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Werkstückbeschickungsvorrichtung mit Beweglichkeit für
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Fluchtaus#leich.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Werkstückbeschickungs vorrichtung
nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
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Im Stand der Technik, so z.B. in ZwF 69 (1974), Heft 1, Seiten 3 bis
8 sind Einzelheiten zu einer Werkstückbeschickungsvorrichtung beschrieben, die als
sogenannter Industrieroboter dazu dient, in der automatischen Fertigung Werkstücke
aus einem Magazin einer Bearbeitungsma schine zuzuführen und diese Werkstücke umgekehrt
aus der Bearbeitungsmaschine wieder herauszunehmen. Wesentlich für derartige Beschickungsvorrichtungen
ist ein möglichst großer Bewegungsspielraum bei dennoch festem und sicherem Greifen
und Halten der Werkstücke. Im allgemeinen arbeiten solche Beschickungsvorrichtungen
mit in bis zu allen möglichen Freiheitsgraden ausgeführter tranalatorischer und
rotatorischer Bewegung ihres Greifers und damit des Werkstückes. Darin eingeschlossen
sind Schwenkbewegungen.
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Im Betrieb läßt sich praktisch nicht vermeiden, daß ein gewisses Maß
an Fehlübereinstimmung zwischen derjenigen Lage des zugeführten Werkstückes und
dem Spannfutter der Bearbeitungsmaschine vorliegt, in der dieses Werkstück in diesem
Spannfutter eingespannt werden soll. Solche kleinen Fehler im Fluchten bzw. solche
Verkantungen oder Verkippungen lassen sich insbesondere dann nicht vermeiden, wenn
die Werkstücke Schmiederohlinge sind, deren
Außenabmessungen ohnehin
eine erhebliche Abmessungstoleranz haben. Auch kleine Fluchtfehler beeinflussen
direkt die Werkstückgenauigkeit, wenn in einer zweiten Aufspannung auf der bereits
bearbeiteten Werkstückkontur gespannt wird.
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Wie in der oben erwähnten Druckschrift bereits zusammengefaßt, ist
eine Anzahl von Prinzipien für die Ausbildung der Beschickungsvorrichtung bzw. für
die Ausbildung ihrer Greifer im Hinblick auf eine Beweglichkeit für Fluchtausgleich
entwickelt worden. Es sind so z.B. elsstische Zangengreifer verwendet worden, die
das WerkstUck mit erhöhter Anpreßkraft an das Futter anpressen. Die Ausgleichsbewegungen
werden dort somit durch elastische ubertragungsglieder ermöglicht. Ein anderes Lösungaprinzip
sieht sphärisch gelagerte Greifersysteme vor. Ein drittes Prinzip sieht vor, daß
zusätzliche Möglichkeiten für Rotationsbewegungen des Greifers vorliegen.
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In der obengenannten Druckschrift sind neben Vorzügen auch Nachteile
bekannter Lösungen dieser Prinzipien erörtert. Ein wesentlicher Nachteil der elastischen#Zangengreifer
liegt darin, daß beim Andrücken mit erhöhter Anpreßkraft nicht erkennbar wird, ob
das Teil tatsächlich am Spannfutter anliegt. Durch die elastischen Zwischenglieder
haben derartige Greifer nur eine geringe Steifigkeit, was zu Schwingungen während
des Werkstück transports führen kann und was die Positioniergenauigkeit herabsetzt.
Sphärisch gelagerte Greifer können Werkstücke nur stirnseitig ergreifen, während
Umfangsgreifen durch die Achsen der sphärischen Lagerung unmöglich ist. Damit kommen
solche Greifer im wesentlichen nur für Futterteile in Frage. Es sei hier auch ausdrücklich
auf
den Inhalt der Zeitschrift für industrielle Fertigung 65 (1975),
Nr.3, Seite 121 hingewiesen.
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Als eine Zwischenlösung ist der Greifer einer Beschickungsvorrichtung
nach der DE-AS 24 49 078 anzusehen, bei dem die Greiferelemente über bewegliche
Verbindungsglieder an einem parallel zu dem Greiferelement angeordneten Träger befestigt
sind. Der diesem Stand der Technik nach ausgebildete Träger ist Jedoch wegen seiner
erheblichen Abmessungen hinderlich und erschwert auch das Hineingreifen der Greiferelemente
in ein Magazin.
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Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, solche
Vorkehrungen für die Möglichkeit von Ausgleichsbewegungen bei einer flexiblen Werkstückbeschikkungsvorrichtung
bzw. an deren Greifer vorzusehen, die wenigstens bis zum Einspannen des Werkatückes
in dem Spannfutter der Bearbeitungsmaschine das Werkstück festhalten, wobei jedoch
die neue Konstruktion derart sein muß, daß damit der Platzbedarf des Greifers nicht
vergrößert wird und dieser beim Han Handhaben der Werkstücke, und zwar sowohl von
Futterteilen als auch von Wellenteilen, nicht hinderlich ist.
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Diese Aufgabe wird bei einer wie im Oberbegriff des Patentanspruches
1 angegebenen Werkstückbe schickungsvorrichtung erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen
des Patentanspruches 1 angegebenen Maßnahmen gelöst. Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
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Der Erfindung liegt das Prinzip zugrunde, in allen Jeweils notwendigen
Richtungen translatorische und auch rotatorische Ausgleichsbewegungen zuzulassen,
die grundsätzlich und unabhängig von den translatorischen und
otatorischen
Transportbewegungen des Jeweiligen Greiers der Beschickungsvorrichtung sind. Vorzugsweise
ind diese zusätzlichen Maßnahmen derart ausgebildet, Laß die zusätzliche Ausgleichsbewegung
für das Werkstück gesteuert freigegeben und wieder gesperrt werden rann. Diese Freigabe
erfolgt im Augenblick des Anlieyens des Werkstückes am Spannfutter der Bearbeitungsmaschine,
bis dieses Spannfutter das Werkstück in exakser Ausrichtung zu diesem Spannfutter
fest eingespannt Lst. Die insbesondere vom Spannfutter auf das Werkstück #usgeübten,
die Ausgleichsbewegungen hervorrufenden Säfte nehmen dadurch bei einer erfindungsgemäß
ausge Jtalteten Werkstückbe schickungsvorrichtung keine großen erte an. Damit braucht
auch die Stabilität des Greifers, des Greiferarmes und der Trägereinrichtungen auf
ein nur relativ geringes Maß einwirkender Eorrekturkräfte hin bemessen zu werden.
Dies läßt eine raumsparande Konstruktion der Greiferelemente æu, womit auch deren
Beweglichkeit vergrößert sein kann. Alle diese Vorzüge sind dabei ohne Inkaufnahme
verringerter Genauigkeit und Flexibilität des Arbeitens der Beschickungs vorrichtung
mit der Erfindung zu erreichen.
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So können die erfindungsgemäßen Einrichtungen für den Fluchtausgleich
auch bei Doppelgreifern und Umfangsgrei fern für Wellenteile angewendet werden.
Durch die Freigabe der Ausgleichsbewegung können auch Positionierfehler der Handhabungseinrichtung
ausgeglichen werden.
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Weitere Erläuterungen der Erfindung gehen aus der nachfolgenden, anhand
der Figuren gegebenen Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele und Ausgestaltungen
der Erfindung hervor.
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Fig.1 zeigt perspektivisch eine generelle Gesamtansicht
einer
Werkstückbeschickungsvorrichtung, wie sie prinzipiell an sich bekannt ist.
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Fig.2 zeigt eine Ubersichtadarstellung eines Ausschnittes der Fig.1,
und zwar des Greifers, seines Trägerarmes und dessen Führung in der Vorrichtung.
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Fig.3 zeigt eine ins einzelne gehende Darstellung einer Frontansicht
des Greifers.
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Fig.4 zeigt zu Fig.3 eine geschnittene Aufsicht des Greifers.
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Fig.5 zeigt eine geschnittene Seitenansicht des Greifers nach Fig.3.
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Fig.6 zeigt eine geschnittene Ansicht des Greiferarmes.
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Fig.7 zeigen prinzipielle Hinweise zu einer anderen Ausbis 9 führungsform
der Erfindung.
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Fig.10 zeigen drei verschiedene Ausgestaltungen für die bis 12Ausführungsform
der Fig.8 und 9.
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Fig.13 zeigt eine weitere Ausführungsform nach der Erfindung, und
zwar mit einer dazu zusätzlichen Ausgestaltung für weiteren rotatorischen Ausgleich.
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Fig.14 zeigt eine weitere Ausgestaltung einer Ausführungsform nach
Fig.13.
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Fig.1 5 zeigt den D-punkt-Greifer aus der Fig.14 in zu dieser um 900
gedrehter Ansicht.
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Die in einer generellen Gesamtansicht der Fig.1 dargestellte
Werkstückbeschickungsvorrichtung
1 ist mit einer ersten bevorzugten Aus führungs form der Erfindung ausgestattet.
Es ist dies der erfindungsgernäß auagebildete Zweifinger-Paralleldoppelgreifer 3,
der in der Darstellung dieser Figur am unteren Ende eines in vertikaler Richtung
verstellbaren Haltearmes 5 angebracht ist. Diese vertikale Verstellung des Armes.5
und damit des Greifers 3 erfolgt mittels eines Antriebs im Kopfteil 6, in dem dieser
Haltearm 5 geführt ist. Dieses Kopfteil 6 wiederum ist auf Schienen eines Rahmens
7 rechtwinklig zu der vertikalen Bewegungamöglichkeft des Haltearmes 5 lateral verschiebbar.
Der Rahmen 7 schließlich ist in der dritten möglichen translatorischen Bewegungsrichtung,
nämlich bezogen auf den Greifer 3, in Vorschubrichtung hin- und herbewegbar, wobei
dieser Rahmen 7 beidseitig in Schienen geführt ist, von denen in der Darstellung
der Fig.1 nur die Schienen 8 zu sehen sind. Diese Schienen 8 sind Anteil eines mit
9 bezeichneten Gestells.
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Die voranstehend aufgezeigten möglichen Bewegungen werden mit Hilfe
der Antriebsmotore 10, 11 und 12 ausseführt, die für den automatischen Betrieb programmgesteuert
betätigt werden.
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Fig.2 ist ein Ausschnitt der Darstellung der Fig.1, und zwar eine
Ansicht in Richtung des mit dem Doppelpfeil 21 angedeuteten Vorschubs des Greifers
3. Gezeigt sind der Greifer 3, der Haltearm 5 und das Kopfteil 6. Dieses Kopfteil
6 ist in Vorschubrichtung 21 auf der Schiene 7 geführt. Der Haltearm 5 kann in dem
Kopfteil 6 die erwähnte vertikale Hin- und Herbewegung 22 ausführen.
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Wie in der Fig.2 angedeutet, ist der Zweifinger-Parallel doppelgreifer
3 zum Wenden um die vertikale Achse 23 (gemäß dem Pfeil 24) rotierbar angebracht.
Er kann damit zum beidseitigen Aufnehmen und Abgeben Je eines Werkstückes verwendet
werden.
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Mit den Spannbacken 25 und 26 des Spannbackenpaares des in der Fig.2
vorderen Zweifinger-Parallelgreifers 3 läßt sich ein entsprechend langes Futterteil
greifen. Die Spannbewegung gemäß Doppelpfeil 28 führen die beiden Finger 29 und
30 aus, an denen die Jeweilige Spannbacke 25 bzw. 26 angebracht ist und die in noch
näher zu beschreibender Weise in dem Kopf 4 des Greifers 3 geführt und zentrierend
angetrieben werden.
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Fig.3 zeigt mehr ins einzelne gehend und dazu entsprechend vergrößert
den Greifer 3 mit seinem Kopf 4 und mit den Spannbacken 25 und 26 sowie mit den
Fingern 29 und 30.
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Mit den Pfeilen 31 und 32 sind die transIatorischen#Bewegungsrichtungen
der Finger 29 und 30 beim Einspannen des nur mit einem Anteil des Umrisses angedeuteten
Werkstückes 33 angegeben.
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In gestrichelten Linien ist die Stellung des Fingers 30' mit der Klemmbacke
26' bei einem Werkstück 33' mit einem zum Werkstück 33 vergleichbar wesentlich geringerem
Durchmesser schematisch w:#edergegeben.
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Mit den in der Darstellung der Fig.3 zu sehenden Parallelführungen
35 und 36 sind die Finger 29 und 30 in einer Führungsschiene 34 als Zweifinger-Parallelgreifer
geführt.
Der Vorschub der Parallelführungen 35 und 36 erfolgt mit Hilfe anzutreibender Spindelteile
37 und 38.
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Ihr Antrieb erfolgt mit Hilfe der mit 39 bezeichneten Vorrichtung,
deren Einzelheiten im Zusammenhan4 mit der Fig. 4 noch nachfolgend näher beschrieben
werden. Der Spindelantrieb, die Greiffinger 29 und 30 und das Werkstück bilden zusammen
eine kraftschlüssige ,Verbindung.
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Die Darstellung der bereits genannten Fig.4 ist eine geschnittene
Ansicht IV der Fig. 3 und um 900 gedreht auch der noch zu erläuternden Fig.5, wobei
diese#Fig.5 - dies sei hier schon vorweggenommen - die Ausführung als Doppelgreifer
mit Ansicht des einen Fingers 29 des einen zu den Fig.2 und 3 beschriebenen Greiferpaares
und den (in Fig.5 vorn liegenden, in Fig.3 hinter dem Finger 29 liegenden) einen
Finger 29' des zweiten Greiferpaares darstellt.
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Die bereits erwähnte Vorrichtung 39 besteht aus einem mit dem Gehäuse
des Greiferkopfes 4 fest verbundenen Lagerbock für eine über ein Kettenrad 42 antreibbare
Lagerbüchse 43. Das Kettenrad 42 läßt sich mit Hilfe des Motors 44 antreiben. Die
Lagerbüchse 43 ist gegenüber dem Lagerbock 41 in Achsrichtung festgehalten.
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Die aus den Spindelanteilen 37 und 38 bestehende Spindel ist in der
Lagerbüchse 43 in Axialrichtung verschiebbar. Zwischen der Lagerbüchse 43 und dieser
Spindel liegt Jedoch eine durch eine entsprechende Verzahnung bewirkte, die oben
erwähnte kraftschlUssige Verbindung gewährleistende Drehmitnahme vor.
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Die hier wie voranstehend als Beispiel beschriebene Konstruktion mit
Lagerbüchse 43 und darin in Längerichtung
verschiebbarer Spindel
ermöglicht die aufgabengemäß vorzusehende Bedingung für eine Ausgleichsbewegung
der Finger 29 und 30 und damit der Spannbacken 25 und 26, in in der Fig.3 horizontaler,
der Parallelführung in der Schiene 34 paralleler Richtung. Erfindungsgemäß sind
hierzu (für ein Jedes Fingerpaar 29, 30) ein Paar Kolbenzylindereinheiten 45, 46
vorgesehen.
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Mit 47 und 48 sind mit der Spindel bzw. mit dem Jeweiligen Spindelteil
37 und 38 verbundene Kolben bezeichnet, die sich in dem ihnen Jeweils zugehörigen
Zylinder 49 bzw. 50 befinden. Die Zylinder 49 und 50 sind über eine nicht dargestellte
Hydraulikleitung mit der zentralen Steuerung der Werkstückbeschickungsvorrichtung
1 verbunden.
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während der Betriebsphase des Greifens des Werkstück rohlings im Magazin,
während des Transports und bis kurz vor dem endgültigen Einspannen des Werkstückrohlings
in der Bearbeitungsmaschine (sowie während des Rücktransports des bearbeiteten Werkstückes)
stehen die Kolbenzylindereinheiten 45 und 46 derart unter Druck des Hydraulikfluids,
daß die Spindel mit den Spindelteilen 37 und 38 in ihrer Axialrichtung gegen Verschiebung
arretiert ist. Die Lage der durch die Spindel parallel verschobenen Finger 29 und
30 ist damit wegen der Stellung der Spindelteile 37 und 38 in den Spindelmuttern
135 und 136 der Finger 29 und 30 bei sich nicht drehender Spindel festgelegt. Die
aufgabengemäß verlangte Möglichkeit einer Ausgleichsbewegung im Augenblick des festen
Einspannens des Werkstückes in der Bearbeitungsmaschine gewährleisten nun die Kolbenzylindereinheiten
45 und 46 bei in die sen weniger großem oder vollständig weggenommenem Hydraulikdruck.
Trotz
weiterhin unverändert kraftschlüssiger Verbindung zwischen Spindelantrieb, den Fingern,
den Klemmbacken und dem Werkstück können nun die Spindel mit den Spindelanteilen
37 und 38, die Finger 29 und 30, die Klemmbacken 25 und 26 und das darin eingespannte
Werkstück 33 eine parallel zur Spindelachse gerichtete, durch die Einspannung des
Werkatückes in der Bearbeitungsmaschine erzwungene Ausgleichsbewegung ausführen.
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In der Fig.4 sind die voranstehend für das eine Fingerpaar beschriebenen
und beim anderen Fingerpaar des Doppelgreifers in gleicher Weise vorhandenen Teile
mit durch ' ergänzte, sonst übereinstimmende Bezugszeichen bezeichnet. Ein weiteres
Eingehen auf diese konstruktiv und funktionell übereinstimmenden Teile ist entbehrlich.
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Eine in Vertikalrichtung erfolgende Ausgleichsbewegung, die zu der
durch die Kolbenzylindereinheiten 45 und 46 bewirkten horizontalen Ausgleichsbewegung
orthogonal ist, wird durch entsprechende Steuerung des Haltearmes 5 in seiner Bewegungsrichtung
22 (Fig.2) erreicht.
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Insbesondere die Fig.5 zeigt Einzelheften für eine Rotationsbewegung
der Spannbacken 25 und 26, und damit des Werkstückes 33. Die Spannbacken 25 und
26 sind in der Darstellung der Fig.3 hierzu um eine der Spindelanteile 37 und 38
parallele Achse rotierbar. Damit kann das Werkstück 33 geschwenkt und ein entsprechend
kurzes Futterteil zwischen den zwei Fingern 29 und 30 gewendet werden.
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Die Fig.5 gibt zusammen mit der Fig.3 Einzelheiten dieses Rotationsantriebs
wieder. Mit 51 bzw. 51' sind
zwei von Je einem Antrieb zu drehende
Wellen bezeichnet, die über Zahnräder auf in den Fingern 29 und 29' (und nicht dargestellt
in den anderen Fingern) befindliche Zahnstange 53 und 53' einwirken und diese in
Vertikalrichtung hin- und herschieben können. Diese Bewegung wird auf die Rotationsachsen
54 und 54' der Spannbacken 25, 25' und 26 übertragen. Die Rotationsbewegung gemäß
den Pfeilen 55, 55' ist für jedes Spannbackenpaar über die gemeinsame Welle 51 bzw.
51' gekoppelt.
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Eine rotatorische Ausgleichsbewegung ermöglicht eine für den einen
Finger in Fig.5 dargestellte Kolbenzylindereinheit 56 mit einem Kolben 57 und Zylinder
58. Der Zylinder 58 ist schwenkbar am Kopf 4 befestigt. Das äußere Ende der Kolbenstange
57 ist mit einem Schwenkhebel 59 verbunden, der drehfest an der Welle 51' angebracht
ist. Sobald der Druck in der Kolbenzylindereinheit 56 um ein entsprechendes Maß
verringert bzw.
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freigegeben wird, läßt sich die Welle 51' etwas drehen und lassen
sich damit die Spannbacken 25, 25' um ein vom Futter der Bearbeitungsmaschine erzwungenes
(geringes) Ausgleichs-Drehwinkelma ß verdrehen.
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Eine für die ganze in den Figuren 3,4u 5 dargestellte Vorrichtung
vorgesehene rotatorische Ausgleichsbewegung um die Vertikalachse ermöglicht eine
mit 100 insgesamt bezeichnete Konstruktion, die in Fig.6 dargestellt ist. Diese
Konstruktion besteht im wesentlichen aus einer KeilwelleIiverza#nung auf dem oberen
Ende der Flanschwelle 84, einem Tellerfederpaket 102, einem Hülsenteil 103, das
drehfest aber axial verschiebbar mit der Flanschwelle 84 verbunden ist und zusammen
mit dem Kolben 114 eine Kolbenzylindereinheit 104 bildet.
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Das Hülsenteil 103 verbindet über eine Hirth-Verzahnung 101 und ein
Hülsenteil 113 die Antriebswelle 112 mit der Flanschwelle 84. Die Funktion dieser
Einrichtung 100 besteht darin, daß während des Greifens und des Transportvorganges
die Kolbenzylindereinheit 104 entlastet ist und durch Druck der Tellerfedern 102
die Hülse spielfrei drehfest mit dem Antriebshülsenteil 113 verbunden ist.
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Wird nun die Kolbenzylindereinheit 104 unter Druck gesetzt, wird damit
die Hülse 103 gegen die Kraft der Tellerfeder 102 (in Fig.6 nach unten) verschoben
und die Hirth-Verzahnung 101 gelangt teilweise außer Eingriff, so daß ein Spiel
um z.B. t>° auftritt. Dieses Spiel ermöglicht dem fest gehalterten Werkstück
33, die vom Spannfutter erzwungende Ausgleichsbewegung um die Vertikalachse des
Greifers auszuführen.
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Für einen Fluchtausgleich durch eine Ausgleichsbewegung der Vertikalbewegung
22 ist vorgesehen, daß der Antrieb für diese Vertikalbewegung derart geregelt wird,
daß er gerade diejenige Kraft erzeugt, die zur Kompensation des von ihm jeweils
anzutreibenden Gewichtes des Greifers und des Werkstückes notwendig ist. In diesem
Gleichgewichtszustand erfährt eine von einer ausgleichenden Ausrichtung des Werkstückes
herrührende Kraft der Spannfutterbacken auf das Werkstück keine nennenswerte Gegenkraft
die den Ausgleich behindern könnte.
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Bei dieser voranstehend beschriebenen Ausgestaltung gemäß den Fig.2
bis 6 nach dem Greifen des der Bearbeitungsmaschine zuzuführenden Werkstückes und
nach dem Anfahren des Werkstückes an das Futter der
Bearbeitungsmaschine
im Augenblick des Einspannens in diesem Futter durch Freigabe der Arretierungs-Kolben
zylindereinheiten 45 und 46 sowie der Vertikalbewegung 22 die gewünschten translatorischen
und durch Betätigung der Einrichtungen 56 und 100 die rotatorischen Ausgleichsbewegungen
erfolgen, ohne daß die oben erwähnte kraftschlüssige Verbindung zu dem noch in der
ertindungsgemäß ausgestalteten Werkstückbeschickungsvorrichtung fest eingespannten
Werkstück vorzeitig gelöst werden mUßte.
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Eine andere erfindungsgemäße Ausführungsform zeigen in den Fig.7 bis
12 dargestellte Ausgestaltungen einer Werkstückbeschickungsvorrichtung nach der
Erfindung, die insbesondere für Futterteile geeignet ist, bei der sich Jedoch die
Ausgleichsbewegungen noch einfacher verwirklichen lassen.
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Fig.7 zeigt eine solche Heranführung des Futterteiles 61 durch die
Werkstückbeschickungsvorrichtung 62 an das Futter 63 der Bearbeitungsmaschine, die
ein exaktes Einspannen dieses Futterteiles ohne Verkanten oder Verkippen und ohne
unzulässige Kraftausübung auf die Beschickungsvorrichtung 62 ermöglicht.
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Dagegen zeigt Fig.8 den praktischen Regelfall, der insbesondere bei
Futterteil-Rohlingen vorliegt, nämlich daß dieses Futterteil 61 verkantet und verkippt
in das Futter 63 eingeführt wird.
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Fig.9 zeigt das Futterteil 61, wie es in dem Futter 63 fest und exakt
ausgerichtet eingespannt ist.
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Der problemlose Übergang vom Zustand der Fig.8 in den Zustand der
Fig.9 ermöglicht die erfindungsgemäße Ausgestaltung
der (mehreren)
Greiferelemente 64 der Beschikkungsvorrichtung 1, nämlich ihre zusätzliche Ausrüstung
mit federnd nachgiebigen Elementen 65. Wie Fig.8 erkennen läßt, wird das Futterteil
61 zwischen den Greiferelementen 65 fest eingespannt herangeführt, wobei die am
eingespannten Futterteil 61 anliegenden Elemente 65 solange unwirksam sind. Im Augenblick
des Einspannens des Futterteils 61 im Spannfutter 63 gemäß Fig.9 wird die Einspannung
in den Greiferelementen 64 (in der Fig.9 übertrieben dargestellt) etwas gelockert,
wobei die Federelemente 65 Jedoch weiterhin fest am Futterteil 61 anliegen und dieses
in das Spannfutter 63 drücken. Die transiatorische Bewegung der einzelnen Federelemente
des Jeweiligen Greiferelementes 64 ist entsprechend einer vorherigen Verkippung
unterschiedlich groß, wie dies aus Fig.9 zu erkennen ist.
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Fig.10 zeigt nun zu den Fig.6 und 9 im Ausschnitt Einzelheiten der
erfindungsgemäßen Ausgestaltung noch deuthoher. In einer AusuehmuSt des Greiferelementes
64 befindet sich ein Stift 66, der durch eine Feder 67 gegen das eingespannte Futterteil
61 gedrückt wird. Der Hub des Stifts 66 ist für Jegliche in Betracht kommende Verkippung
ausreichend groß bemessen.
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Die Fig.11 zeigt eine etwas andere, Jedoch nach dem gleichen Prinzip
arbeitende Ausgestaltung mit einem An-Anlageteil 71, das in federnder Verbindung
mit dem vergleichsweise zur Fig.10 etwas anders ausgestalteten Greiferelement 64'
ist. Die Feder 72 hält über den Stift 73 dieses Anlageteil 71 unter Spannung an
dem Futterteil 61 anliegend. Im Augenblick der Freigabe dieses Futterteils 61 im
Greiferelement 64' kommt dieses
Futterteil zur Anlage an der Spannbacke
63. Dabei können die Anlageteile 71 der einzelnen Greiferelemente 64' vergleichsweise
zu den mehreren Stiften 66 der Ausgestaltung nach Fig.10 mit unterschiedlichem Ausfahren
des Stiftes 73 anliegen.
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Fig.12 zeigt eine noch weitere Ausgestaltung des Prinzips der Fig.8
und 9, nämlich mit einem Schwenkhebel 75, der unter einer Federkraft 76 steht und
der an dem Greiferelement 64" angebracht ist. Auch dieser Schwenkhebel 75 drückt
das Futterteil 61 je nach Maß einer vorhandenen Verkippung mit federnder Kraft mit
dem Lösen der Greiferelemente 64" derart in das Spannfutter 63, daß eine diesem
gegenüber vorher vorhandene Verkippung beseitigt ist.
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Die Ausführungsform der Erfindung, wie sie in Fig.13 gezeigt ist,
weist im wesentlichen einen dem Prinzip der Erfindung entsprechenden rotatorischen
Ausgleich um die horizontale Achse für das Werkstück 81 auf. Dieses Werkstück 81,
vorzugsweise ein Futterteil, wird von dem Greifer nach Art einer 3-Punkt-Halterung
festgehalten, von der in der Darstellung der Fig.13 nur der vorn liegende Greiferfinger
90 mit seiner Klemmbacke 82 zu sehen ist. Wie ebenfalls aus der Fig.13 ersichtlich,
ist das Werkstück 81 vom Greifer um ein geringes Maß verkippt erfaßt worden, so
daß es zunächst mit der entsprechenden fehlerhaften Winkelstellung in dem Spannfutter
83 der Bearbeitungsmaschine zur Anlage kommt.
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Während eines weiteren Heranfahrens und/oder während des Einspannens
im Spannfutter 83 würde dann auf das Werkstück 81 ein Drehmoment ausgeübt werden,
das bei weiterhin kraftschlüssigem Halten im Greifer auf diesen
greifer
bzw. den Greiferfinger 90 übertragen werden erde.
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#t 5 ist der Tragarm des Greifers bezeichnet. Der Digentliche Greifer
86 ist zur Realisierung des Prinzips ler Erfindung gemäß der in Fig.13 dargestellten
Ausgestaltung mit zwei Lenkern 87 und 88 ausgestattet. Diese Lenker 87 und 88 können
auch die in der Ansicht der Fig.13 vorn liegenden Lenker eines Jeweiligen Lenkerpaares
sein, bei denen der Jeweils zweite Lenker durch den Lenker 87 bzw. 88 verdeckt ist.
Mit 89 bezeichnet ist eine Arretierungs-Kolbenzylindereinheit zur Arretierung ansonsten
aufgrund der Lenker 87 und 88 möglicher Schwenkbewegungen des Greifer-Vorderteils
91 mit Greiferfinger 90 und der Spannbacke 82.
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Während des Herausnehmens des Werkstückes aus dem Magazin und während
des Transports des WerkstUckes 81 bis in die in der Fig.13 dargestellte Stellung
gegenüber dem Spannfutter 83 bleibt die Arretierungs-Kolbenzylindereinheit 89 derart
unter Hydraulikdruck, daß diese Arretierung tatsächlich vorliegt. Mit dem Anfahren
des Werkstückes 81 an das Spannfutter bzw. mit dem Beginn des Einspannens des Werkstückes
81 im Spannfutter 83 wird gleichzeitig die Arretierungs-Kolbenzylindereinheit 89
wenigstens so weit entlastet, daß die Lenker 87 und 88 eine Veränderung ihrer Stellung
zueinander ausführen können. Damit kann nämlich ein rotatorischer Ausgleich für
das Werkstück 81 innerhalb des dargestellten Greifers erfolgen, obwohl die Klemmbacken
82 des Greifers das Werkstück 81 weiterhin kraftschlüssig festhalten. Infolge der
Freigabe der Arretierungs-Kolbenzylindereinheit 89 kann auf den Greifer und damit
auf die gesamte Werkstückbeschickungsvorrichtung
beim Korrekturvorgang
des Einspannens im Spannfutter 83 keine nennenswert große Kraft übertragen werden,
die zu einer stabileren Auslegung des Greifers zwingen würde.
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Die Lenker 87, 88 sind mit den Enden - so wie dargestellt - am einen
(oberen) Teil 186 bzw. am anderen (unteren) Teil 286 dieses Greifers 86 schwenkbar
und in einem Winkel angebracht, wobei sich ihre mit 187 und 188 gestrichelt dargestellten
Verlängerungen im Mittelpunkt der Einspannung des Werkstuckes 81, d.h. auf der im
Werkstück 81 liegenden Rotationsachse 181 der rotatorischen Ausgleichsbewegung,
schneiden. Die Länge und Anordnung der Lenker 87 und 88 läßt sich aufeinander abgestimmt
so festlegen, daß bei - wie vorausgesetzt werden kann - geringer auftretender Winkelkorrektur
praktisch nur rotatorische Ausgleichsbewegung des Werkstückes 81 mit dem Greifer-Vorderteil
91 eintritt.
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Wie bereits erwähnt, eignet sich eine Ausgestaltung der Erfindung
nach der Fig.13 besonders für Umfangagreifer mit 3-Punkt-Halterung des Werkstückes,
weil bei diesen eine horizontale Schwenkachse nur mit erheblichen Einschränkungen
der Genauigkeit, des Raumbedarfs und der Flexibilität möglich ist.
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An sich bietet die voranstehend beschriebene Konstruktion nach Fig.13
soweit eine rotatorische Ausgleichsbe wegung nur für einen rotatorischen Freiheitsgrad
(nämlich für die Rotationsachse 181 senkrecht zur Darstellungsebene). Für eine rotatorische
Ausgleichsbewegung um eine in der Derstellungsebene der Fig.13 liegende, zur Achse
des dargestellten Greifers parallele Rotationsachse
dient wiederum
die mit 100 insgesamt bezeichnete Konstruktion, die in Fig.6 beschrieben wurde.
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Durch Unterdrucksetzen der Kolbenzylindereinheit 104 und gleichzeitiges
Entlasten der Arretierungs-Kolben zylindereinheit 89 während des Einspannens des
Werkstückes 81 im Spannfutter 83 können somit die 3eweils notwendigen Ausgleichsbewegungen
um die beiden überhaupt in Betracht kommenden Rotationsachsen erfolgen, und zwar
ohne das krsftschl(1ssige Halten des Werksttickes 81 im Greifer 86 aufzuheben und
ohne unerwünschte Brafteinwirkung auf den Greifer und die ganze Beschickungsvorrich
tung.
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Fig.14 zeigt eine variierte Ausgestaltung 110 eines Greifers 86 nach
Fig.13. Bei diesem Greifer 110 ist der Lenker 88 des Greifers 86 durch eine zweite
Kolbenzylindereinheit 111 ersetzt. Die übrigen in der Darstellung der Fig.14 mit
Bezugazeichen der Fig.13 bezeichneten Einzelheiten sind mit denjenigen des Greifers
86 derart übereinstimmend, daß eine weitere Beschreibung ihres Aufbaues und ihrer
Funktionsweise entbebrlich ist. Mit 90' ist ein zweiter, dem Greiferfinger 90 gleicher
Greiferfinger bezeichnet, zu dem noch ein dritter Greiferfinger 90" der )-Punkt-Halterung
gehört, wie dies aus der zur Fig.14 um 900 um die waagerechte Achse gedrehten Ansicht
der Fig.15 hervorgeht. Mit 82' ist eine entsprechende Klemmbacke des weiteren Greiferfingers
90' bezeichnet.
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Bei eingefahrener Kolbenzylindereinheit 111 ist die Ausgestaltung
nach Fig.14 funktionell übereinstimmend
mit der Ausgestaltung des
Greifers 86 nach Fig.13, und zwar in bezug auf die Funktion der Kolbenzylinder einheit
89 für die Ausgleichsbewegung.
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Mit Hilfe einer Betätigung der zweiten Kolbenzylindereinheit 111 wird
eine zusätzliche Schwenkbewegung des Greifers ermöglicht.