DE1882098U - Augenwaschgeraet. - Google Patents
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Description
Patentanwälte
Beetz u. Lamprecht
Dlplom-Jngenieure
München 22, Sieinsdoristralje tO
München 22, Sieinsdoristralje tO
(7) 16.8.19-63
C 7 922/3Od Gbm
Augen:;aschgerät
Die heusrung besieht sich auf ein Auganv/asehgerät nit
einer. Vorratsbehälter für die "..Waschflüssigkeit, einer: tiefer
ar. ;;eordneten Auffangbehälter für die benutzte Jaschf lüssigkeit
und einen z~,rlsehen beiden Behältern vorgesehenen und ir.it ihnen
über ^e aire biegsame Leitung verbundenen Spülkörper, der
eir.en handgriff und eine sich daran anschließende, das obere
linde des Sgülkörpers bildende napfartige Vertiefung aufweist,
in die etwa tangential ein flüssigkeitskanal nündet, an den
die -""it der: Vorratsbehälter verbundene Leitung angeschlossen
ist, während vor.: Boden der napf artigen 'vertiefung ein durch
den Handgriff aes Spülkörpers geführter flüssigkeitskanal ausgeht,
an den die sun Auffangbehälter führende Leitung angeschlossen
ist.
In Werkstätten und Laboratorien, in denen das Personal mit ätzenden oder sonstigen gefährlichen Stoffen in 33er Ui rung
korxit, müssen besondere 'Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden,
um bei Unfällen die verletzten Körperstellen, insbesondere
die Augen, rasch und wirkungsvoll zu behandeln. Dieses Problem ist besonders in der Atomindustrie sowie in Eernforschungszentren
wegen der dort bestehenden Möglichkeit des Auftretens verseuchter Auswürfe oder radioaktiven Staubes außerordentlich
aktuell.
Ss ist "bekannt, sum la seilen eier Augen einen Spülkörper
zu vtrv/enden, den nan nit einer geeigneten Lösung füllt und
so an das Auge bringt, da3 bei einem Schwenken des Zopfss
die !Flüssigkeit nit dem Auge in Berifeung kommt.
2ine derartige -^Ausführung "besitzt jedoch nur einen verhältnismäßig
geringen ./ascheff ekt, da das ^uge nicht ständig mit
neuer ',Yaichf lüssigkeit in Berührung kon-t.
Zur Yerneidung dieses Uachteilas hat nan daher "bereits
äi:i Augenv:aschgerät s:itr;/ickelt, c-as einen Yorratsbehälter für
die './aschfli'lssigkeit, einen tiefer angeordneten Auffangbehälter
für die ce nutz te '.,aschf lüssigizeit sowie einen sv/ischen den beiden
Behält vm vorgesehenen und z±± ihnen iVtar je eine "biegsame
leitung varloundsnen Spülkörper enthält. Auf diese Weise läßt
sich erreichen, üaS ständig neus waschflüssigkeit aus den Vorratsbehälter
in den Spülkörper strönt, aus den sie nach Bespülung
das Auges in dsn Auffangbehälter abfließt.
Bei dar bekannten Ausführung i^t nun jedoch die an den Torratsbehälter
angeschlossene Terbindungsleitung unmittelbar an
die napfartige Vertiefung, und sv;?.r übar einen gleich unterhalb
ues ^ancles usr Vertiefung Yorgssehenen seitlichen Ansatz herangsf
il/rt.
Iiine derartige Lösung hat bei aer praktischen handhabung
-,eä Grei'ätes c.en 7;es9nt2.ichen ilaohteil, daß das dichte Anpressen
..es Spülkörpers an das Auge suninusst erschwert, v??nri nicht gar
Linac glich gemacht wird. ':Ls ho::,.:t infolgedessen bei der Benutzung
des beha:: ,ten dugenwa sehgerät es verhk'ltnisnüßig leicht vor,
daß Plüssigheit aus der: äpülhörper austritt, was die 3-efahr
rifsich bringt, daS verseuchte ,/aschflüssigkeit ν cd Benutzer
versehentlich verschlucht wird.
her heuerung liegt daher die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung
dieser 1'än.^el der bekannten Ausführungen ein Augenwasch^erät
der eingangs genannten Art su entwickeln, das sich
durch eine besonders sichere und einfache Handhabung auszeichnet.
Diese -1Ufgäbe wird ge::...äii T.er IVeuerung dadurch gelöst,
daß der etwa tangential in die napfartige Vertiefung aündende
Jj1IuS3igheitshanal gleichfalls durch den handgriff des an seinen
unter.-n 2nde ;-.it T.en beiden Leitungen verbundenen Soü2-l:ör"09r3
in—den ^e Li -rungs ijenäS bilde Pltissigiceitsimnäle durch den
hand griff :.".3S Spüllhorgers geführt sind, ist die napf artige
Vertiefung an ihrer Außenseite vollständig frei un:: hann daher ohne -reitores dicht an das Auge angepreßt werden. Auf diese
'■./eise aräbrigt sich ein unständliches genaues Ansetzen des
Spülhörpars an das Au.'e, wodurch u.U. vrertvolle Sehunden gev/onrien
v/erden.
3ai einer vorteilhaften Ausgestaltung des neuerunpsgercäSen
G-ei-ätss sind die beiden Plüssigheitsbehälter souie der Spülliörper
iiittels elastischer El3ii::.en an der Innen^andung eines Eofferi
lösbar befastict.
Hierdurch ist nicht nur ein rasches Abnehmen des dpülhörpc:i's
"'"ei Tjnfallan, sondern zugleich ein einfaches --uswechseln
de:.· ITlässiglceitsbeh^lter gewährleistet.
Diese und weitere Sinselhsiten der !Teuerung gehen aus der
folgenden Beschreibung eines in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeisp:\3ie3 hervor.
irig. 1 ist eine perspektivische Ansicht nit teilweise aufgebrochener
Darstellung des Zoffars, der das G-erät
.venä.r. der heuerung enthält j
Pig. 2 ist ein Längsschnitt ces äpülhörpers, der ^e^eii
C.en Augapfel gesetzt wird,
Fig. 3 ist eine ansicht des Spülhörpers von obenΐ,
Pig. 4 seigt das nit den Betätigungsorgan versehene Ende
der ώ-lasflasche.
3ei uer in Pig. 1 dargestellten Ausführungsart ist das G-erät
in einen Letalllcoffer 1 vorgesehen, der durch eine 2ür nit
nagnetisehen Yerschlub geschlossen gehalten wird.
ler !!offer ist nornalerweise nit einen dichten Überzug
2 aus Polyäthylen ungeben, der durcli eine Zunge 3 durch einfaches
Ziehen sehr schnell aufgerissen werden kann. Diese Umhüllung schätzt den lloffer und dessen Inhalt gegen ^e|äs 7erschnutfiun:;
oder 7arseucuung.
In Innern des !"offers sind nittels elastischer Slaimiierii
4,5 und 6 ar;-! v:esentliche Elemente ces Gerätes abnehrÄar be
festigt, nämlich eine !flasche Vorratsbehälter) 7, ein Spül-
körper 3 und ein Auffangbehälter 9· Die Piasehe 7 Gesteht aus
GrIas nnd kann ζ JB. eine Peilung von 1 1 'Ja senflüssigkeit enthalten.
Sie ist vertikal angeordnet und ruht auf einer Cragteil
11, o.er ~en An sat ξ Ig der PIasehe aufninnt, der eine auge spitzte
Por:: auf ".ve ist. "J er obere Bereich 13 der G-lasf lasche ist π it
s in era parallel zur Achse der G-lasflasehe ungezogenen Zohrstück
14 Vormunden, dessen unteres 2u.de 16 dicht verschlossen ist
(FiS. 4) und sine Drosselstelle 17 aufweist. An dieser Stelle
ist sendrecht 3ur Achse des liohrss eine sgitse Schraube 13
od.dgl. angeordnet, die die Iluffe 19 durchquert, welche nittels
eines IQebebandes 21 ar^ 2nde des F.ohres Gefestigt ist. J2ine
einfache drehung der spitzen Sehrauhe IS bewirkt das Zerbrechen
des dicht verschlossenen Endes und dai-.it das Ausströmen der in
aer G-lasf la sehe enthaltenen Plüssigkeit durch den Ansatz 12,
der durch einen Irolyäthylenschlauch 22 mit den Spülhörper S
verbunden ist.
!dieser Spülhörper, der aus sineni weichen plastischen !.-.Jaterial
besteht, enthält, wie aus Pig. 2 und 5 zu ersehen ist,
einen „.apf 23, dessen Zante 24 derart ausgebildet ist, daß sie
sich dicht an den Augapfel legt. A^ Boden läuft dieser ITapf 23
in einen sjllndrischen -l'eil 26 aus, aer als Handgriff dient
und von swei Lan-skanälen durchquert wird. Der Kanal 27 dient
zim Zuführen der !flüssigkeit und rundet tangential in den ITapf
23, um einen \/irbeleffekt sum Erleichtern des ;/aschens hervorzurufen,
während der andere Eanal 23 die !Flüssigkeit abj?;J-,
-'-.Ar
JL Vlx J. U ·
Jeder Kanal ist bis an ein Anschlußstück geführt, und zwar ist das Anschlußstück 29, das- dem Einlaß des Kanäles 27 entspricht,
mit dem am Ansatz 12 der Glasflasche befestigten Schlauch 22 verbunden, während das andere Anschlußstück 30 .
durch einen Schlauch 32, der ebenfalls aus Polyäthylen besteht, an eine Kapsel 33 angeschlossen ist, die den Flaschenhals des
Auffangbehälters 9 bedeckt. ' , ■
Wie aus Pig. 1 zu ersehen ist, ruht dieser Behälter, der im
übrigen durch eine Klammer 6 gehalten ist, auf dem Boden des
Koffers. -
..... Die Ausrüstung des Koffers kann durch zwei Platten 35
36 zur Aufnahme von Verbandszeug oder anderem Zubehör und.durch
eine elastische Slammer 37 vervollständigt sein, die an der ■
hinteren Wand befestigt ist und einen Stopfen 38 zum Schließen
des Aufnahmebehälters nach dem Waschvorgang trägt.
Die das dicht verschlossene Ende 16 der Glasflasche umgebende
Muffe 19 ist an ihrer Unterseite verschlossen, um zu vermeiden,
daß Glassplitter beim Zerbrechen dieses Endes herabfallen. Dieser Boden weist jedoch ein Loch 39 auf, um den Luftzutritt zu'gewährleisten (!Pig. 4). Das Klebeband "21 hält die
Muffe.19 fest, nachdem das Eohr zerbrochen ist. Die gebogene
Form des Rohres 14 verhindert ferner ein Sindringen der Glasbruchstücke, die beim Zerbrechen der entsprechenden Stelle entstehen
können, in die Lösung.
Der Koffer 1 muß in einer genügenden Höhe angeordnet
?/erden, damit nach dem Zerbrechen des Glasteiles bei 17 und
nach dem Ansetzen des Spülkörpers gegen das -^uge die beiden
Elemente als Siphon wirken können.
Der Inhalt der Glasflasche besteht vorzugsweise aus 1.1 einer isotonischen 0,9 $-igen. Salzlösung oder auch aus einer
Lösung von.Borbikarbonat oder Borsäure. Das Waschen des Auges
mittels dieser Flüssigkeit entfernt die an das Äuge gelangten
ätzenden Stoffe vollständig, und nach dem Waschen braucht man nur die Verletzungen zu behandeln. Wenn es sich um die Entfernung
von Staubteilchen handelt, genügt die Zirkulation der Flüssigkeit und die Bewegung der Pupillen, um die Staubteilchen zu
lösen, die dann durch den Auslaß 30 durch die Strömung mitgenommen
werden. Wenn verseuchte !lösungen ins Auge gelangt sind, wird das Äuge so Hange gewaschen, bis die Radioaktivität gänzlich
verschwunden ist.
Das Gerät genäfi der Feuerung ermöglicht soiit ein schnelles
und sicheres Eingreifen, was .deshalb besonders wichtig ist, da
ule /Stärke der Verletzungen mit der Beruh rungs dauer der ätzenden
oder verseuchenden Stoffe zunimmt und u.U. ein Gewinn von wenigen Sekunden das verletzte Auge retten kann.
Es ist dabei wichtig, daß die Form der Kante 24 des Napfes
25 des Spülkörpers 8 genau der Form des Augapfels angepaßt ist,
da ;jedes Austreten von Waschflüssigkeit bei Verseuchungen die
Gefahr mit sich bringt, daß Flüssigkeit verschluckt wird.
Der Spülkörper ist daher aus einem sehr weichen, plasti-
seilen Stoff hergestellt, dessen Kante genau den Umriß des
Augapfels annehmen kann und eine vollständige Dichtigkeit gewährleistet. Die Möglichkeit, die Flüssigkeit nach dem Waschen
des ^uges in. dem Auffangbehälter 9 zu sammeln, ist besonders
vorteilhaft bei Verseuchungen, da die radiotoxologische Untersuchung der Flüssigkeit eine genaue Bestimmung der Größe der
Verseuchung und in besonderen Fallen der Beschaffenheit ermöglicht.
Für andere Verwendungen des Gerätes wird das Abfließen
der Flüssigkeit auf den Boden mittels der Auffangflasche vermieden.
Die Verwendung des neuerungsgemäßen Gerätes ist nicht
auf das "Waschen von Augen nach einer Ätzung oder Verseuchung
beschränkt. Das Gerät eignet sich in gleicher ¥eise für rein
medizinische Zwecke, für Aufgaben in der Ogatalmologie und für
therapeutische Zwecke,, insbesondere zur Behandlung mit antibiotischen
lösungen,
Der Koffer kann natürlich anstelle einer einzigen Glasflasche und eines einzigen Spülkörpers die doppelte Anzahl dieser
[Peile zum gleichzeitigen Waschen zweier Augen enthalten, die
etwa durch denselben Unfall verletzt wurden. Man kann ferner den Koffer mit einer Reihe von GIasflasehen und Spülkörpern
ausstatten, wobei j,ede Glasflasche eine verschiedene Flüssigkeit
enthält, die der besonderen Art des chemischen oder radioaktiven Verletzungsstoffes angepaßt ist. Man hat etwa Dreifachkoffer
mit folgendem Inhalt ausgeführtί
1 GrIasf lasche-mit einer lösung von 9 o/oo la Ol,
1 G-lasflasche mit einer lösung 2 fo 0O7IFaH,
1 Giasflasciie mit einer Lösung von 2 $~iger Borsäure,
3 AuffangflasGJaen,
3 Spülkörper von verschiedener Parloe, um Fehlgriffe zu
vermeiden: ein rotes für die Behandlung von sauren Spritzern, ein "blaues für die Behandlung von gerben
Spritzern und ein gelbes für die Behandlung von neutrale'n
oder unbekannten Spritzern.
Claims (3)
1. Augenwaschgerät. mit einem Vorratsbehälter für die. Waschflüssigkeit,,
einem tiefer auge ordneten Auffangbehälter für die benutzte Waschflüssigkeit-und einem zwischen beiden Behältern vorgesehenen und mit ihnen über je eine biegsame Leitung
verbundenen Spülkörper, der einen Handgriff und eine sich daran anschließende, das obere Ende des.'Spülkörpers- bildende napf- '■
artige Vertiefung aufweist, in die etwa tangential ein Flüssigkeitskanal mündet, an den die mit dem Torratsbehälter verbundene
Leitung angeschlossen ist, während vom Eöden der napfartigen
Vertiefung ein durch den Handgriff des Spülkörpers geführter
flüssigkeitskanal ausgeht, an den die zum Auffangbehälter
fahrende Leitung angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet , daß der etwa tangential in die
napfartige Vertiefung mündende flüssigkeitskanal gleichfalls
durch den Handgriff des an seinem unteren Ende mit den beiden
Leitungen verbundenen Spülkörpers hindurchgeführt ist. ■
2. Augenwaschgerät nach Anspruch 1,' dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden flüssigkeitsbehälter' sowie der Spülkörper mittels
elastischer Klemmen an der Iiiiienwandung eines Koffers lösbar
befestigt sind.
- 2 -■
3. Augenv/a sehgerät nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet,
daß der als Giasflasche ausgebildete Vorratsbehälter an seinem oberen Ende ein-p^ gebogenes Eohrstiick zur Herstellung des Luftzutritts zum Behälter zwecks Durchführung eines Waschvorganges aufweist. - :
daß der als Giasflasche ausgebildete Vorratsbehälter an seinem oberen Ende ein-p^ gebogenes Eohrstiick zur Herstellung des Luftzutritts zum Behälter zwecks Durchführung eines Waschvorganges aufweist. - :
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- 1961-01-13 GB GB150961A patent/GB923977A/en not_active Expired
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