall bei einem realen Objekt ist, das man mit dem Schein-Ziel thermal zu simulieren wünscht. Als universell anwendbare Regel kann das folgende gelten:
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Gewünschter Überzug Seite
Strahlungs-
pegel Vollständige Be Rückseite
Hoch deckung - dunkel
Vollständige Be Vorderseite
deckung
Vollständige Be Rückseite
Mittel, deckung - dunkel
variierend ' variable Dichte Vorderseite
variable Dichte Rückseite und
Mittel, Vorderseite
variierend vollständige Be Rückseite oder
Niedrig deckung oder Vorderseite
geringe Dichte Rückseite oder
dunkel Vorderseite
unbehandelt
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Bei dem Panzerwagen - Scheinziel der Fig. 2 - ist eine Anzahl von kleine Flächenteilen 2?, 2j5 der Zielfläche mit·solchen Überzügen versehen; entsprechend dem in Fig. 3 angegebenen Schlüssel haben diese Flächenteile eine hohe äquivalente Strahlungstemperatur T1, die im wesentlichen mit der Temperatur übereinstimmt, die man in der Wirklichkeit von den Fahrketten oder den Geschützläufen eines Panzerwagens erhält. Der "Panzerwagen-Turm" 24 hat eine etwas geringere Strahlungstemperatur Tp, der darunterliegende Teil und das"Chassis" 26 eine noch geringere Temperatur T,. Die übrigen Teile 27 der Zielfläche haben den geringsten Strahlungswert T^, der nur wenige Grade oberhalb der Umgebungstemperatur Tq an den Flächenteilen 6 liegt.
Bei der vorstehenden Beschreibung wurde davon ausgegangen, daß die vordere Schicht 14 für IR-Strahlung vollständig durchlässig ist. Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann diese Schicht 14 mit einer Farbe angestrichen sein, die die Emission aus der Schicht 16 dämpft und unterschiedliche Dichtegrade an verschiedenen Teilen der Zielfläche entsprechend den vorstehenden Angabenbewirkt. In diesem Falle kann, die Schicht 16 an beiden Seiten vollständig von einem Überzug bedeckt sein.
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Um den Simulationseffekt noch zu vergrößern, kann man ein Schein-Ziel der vorgenannten Art auch so ausbilden, daß' die zum Abschußpunkt gerichtete Fläche in realistischer Weise Strahlungen im sichtbaren Bereich reflektiert. Zu diesem Zweck kann die Vorderseite der wärmeabsorbierenden Schicht 16 oder der Schutzschicht 14 über der gesamten tatsächlichen Zielfläche 1 einen Überzug tragen, der zu einer diffusen Reflexion führt, wie sie bei Militärfahrzeugen normal ist, wobei dann auch die Schicht den vorerwähnten Effekt bezüglich der Emissionsfähigkeit und der Dämpfung zeigt. Diese Maßnahme sollte zweckmäßigerweise kombiniert werden mit einer Vergrößerung der Absorptionsfähigkeit der Schicht 16, die an unterschiedlichen Teilen der Zielfläche unterschiedlich groß ist, um - wie vorstehend beschrieben - eine variierende Abstrahlung zu erhalten. Vorausgesetzt, daß die Zielfläche in der dargestellten Richtung geringfügig nach hinten geneigt ist, kann man bei Nacht-Übungen bei klarem Wetter auch das Himmelslicht in natürlicher Weise dazu verwenden, das Ziel zu erfassen und zu identifizieren.
Zum Erzielen und Variieren der Absorptions- und Emissionsfäh.igkcit kann die wärrae-absorbierende Schicht des das Ziel bildenden flexiblen Stoffes an bestimmten Oberflächenteilen,
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beispielsweise den Teilen ?7 der Fig. 2. aus Papier oder dergl. bestehen, während die übrigen Teile aus einer Metallfolie bestehen.
Schließlich sollte . noch erwähnt v/erden, daß sich die Strahler auch vor dem Ziel befinden können. In einem solchen Falle braucht man dann nur für die Vorderseite der wärmeabsorbierenden Schicht dafür sorgen, daß von ihr die gewünschte Abstrahlung erfolgt. Die Rückseite sollte dann in ähnlicher Weise, wie es zuvor für die Vorderseite beschrieben wurde, wärme-isolierend ausgebildet sein.
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Claims (8)

  1. Patentansprüche:
    U Zielanordnung, insbesondere für in der Dunkelheit durchzuführende Zielübungen, bestehend aus einer die Zielfläche
    bildenden, auf den Abschußpunkt ausrichtbaren und von dort auf thermischem Wege beobachtbaren dünnen Wand, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand ein auf einem Gestell (3) anbringbarer flexibler Stoff (11) ist, der die Zielfläche
    definiert und aus folgenden Bauelementen besteht: (a)
    eine wärme-absorbierende Schicht (16) mit geringer Wärmekapazität, welche Strahlungen absorbieren kann, um bei einer Bestrahlung schnell eine erhöhte Temperatur anzunehmen und als schwarzer Körper eine Strahlung auszusenden;
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    (b) eine strahlungsdurchlässige Schutzschicht (14), die sich mindestens über die dem Abschußpunkt zugewandte Seite der wärme-absorbierenden Schicht (16) erstreckt;
    (c) zwischen den Schichten (14, 16) angeordnete Abstandselemente (15), welche in dem flexiblen Stoff wärme-absorbierende Luftkammern (18) bilden.
  2. 2. Zielanordnung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die wärme-absorbierende Schicht (16) eine vorzugsweise aus Aluminium bestehende Folie ist, die beidseitig auf mindestens einem Teil der Zielfläche mit Farbe bedeckt ist, um die Absorptions- und Emissions-Eigenschaften der Folie zu verbesseri
  3. 3. Zielanordnung nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß die die Schichten (14, 16) auseinanderhaltenden Abstandselemente (15) ein grobmaschiges Netz oder ein Streifensystem sind.
  4. 4. Zielanordnung nach Anspruch 1 bis 3 gekennzeichnet durch einen in einschuß-sicherer Lage angeordneten Infrarot-Strahler (19), welcher auf den Stoff (11) gerichtet und strahlungsmäßig gegenüber dem Abschußpunkt abgeblendet ist.
  5. 5. Zielanordnung nach Anspruch 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Seiten der Schichten (14, 16) mit
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    einem Überzug versehen ist, der sich über Bereiche (22 - 27) erstreckt, die den an einem wirklichen Ziel vorhandenen warmen Bereichen entsprechen und von denen aufgrund unterschiedlicher Dichte des Überzuges unterschiedliche Strahlungen (T1, T2, T3, T4) ausgehen.
  6. 6. Zielanordnung nach Anspruch 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, daß die wärme-absorbierende Schicht (16) an der vom Abschußpunkt abgelegenen Seite eine Anzahl von schachbrett-artig aufgebrachten Glasfaserstreifen (17) trägt, welche beim Schießen das Zerreißen des Stoffes (11) räumlich beschränken.
  7. 7· Zielanordnung nach Anspruch 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, daß der flexible Stoff (11) zusammen mit einer dahinter angeordneten Tragwand einen an der Oberseite geschlossenen prismatischen Raum definiert, unter dem die Infrarot-Strahlungsquelle (19) angeordnet ist.
  8. 8. Zielanordnung nach Anspruch 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, daß der flexible Stoff (11) nach hinten geneigt angeordnet und seine Vorderseite so ausgebildet ist, daß sie zusätzlich zu der selbst-emittierten Strahlung auch sichtbares Licht reflektieren kann, so daß man die Zielfläche auch mit Hilfe des Tageslichtes beobachten kann.
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DE3006462A 1979-03-05 1980-02-21 Zielanordnung für in der Dunkelheit durchzuführende Zielübungen Expired DE3006462C2 (de)

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DE3006462C2 DE3006462C2 (de) 1982-09-02

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DE (1) DE3006462C2 (de)
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