DE3000422A1 - Kontinuierliches faerbe-, vigoureux- druck- und druckverfahren von materialien aus keratinfasern - Google Patents
Kontinuierliches faerbe-, vigoureux- druck- und druckverfahren von materialien aus keratinfasernInfo
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Description
300Q422
Unsere Nr. 22 715 F/kp
Aziende Colori Nazionali Affini ACNA S.p.A. Mailand/Italien
Kontinuierliches Färbe-, Vigoureux-Druck- und Druckverfahren
von Materialien aus Keratinfasern
Vorliegende Erfindung betrifft das kontinuierliche Färben, Vigoureux-Bedrucken und Bedrucken von Keratinfasermaterial
in beliebiger Form gemäß dem allgemeinen Schema des sogenannten "Pad-Steam"-Systems, welches grundsätzlich ein
Foulardierungsverfahren und eine nachfolgende Wasserdampfbehandlung
mit sich bringt.
Es gibt bekannte Verfahren zum kontinuierlichen Färben
von Keratinfasern, welche in einer Imprägnierung durch Foulardieren des zu färbenden Materials, beispielsweise
des Kammzugwollbandes, mit einem Färbebad besteht, das
den Wollfarbstoff, ein Quellungsmittel, ein Verdickungsmittel und eine Säure oder eine Säure erzeugende Substanz
sowie Produkte enthält, die zur Förderung der Geschwindigkeit der Farbstoff-Fixierung, wie z.B. Lauryl-diethanolamid
und Benzylalkohol, . wonach man den Farbstoff durch Dampfbehandlung bei 100° - 120°C in einem kontinuierlichen
Verdampfer oder in einem Autoklaven während einer Zeit fixiert, die von 20 Minuten bei hellen Farbtönen bis
zu 120 Minuten bei dunklen Farbtönen oder bei Beizfarbstoffen schwankt.
+ ) . . ,
geeignet sxnd,
geeignet sxnd,
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BAD ORIGINAL
Diese kontinuierlichen Färbeverfahren werden in der Regel jedoch nicht für Keratinfasern angewandt, und
zwar aufgrund der geringen Fixierungsgeschwindigkeit der Farbstoffe auf dem keratinischen Träger, was
starke Begrenzungen hinsichtlich des Bereichs der für diesen Zweck anwendbaren Farbstoffe, insbesondere Beizfarbstoffe,
der niederen stündlichen Produktionsgeschwindigkeiten sowie hinsichtlich der Möglichkeit,
satte Farbtöne zu erreichen, mit sich bringt.
Es wurden zahlreiche Anstrengungen unternommen, die Dampfbehandlungszeiten, die beträchtliche Energieverluste
mit sich bringen ,und ein Abfallen der Produktionsleistung
zu vermindern sowie die kontinuierlichen Färbesysteme vorteilhafter auszugestalten.
So ist in der US-PS 2 552 4O4 ein Färbeverfahren beschrieben,
welches sich im wesentlichen durch die Verwendung einer "Säure-Schock" -Behandlung auszeichnet,
gemäß dem das mit einer Lösung eines sauren Wollfarbstoffs eingeweichte imprägnierte Material nach dem Ausquetschen
durch ein siedendes Bad geführt wird, welches eine wässrige Lösung einer Mineralsäure oder organischen Säure, wie
z.B. Schwefel-, Ameisen- oder Oxalsäure, enthält. Die Azidität dieses Bads muß derjenigen einer wässrigen
Lösung entsprechen, die nicht mehr als 50 g HpSOr pro
Liter Wasser enthält. Auf diesem Weg ist es möglich, den Farbstoff in Zeiträumen von 2-10 Minuten zu fixieren^
Jedoch hatte auch dieses Verfahren keinerlei Erfolg, insofern als es in mehr oder weniger hohem Grad folgende
Nachteile aufweist:
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30GQ422
Die erreichten Färbungen waren in verschiedenem Grad "marmoriert"; es trat ein Ausbluten des Farbstoffs in
dem sauren Färbebad auf, und es ist unmöglich, Beizfarbstoffe zu verwenden.
In der GB-PS 1 103 736 ist ein Färbe- und Druckverfahren
für Keratinfasern beschrieben, welches darin besteht, daß man diese Fasern mit einer wässrigen Lösung oder Paste
behandelt, welche 30-35 Ge\i.% Harnstoff zusammen mit einem
Wollfarbstoff enthält, und nacheinander das Material dampfbehandelt, um sein Quellen und die Fixierung des Farbstoffs
auf den Keratinfasern zu bewirken und schließlich das Material einem Waschen unterwirft, um den ganzen, im
Material vorliegenden Harnstoff zu entfernen.
Aber auch dieses Verfahren wird gegenwärtig von den Färbern aufgrund der großen angewandten Mengen Harnstoff und der
Schwierigkeiten nicht angewandt, welche überwunden werden müssen, um den "Frosteffekt" (den sog. "Grauschleier")
und die "Marmorisierung" zu vermeiden.
überdies ist es bei diesem Verfahren, mit Ausnahme der
Anwendung von Reaktivfarbstoffen, nicht möglich, tiefe Farbtöne zu erhalten, weil der Fixierungsgrad zu gering ist;
und überdies die Beizfarbstoffe, welche zwangsläufig zu Farbstoffen mit einem vollen und tiefen Farbton führen,
nicht angewandt werden können.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß es möglich ist, ein kontinuierliches Färbe- und Druckverfahren für
Keratinfasernj insbesondere für Wolle, durchzuführen, welches ermöglicht, Färbungen und Drucke zu erhalten, die
frei von "Frost-" und "Marmorisierungs"-Effekten sind, und die bei allen Klassen von angewandten Wollfarbstoffen,
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einschließlich Beizfarbstoffen, einen hohen Fixierungsgrad
der Farbstoffe aufweisen; dieses Verfahren zeichnet sich durch kurze Dampfbehandlungszeiten aus, wenn immer dieses
Färbe- und Druckverfahren unter Verwendung eines besonderen komplexen ternären Trägers angewandt wird, und die Bedampfung
mit naßem Wasserdampf bei Temperaturen von 98-115 C, vorzugsweise 98-1060C, während Bedampfungszeiten
von 2-15 Minuten durchgeführt wird.
Dieser komplexe ternäre "Träger" wird hergestellt, indem man folgende Verbindungen auf geeignete Weise vermischt:
a) eine organische Verbindung mit einer wesentlichen Quellwirkung der allgemeinen Formel
C = Z
worin X und Y, die gleich oder voneinander verschieden sein können, eine primäre, sekundäre oder tertiäre
Amingruppe, eine Alkylgruppe, eine Alkoxylgruppe mit
einer niederen Kohlenstoffatomanzahl oder eine Arylgruppe; und Z Sauerstoff, Schwefel oder -NH- bedeuten;
b) eine organische Verbindung mit einem Auflösungsvermögen und einer Quellwirkung, die aus der Verbindungsklasse ausgewählt wird, welche umfaßt: Diethylenglykol,
Monoethylenglykol, Propylenglykol, Glyzerin, Cyclo-i
ν hexanol, Polyglykole, Cyclohexanon, Cellosole, Thiodiglykol,
Benzylalkohol, tert.-Butylalkohol und andere Verbindungen mit analoger Wirkung; und
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BAD ORIGINAL
c) ein Produkt mit einer reduzierenden Wirkung, das ausgewählt wurde aus der Gruppe, die aus Natrium- oder
Kaliumsulfit, -bisulfit, -thiosulfit, -hydrogensulfit
oder -metabisulfi't besteht.
Alle unter a), b) und c) angegebenen Verbindungen müssen zusammen in den Verhältnissen verwendet werden, welche
weiter unten genauer angegeben sind. Das Weglassen von auch nur einer einzigen dieser Verbindungen führt zu Ergebnissen,
welche in nicht vorhersehbarer Weise unterlegen sind.
Insbesondere werden hervorragende Trägerzusammensetzungen hergestellt, indem man die Kombinationen von Harnstoff oder
Thioharnstoff, Ethylenglykol oder tertiärem Butylalkohol, Metabisulfit oder Natriumthiosulfat in geeigneten Verhältnissen verwendet.
Eine besonders zweckmäßige Anwendung vorliegender Erfindung sieht die Verwendung eines Trägers nachfolgender
Zusammensetzung (in Gewichtsteilen) vor:
780 Teile Harnstoff
160 Teile Ethylenglykol 60 Teile Natriummetabisulfit
(A)
Wenn dieses' Gemisch in einem Verhältnis von 100-250 g/kg
Imprägnierungsbad zu diesem Farbstoffe, Verdickungsmittel und herkömmliche Additive, die zur Verbesserung des Eindringens
und der Verteilung des Farbstoffs in der Faser geeignet sind, Bad zugegeben wird, wird es möglich, eine
Quellung der Fasern zu erhalten, die ausreicht, um ein gutes Eindringen des Farbstoffs während der Dampfbehandlung
in kurzen Zeiträumen zu erhalten.
Die Klassen von verwendbaren Farbstoffen gehören zur Reihe der sauren Farbstoffe, welche im Verhältnis von 1:1 und
1:2 (entweder sulfoniert oder nicht) prämetallisiert sind, sowie zu den Beizfarbstoffen.
+ 5enthaltenden 03 0
- 1Ü -
Das Verfahren erweist sich besonders zweckmäßig, wenn es unter Verwendung des Vigoureux-Druckverfahrens angewandt
wird, wobei wertvolle "Melange"-Effekte erhalten werden, die frei von Streifenmängel sind, welche demgegenüber
bei Garnen angetroffen werden, welche.aus Mischungen von. weißen und gefärbten Garnen erhalten wurden.
Nachfolgende Beispiele dienen zur näheren Erläuterung der Erfindung; hierin sind die Teile, falls nicht anders
angegeben, als Gewichtsteile ausgedrückt, und die Abkürzung CI. bedeutet Parbindex.
6 Teile GelbrStenolana S5B (CI. saures Gelb, sulfonierter,
zuvor metallisierter 1:2-Farbstoff) wurden in heißem Wasser aufgelöst, und zu dieser Lösung wurden 150 Teile
des zuvor beschriebenen, komplexen ternären Trägers (A), 20 Teile Lauryldiethanolamid, 5 Teile eines anionischen
Quellungsmittels (Handelsprodukt Madeol BDSV )/ . 3
Teile eines Verdickungsmittels auf Grundlage von Johannisbrotmehl und Essigsäure bis zum einem pH-Wert von 5 zugemischt.
Das ganze Gemisch wurde sodann mit Wasser auf lOOOTeile gebracht.
Mit dieser Lösung wurde bei 30 C ein Kamruzugwollband gequollen,
wobei die Quetschwirkung 100 % war. Zwei Proben des so imprägnierten Kammzugbandes wurden einenteils in
einem Sternverdampfer bei 101J0C während 2 Minuten, andernteils
in einem kontinuierlichen Verdampfer bei 98°C während 5 Minuten der Dampfbehandlung unterworfen.
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BAD ORIGFNAL
_■ · 3QG0422
In beiden Fällen wurde mit guter Ausbeute ein Gelbfarbton von mittlerer Farbtiefe und hervorragenden
allgemeinen Echtheitseigenschaften erhalten, welche denjenigen entsprachen, welche bei einem Material erhalten
werden, das auf herkömmlichem Weg gefärbt wurde.
Bei Nicht-Verwendung des .zuvor beschriebenen Trägers
(A) und Anwendung der gleichen Dampfbehandlungszeiten -erwies sich die Ausbeute stark vermindert.
20 Teile Bordeau^Stenolana SB (CI. saures Violett 90,
zuvor metallisiertes Farbstoff-1:2-Sulfonat) wurden in heißem Wasser aufgelöst und sodann mit 200 Teilen des
Trägers (A) und mit den Additiven des Beispiels 1 versetzt .
Bei 25°C wurde ein Wollstapel mit einem Quetscheffekt von 110 % imprägniert; von diesem Stapel wurden 2 Teile
entnommen, von denen 1 Teil in einem Sternverdampfer bei 1020C 5 Minuten dampfbehandelt wurde, während der andere
in einem kontinuierlichen Verdampfer bei 980C 10 Minuten
dampfbehandelt wurde.
In beiden Fällen ergab der mit hoher Ausbeute auf der Faser selbst fixierte Farbstoff ein Bordeaux-Farbton
mit hervorragenden allgemeinen Echtheitseigenschaften, welche völlig denjenigen herkömmlicher Färbungen ent- '
sprach.
Analoge Ergebnisse wurden erhalten, wenn man, wie oben beschrieben, verfuhr, jedoch Gewebe aus Stapelwolle verwendete.
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30 Teile SchwaraStenolana SR (CI. saures Schwarz 194,
zuvor metallisiertes Farbstoff-1:2-Sulfonat) wurden in heißem Wasser aufgelöst, und die Druckpaste wurde, wie
in Beispiel 2 beschrieben, hergestellt.
Einige Kammzugwollbänder wurden sodann mit 75 $iger
Deckung nach dem·Vigoureux-Verfahren bedruckt, wonach
in einem kontinuierlichen Verdampfer (Modell ILMA T/CF)
15 Minuten lang dampfbehandelt wurde. Auf diesem Material
bildete sich so ein Vigoureux-Druck, der während des Waschens in einer Lisseuse keinen Farbstoff abgab und
der eine hervorragende allgemeine Farbechtheit aufwies.
Beim Arbeiten bei IO6-IO8 C in einem geschlossenen Verdampfer
wurden die Färbstoff-Fixierungszeiten auf etwa
7 Minuten vermindert.
Um das gleiche Ergebnis ohne Verwendung des zuvor angegebenen Trägers zu erreichen, benötigte man für den
Farbstoff bei den zuvor angegebenen Temperaturen eine Fixierungszeit von 60-90 Minuten.
20 Teile von BordeauxjSfcenolana SB (CI. saures Violett 90,
zuvor metallisiertes Farbstoff-1:2-Sulfat) wurden in
heißem Wasser aufgelöst und sodann mit 200 Teilen des ternären, komplexen Trägers (A), 10 Teilen Lauryldiethanolamid,
5 T*"ilen anionischem Einweichmittel (Handelsprodukt Madeol BDS^), und 3 Teilen eines Verdickungsmittels
auf Basis von Johannisbrotmehl versetzt. Das ganze Gemisch wurde sodann mit Wasser auf 1000 Teile
gebracht.
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A;-&Ä& ORIGINAL
Danach wurde wie in Beispiel 2 vorgegangen, wobei völlig analoge Ergebnisse erhalten wurden.
20 Teile Bordeauxlstenolana SB (CI. saures Violett 90,
zuvor metallisiertes Farbstoff-1:2-Sulfat) wurden in
heißem Wasser gelöst,- und sodann mit 200 Teilen des komplexen ternären Trägers (A), 10 Teilen Lauryldiethanolamid,
5 Teilen eines anionischen Einweichmittels (Handelsprodukt Madeol BDS^ '), 500 Teilen einer Verdickungspaste
auf Basis von Johannisbrotmehl, hergestellt in 8 ySiger Konzentration, und 20 Teilen Ammoniumsulfat versetzt.
Die ganze Masse wurde sodann mit Wasser auf 1000 Teile gebracht.
Ein ungebleichtes Wolltuch wurde mit der so hergestellten Paste bedruckt und sodann in einem Autoklaven bei 101I0C
5 Minuten dampfbehandelt.
Auf dem Material bildete sich ein regelmäßiger Druck eines Bordeaux-Farbtons mit hervorragenden Gesamtechtheitseigenschaften.
Nach dem zuvor beschriebenen Verfahren, wobei man jedoch ein gebleichtes Wolltuch verwendete,
fielen die Dampfbehandlungszeiten im Autoklav bei 101I0C
auf 2 Minuten ab.
Gleichermaßen gut geeignet zur in den vorherigen Beispielen beschriebenen Anwendung erwiesen sich die folgenden sulfonierten,
zuvor metallisierten 1:2-Farbstoffe:
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j"BAD ORIGINAL
j"BAD ORIGINAL
BIu Stenolana SB Rosso Stenolana SR Bruno Stenolana SG
Bruno Stenolana SRP
C.I. saures Blau 193
C.I. " Rot 362
C.I. " Braun 402
C.I. " Braun 403
Beispiel 6 ■
20 Teile des Feststoffs "BIu follone" SBL (CI. saures
Blau 80, sulfonierter saurer Farbstoff) wurden in heißem Wasser aufgelöst und sodann mit I80 Teilen des komplexen
ternären Trägers (A),. 20 Teilen Lauryldiethanolamid, 5 Teilen eines anionischen Einweichmittels (Handelsprodukt
(R)
Madeol BDS^ ') und 3 Teilen eines Verdickungsmittels auf Basis von Natriumalginat versetzt.
Madeol BDS^ ') und 3 Teilen eines Verdickungsmittels auf Basis von Natriumalginat versetzt.
Das ganze Gemisch wurde sodann mit Wasser auf 1000 Teile
gebracht.
Mit dieser Lösung wurde bei einem Quetscheffekt von 120 % ein Wolltuch foulardiert. Danach wurde 5 Minuten eine
Dampfbehandlung bei 102°C vorgenommen.
Es wurde ein tiefblauer Farbton mit sehr hohen allgemeinen Echtheitsjeigenschaften und mit einem Farbfixierungsgrad
von 98 % erhalten.
Der Farbstoff des Beispiels 5 kann mit gleichen Vorteilen durch einen der nachfolgendeil sulfonierten sauren Farbstoffe
ersetzt werden: .
Giallo follone solido 4G Giallo follone solido R Rosso follone solido R
Rosso follone solido 3B
| CI. | saures | Gelb | 79 |
| CI. | 11 | Il | 42 |
| CI. | Il | Rot | 114 |
| CI. | Il | Rot | 131 |
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3QiQ(H
Violetto follone solido R Verde follone solido BVA BIu follone solido GRA
BIu follone solido 5RA Nero Novamina STR
C.I. saures Violett 103
C.I. " Grün 84
C.I. " Blau 120
C.I. " " 113
C.I. " Schwarz 126
30 Teile Bruno Diacromo MRH (CI. Beiz-Braun 33) wurden
in heißem Wasser zusammen mit 220 Teilen des nachfolgend
zusammengesetzten Trägers aufgelöst: .
680 Teile Harnstoff 270 Teile Ethylenglykol 50 Teile Natriumbisulfit
(C)
220 Teile des Trägers (C) waren zuvor mit 30 Teilen Chromfluorid
versetzt worden. Das ganze Gemisch wurde weiter mit 20 Teilen Lauryldiethanolamid, 5 Teilen eines anionischen
Einweichmittels (Handelsprodukt Madeol BDSv ;)
und 3 Teilen eines Verdxckungsmittels auf Basis von Johannisbrotmehl
versetzt. Das Q.anze wurde sodann mit Wasser auf 1000 Teile gebracht.
Mit dieser auf 25°C gebrachten Lösung wurde ein Kammzugwollband mit einem Quetscheffekt von 110 % imprägniert.
Das Band wurde sodann in 2 Tsile geteilt, von denen einer
bei 98 C 15 Minuten dampfbehandelt wurde, während der
zweite Teil 10 Minuten bei 1040C dampfbehandelt wurde.
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Es erwies sich, daß das Band mit einem gleichmäßigen, tiefen brauen Farbton gefärbt war, welcher Echtheitseigenschaften aufwies, die einem solchen entsprachen,
das auf herkömmlichem Weg mit dem Farbstoff CI. Beiz-Braun
33 gefärbt war.
Auf analoge Weise wurden Färbungen mit hervorragenden
Eigenschaften erhalten, wenn der Farbstoff vorliegenden Beispiels jeweils durch folgende Beizfarbstoffe ersetzt
wurde:
Giallo Diacromo BN Arancio Diacromo R ■ Rosso Diacromo 3B
Rosso Diacromo G BIu Cielo Diacromo BN
BIu Diacromo B BIu Diacromo BL Bruno Diacromo KE Grigio Diacromo BLC
Nero Diacromo PSS Nero Diacromo AS/D Nero Diacromo R
| CI. | Beiz-Gelb - | ■3 | 7 |
| CI. | Beiz-^Orange | 3:1 | 15 |
| CI. | Beiz-Rot | 26 | 81 |
| CI. | Beiz-Rot | 19 | 11 |
| CI. | Beiz-Blau | 1 . | 1 |
| CI. | Beiz-Blau | 17 | 15 |
| CI. | Beiz-Blau | ||
| CI. | Beiz-Braun | ||
| CI. | Beiz-Schwarz | ||
| CI. | It It | ||
| CI. | ti tt | ||
| CI. | It Il |
20 Teile Giallo Stenolana GL (CI. saures Gelb l40, zuvor
metallisierter 1:2-Farbstoff) wurden in heißem Wasser aufgelöst und sodann mit 200 Teilen des ternären komplexen
Trägers (A) versetzt. Danach wurde, wie in Beispiel 2 beschrieben, weiterverfahren.
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„BAQ ORIGINAL
- ιγ -
Auf der Stapelwolle bildete sich ein tiefer Gelbfarbton mit hervorragenden allgemeinen Echtheitseigenschaften,
die völlig den Eigenschaften entsprachen, welche mit diesem Farbstoff auf einem Material erhalten wurden,
das auf he'rkömmlichem-Weg gefärbt wurde. In gleicher Weise sind zur .Anwendung gemäß.der obigen Beschreibung
die folgenden zuvor metallisierten 1:2-Farbstoffe gut geeignet: - ■
CI. saures Orange 139
CI-. saures Rot - 2?2
CI. saures Schwarz 181I (kein Farbindex)
CI. saures Schwarz 183
| Arancio Stenolana | R |
| Rosso Stenolana | GL |
| Grigio Stenolana | MB |
| Bruno Stenolana | M3R |
| BIu Stenolana | M2R |
| Nero Stenolana | MN |
| Beispiel 9 |
20 Teile Rosso Stenamina GRE (CI. saures Rot I83, sulfonierter,
zuvor metallisierter l:l-Farbstoff) wurden in heißem Wasser gelöst und sodann mit 200 Teilen des
Trägers (A) und daneben mit den gleichen Additiven, wie diejenigen des Beispiels 2, versetzt.
Danach wurde, wie in Beispiel 2 beschrieben, weiterverfahren, wobei auf.dem Kammzugwollband ein roter Farbton
mittlerer Tiefe mit hervorragenden allgemeinen Echtheitseigenschaften erhalten wurde, welche denjenigen des
gleichen Farbstoffs entsprachen, der auf herkömmlichem Weg auf V/olle aufgebracht wurde.
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Gemäß der obigen Beschreibung sind in gleicher Weise die folgenden sulfonierten, zuvor metallisierten
1:!-Farbstoffe zur Anwendung gut geeignet:
Giallo Stenamina Arancio Stenamina Rosa Stenamina Bordö Stenamina
BIu Stenamina Verde Stenamina Bruno Stenamina Nero Stenamina
| R | CI. | saures Gelb | Orange | 99 |
| GRE | CI. | II | Rot | 74 |
| BA | CI. | 11 | Rot | 186 |
| R | CI. | Il | Blau | 179 |
| ZG | CI. | ft | Grün | 158:2 |
| BL | CI. | Il | Färbindex) | 12 |
| 2G | (ohne | |||
| B | CI. | saures Schwarz ^2. |
Für: Aziende Colori Nazionali Affini ACNA S.p.A.,
Mailand/Italien
Dr.H.Öhr.Beil Rechtsanwalt.
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Claims (11)
1) Verfahren zum Färben und Bedrucken J/on Keratinfasern,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pasern mit einer Lösung, enthaltend einen in Wasserlöslichen Farbstoff mit einer
Affinität zu den Fasern, einen komplexen ternären Träger neben herkömmlichen Additiven zur Verbesserung der Imprägnierung
des Materials und zur Vermeidung einer Wanderung des Farbstoffs auf dem Material } imprägniert
werden, und daß das so imprägnierte Material in einem unter Druck stehenden geschlossenen Autoklaven oder in
einem kontinuierlichen Verdampfer entweder bei überatmosphärischem
oder atmosphärischem Druck mit naßem Wasserdampf bei einer Temperatur von 98-115» vorzugsweise
98-IO6 C;einer Dampfbehandlung unterworfen wird.
2) Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man als komplexen ternären Träger folgende Zusammensetzung verwendet:
a) eine Verbindung der allgemeinen Formel
C = Z
Y
Y
worin X und Y, die gleich oder voneinander verschieden sein können, eine primäre, sekundäre oder tertiäre
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Aminogruppe, eine Alkoxylgruppe mit einer niedrigen Anzahl von Kohlenstoffatomen oder eine Arylgruppe
bedeuten, und Z Sauerstoff, Schwefel oder den Rest NH bedeutet;
b) Monoethylenglykol, Diethylenglykol, Propylenglykol,
Glycerin, Cyclohexanol, Polyglykole, Cyclohexanon, Ethylenglykolmonoethyläthej?, Thiodiglykol, Benzylalkohol
oder tert.-Butylalkohol;
und
c) Natrium- oder Kaliumsulfif, Metabisulfi€, Thiosulfat,
Hydrogensulfit oder Metabisulfit als Reduktionsmittel.
3) Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als komplexen ternären Träger folgende Zusammensetzung
verwendet:
a) Harnstoff oder Thioharnstoff,
b) Ethylenglykol oder tert.-Butylalkohol, und
c) Metabisulfit oder Thiosulfat.
4) Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anteile der Komponenten
des verwendeten komplexen ternären Trägers folgende sind:
a) 600 - 800 Teile,
b) 150 - 300 Teile, und
c) 50 - 120 Teile,
wobei ihre Summe auf 1000 Teile bezogen sind.
5) Verfahren gemäß einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß man einen komplexen ternären Träger ver wendet, welcher folgende gewichtsmäßige Zusammensetzung
aufweist:
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78O Teile Harnstoff, I80 Teile Ethylenglykol und
60 Teile Natriummetabisulfit.
6) Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man den komplexen ternären
Träger in einem Verhältnis von 100 - 250 Teilen pro 1000 Teile Imprägnierungsflüssigkeit verwendet.
7) Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beim Verfahren verwen-
, deten Farbstoffe den Reihen der Farbstoffklassen angehören,
welche die sulfonierte oder unsulfonierte;vormetallisierte
1:1- oder -1:2-Säure und Beizfarbstoffe umfassen.
8) Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man als keratinische Faser
Wolle in beliebiger Form, insbesondere als Gewebe, Kammzugband oder Stapeln verwendet.
9) Verfahren gemäß den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß man das Färbebad zur Imprägnierung
des Kammzugbands nach dem Vigoureux-Verfahren verwendet.
10) Verfahren gemäß den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß man Beizfarbstoffe und einen komplexen
Träger folgender Zusammensetzung im Verfahren verwendet:
680 Teile Harnstoff, 270 Teile Ethylenglykol und 50 Teile Natriumbisulfi-t,
der mit einem zuvor zur Chromierung ausgewählten dreiwertigen
Chromsalz vorgemischt wurde.
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11) Erzeugnisse aus Keratinfasern, insbesondere Wolle, dadurch
gekennzeichnet, daß sie nach dem Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche gefärbt und/oder
bedruckt worden sind.
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT19230/79A IT1110980B (it) | 1979-01-12 | 1979-01-12 | Tintura in continuo,stampa vigoureux e stampa di materiali fibrosi cheratinici |
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| DE3000422A1 true DE3000422A1 (de) | 1980-07-24 |
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|---|---|---|---|
| DE19803000422 Withdrawn DE3000422A1 (de) | 1979-01-12 | 1980-01-08 | Kontinuierliches faerbe-, vigoureux- druck- und druckverfahren von materialien aus keratinfasern |
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| ES (1) | ES8100380A1 (de) |
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- 1980-01-11 ES ES487628A patent/ES8100380A1/es not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN1061724C (zh) * | 1996-12-24 | 2001-02-07 | 中国科学院新疆化学研究所 | 用有机溶剂制备漂白特种动物绒毛的方法 |
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