DE3047064A1 - Einrichtung zur einstellung des schnitthorizontes einer untertaegigen gewinnungsmaschine, insbesondere eines hobels - Google Patents
Einrichtung zur einstellung des schnitthorizontes einer untertaegigen gewinnungsmaschine, insbesondere eines hobelsInfo
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Description
PATENTANWÄLTE
DlPL.-ING. BUSCHHOFF
DlPL.-ING. HENNICKE
DlPL.-ING. VOLLBACH
KAISER-WILHELM-RING 24 """J*
5000 KÖLN 1
Reg-Nr.
Akten": . j" Gw 8087 j Köln, den 12.12.1980
bilte angeben
Anm.: Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia,
4670 Lünen
Titel: Einrichtung zur Einstellung des Schnitthorizontes einer untertägigen Gewinnungsmaschine, insbesondere
eines Hobels
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Einstellung des Sohnitthorizontes einer untertägigen Gewinnungsmaschine,
insbesondere eines Hobels, durch Verschwenken der Maschinenführung, bestehend aus Auslegerstangen, die
über Anschlußgelenke mit der Maschinenführung oder einem diese tragenden rückbaren Förderer in der bankrechten
Ebene gelenkbeweglich verbunden und versatzseitlg dahinter an schreitenden Ausbaueinheiten in Rückrichtung geführt
und in der bankrechten Ebene schwenkbar abgestützt sind, wobei zwischen die Maschinenführung und die Auslegerstangen
oder Anbauteilen derselben Stellvorrichtungen eingeschaltet sind.
Aus der DE-AS 23 19 910 ist eine Einrichtung dieser Art
bekannt, bei der an dem die Hobelführung tragenden Strebförderer versatzseitig aufragende Konsolen befestigt sind,
an deren oberen Enden als Stellvorrichtungen hydraulische Stellzylinder in hängender Lage angeschlossen sind. Die
Stellzylinder stützen sich jeweils an einem Stangenkopf ab, in dem jeweils zwei als Federstangen ausgebildete Auslegerstangen
an ihren vorderen Enden verbunden sind und der über das Anschlußgelenk versatzseitig am Strebförderer
angeschlossen ist. Da die Auslegerstangen in der bankrechten Ebene schwenkbar in Kulissenführungen des Schreitausbaus
geführt sind, von diesen aber im hinteren Bereich ge-
Gewerkschaft Eisenhütte Wesijf alia q n / π nr ,
Gw 8087 J IJ 4 / U b k
gen Abheben gehalten werden, führt die Ein- und Ausschubbewegung
der Stellzylinder zu einer Winkelverstellung bzw. einem Kippen des Förderers und der Hobelführung, wobei eine
unmittelbare Abhängigkeit zwischen dem Hub der Stellzylinder und dem Kippwinkel besteht. Die Winkeleinstellung
der Hobelführung wird durch Unebenheiten des Liegenden nur verhältnismäßig geringfügig beeinflußt, da die Abstützpunkte
für das aus dem Förderer, der Hobelführung und den Auslegerstangen bestehende System in größerem Abstand von
der Hobelführung im Bereich der rückwärtigen Enden der Auslegerstangen
liegen. Die Auslegerstangen dienen zugleich zur Führung des Schreitausbaus und als Stützausleger auch
zur versatzseitigen Abstützung des Förderers und der Hobelführung gegenüber auftretenden Kippkräften. Außerdem können
die Auslegerstangen als Schubgestänge für das Rücken des Förderers und des Schreitausbaus dienen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Steuereinrichtung dieser Art bei Wahrung der vorgenannten Vorteile so auszugestalten,
daß bei Verwendung von Stellzylindern oder sonstigen Stellantrieben mit verhältnismäßig kleinem Hub auch
größere Steuerhübe erreichbar sind, wobei die Möglichkeit gegeben sein soll, die gesamte Stellvorrichtung schmal zu
bauen, so daß der Befahrungsraum zwischen dem Schreitausbau und der Maschinenführung bzw. dem diese tragenden rückbaren
Förderer möglichst wenig zugebaut wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Stellvorrichtungen von spreizbaren mehrgliedrigen Gelenkhebelsystemem und hiermit gekoppelten Stellantrieben gebildet
sind.
In bevorzugter Ausführung bestehen die genannten Gelenkhebelsysteme
aus einer nach Art eines Gelenkvierecks ausgebildeten Steuerschere, deren beiden übereinanderliegenden
Kupplungsgelenke die Verbindungen zu der Maschinen-
Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia Q Π / 7 η R /
Gw 8087 J U 4 / U b
— if —
führung bzw. dem Förderer und zu den Auslegerstangen der Ausbaueinheiten oder Anbauteilen derselben herstellen und
zwischen deren beiden anderen Scherengelenken der längenveränderliche Stellantrieb, vorzugsweise ein hydraulischer
Stellzylinder, eingeschaltet ist. Die Anordnung wird zweckmäßig so getroffen, daß die Steuerschere mit ihrem oberen
Kupplungsgelenk im Abstand oberhalb des Auslegerstangen-Anschlußgelenks
an der Maschinenführung bzw. dem Förderer und mit ihrem unteren Kupplungsgelenk dicht neben dem Auslegerstangen-Anschlußgelenk
an dem Auslegerstangenkopf angeschlossen ist, wobei der Stellantrieb bzw. der Stellzylinder
etwa in Horizontallage oberhalb des Auslegerstangen-Anschlußgelenks und mittig zwischen den beiden Kupplungsgelenken der Steuerschere zwischen deren im Horizontalabstand
zueinander angeordneten Scherengelenken gelenkig eingeschaltet ist.
Mit Hilfe der aus den spreizbaren Gelenkhebelsystemen bzw. den Steuerscheren gebildeten Stellvorrichtungen lassen sich
auch größere Steuerhübe bei Verwendung verhältnismäßig kurzhubiger Stellzylinder oder sonstiger Stellantriebe,
wie z.B. Spindeln u.dgl., erreichen. Zugleich können die Stellvorrichtungen mit den eingeschalteten Stellantrieben
so zwischen das Auslegergestänge und die Maschinenführung bzw. den Förderer eingeschaltet werden, daß der Fahrweg
zwischen der Ausbaureihe des Schreitausbaus und dem Strebförderer nur unwesentlich eingeengt wird. Eine besonders
günstige Anordnung ergibt sich, wenn die Stellzylinder od. dgl. etwa in Horizontallage unmittelbar neben der versatzseitigen
Seitenwand des Förderers oder einem an dieser Fördererseitenwand befestigten Brackenblech angeordnet
wird.
Die Erfindung wird nachfolgend im Zusammenhang mit dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
Gewerkschaft Eisenhütte West-fal^a- on/ π nc /
Gw 8087 · -· ■ J U4 / Ub4
Fig. 1 in Seitenansicht und im Querschnitt durch einen
Gewinnungsstreb eine erfindungsgemäße Einrichtung;
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II-II der Fig. 1.
In der Zeichnung ist mit 10 ein rückbarer Förderer bezeichnet, der, wie bei Strebförderern üblich, als Kettenkratzförderer
ausgebildet ist und an dessen Abbaustoßseite, wie z.B. aus der DE-AS 23 19 910 bekannt, eine rampenartige Hobelführung
11 angebaut ist, an welchem ein am Abbaustoß entlangbewegter Gewinnungshobel geführt wird. Solche Hobelführungen
sind in verschiedenen Ausführungen bekannt.
Auf der Versatzseite des Förderers 10 befindet sich der Schreitausbau des untertägigen Gewinnungsbetriebes, der
z.B. aus Ausbauböcken oder Ausbauschilden 12 besteht. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht jedes Schildausbaugestell
12 aus einer zweigeteilten Liegendschwelle 13, einem Bruchschild 14, hydraulischen Stempeln 15 und einer
Kappe 16, die im Gelenk 17 mit dem Bruchschild 14 verbunden ist. Letzterer ist über ein nach Art einer Lemniskatenführung
ausgebildetes Lenkersystem 18, 19 mit der Liegendschwelle 13 verbunden. Die hydraulischen Stempel 15
sind zwischen Liegendschwelle 13 und Bruchschild 14 gelenkig eingeschaltet.
Jede Ausbaueinheit 12 ist in bekannter Weise Über ein Schreitwerk mit dem rückbaren Strebförderer 10 verbunden.
Die Schreitwerke weisen Jeweils zwei aus federelastischen Rundstangen bestehende Auslegerstangen 20 auf, die an ihren
versatzseitigen Enden über eine Traverse 21 verbunden
sind, welche mit zapfenartigen FührungsOrganen 22 in Kulissenführungen
23 der beiden Liegendkufenteile der geteilten Liegendkufe 13 in Rückrichtung R geführt ist. Die
beiden in einer gemeinsamen Ebene liegenden Auslegerstern-
Gewerkschaft Eisenhütte Westifalia on/ 7 η c /
Gw 8087
gen 20 sind im vorderen Bereich über einen Stangenkopf 24
miteinander verbunden, der nach Art einer flachen Befahrungswanne ausgebildet ist. Der Stangenkopf 24 bzw. die
Befahrungswanne ist über ein Anschlußgelenk 25 mit zur Längsrichtung des Förderers 10 parallel verlaufender Gelenkachse
in der bankrechten Ebene verschwenkbar an der Versatzseite des Förderers 10 angeschlossen. Die beiden
Auslegerstangen 20 sind daher zusammen mit ihrem Stangenkopf 24 gegenüber der geteilten Liegendschwelle 13 in der
bankrechten Ebene verschwenkbar, wobei sie durch die in
die Kulissenführungen 23 einfassenden zapfenartigen FUhrungsorgane
22 gegen Abheben nach oben gehalten sind.
An den einzelnen Rinnenschüssen des Förderers 10 sind versatzseitig
aufragende Brackenbleche 26 befestigt, an welchen im Abstand oberhalb der Anschlußgelenke 25 Kupplungsteile
27 angeordnet sind. Zwischen die Stangenköpfe bzw. die Befahrungswannen 24 und den Förderer 10 bzw. die Brakkenbleche
26 sind Stellvorrichtungen in Gestalt von spreizbaren mehrgliedrigen Gelenkhebelsystemen 28 und hiermit gekoppelten
hydraulischen Stellzylindern 29 eingeschaltet. Die Gelenkhebelsysteme 29 sind nach Art einer Steuerschere
ausgebildet, deren Gelenkviereck von Hebeln 30 bis 33 gebildet ist. Die Hebel 30 und 31 sind über ein gemeinsames
Kupplungsgelenk 34 mit dem Kupplungsteil 27 gelenkig verbunden, während die Hebel 32 und 33 in einem gemeinsamen
Kupplungsgelenk 35 an dem Stangenkopf bzw. der Befahrungswanne 24 gelenkig angeschlossen sind. Die beiden Kupplungsgelenke 34 und 35 liegen im Abstand übereinander, wobei das
untere Kupplungsgelenk 35 versatzseitig dicht neben dem Anschlußgelenk 25 angeordnet ist. Die beiden anderen Scherengelenke
36 und 37 verbinden die Hebel 30, 33 bzw. 31, 32. Zwischen diese im Horizontalabstand liegenden Scherengelenke
36 und 37 ist der hydraulische Stellzylinder 29 gelenkig eingeschaltet. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist
der Zylinder 29 im Scherengelenk 26 angeschlossen, während
Gewerkschaft Eisenhütte Vfestifal'ia o n , n nn ,
seine Kolbenstange 38 mit dem Scherengelenk 37 verbunden
ist.
Es ist erkennbar, daß beim Ausschub des Stellzylinders 29 die Scherengelenke 36 und 37 sich voneinander entfernen,
wodurch sich zwangsläufig die Kupplungsgelenke ~$k und 35
einander nähern. Das die Steuerschere 28 bildende Gelenkviereck
nimmt hierbei die Form eines flachen Parallelogramms an. Bei dieser Stellbewegung wird der Förderer 10
mit der Hobelführung 11 in der bankrechten Ebene nach oben, d.h. im Sinne eines Kletteras des Hobels geschwenkt.
Beim Einschub des hydraulischen Stellzylinders 29 verringert sich der Abstand der Scherengelenke 36 und 37,
während sich der Abstand der Kupplungsgelenke 34 und 35 erhöht. Entsprechend wird der Förderer mit der Hobelführung
11 in Gegenrichtung gekippt, d.h. der Hobel auf Tauchen gesteuert.
Fig. 1 zeigt, daß die gesamte Stellvorrichtung 28 mit der Steuerschere und dem hydraulischen Stellzylinder 29 zur
Bankrechten nur geringfügig geneigt unmittelbar neben der versatzseitigen Seitenwand des Förderers 10 liegt und daher
die Breite des Fahrfeldes zwischen dem Schreitausbau und dem Förderer nur unwesentlich einengt. Über die Steuerschere
28 lassen sich durch Druckbeaufschlagung des oberhalb
des Anschlußgelenks 25 in Horizontallage liegenden Stellzylinders 29 verhältnismäßig große Steuerhübe zur Einstellung
des Schnitthorizontes des an der Hobelführung 11 geführten Kohlenhobels erreichen.
Das an der geteilten Liegendschwelle 13 des Schreitausbaus 12 geführte Auslegergestänge 20 dient in bekannter
Weise zugleich als Rückgestänge zum Rücken des Förderers 10 und der Hobelführung 11 in Pfeilrichtung R sowie zum
Nachziehen des Schreitausbaus. Zu diesem Zweck ist ein hydraulischer Rückzylinder 39 in das Auslegergestänge ein-
Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia on/ 7 η α ι
Gw 8087 J^' Ub
geschaltet, der sich im vorderen Bereich der geteilten Liegendschwelle 13 in einem Gelenk 40 abstützt und dessen
Kolbenstange 41 über ein Gelenk 42 mit der Traverse 21 verbunden ist.. Beim Einschub des Rückzylinders 41 wird demgemäß
der Förderer 10 mit der Hobelführung 11 über die Auslegerstangen 20 in Pfeilrichtung R gegen den Abbaustoß gerückt,
während bei Ausschub des Rückzylinders 39 die zugeordnete Ausbaueinheit 12 nachgezogen wird.
-40-Letrse'iie
Claims (1)
- PATENTANWÄLTE fDIPL.-ING. BUSCHHOFF
DlPL.-ING. HENNICKE
DIPL.-ING. VOLLBACHKAISER-WILHELM-RING 245000 KÖLN 1Reg. Nr.Aktenz-:L 8087 J KÖLN, den 12.12.1980bilte angeben VO/ltLTAnm.: Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia, 4670 LünenTitel: Einrichtlang zur Einstellung des Schnitthorizontes einer untertägigen Gewinnungsmaschine, insbesondere eines HobelsAnsprücheο Einrichtung zur Einstellung des Schnitthorizontes einer untertägigen Gewinnungsmaschine, insbesondere eines Hobels, durch Verschwenken der Maschinenführung, bestehend aus Auslegerstangen, die über Anschlußgelenke mit der Maschinenführung oder einem diese tragenden rückbaren Förderer in der bankrechten Ebene gelenkbeweglich verbunden und versatzseitig dahinter an schreitenden Ausbaueinheiten in Rückrichtung geführt und in der bankrechten Ebene schwenkbar abgestützt sind, wobei zwischen die Maschinenführung und die Auslegerstangen oder Anbauteilen derselben Stellvorrichtungen eingeschaltet sind, dadurch gekennzeichnet , daß die Stellvorrichtungen von spreizbaren mehrgliedrigen Gelenkhebelsystemen (28) und hiermit gekoppelten Stellantrieben (29) gebildet sind.β Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Gelenkhebelsysteme (28) aus einer nach Art eines Gelenkvierecks ausgebildeten Steuerschere bestehen, deren beide übereinanderliegenden Kupplungsgelenke (34, 35) die Verbin-Gewerkschaft Eisenhütte West.falia Gw 8087-K-on/ τη <~J U 4 / U Odüngen zu der Maschinenführung (11) und zu den Auslegerstangen (20) oder Anbauteilen (10, 26, 24) herstellen und zwischen deren beiden anderen Scherengelenken (36, 37) der längenveränderliche Stellantrieb (29), vorzugsweise ein hydraulischer Stellzylinder, eingeschaltet ist.3· Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Steuerschere (28) mit ihrem oberen Kupplungsgelenk (34) im Abstand oberhalb des Auslegerstangen-Anschlußgelenks (25) an der Maschinenführung bzw. dem Förderer (10) und mit ihrem unteren Kupplungsgelenk (35) dicht neben dem Auslegerstangen-Anschlußgelenk (25) an einem Ausleger-Stangenkopf bzw. einer Befahrungswanne (24) od.dgl. angeschlossen 1st, und daß der Stellantrieb (29) etwa in Horizontallage oberhalb des Auslegerstangen-Anschlußgelenks (25) zwischen den beiden Kupplungsgelenken (34, 35) der Steuerschere (28) zwischen deren im Horizontalabstand zueinander angeordneten Scherengelenken (36, 37) gelenkig eingeschaltet ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: GEWERKSCHAFT EISENHUETTE WESTFALIA GMBH, 4670 LUEN |
|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: WESTFALIA BECORIT INDUSTRIETECHNIK GMBH, 4670 LUEN |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |