DE3001664B2 - Vorrichtung zum Befestigen eines Siebbodens an einem Tragrahmen - Google Patents
Vorrichtung zum Befestigen eines Siebbodens an einem TragrahmenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Befestigen eines Siebbodens an einem Tragrahmen,
wobei der Siebboden gegen den Tragrahmen festklemmbar ist.
Die Siebboden bekannter Siebmaschinen werden üblicherweise in einem Tragrahmen eingesetzt und an
diesem Rahmen mit Hilfe von besonderen Profilen festgeklemmt, gleichviel, ob die Siebboden aus Lochblechen
oder siebgeweben bestehen. Die Klemmbefestigung erfolgt dabei über Nut-Federverbindungen oder
über in entsprechende Bohrungen eingesetzte Bolzen, was geringe Herstellungstoleranzen erfordert und
bereits bei der Herstellung des Siebbodens bzw. des Tragrahmens berücksichtigt werden muß. Außerdem ist
es bei diesen Befestigungsarten kaum möglich, die Siebboden im Bedarfsfall rasch und ohne Beschädigung
auszutauschen.
Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu vermeiden und eine Vorrichtung zum
Befestigen eines Siebbodens an einem Tragrahmen zu schaffen, die einfach aufgebaut ist, keine Maßnahme am
Siebboden selbst erfordert und ein rasches und zerstörungsfreies Auswechseln von Siebböden ohne
Verwendung spezieller Werkzeuge ermöglicht.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß
der Tragrahmen hinterschnittene Nuten aufweist, in die winkelartige Bügel mit einem Schenkel formschlüssig
eingreifen, und daß zwischen dem anderen den Siebboden übergreifenden Bügelschenkel und dem
Siebboden jeweils ein den Siebboden gegen den Tragrahmen drückendes Klemmstück lösbar eingeschoben
ist Da zufolge dieser Maßnahmen der Siebboden lediglich durch ein Klemmstück gegen den Tragrahmen
gedruckt wird, sind am Siebboden selbst keinerlei Vorbereitungen zu treffen, so daß die Befestigungskonstruktion
auch uneingeschränkt auf alle Siebbodenarten angewandt werden kann. Wegen der in den hinterschnittenen
Nuten gehaltenen Bügel braucht auch die Lage der einzelnen Klemmstellen nicht von vornherein
festgelegt zu werden, weil ja eine unterschiedliche Anzahl von Bügeln in die Nuten des Tragrahmens
eingesetzt und über die Nutenlänge beliebig verteilt werden können. Durch das formschlüssige Eingreifen in
die hinterschnittenen Nuten bilden die winkelartigen Bügel ausreichend feste Widerlager für die Klemmstükke,
so daß über die Klemmstücke tatsächlich eine allen Anforderungen entsprechende Klemmbefestigung der
Siebboden am Tragrahmen von Siebmaschinen gewährleistet wird. Das Lösen der Klemmstücke ist außerdem
durch ein einfaches Herausschlagen der Klemmstücke möglich, wobei keine Beschädigungsgefahr für den
Siebboden besteht, so daß auch hinsichtlich dieser Forderungen die erfindungsgemäße Vorrichtung entspricht.
Das Einsetzen der Bügel in die Nuten des Tragrahmens kann durch entsprechende Ausnehmungen
erfolgen. Günstiger ist es jedoch, wenn der in die hinterschnittene Nut formschlüssig eingreifende Schenkelkopf
der Bügel in einer Querstellung durch die Nutenöffnjng in die Nut einsetzbar ist, weil in einem
solchen Fall einerseits die mögliche Bügelanordnung durch die Ausnehmungen in den Nuten nicht beeinträchtigt
wird und andererseits eine völlige LJnabhängigkeit von der Einsetzstelle angegeben ist, was diese
Befestigung nicht nur zum Festklemmen der Siebboden im Randbereich geeignet macht. Die Bügel brauchen ja
lediglich durch eine Sieböffnung hindurch in eine Rahmennut eingesetzt und quergedreht zu werden, um
mit Hilfe eingeschobener Klemmstücke den Siebboden an dieser Stelle gegenüber dem Tragrahmen festspannen
zu können. Voraussetzung hierfür ist selbstverständlich, daß die Sieböffnungen ausreichend groß sind.
Die Klemmwirkung kann über einen Keilspalt zwischen dem Siebboden und dem den Siebboden
übergreifenden Bügelschenkel erreicht werden, wobei die Klemmkraft von der Einschlagweite des Klemmstückes
in den Keilspalt abhängt. Es ist aber auch möglich, den Bügel federnd auszubilden, so daß die
Federkraft des Bügels gegebenenfalls zusätzlich zur Keilwirkung ausgenützt werden kann.
Besonders günstige Verhältnisse ergeben sich, wenn die Klemmstücke jeweils aus einer auf die den
Siebboden übergreifenden Bügelschenkel aufsteckbaren Spannhülse bestehen, die wenigstens eine Auflagerplatte
für den Siebboden trägt. Durch die auf den Bügelschenkel aufgesteckte Spannhülse wird nämlich
der Bügel gegenüber dem Siebgut abgedeckt und
zusätzlich geführt, wodurch ein Ausbiegen des in die
Spannhülse eingreifenden Bügelschenkels ausgeschlossen ist Über die Auflageplatte wird dabei eine günstige
Abstützung am Siebboden sichergestellt.
Damit die Klemmkraft über die Spannhülse richtig aufgebracht werden kann, kann die Spannhülse
vorteilhaft aus einer U-förmigen Profiknhiene bestehen,
deren Schenkel durch einen Querbolzen verbunden sind und die Auflagerplatte tragen. Über den Querbolzen
kann sich zufolge dieser Ausbildung das Klemmstück in vorbestimmier Weise am Bügel abstützen, wobei durch
die ein Aufbiegen des freien Schenkelendes verhindernde Profilschiene ein Moment auf den Bügel ausgeübt
wird, das ein Verkanten des Bügels in der Nut verhindert
Zum Lösen der Klemmverbindung muß das Klemmstück in Richtung des freien Schenkelendes unter dem
Bügel herausgeschlagen werden. Damit durch die Siebbewegung ein ungewolltes Lösen des Klemmstükkes
mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann, kann das Klemmstück gegen ein solches Verschieben in
Richtung des den Siebboden übergreifenden Bügelschenkels gesichert sein. Diese Sicherung kann dabei in
einfache/ Weise dadurch erfolgen, daß das Klemmstück einen gegen den Siebboden vorspringenden, in eine
Sieböffnung eingreifenden Ansatz aufweist. Dieser Ansatz wird vorteilhafterweise durch eine Abwinkelung
der Auflagerplatte gebildet.
Um das Eindringen von Schmutz oder Siebgut in die Nuten des Tragrahmens zu verhindern, werden diese
Nuten abgedeckt, wobei zum Einsetzen der Bügel die Abdeckung mit den Bügeln einfach durchstoßen wird.
Liegt der Siebboden auf den Nuten auf, so wird die Abdeckung mit Vorteil als elastische Auflage für den
Siebboden ausgebildet werden, um eine Schwingungsdämpfung für den Siebboden zu erreichen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 einen Schnitt durch einen mit Hilfe einer erfindungsgemäßen Vorrichtung an einem Tragrahmen
befestigten Siebboden,
Fig.2 einen Querschnitt durch ein als Spannhülse
ausgebildetes Klemmstück nach der Linie H-II der F i g. 1 und
F i g. 3 ein Klemmmstück nach F i g. 2 irr Bereich des
freien Endes des Bügelschenkels in Draufsicht.
Wie aus F i g. 1 unmittelbar entnommen werden kann, weist der durch Stegbleche 1 gitterartig ausgesteifte
Tragrahmen 2 für den Siebboden 3 hinterschnittene Nuten 4 auf, die im Ausführungsbeispiel durch die aus
gebogenen Blechen zusammengeschweißten Rahinenschenkel 5 gebildet werden. Diese Nuten 4 sind durch
eine elastische Auflage 6 abgedeckt, die nicht nur das Eindringen von Schmutz oder Siebgut in die Nuten 4
verhindert, sondern auch eine schwingungsdäTipfende Auflage für den Siebboden 3 ergibt.
Durch die elastische Auflage 6 hindurch greifen in die Nuten 4 winkelartige Bügel 7, wobei der in die Nut
eingreifende Schenkelkopf 8 durch eine entsprechende Abwinkelung in der Nut 4 formschlüssig gehalten wird.
Da der Bügel 7 aus einem federnden Rundstab geformt ist, kann der Schenkelkopf 8 in ein?r Querstellung ohne
Schwierigkeiten durch die Nutenöffnung eingesetzt werden. Nach einer 90°-Drehung wird dann der
formschlüssige Sitz in der jeweiligen hinterschnittenen Nut 4 erreicht, wobei der freie Bügelsehenkel 9 den
Siebboden 3 übergreift
Um nun den Siebboden 3 gegenüber dem Tragrahmen 2 festzuklemmen, sind Klemmstücke 10 vorgesehen,
die eine Spannhülse 11 ergeben. Diese Spannhülse 11 besteht aus einer U-förmigen Profilschiene, deren
Schenkel 12 durch einen Querbolzen 13 verbunden sind. Außerdem tragen die Schenkel 12 der Spannhülse 11
zwei Auflagerplatten 14, über die der Siebboden 3 gegen die Tragrahmenschenkel 5 gedruckt wird, wenn die
Spannhülse 11 auf den BUgelschenkel 9 aufgeschoben wird. Dabei wird der Querbolzen 13 vom Bügelschenkel
9 gegen den Siebboden gedrückt, was wegen des Bügelverlaufes und seiner Federkraft eine entsprechende
Klemmkraft bewirkt. Da der Bügelschenkel 9 zusätzlich in der Spannhülse 11 geführt wird, wie dies
deutlich der F i g. 1 entnommen werden kann, kann der Bügelschenkel 9 durch das Einschieben des Querbolzens
13 zwischen dem Bügelschenkel 9 und dem Siebboden 3 nicht nach oben ausv^eichen, so daß die erforderliche
Klemmkraft für den Siebboden mit Sicherheit erreicht wird. Ein Lockerwerden der Klemmstücke 10 kann in
einfacher Weise durch eine Verschiebesicherung der Klemmstücke verhindert werden. Zu diesem Zweck ist
die dem Schenkelkopf 8 abgekehrte Auflagerplatte 14 gegen den Siebboden hin abgewinkelt, so daß ein
Ansatz 15 entsteht, der in eine Sieböffnung eingreift. Diese Abwinkelung ist besonders einfach herzustellen,
wenn die entsprechende Auflagerpiatte 14 diagonal zur Spannhülse 11 angeordnet ist, wie dies die F i g. 3 zeigt.
Um die U-förmige Profilschiene für die Spannhülse 11
günstig herstellen zu können, ist es vorteilhaft, sie aus einem Winkeleisen zu biegen, was in F i g. 2 strichpunktiert
angedeutet ist.
Zum Lösen der Klemmbefestigung des Siebbodens 3 brauchen lediglich die Klemmstücke 10 von den
Bügelschenke^ 9 weggeschlagen zu werden, um nach einer Querdrehung der Bügel 7 die Bügel mit ihren
Schenkelköpfen 8 aus den hinterschnittenen Nuten 4 herausnehmen zu können. Der Siebboden 3 liegt danach
vollkommen frei am Tragrahmen 2 auf, so daß ein Austauschen der Siebboden ohne besondere Werkzeuge
rasch und einfach durchgeführt werden kann. Das Festklemmen der Siebboden erfolgt in umgekehrter
Reihenfolge, wobei durch die in die Nuten 4 eingreifenden Bügel 7 die Anzahl und die Lage der
Klemmstellen den jeweiligen Verhältnissen angepaßt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Befestigen eines Siebbodens an einem Tragrahmen, wobei der Siebboden gegen
den Tragrahmen festklemmbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (2)
hinterschnittene Nuten (4) aufweist, in die winkelartige Bügel (7) mit einem Schenkel formschlüssig
eingreifen, und daß zwischen dem anderen den Siebboden (3) übergreifenden Bügelschenkel (9) und
dem Siebboden (3) jeweils ein den Siebboden (3) gegen den Tragrahmen (2) drückendes Klemmstück
(10) lösbar eingeschoben ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der in die hinterschnittene Nut (4)
formschlüssig eingreifende Schenkelkopf (8) der Bügel (7) in einer Querstellung durch die Nutenöffnung
in die Nut (4) einsetzbar ist
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (7) federnd ausgebildet
ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmstücke (10)
jeweils aus einer auf die den Siebboden (3) übergreifenden Bügelschenkel (9) aufsteckbaren
Spannhülse (11) bestehen, die wenigstens eine Auflagerpiatte (14) für den Siebboden (3) beträgt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannhülse (11) aus einer
U-förmigen Profilschiene besteht, deren Schenkel durch einen Querbolzen (13) verbunden sind und die
Auflagerplatte (14) tragen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmstück (10)
gegen ein Verschieben in Richtung des den Siebboden (3) übergreifenden Bügelschenkels (9)
gesichert ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmstück (10) einen gegen den
Siebboden (3) vorspringenden, in eine Sieböffnung eingreifenden Ansatz (15) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (15) durch eine Abwinkelung
der Auflagerplatte (14) gebildet ist.
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