DE3048064A1 - Spuelinstrument fuer chirurgische zwecke - Google Patents
Spuelinstrument fuer chirurgische zweckeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Spülinstrument für chirurgische Zwecke mit einem die Spülflüssigkeit
zu einem Mündstück führenden Rohr.
Bisher werden für Spülzwecke während einer Operation Dreiringspritzen, d.h. Spritzen mit drei Ringen
zum Einlegen des Zeigefingers, des Mittelfingers und des Daumens,verwendet. Durch Eindrücken des
Kolbens in den Zylinder dringt durch die vordere Öffnung der Spritze Flüssigkeit und wird mittels
eine Kanüle auf die Spülfläche gespritzt. Der Nachteil dieser bekannten Spülmethode besteht darin,
daß wegen des Erfordernisses einer Druckausübung auf den Spritzenkolben die Handhabung und insbesondere
das Zielen auf die zu spülende Stelle erschwert sind.
Weiter ist es nachteilig, daß die Spritze von Zeit zu Zeil- nachgefüllt werden muß, was meistens gerade
dann eintritt, wenn es für den Operateur am störendsten
ist.
Das Ziel der Erfindung besteht somit darin, ein Spülinstrument der eingangs genannten Gattung zu schaffen,
dessen Handhabung einfach und unkompliziert ist und welches es dem Benutzer gestattet, sich auf das Zielen
auf die zu spülende Stelle zu konzentrieren, ohne durch ein gefühlvolles Druckausüben erfordernde Betätigungsvorgänge
abgelenkt zu werden. Insbesondere soll auch das Erfordernis eines ständigen Nachfüllens vermieden werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß das an eine Flüssigkeitszuleitung angeschlossene Rohr
nahe dem Mundstück ein Ventil mit einem längsverschiebbaren Schieber aufweist, der in der einen vorzugsweise
zurückgezogenen Stellung den Flüssigkeitsdurchgang zum Mundstück absperrt und in der anderen vorzugsweise
vorgeschobenen Stellung den Flüssigkeitsdurchgang frei gibt. Der Schieber soll mit leichter Reibung
auf dem ihm zugeordneten Gegenstück angeordnet sein,
derart, daß er von selbst in der Endstellung verbleibt, in die er von Hand aus geschoben wurde. Insbesondere
sollen irgendwelche Rückstellfedern, welche den Schieber auf die eine oder andere Endr; te llung vorspannt,
vermieden werden.
Da das erfindungsgemäße Spülinstrument ständig an
eine Flüssigkeitszuleitung beispielsweise an einem Schlauch angeschlossen ist, entfällt jedes Erfordernis
einer Nachfüllung. Der im vorderen Endbereich des Rohres angeordnete Schieber kann beim Halten des Spülinstruments
insbesondere nach Art eines Bleistiftes oder Füllfederhalters leicht mit ein oder zwei Fingern
in der Längs- oder Axialrichtung in die Schließ- oder
Öffnungsstellung verschoben werden.
Da der Schieber erfindungsgemäß nicht durch eine Feder
in der einen oder anderen Richtung vorgespannt ist, sondern aufgrund des Reibschlusses mit seinem Gegenstück
in jeder Lage, in die er verschoben wird, stehen bleibt, braucht zum Einleiten des Spülvorganges der
Schieber lediglich in die Voll- oder Teilöffnungsposition
verschoben zu werden, in der er dann von selbst verbleibt. Der Operateur bzw. die Hilfsperson
des Operateurs kann sich also nach dem Öffnen des Ventils voll auf den Zielvorgang konzentrieren. Erst
nach Beendigung des Erfordernisses einer Spülung muß dann eine erneute Betätigung des Schiebers erfolgen.
Jetzt kommt es aber auf das Zielen nicht mehr an, so daß die Bedienungsperson sich nunmehr voll auf den
Schließvorgang konzentrieren kann.
Eine besonders bevorzugte bauliche Ausführungsform kennzeichnet sich dadurch, daß in dem Rohr ein sich
in (lossen LÜrKjsri clit ung erstreckender FlÜssigkoitszuf uhrkanal
vorgesehen ist, welcher nahe dem Mundstück über eine Abzweigbohrung an der Oberfläche des Rohres mündet, das
in einem Abstand vor der Mündung eine weitere Mündungsöffnung in der Oberfläche des Rohres vorgesehen ist, welche
über eine Abzweigbohrung mit einer Fortsetzung des Flüssigkeitszufuhrkanals verbunden ist, und daß der Ventilschieber
als axial auf dem Rohr zwischen zwei Anschlägen verschiebbare
Hülse ausgebildet ist und innen eine Ringnut aufweist, die in der einen, vorzugsweise vorderen Stellung des Schiebers
die beiden öffnungen verbindet, während in der anderen, vorzugsweise hinteren Stellung die Innenwand des Schiebers
die eine öffnung dicht verschließt.
Aufgrund der erfindungsgemäßen Anordnung des Schiebers als
Hülse auf dem Grundrohr fügt sich der Ventilschieber harmonisch in die stangenartige Form des Spülinstruments ein.
Er braucht in radialer Richtung nur geringfügig von der Oberfläche des Rohres vorzustehen, so daß er beispielsweise
mit Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger oder nur zwischen Zeige- und Mittelfinger leicht ergriffen und in
Längsrichtung in die erwünschte Stellung verschoben werden kann. Selbst nach dem Verschieben in die Öffnungsstellung kann das Instrument noch am Schieber selbst gehalten
werden, weil die Reibverbindung zum Rohr so gestaltet ist, daß allein durch die Halterung eine Verschiebung·
noch nicht erfolgen kann.
Die Betätigung wird wesentlich begünstigt, wenn nach einer weiteren Ausführungsform der Ventilschieber außen
rundum eine im Längsschnitt konkav abgerundete Einsenkung oder Riffelung aufweist, welche sich besonders gut
für das Einlegen der Finger eignet. Die Einsenkung oder Riffelung ermöglicht also die Aufbringung von Betätigungskräften in axialer Richtung in besonders günstiger Weise.
Vorzugsweise ist das Mundstück auf das vordere Ende des Rohres aufgeschraubt und bildet den vorderen Anschlag
für den Ventilsitz.
Eine Herstellungs- und Funktionsmäßig besonders zweckmäßige Ausführungsform kennzeichnet sich dadurch, daß .
der vordere, den Ventilschieber aufnehmende Endbereich des Rohres einen etwas verringerten Durchmesser aufweist
und daß die Stufe zwischen dem Mittelteil des Rohres und dem vorderen Eindbereich den hinteren Anschlag für
den Ventilschieber bildet. Bei abgeschraubtem Mundstück kann der Schieber somit von vorn einfach auf das Instrument
aufgeschoben werden. Nach dem Aufschrauben des Mundstückes liegen dann automatisch zwei Endanschläge für den
axial beweglichen Ventilschieber vor. Auch zum Reinigen des Instruments im demontierten Zustand eignet sich das
abschraubbare Mundstück besonders.
Das Mundstück weist zweckmäßigerweise einen vorderen Stutzen zum Anbringen einer Kanüle auf. Dieser Ansatz
ist zweckmäßigerweise zumindest im hinteren Bereich mit Abstand von einem Zylindermantel umgeben. In dem Zylindermantel
sind vorzugsweise an diamtral gegenüberliegenden Stellen Querschlitze vorgesehen, welche die Reinigung erleichtern.
Ein gleichmäßiger Übergang von dem Zuführungsschlauch auf das Rohr des erfindungsgemäßen Spülinstrumentes
wird erzielt, wenn nach einer weiteren Ausführungsform
am hinteren Ende des Rohres koaxial ein Zuleitungs-Anschlußstutzen
für einen Flüssigkeitszuführungsschlauch vorgesehen ist.
Der Flüssigkeitszufuhrkanal ist vorzugsweise zentral im Rohr angeordnet, was insbesondere herstellungstechnische,
aber auch Gebrauchsvorteile hat.
Da es bei Operationen häufig nicht nur darauf ankommt, zwecks Spülung Flüssigkeit zuzuführen, sondern auch aus
dem Operationsbereich Flüssigkeit abzusaugen, sieht eine weitere besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
vor, daß parallel zu dem Flüssigkeitszufuhrkanal ein Absaugkanal
in dem Rohr vorgesehen ist. Die beiden Kanäle sollen zweckmäßig außermittig im Rohr angeordnet sein,
wobei der Absaugkanal in einem seitlich schräg nach hinten vorstehenden Zuleitungsstutzen im hinteren Endbereich
des Rohres münden kann.
Der Absaugkanal soll einen wesentlich größeren Durchmesser haben als der Flüssigkeitszufuhrkanal, weil die abgesaugte
Flüssigkeit häufig verunreinigt ist und so die Gefahr von Verstopfungen des Absaugkanals wirksam vermieden wird.
Bei dieser bevorzugten Ausführungsform der Erfindung soll
am hinteren Ende des Rohres koaxial ein Absauganschlußstutzen
für einen Absaugschlauch vorgesehen sein.
Um auch das Absaugen von Flüssigkeit aus dem Operationsbereich auf einfache Weise steuern zu können, soll am hinteren
Ende des Rohres ein Schieberventil in den Absaugkanal eingeschaltet sein. Der Absauganschlußstutzen ist
also an irgendeine Vakuumquelle angeschlossen. Durch Öffnung oder Schließung des Schieberventils kann der
Unterdruck wahlweise an den Absaugkanal angeschlossen werden.
.: ν·. .: .--. - 3 04 806
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Eine besonders bevorzugte bauliche Ausführungsform kennzeichnet
sich dadurch, daß das Schieberventil einen sich durch eine den Absaugkanal kreuzende Querbohrung erstreckenden
Kolbenschieber umfaßt, der einen die Querbohrung ausfüllenden Sperrbereich und einen Durchlaßbereich verringerten
Durchmessers aufweist. Weiter ist es vorteilhaft, wenn die beiden Enden des Querschiebers Betätigungsknöpfe mit
größerem Durchmesser aufweisen, welche gleichzeitig als Anschläge zur Begrenzung des Bewegungsbereichs des Schiebers
dienen. Die Betätigungsknöpfe erfüllen also eine Doppelfunktion, indem sie die Steuerung des Schiebers ermöglichen
und dessen Endstellungen definieren.
Sowohl der Flüssigkeitszufuhrkanal als auch der Absaugkanal münden an der vorderen Stirnseite des Rohres.· Dort
wird vorzugsweise eine kombinierte Spül-Saugkanüle lösbar angebracht, welche in Fortsetzung des Flüssigkeitszufuhrkanals
und des Absaugkanals ein eingelötetes dünnes■Spülrohr
bzw. eine Absaugbohrung wesentlich größeren Durchmessers aufweist.
Von der vorderen Stirnfläche des Rohres soll in Fortsetzung des Absaugkanals ein Rohrstutzen vorspringen, der in eine
entsprechende Bohrung in der hinteren Stirnfläche der Spül-Saugkanüle paßt. Entsprechend soll von der hinteren Stirnfläche
der Spül-Saugkanüle ein dünner Rohrstutzen vorspringen, der in eine entsprechende Bohrung in der vorderen Stirnfläche
des Rohres paßt.
Auf diese Weise ist eine exakte und einwandfreie Ausrichtung der Spül- und Absaugkanäle gewährleistet, ohne daß es
irgendeiner Aufmerksamkeit des Operateurs beim Anbringen der Spül-Saugkanüle bedarf.
Im einfachsten Falle wird die Spül-Saugkanüle mit einer Überwurfmutter an dem Rohr angebracht.
Um ausreichend Platz für das Ansaugen von Flüssigkeit aus dem Operationsfeld zu schaffen, soll das Spülrohr seitlich
an der Absaugöffnung der Spül-Saugkanüle münden. Um
eine noch größere Querschnittsfläche für den Absaugvorgang zur Verfügung zu stellen, können seitlich in der Spül-Saugkanüle
nahe der Absaugöffnung auch noch Absaugbohrungen kleinen Durchmessers angeordnet sein.
Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise anhand der Zeichnung beschrieben; in dieser zeigt:
Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt eines erfindungsgemäßen Spülinstrumentes,
Fig. 2 eine gegenüber Fig. 1 um die Achse des Rohres 11 um 90° gedrehte Ansicht des Mundstückes 12,
Fig. 3 einen schematischen Längsschnitt einer weiteren bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Spülinstrumentes mit zusätzlichem Absaugkanal und
Fig. 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV in Fig. 3.
Nach der Zeichnung umfaßt das erfindungsgemäße Spülinstrument als Grundkörper ein vorzugsweise aus rostfreiem Stahl
bestehendes Rohr 11, das in seinem mittleren Bereich zwecks
guter Halterung mittels der Hand mit einer Oberflächenriffelung
bzw. -aufrauhung 41 versehen ist.
nach Fig.1 An seinem hinteren Ende weist das Rohr 11 /koaxial einen
Flüssigkeitszuleitungs-Anschlußstutzen 29 auf, auf den das Ende eines Flüssigkeitszuleitungsschlauches'13 auf-
geschoben ist und an dem sich ein zentraler Flüssigkeitszufuhrkanal
16 anschließt.
Im vorderen Bereich des Spülinstrumentes ist eine Ventilanordnung 14 mit einem hülsenförmigen Ventilschieber 1 5
vorgesehen, der im Reibschluß rundum auf einer glatten Oberfläche des Rohres 11 aufliegt. Der Bereich, auf dem
der Schieber 15 sitzt, hat einen etwas geringeren Durchmesser als der Mittelteil des Rohres 11, so daß eine Ringstufe
entsteht, die als hinterer Anschlag für den Ventilschieber 15 dient.
An seinem vorderen Ende ist das Rohr 11 mit einem Gewinde
versehen, auf das ein Mundstück 12 aufgeschraubt ist, das in der Mitte einen Stutzen 26 zum Anbringen einer Spülkanüle
48 aufweist. Das Mundstück 12 besitzt einen von dem Stutzen 26 abgehenden Zentralkanal 45, der in einen Zentralkanal
21 an der Spitze des Rohres 11 mündet bzw. stetig in diesen übergeht.
Vom Ende des zentralen Kanals 21 geht eine Querbohrung 20 ab, die in einer Öffnung 19 an der Oberfläche des Rohres
mündet.
Der stufenartige Übergang vom Mundstück 12 auf den Endbereich
des Rohres 11 mit verringertem Durchmesser bildet einen vorderen Anschlag 23 für den Ventilschieber 15.
In einem geringen Abstand hinter der Mündungsöffnung 19 befindet sich eine weitere Mündungsöffnung 18, die über eine
Querbohrung 17 mit dem Zentralkanal 16 des Rohres 11 verbunden
ist.
Im Bereich der Mündungsöffnungen 18, 19 weist der Ventilschieber
15 der Ventilanordnung 14 eine rundumlaufende
Nut 24 auf, welche in der zurückgezogenen Lage des Ventil-
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Schiebers 15 (Fig. 1) nur oberhalb der Mündungsöffnung 18
liegt, während die Mündungsöffnung durch die daraufliegende Innenwand des Ventilschiebers 15 verschlossen ist. In dieser
Position kann keine Flüssigkeit vom Zentralkanal 16 zu den Kanälen 21, 45 gelangen.
Die Länge und sonstige Dimensionierung der Ringut 24 ist weiter so, daß im nach vorn vorgeschobenen Zustand des Ventilschiebers
15, wenn dieser am Anschlag 23 des Mundstückes 12 anliegt, beide öffnungen 18, 19 in der inneren Ringnut
24 münden, so daß eine Flüssigkeitsverbindung zwischen den Querbohrungen 17, 20 vorliegt und die bei 29 durch den
Schlauch 13 zugeführte Flüssigkeit am vorderen Stutzen 26 in die dort angebrachte Spülkanüle gelangen kann.
Das Mundstück 12 ist gemäß den Fig. 1 und 2 erfindungsgemäß in besonderer Weise ausgebildet. Der Stutzen 26 ist mit radialem
Abstand von einem etwas zurückspringenden Zylindermantel 27 umgeben, welcher über den Boden 46 mit dem Stutzen
26 verbunden ist. Der Zylindermantel 27 erstreckt sich nach hinten über den Boden 46 hinaus und trägt dort das mit dem
Außengewinde 44 des Rohres 11 zusammenarbeitende Innengewinde
.
Im hinteren Bereich weist der Zylindermantel 27 zwei diametral gegenüberliegende Einschnitte 28 auf, welche senk-,
recht zur Achse des Rohres 11 verlaufen und die Reinigung
des Mundstückes erleichtern.
Der Schieber 15 weist eine für das Einlegen von Fingern geeignete konkave Ringausnehmung 25 auf.
nach Fig.1,2 Die Funktion des erfindungsgemäßen Spülinstrumentes /ist wie
folgt:
Der Operateur bzw. seine Hilfsperson bringt zunächst die
Ventilanordnung 14 in die aus Fig. 1 ersichtliche Position. Dann wird der Schlauch 13 an eine Flüssigkeitszufuhr
angeschlossen. Die Person ergreift das Instrument nach Art eines Bleistiftes und öffnet nach dem Anbringen
der Spülkanüle 48 an den Ansatz 26 und Ausrichtung des Rohres 11 auf die zu spülende Stelle die Ventilanordnung
14, indem der Schieber 15 nach vorne gegen den Anschlag 23 geschoben wird. Sobald dies geschehen ist,
bleibt der Schieber 15 in dieser Stellung stehen, da er durch eine geeignete Reibung mit dem darunterliegenden
Rohrteil verbunden ist. Die Person kann sich jetzt voll auf den Spülvorgang konzentrieren. Nach Beendigung der
Spülung wird der Ventilschieber 15 mit den in der Ausnehmung 25 liegenden Fingern wieder zurück gegen den
Anschlag 22 in seine Schließstellung gezogen.
In dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 bezeichnen
gleiche Bezugszahlen entsprechende Teile wie in Fig.. 1 .
Als weiteres wesentliches Element enthält das Ausführungsbeispiel
nach Fig. 3 einen Absaugkanal 49, der seitlich von der zentralen Achse des Rohres 11, jedoch
parallel zu dieser angeordnet ist. Der Flüssigkeitszufuhrkanal 16 ist ebenfalls außermittig angeordnet
und weist einen wesentlich kleineren Durchmesser als der Absaugkanal 49 auf. Der Durchmesser des Absaugkanals
liegt bei 5 mm, der des Flüssigkeitszufuhrkanals bei 1 mm.
Der Flüssigkeitszuleitungsstutzen 29' zweigt bei der
Ausführungsform nach den Fig. 3 und 4 im hinteren Endbereich des Rohres 11 seitlich schräg nach hinten vom
Rohr 11 ab. Axial am hinteren Ende des Rohres 11 ist
ein Schieberventil 31 angeordnet, von dem axial hinten
ein Absauganschlußstutzen 30 vorsteht, an den ein zu einer Vakuumquelle führender Schlauch angeschlossen werden
kann.
Die Ausbildung des Ventils 31 geht im einzelnen aus Fig. 4 hervor. Danach kreuzt den Absaugkanal 49 eine
Querbohrung 32, in der ein Kolbenschieber 33 quer verschiebbar angebracht ist. Der Kolbenschieber 33 weist
einen die Querbohrung 32 ausfüllenden Sperrbereich 34 sowie einen Durchlaßbereich 35 verringerten Durchmessers
auf.
An den beiden Enden des Querschiebers 33 sind Betätigungsknöpfe 36,37 mit größerem Durchmesser vorgesehen,
welche beidseits über die Oberfläche des Rohres 11 vorstehen.
In Fig. 4 ist der Kolbenschieber 33 in seiner Sperrposition veranschaulicht, in der der Sperrbereich
34 sich quer durch den Absaugkanal 49 erstreckt und diesen dadurch verschließt.
Wird jetzt von Hand auf den Knopf 36 gedrückt, so verschiebt
sich der Kolbenschieber 33 in Fig. 4 solange nach unten, bis der Betätigungsknopf 36 auf der Oberfläche
des Rohres 11 aufliegt. Nunmehr ist der Durchlaßbereich
35 verringerten Durchmessers des Kolbenschiebers 33 mit dem Absaugkanal 49 ausgerichtet. Aufgrund
des kleineren Durchmessers kann nunmehr aufgrund der Wirkung des bei 30 angeschlossenen Vakuumschlauches
Flüssigkeit durch den Absaugkanal 49 abgezogen werden.
Im vorderen Endbereich des Rohres 11 ist wieder der längsverschiebbare Ventilschieber 15 vorgesehen, welcher
im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel nach Fig.1 jedoch eine Umfangsriffeiung 25' aufweist, um das Verschieben
in Längsrichtung zu erleichtern.
Die vordere Fortsetzung 21 des Flüssigkeitszufuhrkanals 16
mündet außermittig an der vorderen Stirnfläche des Rohres 11 neben dem Absaugkanal 49.
Auf die Stirnfläche dos Mundstücks 12 ist bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 eine Spül-Saugkanüle 38 aufgesteckt, welche
eine Absaugbohrung 50 relativ großen Durchmessers und ein außermittig angeordnetes dünnes Spülrohr.39 enthält.
Von der vorderen Stirnfläche des Mundstückes 12 steht ein
Rohrstutzen 40 axial nach vorn vor, der in eine Paßöffnung 51 am hinteren Ende der Kanüle 38 paßt. Entsprechend steht
von der hinteren Stirnfläche der Spül-Saugkanüle 38 ein Rohrstutzen 42 vor, der in eine entsprechende Paßbohrung 43 im
Mundstück 12 paßt, die mit der Fortsetzung 21 des Kanals 16
ausgerichtet ist.
An seinem hinteren Ende weist die Spül-Saugkanüle 38 einen Flansch 52 auf, mittels dessen eine Überwurfmutter 54, die
auf ein Außengewinde 53 am Mundstück 12 aufgeschraubt wird, die Spül-Saugkanüle 38 am Mundstück 12 befestigt.
Das dünne Spülrohr 39 mündet seitlich an der Absaugöffnung
am vorderen Ende der Spül-Saugkanüle 38. Neben der Absaugöffnung 55 sind in der Seitenwand der Kanüle 38 rundum weitere
dünne Absaugbohrungen 56 vorgesehen.
Auch bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3, 4 erfolgt die Spülung analog der Beschreibung der Fig. 1, 2, d.h., daß in
der aus Fig. 2 ersichtlichen vorderen Stellung des Schiebers 15 der Flüssigkeitszufuhrkanal 16 mit seiner Fortsetzung 2.1
verbunden ist und die Spülung erfolgen kann. In der zurückgezogenen Stellung des Schiebers 15 bedeckt die Innenwand
47 die Eintrittsöffnung 19 der Abzweigbohrung 20, so daß nun
die weitere Zufuhr von Spülflüssigkeit unterbunden ist.
Nunmehr kann der bis dahin in der Stellung nach Fig. 4 befindliche
und den Absaugkanal 49 absperrende Kolbenschieber 33 in seine öffnungsstellung verschoben werden, in der
der Absaugkanal 49 an eine Vakuumquelle angeschlossen ist. Jetzt kann durch die Absaugöffnungen 55,56 Flüssigkeit aus
dem Operationsbereich abgesaugt werden.
- 4h-
Leerseite
Claims (23)
- Patentansprüche( 1 ,/Spülinstrument für chirurgische Zwecke mit einem die Spülflüssigkeit zu einem Mundstück führenden Rohr, dadurch gekennzeichnet , daß das an eine Flüssigkeitszuleitung (13) angeschlossene Rohr (11) nahe dem Mundstück (12) ein Ventil (14) mit einem längsverschiebbaren Schieber (15) aufweist, der in der einen, vorzugsweise zurückgezogenen Stellung den Flüssigkeitsdurchgang zum Mundstück (12) absperrt und in der anderen, vorzugsweise vorgeschobenen Stellung den Flüssigkeitsdurchgang freigibt.ORIGINAL INSPECTED
- 2. Spülinstrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, daß in dem Rohr (11) ein sich in dessen Längsrichtung erstreckender Flüssigkeitszufuhrkanal (16) vorgesehen ist, welcher nahe dem Mundstück (12) über eine Abzweigbohrung (17) an der Oberfläche des Rohres (11) mündet, da# in einem Abstand vor der Mündung (18) eine weitere Mündungsöffnung (19) in der Oberfläche des Rohres (11) vorgesehen ist,, welche über eine Abzweigbohrung (20) mit einer Fortsetzung (21) des Flüssigkeitszufuhrkanals (16) verbunden ist, und daß der Ventilschieber (15) als axial auf dem Rohr (11) zwischen zwei Anschlägen (22, 23) verschiebbare Hülse ausgebildet ist und innen eine Ringnut (24) aufweist, die in der einen, vorzugsweise vorderen, Stellung des Schiebers (15) die beiden Öffnungen (18, 19) verbindet, während in der anderen, vorzugsweise hinteren, Stellung die Innenwand (47) des Schiebers(15) die eine öffnung (19) dicht verschließt.
- 3. Spülinstrument nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Ventilschieber (15) außen rundum eine im Längsschnitt konkav abgerundete Einsenkung (25) oder Riffelung (25') aufweist.
- 4. Spülinstrument nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß das Mundstück (12) auf das vordere Ende des Rohres (11) aufgeschraubt ist und den vorderen Anschlag (23) für den Ventilschieber (15) bil- · dot.
- 5. Spülinstrument nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere, den Ventilschieber (15) aufnehmende Endbereich des Rohres (11) einen etwas verringerten Durchmesser aufweist und daß die Stufe zwischen dem Mittelteil des Rohres (11) und dem vorderen Endbereich den hinteren Anschlag (22) für den Ventilschieber (15) bildet.
- 6. Spülinstrument nach einem'der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß das Mundstück (12) einen vorderen Stutzen (26) /.um Anbringen einer Kanüle (48) aufweist.
- 7. Spülinstrument nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet , daß der Ansatz (26) zumindest im hinteren Bereich mit Abstand von einem Zylindermantel (27) umgeben ist.
- 8. Spülinstrument nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , daß in dem Zylindermantel (27) vorzugsweise an diametral gegenüberliegenden Stellen Querschlitze (28) vorgesehen sind.
- 9. Spülinstrument nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet > daß am hinteren Ende des Rohres (11) koaxial ein Zuleitungs-Anschluß-Stutzen (29) für einen Flüssigkeitszuführungsschlauch (13) vorgesehen ist.
- 10. Spülinstrument nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß der Flüssigkeitszufuhrkanal (16) zentral im Rohr (11) angeordnet ist.
- 11. Spülinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet , daß parallel zu dem Flüssigkeitszufuhrkanal (16) ein Absaugkanal (49) in dem Rohr (11) vorgesehen ist.
- 12. Spülinstrument nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet , daß die beiden Kanäle (16,49) außermittig im Rohr (11) angeordnet sind.
- 13. Spülinstrument nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet , daß der Absaugkanal (16) in einem seitlich schräg nach hinten vorstehenden Zuleitungsstutzen (29') im hinteren Endbereich des Rohres (11) mündet. '
- 14. Spülinstrument nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet , daß der Absaugkanal (49) einen wesentlich größeren Durchmesser hat als der Flüssigkeitszufuhrkanal (16).
- 15. Spülinstrument nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß am hinteren Ende des Rohres (11) koaxial ein Absauganschlußstutzen (30) für einen Absaugschlauch vorgesehen ist.
- 16. Spülinstrument nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet , daß am hinteren Ende des Rohres (11) ein Schieberventil (31) in den Absaugkanal (49) eingeschaltet ist.
- 17. Spülinstrument nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Schieberventil (31) einen sich durch eine den Absaugkanal (49) kreuzende Querbohrung (32) erstreckenden Kolbenschieber (33) umfaßt, der einen die Querbohrung (32) ausfüllenden Sperrbereich (34) und einen Durchlaßbereich (35) verringerten Durchmessers aufweist.
- 18. Spülinstrument nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet , daß die beiden Enden des Querschiebers (33) ReLcMt j gungsknöpfe (36, 37) mit größerem Durchmesser aufweisen, welche gleichzeitig als Anschläge · zur Begrenzung des Bewegungsbereichs des Schiebers (33) dienen.
- 19. Spülinstrument nach einem der Ansprüche 11 bis 18, dadurch gekennzeichnet , daß beide Kanäle (16,49) an der vorderen Stirnseite des Rohres (11) münden und daß dort eine kombinierte Spül-Saugkanüle (38) lösbar angebracht ist, welche in Fortsetzung des Flüssigkeitszufuhrkanals (16) und des Absaugkanals (49) ein eingelötetes dünnes Spülrohr (39) bzw. eine Absaugbohrung (50) wesentlich größeren Durchmessers aufweist.
- 20. Spülinstrument nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet , daß von der vorderen Stirnfläche des Rohres (11) in Fortsetzung des Absaugkanals (49) ein Rohrstutzen (40) vorspringt, der in eine entsprechende Bohrung• (51) in der hinteren Stirnfläche der Spül-Saugkanüle (38) paßt.
- 21. Spülinstrument nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet , daß von der hinteren Stirnfläche der Spül-Saugkanüle (38) ein dünner Rohrstutzen (42) vorspringt, der in eine entsprechende Bohrung (43) in der vorderen Stirnfläche des Rohres (11) paßt.
- 22. Spülinstrument nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet , daß die Spül-Saugkanüle (38) durch eine überwurfmutter (44) an dem Rohr (11) angebracht ist.
- 23. Spülinstrument nach einem der Ansprüche 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet , daß das Spülrohr (39) seitlich an der Absaugöffnung (45) der Spül-Saugkanüle (38) mündet.24* Spülinstrument nach einem der Ansprüche 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet , daß seitlich in der Spül-Saugkanüle .(38) nahe der Absaugöffnung (45) Absaugbohrungen (46) kleineren Durchmessers angeordnet sind.
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