DE3048272C2 - Lenkverfahren für Munition - Google Patents
Lenkverfahren für MunitionInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
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Description
J5
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Bekämpfen eines Zielkörpers mit lenkbaren Geschossen
oder Flugkörpern, die mit Detektoren ausgerüstet sind, deren Nullachsen in einem Winkel zur Flugkörperoder
Geschoßachse angeordnet sind und deren Detektoren auf mindestens ein unterscheidbares Zentrum
auf dem Zielkörper oder an seinem Rand anspricht.
Prinzipiell sind durch den Stand der Technik zwei unterschiedliche Einsatzverfahren von Munition bekannt,
einmal das Streuen von Munition über ein Zielgebiet, in dem sich Ziele befinden sollen, und zum
andermal der Einsatz von Munition mit Suchkopf und entsprechender Lenkung. Das erstgenannte Verfahren
erlaubt den Einsatz von sehr »einfacher« Munition, da sie neben dem Wirkteil im allgemeinen nur eine
aerodynamische Stabilisierung mit einem einfachen Zündsystem — wie beispielsweise Aufschlagzündung
etc. — benötigt.
Bei einem Flugkci'per aber wird zusätzlich zu dem
Wirkteil und dem Zündsystem noch ein Suchkopf benötigt, der allgemein ziemlich aufwendig ist, damit er
die entsprechenden Ziele aus der Umgebung heraus diskriminieren kann. Aber weiterhin ist noch ein
Lenkteil erforderlich, das den Flugkörper in das geortete Ziel bringt.
Durch die DE-AS 27 14 688 ist nun eine Vorrichtung bekannt geworden, bei der die Korrektur der Flugbahn
eines Projektils durch einen oder mehrere Detektoren durchgeführt wird, deren Sichtfeld in einem Winkel
nach vorne gerichtet ist.
Durch die DE-OS 15 78 299 ist ein Verfahren zur Treffpunktvorverlegung für passiv ortende Lenkflugkörper
offenbart, wobei in Zielnähe eine Umschaltung auf eine sogenannte »Schielwinkelkurve« erfolgt und
dieser Winkel so bemessen ist, daß der Schnittpunkt der Spiralbahn mittschiffs ist Es soll also ein Direkttreffer
erreicht werden. Die Konstruktion zur Erfüllung dieser Aufgabe ist zwangsläufig sehr aufwendig, so ist hier ein
kardanisch aufgehängter Sensor erforderlich.
Alle diese vorgenannten Verfahren und Systeme sind auf einen Ziel-Direkttreffer gerichtet und daher in ihrer
Komplexität technologisch sehr aufwendig und andererseits aufgrund ihres Volumens und ihres Gewichts
bei vielen Munitionsarten gar nicht einsetzbar.
Man muß beim heutigen Stand der Technik zwischen zwei prinzipiell unterschiedlichen Suchkopf-Sensoren
unterscheiden, einmal die richtungsgebenden Sensoren, wie beispielsweise Millimeter-Sensoren mit einem
öffnungswinkel von einigen Grad, die nur ein Panzerfahrzeug erfassen können, oder IR-Detektoren,
die nur auf einzelne heiße Zentren eines Zieles ansprechen. Die andere Kategorie umfaßt die abbildenden
Sensoren, welche in der Lage sind, ein Ziel aufgelöst
darzustellen, wobei hier der Auflösungsgrad mehr oder weniger detailliert sein kann.
Diese letztgenannten Sensoren sind erforderlich, wenn man das Ziel mit nicht allzu großer Munition —
also mit kleineren Wirkteilen — effektiv bekämpfen will. Nur diese Sensoren sind in der Lage, Hinweise zu
geben, wo verwundbare Stellen des Zieles sind, bei einem Panzerfahrzeug beispielsweise die Turm- oder
Motoroberseite etc.
Derartige abbildende Sensoren sind jedoch technologisch sehr korvilex und damit auch sehr aufwendig. Sie
können in den meist vorgegebenen Volumina und Größen noch gar nicht untergebracht werden und
außerdem sind sie für diese Art Munition — vorwiegend aus Streubehältern ausgestoßene kleinere Submunitionsarten
— zu aufwendig.
Andererseits sind die Detektoren, die auf eine heiße Stelle oder auf ein Reflexionszentrum hin ansprechen, in
Aufbau und Anwendung relativ einfach zu gestalten und ermöglichen hiermit ihren Einsatz bei vorgenannter
Munitionsart, wenn ein entsprechender Weg bzw. eine entsprechende Konzeption aufgezeigt wird.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Lenkverfahren zu schaffen, das nicht nur eine
wesentliche Vereinfachung in Ausmaß und Gewicht der Suchkopfkomponenten erlaubt, sondern Treffer innerhalb
eines vorgegebenen um das Ziel liegenden Radius setzt und den Einsatz von hierfür bisher nicht
verwendbarer Munition erlaubt
Diese Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen aufgezeigten Maßnahmen gelöst. In der nachfolgenden
Beschreibung wird ein Ausfuhrungsbeispiel erläutert
Bei einem fahrenden Panzer sind die Kettenkanten, die von schräg vorne auch gut sichtbar sind, die
heißesten Stellen, wenn man vom Auspuff einmal absieht. Ein einfacher passiver IR-Detektor wird nun
nur die heißen Kettankanten »sehen«, Eine Hohlladungsmunition mit z. B. 100 mm Durchmesser und 1 kg
Sprengladungsgewicht ist hier nicht imstande, den Panzer bei einem Treffer auf dieser Kettenkante
kampfunfähig zu schießen. Das Problem liegt darin, daß die Reflexionszentren oder heißen Stellen im allgemeinen
nicht an den verwundbarsten Stellen auftreten. Diese befinden sich häufig am Rand des Zieles, wobei
dann das Ziel bei der gegebenen Munitionsgröße und einem Direkttreffer nicht verwundbar ist. Die Munition
an sich wäre durchaus in der Lage, den Panzer zu
vernichten, wenn sie ihn an seinen verwundbaren Stellen treffen würde, aber diese Stellen geben
allgemein keine Detektionssignale.
Nach dem allgemeinen Erfindungsgedanken des hier vorliegenden Verfahrens ist nun vorgesehen, das
Verfahren und dementsprechend auch den Suchkopf so einzurichten, daß nicht der unverwundbare Zielpunkt
getroffen wird, sondern die in seiner Nähe befindlichen verwundbaren Stellen, wobei als Zielpunkt die detektierte Stelle am zu bekämpfenden Ziel bei einem
Direkttreffer zu verstehen isL
Hierzu wird eine absichtliche Streuung bzw. Ablage um diesen Zielpunkt vorgesehen, die eine Verteilung der
Auftreffpunkte am Ort des Zielkörpers erreicht, die dem zu bekämpfenden Ziel angepaßt ist Dieser Streu- oder
Ablagekreis, wie man ihn nennen kann, ist am Suchkopf so einstellbar, daß er einen jeweils variablen Minimal-
und Maximalradius aufweist, was in erster Linie von der Zielausleguvig abhängt Technisch wird die gewünschte
Ablage am Suchkopf selbst eingestellt und zwar entsprechend dem Verhältnis der dem verwendeten
Geschoß oder Flugkörper typischen maximalen Querbeschleunigung und dem Winkel der Detektor-Nullachse zur Flugkörperachse.
Dieser Ablagekreis ist vor allem bei einer Munition interessant, die von oben in einem Winkel z. B. von etwa
60° ankommt, wobei diese Gradzahl keine Grenze darstellen soll.
Ein Rechenbeispiel veranschaulicht den Nutzeffekt des hier vorgeschlagenen Verfahrens. Ein Kampfpanzer
hat beispielsweise eine Ausdehnung von 3,2 m Breite utid 6,8 m Länge, was einer Fläche von 20,8 m2 von oben
gesehen entspricht
Die Panzerfahrzeuge untereinander sollen im Zielgebiet Abstände von je 100 m aufweisen, woraus resultiert,
daß ein Panzer in einer Fläche von 10 000 m2 steht Die Vemichtungswahrscheinlichkeit der einzusetzenden
Munition sei mit 0,5 angenommen, d. h. die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Panzers beträgt bei statistischer
Verteilung der Treffer 20,8x0,5x10-« = ΙΟ-3 pro
Schuß.
Bei Einsatz der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Munition wird bei einer ringförmigen Ablage-Verteilung dieser Munition um einen Zielpunkt — z. B. die
heiße Kettenkante — eine Trefferwahrscheinlichkeit von nur 0,2 angenommen, so daß hier bei einer
Vemichtungswahrscheinlichkeit von 0,5 eine Ausfallwahrscheinlichkeit von 10-' pro Schuß auftritt Das
aber heißt, daß bei dieser Angriffsart bei gelenkter Munition mit einfachem Suchkopf die Ausfallwahrscheinlichkeit der zu bekämpfenden Ziele lOOmal besser
ist gegenüber einer ungelenkten Munition.
In diesem Beispiel wurde ein relativ kleiner Abstand
der Ziele von nur 100 m angenommen. Bei größeren Abständen, was in der Praxis überwiegend der Fall sein
dürfte, ergeben iich noch weitaus günstigere Werte für das hier vorgeschlagene Verfahren.
Zusammenfassend kann gesagt werden, daß durch die in den Ansprüchen niedergelegten Maßnahmen ein
Verfahren geschaffen ist, das den Bau und den Einsatz eines einfachen Suchkopfes auch für kleine Munition
ermöglicht und Störmaßnahmen praktisch wirkungslos macht
Claims (4)
1. Verfahren zur Bekämpfung eines Zielkörpers mit lenkbaren Geschossen oder Flugkörpern, die mit
Detektoren ausgerüstet sind, deren Nullachsen in einem Winkel zur Flugkörper- oder Geschoßachse
angeordnet sind und deren Detektoren aut mindestens ein unterscheidbares Zentrum auf dem
Zielkörper oder an seinem Rand anspricht, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Geschoß
bzw. jeder Flugkörper in eine Richtung gelenkt wird, die einer einstellbaren Ablage von dem unterscheidbaren
Zentrum entspricht und daß durch das Einstellen unterschiedlicher Ablagen bei den einzelnen
Geschossen oder Flugkörpern eine Verteilung der Auftreffpunkte am Ort des Zielkörpers erreicht
wird, die dem zu bekämpfenden Zielkörper angepaßt ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einstellbare Ablage innerhalb einer
einstellbaren Rechteck- oder Qu&dratfläche um den
Ort des ermittelten Zielkörpers liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einstellbare Ablage innerhalb einer
ebenfalls einstellbaren Kreisfläche um den Ort des ermittelten Zielkörpers liegt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der innere und äußere Radius des
Ablagekreises, um den Ort des ermittelten Zielkörpers einstellbar ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19803048272 DE3048272C2 (de) | 1980-12-20 | 1980-12-20 | Lenkverfahren für Munition |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803048272 DE3048272C2 (de) | 1980-12-20 | 1980-12-20 | Lenkverfahren für Munition |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3048272A1 DE3048272A1 (de) | 1982-07-22 |
| DE3048272C2 true DE3048272C2 (de) | 1983-03-24 |
Family
ID=6119808
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803048272 Expired DE3048272C2 (de) | 1980-12-20 | 1980-12-20 | Lenkverfahren für Munition |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
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| DE2830502C3 (de) * | 1978-07-12 | 1981-10-08 | Bodenseewerk Gerätetechnik GmbH, 7770 Überlingen | Steuervorrichtung für Flugkörper |
-
1980
- 1980-12-20 DE DE19803048272 patent/DE3048272C2/de not_active Expired
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