DE3002591C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Greifersteuerkurve in Bogenaus
legern von bogenverarbeitenden Maschinen, insbesondere Druck
maschinen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Durch die DE-AS 20 40 670 ist eine Greifersteuerkurve an Bo
genauslegern von Druckmaschinen bekannt. Die Kurve ist geteilt.
Sie besteht aus einer Greiferöffnungs- und einer Greifer
schließkurve, wobei die Greiferöffnungskurve als eine über den
Großteil der Länge geradlinige Koppel eines dreigliedrigen
Kurbelbetriebes mit gleichlangen Kurbelarmen ausgebildet ist.
Durch eine derartige Anordnung der Greiferöffnungskurve soll
ein möglichst langer Verstellweg unter Beibehaltung eines
konstanten Anlaufwinkels gewährleistet werden.
Nachteilig an dieser Kurve ist, daß Öffnungs- und Schließ
kurve nicht aus einem Stück bestehen, sondern geteilt sind.
Die Kurve weist somit keine in sich geschlossene Laufbahn auf.
Durch die unterbrochene Lauffläche zwischen Öffnungs- und
Schließkurve treten Sprünge im Kurvenverlauf auf, wodurch ein
erhöhter Verschleiß an Kurvenrolle und Lauffläche auftritt.
Darüber hinaus wirkt eine unterbrochene Kurvenbahn geräusch
fördernd.
Der Verschleiß wird außerdem dadurch erhöht, daß im Übergangs
bereich von Öffnungs- und Schließkurve die Kurvenrolle nur auf
eine um ca. 50% reduzierte Laufflächenbreite abrollt, wobei
in diesem Bereich die Greifer maximal geöffnet sind, d. h.,
durch die Greiferöffnungsfeder wirken die maximal im System
auftretenden Kräfte auf die Kurvenrolle und damit auf die
Kurve.
Es tritt bei verringerter Lauffläche demnach eine erhöhte
Flächenpressung auf.
Nachteilig wirkt sich auch die Ausbildung der Öffnungskurve
als Koppel aus. Dadurch ist die Öffnungskurve nicht direkt,
sondern nur über Zwischenglieder am Maschinengestell angeord
net. Die Lagerpunkte zwischen Koppel und Hebelarmen werden bei
jedem Rollenanlauf belastet, was zu einer Vergrößerung des
Lagerspiels führt und somit Verschleiß und Geräusch fördert.
Außerdem ist die Herstellung der Greifersteuerkurve mit großem
Aufwand verbunden.
Des weiteren ist aus der DE-AS 11 19 300 eine Greifersteuer
kurve bekannt, deren Krümmungsradius stetig veränderlich aus
geführt ist. Die Greifersteuerkurve besteht aus einer horizon
tal verstellbaren Auflaufkurve, welche mit einer gebogenen
Kurve gelenkig verbunden ist und die bei Verstellung der Auf
laufkurve um einen Festpunkt geschwenkt wird.
Nachteil der Greifersteuerkurve ist, daß diese aus zwei Teilen
besteht und für deren Verstellung ein komplizierter und auf
wendiger Mechanismus erforderlich ist. Des weiteren verbleibt
die Auflaufkurve bei Verstellung nur annähernd in derselben
Lage. Bei Verschiebung des Greiferöffnungszeitpunktes wird
der Anlaufwinkel zwischen Rolle und Kurve verändert, was sich
wie ausgeführt durch ein Klopfen der Rolle bemerkbar macht.
Des weiteren ist durch die GB-PS 4 07 879 eine Greiferöffnungs
kurve bekannt, welche konzentrisch zur Wagenumlenkbahn ange
ordnet ist und aus einer in sich geschlossenen Laufbahn be
steht.
Nachteil dieser Kurve ist, daß diese fest angeordnet ist und
selbst dann, wenn diese geschwenkt werden soll, wird kein
gleichbleibender Anlaufwinkel zwischen Rolle und Kurve ge
währleistet.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Greifersteuerkurve mit
einem einfachen Aufbau unter Realisierung eines großen Ver
stellbereiches zu schaffen, die ein gutes Geräuschverhalten
aufweist und darüber hinaus verschleißfest ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die aus
der Anlauf- und der Ablaufkurve bestehende Greifersteuerkurve
einstückig ausgebildet ist, wobei die Anlaufkurve dem Gesetz
einer Trochoide folgt und daß die Greifersteuerkurve als um
den Mittelpunkt der kreisbogenförmigen Greiferwagenumlenkbahn
schwenkbare Schwinge eines Koppelgetriebes ausgebildet ist.
Des weiteren ist dem Koppelgetriebe ein aus Handhebel, Stell
welle und Schneckengetriebe bestehendes Verstellgetriebe vor
geordnet.
Die Kraftrichtung einer an der Greifersteuerkurve und am Ma
schinengestell befestigten Zugfeder und die Richtung der von
der Kurvenrolle auf die Greifersteuerkurve aufgebrachten Grei
feröffnungskräfte wirken annähernd parallel. Die Greifer
steuerkurve ist direkt am Maschinengestell gelagert.
Eine derartige Ausgestaltung und Anordnung der Greifersteuer
kurve weist den Vorteil auf, daß sie eine geschlossene Kurven
bahn besitzt, wodurch Unstetigkeiten im Kurvenverlauf und so
mit erhöhte Verschleißerscheinungen an Kurvenbahn und Rolle
vermieden werden. Die geschlossene Kurvenbahn gewährleistet
ein geräuscharmes Abrollen der Kurvenrolle auf die Bahn.
Der stetig veränderliche Kurvenverlauf der Anlaufkurve mit
einem vorzugsweise dem Verlauf einer Trochoide entsprechenden
Kurvengesetz gewährleistet einen stetig gleichbleibenden An
laufwinkel der Greifersteuerkurve, d. h. für alle Greiferöff
nungspunkte.
Die Anordnung der Greifersteuerkurve als Schwinge und die
daraus resultierende direkte Anordnung am Maschinengestell
verringert das Lagerspiel und überträgt die Greiferöffnungs
kräfte direkt auf das Maschinengestell. Durch die Verringe
rung der Lagerrollen reduziert sich der Verschleiß.
Die Greifersteuerkurve ist einfach im Aufbau und sie läßt
sich mit einfachen Mitteln um den Lagerbolzen verschwenken.
An einem Ausführungsbeispiel soll nachfolgend die Erfindung
näher erläutert werden.
In den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 Teil des Bogenauslegers mit der Greifersteuerkurve.
Fig. 1 zeigt einen Teil eines Bogenauslegers einer Druckma
schine mit dem Auslegerstapel 1 und der Greiferwagenbahn 2,
in der im konstanten Abstand zueinander Greiferwagen 3 ge
führt werden. Der Greiferwagen 3 besteht aus dem Greifer 5
und dem Rollenhebel 6 mit der Kurvenrolle 7. Am Ausleger
stapel 1 sind vordere Bogenanschläge 8 befestigt.
Im Bereich der Bogenfreigabe durch den Greiferwagen 3 ist an
einem Lagerbolzen 11 eine Anlaufkurve 10.1 und eine Ablauf
kurve 10.2 aufweisende Greifersteuerkurve 10 angeordnet.
Über eine Koppel 12 und einen Hebel 13 ist die Greifersteuer
kurve 10 mit der im Maschinengestell gelagerten Querwelle 14
verbunden.
Hebel 13, Koppel 12 und Greifersteuerkurve 10 sind mittels
Bolzen 15 in der genannten Reihenfolge antriebsmäßig verbun
den. Die genannten Elemente bilden ein Koppelgetriebe 13, 12,
10, bei dem die Greifersteuerkurve 10 als Schwinge ausgebildet
ist. Auf der Querwelle 14 ist ein Schneckenrad 16 befestigt, in
das eine auf einer Stellwelle 17 angeordnete Schnecke 18 ein
greift. Schneckenrad 16 und Schnecke 18 bilden ein Schnecken
getriebe 16, 18.
Die Stellwelle 17 ist im Maschinengestell gelagert und mit
einem Handhebel 20 versehen.
Zur Vermeidung aller Lagerspiele aus dem Koppelgetriebe 13,
12, 10 und dem Schneckengetriebe 16, 18 ist an der Greifer
steuerkurve 10 eine am Maschinengestell befestigte Zugfeder 4
angeordnet, deren Kraftrichtung annähernd parallel zur Richtung
der von der Kurvenrolle 7 auf die Greifersteuerkurve 10 aufge
brachten Greiferöffnungskräfte ist.
Im Ausführungsbeispiel ist der Greiferwagen 3 direkt am Ketten
kreis angeordnet. Es ist jedoch auch möglich, den Greiferwagen
3 auf einer separaten Wagenbahn zu führen und über Koppeln am
Kettenkreis anzulenken.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende:
Der vom letzten nicht dargestellten Druckwerk vom Greifer 5
des Greiferwagens 3 übernommene Bogen 21 wird über den Aus
legerstapel 1 gefördert, vom Greifer 5 freigegeben und auf dem
Auslegerstapel 1 abgelegt.
Die Freigabe des Bogens 21 wird durch das Auflaufen der Kurven
rolle 7 auf die Anlaufkurve 10.1, wodurch der Rollenhebel 6 ge
schwenkt und der Greifer 5 geöffnet wird, bewirkt. Der Greifer
5 wird im gesamten Bereich des Auslegerstapels 1 an der Bogen
freigabestelle offengehalten, bis die Kurvenrolle 7 von der
Ablaufkurve 10.2 abläuft und der Greifer 5 durch eine nicht
dargestellte Greiferfeder wieder schließt.
Notwendige Veränderungen des Greiferöffnungspunktes, beispiels
weise bei Verarbeitung eines anderen Bedruckstoffes, werden
durch Schwenken der Greifersteuerkurve 10 um den Lagerbolzen 11
erreicht, wobei ein Rechtsschwenk eine zeitigere und ein Links
schwenk eine spätere Öffnung des Greifers 5 bewirkt.
Die Schwenkbewegung der Greifersteuerkurve 10 wird über den
Handhebel 20, die Stellwelle 17 und das Schneckengetriebe 16,
18 auf die Querwelle 14 eingeleitet und von dieser über den
Hebel 13 auf die Koppel 12 auf die Greifersteuerkurve 10
übertragen.
Bezugszeichenaufstellung
1 Auslegerstapel
2 Greiferwagenbahn
3 Greiferwagen
4 Zugfeder
5 Greifer
6 Rollenhebel
7 Kurvenrolle
8 Bogenanschläge
9 Greiferwagenumlenkbahn
10 Greifersteuerkurve
10.1 Anlaufkurve
10.2 Ablaufkurve
11 Lagerbolzen
12 Koppel
13 Hebel
13, 12, 10 Koppelgetriebe
14 Querwelle
15 Bolzen
16 Schneckenrad
17 Stellwelle
18 Schnecke
16, 18 Schneckengetriebe
20 Handhebel
21 Bogen
2 Greiferwagenbahn
3 Greiferwagen
4 Zugfeder
5 Greifer
6 Rollenhebel
7 Kurvenrolle
8 Bogenanschläge
9 Greiferwagenumlenkbahn
10 Greifersteuerkurve
10.1 Anlaufkurve
10.2 Ablaufkurve
11 Lagerbolzen
12 Koppel
13 Hebel
13, 12, 10 Koppelgetriebe
14 Querwelle
15 Bolzen
16 Schneckenrad
17 Stellwelle
18 Schnecke
16, 18 Schneckengetriebe
20 Handhebel
21 Bogen
Claims (4)
1. Greifersteuerkurve in Bogenauslegern von bogenverarbeiten
den Maschinen, insbesondere Druckmaschinen, bei denen die
an einem Greiferwagen angeordneten Greifer durch Auflaufen
einer Kurvenrolle auf die Greifersteuerkurve geöffnet und
geschlossen werden, mit einer um den Mittelpunkt der kreis
bogenförmigen Greiferwagenumlenkbahn angeordneten Anlauf-
und einer Ablaufkurve, wobei der Greiferöffnungspunkt ein
stellbar und der Anlaufwinkel zwischen Kurvenrolle und An
laufkurve für alle Greiferöffnungspunkte konstant ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die aus der Anlauf- und der
Ablaufkurve (10.1, 10.2) bestehende Greifersteuerkurve (10)
einstückig ausgebildet ist, wobei die Anlaufkurve (10.1)
dem Gesetz einer Trochoide folgt und daß die Greifer
steuerkurve (10) als um den Mittelpunkt der kreisbogen
förmigen Greiferwagenumlenkbahn (9) schwenkbare Schwinge
eines Koppelgetriebes (13, 12, 10) ausgebildet ist.
2. Greiferwagensteuerkurve nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß dem Koppelgetriebe (13, 12, 10) ein aus
Handhebel (20), Stellwelle (17) und Schneckengetriebe
(16, 18) bestehendes Verstellgetriebe (20, 17, 16, 18)
vorgeordnet ist.
3. Greiferwagensteuerkurve nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kraftrichtung einer an der Grei
fersteuerkurve (10) und am Maschinengestell befestigten
Zugfeder (4) und die Richtung der von der Kurvenrolle (7)
auf die Greifersteuerkurve (10) aufgebrachten Greifer
öffnungskräfte annähernd parallel wirken.
4. Greifersteuerkurve nach einem der Ansprüche 1-3, da
durch gekennzeichnet, daß die Greifersteuerkurve (10)
direkt am Maschinengestell gelagert ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| DD21160679A DD141664A1 (de) | 1979-03-15 | 1979-03-15 | Greifersteuerkurve in bogenauslegern von bogenverarbeitenden maschinen |
Publications (2)
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| DE3002591C2 true DE3002591C2 (de) | 1989-09-28 |
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| 8330 | Complete disclaimer |