DE3004546A1 - Penning-zerstaeubungsquelle - Google Patents
Penning-zerstaeubungsquelleInfo
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Description
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft eine Penning-Zerstäubungsquelle, die
eine Anode, eine von der Anode getrennte und ein Target bildende Kathode, einen Erregungsmagneten, ein das Target kühlendes
Kühlsystem und ein.eine äußere Abdeckung der Zerstäubungsquelle bildendes Schirmsystem aufweist.
Die erfindungsgemäße Penning-Zerstäubungsquelle gewährleistet eine gleichmäßige Zerstäubung des Targets bei vorteilhafter
Effektivität des Zerstäubungsprozesses.
In der elektronischen Industrie werden allgemein zwei grundverschiedene
Verfahren zur Herstellung von Halbleiterdünnschichten im Vakuum angewendet, und zwar die Verdampfung und
die Zerstäubung.
Bis zum Anfang der Siebziger Jahre war die Verdampfung - vorzüglich
mit Hilfe von Elektronenstrahlen - stärker verbreitet, besonders bei der Herstellung von Halbleitern. Dieses Verfahre]
stellt eine effektive, produktive und gut anwendbare Methode zur Herstellung von monolitischen Dünnschichten dar. Ein grosser
Nachteil dieses Verfahrens liegt darin, daß mit seiner Hilfe Legierungen von exakt bestimmter Zusammensetzung nicht
hergestellt werden können. Als weiterer Nachteil kann bei der Verdampfung die große frei werdende Energie erwähnt werden,
wegen deren die Dünnschicht auf Kunststofftragplatten nicht
hergestellt werden kann. Beim Einfallen der Elektronenstrahlen tritt auch eine Röntgenstrahlung auf, die die Qualität der
empfindlichen halbleitenden MOS-Strukturen schon in der Zeit ihrer Herstellung nachteilig beeinflussen kann.
Zur Herstellung von Legierungsschichten mit exakt bestimmter Zusammensetzung stellt die Zerstäubung eine vorteilhaftere
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Methode dar, und zwar unabhängig davon, ob eine warmfeste Tragplatte, ob eine Kunststofftragplatte als Träger benutzt
wird. Bei der Zerstäubung ist die Qualität des Endproduktes besser und die Herstellungstechnologie ist günstiger als bei
der Verdampfung.
Die traditionellen, auf der Dioden- oder Triodenschaltung beruhenden Zerstäubungsverfahren weisen mehrere Nachteile
und Vorteile auf. Die wichtigsten Vorteile sind: niedrige frei werdende Wärme, Mangel der Elektronenstrahlen und der
mit ihnen gekoppelten Röntgenstrahlung und die hohe Streuung fc (infolge der Zerstäubung ist der Stoff gleichmäßig gestreut,
^ auf der Oberfläche"des Trägers können bei einer guten Qualität
und mit gleichmäßiger Schichtdicke Stufendeckungen hergestellt werden). Die Produktivität dieses Zerstäubungsverfahrens
ist jedoch ungenügend.
Um die Produktivität der Zerstäubung sowie der Vorrichtungen zur Durchführung des Zerstäubungsverfahrens erhöhen zu können,
wurden neue, aufgrund der Feldemission arbeitende Verfahren und Vorrichtungen vorgeschlagen, deren Grundidee die Benutzung
der Penningentladung von Gasen ist.
Bei der Herstellung von Plasma nach Penning sind die in einem Füllgas, allgemein einem Edelgas, vorteilhaft in Argon angek
ordnete Anode und Kathode an die Pole einer Spannungsquelle angeschlossen und dem Einfluß eines praktisch konstanten Magnetfeldes
ausgesetzt. Das Füllgas kann auch ein reaktives Gas sein. In diesem Falle ist auch die Kondensation von Verbindungen
auf dem Träger, z.B. zwecks Herstellung von Isolatorschichten, möglich.
Die mit der Oberfläche der Kathode parallele Komponente des Magnetfeldes weist einen solchen Wert auf, der einen vom Stoff
und von weiteren Bedingungen abhängenden Grenzwert überschreitet. Das Füllgas soll ein Vorvakuum von 0,1... 1 Pa bilden
und der vorteilhafte Wert der Magnetfeldstärke ist 0,01... 0,25 tesla. In diesen Bedingungen kann die Intensität der
Feldemission ansehnlich verbessert werden.
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BAD OFHGINAL
3QQA54
Die Kathode und die Anode sind an die Pole einer den benutzten
Potentialunterschied (vorteilhaft von 400... 800 V) gewährleistenden Gleichstromquelle angeschlossen und das Magnetfeld
wird mit Hilfe eines Permanent- oder eines Elektromagneten erzeugt. In diesem Magnetfeld bewegen sich die Elektronen auf
- einem spiralenförmigen Weg und demzufolge legen sie im Füll-
} gas einen Weg zurück, der viel länger ist, als der Abstand
zwischen Kathode und Anode. Auf einem längeren Weg der Elektro nen vergrößert sich die Wahrscheinlichkeit der Ionisation der
Atome und Moleküle des Füllgases. Die ionisierten Atome des Gases treffen auf die Oberfläche des als Kathode benutzten
Targets und zerstäuben das Material des Targets.
Die optimalen Bedingungen der Zerstäubung können erreicht werden, wenn Magnetfeld und elektrisches Feld zueinander
senkrecht verlaufen. In dieser Weise kann die Gasentladung im Hochvakuum auch gezündet werden (nach diesem Prinzip arbeitet
das bekannte Penning-Manometer)
Die im Bereich der Vorvakuumwerte erzeugte Penningentladung
gewährleistet eine Stromstärke, die die Stromstärke der bei diesen Druckwerten möglichen Glimmentladung bedeutend, evtl.
um Größenordnungen, überschreitet.
Die Geschwindigkeit der Zerstäubung hängt grundsätzlich von
der Stromstärke der Zerstäubung ab; demzufolge sichert die Penningentladung eine Geschwindigkeit der Zerstäubung, die
mit wenigstens einer Größenordnung die Geschwindigkeit der bekannten Verfahren überschreitet.
Die bekannten Penning-Zerstäubungsquellen weisen eine als Target dienende Kathode auf, eine von der Kathode getrennte
Anode, einen Erregungsmagneten, ein Kühlsystem und einen äusseren Schirm auf. Der äußere Schirm stellt vorzugsweise eine
äußere Abdeckung, der Zerstäubungsquelle dar und kann z.B. aus Kupfer hergestellt werden. Um die unvermeidbare Wärmewirkung
des die Zerstäubungsquelle speisenden elektrischen Stroms vermindern zu können, muß das Target mit einem Kühlsystem versehen
werden. Allgemein wird eine Wasserkühlung benutzt. Unter dem Target und/oder um das Target herum ist ein Permanent- oder
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BAD ORIGINAL
3Q0A54
ein Elektromagnet zur Erzeugung des konstanten Magnetfeldes
angeordnet. Das Target und eventuell der das Target umfassende Magnet sind allgemein als Kreis, Rechteck mit abgerundeten
Ecken, weiter als Oval (das aus zwei parallelen Geraden und zwei den Geraden angepaßten Halbkreisen zusammengesetzt ist),
selten als Dreieck mit abgerundeten Ecken ausgebildet. Die Kathode stellt gleichzeitig ein Target dar, dessen zerstäubter
Teil die sogenannte aktive Zone bildet, wo die zerstäubenden Ionen einschlagen. Die aktive Zone kann aus einem teuren Material
ausgebildet werden; in diesem Falle dient der weitere Teil des Targets zur Abstützung und zum Auffangen der aktiven Zone.
Die Penning-Zerstäubungsquellen werden unter verschiedenen Benennungen, z.B. S-gun, Planar Plasmatron, Planar Magnetron,
Orbitorr, vertrieben.
In den einfachsten Ausführungen der Penning-Zerstäubungsquellen ist unter dem allgemein scheibenförmigen Target ein als einzige
Einheit ausgebildeter Magnet angeordnet, der zur Erzeugung eines konstanten Magnetfeldes dient. Der einfache Aufbau dieser
Vorrichtung kann jedoch die Bedingungen der Plasmaausbildung nur auf einer kleinen Oberfläche sichern, demzufolge kann
die aktive Zone nur von begrenzter Größe sein. Infolgedessen hat das Magnetfeld längs der aktiven Zone eine inhomogene Ver-
f teilung, die große Unterschiede aufweisen kann und zu einer
starken Begrenzung der Effektivität der Zerstäubung führt.
Um diese Nachteile zu beseitigen, wurde bei der Firma Varian (U.S.) eine andere Penning-Zerstäubungsquelle entwickelt, die
TM
den Namen S-gun trägt. Diese Zerstäubungsquelle ist von Vance und Hoffmann detailliert beschrieben unter dem Titel
den Namen S-gun trägt. Diese Zerstäubungsquelle ist von Vance und Hoffmann detailliert beschrieben unter dem Titel
TM
"S-gun —- a new sputtering system" (Varian Seminar, PaIo Alto, 1978). Das Wesen dieser Vorrichtung liegt in der Anwendung eines von einem scheibenförmigen Erregungsmagneten umfassten konischen Targets, das eine gegenüber dem scheibenförmigen Target größere Oberfläche aufweist, weil die Targetfläche mit den magnetischen Feldlinien auf einem längeren Bereich parallel ist.
"S-gun —- a new sputtering system" (Varian Seminar, PaIo Alto, 1978). Das Wesen dieser Vorrichtung liegt in der Anwendung eines von einem scheibenförmigen Erregungsmagneten umfassten konischen Targets, das eine gegenüber dem scheibenförmigen Target größere Oberfläche aufweist, weil die Targetfläche mit den magnetischen Feldlinien auf einem längeren Bereich parallel ist.
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BAD OFMGINAL
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Bei der vorbeschriebenen Vorrichtung ist eine sinnvolle Lösung des Kühlsystems verwirklicht, und zwar: das Target
ist in einer solchen Größe hergestellt, daß es bei der un- vermeidlichen Erhöhung ihrer Temperatur während der Zerstäubung
in das es umgebende Kühlsystem eingespannt wird. Der Erregungsmagnet ist außerhalb des Kühlsystems relativ
weit vom Target angeordnet. Eine weitere Besonderheit dieser Vorrichtung liegt in der zentrischen Anordnung der Anode im
Verhältnis zu der aktiven Zone.
Die wichtigen Vorteile dieser vorbeschriebenen Vorrichtung sind: eine relativ große Oberfläche der aktiven Zone und gute
Bedingungen der Plasmaausbildung auf dieser Oberfläche. Die Nachteile können folgendermaßen zusammengefaßt werden: Die
Anordnung des Erregungsmagneten relativ weit von der aktiven Zone bewirkt eine überflüssige Vergrößerung der geometrischen
Maße der Vorrichtung, um die benötigte Feldstärke erreichen zu können. Infolgedessen ist die Ausnützung des Magnetfeldes
schlecht. Der konische Aufbau des Targets führt zu einigen Herstellungsschwierigkeiten, insbesondere im Falle von Herstellung
des Targets und der aktiven Zone aus verschiedenen Stoffen.
Die bekannten Penning-Zerstäubungsquellen können durch ungleichmäßige
Verteilung der Plasmaausbildungsbedingungen längs des Targets charakterisiert werden. Diese Tatsache ist eine
Folge der Inhomogenität des Magnetfeldes und ihre Konsequenzen sind: ungleichmäßige Abnahme und nachteilige Ausnützung der
oft aus sehr teuerem Material hergestellten aktiven Zone.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Penning-Zerstäubungsquelle
zu schaffen, die unter Beibehaltung der Vorteile der bekannten Vorrichtungen eine bedeutende Vergrößerung
der aktiven Zone, der Zerstäubungsgeschwindigkeit und eine gleichmäßige Ausnützung des zu zerstäubenden Targets (oder
seiner aktiven Zone) gewährleistet.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß der senkrechte Verlauf des Magnetfeldes zum elektrischen Feld auf der ganzen
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BAD ORJÖINAL
Oberfläche des Targets gesichert werden kann, wenn unter dem oberen Niveau und vorzugsweise um das Target herum ein magnetischer
Leiter und auf dem magnetischen Leiter zweckmäßig angeordnete Hilfsmagnete angewendet werden. Mit Hilfe der Hilfsmagnete
kann die magnetische Erregung so verteilt werden, daß eine relativ konstante und kaum abnehmende Feldstärke auf dem
Target erreicht und die Größe des Targets erhöht werden kann.
Die gestellte Aufgabe wrird durch Ausbildung einer Penning-Zerstäubungsquelle
gelöst, die eine Anode, eine von der Anode getrennte und ein Target bildende Kathode, einen Erregungsmagneten,
ein das Target kühlendes Kühlsystem, ein Schirmsystem und eine vorzugsweise mit dem Schirmsystem identische äußere Abdeckung
aufweist, und bei der erfindungsgemäß ein magnetischer Leiter dem Erregungsmagneten, von ihm getrennt angepaßt ist und auf
dem magnetischen Leiter mindestens ein Hilfsmagnet von geringerer
Stärke als der des Erregungsmagneten zugeordnet ist, dessen oberes Niveau sich unter dem oberen Niveau des Targets befindet.
In der erfindungsgemäßen Penning-Zerstäubungsquelle kann eine relativ konstante und kaum abnehmende magnetische Feldstärke
erreicht werden, weil die zweckmäßig angeordneten Hilfsmagneten die Abnahme der Feldstärke über der aktiven Zone ausgleichen
können.
Bei einer bevorzugten Ausführung der erfindungsgemäßen Penning-Zerstäubungsquelle
ist der Erregungsmagnet als Anode geschaltet und in einer Öffnung des Targets angeordnet, weiter umfaßt sie
der magnetische Leiter unter ihrem höchsten Niveau. Bei einer anderen vorteilhaften Lösung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist das Target im kalten Zustand dem Kühlsystem so angepaßt, daß es bei Erhöhung der Temperatur des Targets in das Kühlsystem
eingespannt wird.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist das Target und der magnetische Leiter
in Form konzentrischer Kreislinien oder in Form eines Rechtecks mit abgerundeten Ecken oder in Form eines aus zwei parallelen
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Geraden und aus zwei den Geraden angepaßten Halbkreisen bestehenden
Ovalen ausgebildet. Die Proportion der längeren und kürzeren· Seiten des Rechtecks bzw. der Länge und des Abstands
der Geraden des Ovals hat mindestens einen Wert von 1,2. Es is vorteilhaft, die Hilfsmagneten mit einer parallelen mit dem
Target äußeren Linie auszubilden.
Es ist auch vorteilhaft, das Target in Form eines Kreises auszuführen
und die Hilfsmagneten in entsprechenden Ringen anzuordnen .
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführung der erfindungsgemäße: Penning-Zerstäubungsquelle ist ein äußerer magnetischer Leiter
auf der vom Target weiter entfernten Seite des magnetischen Leiters mit dem Erregungsmagneten gekoppelt und der äußere mag
netische Leiter ist durch einen Zwischenraum vom magnetischen Leiter getrennt.
Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung weist das Target die Form eines Kreises auf, der magnetische Leiter ist mit einem das Target umfassenden
kreisförmigen Teil ausgebildet, im Zentrum des Targets sowie des magnetischen Leiters ist ein vorzugsweise zylindrischer
Erregungsmagnet und in Kreisringen sind mindestens zwei Hilfsmagneten angeordnet, daß zwischen dem äußeren Durchmesser
(D) des magnetischen Leiters, den mittleren Durchmessern d und d^ der η-ten und (n-1)-ten Ringe und den magnetischen
Spannungen θ und θ ^ derselben die Beziehung
1,2
D - d.
n-1
Θ.
n-1
D - d.
θ.
>0,5
D -
dn-1
D— d.
(D
gilt. Im Falle der Anwendung eines Hilfsmagneten kann diese Relation vorzugsweise die Form.
1,2
D
D - d
D - d
> —
Θ1
D - d
(2)
annehmen, wo d der mittlere Durchmesser des Hilfsmagneten und Qq die magnetische Spannung des Erregungsmagneten, weiter θ>,
die des Hilfsmagneten bedeutet.
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Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Penning-Zerstäubungsquelle bildet das Target ein Rechteck mit abgerundeten Ecken oder ein Oval, weiter v/eist der
magnetische Leiter einen das Target parallel umfassenden Teil auf, der Erregungsmagnet ist in der mit den längeren Seiten
des Rechtecks oder mit den Geraden des Ovals parallelen Achse des Targets angeordnet und auf dem magnetischen Leiter sind
Hilfsmagnete in dem Target entsprechender Form angeordnet. Im
Falle dieser Lösung sind die wenigstens zwei Hilfsmagneten vorzugsweise so anzuordnen, daß die Relation (1) erfüllt ist,
wobei D den Abstand der längeren Seiten des Rechtecks bzw. der Geraden des Ovals, d und d ^ die ähnlichen Größen der
η-ten und (n-1)-ten Hilfsmagneten, θ^ und θ Λ die magnetische
η η~* ι
Spannung derselben bedeutet.
Vorzugsweise wird bei dieser Form des Targets die Penning-Zerstäubungsquelle
mit einem Hilfsmagneten aufgebaut und vorzugsweise die Gleichung (2) eingehalten, wobei d den Abstand der
längeren Seite des Rechtecks bzw. der Geraden des Ovals des Hilfsmagneten, Qq die magnetische Spannung des Erregungsmagneten
und G^ die des Hilfsmagneten bedeutet.
Die erfindungsgemäße Penning-Zerstäubungsquelle wird anhand der in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1. einen schematischen Schnitt der bekannten Penning-Zerstäubungsquelle
der Firma Varian,
Fig. 2 einen schematischen Schnitt einer erfindungsgemäßen Penning-Zerstäubungsquelle mit kreisförmigem Target,
Fig. 3 die Verteilung des in der in Fig. 2 dargestellten
Vorrichtung entstehenden Magnetfeldes,
Fig. 4 die Aufsicht einer rechteckigen Penning-Zerstäubungsquelle
und
Fig. 5 die Aufsicht einer ovalen Penning-Zerstäubungsquelle.
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In den Fig. 3, 4· und 5 sind die Vorrichtungen ohne das
Schirmsystem dargestellt.
TM Die bekannte Varian-Penning-Zerstäubungsquelle vomS-gun Typ
(Fig. 1) enthält einen aus magnetischem Stoff hergestellten Ring 10, der einen im inneren Teil eines Schirmsystems 7
angeordneten Erregungsmagneten 8 umfaßt, weiter eine im Zentru der Vorrichtung angeordnete Anode 6 und eine die Anode 6 umfassende
und von der Anode 6 getrennte Kathode 5- Dem magnetischen Ring 10 ist ein Kühlsystem 4 in kaltem Zustand der Vorrichtung
so angepaßt, daß in warmem Zustand ein die Kathode 5 bildendes Target in dieses System eingespannt wird. Im Kühlsystem
4 ist eine Röhre 12 vorgesehen. Die aktive Zone 9 wird beim Einfallen der zwischen der Kathode 5 und der Anode 6 durcl
das Magnetfeld des Erregungsmagneten 8 und das elektrische FeIc
der Elektroden orientierten und in vorbeschriebener Weise in einem Füllgas erzeugten Ionen zerstäubt. Die Anode 6 ist durch
einen Zwischenraum 15 von der Kathode 5 getrennt und zentrisch in der Kathode 5 angeordnet. Das Magnetfeld kann durch Feldlinien
2 charakterisiert werden, die auf einem relativ großen Bereich mit der aktiven Zone 9 des Targets parallel sind. Das
Target wird bei unvermeidlicher Erhöhung ihrer Temperatur zur Zeit der Arbeit der Quelle in das Kühlsystem 4 gleichmäßig eingespannt,
was eine wirksame Kühlung sichert.
In der erfindungsgeraäßen Penning-Zerstäubungsquelle (Fig. 2)
weist das Target 3 mit der zusammengebauten aktiven Zone 9 eine relativ ebene Oberfläche auf. Die aktive Zone 9 und das
Target können aus demselben Stoff hergestellt werden, jedoch kann die dünne aktive Zone 9 aus einem teuren Material ausgebildet
sein. In diesem Falle dient der weitere Teil des Targets 3 nur zur Stützung und zum Auffangen der aktiven Zone 9.
Das Kühlsystem 4 ist dem Target in ähnlicher Weise wie im
ΓΠΤ,Τ
S-gun ' angepaßt. In der Mitte des Targets 3 bzw. der aktiven
Zone 9 ist der von ihr mit einem Zwischenraum 15 getrennte Erregungsmagnet
8 angeordnet, die einen zu der Seite des Targets I orientierten nördlichen Pol N und einen gegenüberliegend orien-
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-^- 3Ö04546 /^
tierten südlichen Pol S aufweist. Der Erregungsmagnet 8 ist
unter dem Target 3 von einem magnetischen Leiter 11 umfaßt und mit ihm durch den Zwischenraum 15 magnetisch gekoppelt.
Mit dem Südpol S des Erregungsmagneten 8 ist vorzugsweise ein äußerer magnetischer Leiter 14 verbunden, der durch einen
dünnen parallelen Zwischenraum vom magnetischen Leiter 11 getrennt ist. Die Aufgabe des äußeren magnetischen Leiters 14
ist es, die elektrische Isolation und gleichzeitig die effektive magnetische Kopplung zu gewährleisten.
Die erfindungsgemäße Penning-Zerstäubungsquelle kann z.B. ein
w kreisförmiges (Fig.--3), ein rechteckförmiges mit abgerundeten
Ecken (Fig. 4) oder ein ovales (Fig. 5) Target 3 und einen entsprechend ausgebildeten magnetischen Leiter 11 aufweisen.
Auf dem magnetischen Leiter 11 ist mindestens ein Hilfsmagnet
13 angeordnet, der den Erregungsmagnet 8 umfaßt und zur Kompensation der Abnahme des Magnetfeldes des Erregungsmagneten
8 dient.
Bei der kreisförmigen Ausführung des Targets 3 hat der Erregungsmagnet
8 vorzugsweise die Form eines zentrisch angeordneten Stabes, bei den weiteren Ausführungen die Form eines rechteckigen
Elements, das in der Längsachse des Targets 3 liegt.
Bei der kreisförmigen Ausführung der erfindungsgemäßen Penning-Zerstäubungsquelle
wurde gefunden, daß es besonders zweckmäßig ist, den Hilfsmagneten in einem Ring 10 anzuordnen und den
Platz des Rings 10 so auszuwählen, daß die Gleichung
D - d Λ . Q„ Λ D - d Λ
1,2 — SzI > JÜ >o,5 SzI
D - dn - G„ D - d.
erfüllt ist, worin D der äußere Durchmesser des magnetischen Leiters 11, dn und d ^ der mittlere Durchmesser des η-ten und
(n-1)-ten Ringes 10, θ^ und Qn-1 die magnetische Spannung derselben
bedeutet. Wenn η = 1, soll der Wert dQ = 0 gesetzt werden;
Qq bedeutet die magnetische Spannung des Erregungsmagneten
8.
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BAD ORIGINAL
Es ist aus Fig. 3 erkennbar, daß das von der Mitte des Targets 3 nach außen abnehmende Magnetfeld des Erregungsmagneten 8 durch die in den in Fig. 3 mit Punktlinien dargestellten
Ringe 10 angeordneten und in dieser Figur nicht dargestellten Hilfsmagneten verstärkt werden kann- Durch die
zweckmäßige Anordnung der Hilfsmagneten 13-wird also die
gleichmäßige Verteilung der Feldstärke bis zur Endlinie der aktiven Zone 9 erzeugt.
Im Falle des rechteckigen oder ovalen Targets 3 und magnetischen Leiters 11 wurde gefunden, daß die Proportion der längeren
und kürzeren Seiten des Rechtecks bzw. der Länge und des Abstands der Geraden des Ovals mindestens einen Wert von 1,2
haben soll, weil sonst der kreisförmige Aufbau vorzuziehen ist. In diesem Falle kann eine der obigen Beziehung gleiche Beziehur
geschrieben werden, jedoch in nachfolgend verändertem Sinne der Buchstaben: D bedeutet den Abstand der längeren Seiten des
rechteckigen hzv. den Abstand der Geraden des ovalen magnetischen
Leiters 11, dn und d-n_-j die ähnlichen Größen bei den
η-ten und (n-1)-ten Hilfsmagneten 13, und θ_ und Q^ Λ die magnetische
Spannung derselben Hilfsmagneten 13- Wenn η = 1, soll der Wert dQ = O eingesetzt werden und 9Q bedeutet die magnetische
Spannung des Erregungsmagneten 8.
Die erfindungsgemäße Penning-Zerstäubungsquelle arbeitet in folgender Weise:
Die mit dem die aktive Zone 9 enthaltenden Target 3 identische Kathode und die in Form des Erregungsmagneten 8 ausgebildete
Anode sind an die Pole einer Gleichstromquelle angeschlossen und mit einer Gleichspannung von 400 bis 800 V Wert gespeist.
In solcher Weise wird ein zu der Oberfläche des Targets 3 senkrechtes elektrisches Feld erzeugt. Die magnetischen Elemente,
d.h. der Erregungsmagnet 8, der magnetische Leiter 11, die Hilfsmagneten 13 und der äußere magnetische Leiter 14 verursachen
ein Magnetfeld, das eine Stärke von 0,01... 0,025 T hat und mit der Oberfläche der aktiven Zone 9 parallel und
durch eine annähernd homogene Verteilung gekennzeichnet ist.
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In solcher Weise können die Entstehungsbedingungen des Penning-Plasmas über der ganzen aktiven Zone 9 gewährleistet
werden. Zum Hervorrufen der Penning-Gasentladung wird
die Zerstäubungsquelle in einem Gasraum mit einem Druck von 0,1... 1,2 Pa eingesetzt. Die zwischen der Kathode und Anode
strömenden Elektronen ionisieren die den Gasraum ausfüllenden Atome. Die im Gasplasma entstehenden Ione wurden im Potentialfeld
des Kathodenfalls beschleunigt und nach Verlauf eines spiralen Tors mit großer Geschwindigkeit in die aktive Zone
des Targets eingeführt. Diese Ionen schlagen die Atome des Stoffes der aktiven Zone 9 aus und zerstäuben das Target 3-Der
zerstäubte Stoff kann auf zweckmäßig angeordneten Platten · aufgefangen werden, wo eine gleichmäßige Schicht entstehen
wird.
Durch Abänderung des Targetstoffes sowie durch gleichzeitige Anwendung mehrerer Zerstäubungsquellen können Schichten mit
geforderter Dicke und in benötigter Zusammensetzung hergestellt werden.
Die Kondensation der Schicht ist nur von einer geringen 'wärmeerzeugung
begleitet, so daß die erfindungsgemäße Penning-Zerstäubungsquelle zur Herstellung von Dünnschichten auf praktisch
allen festen Oberflächentypen günstig ist. Durch die erfindungsgemäße Lösung wird die aktive Zone des Targets, die
angewendete Stromstärke bedeutend erhöht, was zur größeren Effektivität der Zerstäubung, zur Erhöhung der Produktivität
der Herstellungsverfahren von Dünnschichten in der Halbleiterindustrie führt.
BAD ORIGINAL
03ÖÖ34/0672
Leerseite
Claims (12)
1. Perming-Zerstäubungsquelle mit einer Anode, einer von der
Anode getrennten und ein Target bildenden Kathode, einem Erregungsmagneten und einem das Target kühlenden Kühlsystem,
einem Schirmsystem- und einer vorzugsweise mit dem Schirmsystem identischen äußeren Abdeckung, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Erregungsmagneten (8) von ihm getrennt ein magnetischer Leiter (11) angepaßt ist, daß auf dem magnetischen
Leiter (11) mindestens ein Hilfsmagnet (13) angeordnet ist, dessen Feldstärke kleiner als die des Erregungsmagneten (8)
ist und daß das obere Niveau des Hilfsmagneten (13) sich unter
dem oberen Niveau des Targets (3) befindet.
O30034/.0872
2. Penning-Zerstäubungsquelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß der Erregungsmagnet (1)
die Anode bildet, in einer Öffnung im Target (3) angeordnet ist und der magnetische Leiter (11) das Target (3) unter
seinem oberen Niveau umfaßt.
3· Penning-Zerstäubungsquelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß das Target (3) und der
magnetische Leiter (11) kreisförmig sind.
4. Penning-Zerstäubungsquelle nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet , daß das Target (3) und der
magnetische Leiter (11) rechteckförmig mit abgerundeten Ecken oder oval ausgebildet ist, wobei die Proportion der Längen
der längeren und kürzeren Seiten des Rechtecks bzw. der Länge und des Abstands der Geraden des Ovals mindestens gleich 1,2
ist. .
5- Penning-Zerstäubungsquelle nach Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet , daß der (die) Hilfsmagnet (e)
(13) parallel zur äußeren Linie des Targets (3) ausgebildet ist (sind).
6. Penning-Zerstäubungsquelle nach den Ansprüchen 3 und 5, dadurch gekennzeichnet , daß der (die) Hilfsmagnet
(e) in einem (mehreren) Ring(en) (10) angeordnet ist
(sind).
030034/0672
7. Penning-Zerstäubungsquelle nach den Ansprüchen 3 und 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet , daß ein Hilfsmagnet
(13) auf dem magnetischen Leiter (11) angeordnet ist und zwischen dem äußeren Durchmesser D des magnetischen Leiters
(11), dem mittleren Durchmesser d des Hilfsmagneten (13),
der magnetischen Spannung 9Q des Erregungsmagneten (8) und
der magnetischen Spannung θ^ des Hilfsmagneten (13) die
Gleichung
D v Qn D
1,2 ^- > -2 >
0,5
D-d Q1 D-d erfüllt ist.
8. Penning-Zerstäbungsquelle nach den Ansprüchen 3 und 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet , daß mindestens
zwei Hilfsmagneten (13) auf dem magnetischen Leiter (11) angeordnet sind und zwischen dem äußeren Durchmesser D des magnetischen
Leiters (11), dem mittleren Durchmesser dn und &n_^
der Hilfsmagneten (13) und der magnetischen Spannungen θ und
θ -j der selben Hilfsmagneten (13) die Beziehung
D -
1,2 -SzI
> -Szl_>o,5
D - dn = θη
erfüllt ist, wobei im Falle η = 1, 9Q die magnetische Spannung
des Erregungsmagneten (8) bedeutet und dQ = O.
9- Penning-Zerstäubungsquelle nach den Ansprüchen 4 und 5,
dadurch gekennzeichnet , daß ein Hilfsmagnet (13) auf dem magnetischen Leiter (11) angeordnet ist, und
030034/0672
zwischen dem Abstand D bzw. d der längeren geraden Seiten des Rechtecks oder des Ovals des magnetischen Leiters (11)
bzw. des Hilfsmagneten (13), der magnetischen Spannung 9Q
des Erregungsmagneten (8) und der magnetischen Spannung Q^
des Hilfsmagneten (13) die Beziehung
1,2 > -°- >0,5
D-d Q1 D-d erfüllt ist.
10. Penning-Zerstäubungsquelle nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet , daß mindestens zwei
Hilfsmagnete (13) auf dem magnetischen Leiter (11) angeordnet
sind und zwischen dem Abstand D bzw. d und d * der längeren
geraden Seiten des Rechtecks oder des Ovals bzw. des n-ten und des (n-1)-ten Hilfsmagneten (13) und der magnetischen
Spannungen θ und θ ^ derselben Hilfsmagneten (13) die Beziehung
D - d , s θη . D-1,2
S-I. >-Sll_
>o,5
D - dn θη D - dn
erfüllt ist, wobei im Falle η = 1 9Q die magnetische Spannung
des Erregungsmagneten (8) bedeutet und dQ = 0.
11. Penning-Zerstäubungsquelle nach einem der Ansprüche 1
bis 10, dadurch gekennzeichnet , daß ein das Target (3) umfassendes Kühlsystem (4) unter dem Target (3)
und dem magnetischen Leiter (11) angeordnet ist.
030034/0672
30045A6
12. Penning-Zerstäubungsquelle nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet , daß ein
äußerer magnetischer Leiter (14) mit dem Erregungsmagneten (8) auf der weiteren vom Target (3), vorzugsweise mit ihr
parallelen Seite des magnetischen Leiters (11) verbunden ist und der äußere magnetische Leiter (14) mit einem Zwischenraum
vom magnetischen Leiter (11) abgesondert ist.
030034/0672
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