DE2929087A1 - Verfahren in leichtertransportschiffen vom floater-typ - Google Patents
Verfahren in leichtertransportschiffen vom floater-typInfo
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Description
DR. BERG ■ piPL.-JNG. STAPF..:
DIPL.-ING. SCHWABE * OR? DR. SANDMAIR
PATENTANWÄLTE Postfach 860245 · 8000 München
-3-
18. Juli 1979
Anwaltsakte: 30 281
Valmet Oy Helsinki / Finnland
Verfahren in Leichtertransportschiffen vom Floater-Typ
• (0*9) 9*1272 Telegramme: Bukkonten: Hypo-Bank Mönchen 4410122850
»««273 BERGSTAPFPATEOT München Ä * (BLZ 7Ο02ΟΟΠ) Swift Code: HYPO DE MM
WH" TELEX: Q 3 JfQ 10/0642 Bayec VereiiutMnk München 453100 (BLZ 70020270)
*3310 05245SOBEROd PiMtschecfc München ί5343-ίΟ8 (BLZ 70010080)
Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erleichterung des Ein- und Ausdockens von Leichtern in Leichtertransportschiffen
vom Floater (float in - float out) -Typ sowie zum Verhindern des Eindringens von im Wasser mitgeführten
Fremdkörpern in das Eindockungsdeck.
Beim Beladen eines Leichtertransportschiffes - beim Eindocken - wird das Eindockungsdeck mit Wasser gefüllt. Dies
geschieht dadurch, daß Wasser in einen durch den doppelwandlgen Schiffsrumpf gebildeten Tankraum einströmt, bis das durch den
Boden des Dockbeckens gebildete Eindockungsdeck auf eine durch den Tiefgang der Leichter bestimmte Tiefe unterhalb der
Wasserfläche, die das Schiff umgibt, gesunken ist. Das Wasser wird durch Bodenventile in das Eindockungsbecken gelassen.
Die Leichter werden z. B. mit Schubschleppern durch eine geöffnete Ladeluke in das Becken eingeschwommen. Wenn das
Eindockungsbecken mit Leichtern beladen ist wird die Ladeluke geschlossen, die Rumpftanks des Schiffes werden leergepumpt
und das Wasser aus dem Eindockungsbecken abgelassen. Auf diese Weise hebt sich das Schiff in die Transporthöhe
und die Leichter kommen mit ihrem Boden auf dem Eindockungsdeck zum Aufliegen.
Das Entladen - Ausdocken - erfolgt durch Senken des Leichtertransportsdhiffes auf vorher beschriebene We'ise und
durch Einströmenlassen von Wasser in das Eindockungsbecken bis die Leichter aufschwimmen. Die Leichter werden durch die
geöffnete Ladeluke z. B. mit einem Schlepper in das umgebende Gewässer geschleppt.
Zur Erläuterung der Probleme beim Ein- und Ausdocken ist in der beigefügten Fig. A (Technischer Stand) eine gewohnliche
Exndockungssituation dargestellt. Wird der einzu-
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dockende Leichter P mit der Geschwindigkeit V_ durch die Ladeluke
G in das Eindockungsbecken B ein- oder von dort ausgedockt,
ist die Änderungsgeschwindigkeit der von ihm verdrängten Wassermenge im genannten Becken B gleich A_ χ Vx,
Xj J-· wobei A_ die Querschnittsfläche des Teils des Leichters P
±j
ist, der unter der Wasseroberfläche liegt. Hieraus folgt,
daß im Bereich der Ladeluke G in der durch die Unterwasserquerschnittsfläche
und Querschnittsfläche AL gebildeten Differenzquerschnittsfläche
A eine Ein- und Ausströmung entsteht, deren Geschwindigkeit V ist. Die Strömungsrichtung ist immer
der Fahrtrichtung des Leichters P entgegengesetzt und die Strömungsgeschwindigkeit V kann auf ein Vielfaches der Transportgeschwindigkeit
V_ des Leichters P ansteigen, weil die Querschnittsfläche A wesentlich kleiner ist als die Unterwasserquerschnittsfläche
An. des Leichters P. Als Folge der
L·
schnelleren und der Fahrtrichtung des Leichters P entgegengesetzten
Strömung ergeben sich ein großer Fahrwiderstand für den Leichter P beim Durchfahren der Luke G sowie Ansaugung
von Fremdkörpern, wie z. B. Eisschollen, in das Eindockungsbecken.
Die Erfindung soll die genannten Nachteile beseitigen. Für die Erfindung ist daher im wesentlichen charakteristisch,
daß das Leichtertransportschiff mit einer Pumpe oder einer Pumpenanlage ausgerüstet wird, mit der während des Eindokkens
Wasser in dem Maße aus dem Eindockungsbecken gesogen wird, daß in der öffnung der Ladeluke keine der Hereinnahme
eines Leichters wesentlich entgegenwirkende Ausströmung entsteht und daß beim Ausdocken Wasser von unterhalb des Schiffsbodens,
zweckmäßig durch Siebe hindurch, in dem Maße in das Dockbecken gepumpt wird, daß in der öffnung der Ladeluke keine
Strömung in Richtung des Dockbeckens entsteht.
Im folgenden wird die Erfindung unter Hinweis auf eine
in den Figuren der beigefügten Zeichnung dargestellte Aus-
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führungsform ausführlich beschrieben, ohne die Erfindung
auf dieses Ausführungsbeispiel zu beschränken.
Fig. 1 zeigt den Dockbeckenteil eines erfindungsgemäßen Leichtertransportschiffes von oben
gesehen, wobei sich der Leichter in Ein- oder Ausdockungsphase befindet.
Fig. 2 zeigt genanntes Leichtertransportschiff von. hinten gesehen, zum Teil geschnitten.
Nach Fig. 1 und 2 führt ein durch Ventil 4 absperrbarer Wasserkanal 5 durch Boden und Eindockungsdeck 3 des Leichtertransportschiffes
1 hindurch in das Dockbecken 2 des Schiff es 1 . Itn.Wasserkanal ist eine in beiden Richtungen arbeitende
Pumpe 6 angeordnet. Beim Pumpen von Wasser in das Dockbekken verhindert Sieb 7, daß Fremdkörper durch den Tunnel 5 in
die Pumpe und ins Dockbecken gelangen.
Beim Eindocken wird die Ladeluke 8 geöffnet. Nähert sich ein Leichter 9 der Ladeluke, wird auch Ventil 4 geöffnet
und Pumpe 6 so gestartet, daß die Pumprichtung von Dockbecken 2 zum Wasser verläuft. Die Pumpung wird so geregelt,
daß eine kleine Ausströmung im Spalt 10 zwischen Ladeluke 8 und Leichter 9 aufrechterhalten bleibt. Auf diese Weise
braucht der Leichter nur gegen leichte Gegenströmung durch die öffnung der Ladeluke 8 in das Dockbecken 2 geschoben zu
werden. Wenn das Wasser mit Sicherheit frei von an der Oberfläche treibenden Fremdkörpern ist, kann so stark gepumpt
werden, daß die Strömungsrichtung im Spalt 10 vom umgebenden Wasser ins Dockbecken verläuft. Dadurch ist das Einfahren
der Leichter sehr leicht durchführbar. Nachdem der Leichter
durch die I.adeluke transportiert ist, wird Pumpe 6 abgestellt und Ladeluke 8 geschlossen. Beim Anheben des Leichtertransportschiffs
in die Transporthöhe wird das Wasser
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durch Ventil 4 und Pumpe 6 aus dem Dockbecken 2 entfernt.
Beim Ausdocken wird das Dockbecken durch öffnen des Ventils
4 gefüllt. Nachdem das Becken gefüllt ist, wird die Ladeluke 8 geöffnet und mit dem Herausziehen des Leichters 9 begonnen.
Wenn der Leichter in die öffnung der Ladeluke 8 gelangt, wird Pumpe 6 eingeschaltet, so daß die Pumprichtung
vom Wasser in Richtung Dockbecken 2 verläuft. Es ist am günstigsten, Wasser von unterhalb des Bodens von Schiff 1
zu nehmen, denn von dort her ist es am unwahrscheinlichsten, daß Fremdkörper wie Eisschollen in das Sieb geraten. Durch
genügendes Pumpen von Wasser in das Dockbecken 2 wird die Strömung im Spalt 10 in Richtung nach draußen gehalten und
der Leichter 9 schwimmt aus dem Dockbecken heraus, wobei die Strömung im Spalt 10 mögliche an der Oberfläche treibende
Fremdkörper aus der Ladeluke herausdrückt. Nachdem die Leichter aus dem Dockbecken 2 entfernt sind, werden Luke 8
und Ventil 4 geschlossen sowie Pumpe 6 abgestellt.
Mit dem im vorstehenden beschriebenen Verfahren werden Be- und Entladung von Leichtertransportschiffen vom Floater-Typ
wesentlich e'rleichtert und andererseits teure, durch an das Eindockungsdeck geratene Fremdkörper verursachte Leichter-
und Deckbeschädigungen verhindert.
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Claims (4)
1. Verfahren zur Erleichterung des Ein- und Ausdockens
von Leichtern in Leichtertransportschiffen vom Floater-Typ
sowie zum Verhindern des Eindringens von im Wasser mitgeführten
Fremdkörpern in das Eindockungsdeck, dadurch gekennzeichnet, daß das Leichtertransportschiff (1) mit einer
Pumpe oder einer Pumpenanlage (6) ausgerüstet wird, mit denen während des Eindockens Wasser in dem Maße aus dem Eindockungsbecken
gesogen wird, daß in der öffnung der Ladeluke keine dem Einfahren eines Leichters wesentlich entgegenwirkende
Ausströmung entsteht und daß beim Ausdocken Wasser von unterhalb des Schiffsbodens, zweckmäßig durch Siebe (7)
hindurch, in dem Maße in das Dockbecken (2) gepumpt wird, daß in der öffnung der Ladeluke (8) keine Strömung in Richtung
des Dockbeckens (2) entsteht (und daß dieselbe Pumpe oder Pumpenanlage 6 zum Füllen und Entleeren des Dockbeckens 2
verwendet werden kann).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß genannte Pumpe oder Pumpenanlage (6) zusätzlich zum Füllen
und Entleeren des Dockbeckens (2) verwendet wird.
3. Leichtertransportschiff vom Floatertyp zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß eine umsteuerbare Pumpanlage (4-7) zum Fördern von Wasser aus dem Eindockungsbecken (2) und in dieses vorgesehen
ist, deren Leistung ausreicht, um beim Ein- und Ausdokken mit üblicher Geschwindigkeit Wasser so schnell aus dem Eindockungsbecken
(2) heraus bzw. in dieses hineinzupumpen, daß in der öffnung der Ladeluke (8) beim Einfahren eines Leichters
(9) keine wesentliche Strömung aus dem Becken (2) heraus und beim Ausfahren keine Strömung in das Becken hinein entsteht.
4. Leichtertransportschiff nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpanlage (4-7) mit ihren Ein-
und Auslaßöffnungen im Unterwasserbereich - vorzugsweise im
Bodenbereich - des Leichtertransportschiffs angeordnet ist, und daß der Wasserkanal (5) derselben absperrbar ist.
930010/0642
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|---|---|---|---|
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| DE2929087C2 DE2929087C2 (de) | 1982-12-02 |
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ID=8511944
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (3)
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