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DE69706623T2 - Kraftstoffbehälter und verfahren zur herstellung des behälters - Google Patents

Kraftstoffbehälter und verfahren zur herstellung des behälters

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Publication number
DE69706623T2
DE69706623T2 DE69706623T DE69706623T DE69706623T2 DE 69706623 T2 DE69706623 T2 DE 69706623T2 DE 69706623 T DE69706623 T DE 69706623T DE 69706623 T DE69706623 T DE 69706623T DE 69706623 T2 DE69706623 T2 DE 69706623T2
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DE
Germany
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ppm
process according
beta
heat treatment
box
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DE69706623T
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Mats Dahlbaeck
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Westinghouse Electric Sweden AB
Original Assignee
Westinghouse Atom AB
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Publication date
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    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21CNUCLEAR REACTORS
    • G21C3/00Reactor fuel elements and their assemblies; Selection of substances for use as reactor fuel elements
    • G21C3/30Assemblies of a number of fuel elements in the form of a rigid unit
    • G21C3/32Bundles of parallel pin-, rod-, or tube-shaped fuel elements
    • G21C3/324Coats or envelopes for the bundles
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E30/00Energy generation of nuclear origin
    • Y02E30/30Nuclear fission reactors

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Description

    Technisches Gebiet
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet von Brennstoffkästen aus einer Zirkoniumlegierung zur Verwendung in Kernbrennelementen, die für Siedewasserreaktoren bestimmt sind, sowie auf ein Verfahren zur Herstellung solcher Kästen.
  • Stand der Technik
  • Kernbrennelemente für Siedewasserreaktoren sind gewöhlich von einem Brennstoffkasten umgeben. Die Hauptaufgaben des Brennstoffkastens bestehen darin, dem Brennelement mechanische Stabilität zu verleihen und das Kühlwasser in einer Weise zu leiten, daß eine angemessene Kühlung in allen Teilen des Brennstabbündels erreicht wird.
  • Der Brennstoffkasten hat einen quadratischen Querschnitt und umgibt das Brennelement auf seiner gesamten Länge. Am unteren Ende des Brennstoffkastens ist ein Übergangsstück angebracht, und an dessen unterem Ende befindet sich eine Führung, die zur Befestigung in der Tragplatte des Reaktors für die Brennelemente bestimmt ist. Der Kasten kann auch mit einer inneren gewöhnlich kreuzförmigen Struktur (Versteifung) versehen sein, welche das Brennstabbündel in achsialer Richtung in vier Teilbündel unterteilt.
  • Die Genauigkeit der Form des Brennstoffkastens ist von äußerster Wichtigkeit für seine Funktion. Es ist auch wichtig für den Kasten, eine gute Korrosionsfestigkeit während des Reaktorbetriebes zu haben. Der Kasten hat eine große Oberfläche, die in Kontakt mit den Reaktorkühlmitteln steht. Es sollte nicht zur Bildung von abblätternden Korrosionsprodukten an den Kästenoberflächen kommen, da diese Produkte Radioaktivität in verschiedene Systeme des Reaktors hinein ausbreiten können. Auch sollte ein guter Sicherheitsfaktor hinsichtlich einer Schwächung der Kastenwand, bedingt durch Umformung des Metalls in Oxyde, vorhanden sein.
  • Bei der Herstellung eines Brennstoffkastens besteht das Ausgangsmaterial aus dünnen rechteckigen Platten aus einer Zirkoniumlegierung. Zirkoniumlegierungen, die in Kernreaktoren in großem Umfange verwendet werden, sind Zircaloy-2 und Zircaloy-4. Zircaloy-2 enthält 1, 2 bis 1,7% Zinn, 0,07 bis 0,20% Eisen, 0,05 bis 0,15% Chrom, 0,03 bis 0,08% Nickel, 0,09 bis 0,16% Sauerstoff, und Zircaloy-4 enthält weitgehend die gleichen Legierungselemente außer Nickel und enthält etwas mehr Eisen 0,018 bis 0,24%. Auch andere Zirkoniumlegierungen können als Ausgangsmaterial verwendet werden, wie zum Beispiel eine Zirkoniumlegierung, welche etwa 1% Zinn, etwa 1% Niob und etwa 0,2% Eisen enthält, oder eine Zirkoniumlegierung, welche etwa 1% Niob, 1% Zinn, 0,5% Eisen und 0,2% Chrom enthält. Diese Legierungen enthalten auch zufällige Verunreinigungen, normalerweise im Bereich von 500 bis 1500 ppm
  • Der Kasten wird hergestellt, indem zwei Platten in eine U- Form gebogen werden. Das Biegen erfolgt nach einem bekannten Verfahren, und ihm kann eine Wärmebehandlung der Platte vorausgehen, um ihre Duktilität zu erhöhen. Zwei U-förmige Platten werden so aufgestellt, daß sie einander gegenüberstehen, und werden längs der umgefalteten Teile der Platten miteinander verschweißt, so daß man einen Kasten mit einem quadratischen Querschnitt erhält. Die Formgebung des Kastens in seine fertigen Abmessungen erfolgt durch eine Wärmebehandlung des Kastens in einer Vorrichtung nach bekannter Art.
  • Um die Korrosionseigenschaften des Materials zu verbessern, ist es gemäß der GB 1 537 930 bekannt, das Material auf eine Temperatur über 900ºC zu erhitzen, so daß eine Phasenumwandlung in dem Material stattfindet von der hexagonalen Alphaphase in die kubischen Betaphase. Danach wird das Material schnell abgekühlt, was als Beta-Abschreckung bezeichnet wird. Die Phasenumwandlung tritt bei etwa 870ºC ein, und über etwa 930ºC ist das Material vollständig in die Betaphase umgewandelt. Die Temperatur kann in Abhängigkeit der im Zirkonium enthaltenen Legierungselemente etwas variieren, aber alle Zirkoniumlegierungen für Reaktorzwecke sind niedrig legierte Legierungen, so daß die Änderung der Phasenumwandlungs-Temperatur relativ klein ist.
  • Aus der GB 1 537 930 geht hervor, daß die Platte auf eine Temperatur von mindestens 900ºC erwärmt werden soll, indem man die Temperatur von 500ºC bis zu der gewünschten Wärmebehandlung-Temperatur steigen läßt und die Wärmebehandlung höchstens 60 Sekunden dauern läßt, wonach die Platte um mindestens 200ºC in höchstens 60 Sekunden abgekühlt werden soll. Während der Abkühlung der Platte bildet das Material ein nadelförmiges Gefüge, das sogenannte Widmannstättensches Gefüge.
  • Die US 4 238 251 beschreibt eine Wärmebehandlung von Kernbrennstoffkomponenten zur Verbesserung der Korrosionsfestigkeit in Siedewasserreaktoren.
  • Ein fertig oder fast fertig geformter Brennstoffkasten wird bei einer solchen Temperatur wärmebehandelt, daß eine beginnende Phasenumwandlung von Alpha nach Beta stattfindet, worauf der Kasten schnell auf etwa 700ºC abgekühlt wird. Diese Wärmebehandlung, eine sogenannte Beta-Abschreckung, bewirkt eine Segregation von intermetallischen Partikeln in einem zweidimensionalen Muster. Die Wärmebehandlung soll vorzugsWeise bei einer Temperatur über 965ºC stattfinden, und sollte nicht bei einer Temperatur über 1100ºC stattfinden, da dies zuviel Energie benötigt, ohne gefügemäßige Vorteile zu bringen im Vergleich mit den Wärmebehandlungen bei niedrigeren Temperaturen. Der Kasten sollte mindestens drei bis dreißig Sekunden auf der Wärmebehandlungs-Temperatur gehalten werden und dann auf eine Temperatur unterhalb von 700ºC abgeschreckt werden mit einer Geschwindigkeit von etwa 200ºC pro Sekunde.
  • Sowohl die US 5 361 282 als auch die EP 626 465 beschreiben ebenfalls eine Wärmebehandlung von Zirkoniumplatten für Brennstoffkästen zur Erzielung einer guten Korrosionsfestigkeit im Milieu eines Siedewasserreaktors. Bei der Wärmebehandlung wird das Material auf 980ºC bis 1120ºC erwärmt und wird 0,25 Sekunden bis 30 Minuten auf dieser Wärmebehandlungs-Temperatur gehalten, worauf das Material auf eine Temperatur unter 815ºC abgekühlt wird mit einer Kühlgeschwindigkeit von 6-222ºC pro Sekunde. Die Beta-Abschreckungs-Wärmebehandlung führt zu einer ungeordneten Verteilung von Kristallen in dem hexagonalen Alpha-Gefüge. Eine ungeordnete Verteilung von Kristallen vermindert die Neigung des Brennstoffkastens sich im Reaktorbetrieb zu verbiegen.
  • Ein Problem bei den Wärmebehandlungen, die in bekannter Weise zur Verbesserung der Korrosionsfestigkeit des Kastenmaterials im Siedewasserreaktor-Milieu angewendet werden, besteht darin, daß es schwierig ist, die Kastenplatten nach der Wärmebehandlung in die richtige Form zu biegen. Wegen des Gefüges, welches nach der Erwärmung in die Betaphase mit anschließender schneller Abkühlung in die Alphaphase gebildet wird, entstehen leicht Risse in dem Material, wenn dieses vor der Fertigung eines Brennstoffkastens in die U-Form gebogen werden soll. Auch eine vorbereitende Wärmebehandlung des Materials zur Erhöhung der Duktilität liefert keine ausreichend guten Ergebnisse, um das Material ohne die Gefahr von Rissen biegbar zu machen. Außerdem ist die Möglichkeit einer Vorerwärmung des Materials durch die Tatsache begrenzt, daß diese Wärmebehandlung die Korrosionseigenschaften des Materials verschlechtern kann.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung beinhaltet einen Brennstoffkasten und ein Verfahren zur Herstellung von Platten aus einer Zirkoniumlegierung für solche Brennstoffkästen. Zu dem Verfahren gehört eine Wärmebehandlung der Platten, bei der diese beta-abgeschreckt werden, das heißt, sie werden in den Beta- Phasenbereich erhitzt und anschließend schnell in den Alpha- Phasenbereich abgekühlt, um die Korrosionseigenschaften des Materials in einem Siedewasserreaktor-Milieu zu verbessern, und welche bedeutet, daß die Duktilität des Materials durch die Wärmebehandlung nicht verschlechtert wird.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung basiert auf der Erkenntnis, daß eine spezielle Form des Widmannstättenschen Gefüges, das sogenannte Korbgeflecht-Gefüge ("basketweave structure") und insbesondere ein feines lamellares Korbgeflecht- Gefüge, sich vorteilhaft zum Biegen von Kastenplatten ohne die Gefahr des Auftretens von Rissen eignet. Das Erzielen eines fein-lamellaren Korbgeflecht-Gefüge mit guten Korrosions- und Biegeeigenschaften erfordet eine kontrollierte Zusammensetzung der Zirkoniumlegierung und daß die Wärmebehandlung mit einer kontrollierten Wärmebehandlungs-Temperatur und Abkühlgeschwindigkeit durchgeführt wird. Die Erfindung wird unten detaillierter beschrieben.
  • Bei der Wärmebehandlung von Zirkoniumlegierungen im Temperaturbereich der Beta-Phase (980ºC bis 1120ºC), gefolgt von einer schnellen Abkühlung in die Alpha-Phase, können im Prinzip zwei Typen des Widmannstättenschen Gefüges enststehen, das sogenannte Korbgeflecht-Gefüge und das sogenannte Parallel-Plattengefüge. Das Korbgeflecht-Gefüge ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Kernbildungspunkten und dadurch, daß die Lamellen (Pläuichen) in mehreren verschiedenen Richtungen derart gewachsen sind, daß das Gefüge einem Korbmuster ähnelt. Das Parallel-Gefüge enthält Körner mit Lamellen, die parallel zueinander durch einen großen Teil des Beta-Korns gewachsen sind, ausgehend von den Korngrenzen.
  • Die Bildung des Korbgeflecht-Gefüges steht in Verbindung mit einem hohen Gehalt an Kohlenstoff, Silicium und Phosphor im Material. Diese Substanzen sind nicht vollständig in der Beta-Phase löslich wie die meisten Legierungselemente, sondern können Kernbildungspunkte für die Phasenumwandlung während der Temperaturreduzierung bilden. Es wurde festgestellt, daß dann, wenn Silicium die Hauptverunreinigung ist, eine schnelle Abkühlung von 1050ºC zu einem Parallel-Plattengefüge führt, während eine Abkühlung von höheren Temperaturen zu einem Korbgeflecht-Gefüge führt (ASTM STP 939 "Influence of Impurities and Temperature on the Microstructure of Zircaloy-2 and Zircaloy-4 after the Beta to Alpha Phase Transformation", Charquet et al.). Ein Korbgeflecht- Gefüge tritt auch in Materialien mit Verunreinigungsresten aus der Zirkonium-Herstellung auf in Form von Bändern (stringers) aus flüchtigen Substanzen wie zum Beispiel Chlor, Magnesium, Kalzium und Kalium, die bei der Erstarrung in das Material eingeschlossen wurden. Normalerweise wird eine Umschmelzung des Zirkoniums vorgenommen um zu verhindern, daß flüchtige Verunreinigungen im Material verbleiben.
  • Um eine beta-abgeschrecktes Material zu erhalten, welches duktil ist und ein Korbgeflecht-Gefüge hat, ist es zweckmäßig sicherzustellen, daß das Zirkonium kleine Mengen flüchtiger Verunreinigungen enthält, wie zum Beispiel vor allem Chlor, aber es können auch Magnesium, Kalzium, Natrium und Kalium vorkommen. Die Gehalte dieser Substanzen sollten klein sein, die Menge an Chlor sollte im Bereich von 0,5 bis 10 ppm liegen und die Menge der anderen flüchtigen Verunreinigungen sollte im Bereich von 5 bis 20 ppm liegen. Die Schmelzbedingungen müssen so eingestellt werden, daß der Gehalt an diesen Substanzen nicht zu niedrig ausfällt. Auch sollte der Prozentsatz des rezirkulierten Materials unter 50% gehalten werden, da dieses Material geringere Gehalte an 1 flüchtigen Verunreinigungen aufweist als "neu hergestelltes" Material.
  • Andere Elemente, die günstig für die Bildung des Korbgeflecht-Gefüge sind, sind Kohlenstoff, Silicium und Phosphor. Der Kohlenstoffgehalt sollte mindestens 100 ppm und weniger als 270 ppm betragen, der Siliciumgehalt sollte mindestens 50 ppm und weniger als 120 ppm betragen und der Phosphorgehalt sollte mindestens 1 ppm und weniger als 30 ppm betragen.
  • Die Bildung eines vorteilhaften Gefüges nach der Beta-Abschreckung wird ferner verbessert durch eine kontrollierte Herstellung des Materials. Die Herstellung ist wichtig, da sie die Verteilung und Größe der Ausscheidungen und Einschlüsse beeinflusst, die eine geringe Löslichkeit im Beta- Phasenbereich haben und die daher als kernbildende Punkte bei der Phasenumwandlung wirken. Von besonderer Wichtigkeit sind die Wärmebehandlung und die Warmverformungs-Vorgänge, welche das Material während der Herstellung zu Platten durchmacht.
  • Auch die Wärmebehandlungen der Platte, die durchgeführt werden, um Kästen aus den Platten herzustellen, können die Eigenschaften des Materials beeinflussen.
  • Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Sauerstoffgehalt der Zirkoniumlegierung. Es wurde festgestellt, daß während der Beta-Abschreckung eine Anreicherung des Sauerstoffgehalts in den Lamellen stattfindet. Wenn der Sauerstoffgehalt niedrig gehalten wird, bei etwa 600 bis 1300 ppm und vorzugsweise bei 900 bis 1100 ppm, wird die Duktilität des Materials verbessert, ohne die Festigkeit des Materials nachteilig zu beeinflussen.
  • Bei der Herstellung von Platten ist die Warmverformung des Barrens wichtig. Bei dieser Verformung findet eine Verschlechterung des Erstarrungsgefüges statt. Die Warmverformung erfolgt gewöhnlich in zwei Stufen. Die erste Verformung erfolgt bei 1100 bis 12000C, um die Verunreinigungen aus Silicium aufzulösen und gleichmäßig in der Matrix zu verteilen und um Makro-Segregationen im Gefüge zu egalisieren.
  • Ein zweiter Verformungsschritt erfolgt im Temperaturbereich der Alpha-Phase bei 650 bis 800ºC.
  • In einem Zwischenschritt nach der Verformung im Temperaturbereich der Beta-Phase ist es günstig, das Material bei einer niedrigen Temperatur im Alpha-Phasen-Bereich wärmezubehandeln, um eine Kernbildung der Silicide zu erhalten. Diese Wärmebehandlung kann in einem Bereich von 450 bis 550ºC während zwei bis fünf Stunden vorgenommen werden.
  • Andere Warmverformungs-Vorgänge, welche das Material während der Herstellung durchmacht, wie zum Beispiel Heißwalzen und/oder Extrudieren, sollten bei solchen Zeit/Temperatur/Bedingungen durchgeführt werden, bei denen die Silicide nicht größer werden und zusammenwachsen.
  • Während der abschließenden Beta-Abschreckung der Platte mit ihren fertigen Abmessungen oder fast fertigen Abmessungen findet ein schnelles Kernwachstum während der Behandlung im Beta-Phasenbereich statt. Intermetallische Ausscheidungen zwischen dem Zirkonium und den Legierungselementen werden in der Beta-Phase aufgelöst, und es besteht daher eine beträchtliche Gefahr, daß sehr große Körner, die einen ungünstigen Einfluß auf das Gefüge haben, nach der Abkühlung entstehen. Um das Kornwachstum zu begrenzen, soll gemäß der Erfindung das Material für einen sehr kurzen Zeitabschnitt, etwa 5 bis 15 Sekunden, im Beta-Phasen-Bereich verbleiben. Die Zusammensetzung des Materials und insbesondere die Menge an Silicium, Kohlenstoff und Phospor zusammen mit der Menge flüchtiger Verunreinigungen, wie zum Beispiel Chlor und auch Magnesium, Kalzium, Natrium und Kalium, sind wichtig für die Steuerung des Gefüges. Die Abkühlgeschwindigkeit von der Beta-Phasen-Temperatur hat einen großen Einfluss auf die Korrosionsfestigkeit des Materials, und es hat sich gezeigt, daß die Abkühlungsgeschwindigkeit mäßig sein sollte, um eine gute Korrosionsfestigkeit zu erhalten. Eine Abkühlgeschwindigkeit im Bereich von 5 bis 50ºC pro Sekunde ergibt ein gutes Gefüge und gute Korrosionseigenschaften. Die Abkühlgeschwindigkeit sollte unter 100ºC pro Sekunde betragen, da sich gezeigt hat, daß eine sehr schnelle Abkühlung die Korrosionsfestigkeit des Materials erheblich verschlechtert.
  • Um die Korrosionseigenschaften zu verbessern und die Ebenheit des Produktes nach der Beta-Abschreckung wieder herzustellen, wird das Material nach der Beta-Abschreckung bei einer Temperatur über 600ºC in einem ruhenden Ofen oder über 700ºC in einem Durchlaufofen und in beiden Fällen nicht über 800ºC wärmebehandelt. Es ist vorteilhaft, das Material nach dieser abschließenden Wärmebehandlung recht schnell abzukühlen. Eine Abkühlgeschwindigkeit über 5º pro Sekunde wird bevorzugt.
  • Während der Herstellung der Kästen sollten die Platten keinen Wärmebehandlungen in einem Temperaturbereich über 770ºC unterworfen werden.
  • Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
  • Als Ausgangsmaterial wird Standard-Schwamm-Zirkonium mit etwa 40% wiederverwendbarem Material verwendet, das in bekannter Art mindestens zweimal geschmolzen wird. Während der Fertigung des Barrens werden die Legierungselemente zugegeben, um Zircaloy-2 oder Zircaloy-4 zu bilden. Der fertiggestellte Barren wird im Beta-Phasenbereich bei einer Temperatur von etwa 1150ºC geschmiedet, um Phasen, die Silicium enthalten, aufzulösen und zu verteilen.
  • Danach kann eine Wärmebehandlung bei 450 bis 500ºC stattfinden zum Zwecke der Ausscheidung kleiner Silicide und Sekundärphasen-Partikel, welche die Legierungselemente enthalten. Diese Wärmebehandlung kann auch weggelassen werden.
  • Bekanntes Schmieden zur Reduzierung der Abmessung des Materials findet statt im Alpha-Phasen-Bereich, um ein Anwachsen der Silizide zu verhindern.
  • Das Schmieden wird zusätzlich reduziert durch Heißwalzen, zum Beispiel nach Vorerwärmung 15 Minuten lang bei 950ºC oder 45 Minuten lang bei 755ºC, auf eine Dicke von etwa 30 bis 20 mm, gefolgt von einem zweiten Warmwalz-Vorgang auf eine Plattendicke von etwa 6 mm bei einer maximalen Temperatur von 650ºC.
  • Eine Wärmebehandlung bei 1020ºC während 5 bis 10 Minuten, gefolgt von einer schnellen Abkühlung, kann zusätzlich stattfinden bei 30/20 mm Dicke, um die Legierungselemente, wie zum Beispiel Zinn, Eisen, Chrom oder Nickel, zu homogenisieren.
  • Die Temperatur während der Warmwalz-Schritte wird relativ niedrig gehalten, um ein Wachstum der Silicide und anderer Verunreinigungen zu verhindern.
  • Danach wird die Substanz in einer Anzahl von Schritten auf die Endabmessungen kalt runtergewalzt. Zwischen jedem Kaltwalzschritt wird eine Wärmebehandlung bei etwa 630ºC in einem ruhenden Ofen oder bei 730ºC in einem Durchlaufofen durchgeführt.
  • Während der abschließenden Beta-Abschreckung soll ein Gefüge erreicht werden, welches die Korrosionseigenschaften und die Duktilität vergrößert. Das Material wird wärmebehandelt, indem ein Band des Materials eine Wärmequelle, zum Beispiel eine Infrarotlampe, durchläuft und dabei auf etwa 1050ºC für etwa 10 Sekunden aufgeheizt wird. Danach wird das Material abgekühlt, wenn das Band die Heizzone verläßt. Die Abkühlung erfolgt bei einer Geschwindigkeit von etwa 25ºC pro Sekunde.
  • Das Plattenmaterial hat eine Mikrostruktur, die durch feinlamellares Korbgeflecht-Gefüge gekennzeichnet ist.
  • Das Material wird nach der Beta-Abschreckung bei einer Temperatur über 600ºC in einem ruhenden Ofen oder über 700ºC in einem Durchlaufofen und in beiden Fällen nicht über 800ºC wärmebehandelt.
  • Zur Herstellung von Kästen sollen die Platten zuerst in eine U-Form gebogen werden. Die Biegung kann ohne Vorerwärmung der Platten stattfinden. Kreuzplatten für Kästen mit einem inneren Wasserkreuz können auf etwa 200ºC vorerwärmt werden, bevor sie gebogen und geprägt werden.
  • Um die Gefahr eines Reißens bei dem Biegevorgang zu verhindern, müssen die Platten eine gute Duktilität haben. Das Auftreten selbst von sehr kleinen Rissen im Material macht dieses Material zu Ausschuß. Mikrorisse können ein Problem darstellen, da ihre Entdeckung schwierig ist. Die Duktilität des Materials muß daher ausreichend gut sein, um das Auftreten von Rissen zu verhindern.
  • Die abgebogenen Kastenhälften werden durch TIG-Schweißung längs der entsprechenden Seiten miteinander verbunden. Der Kasten wird geformt, damit er die gewünschte Geradheit und die gewünschte quadratische Abmessung erhält. Die Formgebung wird in bekannter Weise durchgeführt, indem der Kasten auf einem maßgenauen Dorn aus nichtrostendem Stahl angebracht wird, worauf das Paket auf etwa 600ºC erwärmt wird. Da sich der Stahl stärker ausdehnt als die Zirkoniumlegierung, werden dem Kasten die Abmessungen des Dorns verliehen.

Claims (7)

1. Verfahren zur Herstellung von Plattenmaterial aus einer Zirkoniumlegierung, welches Plattenmaterial zur Herstellung eines Brennstoffkastens für einen Siedewasserreaktor durch Biegevorgänge verformt wird, wobei das genannte Verfahren als Arbeitsschritte die Bearbeitung des Material durch Schmieden, Heizwalzen und/oder Strangpressen, Kaltwalzen und zwischengeschaltete Wärmebehandlungen sowie durch eine Beta- Abschreckung der Platte bei fertigen oder fast fertigen Abmessungen umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß das Material neben Legierungselementen und zufälligen Verunreinigungen auch flüchtige Verunreinigungen enthält und die genannten Verunreinigungen 0,5 bis 10 ppm Chlor und 5 bis 20 ppm eines oder mehrerer Elemente der Gruppe enthält, die aus Magnesium, Kalzium, Natrium und Kalium besteht, und daß das Material auch 100 bis 270 ppm Kohlenstoff enthält, 50 bis 120 ppm Silicium und 1 bis 30 ppm Phosphor und daß die Beta-Abschreckung in der Weise ausgeführt wird, daß dem Material eine Korbgeflecht-Struktur (Widmannstättensches Gefüge) verliehen wird und das Plattenmaterial nach der Beta-Abschreckung bei einer Temperatur über 600ºC in einem ruhenden Ofen oder bei über 700ºC in einem Durchlaufofen und in beiden Fällen bei nicht mehr 800ºC wärmebehandelt wird, wonach das Plattenmaterial dem Biegevorgang unterworfen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abkühlungsgeschwindigkeit des Materials nach der letzten Wärmebehandlung 5ºC pro Sekunde überschreiten soll.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Material 600 bis 1300 ppm Sauerstoff enthält.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Material 900 bis 1100 ppm Sauerstoff enthält.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Beta- Abschreckung bei Enddicke des Materials durch Erhitzung auf 980 bis 1100ºC für höchstens 15 Sekunden erfolgt, gefolgt durch Abkühlung bei einer Abkühlungsgeschwindigkeit unter 100ºC pro Sekunde, vorzugsweise innerhalb des Intervalls von 5 bis 50ºC pro Sekunde.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Material zwischen zwei Schmiedevorgängen bei 450 bis 500ºC wärmebehandelt wird, um die Ausscheidung von Siliciden und Sekundärphasen-Partikeln zu bewirken.
7. Brennstoffkasten, der aus einem Material gefertigt ist, welches nach einem Verfahren gemäß einem oder mehrerer der vorhergehenden Anspruch/Ansprüchen hergestellt wurde.
DE69706623T 1996-04-26 1997-04-21 Kraftstoffbehälter und verfahren zur herstellung des behälters Expired - Lifetime DE69706623T2 (de)

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