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DE29237C - Schützenwechsel für Webstühle - Google Patents

Schützenwechsel für Webstühle

Info

Publication number
DE29237C
DE29237C DENDAT29237D DE29237DA DE29237C DE 29237 C DE29237 C DE 29237C DE NDAT29237 D DENDAT29237 D DE NDAT29237D DE 29237D A DE29237D A DE 29237DA DE 29237 C DE29237 C DE 29237C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shooter
lever
looms
chair
change
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT29237D
Other languages
English (en)
Original Assignee
M. H. LEHMANN in Chemnitz
Publication of DE29237C publication Critical patent/DE29237C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D43/00Looms with change-boxes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
MORITZ HEINRICH LEHMANN in CHEMNITZ. Schützenwechsel für Webstühle.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 19. December 1883 ab.
Zu beiden Seiten der Lade L, Fig. 1, 2 und 3, sind horizontale Führungsleisten I1 /2 angebracht, in denen die mit zwei Zellen versehenen Schützenkasten k sich derart verschieben, dafs' die eine oder die andere der Zellen in die Verlängerung der Schützenbahn der Lade zu stehen kommt und der in betreffender Zelle liegende Schützen ί in bekannter Weise vom Treiber t durch das Fach geschossen werden kann.
Die Verstellung der Schützenkästen (der Schützenwechsel) wird durch die Schaftmaschine S, Blatt I, Fig. 7, 8 und 9, Blatt II, Fig. 17, auf folgende Weise bewirkt:
Die in die Löcher der Latten α eingeschraubten Knöpfchen b drücken beim Drehen die Plattfedern c und die mit denselben durch die Drähte e verbundenen Stahlplatineny nach rechts, Fig. 7 und 8, und diese werden dadurch in bezw. aufser den Bereich der auf- und abbeweglichen Schiene g gebracht, so dafs bei der Aufwärtsbewegung der Schiene g eine der Stahlplatinen/ gehoben wird.
Diese Platinen f sind durch Drähte h und über Rollen r geführte Ketten Zi1, Blatt I, Fig. 1 und 4, Blatt II, Fig. 17, mit der auf der Welle i befestigten Gabel I1 verbunden, so dafs durch Heben der Platine / die Welle i um einen bestimmten Winkel gedreht wird. Die Welle i trägt an ihrem oberen Ende ein Zahnrad i2) Fig. 3, welches in ein mit Hebel ^1 und Bremsscheibe k2 verbundenes Zahnrad kz eingreift und die Drehung der Welle i auf den mit k% verbundenen Hebel kx überträgt. Der Hebel Zi1 ist mit dem Schützenkasten k durch Bolzen und Schlitz verbunden (bei x, Fig. 17), so dafs letzterer sich verschiebt und den gewünschten Schützen dem Treiber t gegenüberstellt, Fig. 2, während die leere Zelle des anderen Schützenkastens stehen bleibt.
Die Wechselvorrichtung ist zu beiden Seiten der Lade angebracht, weshalb der einlaufende Schützen nicht sofort wieder hinübergeschossen zu werden braucht; man kann daher mit diesem Schützenwechsel einfädig wechselnde Waare fertigen. . .
Für den Fall, dafs der Schützen im Fach stecken bleibt und auf einer Seite nicht ankommt, ist ein Schützenwächter angebracht, welcher in diesem Falle das Ausrücken des Stuhles veranlafst und folgendermafsen functionirt.
Wenn der Schützen in seiner Zelle ankommt, drückt er die um den Bolzen m, Fig. 10 bis 12, drehbare Zunge tnl zurück und unter Vermittelung des doppelarmigen Hebels m?, Fig. 10 bis 15 und ig, den Daumen »23 in die verticale Lage, Fig. 14, 15 und ig.
Der Daumen mz hebt dabei die mit dem Hebel «', Fig. 1, 2, 6, 17 und 18, verbundene, von der Feder η niedergehaltene Rolle n2, so dafs der Hebel W1 mit seinem anderen keilförmig abgeschrägten Arme, Fig. 6 und 18, sich niederbewegt und den mit der Ausrückwelle 0' verbundenen Hebel o* zur Seite drückt, Fig. 2, 6 und 18. Dadurch wird der ebenfalls auf der Welle o1 befestigte Stöfser o\ Fig. 6 und 18, so hoch gehoben, dafs er bei der Ladenbewegung nicht gegen die Nase des Ausrückers <?4 stöfst und der Stuhl nicht ausrückt. Kommt jedoch der Schützen nicht in seiner Zelle an, so wird der Daumen ms durch die Feder ;»4, Fig. 11, in seiner tiefsten Lage erhalten, der
Stöfser o3, Fig. 18, wird nicht ausgehoben und bewirkt, indem er gegen die Nase des Ausrückers O4, stöfst, das Ausrücken des Stuhles auf folgende Weise:
U4 drückt den federnden Ausrückhebel r2, der für gewöhnlich von der Nase r4 des Schlitzes r3 gehalten wird, so weit nach vorn, dafs er von der Nase abrutscht und von seiner Feder zur Seite gedrückt wird; mit dem Hebel r2 ist die um y drehbare Riemengabel rx verbunden, welche in der in Fig. 17b pimktirt angegebenen Lage des Hebels r% den Riemen auf die Losscheibe führt. Das Gewicht P, welches von oi bisher zu wirken verhindert wurde, drückt unter Vermittelung des Winkelhebels b4 und der Zugstange b3 den Bremsbacken b\ an das Bremsrad b% um die lebendige Kraft der beweglichen Theile aufzuheben und den Stuhl schnell zum Stillstand zu bringen.
Die Fig. 17 und 18 zeigen den Stuhl in zwei Ansichten, die Bäume und das Blatt sind weggelassen. Der Schützen ist in den rechten Schützenkasten eingelaufen und hat' hier die Rolle gehoben, Fig. 17. Fig. 17b zeigt den Grundrifs des Schlitzes r3, in welchem sich der Ausrückhebel bewegt. ■
In Fig. 19 ist der Schnitt durch den Schützenkasten und in Fig. 20 der der Lade zunächstliegende, die Mechanismen für den Schützenwächter enthaltende Theil desselben in gröfserem Mafsstabe dargestellt.
Der vorbeschriebene Schützenwechsel ist besonders für Kleiderstoffe, weiche direct vom Stuhl weg in den Handel kommen, berechnet; denn da hier die Fäden der Schützen nicht wie bei anderen Wechselvorrichtungen mit der öligen Bahn des Schützenkastens in Berührung kommen können, so fallen die Oelflecke, welche sich sonst auf einige Zoll von der Sahlleiste herein oft zeigen, und bei Waaren, die nach dem Weben nicht gewaschen werden, die Qualität bedeutend beeinträchtigen, vollständig weg.
Die an der Schaftmaschine verwendete Lattenkette a a . . . macht den Gebrauch der Musterkarten vollständig überflüssig und gestattet die Herstellung der verschiedenartigsten Muster durch Versetzen der Musterknöpfchen b b . . .
Der Cylinder, über welchen die Kette läuft, braucht infolge der Kettenconstruction keine hin- und hergehende Bewegung zu machen, wie bei anderen Schaftmaschinen, sondern nur eine drehende.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Schützenwechseleinrichtung mit horizontal verschiebbaren Schützenzellen, welche von einer Mustermaschine aus durch Vermittelung von Platinen, Zugschnüren und stehenden, mit der Lade und um ihre eigenen Achsen schwingenden Hülfswellen (i i) nach Bedarf versetzt werden.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT29237D Schützenwechsel für Webstühle Active DE29237C (de)

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