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Polycarbonat-Zubereitung
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miF t verbesserter hydrolytischer Stabilität Die Erfindung betrifft
eine verbesserte, transparente und farblose Polycarbonat-Zubereitung, die, wenn
man sie erhöhten Temperaturen und Feuchtigkeit aussetzt, gegen Versprödung und Ausbildung
von Trübung beständig ist. Die verbesserte Polycarbonat-Zul)ereitung der vorliegenden
Erfindung enthält in Mischung mit einem aromatischen Polycarbonat einen aliphatischen
Bis(el?oxyäther) als Stabilisator gegen Hydrolyse.
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Polycarbonas:-Harze haben in der Industrie zur Herstellung vieler
Kunsistoffteile eine ausgedehnte Verwendung gefunden.
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Ihr erhöhtes Einsatz ist zum Teil auf die Zähigkeit und die Transparenz
des aromatischen Polycarbonats zurückzuführen.
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Polycarbonat-Harze wurden in erheblichem Umfang als Ersatz von Glas
bei dessen Anwendungen für Verglasungszwecke eingesetzt.Transparente Polycarbonate
werden ebenso auch für die Herstellung von Flaschen verwendet, die im Vergleich
zu Glasflaschen eine überlegene Bruchfestigkeit aufweisen. Als solche haben die
Polycarbonate eine vielseitige Beachtung bei
der Verwendung für
die Herstellung von Flaschen gefunden.
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Bei der Anwendung für die Flaschenherstellung werden transparente
Polycarbonate nun für das Formpressen von Baby-Saugflaschen wegen ihres offensichtlichen
Sicherheitsmerkmals der überlegenen Bruchfestigkeit eingesetzt. Leider zeigell diese
transparenten Baby-Saugflaschen die Nachteile, daß sie nach der Sterilisation in
Wasser oder Feuchtigkeit bei erhöhten Temperaturen trüb und etwas spröde werten.
Wenn dies eintritt, wird das Ziel, nämlich die Verweidung des transparenten Polycarbonats
für formgepreßte Baby-Saugflaschen attraktiv zu machen, verfehlt. Diese Probleme,
insbesndere das des Trübwerdens, werden durch Zusatz von Farbstabilisatoren, wie
der Organophosphite, zu Polycarbonat-iiarz verschlimmert. Der Zusatz von Organophosphit-Stabilisatoren
zu Polycarbonat-Harzen ist dem Fachmann bekannt und in vielem Patentschriften, darunter
der US-PS 4 138 379, beschrieben.
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Im allgemeinen sind die Farbstabilisatoren zur Schaffung transparenter,
farbloser Preßteile erforderlich Ohne diese Farbstabilisatoren neigt das Polycarbonat
irn allgemeinen dazu, Preßteile von gelblichem Aussehen zu liefern. Jedoch führt
der Zusatz von Farbstabilisatoren zu Polycarbnat-Harz gewöhnlich zu einer nachteiligen
Beeinflussung der hydrol ~~ schen Stabilität des Polycarbonat-Harzes. lemzufolge
fühlt der Zusatz von Farbstabilisatoren zu Polycarbonat-Harz zwar zu einem Polycarbonat,
das im allgemeinen farblos ist, jedoch auch zu einem Polycarbonat-Harz, dessen hydrolytische
Stabilität einem Polycarbonat-Harz, das keine Farbstabilisatoren enthält, un-rlegen
ist Der Stand der Technik umfaßt mehrere Patentschriften, die auf die Verwendung
von Epoxy-Verbindungen mit Polycarbonaten abgestellt sind. Eine derartige Patentschrift
ist die OS-PS 3 489 716, welche die Verwendung eines cycloaliphatischen
Epoxids,
das 1,2-cycloaliphatische Ringe enthält, mit Polycarbonaten beschreibt. Eine andere
Patentschrift ist die US-PS 3 634 312, welche die Verwendung einer großen Anzalll
von Epoxy-Verbindungen beschreibt, die zusammen mit einem CopolyearbJnat eingesetzt
werden können, und insbesondere Poly(bisphenol-A-carbonat-co-phosphit). Die cycloaliphatischen
]Spoxy-Verbindungen sind in der praktischen Durchführung der vorliegenden Erfindung
gewöhnlich nicht yeeignet, da sie im allgemeinen nach der Dampfbehandlung im Autoklaven
zu einer gewissen Eintrübung führen. Außerdem sind die Phosphit enthaltenden Polycarbonate
im allgemeinen ungeeignet, da sie auch zu einer Eintrübung von klaren Flaschen nach
der Dampfbehandlung im Autoklaven führen.
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Die US-PS s 839 247 lehrt, daß die Nachteile der Eintrübun(J und Versprödung
von klaren Polycarbonat Flaschen beim Behandeln mit W;isser oder Feuchtigkeit unter
erhöhten Temperaturen überwunden werden können, indem man entweder aromatische oder
cliphatische Epoxy-Verbindungen in Mischung mit dem Polycalbonat inkorporiert. Obwohl
das Einbringen aromatischer Epoxy-Verbindungen die Probleme der Eintrübung und Versprödung
löst, neigen die aus dieser Zubereitung gepreßten Flaschen im allgemeinen dazu,
in den meisten Fällen einen rosafarbenen Farbton zu zeigen, Die Verwendung der in
der US-PS 3 839 247 beschriebenen aliphatischen Epoxy-Verbindungen führt, obwohl
es das Problem des rosafarbenen Farbtons löst, gewöhnlich zu einem Material, das
dazu neigt, nach Verweilen in einer Umgebung von hoher Feuchtigkeit und Temperatur
spröder zu sein, als dasjenige Polycarbonat, welches die aromatischen Epoxy-Verbindungen
enthält. Es besteht demzufolge ein Bdarf für Polycarbonat-Flaschen, die beim Verweilen
in einer Umgebung von hoher Feuchtigkeit und hoher Temperatur keine Trübungserscheinungen
zeigen oder spröde werden,
und die transparent und farblos sind.
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Es wurde nun gefunden, daß die Nachteile des Eintrübens, der Versprödung
und der Verfärbung von transparentem, zur Herstellung von Behältern, wie beispielsweise
von Flaschen, verwendeten Polycarbonat überwunden werden können, indem man in die
Mischung mit dem Polycarbonat, die zu egebenenfalls einen damit vermischten Farbstabilisator
er thalten kann, kleinere Mengen aliphatischer Bis(epoxyäther)-Verbindungen inkorporiert.
Es wurde nach der Verformung der erhaltenen Zubereitung zu Flaschen gefunden, daß
sie transparent und farblos ist und eine ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber
Trübung und Versprödung aufweist, wenn man die Flaschen erhöhten Temperaturen und
Feuchtigkeit aussetzt, wie sie bei der Sterilisation angewandt werden.
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Die aromatischen Polycarbonate, die bei der praktischen Durchführung
der vorliegenden Erfindung ein;eset'/t werden können, sind Homopolymere und Copolymeres
und Mischungen davon, die durch Umsetzen eines zweiwertigen Phenols mit einer Carbonat-Vorstufe
hergestellt worden sind. Typisch tür eine Reihe der zweiwertigen Phenole, die in
der vorliegsnw den Erfindung angewandt werden können, sind Bisphenol-A (2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)-propan),
Bis(4-hydroxyphenyl)-methan, 2,2-Bis(4-hydroxy-3-methylphenyl)-propan, 4,4-Bis-(4-hydroxyphenyl)-heptan,
2,2-(3,5,3',5'-Tetrachlor-4,4'-dihydroxyphenyl)-propan, 2,2-(3,5,3',5'-Tetrabrom-4,4'-dihydroxyphenyl)-propan,
und (3,3'-Dichlor-4'4'-dihydroxydiphenyl)-methan. Andere zweiwertige Phenole les
Bisphenol-Typs sind ebenfalls verfügbar und in den US Psen 2 999 835, 3 028 365
und 3 334 154, beschrieben.
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Es ist selbstverständlich möglich, zwei ode mehrere verschicdcne
zweiwertige
Phenole, oder ein Copolymeres eines ZWL1-wertigen Phenols mit einem Glykol, oder
mit einem Polyeste@ mit endständigen Hydroxy- oder Säuregruppen, oder mit eineizweibasischen
Säure in dem Fall, wo eher ein Carbonat-CopoJymeres oder -Interpolymeres, als ein
Homopolymeres für die Verwendung bei der Herstellung der aromatischen Carbonat-Polymeren
der vorliegenden Erfindung gewünscht wird, einzusetzen. Bei der praktischen Durchführung
der vorliegenden Erfindung können auch Mischungen von beliebigen der obengenannten
Materialien zur Herstellung der aromatischen Carbo-11(1 t-Polymeren verwendet werden,
Die Carbonat-Vorstufe kann entweder ein Carbonylhalogenid, ein Carbonatester oder
ein Halogenformiat sein. Die Carbonylhalogenide, die hier verwendet werden können,
sind Carbonylbromid, Carbonylchlorid und Mischungen davon. Typische Carbonatester,
die hier eingesetzt werden können, sind Diphenylcarbonat, Di- (halogenphenyl) -carbonate,
wie Di- (chiorphenyl)-carbonat, Di-(bromphenyl)-carbonat, Di-(trichlorphenyl)-carbonat,
Di-(tribromphenyl)-carbonat, etc., Di- (alkylphenyl)-carbonate, wie Di- (tolyl)
-carbonat, etc., Di-(naphthyl)-carbonat, Di-(chlornaphthyl)-carbonat, Phenyl-tolylcarbonat,
Chlorphenyl-chlornaphthyl-carbonat, etc., oder Mischungen davon. Die für eine Verwendung
in der vorliegenden Erfindung geeigneten Halogenformiate umfassen Bis-halogenformiate
von zweiwertigen Phenolen (Bischlorformiate von ijydrochinon, etc.) oder Glykolen
(Bishalogenformiate von Äthylenglykol, Neopentylglykol, Polyäthylenglykol, etc.).
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Obwohl dem Fachmann andere Carbonat-Vorstufen einfallen weiden, wird
Carbonyldichlorid, auch als Phosyen bekannt, bevorzuge.
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Ebenso sind die polymeren Derivate eines zweiwertigen Phenols, einer
Dicarbonsäure und Kohlensäure eingeschlossen. Diese
werden in der
US-PS 3 169 121 beschrieben, auf dic hier ausdrücklich Bezug genommen wird.
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Die aromatischen Carbonat-Polymeren der vorliegenden Erf iiidung
können unter Verwendung eines Molekulargewichtsregl@rs, eines Säureakzeptors und
eines Katalysators hergestellt werden. Die Molekulargewichtsregler, die bei der
Durchführung des Verfahrens dieser Erfindung verwendet werden können, schließen
einwertige Phenole, wie Phenol, Chroman-l , p@t rt.-Butylphenol, p-Bromphenol, primäre
und se@undäre Amine, @tc., ein. Bevorzugterweise wird als Molekulargewichtsregler
Phenol verwendet.
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Ein geeigneter Säureakzeptor kann entweder ein organischer, oder
ein anorganischer Säureakzeptor sein. Ein geeigneter organischer Säureakzeptor ist
ein tertiäres amin und umd@@@@ solche Materialien wie Pyridin, Triäthylamin, dimethylantlin,
Tributylamin, etc. Der anorganische Säureakzeptor kann entweder ein Hydroxid, ein
Carbonat, ein Bicarbonat, oder ein Phosphat eines Alkali- oder Erdalkalimetalls
sein Die hier eingesetzten Katalysatoren könne irgendwelche aus der Reihe von geeigneten
Katalysatorez, sein, welche die Polymerisation von Bisphenol-A mit Phosge: unterstiitzen.
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Geeignete Katalysatoren umfassen tertiäre Amine, wic bei spielsweise
Triäthylamin, Tripropylamin, N,N-Dimethylanilin, quaternäre Ammoniumverbindungen,
wie beispielsweise Tetraäthylammoniumbronid, Cetyl-triäthyl-ammoniumbromid, Tetra-nheptyl-ammoniumjodid,
Tetra-n-propyl-ammoniumbromid, Tetramethylammoniumchlorid, Tetramethylammoniumhydroxid,
Tetran-butylammoniumjodid, Benzyl-trimethyl-ammoniumchlorid und quaternäre Phosphoniumverbindungen,
wie beispielsweise n- Butyl -triphenyl-phosphoniumbromid und Methyl -triphenyl-phosphoniumbromid.
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Ebenfalls hier eingeschlossen sind verzweigte Polycarbonate, wobei
eine polyfunktionelle aromatische Verbindung mit dem zweiwertigen Phenol und der
Carbonat-Vorstufe zur Schaffung eines thermoplastischen, zufällig verzweigten Polycarbonats
umgesetzt wird.
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Diese polyfunktionellen aromatischen Verbindungen enthaiteii zumindest
drei funktionelle Gruppen, die Carboxyl-, Carbonsäureanhydrid-, Halogenformyl-Gruppen,
oder Misciiungen davon, sind. Beispiele dieser polyfunktionellen aromatischen Verbindungen,
die bei der praktischen Durchführung der voriiewenden Erfindung verwendet werden
können, umfassen; Trimellithsäureanhydrid, Trimellithsäure, Trimellithyltrichlorid,
-Chlol-formylphthalsäureanhydrid , Pyromellithsäure, Pyromellithsäuredianhydrid,
Mellithsäure, Mellithsäureanhydrid, Trimesinsäure, Benzophenontetracarbonsäure,
Benzophenontetracarbonsäureanhydrid, und dergleichen. Die bevorzuyten polyfunktionellen,
aromatischen Verbindungen sind Trimellithsäureanhydrid oder Trimellithsäuren, oder
deren al ogenformyl-Derivate, Ebenso werden hier auch Mischungen aus einem linearen
Polycarbonat und einem verzweigten Polycarbonat eingeschlossen.
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Unter den Farbstabilisatoren, die mit den Polycarbonat-Harzen gemischt.
sein können, sind die Organophosphite der all.-qemeinen Formel
9 10 11 in welcher 1 , R - und R unabhängig voneinander aus Wasserstoff, Alkyl-,
Aryl-, Cycloalkyl-, Aralkyl- und Alkarylresten ausgewählt sind, wobei zumindest
einer der Reste R9 R10 und R11 ein anderer Restr als Wasserstoff ist. Vorzugsweise
enthalten
diese Reste von 1 bis etw 20 Kohlenstoffatome. Das Phosphit ist in einer, die Farbe
stabilisiereiden Menge anwesend. Gesöhlich liegt diese Menge im Bereich von 0,005
bis etwa 1,0 Gewichtsprozent, u' d insbesondere im Bereich von 0,01 bis etwa 0,2
Gewichtsproment, bezogen auf das Gewicht der Polycarbonat-Zuberitung. Diese Phosphit
und ihre Verwendung als Farbstabilisatoren sind in der US-PS 4 138 379 beschrieben,
auf die hier ausdrucklich Bezug genom men wird.
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Die aliphatischen Bis(epoxyäther)-Verbindungen können am besten durch
die nachfolgende allgemeine Formel 1
wiedergegeben werden, in welcher R einen zweiwertigen,ge@älttigten, aliphatischen
Kohlenwasserstoffrest, vorzugsweis mit 1 bis etwa 20 Kohlenstoffatomen, bedettet,
R1 und R2 unabhängig aus zweiwertigen, gesättigten, aliphatischen Kohlenwasserstoffresten,
vorzugsweise aus Resten mit 1 Lis etwa 6 Kohlenstoffatomen, ausgewählt sind, die
Indizes n und m unabhängig eine ganze Zahl mit einem Wert von 0 oder 1 bedeuten,
und R3 R , R5, R6, R7 und R8 unabhängig aus Wasserstoff und Alkylresten, vorzugsweise
aus Alkylresten mit 1 bis etwa 20 Kohlenstoffatomen, ausgewählt sind.
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Bevorzugte, den Rest R erläuternde Alkylenreste umiassen -CH2-, -CH2-CH2-CH2-,
-CH2-(CH2)8-CH2-,
und dergleichen. Die Reste R1 und R2 erläuternde,
bevorzugte Alkylenreste
schließen -C112-, -CH2-CH2-, -CII2CH2-CH 2'
-CH2CH2-CH -CH -, und dergleichen, ein.
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Bevorzugte Verbindungen der allgemeinen Formel 1 sind solche, in denen
sowohl n und m den Wert 1 besitzen. Ganz besonders bevorzugte Verbindungen der allgemeinen
Formel I sind solche, in denen sowohl n und m den Wert 1 besitzen, R1 und R2 einen
Methylenrest -CH2- bedeuten, und die Reste R3 bis R8 Wasserstoff sind.
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Die Menge an in der Polycarbonat-Zubereitung vorhandenem Bis(epoxyäther)
ist eine solche, die zur Verbesserung der hydrolytischen Stabilität der Zubereitung
wirksam ist. Gewöhnlich liegt diese Menge im Bereich von 0,01 bis etwa 0,50 Gewichtsprozent,
bezogen auf das Gewicht der Zubereitung, und vorzugsweise im Bereich von etwa 0,02
bis etwa 0,l5 Gewichtsprozent.
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Die nachfolgenden Beispiele dienen zur weiteren Erläuterung und Klarstellung
der vorliegenden Erfindung. Diese soll durch die Beispiele jedoch nicht eingeschränkt
werden. In den BeispieLen beziehen sich alle Teile und Prozentangaben auf das Gewicht,
es sei denn, daß ausdrücklich etwas anderes angegeben wird.
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B e 1 s p i e 1 1 Ein aromatisches Polycarbonat in fester Form, das
aus 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan und Phosgen in Gegenwart eines Stiureakzeptors
und eines Molekulargewichtsreglers hergestellt worden war und eine intrinsic viscosity
von etwa 0,57 dl/g aufwies, wurde einem Extruder zugeführt, der sich auf einer
Temperatur
von etwa 2740C (525 0F) befand und pelletislert.
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Die Pellets wurden dann 16 Stunden lang bel etwa 121°C (250°F) getrocknet.
Anschließend wurden dann bei einer Temperatur von etwa 3160C (600°F) Prüfplatten
von etwa 3,175 mm (1/8 inch) Dicke hergestellt.
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B e i s p i e 1 2 In ein Polymeres, das im wesentlichen nach dem
in Beispiel 1 vor dem Pelletisieren beschriebenen Verfahren hergestell@ worden war,
wurden 0,075 Gewichtsprozent Tris(nonylphenyl)-phosphit-Farbs tabilisator eingemischt
und die Mischung donn pelletisiert und wie in Beispiel 1 zu Platten nach dem Spritzyußverfahren
verarbeitet.
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Beispiel 3 11l ein Polymeres, das im wesentlichen nach dem in Beispiel
vor dem Pelletisieren beschriebenen Verfahien hergestellt worden war, wurden 0,075
Gewichtsprozent Teis(nonylphenyl)-phosphit und 0,051 Gewichtsprozent Butandicl-bis(glycidytäther)
eingemischt und die Mischung dann pelletisiert unel wie in Beispiel 1 zu Platten
nach dem Spritzgußverfahren verarbeitet.
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Beispiel 4 In ein Polymeres, das im wesentlichen nach dem in Beispiel
vor dem Pelletisieren beschriebenen Verfahien hergestellt worden war, wurden 0,075
Gewichtsprozent Tris(nonylphenyl)-phosphit und 0,102 Gewichtsprozent Butandiol-bis(glycidyläther)
eingemischt und die Mischung dann pelletisiert und wie in Beispiel 1 zu Platten
nach dem Spritzgußverfahren verarbeitet.
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Beispiel 5 In ein Polymeres, das im wesentlichen nach dem in Beispiel
1 vor dem Pelletisieren beschriebenen Verfahren hergestellt wurden war, wurden 0,029
Gewichtsprozent Butandiol-bis(glycidyläther) eingemischt und die Mischung dann pelletisiert
und wie in Beispiel 1 zu Platten nach dem Spritzgußverfahren verarbeitet. Die Platten
wurden dann auf ihre Lichtdurchlässiykeit hin untersucht, wobei folgende Ergebnisse
erhalten werden: 89,3 % Durchlässigkeit vor der Behandlung im Autoklav; 87,2 % Durchlässigkeit
nach 24stündiger Behandlung im Autoklav; 85,6 % Durchlässigkeit nach 48stündiger
Behandlung im Autoklav; und 83,1 % Durchlässigkeit nach 72stündiger Behandlung im
Autoklav.
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Jede diese7 oben hergestellten Prüfscheiben wurde dann <en ASTM-Prüfverfahren
D1003 zur Bestimmung der Lichtdurchlässfgkelt in den Proben vor und nach der Behandlung
im Autoklav mit Dampf bei 1270C (2600F) unterworfen. Die Ergebnisse sind in der
Tabelle I niedergelegt. Je höher die prozentuale Lichtdurchlässigkeit ist, desto
besser ist die Klarheit dei I-obe, Die oben hergestellten Prüfplatten wurden auch
den ASTM Yellowness Index Test D1925-63T zur Bestimmung der Earbe unterworfen, und
die Ergebnisse in der Tabelle II niedergelegt. Je höher der Yellowness Index, desto
mehr unerwtinschte Farbe ist in den Proben zugegen.
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T a b e l l e I
| % Lichtdurch- % Lichtdurch- % Lichtdurch- % Lichtdurch- |
| Bei- lässigkeit lässigkeit lässigkeit lässigkeit |
| spiel- vor der Behandlung nach 24stündiger nach 48stündiger
nach 72stündiger |
| Nr. im Autoklav Behandlung im Autoklav Behandlung im Autoklav
Behandlung im Autoklav |
| 1 88,8 72,2 51,3 37,2 |
| 2 89,5 77,4 59,2 47,0 |
| 3 89,7 85,8 77,9 66,4 |
| 4 89,8 85,5 74,6 58,0 |
T a b e l l e II
| Yellowness-Index |
| Beispiel [Verpreßt bei |
| 316°C (600°F)] |
| 1 7,0 |
| 2 4,9 |
| 3 4,7 |
| 4,8 |
Wie aus der Tabelle I zu ersehen ist, haben diejenigen Proben, welche die Bis(epoxyäther)-Hydrolysestabilisatoren
der vorliegenden Erfindung enthalten, auch in Anwesenheit eines Dijanophosphit-Farbstabilisators
(d.h. Beispiele 3 und 4) eine überlegene Lichtdurchlässigkeit, was auf eine geringere
Trübung und deshalb eine überlegene hydrolytische Stabilität hinweist, im Vergleich
zu den Proben, die keinen Hydrolysestabilisator (nämlich Beispiele 1 und 2) enthalten.
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Die Tabelle II zeigt, daß die Anwesenheit der HydrolysestaLilisatoren
der vorliegenden Erfindung die Farbstabilität der Poj.ycarbonat-Zubereitungen nicht
nachteilig beeinflußt.
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Ls wurden im wesentlichen nach dem Verfahren von Beispiel 1 weitere
Prüflinge hergestellt, mit der Ausnahme, daß die Prüfplatten bei etwa 3600C (6800F)
mittels des Spritzgußverfahrens hergestellt wurden. Diese Proben wurden dem oben
beschriebenen Yellowness-Index-Test unterworfen und die Ergebnisse in der nachfolgenden
Tabelle III niedergelegt.
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T a b e l l e III
| Yellowness-Index |
| Probe (Additive) [Verproßt bei |
| 360°C (680°F) @ |
| (A) Kontrollversuch, keine Additive 16,8 |
| 0,075 Gewichtsprozent Tris(nonylphe- |
| (B) |
| nyl)-phosphit 10,6 |
| 0,075 Gewichtsprozent Tris(nonylphe- |
| (Cj nyl)-phosphit und 0,087 Gewichtspro- 12, ( |
| zent epoxidiertes Sojabohnenöl |
| 0,075 Gewichtsprozent Tris(nonylphe- |
| (D) nyl)-phosphit und 0,18 Gewichtspro- 34,7 |
| zent Bisphenol-A-Diglycidyläther |
| 0,075 Gewichtsprozent Tris(nonylphe- |
| (E) nyl)-phosphit und 0,102 Gewichtspro- 10,0 |
| zent Butandiol-bis(glycidyläther) |
| 0,075 Gewichtsprozent Tris(nonylphe- |
| (F) nyl)-phosphit und 0,051 Gewichtspro- 11,1 |
| zent Butandiol-bis (glycidyläther) |
Wie aus der Tabelle III zu ersehen ist, haben die aus Polycarbonat-Mischungen mit
einem Gehalt an Organophosph j t-Farbstabilisatoren und den Hydrolysestabilisatoren
der vorliegenden Erfindung (E und F) verpreßten Prüplatten einen niedrigeren Yellowness-Index
- ein Yellowness-Index, welcher der Probe B vergleichbar ist, die aus einer Polycarbonai-Mischung
gepreßt wurde, welche lediglich den F'arbstabilis.itor und keinen Hydrolysestabilisator
enthielt - als Prülplatten, die aus Polycarbonat-Mischungen verpreßt wurden, welche
den gleichen Farbstabilisator, jedoch Hydrolysestabilisatoren gemäß dem Stande der
Technik eC und D) enthielten.
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Es ist ersichtlich, daß die obenhngegebene, der vorliegenden Erfindung
zugrunde liegende Aufgabe durch die vorstehende Beschreibung gelöst wurde und es
soll, da gewisse Änderungen bei der Durchführung des obigen Verfahrens und in der
Zusammensetzung ohne Abweichung vonl Gegenstand der vorliegenden Erfindung gemacht
werden können, die vorliegende Beschreibung lediglich als Erläuterung und nicht
in einem beschränkenden Sinne interpretiert werden.