DE3041923C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein photographisches silberhalogenidhaltiges
Aufzeichnungsmaterial mit mindestens einer Silberhalogenidemulsionsschicht,
deren Silberhalogenidkörper überwiegend oberflächenempfindlich sind,
das in mindestens einer Schicht eine 1-Formyl-2-arylhydrazinverbindung
enthält.
Es ist bekannt, zu photographischen Silberhalogenidemulsionen
oder zu Entwicklerlösungen Hydrazinverbindungen zu
geben, wie es beispielsweise in der US-PS
37 30 727 (Entwicklerlösungen, enthaltend Ascorbinsäure und
Hydrazin), der US-PS 32 27 552 (Verwendung von Hydrazin als
Hilfsentwickler, um Direktpositiv-Farbbilder zu erhalten),
der US-PS 33 86 831 (enthaltend β-Monophenylhydrazin
einer aliphatischen Carbonsäure als Stabilisator für
lichtempfindliche Silberhalogenidmaterialien) und der US-PS
24 19 975 sowie Mees und James, The Theory of the
Photographic Process, 3. Auflage, Seite 281 (1966)
beschrieben ist.
Ein Gamma von mehr als 10 ist notwendig,
sowohl für ein Negativ- als auch ein Positivmaterial für die
Produktion von
Punktbildern, die zur Herstellung
von Druckplatten oder zur Reproduktion von
Zeilenbildern bestimmt sind. Um solche photographischen
Eigenschaften zu erhalten, wurde allgemein ein Verfahren
angewandt, bei dem eine Silberchloridbromidemulsion verwendet
wird, deren Silberhalogenid zu mehr als 50 Mol-%, vorzugsweise zu mehr als
75 Mol-%, aus Silberchlorid besteht und wobei mit einer
Hydrochinon enthaltenden Entwicklerlösung mit extrem niedriger
(weniger als 0,1 Mol/l) Sulfitionenkonzentration
entwickelt wird (nachfolgend als "lithographischer
Entwickler" bezeichnet).
Durch eine dermaßen
geringe Sulfitionenkonzentration wird aber die Entwicklerlösung
instabil und kann somit höchstens
3 Tage lang gelagert werden.
Aus der US-PS 41 68 977, der DE-AS 27 25 743 und der DE-OS
29 41 428 ist es bereits bekannt, daß ein extrem
kontrastreiches Negativbild erhalten wird durch Entwickeln
eines Silberhalogenidmaterials in
Gegenwart verschiedener Acylhydrazinverbindungen, wie
etwa
R¹NHNHCOR²
(worin R¹ eine Arylgruppe und R² Wasserstoff,
eine Phenylgruppe oder eine Alkylgruppe bedeuten)
und
X¹ (Ar²-B)nAr¹-NHNHCOR²
(worin X¹ eine
Gruppe mit einer -CS-NH-Einheit, Ar¹ und Ar² jeweils
eine zweiwertige aromatische Gruppierung, B ein zweiwertiges
Zwischenglied und n 0 oder 1 bedeuten und R² die
obige Bedeutung hat). Jedoch hat sich gezeigt, daß diese
Acylhydrazinverbindungen immer noch mit einigen Mängeln
behaftet sind.
Ein erster Mangel besteht darin, daß die Stabilität
der Entwicklerlösung, wenn sie über einen langen Zeitraum gelagert
wird, immer noch unbefriedigend ist, eben deshalb, weil
der
pH-Wert der Entwicklerlösung über 11 liegt.
Da in dem Maß, wie der pH-Wert einer Entwicklerlösung erniedrigt
wird, die Oxidation des Entwicklungsmittels
abnimmt und die Stabilität der über einen langen
Zeitraum zu lagernden Entwicklerlösung zunimmt, sind weitere
Hydrazinverbindungen, welche kontrastreiche
Bilder und gute Punktbildqualität bei niedrigem pH-Wert
liefern, äußerst wünschenswert.
Ein zweiter Mangel ist der, daß es bei Verwendung der
oben beschriebenen Hydrazinverbindungen schwierig ist,
gute Punktqualität und extrem kontrastreiche Bilder bei
Verwendung von relativ
grobkörnigem Silberhalogenid
einer mittleren Korngröße
von mehr als 0,7 µm zu erhalten.
Steigerung der Korngröße
des Silberhalogenids ist aber ein sehr wesentliches Mittel zur
Steigerung der Empfindlichkeit.
Somit sind Verbindungen erwünscht, die einen
hohen Kontrast sogar im Falle der Verwendung von Silberhalogenidemulsionen
mit grobem Silberhalogenidkorn liefern.
Ein dritter Mangel ist der, daß bei Entwicklung eines
Silberhalogenidmaterials in Gegenwart
einer oben beschriebenen Acylhydrazinverbindung der
erhaltene Rasterbereich kleiner ist als der unter Verwendung
herkömmlicher lithographischer
Materialien und lithographischer Entwicklerlösungen erhaltene
Rasterbereich.
Mit dem Ausdruck "Rasterbereich" ist der Unterschied
zwischen dem logarithmischen Wert der Belichtungsmenge
zum Erhalt eines
Punktes mit einer Schwärzungsfläche von
95% und dem Erhalt
eines
Punktes mit einer Schwärzungsfläche von 5%
gemeint.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein photographisches
silberhalogenidhaltiges Aufzeichnungsmaterial
zur Verfügung zu stellen, mit dem
sehr kontrastreiche Negativbilder mit guter Punktqualität
erhalten werden, wobei dies auch dann möglich ist, wenn das Silberhalogenid des Aufzeichnungsmaterials
im Vergleich zu einem üblichen Lith-Material grobkörnig
ist und eine Entwicklererhöhung verwendbar ist, deren pH-Wert in einem Bereich
liegt, der die Qualität der Entwicklerlösung auch bei einer Verweilzeit von
über 3 Tagen nicht beeinträchtigt.
Diese Aufgabe wird dadurch
gelöst, daß die
1-Formyl-2-arylhydrazinverbindung der folgenden allgemeinen Formel I
entspricht, worin bedeuten:
R¹ und R² jeweils ein Wasserstoffatom oder eine aliphatische, aromatische oder heterocyclische Gruppe,
R³ ein Wasserstoffatom oder eine aliphatische Gruppe und
X¹ eine Phenylen- oder Naphthylengruppierung.
R¹ und R² jeweils ein Wasserstoffatom oder eine aliphatische, aromatische oder heterocyclische Gruppe,
R³ ein Wasserstoffatom oder eine aliphatische Gruppe und
X¹ eine Phenylen- oder Naphthylengruppierung.
Die Verbindungen der Formel I werden nachstehend
erläutert:
Die für R¹ und R² geltenden aliphatischen Gruppen
umfassen eine gerad- oder verzweigtkettige
Alkylgruppe, eine Cycloalkylgruppe, die substituiert sein kann,
eine Alkenyl- und eine Alkinylgruppe. Beispiele
für gerad- oder verzweigtkettige Alkylgruppen
sind solche mit 1 bis 18, vorzugsweise
1 bis 10 Kohlenstoffatomen. Bevorzugte Beispiele
umfassen die Methyl-, Äthyl-, Isobutyl-
und t-Oktylgruppe.
Die Cycloalkylgruppe weist
3 bis 10 Kohlenstoffatome auf, wobei die
Cyclopentyl-, Cyclohexyl-
und Adamantylgruppe bevorzugt ist. Beispiele für den Substituenten
sind eine Alkoxygruppe, wie eine
Methoxy-, Äthoxy-, Propoxy- oder
Butoxygruppe, ein Halogenatom, wie das
Chlor-, Brom-, Fluor- oder Jodatom, eine Alkoxycarbonylgruppe,
eine Arylgruppe, wie eine Phenyl-,
halogenidsubstituierte Phenyl-, Alkoxyphenyl-
oder Alkylphenylgruppe, ferner eine Hydroxy-,
Cyano- und Sulfonylgruppe. Bevorzugte
Beispiele hierfür sind die
3-Methoxypropyl-, 4-Chlorocyclohexyl-, Benzyl-,
p-Methylbenzyl- und p-Chlorobenzylgruppe.
Ein Beispiel für die Alkenylgruppe ist die Allylgruppe
und für die Alkinylgruppe die
Propargylgruppe.
Die für R¹ und R² geltenden
aromatischen Gruppen umfassen eine Phenyl- und
Naphthylgruppe, die substituiert sein können,
beispielsweise durch eine Alkyl-, Alkoxy-, Acylhydrazino-,
Cyano-, Carboxy-, Nitro-,
Alkylthio-, Hydroxy-, Sulfonyl- oder
Carbamoylgruppe oder ein Halogenatom. Bevorzugte Beispiele
hierfür sind die
p-Methoxyphenyl-, o-Methoxyphenyl-, Tolyl-,
p-Formylhydrazino-, p-Chlorophenyl-
und m-Fluorophenylgruppe.
Die für R¹ und R² geltenden heterocyclischen Gruppen
umfassen 5- oder 6gliedrige Einzelringe
mit einem daran anellierten Ring,
welche ein Sauerstoff-,
Stickstoff-, Schwefel- und/oder Selenatom als Heteroatom aufweisen und die
auch substituiert sein
können. Bevorzugte Beispiele hierfür
sind ein Pyrrolin-, Pyridin-, Chinolin-,
Indol-, Oxazol-, Benzoxazol-, Naphthoxazol-,
Imidazol-, Benzimidazol-, Thiazolin-,
Thiazol-, Benzothiazol-, Naphthothiazol-,
Selenazol-, Benzoselenazol- und Naphthoselenazolring.
Diese Substituenten können bestehen
aus einer Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
wie der Methyl- oder Äthylgruppe;
einer Alkoxygruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, wie
der Methoxy- oder Äthoxygruppe; einer Arylgruppe
mit 6 bis 18 Kohlenstoffatomen, wie der Phenylgruppe;
ferner einer Alkoxycarbonyl-, Cyano- oder
Amidogruppe oder einem Halogenatom, wie dem Chlor- oder Bromatom.
Es ist aber bevorzugt, daß mindestens eines von R¹ und R² ein
Wasserstoffatom bedeutet.
Die für R³ geltende aliphatische Gruppe umfaßt eine
gerad- oder verzweigtkettige Alkylgruppe, eine Cycloalkylgruppe,
die substituiert sein kann, eine Alkenyl-
und eine Alkinylgruppe. Die gerad- oder verzweigtkettige
Alkylgruppe ist im allgemeinen eine solche mit
1 bis 18 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise mit 1 bis 6
Kohlenstoffatomen. Bevorzugte Beispiele hierfür sind die
Methyl-, Äthyl- und Isopropylgruppe.
Die Cycloalkylgruppe weist im allgemeinen
3 bis 10 Kohlenstoffatome auf, wovon
eine Cyclopentyl- und
Cyclohexylgruppe bevorzugt sind. Beispiele für den Substituenten
umfassen eine Alkoxygruppe, wie die
Methoxy- oder Äthoxygruppe, eine Alkoxycarbonylgruppe,
eine Arylgruppe, wie eine Phenyl-,
halogensubstituierte Phenyl-, Alkoxyphenyl-
oder Alkylphenylgruppe, oder eine Amido-
oder Acyloxygruppe. Bevorzugte Beispiele
hierfür sind die 3-Methoxypropyl-,
Benzyl-, p-Chlorobenzyl-, p-
Methoxybenzyl- und p-Methylbenzylgruppe. Beispiele
der Alkenylgruppe umfassen solche mit 3 bis
12 Kohlenstoffatomen, wie die Allyl- oder 2-
Butenylgruppe.
R³ ist aber vorzugsweise ein Wasserstoffatom.
Die für X¹ geltende Naphthylengruppierung kann
beispielsweise eine 1,2-Naphthylen-, 1,4-Naphthylen-,
2,3-Naphthylen-, 1,5-Naphthylen- und 1,8-Naphthylengruppierung sein,
die substituiert sein kann.
X¹ ist aber vorzugsweise eine Phenylengruppierung.
Bevorzugte Verbindungen
der allgemeinen Formel I sind solche der folgenden allgemeinen
Formel II:
worin R¹ die in Formel I angegebene Bedeutung besitzt.
Spezielle Beispiele für Verbindungen
der Formel I sind nachstehend aufgeführt:
- 1. 1-Formyl-2-[4-(3-phenylureido)phenyl]hydrazin
- 2. 1-Formyl-2-{4-[3-(4-chlorophenyl)ureido]phenyl}hydrazin
- 3. 1-Formyl-2-{4-[3-(2-chlorophenyl)ureido]phenyl}hydrazin
- 4. 1-Formyl-2-{4-[3-(4-methoxyphenyl)ureido]phenyl} hydrazin
- 5. 1-Formyl-2-{2-methoxy-4-[3-(4-methylphenyl)ureido] phenyl}hydrazin
- 6. 1-Formyl-2-{4-[3-(2-methoxyphenyl)ureido]phenyl} hydrazin
- 7. 1-Formyl-2-{4-[3-(3-acetamidophenyl)ureido]phenyl}hydrazin
- 8. 1-Formyl-2-[3-(3-phenylureido)phenyl]hydrazin
- 9. 1-Formyl-2-[4-(3-methylureido)phenyl]hydrazin
- 10. 1-Formyl-2-[4-(3-äthylureido)phenyl]hydrazin
- 11. 1-Formyl-2-[4-(3-propylureido)phenyl]hydrazin
- 12. 1-Formyl-2-[4-(3-butylureido)phenyl]hydrazin
- 13. 1-Formyl-2-[4-(3-t-butylureido)phenyl]hydrazin
- 14. 1-Formyl-2-[4-(3-pentylureido)phenyl]hydrazin
- 15. 1-Formyl-2-[4-(3-dodecylureido)phenyl]hydrazin
- 16. 1-Formyl-2-[4-(3-octadecylureido)phenyl]hydrazin
- 17. 1-Formyl-2-[4-(3-cyclohexylureido)phenylhydrazin
- 18. 1-Formyl-2-[4-(3-benzylureido)phenyl]hydrazin
- 19. 1-Formyl-2-[4-(3-allylureido)phenyl]hydrazin
- 20. 1-Formyl-2-[4-(3-äthoxycarbonylmethylureido)phenyl] hydrazin
- 21. 1-Formyl-2-{4-[3-(2-pyridyl)ureido]phenyl}hydrazin
- 22. 1-Formyl-2-{4-[3-(2-thienyl)ureido]phenyl}hydrazin
- 23. 1-Formyl-2-[4-{3-[3-(2,4-di-t-Amylphenoxyacetamido)phenyl] ureido}phenyl]hydrazin
- 24. 1-Formyl-2-{4-[3-(2-benzothiazolyl)ureido]phenyl} hydrazin
- 25. 1-Formyl-2-{4-[3-(4-methylthiazol-2-yl)ureido]phenyl} hydrazin.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel
I können im allgemeinen nach dem folgenden Verfahren
hergestellt werden:
Durch Umsetzen von 4- oder 3-Nitrophenylhydrazin und Ameisensäure oder des korrespondierenden Säureanhydrids oder Säurechlorids kann 1-Formyl-2-(4- oder 3-nitrophenyl) hydrazin erhalten werden. Diese Nitrophenylhydrazine können leicht in die korrespondierenden Aminoverbindungen überführt werden, indem diese katalytisch in einem Lösungsmittel, wie Äthanol, Methylcellosolve oder Dioxan unter Verwendung von Palladium-Kohlenstoff als Katalysator reduziert werden oder indem diese zusammen mit reduziertem Eisen in einem Alkohol erhitzt werden. Durch Umsetzung der so erhaltenen Aminoverbindungen mit Isocyanaten verschiedener Art oder deren Vorläufern in einem nicht-protonischen, polaren Lösungsmittel, wie Dimethylformamid, Acetonitril, Tetrahydrofuran oder Dioxan, können die erwünschten Verbindungen der Formel I hergestellt werden.
Durch Umsetzen von 4- oder 3-Nitrophenylhydrazin und Ameisensäure oder des korrespondierenden Säureanhydrids oder Säurechlorids kann 1-Formyl-2-(4- oder 3-nitrophenyl) hydrazin erhalten werden. Diese Nitrophenylhydrazine können leicht in die korrespondierenden Aminoverbindungen überführt werden, indem diese katalytisch in einem Lösungsmittel, wie Äthanol, Methylcellosolve oder Dioxan unter Verwendung von Palladium-Kohlenstoff als Katalysator reduziert werden oder indem diese zusammen mit reduziertem Eisen in einem Alkohol erhitzt werden. Durch Umsetzung der so erhaltenen Aminoverbindungen mit Isocyanaten verschiedener Art oder deren Vorläufern in einem nicht-protonischen, polaren Lösungsmittel, wie Dimethylformamid, Acetonitril, Tetrahydrofuran oder Dioxan, können die erwünschten Verbindungen der Formel I hergestellt werden.
Die Ausgangsmaterialien zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Verbindungen sowie Herstellungsverfahren für die
erfindungsgemäßen Verbindungen werden nachstehend näher
beschrieben:
459 g 4-Nitrophenylhydrazin wurden stufenweise zu
1,6 l Acetonitril zugegeben, sodann 322 g Ameisensäure
zugefügt, um eine homogene Lösung zu bilden, wobei sich
nach 20 Minuten Kristalle bildeten. Nachdem die Umsetzung
weitere 2 Stunden bei einer Temperatur von
80°C gehalten wurde, wurde der Ansatz gekühlt und die
gebildeten Kristalle durch Filtration gewonnen, mit
Acetonitril gewaschen und sodann getrocknet, wobei
493 g 1-Formyl-2-(4-nitrophenyl)hydrazin erhalten
wurden.
Schmelzpunkt: 184 bis 186°C.
Schmelzpunkt: 184 bis 186°C.
In 1600 ml Äthanol wurden 30 g 1-Formyl-2-(4-Nitrophenyl)
hydrazin unter Verwendung eines Palladium-
Kohlenstoff-Katalysators bei Raumtemperatur katalytisch
reduziert. Die Reaktionsmischung wurde filtriert und
das Filtrat zur Trockne eingedampft, wobei 20,5 g
weißes, festes 1-Formyl-2-(4-aminophenyl)hydrazin
erhalten wurden.
Schmelzpunkt: 123 bis 125°C.
Schmelzpunkt: 123 bis 125°C.
Durch Umsetzen von 3-Nitrophenylhydrazin analog (1)
wurden 430 g 1-Formyl-2-(3-nitrophenyl)hydrazin erhalten.
Schmelzpunkt: 168 bis 169°C.
Schmelzpunkt: 168 bis 169°C.
Durch Umsetzen von 1-Formyl-2-(3-nitrophenyl)hydrazin
analog (2) wurden 21,0 g 1-Formyl-2-(3-aminophenyl)
hydrazin erhalten.
Schmelzpunkt: 108 bis 113°C.
Schmelzpunkt: 108 bis 113°C.
23 g 1-Formyl-2-(4-aminophenyl)hydrazin wurden in einer
Mischung aus 75 ml Dimethylformamid und 750 ml Acetonitril
gelöst und während des Rührens der Lösung bei einer Temperatur
von -5°C bis -10°C wurden tropfenweise 18,1 g Phenylisocyanat,
gelöst in 75 ml Acetonitril, zugefügt. Nachdem
die Umsetzung weitere 2 Stunden bei derselben Temperatur
fortgeführt wurde, wurden die gebildeten Kristalle
durch Filtration gewonnen. Die rohen Kristalle wurden
in 300 ml Dimethylformamid gelöst und die Lösung
filtriert. Dem Filtrat wurden 1,5 l Methanol zugesetzt
und die gebildeten Kristalle durch Filtration gewonnen,
wobei 28,7 g (70% Ausbeute) des erwünschten Produktes
erhalten wurden.
Schmelzpunkt: 221 bis 222°C (Zers.)
Schmelzpunkt: 221 bis 222°C (Zers.)
9,1 g 1-Formyl-2-(4-aminophenyl)hydrazin wurden in einer
Mischung aus 60 ml Dimethylformamid und 30 ml Acetonitril
gelöst, und während dem Rühren der Lösung bei -15°C wurden
tropfenweise 9,2 g 4-Chlorophenylisocyanat, gelöst
in 30 ml Acetonitril, zugegeben. Nach Weiterführen
der Umsetzung über 2 Stunden bei Temperaturen
von -15°C bis -10°C wurden 200 ml Acetonitril zugefügt,
die gebildeten Kristalle durch Filtration gewonnen
und mit 200 ml Acetonitril gewaschen. Die rohen Kristalle
wurden in 120 ml Dimethylformamid gelöst und die
Lösung filtriert. Dem Filtrat wurden 800 ml Methanol
zugefügt und die gebildeten Kristalle durch Filtration
gewonnen, wobei 14 g (77% der Ausbeute) des erwünschten
Produktes erhalten wurden.
Schmelzpunkt: 233 bis 235°C (Zers.)
Schmelzpunkt: 233 bis 235°C (Zers.)
Analog dem oben beschriebenen Verfahren zur Herstellung
der Verbindung 2 wurden unter Verwendung von 9,1 g
1-Formyl-2-(4-aminophenyl)hydrazin und 9,2 g 2-Chlorophenylisocyanat,
15 g (82% Ausbeute) des erwünschten
Produktes erhalten.
Schmelzpunkt: 221 bis 233°C (Zers.)
Schmelzpunkt: 221 bis 233°C (Zers.)
Eine Lösung von 5,9 g Butylisocyanat in ml Acetonitril
wurde tropfenweise zu einer Mischung aus 9,1 g 1-Formyl-2-(4-
aminophenyl)hydrazin, 30 ml Dimethylformamid
und 30 ml Acetonitril bei -15°C zugegeben. Nach Fortführen
der Umsetzung über 3 Stunden bei einer Temperatur
von -15°C bis -10°C wurden der Reaktionsmischung 200 ml
Acetonitril zugegeben und die gebildeten Kristalle
durch Filtration gewonnen und aus 350 ml Äthanol umkristallisiert,
wobei 9 g (60% Ausbeute) des erwünschten
Produktes erhalten wurden.
Schmelzpunkt: 178 bis 180°C (Zers.)
Schmelzpunkt: 178 bis 180°C (Zers.)
In einer Mischung aus 25 ml Dimethylformamid und 35 ml
Acetonitril wurden 4,8 g 1-Formyl-2-(4-aminophenyl)
hydrazin und 3,8 g Cyclohexylisocyanat in einer zur Herstellung
der Verbindung 2 analogen Art miteinander umgesetzt,
das Produkt mit 50 ml Dimethylformamid und
300 ml Aceton erneut ausgefällt, wobei 5,7 g (69%
Ausbeute) des erwünschten Produktes erhalten wurden.
Schmelzpunkt: 211 bis 213°C (Zers.)
Schmelzpunkt: 211 bis 213°C (Zers.)
In einer Mischung aus Dimethylformamid und Acetonitril
wurden 7,9 g 1-Formyl-2-(4-aminophenyl)hydrazin und
6,5 g Äthylisocyanat in einer zur Herstellung der Verbindung
2 analogen Weise miteinander umgesetzt und
das Produkt mit Dimethylformamid-Acetonitril erneut
ausgefällt, wobei 10,5 g (75% Ausbeute) des erwünschten
Produktes erhalten wurden.
Schmelzpunkt: 191 bis 192,5°C (Zers.)
Schmelzpunkt: 191 bis 192,5°C (Zers.)
Weitere erfindungsgemäße Verbindungen können gemäß den
oben beschriebenen Verfahren in ähnlicher Weise hergestellt
werden.
Beim Einarbeiten einer erfindungsgemäßen Verbindung
der Formel I in ein Aufzeichnungsmaterial
kann die Verbindung jeder der
hydrophilen Kolloidschichten einverleibt werden. Es ist aber
bevorzugt, sie in der Silberhalogenidemulsionsschicht unterzubringen.
Die
Verbindung kann als Lösung in einem mit Wasser mischbaren
organischen Lösungsmittel, wie
Methanol, Äthanol,
Äthylacetat oder Aceton
eingebracht werden oder, wenn die Verbindung selbst wasserlöslich
ist, als wäßrige Lösung in einer Lösung eines hydrophilen
Kolloids.
Der Zusatz zur
Silberhalogenidemulsion kann
vom Beginn der
chemischen Reifung bis vor der Beschichtung erfolgen,
bevorzugt aber erst
nach Beendigung der chemischen Reifung, insbesondere
unmittelbar vor der
Beschichtung.
Es ist bevorzugt, daß die erfindungsgemäße Verbindung
der Formel I in einer Menge von 10-6 Mol bis 5 × 10-2
Mol, vorzugsweise von 10-5 Mol bis 2 × 10-2 Mol pro
Mol Silberhalogenid eingearbeitet wird.
Die optimale Menge ist dabei abhängig von der
Korngröße des Silberhalogenids, der
Zusammensetzung des Silberhalogenids, Art und Ausmaß der chemischen Sensibilisierung
und der Art der Schicht,
die diese Verbindung
enthält.
Die geeignetste Verbindung und deren optimale
Menge für eine bestimmte Verwendung kann vom Fachmann
leicht durch einen Test ermittelt werden.
Erfindungsgemäß kann als Silberhalogenid Silberchlorid,
Silberchloridbromid, Silberjodidchloridbromid, Silberbromid
und Silberjodidbromid verwendet werden. Im Falle der Ver
wendung von Silberjodidbromid oder Silberjodidchloridbromid
ist es bevorzugt, daß der Anteil an Silberjodid höchstens
10 Mol-% beträgt.
Die erfindungsgemäß verwendeten Silberhalogenidemulsionen
können nach Verfahren hergestellt
werden, wie sie beispielsweise beschrieben sind in
P. Glafkides, Chimie et Physique Photographique (erschienen
1967 von Paul Monteal); G. F. Duffin, Photographic
Emulsion Chemistry, (erschienen 1966, von Focal Press);
und V. L. Zelikman et al, Making and Coating Photographic
Emulsions (erschienen 1964 von Focal Press).
Die Silberhalogenidemulsionen können danach durch ein Säure-,
Neutral- oder Ammoniak-Verfahren
hergestellt werden.
Auch kann ein sogenanntes Umkehrmischverfahren
angewandt werden, wobei Silberhalogenidkörner
in Gegenwart einer überschüssigen Menge an Silberionen
gebildet werden. Beim kontrollierten Doppeleinlaufverfahren, bei dem
der pAg-Wert
konstant
gehalten wird, wird
ein Silberhalogenid gleichmäßiger Kristallform
und überwiegend einheitlicher Korngröße erhalten.
Es ist bevorzugt,
daß 90%
des Gesamtgewichtes oder der Anzahl der Silberhalogenidkörner
innerhalb ±40% der mittleren Korngröße liegen, somit
als
monodispers bezeichnet
werden können.
Die Silberhalogenidkörner
sind vorzugsweise kleiner
als 0,7 µm, jedoch wird eine
mittlere Korngröße über
0,7 µm nicht ausgeschlossen.
Die Silberhalogenidkörner
können regulär,
wie kubisch oder oktaedrisch, oder
unregelmäßig, wie sphärisch oder
schichtartig, sowie zusammengesetzt aus diesen Formen
sein. Auch können
Mischungen von Körnern verschiedener Kristallformen
vorliegen.
Die Silberhalogenidkörner können
einheitlich sein
oder es können
Kern und Schale unterschiedlich strukturiert sein.
Es können auch zwei oder mehr Sorten von getrennt hergestellten
Silberhalogenidemulsionen als Mischung verwendet
werden.
Als Bindemittel wird bevorzugt Gelatine
verwendet. Dabei soll die
Silberhalogenidemulsion nicht mehr als 250 g Bindemittel
pro Mol Silberhalogenid enthalten.
Die erfindungsgemäßen Silberhalogenidemulsionen sind vorzugsweise chemisch sensibilisiert
und können Antischleiermittel oder Stabilisatoren, in vorteilhafter Weise
10-4 bis 10-2 Mol Kaliumjodid pro Mol Silberhalogenid enthalten.
Die Aufzeichnungsmaterialien können ferner Sensibilisierungs- und Filterfarbstoffe, Härtungsmittel,
Mittel zur Verbesserung der Dimensionsstabilität,
oberflächenaktive Mittel, insbesondere aber ein
Polyalkylenoxid mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht
von mindestens 600 enthalten. Die Polyalkylenoxide können
dabei in den Aufzeichnungsmaterialien,
aber auch in den Entwicklerlösungen eingearbeitet sein.
Diese Polyalkylenoxide
umfassen die Kondensate eines Polyalkylenoxids, das
aus mindestens 10 Einheiten eines Alkylenoxids mit zwei
bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylenanteil zusammengesetzt ist, wie
Äthylenoxid, Propylen-1,2-oxid oder Butylen-1,2-oxid,
vorzugsweise Äthylenoxid und einer Verbindung mit mindestens
einem aktiven Wasserstoffatom, wie Wasser, aliphatischer
Alkohol, aromatischer Alkohol, Fettsäure, organisches
Amin oder Hexitolderivate, sowie Blockcopolymere von zwei
oder mehreren Polyalkylenoxiden. Beispiele hiervon umfassen:
Polyalkylenglykole,
Polyalkylenglykolalkyläther,
Polyalkylenglykolaryläther,
Polyalkylenglykolalkylaryläther,
Polyalkylenglykolester,
Polyalkylenglykol-Fettsäureamide,
Polyalkylenglykolamin,
Polyalkylenglykol-Blockcopolymere, und
Polyalkylenglykol-Pfropfpolymere.
Polyalkylenglykolalkyläther,
Polyalkylenglykolaryläther,
Polyalkylenglykolalkylaryläther,
Polyalkylenglykolester,
Polyalkylenglykol-Fettsäureamide,
Polyalkylenglykolamin,
Polyalkylenglykol-Blockcopolymere, und
Polyalkylenglykol-Pfropfpolymere.
Das Molekül kann auch
mehrere Polyalkylenoxidketten
enthalten. In diesem Fall kann jede Polyalkylenoxidkette
aus weniger als 10 Alkylenoxideinheiten zusammengesetzt
sein, jedoch muß die Summe der Alkylenoxideinheiten
in dem Molekül mindestens 10 betragen. Wenn das Molekül
2 oder mehr Polyalkylenoxidketten aufweist, kann
jede Polyalkylenoxidkette aus unterschiedlichen Alkylenoxideinheiten,
beispielsweise Äthylenoxid und
Propylenoxid, zusammengesetzt sein. Das erfindungsgemäß
verwendete Polyalkylenoxid enthält vorzugsweise
14 bis 100 Alkylenoxideinheiten, vorausgesetzt, es wird ein durchschnittliches
Molekulargewicht von 600 erreicht.
Bevorzugte Beispiele der erfindungsgemäß verwendeten
Polyalkylenoxidverbindungen sind folgende:
Die oben angegebenen Polyalkylenoxide sind
in den japanischen Patentanmeldungen (OPI)
1 56 423/75 und 3 217/78 sowie der US-PS 41 44 061 beschrieben.
Diese Polyalkylenoxide können
einzeln oder als Kombination von zwei oder mehreren
verwendet werden.
Im Falle des Einarbeitens des Polyalkylenoxids
in eine Silberhalogenidemulsion kann die Verbindung der
Emulsion als wäßrige Lösung
oder als Lösung in einem niedrigsiedenden
organischen Lösungsmittel, das mit Wasser mischbar ist,
vor der Beschichtung,
vorzugsweise nach der chemischen Reifung, zugesetzt
werden. Die Verbindung kann aber auch zu lichtunempfindlichen
hydrophilen Kolloidschichten, wie Zwischen-,
Schutz- oder Filterschichten, ohne daß sie der
Silberhalogenidemulsion zugegeben wird, zugesetzt
werden.
Entsprechend kann das Polyalkylenoxid
der Entwicklerlösung
als Feststoff oder als wäßrige Lösung
oder als Lösung in
einem niedrigsiedenden organischen Lösungsmittel, das
mit Wasser mischbar ist, zugesetzt werden.
Die Menge des Polyalkylenoxids im
Aufzeichnungsmaterial
beträgt im allgemeinen
5 × 10-4 bis 5 g, vorzugsweise 10-3
bis 1 g, pro Mol Silberhalogenid.
In der Entwicklerlösung beträgt die
Menge mindestens
10-3, vorzugsweise 5 × 10-2 bis 40 g, pro Liter.
Gemäß der Erfindung kann ein Gamma
von höher als 10 erhalten werden, sogar dann, wenn die
Entwicklerlösung weniger
als 0,15 Mol/l Sulfitionen enthält.
Der
pH-Wert der Entwicklerlösung liegt
bevorzugterweise zwischen 9,5 und 12,3.
Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele näher
erläutert.
Nach Zusatz von wäßrigem Ammoniak zu einer bei 50°C
gehaltenen wäßrigen Gelatinelösung wurden eine wäßrige
Silbernitratlösung und eine wäßrige Lösung von Kaliumjodid
gleichzeitig innerhalb 30 Minuten der Lösung
zugegeben, wobei der pAg-Wert bei 8,1 behalten wurde.
Auf diese Weise wurde eine Silberjodidbromidemulsion
(0,8 Mol-% Silberjodid) mit Silberhalogenid einer mittleren Korngröße von
0,35 µm hergestellt.
Nach Entfernen löslicher Salze aus der Silberhalogenidemulsion
auf herkömmliche Weise, wurden der Emulsion
Natriumthiosulfat und Kaliumchloroaurat zugegeben,
anschließend erfolgte die chemische Reifung bei 60°C während
75 Minuten.
Die Silberjodidbromidemulsion wurde in mehrere Teile geteilt,
und jede der in Tabelle 1 angegebenen erfindungsgemäßen
Verbindungen sowie Vergleichsverbindungen (a) bis
(e) wurden jeweils einem solchen Teil
zugegeben. Nach weiterer Zugabe einer Dispersion aus
5-Methylbenzotriazol als Antischleiermittel, 4-Hydroxy-
6-methyl-1,3,3a,7-tetraazainden als Stabilisierungsmittel,
Polyäthylacrylat zur Dimensionsstabilität sowie
2-Hydroxy-4,6-dichloro-1,3,5-triazin-Natriumsalz als
Härter, wurde jeder Teil auf einen Schichtträger aus Cellulosetriacetat
aufgebracht.
Jede der so hergestellten Proben wurde
durch einen Graukeil unter
Verwendung eines Magenta-Kontaktrasters mit 150 Linien,
belichtet, 100 Sekunden lang bei 27°C in einer
Entwicklerlösung der nachstehenden Zusammensetzung entwickelt
und dann
fixiert, gewaschen und getrocknet.
| Entwicklerlösung | |
| Hydrochinon|15 g | |
| Wasserfreies Natriumsulfit | 40 g |
| Kaliumbromid | 1 g |
| Polyäthylenglykol (mittleres Molekulargewicht 1500) | 3 g |
| 5-Nitroindazol | 50 mg |
| Borsäure | 10 g |
| Mit Wasser aufgefüllt auf | 1 l |
| pH-Wert durch Kaliumhydroxid auf 10 eingestellt. |
In Tabelle I bedeutet die relative Empfindlichkeit den
Kehrwert der Belichtungsmenge,
welche eine zu 95% geschwärzte Punktfläche ergibt, wobei diejenige
der Probe 1 als 100 willkürlich festgesetzt wurde. Bei Punktebeurteilung
bedeutet 5 die beste
und 1 die schlechteste Qualität. Für die
Herstellung von Druckplatten ist eine
Punktqualität von 5 oder 4 anstrebenswert.
Punktqualität 3 ist
gerade noch akzeptabel.
Als Vergleichsverbindungen
dienten:
(Verbindungs-Beispiel I-2 in japan. Patentanmeldung
(OPI) 16 623/78).
(Verbindung 1 in DE-OS 29 41 428).
(c) NH₂NH₂ · 2 HCl
(Verbindung 1 in US-PS 24 19 975).
(Verbindung 2 in US-PS 33 86 831).
(Verbindung I-8 in japan. Patentanmeldung (OPI)
16 623/78).
Wie aus der Tabelle I ersichtlich ist, können selbst unter Verwendung
der Entwicklerlösung, die infolge des pH-Wertes
von 10 über einen langen Zeitraum stabil ist, Punktbilder
mit guter Qualität erhalten werden.
Im Falle der Verwendung der Vergleichsverbindungen
ist sowohl
Punktqualität als auch Empfindlichkeit unzureichend.
Zur Veranschaulichung, daß die erfindungsgemäßen Verbindungen
hohe Wirksamkeit besitzen und deutlich das
Gamma, sogar im Falle der Verwendung einer Entwicklerlösung
mit niederem pH-Wert steigert, wurde jede der Proben 1,
2, 3, 4, 6, 10, 11, 101, 102, 104 und 106 aus Beispiel 1 durch
einen optischen Keil eine Sekunde lang belichtet,
in jedem der drei Entwicklerlösungen der folgenden
Zusammensetzungen und unterschiedlichen pH-Werte entwickelt, fixiert,
gewaschen und getrocknet.
| Entwicklerlösung (A) | |
| N-Methyl-p-aminophenolhemisulfat|5 g | |
| Hydrochinon | 10 g |
| Wasserfreies Natriumsulfit | 75 g |
| Natriummetaborat-Tetrahydrat | 10 g |
| 5-Nitroindazol | 30 mg |
| Mit Wasser aufgefüllt auf pH-Wert mit Kaliumhydroxid auf 10 eingestellt | 1 l |
Entwicklerlösung (B)
Gleiche Zusammensetzung wie Entwicklerlösung (A), jedoch auf pH-Wert 10,7 eingestellt.
Gleiche Zusammensetzung wie Entwicklerlösung (A), jedoch auf pH-Wert 10,7 eingestellt.
Entwicklerlösung (C)
Gleiche Zusammensetzung wie Entwicklerlösung (A), jedoch auf pH-Wert 11,5 eingestellt.
Gleiche Zusammensetzung wie Entwicklerlösung (A), jedoch auf pH-Wert 11,5 eingestellt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle II zusammengestellt.
Wie die Tabelle II zeigt, steigerten die erfindungsgemäßen
Verbindungen bei Verwendung einer Entwicklerlösung mit
niederem pH-Wert deutlich das Gamma. Andererseits wurde im
Falle der Vergleichsverbindungen
ein hohes Gamma, falls überhaupt, nur mit einer Entwicklerlösung
mit hohem pH-Wert erreicht.
Nach Zugabe von wäßrigem Ammoniak zu einer bei 75°C
gehaltenen wäßrigen Gelatinelösung, enthaltend
Kaliumbromid und Kaliumjodid, wurden gleichzeitig eine
wäßrige Silbernitratlösung und eine wäßrige Kaliumbromidlösung
zulaufen gelassen. Auf diese Weise wurde eine Silberjodidbromidemulsion
(0,5 Mol-% Silberjodid) mit Silberhalogenid
einer mittleren Korngröße von 0,85 µm hergestellt.
Nach dem Entfernen löslicher Salze aus der Emulsion
wurden Natriumthiosulfat und Kaliumchloroaurat der
Emulsion zugefügt, um die chemische Reifung zu bewirken.
Die relativ grobkörnige Silberjodidbromidemulsion wurde in verschiedene
Teile aufgeteilt, und nach dem jeweiligen Zusatz
erfindungsgemäßer Verbindungen und Vergleichsverbindungen
(a), (b) und (d) sowie weiterhin jeweils
1-Äthyl-5-[2-(3-äthyl-2-(3H)-thiazolinyden)äthyliden]- rhodanin,
Dispersion aus 5-Methylbenzotriazol und Polyäthylacrylat, sowie
Bis(vinylsulfonyl)-2-hydroxypropan,
wurde jeder Teil auf einen Schichtträger aus Cellulosetriacetat aufgebracht.
1-Äthyl-5-[2-(3-äthyl-2-(3H)-thiazolinyden)äthyliden]- rhodanin,
Dispersion aus 5-Methylbenzotriazol und Polyäthylacrylat, sowie
Bis(vinylsulfonyl)-2-hydroxypropan,
wurde jeder Teil auf einen Schichtträger aus Cellulosetriacetat aufgebracht.
Nachdem jeder der Proben durch einen
Graukeil unter Verwendung eines
Magenta-Kontaktrasters mit 150 Linien belichtet wurde,
wurde das Material 100 Sekunden lang
bei 27°C in einer Entwicklerlösung der folgenden Zusammensetzung
entwickelt, sodann gestoppt,
fixiert, gewaschen und getrocknet. Danach
wurde die Punktqualität bestimmt. Die Bewertung der
Punktqualität wurde analog Beispiel 1 vorgenommen.
| Entwicklerlösung | |
| Hydrochinon|25 g | |
| Wasserfreies Natriumsulfit | 45 g |
| Kaliumbromid | 1 g |
| Polyäthylenglykol (durchschnittliches Molekulargewicht 4000) | 5 g |
| 5-Nitroindazol | 100 mg |
| Natrium-2-mercaptobenzimidazol-5-sulfonat | 300 mg |
| Borsäure | 10 g |
| Mit Wasser aufgefüllt auf | 1 l |
| pH-Wert mit Kaliumhydroxid eingestellt auf 11,1. |
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle III zusammengestellt.
Wie die Tabelle III zeigt, verbesserten die erfindungsgemäßen
Verbindungen deutlich die Punktqualität, sogar
im Falle der Verwendung von Silberhalogenidemulsionen
mit vergleichsweise grobem Korn.
Claims (7)
1. Photographisches silberhalogenidhaltiges Aufzeichnungsmaterial mit
mindestens einer Silberhalogenidemulsionsschicht, deren
Silberhalogenidkörner überwiegend oberflächenempfindlich sind,
das in mindestens einer Schicht eine 1-Formyl-2-
arylhydrazinverbindung enthält,
dadurch gekennzeichnet,
daß die 1-Formyl-2-arylhydrazinverbindung der folgenden
allgemeinen Formel I
entspricht, worin bedeuten:
R¹ und R² jeweils ein Wasserstoffatom oder eine aliphatische, aromatische oder heterocyclische Gruppe,
R³ ein Wasserstoffatom oder eine aliphatische Gruppe, und
X¹ eine Phenylen- oder Naphthylengruppierung.
R¹ und R² jeweils ein Wasserstoffatom oder eine aliphatische, aromatische oder heterocyclische Gruppe,
R³ ein Wasserstoffatom oder eine aliphatische Gruppe, und
X¹ eine Phenylen- oder Naphthylengruppierung.
2. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die 1-Formyl-2-arylhydrazinverbindung der folgenden
allgemeinen Formel II
entspricht, worin bedeuten:
R¹ wie bisher, und
X² eine Phenylengruppierung.
R¹ wie bisher, und
X² eine Phenylengruppierung.
3. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß es die 1-Formyl-2-arylhydrazinverbindung in
der Silberhalogenidemulsionsschicht in einer Menge von
10-5 bis 2 · 10-2 Mol pro Mol Silberhalogenid enthält.
4. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Silberhalogenidemulsionsschicht
das Silberhalogenid monodispers ist und der Gehalt an Bindemittel
weniger als 250 g pro Mol Silberhalogenid beträgt.
5. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß es zusätzlich ein Polyalkylenoxid mit
einem durchschnittlichen Molekulargewicht von mindestens
600 enthält.
6. Verfahren zur Herstellung eines photographischen Bildes,
dadurch gekennzeichnet, daß man ein bildmäßig belichtetes
Aufzeichnungsmaterial gemäß Anspruch 1 bis 5 in einer
Entwicklerlösung entwickelt, die als Entwicklersubstanz
Hydrochinon und als Konservierungsmittel Sulfitionen in
einer Menge von über 0,15 Mol/l enthält und einen pH-Wert
von 9,0 bis 12,3 aufweist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man
in Gegenwart eines Benzotriazols oder Nitroindazols entwickelt.
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