DE3006462A1 - Zielanordnung fuer in der dunkelheit durchzufuehrende zieluebungen - Google Patents
Zielanordnung fuer in der dunkelheit durchzufuehrende zieluebungenInfo
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Description
3008462
Die Erfindung betrifft eine Zielanordnung, insbesondere für in der Dunkelheit durchzuführende Zielübungen, bestehend aus
einer die Zielfläche bildenden, auf den Abschußpunkt ausrichtbaren und von dort auf thermischem Wege beobachtbaren
dünnen Wand.
Bekanntlich kann man Infrarotstrahlung aussendende Objekte erfassen und abbilden. Diese Technik ist nunmehr so weit entwickelt,
daß man selbst in erheblicher Entfernung klare thermische Bilder erhält, wenn die Temperatur der Objekte
die Temperatur der Umgebung um einige wenige Grade übersteigt. Dieses Verfahren hat auf militärischem Gebiet unter anderem
für Visiere von Panzern und Panzerabwehrgeschützen Anwendung gefunden.
Wegen der unterschiedlichen Visierbild-Eigenschaften gegenüber mit sichtbarem Licht erzeugten Visierbildern benötigt man für
die Beobachtung und für das nächtliche Schießen mit den sogenannten Nacht.sicht-Visieren eine erhebliche Erfahrung. Geschützbedienungen
müssen daher ein besonderes Trainingsprogramm absolvieren, dessen Ziel darin liegt, Erfahrungen zu
sammeln bei der thermischen Erfassung und Erkennung von in einem tatsächlichen Kampf zu bekämpfenden Objekten, wie beispielsweise
Panzer und andere Motorfahrzeuge.
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Zu diesem Trainingsprogranim gehört auch das Schießen in der Dunkelheit auf Schein-Ziele, die solche Objekte simulieren.
Für die vorerwähnte Ausbildung ist bereits vorgeschlagen, aus Stahlblech bestehende Scheinziele zu verwenden, die man unmittelbar
mit irgendwelchen Brennern aufheizt, damit sie aufgrund der die Zielfläche überstreichenden Verbrennungsgase einen thermischen Kontrast gegenüber der Umgebung bilden.
Solche Scheinziele mit der hierjzu verwendenden großen Zielfläche
sind gewichts- und handhabungsmäßig schwer, vor allem weil das Blech eine bestimmte minimale Dicke haben kann, damit
es nicht verbrennt. Außerdem ist es bei einer solchen Anordnung schwierig, die Wärme der Verbrennungsgase über die
Zielfläche so zu verteilen und zu variieren, wie es aus der Sicht der Simulation wünschenswert ist. Weitere Nachteile
solcher thermischer Scheinziele liegen darin, daß sie einen erheblichen Energiebedarf haben und so langsam aufheizen,
daß man nicht in der Lage ist, plötzlich auftauchende Ziele zu simulieren. Gemäß einem weiteren besseren Vorschlag für
thermische Ziele erhält man die erhöhte Temperatur mit einem Netz elektrischer Widerstandsdrähte, die sich über die Oberfläche
der Ziele, oder deren interessierende Teile erstrecken und an eine Batterie.oder eine andere Stromquelle angeschlossen
werden, wenn man das Ziel aktivieren will. Die Aufheizzeit ist in diesem Falle kurz und es läßt sich auch die be-
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heizte Zielfläche und ihr Widerstandsgitter je nach dem zu
simulierenden Objekt nach Wunsch dimensionieren. Ein unmittelbar elektrisch aufgeheiztes Ziel ist jedoch leicht
verwundbar und verliert beim Schießen sehr schnell den Simulationseffekt, da es nur weniger Treffer im Widerstandsgitter bedarf, um dieses stromlos zu machen, so daß das
Charakter istische Bild oder die Bildeinzelheiten, die das Widerstandsnetz zu erzeugen hat, vollständig verloren gehen
oder verzerrt werden.
Daher liegt die Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Schaffung einer thermischen Übungs-Zielanordnung» die Infrarot-Strahlung
in so realistischer'Weise aussenden kann, daß das thermische Zielbild sehr genau dem Bild eines echten
Zieles entspricht. Mit geringem Energieverbrauch sollte es dabei möglich sein, die Zielanordnung ständig in kürzest
möglicher Zeit aktiv und auch genauso schnell wieder passiv zu machen, damit bei der Beobachtung mit einem Nachtsicht-Visier
das Zielbild genauso erscheint, als käme es von einem im Gelände erscheinenden und wieder verschwindenden Gegenstand
Gemäß einer anderen wichtigen Forderung sollte die thermische Zielanordnung nicht nur in der Lage sein, eine einzige kontinuierliche
Zielfläche zu bilden, sondern auch zur Vergrösserung des Simulationseffektes innerhalb einer vorgegebenen
Außenkontur verschiedene Bildeinzelheiten verschwinden zu lassen, die aus thermischer Sicht typisch für ein simuliertes
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Objekt sind und unter realen Bedingungen zur schnellen Erfassung und Identifizierung beitragen können. Die Zielanordnung
sollte auch leicht handhabbar und beim Schießen wenig störanfällig sein, damit die typische Erscheinung des
Zielbildes nicht verloren geht, wenn das Scheinziel Treffer erhält.
Zur Lösung der vorerwähnten Aufgabe ist die erfindungsgemäße Zielänordnung dadurch gekennzeichnet, daß die Wand ein auf
einem Gestell anbringbarer flexibler Stoff ist, der die Zielfläche definiert und aus folgenden Bauelementen besteht:
(a)jeine wärmer-absorbierende Schicht mit geringer Wärmekapazität,
welche Strahlungen absorbieren kann, um bei einer Bestrahlung schnell eine erhöhte Temperatur anzunehmen und
als schwarzer Körper eine Strahlung auszusenden;
(b) eine strahlungsdurchlässige Schutzschicht, die sich mindestens
über die dem Abschußpunkt zugewandte Seite der wärme-absorbierenden Schicht erstreckt;
(c) zwischen den Schichten angeordnete Abstandselemente, welche in dem flexiblen Stoff wärme-absorbierende Luftkammern bilden.
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"8" 3006A62
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den beigefügten
Zeichnungen, in denen eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung beispielsweise veranschaulicht ist.
In den Zeichnungen zeigen:
ifc · Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Teil einer er- ^
M. , . findungsgemäßen Zielanordnung,
*Ψ-' ■ Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der erfindungs-
<
gemäßen Zielanordnung und
Fig. 3 in der Fig. 2 erscheinende Oberflächenmar-/v
kierungen mit unterschiedlichem Strahlungs-
"ty ■'
In den Zeichnungen hat die dargestellte Zielanordnung, die vor allem für Nachtübungen geeignet ist, eine Zielfläche "*%;
1. Diese Zielfläche 1 hat zweckmäßigerweise eine solche Gestalt und solche Abmessungen, daß diese im wesentlichen
der Silhouette eines echten Zieles, in diesem Falle eines Panzerwagens entspricht an dem die Übung auszuführen ist.
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Unterhalb und seitlich der Kontur der Zielfläche befinden
sich vorzugsweise aus Holz bestehende Rahmenteile 2, die Teil eines Gestelles 3 bilden. Als obere Begrenzung der
Zielfläche 1 dient ein horizontaler Rahmenteil 4. Von diesem
oberen Rahmenteil 4 verlaufen schräg nach unten zwei Streben 5, die die äußere ineffektive Oberflächen 6 von
der eigentlichen Zielfläche 1 trennen.
Zum Gestell gehört ferner eine Rückwand, die aus einer Holzfaserplatte
bestehen kann, die oben mit dem Rahmenteil 4 und unten mit den Rahmenteilen 2 über Querstreben 7 verbunden
ist, so daß eine starre prismatische Struktur entsteht. Diese prismatische Struktur wird mit zwei Füßen 8
abgestützt, die beide an ihren unteren Enden an die Welle einer Betätigungsvorrichtung 9 angeschlossen sind. Die
Welle 10 führt zu einem nicht dargestellten Motor, der über Funk fernsteuerbar ist, um die Zielanordnung aus einer Anfangsstellung,
in der die Zielfläche 1 bezüglich der tatsächlichen S.chießrichtung etwa horizontal nach hinten
ragt, in eine in Fig. 2 dargestellte Stellung angehoben werden kann, in der die zum Abschußpunkt gerichtete Zielfläche
nur geringfügig nach hinten geneigt ist.
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Die gesamte Zielfläche 1 und vorzugsweise auch die Eckenbereiche 6 sind mit einem flexiblen Stoff 11
bedeckt, welcha? am Gestell 3 mit Heftklammern 12 oder dergl., die man in die Rahmenteile 2 und 4 der Fig. 1 eingetrieben
hat, sicher befestigt ist. Damit der Stoff die geeigneten thermischen Eigenschaften erhält, kann er, wie
im bevorzugten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 gezeigt, ausge bildet werden. In der Fig. 1 ist die Dicke des Stoffes
zwecks besserer Erkennbarkeit stark vergrößert dargestellt.
Aus der in Fig. 1 mit dem Pfeil 13 bezeichneten Schußrichtung gesehen, besteht der flexible Stoff aus einer Schutzschicht
14, einem grobmaschigen Netz 15 und einer wärmeabsorbierenden Schicht 16. Die Schutzschicht 14 ist für
Infrarot-Strahlungen durchlässig und besteht vorzugsweise aus einer Folie aus Plastik oder dergl.. Das grobmaschige
Netz 15 kann aus Plastik oder gewebtem Material bestehen. Als wärme-absorbierende Schicht dient vorzugsweise eine
Aluminium-Folie oder alternativ eine dünne Faserschicht, wie graues Papier. Schließlich befinden sich an der Rückseite
des flexiblen Stoffes horizontal und vertikal ausgerichtete Glasfaserstreifen 17, die schachbrett-artig über
die Rückseite der vrärme-absorbierenden Schicht 16 verteilt
sind, um den Zerreißwiderstand des Stoffes zu erhöhen, so
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daß man die Schichten dauerhaft mit Hilfe der Heftklammern 12 befestigen kann. Ein wichtiges Ergebnis der vergrößerten
Haltbarkeit liegt darin, daß der flexible Stoff bei getroffenem Ziel nur an quadrat-förmigen Stellen zerreißen
kann. Ohne solche Verstärkungen würden die von einem Geschoß zerrissenen Flächen vielfach größer sein und es würde
der flexible Stoff schon nach einigen wenigen Treffern unbrauchbar werden.
Das grobmaschige Netz 15 hat die Aufgabe, die zwei Schichten 14 und 16 in einer bestimmten Entfernung voneinander zu
halten, so daß jede Masche des Netzes eine thermisch isolierte Luftkammern 18 bildet. Selbst bei windigem oder nassem
Wetter und bei niedrigen Umgebungstemperaturen verhindern die auf diese Weise im Stoff eingeschlossenen Iuftiemmem zusammen
mit der Schutzschicht 14, daß an der Vorderseite des Materials durch Konvektion Wärme verloren geht. Das grobmaschige Netz
und die zwei Schichten werden zweckmäßigerweise miteinander durch Heftung oder durch thermische Schweißung verbunden.
Alternativ kann man zur Bildung der Luftkammern 18 ein System von sich parallel erstreckenden doppelseitig wirkenden Klebebändern
verwenden. Diese Klebebänder können auch allein in horizontaler Richtung verlaufen und dann über die Oberfläche
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des Zieles Kanäle bilden, so daß das Aufrollen des flexiblen Stoffes nicht behindert wird. Zu einem solchen Klebebandsystem
können auch vertikale Streifen gehören, die dann zusammen mit den horizontalen Streifen mehrseitig begrenzte
Kammern definieren, wie es die Maschen des Netzes 15 tun.
Im Hinblick auf die thermische Isolation kann es auch von Vorteil sein, die dreieckigen Öffnungen zwischen den linken
und rechten seitlichen Rahmenteilen 2 und dem Rand der Rückwand auszufüllen, indem man beispielsweise Faserstoffbahnen
verwendet. Auf diese Weise ist der leere Innenraum des Scheinzieles
nur an der Unterseite geöffnet.
Schließlich enthält die erfindungsgemäße Zielanordnung auch
noch Bestrahlungsgeräte für die flexible Bahn 11. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Strahlungsquellen
19 vorgesehen, die in den vorerwähnten offenen Raum hineinstrahlen. Diese Strahlungsquellen müssen so tief angeordnet
sein, daß man sie beim Schießvorgang durch eine Abschirmung gegen eine Beschädigung schützen kann. Eine geeignete Strahlungsquelle
ist ein sogenannter IR-Strahler, der in einem
Tunstigcn Wellenlängenbereich arbeitet und den Infrarot-Bereich
überdeckt. Konventionelle Lichtreflektoren mit Hochleistun.Tslannoen
können ebenfalls verwendet werden« Heiz-
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BAE), ORIGINS-
strahler haben auch den Vorteil, daß sie sich mit Gas betreiben lassen und dann ein geringes Gewicht aufweisen
und nur wenig temperaturabhängig sind. Die Zeichnung zeigt einen Versorgungsschlauch 20, der von einer im Behälter 21
angeordneten Druckgasflasche kommt. Mit Hilfe einer nicht dargestellten elektrischen Zündvorrichtung, die man in
gleicher Weiss v/ie das Betätigungsgerät aus der Ferne steuern kann, lassen sich die Strahler automatisch so aktivieren,
daß sie voll zur Wirkung kommen, wenn man das Schein-Ziel anhebt. Wenn das Scheinziel während der gesamten Übung in
aufrechter Stellung verbleibt, kann man die Zündung während " des Richtens und Feuerns zünden, während zu anderen Zeiten
die Brenner gelöscht sein können oder nur schwach brennen, um Energie einzusparen.
Eine unbehandelte Aluminium-Folie hat genau wie ein Blatt Papier eine, geringe Wärmekapazität, so daß das an der Rückseite
des Stoffes 11 vorhandene Material, welches von den Strahlungsquellen 19 bestrahlt wird, dem Erfordernis eines
geringen Energieverbrauches für das Aufheizen nachkommt. Die
die
blanke Oberfläche der Folie hat jedoch nicht erwünschten Absorptions-
und Emissi onseigenschaf ten, so daß man daher die Folie mit einem Überzug versehen sollte, der vorzugsweise
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ein rauher Farbanstrich ist, der die erwähnten Eigenschaften verbessert.
Durch Anbringen einer dunklen Farbe an der Rückseite der
Folie wird somit erheblich die Fähigkeit zur Strahlungsabsorption im sichtbaren und im Infrarot-Bereich verbessert,
was dann dazu führt, daß die Folie sehr schnell höhere Temperaturen annimmt.
Wenn man die Vorderseite der Folie mit einer Farbschicht versieht,
die in diesem Falle nicht dunkel zu sein braucht, erhöht sich die Emissionsfähigkeit auf einen Wert, der um das
Zehnfache besser sein kann, als der einer unbehandelten Metalloberfläche.
Die vergrößerte Emissionsfähigkeit führt zu einer äquivalenten Erhöhung der Strahlungstemperatur (oder der Abstrahlung),
die dann in entsprechendem Maße an der fraglichen Oberfläche ansteigt. Da thermische Detektoren von
Visieren auch auf solche selbst emittierte Strahlung ansprechen, wird das entsprechende Bildelement des erfaßten thermischen
Zieles vom Beobachter als betont warm erkannt.
Wenn man die Farbe auf einer oder beiden Seiten der Folie in schmalen Flächenelementen oder Punkten, beispielsweise in
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Form, eines Gitters aufbringt, wird die Wirkung der Farbe
im gleichen Maße geringer, wie die Farbdichte vermindert ist, d.h. die Wärmeabsorption oder-Emission fällt
proportional ab zu dem Quotient zwischen der von den Oberflächenelementen oder Punkten eingenommenen Fläche und der
Gesamtfläche der Folie. Daher ist es möglich, die vorgenannten Eigenschaften auf einfache V/eise zu variieren. Oberflächenelemente sollten nicht größer als 5 mm sein.
Es ist offensichtlich, daß die kombinierte Wirkung der aufgetragenen
Farbschichten und die thermalen Eigenschaften der Schicht 16 den Strahlungspegel festlegen oder - in anderen
Worten - festlegen, wie warm die Zielfläche auf den Visierbildern zu sehen ist. Wenn man gemäß einer typischen Ausbildungsform
der Erfindung Oberflächenteile der Rückseite und der Vorderseite der Schicht 16 mit Überzügen versieht,
welche zusammen, Oberflächenteil für Oberflächenteil, die Absorption
und die Emissionsfähigkeit um unterschiedliche Beträge verbessern, ist es daher möglich, die Abstrahlung innerhalb
weiter Grenzen zu variieren, wie es der Fall bei einem realen Objekt ist, das man mit dem Schein-Ziel thermal zu
simulieren wünscht. Als universell anwendbare Regel kann das folgende gelten:
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| Gewünschter | Überzug | Seite |
| Strahlungs- | ||
| pegel | Vollständige Be | Rückseite |
| Hoch | deckung - dunkel | |
| Vollständige Be | Vorderseite | |
| deckung | ||
| Vollständige Be | Rückseite | |
| Mittel, | deckung - dunkel | |
| variierend | ' variable Dichte | Vorderseite |
| variable Dichte | Rückseite und | |
| Mittel, | Vorderseite | |
| variierend | vollständige Be | Rückseite oder |
| Niedrig | deckung oder | Vorderseite |
| geringe Dichte | Rückseite oder | |
| dunkel | Vorderseite | |
| unbehandelt | ||
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(BAP ORIGINAL
Bei dem Panzerwagen - Scheinziel der Fig. 2 - ist eine Anzahl von kleine Flächenteilen 2?, 2j5 der Zielfläche
mit·solchen Überzügen versehen; entsprechend dem in Fig. 3
angegebenen Schlüssel haben diese Flächenteile eine hohe äquivalente Strahlungstemperatur T1, die im wesentlichen
mit der Temperatur übereinstimmt, die man in der Wirklichkeit von den Fahrketten oder den Geschützläufen eines Panzerwagens
erhält. Der "Panzerwagen-Turm" 24 hat eine etwas geringere Strahlungstemperatur Tp, der darunterliegende Teil
und das"Chassis" 26 eine noch geringere Temperatur T,. Die
übrigen Teile 27 der Zielfläche haben den geringsten Strahlungswert T^, der nur wenige Grade oberhalb der Umgebungstemperatur
Tq an den Flächenteilen 6 liegt.
Bei der vorstehenden Beschreibung wurde davon ausgegangen, daß die vordere Schicht 14 für IR-Strahlung vollständig
durchlässig ist. Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann diese Schicht 14 mit einer Farbe angestrichen
sein, die die Emission aus der Schicht 16 dämpft und unterschiedliche Dichtegrade an verschiedenen Teilen der Zielfläche
entsprechend den vorstehenden Angabenbewirkt. In diesem Falle kann, die Schicht 16 an beiden Seiten vollständig
von einem Überzug bedeckt sein.
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Um den Simulationseffekt noch zu vergrößern, kann man ein
Schein-Ziel der vorgenannten Art auch so ausbilden, daß' die
zum Abschußpunkt gerichtete Fläche in realistischer Weise Strahlungen im sichtbaren Bereich reflektiert. Zu diesem
Zweck kann die Vorderseite der wärmeabsorbierenden Schicht 16 oder der Schutzschicht 14 über der gesamten tatsächlichen
Zielfläche 1 einen Überzug tragen, der zu einer diffusen Reflexion führt, wie sie bei Militärfahrzeugen normal ist,
wobei dann auch die Schicht den vorerwähnten Effekt bezüglich der Emissionsfähigkeit und der Dämpfung zeigt. Diese Maßnahme
sollte zweckmäßigerweise kombiniert werden mit einer Vergrößerung der Absorptionsfähigkeit der Schicht 16, die an
unterschiedlichen Teilen der Zielfläche unterschiedlich groß ist, um - wie vorstehend beschrieben - eine variierende Abstrahlung
zu erhalten. Vorausgesetzt, daß die Zielfläche in der dargestellten Richtung geringfügig nach hinten geneigt
ist, kann man bei Nacht-Übungen bei klarem Wetter auch das Himmelslicht in natürlicher Weise dazu verwenden, das Ziel
zu erfassen und zu identifizieren.
Zum Erzielen und Variieren der Absorptions- und Emissionsfäh.igkcit
kann die wärrae-absorbierende Schicht des das Ziel bildenden flexiblen Stoffes an bestimmten Oberflächenteilen,
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beispielsweise den Teilen ?7 der Fig. 2. aus Papier oder dergl. bestehen, während die übrigen Teile aus einer
Metallfolie bestehen.
Schließlich sollte . noch erwähnt v/erden, daß sich die
Strahler auch vor dem Ziel befinden können. In einem solchen Falle braucht man dann nur für die Vorderseite der wärmeabsorbierenden
Schicht dafür sorgen, daß von ihr die gewünschte Abstrahlung erfolgt. Die Rückseite sollte dann in ähnlicher
Weise, wie es zuvor für die Vorderseite beschrieben wurde, wärme-isolierend ausgebildet sein.
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Claims (8)
- Patentansprüche:U Zielanordnung, insbesondere für in der Dunkelheit durchzuführende Zielübungen, bestehend aus einer die Zielfläche
bildenden, auf den Abschußpunkt ausrichtbaren und von dort auf thermischem Wege beobachtbaren dünnen Wand, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand ein auf einem Gestell (3) anbringbarer flexibler Stoff (11) ist, der die Zielfläche
definiert und aus folgenden Bauelementen besteht: (a)
eine wärme-absorbierende Schicht (16) mit geringer Wärmekapazität, welche Strahlungen absorbieren kann, um bei einer Bestrahlung schnell eine erhöhte Temperatur anzunehmen und als schwarzer Körper eine Strahlung auszusenden;030038/0659(b) eine strahlungsdurchlässige Schutzschicht (14), die sich mindestens über die dem Abschußpunkt zugewandte Seite der wärme-absorbierenden Schicht (16) erstreckt;(c) zwischen den Schichten (14, 16) angeordnete Abstandselemente (15), welche in dem flexiblen Stoff wärme-absorbierende Luftkammern (18) bilden. - 2. Zielanordnung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die wärme-absorbierende Schicht (16) eine vorzugsweise aus Aluminium bestehende Folie ist, die beidseitig auf mindestens einem Teil der Zielfläche mit Farbe bedeckt ist, um die Absorptions- und Emissions-Eigenschaften der Folie zu verbesseri
- 3. Zielanordnung nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß die die Schichten (14, 16) auseinanderhaltenden Abstandselemente (15) ein grobmaschiges Netz oder ein Streifensystem sind.
- 4. Zielanordnung nach Anspruch 1 bis 3 gekennzeichnet durch einen in einschuß-sicherer Lage angeordneten Infrarot-Strahler (19), welcher auf den Stoff (11) gerichtet und strahlungsmäßig gegenüber dem Abschußpunkt abgeblendet ist.
- 5. Zielanordnung nach Anspruch 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Seiten der Schichten (14, 16) mit030038/0659einem Überzug versehen ist, der sich über Bereiche (22 - 27) erstreckt, die den an einem wirklichen Ziel vorhandenen warmen Bereichen entsprechen und von denen aufgrund unterschiedlicher Dichte des Überzuges unterschiedliche Strahlungen (T1, T2, T3, T4) ausgehen.
- 6. Zielanordnung nach Anspruch 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, daß die wärme-absorbierende Schicht (16) an der vom Abschußpunkt abgelegenen Seite eine Anzahl von schachbrett-artig aufgebrachten Glasfaserstreifen (17) trägt, welche beim Schießen das Zerreißen des Stoffes (11) räumlich beschränken.
- 7· Zielanordnung nach Anspruch 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, daß der flexible Stoff (11) zusammen mit einer dahinter angeordneten Tragwand einen an der Oberseite geschlossenen prismatischen Raum definiert, unter dem die Infrarot-Strahlungsquelle (19) angeordnet ist.
- 8. Zielanordnung nach Anspruch 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, daß der flexible Stoff (11) nach hinten geneigt angeordnet und seine Vorderseite so ausgebildet ist, daß sie zusätzlich zu der selbst-emittierten Strahlung auch sichtbares Licht reflektieren kann, so daß man die Zielfläche auch mit Hilfe des Tageslichtes beobachten kann.030038/0659
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