DE3343311A1 - Einrichtung zum einbringen hydraulischer schreitausbaueinheiten in einen untertaegigen gewinnungsbetrieb, insbesondere in einen steilstreb - Google Patents
Einrichtung zum einbringen hydraulischer schreitausbaueinheiten in einen untertaegigen gewinnungsbetrieb, insbesondere in einen steilstrebInfo
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Description
R«g.-Nr.
Gw 8352
bitte angeben
Anm.: Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia,
4670 Lünen
Titel: Einrichtung zum Einbringen hydraulischer Schreitausbaueinheiten in einen untertägigen
Gewinnungsbetrieb, insbesondere in einen Steilstreb
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Einbringen hydraulischer
Schreitausbaueinheiten in einen untertägigen Gewinnungsbetrieb, insbesondere in einen Steilstreb.
Der mechanisierte Abbau steil gelagerter Kohlenflöze wirft bekanntlich technische Probleme auf, die in der Vergangenheit
nicht zufriedenstellend bewältigt werden konnten. Die in flacher oder mäßig geneigter Lagerung bewährten schweren
Ausbau- und Gewinnungseinrichtungen lassen sich in steiler Lagerung nicht mit dem gewünschten Erfolg einsetzen.
Ein wirtschaftlicher Abbau steil gelagerter Flöze setzt außerdem voraus, daß es gelingt, die Strebausrüstung
nach Fertigstellung des Aufhauens möglichst rasch einzubringen und nach Beendigung des Abbaubetriebes auch möglichst
rasch wieder aus dem Streb auszubauen und in einen neu vorgerichteten Streb zum Einsatz zu bringen.
Die Vorrichtungsarbeiten für einen untertägigen Gewinnungsbetrieb erfordern bekanntlich einen beträchtlichen
Arbeits- und Zeitaufwand. Insbesondere in Steilstreben muß die gesamte Strebausrüstung gegen Abrutschen im Einfallen
gesichert werden. Die aus schweren Ausbaurahmen,
Ausbauschilden od.dgl. bestehenden Ausbaueinheiten werden
z.B. von der Kopfstrecke her einzeln nacheinander in den
Streb abgelassen. Dabei müssen die einzelnen Ausbaueinheiten jeweils bis in ihre Einbauposition im Streb gebracht
werden, bevor die nachfolgende Ausbaueinheit eingebracht wird.
Aus der DE-OS 33 00 167 ist eine Strebausrüstung für steilstehende Gewinnungsbetriebe bekannt, die aus einzelnen Abschnitten
besteht, von denen jeder einen hydraulischen Leichtbaurahmen mit Schreitwerk, bergestoßseitigem Abschnitt
einer Versatzwand und abbaustoßseitigem Balkenabschnitt aufweist, der eine Führung für eine Gewinnungsmaschine
bilden oder tragen kann. Die Balkenabschnitte der im Streb stehenden Ausbaueinheiten bilden einen durchgehenden
Gelenkbalken, an dem die Ausbaueinheiten mit ihren Schreitwerken angeschlossen sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung zu schaffen, mit der sich insbesondere in der geneigten und steilen
Lagerung die Schreitausbaueinheiten, vorzugsweise zusammen mit den weiteren Teilen einer Abbaueinrichtung, wie
mit den Teilen einer Gewinnungsmaschinenführung, einer Versatzwand u.dgl., wesentlich rascher als bisher in den Streb
einbringen und ggf. nach Beendigung der Abbauarbeit auch wieder aus dem Streb ausbauen lassen, und die mit besonderem
Vorteil bei der Abbaueinrichtung nach der vorgenannten DE-OS 33 00 167 Verwendung finden kann, ohne aber auf diesen
Verwendungsfall beschränkt zu sein.
Die vorgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Einrichtung
gelöst, die aus einem schrittweise in Streblängsrichtung bewegbaren, mittels hydraulischer Stempel verspannbaren
Wandergestell besteht, das mit einer Kupplungs- und/ oder Abstützvorrichtung für die Kupplung bzw. die Abstützung
der einzubringenden Schreitausbaueinheiten versehen ist.
Mit dieser Ausgestaltung der Einrichtung ist es möglich,
die Teile der Abbaueinrichtung, die jeweils zumindest eine Schreitausbaueinheit umfassen, nach Art eines Gliederzuges
gekoppelt in den Streb einzubringen, wobei das am Kopf des Gliederzuges angeordnete Wandergestell, vergleichbar einer
Zugmaschine, den gesamten Gliederzug nachschleppt, an dem endseitig die einzelnen Einheiten in Aufeinanderfolge angekoppelt
werden. Damit ist es möglich, die Ausbaueinheiten bzw. die sie umfassenden Abschnitte der Abbaueinrichtung
von der Begleitstrecke her in schrittweiser Einbaufolge in den Strebraum einzubringen, bei geneigter bzw. steiler
Lagerung zweckmäßig von der oberen Kopfstrecke her, wobei
das Wandergestell mit dem im KopfStreckenbereich durch Anhängen von weiteren Einheiten ständig verlängerten Gliederzug
sich durch den Streb hindurch nach unten bewegt. In steiler Lagerung bildet das Wandergestell zugleich das
Stützlager, auf dem sich der gesamte Gliederzug abstützt und das somit ein Abrutschen und Abstürzen des von der Kette
der Schreitausbaueinheiten gebildeten Gliederzuges im Einfallen verhindert.
Das Wandergestell kann von unterschiedlicher Ausbildung sein, z.B. aus einem mit hydraulischen Stempeln versehenen
Gestell bestehen, welches mit angetriebenen Raupenbändern in Verspannung mit dem Hangenden und Liegenden in Streblängsrichtung
fahrbar ist. Vorzugsweise besteht das Wandergestell aber aus einem einfachen Wandergespann, dessen mit
hydraulischen Stempeln, Kappen und Kufen versehene Gespannteile über ein Hub- und Längsschreitwerk gekoppelt sind,
derart, daß die Gespannteile in wechselnder Folge und unter gegenseitiger Abstützung in Streblängsrichtung bewegbar
sind, ähnlich wie dies bei im Nachziehschritt rückbaren Ausbaueinheiten der Fall ist. Das Wandergespann kann nach erfolgtem
Einbau der Ausbaueinheiten im Strebraum verbleiben und hier im Strebendbereich den in Abbaurichtung mitführbaren
Schreitausbau bilden. Mit Hilfe des Wandergestells bzw.
des es bildenden Wandergespanns kann auch die gesamte Ausbaukette bei Beendigung der Abbauarbeit wieder aus dem
Streb ausgebaut werden. Dies erfolgt bei geneigter bzw. steiler Lagerung durch Rücklaufbewegung des Wandergestells
von der unteren Fußstrecke zur oberen Kopfstrecke des Strebs hin, wobei an der oberen Kopfstrecke die Schreitausbaueinheiten
einzeln nacheinander abgekoppelt werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind
die Gespannteile auch über ein Querschreitwerk in Abbaurichtung gegeneinander beweglich gekoppelt. Dies ermöglicht
es, insbesondere bei einem steilstehenden Streb mit überkipptem Abbaustoß die Schreitausbaueinheiten problemlos
im überkippten Streb nach unten zu transportieren und in ihrer Lage zum Abbaustoß auszurichten. Das genannte
Querschreitwerk besteht vorzugsweise aus einem an dem einen Gespannteil des Wandergespanns in Abbaurichtung und
in Gegenrichtung beweglich gelagerten Schlitten mit zugeordnetem Schlittenantrieb, der zweckmäßig von einem einfachen
hydraulischen Schubkolbengetriebe gebildet wird. Die Anordnung ist vorteilhafterweise so getroffen, daß an
dem Schlitten das Hub- und Längsschreitwerk angreift. Bei einem Wandergespann ist der Schlitten vorzugsweise an dem
im Einfallen oberen Gespannteil gelagert, welches auch die Kupplungs- und/oder Abstützvorrichtung für die Kupplung
und Abstützung der Schreitausbaueinheiten aufweist.
An dem im Einfallen unten liegenden Gespannteil kann eine Steuervorrichtung zur Steuerung der gesamten Einrichtung
angekoppelt werden, die sich mit einer Kufe auf dem Liegenden Abstützt. Die gesamte Einrichtung kann mit einem
eigenen hydraulischen Versorgungsaggregat versehen sein, das vorzugsweise an der Steuervorrichtung angeordnet ist.
Bei einem Steilstreb mit überkipptem Abbaustoß läßt sich die Anordnung in vorteilhafter Weise so treffen, daß die
mit dem Wandergestell bzw. dem Wandergespann gekoppelte Gliederkette der Schreitausbaueinheiten sich zugleich gegen
den Abbaustoß abstützt, so daß die Schreitausbaueinheiten unter Abstützung am Abbaustoß schrittweise im Streb
nach unten wandern entsprechend der Schreitbewegung des Wandergestel1s.
Die erfindungsgemäße Einrichtung kann mit besonderem Vorteil
bei einer Strebausrüstung Verwendung finden, bei der für die Schreitausbaueinheiten Ausbaurahmen Verwendung fin
den, die mit ihrer Schreitvorrichtung an Balkenabschnitten angeschlossen sind, die im Streb einen Gelenkbalken bilden.
Solche Strebausrüstungen sind aus der vorgenannten DE-OS 33 00 167 bekannt. Bei dieser Strebaisrüstung sind die einzelnen
Ausbaueinheiten über ihre Gelenkbalken untereinander gelenkig verbunden; die endseitige Ausbaueinheit wird
dabei zweckmäßig mit ihrem Balkenabschnitt an der Kupplungsvorrichtung des Wandergestells bzw. des Wandergespanns
gelenkig und zugfest angeschlossen. Die Balkenabschnitte erhalten hierbei zweckmäßig Kufen, mit denen sie
sich gegen den Abbaustoß legen. Außerdem werden die Schreitausbaueinheiten vorteilhafterweise mit Stützkufen
versehen, die seitlich gegen die benachbarten Ausbaueinheiten ausstellbar sind. Über die Stützkufen erfolgt eine
gegenseitige Abstützung der Ausbaueinheiten gegeneinander und gegen das Wandergestell im bergestoßseitigen Bereich.
Weitere Merkmale der Erfindung sind in den einzelnen Ansprüchen angegeben und ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels der Erfindung. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Einrichtung in schematischer
Vereinfachung im oberen Bereich eines Steilstrebes;
BAD ORIGINAL
-Ψ-.9-
Fig. 2 die Einrichtung nach Fig. 1 in einer Ansicht vom Abbaustoß her.
In der Zeichnung ist mit 1 der Abbau- bzw. Kohlenstoß, mit 2 der obere Bereich eines Steilstrebs, mit 3 der Versatzraum
des Strebs, in den z.B. ein Vollversatz eingebracht wird, und mit 4 die Kopfstrecke des Strebs bezeichnet. Der
Pfeil 5 deutet die Richtung des Einfallens des Flözes an. Der Abbaustoß 1 ist zu dem Einfallen geneigt, also überkippt,
wie dies beim Abbau steil gelagerter Flöze bekannt ist.
Die in den Streb 2 einzubringende Abbaueinrichtung ist in ihrem Grundaufbau aus der DE-OS 33 00 167 bekannt. Sie besteht
aus einzelnen Einheiten 6, die in der Kopfstrecke z.B. an einer Laufschiene 7 hängend antransportiert oder
in der Kopfstrecke 4 vormontiert und mittels an der Laufschiene
7 fahrbarer Laufkatzen 8 mit Seilzügen 9 in den Steilstreb 2 abgelassen werden.
Jede Schreitausbaueinheit 6 besteht gemäß der DE-OS 33 00 167 aus einem Ausbaurahmen 10 mit zwei in Schreitbzw.
Abbaurichtung hintereinander angeordneten hydraulischen Stempeln 11, die über eine Blattfederschwelle 12 verbunden
sind und sich mit ihren Füßen auf Fußplatten 13 abstützen. Die beiden Stempel 11 tragen eine gemeinsame
ein- oder mehrteilige (nicht dargestellte) Hangendkappe. Ferner weist jede Einheit 6 versatzseitig einen Wandabschnitt
14 einer Versatzabschirmung auf, der an einer Konsole 15 angeordnet ist. Versatzseitig trägt jede Einheit
6 eine durch Lenker 16 geführte Stützkufe 17, die mittels eines hydraulischen Stellzylinders 18 gegen eine seitliche
Stützplatte 19 des im Einfallen tiefer stehenden Ausbaurahmens ausstellbar ist, um die Ausbaurahmen versatzseitig
gegeneinander abzustützen. Jeder Ausbaurahmen weist ein Schreitwerk 20 auf, welches in bekannter Weise mit einem
. 40-
in ein Führungsgestänge 21 eingeschalteten hydraulischen Schreitzylinder versehen ist. Das Führungsgestänge ist an
einer Konsole 22 gelenkig angeschlossen, die an einem Balkenabschnitt 23 um ein Gelenk mit einer bankrechten Gelenkachse
schwenkbar und einstellbar gelagert ist. Die Balkenabschnitte 23 der aufeinanderfolgenden Schreitausbaueinheiten
6 weisen Kupplungsenden auf, an denen sie mittels Gelenkbolzen
zu einem durchgehenden Gelenkbalken verbunden werden können.
Die vorgenannten Schreitausbaueinheiten 6 mit den genannten Anbauteilen bilden Montageeinheiten, die mit Hilfe einer
besonderen Einbaueinrichtung 24 von der Kopfstrecke 4
her in den Streb 2 eingebracht wird. Die Einrichtung 24 besteht aus einem schrittweise in Streblängsrichtung, d.h.
von der oberen Kopfstrecke in Pfeilrichtung 25 zur Fußstrecke
und in Gegenrichtung bewegbaren Wandergestell, das mittels hydraulischer Stempel zwischen Hangendem und Liegendem
verspannbar ist und Kupplungs- sowie Abstützvorrichtungen für die Kupplung und Abstützung der einzubringenden
Schreitausbaueinheiten 6 aufweist. Bei dem dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel besteht die Einrichtung 24
aus einem Wandergespann, welches zwei rahmen- oder bockartige Gespannteile 26 und 27 umfaßt, die über ein Hub- und
Längsschreitwerk 28 gekoppelt sind. Jedes Gespannteil 26 und 27 besteht aus mehreren, hier vier hydraulischen Stempeln
29, die sich auf einer ein- oder mehrteiligen Liegendkufe 30 abstützen und eine ein- oder mehrteilige Hangendkappe
45 tragen.
Das obere Gespannteil 26 weist außerdem ein Querschreitwerk 31 auf, mit dessen Hilfe die beiden Gespannteile 26 und 27
auch senkrecht zum Abbaustoß, d.h. in Pfeilrichtung 32 gegeneinander
beweglich sind. Das Querschreitwerk 31 besteht aus mindestens einem doppeltwirkenden hydraulischen Schreitzylinder
33, der sich an der Kufe 30 gelenkig abstützt und
dessen Kolbenstange mit einem Schlitten 34 verbunden ist, der von Schlittenführungen der Kufe 30 geführt wird. An dem
Schlitten 34 greift das Hub- und Längsschreitwerk an. Dieses besteht aus zwei doppeltwirkenden hydraulischen Hubzylindern
35, die jeweils in einem Teleskoprohr 36 angeordnet sind. Die Hubzylinder sind am Schlitten 34, ihre Kolbenstangen
37 an der Kufe 30 des unteren Gespannteils 27 gelenkig angeschlossen. Die Teleskoprohre 36 sind entsprechend
mit ihrem einen Teleskopteil mit dem Schlitten 34 und mit ihrem anderen Teleskopteil mit der Kufe 30 des unteren
Gespannteils 27 verbunden. Die Teleskoprohre 36 schützen die Hubzylinder 35 gegenüber Querkräften. Es empfiehlt
sich, die Anordnung so zu treffen, daß sich die Teleskoprohre 36 in unterschiedlichen Einfahrpositionen
mittels mechanischer Riegelorgane, z.B. Bolzen, verriegeln lassen.
Das im Einfallen oben stehende Gespannteil 26 weist abbaustoßseitig
eine nach oben weisende Konsole 38 od.dgl. auf, deren Ende eine Kupplungsvorrichtung 3 9 bildet, an der der
Balkenabschnitt 23 der darüber befindlichen Schreitausbaueinheit z.B. mittels eines Gelenkbolzens lösbar angeschlossen
werden kann. Im versatzseitigen Bereich trägt die Kufe 30 des oberen Gespannteils 26 eine Abstützvorrichtung 40,
z.B. eine Konsole od.dgl., an der sich die vorgenannte Einheit 6 mit ihrer Stützkufe 17 abstützt.
An der Kufe 30 des im Einfallen untenliegenden Gespannteils 27 ist eine sich mit einer Kufe auf dem Liegenden abstützende
Steuervorrichtung 41 mittels lösbarer Kupplungselemente angeschlossen, die einen Fahrsitz 42 aufweist, von dem aus
mittels handbetätigter Steuerorgane 43 die verschiedenen Steuervorgänge durchgeführt werden. Die Vorrichtung 41 ist
zweckmäßig als Steuerhaus ausgebildet; sie weist Scheinwerfer 44 od.dgl. zur Beleuchtung des Arbeitsraumes auf. Außerdem
empfiehlt es sich, an der Steuervorrichtung 41 ein
eigenes hydraulisches Versorgungsaggregat zur Versorgung sämtlicher hydraulischer Arbeitszylinder anzuordnen.
Beim Einbringen der Strebausrüstung in den Steilstreb 2 wird zunächst die erste Einheit 6 mit Hilfe der Flaschenzüge
9 von der Kopfstrecke 4 her in den Streb abgesenkt und abbaustoßseitig an ihrem Balkenabschnitt 23 mit der
Kupplungsvorrichtung 39 des oberen Gespannteils 26 verbunden, was durch Einstecken eines Kupplungsbolzens geschieht.
Versatzseitig stützt sich die Einheit 6 mit ihrer Stützkufe 17 gegen die Abstützvorrichtung 40 des Gespannteils 26 ab.
Anschließend werden die Stempel 29 des unteren Gespannteils 27 entlastet und dieses zusammen mit der Steuervorrichtung
41 mit Hilfe der Hubzylinder 35 in Pfeilrichtung 25 im Steilstreb 2 um einen Schritt nach unten bewegt. Es werden dann
die Stempel 29 des unteren Gespannteils 27 wieder zwischen Hangendem und Liegendem verspannt, worauf das obere Gespannteil
26 zusammen mit der angekoppelten Einheit 6 unter Einschub der Hubzylinder 35 um einen Schritt im Streb abgesenkt
wird. Bei dieser Abwärtsbewegung stützt sich die Einheit 6 mit einer Gleitkufe 44 an dem überkippten Abbaustoß 1 ab.
Mit Hilfe des Querschreitwerks 31 läßt sich der Abstand der Gespannteile 26 und 27 zum Abbaustoß 1 und damit auch der
Abstand der angekoppelten Einheiten 6 zum Abbaustoß einstellen.
Sobald die an dem oberen Gespannteil 26 angekoppelte Schreitausbaueinheit
6 um die Baubreite im Streb 2 abgesenkt ist, wird an diese Schreitausbaueinheit 6 von der Kopfstrecke 4
her eine weitere Schreitausbaueinheit 6 angekoppelt. Auch hier geschieht die Kopplung durch Verbindung der Balkenabschnitte
23, die den gemeinsamen durchgehenden Gelenkbalken bilden. Die Gleitkufen 44 sind zweckmäßig leicht lösbar an
den Balkenabschnitten 23 angeschlossen, so daß sie sich von diesen abnehmen lassen, nachdem die gesamte Strebausrüstung
in den Steilstreb eingebracht worden ist.
Der vorstehend beschriebene Vorgang wiederholt sich, bis
das Wandergespann 24 am unteren Strebende angelangt ist. Bei der schrittweisen Abwärtsbewegung des Wandergespanns
24 mit den im Nachziehschritt nach unten laufenden Gespannteilen 26 und 27 wird die Reihe der angekoppelten Einheiten
6 von der Kopfstrecke 4 her ständig verlängert. Die Einheiten
6 bilden demgemäß eine Gelenkgliederkette, die von der Einbaueinrichtung 24 in den Steilstreb eingebracht wird.
Die Gespannteile 26 und 27 verbleiben zweckmäßig am unteren Ende des Steilstrebs 2; sie bilden hier die im Strebeingang
stehenden hydraulischen Ausbaueinheiten.
Um die gesamte Strebausrüstung nach Beendigung des Abbaus wieder aus dem Streb auszubauen, kann die Einrichtung 24
Verwendung finden, deren Gespannteile 26 und 27 in diesem Fall im Nachziehschritt von unten nach oben schrittweise
durch den Steilstreb 2 laufen und dabei die von den Einheiten 6 gebildete Gliederkette nach oben zur Kopfstrecke 4
hin bewegen, wo die Einheiten 6 nacheinander abgebaut und mit Hilfe der Laufkatzen 8 zum Einsatz in einem anderen
Gewinnungsstreb transportiert werden.
Mit Hilfe der vorstehend beschriebenen Einrichtung ist es insbesondere in Gewinnungsbetrieben der steilen Lagerung
möglich, das Einbringen der Strebausrüstung rasch und wirtschaftlich durchzuführen. Das gleiche gilt auch für das
Ausbauen der Strebausrüstung nach Beendigung des Abbaus. Die Einbaueinrichtung 24 läßt sich in verschiedener Hinsicht
ändern. Insbesondere kann die Anzahl der hydraulischen Stempel 29 an jedem Gespannteil 26 und 27 unterschiedlich
sein. Es empfiehlt sich ferner, die oberhalb des oberen Gespannteils 26 befindliche Einheit 6 nicht nur über ihren
Balkenabschnitt 23, sondern auch über ihre Stützkufe 17 mit dem Gespannteil 26 zu verbinden, was, wie erwähnt, zweckmäßig
mit Hilfe von Bolzenkupplungen oder sonstigen Schnellkupplungen bewirkt werden kann. Weiterhin kann es sich emp-
fehlen, an den Gespannteilen 26 und 27 der Einrichtung 24 ebenfalls Kufen anzuordnen, die sich gegen den ■ Abbaustoß
abstützen und die mittels Einstellzylinder od.dgl. gegen den Abbaustoß 1 ausfahrbar sind. In der aus einem Steuerhaus
od.dgl. bestehenden Steuervorrichtung 41 werden alle Fahr- und Schaltvorgänge bei der Durchführung der Einbauarbeit
ausgeführt. Die hydraulische Steuerung ist so ausgeführt, daß die Stempel des einen Gespannteils nur dann eingefahren
werden können, wenn die Stempel des anderen Gespannteils unter voller Setzlast stehen. Die Kupplung des
oberen Gespannteils 26 mit dem Wagenabschnitt 23 der Schreitausbaueinheit 6 wird vorzugsweise als Teleskopverbindung
oder Bolzen-Langlochverbindung od.dgl. so ausgebildet,
daß gewisse Längsbewegungen zwischen den Balkenabschnitten 2 3 des Gelenkbalkens und der Einbaueinrichtung
28 möglich sind. Wie Fig. 2 zeigt, wird die Steuervorrichtung 41 zweckmäßig als gepanzertes Steuerhaus ausgebildet.
Die Kappen 45 der Gespannteile 26 und 27 werden zweckmäßig seitlich auskragend so ausgebildet, daß sie den gesamten
Arbeitsraum im Bereich der Abbaueinrichtung 28 sichern.
-45-
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Claims (14)
1. Einrichtung zum Einbringen hydraulischer Schreitausbaueinheiten
in einen untertägigen Gewinnungsbetrieb, insbesondere in einen Steilstreb, dadurch
gekennzeichnet , daß die Einrichtung (24) aus einem schrittweise in Streblängsrichtung
bewegbaren, mittels hydraulischer Stempel (29) verspannbaren Wandergestell besteht, das mit einer Kupplungs-
und/oder Abstützvorrichtung (39, 40) für die ■ Kupplung bzw. die Abstützung der einzubringenden
Schreitausbaueinheiten (6) versehen ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet
, daß ihr Wandergestell aus einem Wandergespann besteht, dessen mit hydraulischen
Stempeln (29), Kappen (45) und Kufen (30) versehene Gespannteile (26, 27) über ein Hub- und Längsschreitwerk
(28) gekoppelt und im Nachziehschritt längs durch den Streb (2) bewegbar sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet
, daß die Gespannteile (26, 27) auch über ein Querschreitwerk (31) in Abbaurichtung
gegeneinander beweglich gekoppelt sind.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Hub- und Längsschreitwerk (28) aus mindestens einem, vorzugsweise mehreren doppeltwirkenden hydraulischen
Hubzylindern (35) besteht.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß der Hubzylinder (35)
in einem Teleskoprohr (36) in Querrichtung abgestützt angeordnet ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Querschreitwerk (31) aus einem an dem einen Gespannteil (26) in Abbaurichtung und in Gegenrichtung beweglich
gelagerten Schlitten (34) od.dgl. mit Schlittenantrieb (33) besteht.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet , daß an dem Schlitten (34)
das Hub- und Längsschreitwerk (28) angreift.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kupplungs- und/oder Abstützvorrichtung (39, 40) an dem im Einfallen obenliegenden Gespannteil (26) angeordnet
ist.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an dem
im Einfallen untenliegenden Gespannteil (27) eine mit einer Kufe auf dem Liegenden abgestützte Steuervorrichtung
(41) zur Steuerung der Einbaueinrichtung (28) angekoppelt ist.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit
einem eigenen hydraulischen Versorgungsaggregat versehen ist, das vorzugsweise an der Steuervorrichtung
(419 angeordnet ist.
BAD ORIGINAL
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kupplungsvorrichtung (39) aus einer Bolzengelenkkupplung besteht.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schreitausbaueinheiten (6) aus Ausbaurahmen bestehen, die mit ihrer Schreiteinrichtung (20) an Balkenabschnitten
(23) angeschlossen sind, die im Streb einen Gelenkbalken bilden und daß die Schreitausbaueinheiten
über die Balkenabschnitte (23) untereinander und mit der Abbaueinrichtung (24) gekuppelt sind.
13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet , daß die Balkenabschnitte
(23) mit sich gegen den Abbaustoß (1) legenden Kufen (44) versehen sind.
14. Einrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet , daß die Schreitausbaueinheiten
(6) seitlich ausstellbare Stützkufen (17) aufweisen, und daß die der Einbaueinrichtung (24) benachbarte
Schreitausbaueinheit (6) mit ihrer Stützkufe (17) an der Einbaueinrichtung seitwärts abgestützt ist.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833343311 DE3343311A1 (de) | 1983-11-30 | 1983-11-30 | Einrichtung zum einbringen hydraulischer schreitausbaueinheiten in einen untertaegigen gewinnungsbetrieb, insbesondere in einen steilstreb |
| PL25063484A PL250634A1 (en) | 1983-11-30 | 1984-11-29 | Apparatus for placing units of self-advancing hydraulic roof supports in underground mine workings in particular longwall workings |
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| FR8418291A FR2555660A1 (fr) | 1983-11-30 | 1984-11-30 | Dispositif pour la mise en place d'elements de soutenements marchants hydrauliques dans une exploitation souterraine, en particulier pour une taille fortement inclinee |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833343311 DE3343311A1 (de) | 1983-11-30 | 1983-11-30 | Einrichtung zum einbringen hydraulischer schreitausbaueinheiten in einen untertaegigen gewinnungsbetrieb, insbesondere in einen steilstreb |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3343311A1 true DE3343311A1 (de) | 1985-06-05 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833343311 Withdrawn DE3343311A1 (de) | 1983-11-30 | 1983-11-30 | Einrichtung zum einbringen hydraulischer schreitausbaueinheiten in einen untertaegigen gewinnungsbetrieb, insbesondere in einen steilstreb |
Country Status (4)
| Country | Link |
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| ES (1) | ES8603974A1 (de) |
| FR (1) | FR2555660A1 (de) |
| PL (1) | PL250634A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2403391C1 (ru) * | 2009-08-31 | 2010-11-10 | Александр Александрович Перфилов | Механизированная крепь для крутых пластов |
| RU2482277C1 (ru) * | 2011-12-05 | 2013-05-20 | Александр Александрович Перфилов | Механизированная крепь для крутых пластов |
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| RU2535579C1 (ru) * | 2013-10-30 | 2014-12-20 | Александр Александрович Перфилов | Механизированная крепь для наклонных пластов |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3041101A1 (de) * | 1980-10-31 | 1982-06-09 | Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia, 4670 Lünen | Einrichtung zum abbau steilstehender lagerstaetten, insbesondere kohlenfloeze, sowie verfahren zum einbringen der abbaueinrichtung in den steilstehenden gewinnungsstreb |
| DE3300167A1 (de) * | 1982-01-08 | 1983-07-21 | Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia, 4670 Lünen | Einrichtung zum abbau steilstehender lagerstaetten, insbesondere kohlenfloeze |
-
1983
- 1983-11-30 DE DE19833343311 patent/DE3343311A1/de not_active Withdrawn
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1984
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- 1984-11-29 PL PL25063484A patent/PL250634A1/xx unknown
- 1984-11-30 FR FR8418291A patent/FR2555660A1/fr active Pending
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2403391C1 (ru) * | 2009-08-31 | 2010-11-10 | Александр Александрович Перфилов | Механизированная крепь для крутых пластов |
| RU2487244C1 (ru) * | 2011-11-09 | 2013-07-10 | Александр Александрович Перфилов | Механизированная крепь для крутых пластов |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ES538089A0 (es) | 1986-01-01 |
| PL250634A1 (en) | 1985-07-30 |
| FR2555660A1 (fr) | 1985-05-31 |
| ES8603974A1 (es) | 1986-01-01 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: GEWERKSCHAFT EISENHUETTE WESTFALIA GMBH, 4670 LUEN |
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |