DE2928230A1 - Schieblehre - Google Patents
SchieblehreInfo
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Description
Kabushiki Kaisha Mitutoyo Seisakusr-33-7»
5-chome, Shiba, Minato-ku, Tokyo, Japan
Schieblehre
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schieblehre, die neuartige Merkmale hinsichtlich des Aufbaus ihres Grundkörpers
auf v/eist.
Der Grundkörper besteht bei den bekannten Schieblehren gewöhnlich aus einem aus dünnem Plattenmaterial gefertigte:
Grundraümen mit einem äußeren Heßschnabel und einem inneren
Meßschnabel, die mit dem Grundrahmen einstückig sina. Der Grundkörper wird in der Weise hergestellt, daß ein Blechrohling
ausgestanzt wird und dieser dann oberflächenbearbeitet und geschliffen wird.
Der auf diese Weise hergestellte Grundkörper muß auf allen Oberflächen bearbeitet werden. Weil seine Form aufgrund des
äußeren Meßschnabels und des inneren Meßschnabels kompliziert ist und der Grundkörper aus sehr widerstandsfähigem Metall
besteht, ist die Bearbeitung des Grundkörpers schwierig und mühsam. Ferner entsteht, weil das Metall des Grundkörpers
relativ dünn ist, das Problem der Verwindung des Grundkörpers, und zwar aufgrund der bei der Bearbeitung erzeugten Wärme.
Ferner hat sich bei den bekannten Schieblehren das Problem ergeben, daß beim Ablesen des gemessenen Wertes sich Fehler
ergeben, weil zur Ermöglichung eines Gleitens des Schiebers
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auf dem Grundrahmen ein gewisses Spiel zwischen diesen beiden
Teilen in Richtung der Plattendicke und in Richtung· der Breite des Grundrahmens vorgesehen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schieblehrt
zu schaffen, bei der die genaue Bearbeitung des Grundkörpera bei der Herstellung der Schieblehre erleichtert ist und keine
Gefahr eines Verbiegens aufgrund der bei der Bearbeitung entstehenden
Wärme besteht.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist die erfindungsgemäße
Schieblehre einen Grundrahmen bestehend aus zwei parallelen Rundstäben auf, die an ihren einen Enden durch eineu
Meßschnabel und an ihren anderen Enden, durch ein rückwärtiger. Rahmenglied miteinander verbunden sind. Ein Meßschieber wira
von den Stäben so getragen, daß er frei verschiebbar ist. Die Stäbe können hohl sein und können mit ihren jeweiligen Enden
in Öffnungen des Meßschnabels und des rückwärtigen Rahmengliedes eingesetzt sein und in den Öffnungen mit Kleb- oder Lötmaterial
oder mit Schrauben befestigt sein. Eine Zahnung kann
an einem der Stäbe ausgebildet sein, um z. B. eine Skalenarizeige anzutreiben, und eine Maßeinteilung kann auf einem der
Stäbe vorgesehen sein, um die mit dem Meßschieber durchgeführte Messung ablesen zu können. Dieser Aufbau führt zu einer
verbesserten Genauigkeit der Schieblehre, die außerdem in genauer Weise zusammengebaut werden kann, ohne daß nach dem
Zusammenbau z. B. die Meßschnäbelflächen zwecks Eichung der
Schieblehre geschliffen werden müssen.
Die erfindungsgemäße Schieblehre läßt sich leichtgewichtig
ausbilden dadurch, daß der Grundrahmen durch Hohlrohre gebildet wird.
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Vorzugsweise wird der als Anschlagglied ausgebildete rückwärtige Rahmenteil von zwei parallelen Löchern durchbohrt,,
und die Enden der beiden Rundstäbe werden in die beiden Löcher eingesetzt und in den Löchern mit einem Fixiermittel
fixiert, um eine starre Struktur zu bilden. Während die Deaden Rundstäbe in dieser V/eise an dem Anschlaggiiea befestir*
werden, wird die Position des Anschlagsrliedes relativ zu ae: Stäben so justiert, daß in der fi-xierten Position die S"ciri-—
fläche des Anschlaggliedes genau positioniert ist. um alt Bezugsebene für die Tiefenmessung zu dienen. Das Ausmaß de.'
Vorstehens des Tiefenstabes über die Bezusrsebene hinaus zur
Durchführung von Tiefenmessungen kann somit leicht auf die
Maßeinteilung des Rahmens abgestimmt werden, ohne daß der
Tiefenstab und die die Bezugsebene bildende Fläche geschliffen werden müssen.
vorzugsweise wird ferner vorgesehen, daß der äußere Meßschnabel des Grundrahmens von zwei parallelen Löcnern aurcnbohrt
ist, so daß die diesbezüglichen Enden aer beiden kuuüstäbe
in diese beiden Löcher eingesetzt werden können una an dem äußeren Meßschnabel des Grundrahmens fixiert werden
können. Während die Rundstäbe auf diese Weise befestigt werden, liegen die Meßflächen des äußeren Meßschnabels und des
Meßschiebers aneinander und sind miteinander ausgerichtet, wodurch das sonst erforderliche Schleifen dieser beiden
Meßflächen der Meßschnäbel nach der Montage des Schiebers an dem Grundrahmen vermieden wird.
Weiterhin wird vorzugsweise vorgesehen, daß die Enden der Rundstäbe, welche in das Anschlagglied und/oder den äußeren
Meßschnabel des Grundrahmens eingesetzt worden sind, dort befestigt werden durch Befestigungsmittel wie Klebstoff oder
Lötmaterial, wodurch die beiden Stäbe fest miteinander verbunden werden, ohne daß dabei eine Spannung in den Oberflächen
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der beiden Stäbe erzeugt wird.
Gemäß einer anderen Ausführungsform werden die beiden Enden
der Rundstäbe in den Löchern des Anschlaggliedes und/oder des äußeren Meßschnabels mit Schrauben oder anderen Befestigungsteilen
befestigt, wobei ebenfalls eine feste Struktur ohne
die Gefahr von Spannungen in den Oberflächen der Stäbe erhalten
wird und ein Abmontieren der Stäbe möglich ist.
Vorteilhafterweise befindet sich je eine Buchse gleitfähig
auf jedem der beiden Stäbe. Die Buchsen werden lose in zwei
in dem Schieber ausgebildete parallele Löcher eingesetzt und werden dann in den Löchern des Schiebers mit Klebstoff oder
Lötmaterial fixiert derart, daß der Schieber gleitfähig auf dem aus den beiden Rundstäben bestehenden Grundrahmen getragen
wird, und zwar auch dann, wenn die Parallelität der beiden Löcher des Schiebers einen gewissen Fehler aufweist.
Weiterhin wird vorzugsweise eine transparente Skalenplatte auf dem Schieber befestigt, die eine Skalenrinne mit bogenförmigem
Querschnitt aufweist, welche einem der Rundstäbe benachbart
ist und diesem zugewandt ist und sich entlang dessen Länge erstreckt, wobei die Skalenrinne Noniusteilstriche aufweist, so daß ein Ablesen der Skala ohne Parallaxenfehler
möglich ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird ein Tiefenmeßstab
zwischen den beiden den Grundrahmen bildenden Rundstäben angeordnet, so daß auf diese Weise die Nut, die beim Stand der
Technik zwecks Aufnahme des Tiefenmeßstabes in dem Grundrahmen
ausgebildet werden muß, entfällt.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
wird eine Zahnung an einem der beiden Rundstäbe des Rahmens
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ausgebildet, welche mit einem Zahnrad einer Anzeigevorrichtung zum Anzeigen der Verschiebestrecke des Schiebers kämmt;
diese Zahnung kann in einfacher und wenig aufwendiger Weise an dem Grundrahmen vorgesehen werden, ohne daß es nötig ist,
eine Zahnstange zusätzlich zu dem Grundrahmen vorzusehen und diese in einer Nut oder einer sonstigen Ausnehmung in dem
Grundrahmen zu befestigen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 2 ein·= Schnittansicht entlang der Linie II-II von
Fig. 1:
Fi<\ 3 eine vergrößerte Ansicht eines Teils des in
Fig. 2 dargestellten Abschnitts;
Fig. 4 eine vergrößerte Schnittansicht entlang der
Linie IV-IV von Fig. 1;
Fig. 5 eine vergrößerte Schnittansicht entlang der Linie V-V von Fig. 1;
Fig. 6 eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schieblehre, wobei
zwecks Anschaulichkeit Teile weggeschnitten sind;
Fig. 7 eine Schnittansicht entlang der Linie VII-VII
von Fig. 6;
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8 eine Draufsicht auf eine dritte Ausführuno:?.-form
der erfindungsgemäßen Schieblehre, wöbe: zwecks Anschaulichkeit Teile weggeschnitten
sind:
Fig. ^ eine Schnittansicht; entlang der Linie ΙΧ-ΙΓ
von Fig. fc:
Fig. 10 eine Draufsicht auf eine vierte Ausführung^—
form, wobei Teile der Schieblehre weggeschno/cte:
. .. _ sind;_
Fig. 11 eine Schnittansicht entlang der Linie -XX-II-von
Fig. 10; und
Fig. 12 eine Schnittansicht entlang der Linie XII—ΖΙΓ
von Fig. 10« " "- "
Es wird nun die erste Ausführungsfona gemäß Fig. 1 bis 5 beschrieben.
Die Schieblehre weist."gemäß Fig. 1 einen Grundkörper 1 und einen Meßschieber 2' auf. Der Grundkörper 1 besteht
aus einem in Längsrichtung sich erstreckenden Rahmen
3, einem äußeren Meßschnabel 4, der an einem Ende des Rahmens 3 fest angebracht ist, einem inneren Meßschnabel 5» der mit
dem äußeren Meßschnabel 4 integriert ist und einem als rückwärtigen Rahmenteil ausgebildeten Anschlagglied 6, welches
am Ende des Rahmens 3 fest angebracht ist. Das Anschlagglied 6 verhindert, daß der Meßschieber 2 sich von dem Rahmen 3
löst.
Der Rahmen 3 besteht aus zwei Rundstäben 7 und 8,die sich
in Längsrichtung und parallel zueinander erstrecken. Weil der äußere Meßschnabel 4 und das Anschlagglied 6 die beiden
Enden der Stäbe 7 und 8 festhalten, werden der Abstand zwi-
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sehen den Rundstäben 7 und 8 und ihre Parallelität konstant,
gehalten. Die Rundstäbe können entweder massiv oder hohl sein; ihr Außendurchmesser und ihre Geradlinigkeit sind jedoch genau
bemessen.
Der Rahmen 5 kann dadurch leichtgewichtig gemacht werac:..
daß die Stäbe 7 und 8 als Hohlrohre ausgebildet werden. Dar Material der Stäbe ist ein abriebfestes hartes Metall.
V/eil Rundstäbe leicht mit einer Schleifmaschine geschliffewerden
können, ist eine einfache und genaue Bearbeitung ir der Weise möglich, daß ihre äußeren Rundflächen nur einmal
geschliffen werden. Da der Rahmen 3 nur aus den Rundstäbe:.
7 und 8 besteht, kann ein Biegen der Stäbe 7 und 8 aufgrund der beim Schleifen erzeugten Wärme verhindert werden.
Die Enden der Stäbe 7 und 8 gehen in parallele Löcher 6b und 6c, die in dein Anschlagglied 6 vorgesenen sina, und sie sine
dort mit dem Anschlagglied 6 durch Kleoen oder Loren mitteln
eines geeigneten Befestigungsmaterials wie Klebstoff, Lötmaterial oder ähnliches verbunden. Somit ist kein Schleifen
für die Endbearbeitung der Stirnfläche 6a des Anschlaggliedes 6 erforderlich, die die Standardebene für Tiefenmessungen
sein soll, und es ist leicht, das Ausmaß des "Vorstehens eines (später beschriebenen) Tiefenstabes von der Standardebene
bis zu der auf der Skala der Schieblehre abgelesenen Tiefe dadurch einzustellen, daß die Position des Anschlaggliedes
6 relativ zu den Stäben 7 und 8 beim Verbinden und Befestigen dieser Teile eingestellt wird.
Die anderen Enden der Rundstäbe 7 und 8 gehen in Löcher 4-a
und 4b, die parallel zueinander sind und in den äußeren Meßschnabel 4- gebohrt sind. Diese Enden werden durch Kleb- oder
Lötmaterial oder durch anderes Befestigungsmaterial in den
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Löchern 4a und 4b fixiert. Diese Löcher 4a und 4b sind so
dimensioniert, daß Zwischenräume zwischen den Löchern 4a und 4b und den Rundstäben 7 und 8 bestehen. Wenn also die
anderen Enden der Stäbe 7 und 8 in den Löchern 4a u..d 4b des äußeren Meßschnabels 4 durch Kleben oder Löten befestigt
werden, kann eine Abstimmung der Meßflächen 4c und 9a der
äußeren Meßschnäbel 4 bzw. 9 leicht erreicht werden, und zwar ohne zusätzliches Schleifen der Flächen 4c und 9a nach dem
Befestigen des äußeren Meßschnabels an den Stäben 7 und 8, und zwar dadurch, daß die beiden Flächen 4c und 9a in Anlage
aneinander gehalten werden, während die Stäbe 7 und 8 parallel
gehalten werden.
Der Meßschnabel 4 und das Anschlagglied 6 können mit den Enden
der Stäbe 7 und 8 durch Schrauben verbunden werden, t.o
daß die Stäbe abmontiert werden können.
Da, wie oben erwähnt wurde, die Stäbe 7 und 8 an dem Anschlagglied
6 und dem Meßschnabel 4 durch Befestigungsmittel wie Klebpaste, Lötmaterial oder Schrauben fixiert sind, wird
keine Spannung in den Rundstäben 7 und 8 erzeugt, wenn
diese an dem äußeren Meßschnabel 4 oder an dem Anschlagglied 6 fixiert werden.
Ein äußerer Meßschnabel 9 und ein innerer Meßschnabel 10
sind einstückig mit dem Meßschieber 2 ausgebildet. Im Mittelteil des Meßschiebers 2 befindet sich eine rechteckige Vertiefung
in Form einer Ausnehmung 11, die nach einer Seite hin offen ist. Ein Paar beabstandeter Längslöcher 12 und 1$
durchbohren die Enden des Meßschiebers 2 in bestimmten Abständen (Fig. 4), Buchsen 14 und 15 sind in die parallelen
Löcher 12 und 13 im Meßschieber eingesetzt und dort mit
Klebmaterial oder ähnlichem befestigt, und die Rundstäbe 7 und 8 gleiten durch diese Buchsen. Beim Zusammenbau wird
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ein Zwischenraum zwischen den Buchsen 14 und 15 und
Löchern 12 und 13 gelassen. Auf diese Weise kann auch dann,
wenn zwischen den Löchern 12 und 13 ein geringer Fehler hinsichtlich
der Parallelität besteht oder die bearbeitete Oberfläche innerhalb der Löcher eine Rauhheit aufweist, der Schieber
in genauer Weise gleitfähig an dem Rahmen 3 dadurcn moi—
tiert v/erden,daß die Buchsen 14 und 15 in dem Schieber I
fixiert werden, während die Rundstäbe 7 und 8 sich durch d: Buchsen 14 und 15 erstrecken.
Die Ausnehmung 11 des Schiebers 2 wird von einer transparenten
Skalenplatte 16 bedeckt, die aus Kunstharz besteht und durch Einkitten an dem Schieber 2 befestigt ist (Fig. 2-5).
Diejenige Oberfläche der Skalenplatte 16, welche dem Runastab
7 zugewandt ist, ist mit einer Skalenrinne 17 ausgebildet, welche sich in Längsrichtung des Stabes 7 erstreckt
und im Querschnitt bogenförmig ist (Fig. 5). Diese Skalenrinne 17 ist dem Stab 7 benachbart. In der Skalenrinne 17
sind Noniusteilstriche 18 in Längsrichtung in bestimmten
Abständen angeordnet. Auf der der Skalenrinne zugewandten Oberfläche des Rundstabes 7 sind die Teilstriche 19 des Rahmens
vorgesehen, und zwar in bestimmten Abständen in Längsrichtung des Stabes 7· Aufgrund dieser Skalenanordnung kann eine
Parallaxe beim Ablesen der Skalen zwischen den Skalen 18 und 19 nicht auftreten.
Wenn bei der Schieblehre mit dem oben beschriebenen Aufbau der Noniusschieber 2 in Längsrichtung des Rahmens 3 bewegt
wird, kann der Noniusschieber 2 in glatter Weise entlang dem Rahmen 3 gleiten, weil die Rundstäbe 7 und 8 und die
Buchsen 14 und 15 in glatter und gleitfähiger Weise berührt
werden. Wenn ein zu messendes Objekt zwischen den Meßschnäbeln 4 und 9 der Schieblehre gehalten wird, stellt der Zusammentreff
punkt der Skala 19 der Grundschiene 1 und der Skala 18
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des NoniusSchiebers 2 den äußeren Durchmesser oder die Länge
des zu messenden Objektes dar und wird als gemessener Wert
auf dem Noniusschieber 2 angezeigt.
Bei der oben beschriebenen Ausführungsform ist ein Tiefenstab an dem PIeßschieber 2 nicht vorgesehen. Wie in Fig. 6
und 7 gezeigt wird, kann ein Tiefenstab 20 an dem Heßschieber
2 befestigt werden, der sich zwischen den Rundstäben 7 und 8 befindet und durch ein Loch in dem Mittelteil des Anschlaggliedes
6 verläuft. In diesem Fall wird die Stirnfläche 6a des Anschlaggliedes 6 die Standardebene für den Tiefenstab
20. Dadurch daß der Tiefenstab 20 zwischen den Rundstäben und 8 angeordnet ist, besteht keine Notwendigkeit dafür, eine
Nut herauszuarbeiten, um den Tiefenstab in den Ründstäben und 8 des Rahmens 3 aufzunehmen. - ;
Bei der oben beschriebenen Ausführungsform "der Fig. 1 bis
werden die gemessenen Werte von der Skala 19 <ies Grundkörpers
1 und der Skala 18 des Meßschiebers 2 abgelesen. Die Mittel
zum Ablesen der gemessenen Werte sind nicht notwendig auf derartige Skalen beschränkt. Wie in Fig. 6 und 7 gezeigt
wird, ist eine Skala 21 zum Ablesen der Verschiebung des
Meßschiebers 2 in Millimetereinheiten auf dem Rundstab 8 vorgesehen, und eine Zahnung 22 ist auf dem Rundstab 7 in
dessen Längsrichtung ausgebildet, und ein Zeiger 24 einer an dom Meßschieber 2 montierten Skalenanzeigevorrichtung 2$
steht über eine Reihe von Zahnrädern 25 mit der Zahnung 22
in Wirkverbindung, um die Verschiebung des Meßschiebers 2 in 1/100 Millimetereinheiten mittels des Zeigers 24- und der
Skala ?f> der Anzeigevorrichtung 23 anzuzeigen. Wie bei dem
Aufbau gemäß Fig. 8 und 9 gezeigt wird, kann die Bewegung des Meßschiebers, in Millimetereinheiten von einer Zählvorrichtung
"e'-'f "abgelesen werden, die mit der Zahnung 22 kämmt, und zusätzlich kann die Verschiebung des Meßschiebers 2 in 1/100
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Millimetereinheiten von der Anzeigevorrichtung 23 abgefcen
werden, die mit der Zahnung 22 im Eingriff steht.
Bei einer weiteren Ausführungsform zum Ablesen der Bewegung
des Meßschiebers 2 gemäß Fig. 10 und 11 wird eine geschlitzte Scheibe 29 drehbar von dem Meßschieber 2 getragen, die mit
einer Reihe von Zahnrädern 28 in Verbindung steht. Auf der geschlitzten Scheibe 29 sind mehrere radiale Schlitze $0
nahe dem Umfang und in bestimmten Umfangsabständen angeordnet. Auf dem Meßschieber 2 sind ein photoelektrisches
Wandlerelement 31 und ein Leuchtelement 32 so angeordnet,
daß sie einander zugewandt sind und zwischen sich die geschlitzte Scheibe 29 haben. Das photoelektrische Wandlerelement
31 und eine digitale Flüssigkristall-Anzeigevorrichtung
34- sind über einen Impulszähler 33 miteinander verbunden,
der die von dem photoelektrischen Wandlerelement erzeugten Stromimpulse zählt, so daß dadurch die Verschiebung
des Meßschiebers 2 auf der digitalen Anzeigevorrichtung 34- angezeigt wird.
Wie in Fig. 6 bis 10 gezeigt wird, wird es durch die Ausbildung einer Zahnung an dem Rundstab 7 überflüssig, eine
Zahnstange unabhängig von dem Rahmen 3 vorzusehen und diese in einer in dem Rahmen 3 ausgebildeten Nut zu befestigen,
wie das beim Stand der Technik der Fall ist.
Bei den oben erörterten Ausführungsformen der Erfindung ist der Rahmen zweistückig aus Rundstäben aufgebaut, was Stanzvorgänge
sowie Oberflächenbearbeitungs- und Schleifvorgänge auf vielen Flächen unnötig macht, während bei der Fertigung
der bekannten Schieblehren derartige Vorgänge erforderlich sind. Der einzig erforderliche Schleifvorgang wird an rotierenden
Rundstäben ausgeführt, die wesentlich leichter zu bearbeiten sind und eine geringere Bearbeitung erfordern.
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Ferner hat der Rundstab eine höhere Festigkeit als Stäbe anderer Formen, was einen Vorteil hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit
gegenüber Biegungen bedeutet, die sich sonst aufgrund der beim Bearbeiten des Rahmens erzeugten Wärme ergeben
können; diese Wärme kann bei den bekannten Schieblehren zu einem Biegen der dünnen Rahmen führen. Aufgrund der günstigen
Eigenschaften der Rundstäbe werden Meßfehler, die sich sonst aus einem verbogenen Rahmen ergeben können, vermieden.
Aufgrund der Verwendung der Rundstäbe können an den Gleitkontakten
Buchsen verwendet werden, und vor dem Zusammenbau kann ein geringer Spalt zwischen den Buchsen und den Löchern
des Meßschiebers vorgesehen werden, um zu ermöglichen, daß der Schieber genau an dem Rahmen montiert wird und eine gute
Gleitbewegung des Schiebers erhalten wird. Dieser Vorteil ermöglicht geringere Zwischenräume an den Berührungsstellen zwischen
dem Schieber und dem Rahmen als bei den bekannten Schieblehren, was wiederum die Meßgenauigkeit verbessert.
Ferner kann ein Tiefenmeßstab zwischen den beiden Rundstäben
angeordnet werden, ohne daß die Bildung einer Nut zu dem Zweck erforderlich ist, den Tiefenstab in dem Rahmen aufzunehmen
wie bei den bekannten Schieblehren. Das Gewicht der Schieblehre wird durch die Verwendung der Rundstäbe herabgesetzt,
wobei diese zur Bildung des Rahmens hohl sein können.
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Leerseite
Claims (11)
- Patentanwälte 12. Juli 1979Wenzel & KalkoffD-5810 Witt en/Ruhr 2928230Postfach 2448Patent an s ρ rü c h e/ 1. \Schieblehre mit einem ersten Meßschnabel, einem rückwärti- - gen Rahmenteil, einem Grundrahmen und einem einen zweiten Meßschnabel aufweisenden Meßschieber, dadurch gekennzeichnet , daß der Grundrahmen (3) zwei Rundstäbe (7, 8) aufweist, die sich parallel zueinander zwischen dem ersten Meßschnabel (4) und dem rückwärtigen Rahmenteil (6) erstrecken, daß erste Befestigungsmittel (4a, 4b) vorgesehen sind zum Befestigen der einen Enden der Rundstäbe (7» 8) an dem ersten Meßschnabel (4),daß weitere Befestigungsmittel (6b, 6c) vorgesehen sind zum Befestigen der anderen Enden der Rundstäbe (7, 8) an dem rückwärtigen Rahmenteil (6) und daß Montagemittel (12-15) vorgesehen sind zum Montieren des Schiebers (2) an den beiden Rundstäben (7t 8) derart, daß eine Gleitbewegung desselben entlang den Stäben (7» 8) zwischen dem ersten Meßschnabel (4) und dem rückwärtigen Rahmenteil (6) ermöglicht ist.
- 2. Schieblehre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rundstäbe (7, 8) Hohlrohre sind.
- 3. Schieblehre nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge k en η ζ e ic h η e t , daß der rückwärtige Rahmenteil (6) zwei parallele Löcher (6b, 6c) aufweist, daß die anderen Enden der beiden Rundstäbe (7» 8) sich jeweils in diese Löcher (6b, 6c) erstrecken und daß die weiteren Befestigungsmittel dazu dienen, die genannten Enden in den Löchern (6b, 6c) zu befestigen.909885/0761
- 4. Schieblehre nach einem der Anspruch·'' 1 'bin 3? dadurc! gekenn^fii c h η e t . daß der erste Meßschnabd (4) zwei parallele Löcher (4a, 4b) aufweist, daß die ersten Enaen der Deiden Rundstäbe (7, 8) sich in die Löcher (4a, 4b) aes ersten Meßschnabels (4) erstrecken uii: daß die ersten Befestigungsmittel dazu dienen, die p>— nannten Enden in den Löchern (4a, 4b) zu befestigen.
- 5. Schieblehre nach Ansnruch 3 oder 4, dadurch g ς* -kennzeichnet . daß die Befestigungsmittel in den Löchern (4a, 4b; 6b, 6c") befindlichen Klebstoff aufweisen,
- 6. Schieblehre nach Anspruch 3 oder 4, dadurch τ ^ -]- F- η η 7. e i c h η e t . dai? die Befestigungsmittel in den Löcnern (4a. 4b; 6b, 6c) befindliches Lötmaterial aufweise^.
- 7·Schieblehre nach Anspruch i> oaer 4, daaurcu <~ e xeniizeicnnet , daß die Befestigungsmitte] Scnrauben aufweisen, die sicn ω die Locner (, a, 4c·: 6b, 6c) erstrecken,
- S. Schieblenre nach einen uur Ansprücne 1 bis 7, dadurc:. r; e I: e η η ζ e i c h η e t , daß in dem Schieber (2) zwei parallele Löcher (12, 1J) ausgebildet sind und daß die Montagemittel je eine Buchse (14, 15) aufweisen, die gleitfähig an jeden der beiden Rundstäbe (7, 8) angepaßt ist, wobei jede Buchse (14, 15) lose in je eines der beiden parallelen Locher (12, 13) des Schiebers (2) eingesetzt worden ist und dann in ihrem Loch (12, 13) derart befestigt und fixiert worden ist, daß der Schieber (2) gleitfähig von den beiden Rundstäben (7, 8) getragen wird.909885/0781ORIGINAL INSPECTED
- 9· Schieblehre nach einem der vorangehenden Ansürüchc, dadurch gekennzeichnet , daß eir-r (Γ , der Stäbe (7, 8) Teilstriche (19) aufweist, daß eine transparente Skalenplatte (16) mit Teilstrichen (18J : an dem Schieber (2) montiert ist, daß sie dem die Tei striche (18) aufweisenden Rundstab (7) zugewandt ist und daß eine Skalenrinne (17) in der Skalenplatte (1c gegenüber dem die Teilstriche (18) aufweisenden Rundstab (7) ausgebildet ist und axial zu dem Stab (7) verläuft, wobei die Rinne (17) einen bogenförmigen Querschnitt aufweist und Noniusteilstriche (18) in der Skalenrinne (17) vorgesehen sind.
- 10. Schieblehre nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet. daß ein Tiefenstan (20"!I zwischen den beiden Rundstäben (7, 8) vorgesehen ict und sich gleitfähig durch einen Mittelteil des rückwärtigen Rahmenteils (6) erstreckt, daß der Tiefenstab (2G) an dem Schieber (2) befestigt ist und daß eine äußere Stirnfläche (6a) des rückwärtigen Rahmenteils (6) ein·- Standardebene für die Tiefenmessung aufweist.
- 11. Schieblehre nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß eine Zahnung (22) an einem (7) der beiden Rundstäbe (7, 8) ausgebildet ist und_mit einem von dem Schieber (2) getragenen Zahnrad kämmt und daß eine Anzeigevorrichtung (23) zur Anzeige der Bewegung des Schiebers (2) mit dem Zahnrad in V/irkverbindung steht und auf dem Schieber (2) angebracht ist.909885/0761ORIGINAL !NSPECTED
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