DE2926765A1 - Vorrichtung zur unterdrueckung von biegeschwingungen in rotations-offsetdruckmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zur unterdrueckung von biegeschwingungen in rotations-offsetdruckmaschinenInfo
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- B41F13/08—Cylinders
- B41F13/085—Cylinders with means for preventing or damping vibrations or shocks
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Description
Die Erfindung betrifft eine Rotations-Offsetdruckmaschine
mit vorzugsweise drehschwingungskompensierten durch Achsen in Seitenwänden gelagerten parallel zueinander
angeordneten und synchron angetriebenen Zylindern.
In dem Artikel "Abwicklungsverhältnisse an Bogen- und Rollen-Offsetmaschinen" von Hermann Fischer, M.A.N-Druckmaschinen-Nachrichten
Nr. 63, Seiten 3 bis 23 sind die dynamischen Vorgänge beim Abrollen zweier gegeneinanderlaufender
Zylinder, beispielsweise Gummituchzylinder und Druckzylinder, im einzelnen beschrieben. Insbesondere
ist die Funktion der in bekannten Offsetdruckmaschinen verwendeten Schmitzringe erläutert. Demnach
haben die Schmitzringe bei Rollen-Offsetmaschinen und
zum Teil auch bei Bogen-Offsetmaschinen die Aufgabe,
durch einen gewissen Anpreßdruck Drehschwingungen zu verhindern und den Zahnflankenwechsel auszuschalten.
Eine weitere Aufgabe besteht in der Unterdrückung von Biegeschwingungen, insbesondere beim Passieren der Zylindergruben,
was ebenfalls durch den Anpreßdruck der gegeneinanderlaufenden Schmitzringe möglich ist. Um diese
Aufgaben erfüllen zu können, sind die Schmitzringe herkömmlicher Bauart im Durchmesser auf den Teilkreisdurchmesser
der Antriebszahnrader abgestimmt und fest
auf den Achsstummeln aufgezogen.
In der DE-Offenlegungsschrift 27 54 429 ist bereits eine
Rollen-Rotations-Offsetdruckmaschine beschrieben, bei der zur Unterdrückung von Drehschwingungen die
Druckwerkzylinder über eine zusätzliche Torsionswelle gegeneinander verspannt werden. Dadurch wird das durch
Flankenspiel an den Antriebszahnrädern verursachte Doublieren vermieden. Eine derartige Torsionswelle
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übernimmt somit einen Teil der ursprünglich von den Schmitzringen erfüllten Aufgabe. Desweiteren ist aus
der DE-Patentschrift 1 761 780 eine Bogen-Rotationsdruckmaschine
bekannt geworden, bei der die durch öffnungs- und Schließbewegungen der Greifersysteme hervorgerufenen
Storschwingungen dadurch kompensiert werden, daß an den Bogenübergabetrommeln befestigte, gehärtete
und geschliffene Laufringe unter Vorspannung an die Laufringe der korrespondierenden Trommeln oder
Zylinder abrollen und im Durchmesser von der treibenden zur getriebenen Trommel bzw. zum getriebenen Zylinder
hin um einige Hundertstel Millimeter größer sind. Bei diesem Aufbau ist es erforderlich, daß die Laufringe
unter hoher Pressung aufeinander abrollen, so daß unter Ausnützung des Schlupfes die erwähnten Drehschwingungen
unterdrückt werden.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Rotations-Offsetdruckmaschine
aufzuzeigen, bei der Biegeschwingungen unterdrückt werden, wie sie insbesondere beim Passieren der Zylindergruben auftreten können.
Diese Aufgabe wird gemäß dem Kennzeichen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen in Verbindung mit der Beschreibung und den Zeichnungen.
Durch die Verwendung von auf den Zylinderachsen gelagerten Stützelementen kann somit bei einer Druckmaschine,
bei der die Drehschwingungen beispielsweise durch eine Torsionswelle der eingangs genannten Art beseitigt werden,
eine Unterdrückung der Biegeschwingungen, die Druckstreifen hervorrufen können, erreicht werden, ohne daß
in der bisher üblichen Weise mit fest auf den Zylinder-
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achsen angeordneten und hoher Kraft gegeneinanderlaufenden
Schmitzringen gearbeitet werden muß. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß durch die Höhenverstellbarkeit
der Stützelemente die für die Abrollvorgänge der gegeneinanderlaufenden Zylinder maßgebenden
Durchmesserverhältnisse bzw. Zylinderachsabstände berücksichtigt werden können und daß weiterhin
die Möglichkeit besteht, mittels der Anschlagleiste und deren Verstellschrauben die Stützelemente so zu verdrehen,
daß beschädigte Stellen außerhalb des Kontaktbereichs gelangen. Ein weiterer Vorteil liegt in der Austauschbarkeit
der auf einer schiefen Ebene der Stützelemente verschiebbaren Anschläge. Durch die Verwendung
von auf Rollenlagern gelagerten Schmitzringen ist auch eine Unterdrückung der Biegeschwingungen bei unterschiedlichen
Schmitzringdurchmessern möglich.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen im einzelnen beschrieben, wobei Bezug auf
die Zeichnungen genommen wird. In diesen zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung von in
Stutζelementen geführten Zylindern,
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform eines
Stützelementes und
Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel,
bei dem als Stützelemente auf den Achsstummeln gelagerte Schmitzringe
verwendet werden.
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In Fig. 1 sind zwei in nicht gezeigten Seitenwänden in üblicher Weise gelagerte und synchron angetriebene Plattenzylinder
1 und 2 und Gummituchzylinder 3 und 4 gezeigt. Auf den den einzelnen Zylindern 1 bis 4 jeweils zugeordneten
Achsen 5 bis 8 sind Stutζelemente 13 bis 16 gezeigt. Die Stützelemente 13 bis 16 sind jeweils auf
einem Lager 9 bis 12 gelagert.
Wie aus der schematisierten Seitenansicht nach Fig. 1 zu entnehmen ist, weisen einige der Stützelemente 13
bis 16, hier die Stützelemente 14, 15 und 16, einen
schrägen Bereich auf, auf dem jeweils ein Anschlag verschiebbar angeordnet ist. Dies sind die Anschläge 17,
18 und 19 auf den Stützelementen 15, 16 und 14. Die Anschläge
17 bis 19 können auf der schiefen Ebene mit einer
entsprechenden Einstellvorrichtung verschoben werden. Der Einfachheit halber wurde lediglich in Fig. 1
am Stützelement 14 eine Stellschraube 49 gezeigt, mit der der Anschlag 19 auf der schiefen Ebene verschoben
werden kann, so daß eine Höhenverstellung des Stützelementes möglich ist. Dadurch kann der Anpreßdruck zu dem
benachbarten Stützelement 16 eingestellt werden und bei dieser Einstellung die Abrollverhältnisse der gegeneinander
laufenden Zylinder so berücksichtigt werden, daß diese optimiert werden.
Mittels an einer Anschlagleiste 20 angeordneten Stellschrauben 21 bis 28 können die Stützelemente 13 bis 16
auf den Achsen 5 bis 8 verdreht werden. Jedem Einstellsegment sind in dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel
zwei Stellschrauben zugeordnet, z. B. dem Stützelement 13 die Stellschrauben 21 und 22. Die Stützelemente
können mit Hilfe der Einstellschrauben so verdreht
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werden, daß beschädigte Stellen außerhalb des Kontaktbereichs gelangen.
In Fig. 2 ist eine weitere mögliche Ausführungsform der
Stützelemente gezeigt. Das Stützelement 30 in Fig. 2 ist mit einer verstellbaren Druckschraube 29 versehen,
die gegen ein auf einer benachbarten Achse angeordnetes Stützelement 31 anstellbar ist.
Um Biegeschwingungen zu unterdrücken, sind die Stützelemente auf ein festes Höhenmaß einzustellen, wobei
ihre Abmessungen vorzugsweise dem Teilkreisdurchmesser der jeweils verwendeten AntriebsZahnräder entsprechen.
Fig. 3 zeigt in üblicher Weise in nicht gezeigten Seitenwänden gelagerte, parallel zueinander angeordnete Gummituchzylinder
34 und 35 mit Plattenzylindern 32 und 33. Zwischen den Gummituchzylindern 34 und 35 wird in bekannter
Weise eine zu bedruckende Papierbahn 36 hindurchgeführt. In der Ausfuhrungsform gemäß Fig. 3 sind auf
den Zylinderachsen 37, 38, 39 und 40 der Zylinder 32,
34, 35 und 33 auf Lagern 45, 46, 47 und 48 Schmitzringe 41, 42, 43 und 44 aufgezogen. Dieses Ausführungsbeispiel
zeigt somit, daß zur Unterdrückung der Biegeschwingungen in vorteilhafter Weise als Abstutζelemente
Schmitzringe verwendet werden, die über Lager auf den Zylinderachsen angeordnet sind.
Vorzugsweise werden für die Lagerung der Schmitzringe 41 bis 44 nachstellbare Kegelrollenlager verwendet. Um
eine einwandfreie Einstellung der Zylinder zueinander im gesamten Zylinderblock zu ermöglichen ist es notwendig,
daß der Schmitzringdruck zwischen den Schmitzringen
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der Gummizylinder größer ist als der Schmitzringdruck
zwischen den jeweiligen Plattenzylindern zum Gummizylinder. Voraussetzung einer derartigen Abrollung ist, daß
- bedingt durch die Rollenlagerung der Schmitzringe die Erregung für Drehschwingungen andersweitig außer
Funktion gesetzt werden kann. Der Vorteil besteht rein theoretisch darin, daß man sich quasi auf jede Druckträgerstärke
einstellen kann. Dies ist jedoch rein theoretisch, da in der Praxis ein Abstand von Achsstumitiel
zu Achsstummel gewählt wird, der als Kompromiß angesehen werden kann. Bei der Schmitzringplazierung gemäß
Fig. 3 getrennt vom Zylinder entfällt der sogenannte Spannblock, da die Lagerung der Spannelemente im Zylinderkörper
vorgesehen ist.
Es versteht sich, daß neben der erfindungsgemäßen Verwendung
der Stützelemente bzw. der über Lager auf den Zylinderachsen angeordneten als Stützelemente dienenden
Schmitzringe für manche Anwendungsfälle auch die Verwendung von starr auf den Zylinderachsen angeordneten
Schmitzringen vorteilhaft sein kann. Es ist deshalb zweckmäßig, beispielsweise Steckbohrungen vorzusehen,
mit deren Hilfe die Schmitzringe starr auf den Zylinderachsen fixiert werden können.
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Claims (8)
1. Rotations-Offsetdruckmaschine mit vorzugsweise dreh-
^-/schwingungskompensierten durch Achsen in Seitenwänden
gelagerten parallel zueinander angeordneten und synchron angetriebenen Zylindern, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Unterdrückung von Biegeschwingungen auf den Zylinderachsen (Fig. 1; 5 bis 8) jeweils
über ein Lager (9 bis 12) an den Zylinderseiten ein
Stützelement (13 bis 16) vorgesehen ist und daß Stützelemente (z. B.15, 16) auf den Achsen (z. B. 7, 8)
benachbarter Zylinder (z. B. 3, 4) gegeneinander preßbar sind.
2. Rotations-Offsetdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützelemente (13 bis 16) durch an einem ortsfesten Anschlag (20) geführte Einstellschrauben
(21 bis 28) um die Achsen (5 bis 8) drehbar sind.
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3. Rotations-Offsetdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest an einem Stützelement (z. B. 14) auf einer schiefen Ebene ein Anschlag
(19) verschiebbar ist, durch den die Höhe des Stützelements (14) und somit der Anpreßdruck zum benachbarten
Stützelement (16) veränderbar ist.
4. Rotations-Offsetdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß jeweils an der Peripherie der Stützelemente (Fig. 2; 30) eine Druckschraube (29)
vorgesehen ist, durch die der Anpreßdruck zu dem benachbarten Stützelement (31) einstellbar ist.
5. Rotations-Offsetdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Peripherie der Stützelemente eine von der Kreisform abweichende Kurve ist,
so daß jeweils durch Verdrehen eines Stützelementes der Abstand und somit der Anpreßdruck zu dem benachbarten
Stützelement veränderbar ist.
6. Rotations-Offsetdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützelemente auf den Achsen (Fig. 3; 37 bis 40) gelagerte Schmitzringe (Fig. 3;
41 bis 44) sind.
7. Rotations-Offsetdruckmaschine nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lager nachstellbare doppelreihige Rollenlager sind.
8. Rotations-Offsetdruckmaschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützelemente jeweils
aus einem Rollen- oder Kugellager bestehen, dessen Innenring fest auf der Achse eines Zylinders angeordnet
ist und dessen Außenring als Schmitzring dient.
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