DE3003468A1 - Zylinderschloss mit federbetriebenen stiften - Google Patents
Zylinderschloss mit federbetriebenen stiftenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Zylinderschloß mit einem Gehäuse, in dem ein Zylinderkörper angeordnet ist, der
bei korrekt in das Schloß eingesetzte» Schlüssel um wenigstens t80° gedreht werden kann, wobei das Gehäuse und der Zylinder-5
körper jeweils mit mehreren Bohrungen zur Aufnahme von federbetriebenen Stiften versehen ist, die zwei oder mehr Teile oder
Abschnitte aufweisen und deren nach innen weisende Enden mit dem Bart oder Steg des Schlüssels übereinstimmen.
Derartige bereits bekannte Schlösser sind mit Bohrungen zur tO Aufnahme der Stifte versehen, die in rechten Winkeln zum Zylindergehäuse
oder Zylinderkörper liegen. Die Bohrung im Zylindergehäuse erstreckt sich von der Umfangsfläche bis in die Gehäuse-
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wand aul der gegenüberliegenden Seite des Gehäusehohlraumes, in
dem der Zylinderkörper aufgenommen ist. Die Bohrung des Zylinderkörpers
kann sich entsprechend von seiner Umfangsfläche aus erstrecken, vvobei notwendigerweise sehr daraux zu achten ist, daß
^ die Stiftbohrungen im Zylinderkörper und im Zylindergehäuse bei
im Gehäuse eingesetztem Zylinderkörper genau zueinander fluchten.
Die Bohrlochmündungen im Zylindergehäuse werden vor dem Montieren des Zylinders zugestopft.
In der US-PS 3 413 8?Λ ist ein Zylinderschloß beschrieben,
dessen Zylinderkörper und Zylindergehäuse mit Öffnungen versehen sind, die relativ zu den Schlüsselseitenflachen verschiedene
Winkel aufweisen. In diesem Fall wurden den stiftaufnehmenden
Bohrungen unterschiedliche Winkel gegeben, im die Anzahl möglicher
Kombinationen des Schlosses insgesamt zu erhöhen und die Möglichkeiten das Schloß gewaltsam zu betätigen, zu vermindern.
Ein derartiges Scnloß jedoch erfordert ein sehr viel komplizierteres
Herstellverfahren als ein normales Zylinderschloß.
In der US-PS 1 905 177 ist ein Schloß beschrieben, dessen Zylinderkörper
drei oder vier im Winkel zueinander liegende Schlitze aufweist. Jeder dieser Schlitze dient zur Aufnahme eines separaten
Schlüssels, der mit einer zugehörigen Anzahl von Riegelstiftreihen zusammenwirkt, wobei die Reihen ebenfalls zueinander entsprechende
Winkel bilden. Diese Konstruktion dient ebenfalls dazu, ein gewaltsames Schließen des Schlosses zu erschweren. Die Erfordernis mehre-
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die
rer Schlüssel und ιgroße Anzahl von Stiften, die zur üetätigung des
Schlosses vorgesehen sein müssen, ist jedoch relativ teuer.
In der US-PS 1 932 363 ist ein Schloß mit getrennten Einrichtungen
in Form eines schrägliegenden Riegelbolzens beschrieben, der in den Zylinderkörper eingreift und dessen Bewegung blockiert, wenn
die Öffnung des Schlosses mit Hilfe von anderen Geraten als dem passenden Schlüssel versucht wird. Die erhöhte Anzahl der Bauteile
des Schlosses verteuert das Schloß insgesamt und macht es komplizierter.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Zylinderschloß
der beschriebenen Art zu schaffen, welches wesentlich einfacher und billiger herzustellen ist.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Zylinderschloß gemäß der vorliegenden Erfindung, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß
eine oder mehrere der Bohrungen relativ zur Achse des Zylindergehäuses geneigt ist oder sind, so daß ein Teil der äußeren Enden
der zugehörigen Stifte, die im Zylinderkörper au!genommen sind, infolge
der Drehbewegung des Schlüssels um 180°, in die innere Fläche des Zylindergehäuses eingreifen und im Zylindergehäuse ohne Verstopfen
der Bohrlochmündungen im Zylindergehäuse gehalten sind.
Ein gemäß der Erfindung gebautes Zylinderschloß senkt großenteils die Herstellkosten des Schlosses ohne die notwendige Betriebssicherheit
des Schlosses außer acht zu lassen, weil insbesondere ein Ver-
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stopfen der Bohrlochmündungen oder anderweitiges Abdecken der Mündungen
unnötig ist. Tatsächlich ist das Zylinderschloß gemäß der vorliegenden Erfindung sicherer als bekannte Schlösser, weil das
Risiko sich lösender Stifte und das daraus resultierende Niederfallen
der Stifte beseitigt ist. Diese Vorteile können ungeachtet der Tatsache, daß die Anzahl der erforderlichen Arbeitsschritte bei der
Herstellung der Einzelteile des Schlosses in Bezug auf herkömmliche Schlösser gesenkt ist, erzielt werden.
Versuche haben gezeigt, daß die Winkel der Bohrungen zur Senkrechten
auf der Zylinderachse zwischen 1 und 5 , und insbesondere zwischen 1,5 und 4 liegen sollten. Der bevorzugte Winkel v/urde
als zwischen 2° und 3° liegend ermittelt.
Vom Gesichtspunkt der Herstellung aus betrachtet, hat es sich
als beste Lösung erwiesen, das Zylindergehäuse mit den üblichen Bohrungen zu versehen, während die Bohrungen durch den Zylinderkörper
rechtwinklig zu dessen Achse liegen. Der Hauptgrund hierfür liegt darin, daß eine derartige Bauweise keine umfassende Veränderung
der für ein Schloß der vorliegenden Erfindung verwendeten Schlüssel oder Schlüsselbärte erfordert.
Um das Risiko von Festsitzen oder Festkeilen der Stifte im Übergangsbereich
zwischen gerader und schräger Bohrung zu vermeiden, wird bevorzugt eine oder beide der Bohrungen im Übergangs be reich
mit einem aufgeweiteten, zweckmäßigerweise konischen Bereich versehen.
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Ausführungoformen der vorliegenden Erfindung v/erden anhand
der folgenden Figuren beschrieben. Es zeigt;
Fig. "1 ein Zylinders chi ο β gemäß der vorliegenden Erfindung
im Schnitt;
Fig. 2 eine Ansicht im Schnitt gemäß der Fig. 1 mit im Schloß steckendem Schlüssel;
Fig. 3 das Zylinderschloß gemäß der Fifr, 1 in der Ansicht
von unten.
Ein Zylinderschloß 1 besteht aus einem Zylindergehäuse 2,
welches einen kreiszylindrischen Hohlraum aui'v.'eist, in dem ein
Zylinderkörper 3 drehbar aufgenommen ist.
Das Zylindergehäuse 2 und der Zylinderkörper 3 haben mehrere
Bohrungen 2a und 3a zur Aufnahme von mittels Federn 4 vorgespannter
Stifte 5, wobei jeder der gezeigten Stifte wenigstens zwei Abschnitte aufweist.
Wenn ein Schlüssel 6, wie in der Fig. 2 gezeigt, korrekt in den Zylinderkörper 3 gesteckt ist, wirkt der Bart 6a des Schlüssels
auf die inneren Enden der Stifte 5 dergestalt, daß die Trennebene zwischen den zahlreichen Teilen jedes der Stifte 5 mit der Trennebene
zwischen der Außenfläche des Zylinderkörpers 3 und der Fläche, die den axial sich erstreckenden inneren Hohlraum im Zylindergehäuse
2 bildet, übereinstimmt.
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Auf diese Art und Weise kann de-r Zylinderkörper 5 mittels des
Schlüssels 6 um 180° gedreht v/erden. Diese Drehstellunp- des
Gcxilüsseis ist in der Fig. ? dargestellt, die die Stiftsteilung
in -iezlehuiv zu den bohrungen des Zylindergehäuses zeigt. Der
Schlüssel wird dann um weit«
Schloß gezogen werden kann.
Schloß gezogen werden kann.
Schlüssel wird dann um v/eitere 180° gedreht, worauf er aus dem
In Übereinstimmung mit der Erfindung erstrecken sich die Bohrungen
?a im Zylindergehäuse 2 so , daß sie einen Kinkel of mit
de^ Senkrechten auf die Achse des Zylindergehäuses bilden. Bei
Ί0 der gezeigten Ausführungsform liegen die Bohrungen 3a im Zylindergehäuse
jedoch im rechten Vinkel zur Achse des Körpers. Der Winkel * betragt ungefähr 2,5°.
Wie aus der Fig. 3 ersichtlich, liegt ein mondsichelförmiger Teil der äußeren Enden der Stifte 5, die im Zylinderkörper 3 aufgenommen
sind, an der Innenfläche des Zylindergehäuses an, wenn der Zylinderkörper um 180° von der in Fig. 2 gezeigten Position
in die in Fig. 3 gezeigte Position gedreht wurde. Auf diese Art und Weise v/erden die Stifte im Zylinderkörper gehalten, ohne daß
ein. Verstopfen der Mündungen 2a1 der Bohrungen 2a im Zylindergehäuse
erforderlich ist.
Um ein Festkeilen der Stiftabschnitte im Bereich der Trennebene
zwischen dem Zylinderkörper und dem Zylindergehäuse zu vermeiden, ist wenigstens ein Teil der benachbarten Enden der Bohrungen 2a
und 3a entsprechend bevorzugt ausgeweitet. In diesem Zusammenhang
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- € -
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ist beispielsweise aus der Fig. 1 ersichtlich, daß die Mündungen der Bohrungen 3a eine konische Aufweitung 3a' aufweisen.
In Verbindung mit einer anderen Ausführungsform (nicht dargestellt)
können ausgehend von ohenstehenden Ausführungen, die
Bohrungen sowohl im Zylindergehäuse als auch im Zylinderkörper einen Winkel <Y bilden.
In diesem Fall wird daher der Teil des Stiftes 5, der mit dem Bart 6a des Schlüssels zusammenwirkt, eine neigung relativ zu
diesem Bart aufweisen, was somit eine andere Form der Eingrixis- >]q fläche des Stiftes und/oder des Schlüsselbartes voraussetzt.
Bei einer weiteren alternativen Ausführungsiorm sind sowohl
die Bohrungen des Zylindergehäuses als auch des Zylinderkörpers relativ zu entsprechenden Achsen geneigt, wobei jedoch die Neigung
dieser Bohrungen in Bezug auf die beiden Bauteile unterschiedlich ist.
Die beste Funktionsweise des Schlosses wird erhalten, wenn der Winkel o/ zwischen 2°und 3° liegt. Akzeptable Ergebnisse jedoch
werden auch erhalten, wenn dieser Winkel S im Bereich von 1,5°
bis 4 liegt, wenn der Winkel °( kleiner als 1 oder größer als
5 ist, dann ist es möglich, daß das Schloß nicht mehr in der beabsichtigten
Art und Weise funktioniert. Wenn der Winkel kleiner als 1°ist, können daher die Stifte das Zylindergehäuse verlassen.
Wenn der Winkel größer als 5° ist, besteht ein größeres Risiko zum Festsitzen der Riegelstifte.
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eerse
it
Claims (4)
- Patentansprüche1J Zylinderschloß bestehend aus einem Zylindergehäuse, in dem ein Zylinderkörper aufgenommen ist, der bei in das Schloß gestecktem richtigen Schlüssel um wenigstens 180° gedreht v/ird, das Gehäuse und der Zylinderkörper eine Anzahl von Bohrungen zur Aufnahme von federbetriebenen Stiften aufweisen, die aus zwei oder mehr Teilen oder Abschnitten bestehen können, und deren innere Enden zum Zusammenwirken mit dem Schlüsselbart ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere der Bohrungen (2a, 3a) relativ zur Achse des Zylindergehäuses (2) geneigt ist oder sind, so daß ein Teil des äußeren Endes eines zugehörigen, im Zylinderkörper (3) aufgenommene Stiftes (5) an der Innenfläche des Zylindergehäuses (2) anschließend an das Drehen des Zylinderkörpers (3) um 180°, anliegt und in diesem Körper ohne Verstopfen der Mündungen (2a1) der jeweiligen Bohrungen im Zylindergehäuse (2) gehalten wird.0 3 0 0 3 k I 0 6 0 0
- 1 -r-tT ^ - ;:_ ■ BAD ORIGINAL30Ü3468a, - 2. Zylinderschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen zur Senkrechten auf die Achse des Zylindergehäuses (2) einen Winkel O^ von 1° bis f> , insbesondere 1,5 bis 4 und vorzugsweise 2 bis 3 bilden.
- 3. Zylinderschloß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen (2a) des Zylindergehäuses (2) geneigt sind und die Bohrungen (?a) durch den Zylinderkörper (3) rechtwinkelig zu dessen Achse liegen.
- 4. Zylinderschloß nach jedem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere der Bohrungen (2a, 3a) im Bereich ihrer nebeneinanderliegenden Enden einen bevorzugt konisch aulgeweiteten Teil (3af) aulweisen.Ö300%4_/0600BAD ORIGINAL
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: ASSA AB, ESKILSTUNA, SE |
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