DE29354C - Neuerung an Dampferzeugern bezw. Dampf-, Dampfwasser- und Heifswasser-Heizungsapparaten - Google Patents
Neuerung an Dampferzeugern bezw. Dampf-, Dampfwasser- und Heifswasser-HeizungsapparatenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 36: Heizungsanlagen.
Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen an completen Heizkörpern, welche sowohl zu
Dampfheizungen wie auch zu Dampfwasser- und Heifswasserheizungen benutzt werden kann.
Diese Heizkörper bestehen in ihrer Gesammtheit und im wesentlichen aus dem Heizofen
bezw. Füllschacht mit Nebenräumen, der aus Röhren hergestellten Schlange und der Rohrleitung.
Auf beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht:
Fig. ι die Vorderansicht eines Dampferzeugers bezw. Dampfwasser-Heizungs-Apparates,
Fig. 2 einen Längenschnitt durch denselben nach E-F, Fig. 4,
Fig. 3 einen Verticalschnitt nach C-D, Fig. 2,
Fig. 4 einen Horizontal querschnitt nach A-B,
Fig. 2,
Fig. 5 einen Längenschnitt durch einen Heifswasser-Heizofen mit Füllschacht,
Fig. 6 einen Verticalquerschnitt nach G-H, Fig. 5 und 7,
Fig. 7 ""einen Horizontalquerschnitt nach J-K,
Fig. 5,
Fig. 8 einen Verticalschnitt nach L-M, Fig. 5 und 7.
α ist der Feuerraum, b der Rost, c der Aschenbehälter
oder Aschenfall, d die im directen Feuer liegende Schlange, e sind die Vorwärmeschlangen,
/ ist der Dampfsammler, g der Wasserstandsanzeiger, h das Manometer, i die Heiz- oder
Schürthür, k die Thür zum Aschenbehälter, / das den Heizkörper umgebende Mauerwerk, m das
Mauerwerk aus feuerfestem Material, η ein Rauchschieber, ο eine an der Vorderseite des Apparates
angebrachte eiserne Thür oder Platte, welche in irgend einer Weise so befestigt ist,
dafs sie leicht abgenommen werden kann, um die ganze Heizschlange herausnehmen und reinigen
zu können.
In derselben Weise ist die eiserne Platte p angebracht, nach deren Herausnahme das System
von Vorwärmeröhren behufs Reinigung derselben herausgenommen werden kann, q ist der Rauchfang
bezw. Fuchs, welcher die Feuergase dem Rauchfang zuführt, nachdem dieselben durch
das Erwärmen der Vorkühlrohre bis auf ein Minimum an Wärme zurückgeführt worden sind.
Die vorerwähnten Theile α bis incl. q beziehen
sich auf den in den Fig. 1 bis incl. 4 dargestellten Dampferzeugungs- bezw. Dampfwasser-Heizapparat.
Die Heizgase steigen hier senkrecht hoch und geben ihre gröfste Hitze direct an die schmiedeiserne
faconnirte Heizschlange ab und entwickeln Dampf, welcher sich im Sammler/ ansammelt,
um von hier aus entweder direct zur Dampfheizung verwendet zu werden oder als Dampf in Röhren durch einen an einem hochgelegenen
Ort angebrachten Wasserbehälter zu streichen, das Wasser zu erwärmen und zu einer Dampfwasser-Heizungs-Anlage benutzt zu
werden. Die Feuergase werden durch die Vorwärmeschlange bestmöglichst ausgenutzt, zu
welcher die Gase aus dem Feuerraum in der Richtung der eingezeichneten Pfeile gelangen,
um der Vorwärmeschlange entlang nach unten zu schlagen und durch den Fuchs zu entweichen.
Wie aus der Zeichnung, Fig. 2 und 3, ersichtlich ist, ist das ganze Heizschlangensystem
so eingerichtet, dafs die einzelnen Rohrtheile, durch Muffen ηιλ mit einander verbunden, je
einzeln losgelegt, herausgenommen und gereinigt werden können.
Die Spiralen der Heiz- sowie der Vorwärmeschlange sind von länglicher Form. Anstatt
bei diesem Dampferzeuger den in der Zeichnung dargestellten horizontalen Rost, die Feuerthür
etc. zu verwenden, kann auch bei diesem Apparat der hiernach bei dem Heifswasserheizungsofen
dargestellte und beschriebene Füllschacht mit schrägem Rost zur Anwendung kommen.
Es empfiehlt sich dieser Apparat besonders durch seine doppelte gleichzeitige Verwendbarkeit.
Bei strenger Kälte kann derselbe als Dampf heizapparat benutzt werden, während er
bei gelinder Witterung als Dampfwasserheizapparat zur Verwendung kommt.
Man heizt mittelst Dampfheizung rasch an und stellt, wenn der Raum erwärmt ist, Dampfwasserheizung
her.
Durch das Anbringen eines Ventils an geeigneter Stelle läfst man das sämmtliche in dem
Heizkörper enthaltene Wasser ablaufen und ist derselbe dann wieder als Dampfheizkörper zu
verwenden.
Eine Variante des vorbeschriebenen Dampfund Dampfwasserheizofens oder -Körpers ist in
den Fig. 5, 6, 7 und 8 dargestellt; derselbe ist jedoch zur Benutzung als Heifswasserheizofen
mit Füllschacht eingerichtet, welch letzterer, wie vörbeschrieben, jedoch auch bei dem Dampfund
Dampfwasserheizofen, Fig. 1, 2, 3 und 4, je nach Bedürfnifs angebracht werden kann.
In den Fig. 5, 6, 7 und 8 bezeichnet «den Heizraum, b den Rost, c den Aschenbehälter,
d(i) die Feuerschlange, d; h. dasjenige Schlangenrohr,
welches fast von der Stichflamme berührt wird; e sind die übrigen Heizspiralen; / ist das
Mantelmauerwerk, m die Fütterung aus feuerbeständigem Material, i die Heiz- oder Schürthür
am Füllschacht und k die Thür, welche den Zugang zum Aschenbehälter gestattet; r sind
Verbindungsstangen, welche, an ihren Enden mit Schraubengewinde versehen, die Muttern
aufnehmen, durch welche die Eisenschienen ί zusammengehalten werden, die ein durch zu
grofse Hitze hervorgerufenes Nachgeben des Mauerwerkes verhindern sollen, η ist eine am
Eingange der Feuerzüge zum Fuchs angebrachte Drosselklappe, welche behufs Absperrens des
Luftzuges mittelst einer an der Vorderseite des Ofens angebrachten Drehvorrichtung n' gehandhabt
wird; ο ist eine ebenfalls an der Vorderseite des Heifswasserheizofens angebrachte, in
beliebiger Weise befestigte, jedoch abnehmbare schmiedeiserne Platte, welche eine Oeffnung
verschliefst, durch welche das Herausnehmen des ganzen Schlangenrohres bezw. Heizschlangensystems
behufs Reinigung ermöglicht ist.
t sind die im Innern der hinteren Ofenabtheilung eingesetzten Stützen von beliebiger
Form, auf welchen die beiden hinteren, mit einander in passender Weise verbundenen Heizschlangen
2 und 3 ruhen.
Der Füllschacht im allgemeinen ist in bekannter Weise eingerichtet und zeigt entweder
einen gleichförmigen oder einen nach unten sich konisch erweiternden Querschnitt, welcher
an seinem unteren Ende in den schräg liegenden Rost l· endigt, der durch einen sich rechtwinklig
zu ihm stellenden beweglichen Rost bx so geschlossen ist, dafs das Heizmaterial, auf
letzteren sich stützend, langsam abbrennt, als Asche durchfällt und nachrutscht.
Vermöge dieses letztgenannten, in einem Scharnier gehenden, von der Aschenthür aus zu
handhabenden Rostes kann man das Heizmaterial ganz nach dem Aschenkasten abfallen lassen,
um event, die Dampferzeugung momentan abzusperren;
auch dient dieser bewegliche Rost dazu, um das ausgebrannte Material behufs Reinigung
des Ofeninnern und des Rostes herauszunehmen.
Die bisher construirten Heifswasseröfen waren nur mit den in Fig. 5 dargestellten Heizschlangen
2 und 3 hergerichtet und der Rost war im vorderen Theile des Ofens so hoch angebracht, dafs die Feuergase möglichst direct
gegen die Heizschlange 2 schlugen.
Durch diese Anordnung wurde der Nutzeffect des Ofens, wie aus der vorliegenden Anordnung
ersichtlich, um ein Drittel herabgemindert. Das vorliegende System soll sich bei
Versuchen bewährt haben, und sollen namentlich die Einrichtung der durch eine Platte verschlossenen
Oeffnung behufs Herausnehmens und Reinigens der Heizschlangen, das Anbringen der
Spirale 1 und Tieferlegen des Rostes bezw. der Füllschacht in Verbindung mit dem schräg
liegenden Rost b und dem beweglichen Rost bl
wesentliche Verbesserungen an den bisher bekannten und gebräuchlichen Heifswasserheizofen
und -Körpern sein.
Die vorliegende Heifswasser-Hochdruckheizung kann man auch zur Mitteldruckheizung verwenden,
wenn man das System so berechnet, dafs die erforderliche Wärme erreicht wird, wenn
man das Wasser in der Feuerschlange nicht höher als bis auf 125 ° C. erwärmt.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:Bei Dampferzeugern, Dampf- und Dampfwasser-Heizungen, sowie bei Heifswasser-Hochdruck-Heizöfen, welche auch als Mitteldruckoder Niederdruck-Heizungen verwendet werden können:i. Die Anbringung einer Spirale 1, Fig. 5, in Verbindung mit den Spiralen 2 und 3, wobei die Spirale 1 direct von den sich ausdem Verbrennungsmaterial entwickelnden Heizgasen getroffen wird und letztere durch den Zug χ zu den Spiralen 2 und 3 gelangen läfst, um von hier durch den nöthigenfalls mit einer von aufsen zu handhabenden Drosselklappe verschliefsbaren Fuchs in den Kamin zu entweichen.
In Verbindung mit der Spirale in zwei Heizkammern die Anbringung von Oeffnungen an der Vorderseite des Heizkörpers, welche durch abnehmbare eiserne Platten 0 und /, Fig. ι und 6, verschlossen sind und welche gestatten, das combinirte Heizrohrsystem ganz herauszuziehen, um dasselbe Reparaturen und Reinigungen zu unterziehen.
Die Einrichtung eines Füllschachtes bei sämmtlichen vorgenannten Heizemrichtungen in Verbindung mit dem schräg liegenden Rost b, auf welchem das Brennmaterial selbstthätig mit der Verbrennung nachrutscht, in Combination mit einem normal zu demselben sich stellenden drehbaren Rost bl, welcher eine leichte Reinigung des Rostes und des Ofeninnern gestattet.
Die aus länglich - spiralförmig gewundenen schmiedeisernen Röhren hergestellten Feuer- und Heizschlangen, welche nach vorn herauszunehmen und so gruppirt sind, dafs ein Theil direct über dem Feuer und der andere in der Vorwärmekammer liegt, so dafs das Feuer zuerst den Weg nach oben und dann seitwärts in der Kammer daneben den Weg nach unten nimmt, um durch den abgesperrten Fuchs in den Kamin zu entweichen.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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