DE2922589C2 - Werkstückaufspanntisch für eine Werkzeugmaschine - Google Patents
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Description
a) daß das Spannglied als eine der Werkstückauf-'
spannplatte (2) annähernd flächengleiche Spaunplatte (8) ausgebildet und durch Vor-Sprünge
(10) in Teilen (3,7) der Werkstückaufspannplatte
(2) geführt ist,
b) daß die Kraftübertragungsstange (ti) eine zentrale Öffnung (16) der Spannplatte (8)
durchsetzt und mit radialem und axialem Spiel an dieser angreift, und
c) daß die Nuten-Anordnungen in der Werkstückaufspannplatte (2) und in der Spannplatte (8) aus
wenigstens drei, radial bezüglich der zentralen Öffnung (7) verlaufenden Nuten (6; 9) bestehen.
2. Werkstückaufspanntisch nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet daß die Kraftübertragungsstange (11) mit ihrem obere*; Ende (Wa) in eine
zentrale Öffnung (17) der Werkstückaufspannplatte (2) eingreift.
3. Werkstückaufspanntisch nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkstückaufspannplatte
(2) und die Spannplatte (8) kreisrund gestaltet und ihre radialen Nuten (6 bzw. 9) am Plattenumfang
offen ausgebildet sind und in einem Abstand vor den zentralen öffnungen (16, 17) der Platten (2; 8)
endigen.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Werkstückaufspanntisch für eine Werkzeugmaschine, insbes. für eine
Ständerbohrmaschine. Der Werkstückaufspanntisch weist eine Werkstückaufspannplatte auf, in der eine die
gesamte Dicke der Werkstückaufspannplatte durchsetzende Nut-Anordnung zum Durchtritt von Spannarmen
vorgesehen ist. Die Spannarme sind in einer zur Nut-Anordnung der Werkstückaufspannplatte dekkungsgleichen
Nut-Anordnung eines Spanngliedes verschiebbar gehalten. Das Spannglied ist unterhalb der
Werkstückaufspannplatte verdrehungssicher angeordnet und über eine Kraftübertragungsstange zur
Ausführung von Spannbewegungen mit einer Zylinder-Kolbeneinheit pendelnd verbunden.
Bei einer bereits bekannten Spannvorrichtung (DE-GM 66 06 233) für einen Werkstückaufspanntisch
der vorstehend beschriebenen Gattung ist das Spannglied als eine mit einer T-Nut versehene Traverse
ausgebildet, die innerhalb einer sie aufnehmenden und führenden, die Werkstückaufspannplatte durchsetzenden
Nut eine Schräglage einnehmen, d. h. an ihrem einen Ende mehr und an ihrem anderen Ende weniger
gehoben oder gesenkt werden kann, so daß Höhendifferenzen zwischen zwei Spannarmen längs der Traverse,
mit denen das Werkstück festgehalten wird, selbsttätig ausgeglichen werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Werkstückaufspanntisch der eingangs genannten Gattung
zu schaffen, der den selbsttätigen Höhenausgleich mit Hilfe der Kraftübertragungsstange wahlweise bei
zwei oder auch bei drei Spannstellen ergibt, ohne daß diese Spannstellen in einer Flucht längs einer durch die
Tischmitte gehenden Geraden zu liegen brauchen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst
Möglichkeiten zur vorteilhaften weiteren Ausgestaltung eines solchen Werkstückaufspanntisches sind in
den Patentansprüchen 2 und 3 angegeben.
Im folgenden ist die Erfindung anhand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 einen Werkstückaufspanntisch gemäß der Erfindung, teilweise im Schnitt, von der Seite gesehen;
Fig.2 eine teilweise aufgebrochen dargestellte
perspektivische Ansicht des oberen Teils des Aufspanntisches und
Fig.3 eine perspektivische Darstellung einer anderen
Ausführungsform der Spannplatte mit der Kraftübertragungsstangö.
Mit 1 ist der Aufspanntisch als Ganzes bezeichnet 2 ist die Werkstückaufspannplatte. Sie ist mit einer nach
unten ragenden Flanschwand 3 an ihrem Rand versehen, die auf dem Unterteil 4 des Tisches ruht Dieser
Unterteil ist mit einem außerhalb der Werkstückaufspannplatte 2 vorstehenden, zum Auffangen der
Kühlflüssigkeit dienenden Rand S versehen. In der Werkstückaufspannplatte 2 sind eine Anzahl von Nuten
6 vorgesehen, vorzugsweise solche mit T-förmigem Querschnitt Diese Nuten 6 erstrecken sich durch die
ganze Dicke der Werkstückaufspannplatte hindurch und reichen von deren äußerem Hand quer über den
Tisch, vorzugsweise bis in die Nähe seiner Mitte. Die Zahl der Nuten 6 kann verschieden gewählt werden —
F i g. 2 zeigt eine Ausführungsform mit 4 und F i g. 3 eine Ausführungsform mit 3 Nuten —.
Bei beiden Ausführungsbeispielen verlaufen die Nuten 6 radial zur Tischachse, etwa wie die Speichen
eines Rades. Die Nuten 6 gehen durch die Flanschwand 3 hindurch; sie gehen in deren Öffnung 7 über. Zwischen
dem Oberteil oder der Tischplatte 2 und dem Unterteil 4 ist eine der Werkstückaufspannplatte 2 annähernd
flächengleiche Spannplatte 8 innerhalb der Flanschwand 3 vorgesehen. Diese ist in gleicher Weise wie die
Werkstückaufspannplatte 2 mit Nuten 9, insbesondere Nuten mit T-förmigem Querschnitt versehen, die gerade
unterhalb der Nuten 6 in der Werkstückaufspannplatte verlaufen. Die Spannplatte 8 weist eine Anzahl radialer
Vorsprünge 10 auf, durch welche die T-förmigen Nuten 9 hindurchgehen. Diese Vorsprünge 10 erstrecken sich
nach der Seite hin in die öffnung 7 der Fl*nschplatte 3
und werden durch diese geführt Die Spannplatte 8 ist in dem Raum zwischen der Werkstückaufspannplatte 2
und dem Unterteil 4 mittels einer Kraftübertragungsstange 11 senkrecht bewegbar, die mit einer Kolben-Zylindereinheit
(Druckluftzylinder 12) als Antrieb versehen ist. Die Kraftübertragungsstange 11 geht durch
einen hohlen Drehlagerzapfen 13 hindurch, der starr mit der Unterseite des Tisches verbunden ist. Der Zylinder
12 ist an dem einen Ende dieses Zapfens beispielsweise mit Halteschrauben angebracht. Der hohle Zapfen 13
ivird in einer Klemmhülse 14 des (nicht dargestellten)
ien Tisch tragenden Armes der Werkzeugmaschine gehalten. Die den Zapfen 13 umgreifende Klemmhülse
14 ist auf letzterem mittels einer Spannvorrichtung 15 Festspannbar, Der Zylinder 12 kann mittels eines Ventils
18 mit Handhabe 18s gesteuert werden.
Die K-raftübertragungsstange 11 geht mit radialem
Spiel durch eine Mittenöffnung 16 in der Spannplatte 8 hindurch und steht mit axialem Spiel mit der Oberseite
der Spannplatte über einen Kopf 11a an seinem oberen Ende sowie über eine Verbreiterung mit der Unterseite
der Spannplatte im Eingriff. Die Verbreiterung besteht zweckmäßig aus einem auf der Stange befestigten Ring
Ub. Der Kopf 11a greift in eine durchgehende Mittenöffnung 17 der Werkstückaufspannplatte 2 ein.
Er ist mit einer von oben zugänglichen axialen Gewindebohrung lleversehen.
Die Arbeitsweise eines Werkstückaufspanntisches gemäß der Erfindung ist folgende: Um Werkstücke auf
der Werkstückaufspannplatte zu befestigen, werden T-Bolzen benutzt, die mit ihrem Kopf in die T-Nuten 9
der Spannplatte 8 eingeführt werden und wie üblich mit Muttern und Spannpratzen versehen sind. Sobald diese
an Ort und Stelle eingesetzt sind, kann das Werkstück sofort festgeklemmt bzw. gelöst werden, indem der
Druckluftzylinder 12 und die Kraftübertragungsstange 11, welche die Spannplatte 8 nach oben oder unten
bewegt, mittels des Ventils 18 gesteuert werden. Bei der
Bewegung der Spannplatte 8 wird diese seitlich durch die Vorsprünge 10 geführt, die sich in den öffnungen 7
der Flanschwand 3 bewegen können. Außer der seitlichen Führung derart, daß die Nuten 9 der
Spannplatte 8 sich immer gerade unter den Nuten 6 der Werkstückaufspannplatte 2 befinden, hat die Spannplatte
8, da ihre Verbindung mit der Kraftübertragungsstange 11 genügend Spiel hat, Bewegungsfreiheit, so daß sie
geneigte Stellungen nach jeder Richtung gegenüber der Werkstückaufspannplatte 2 einnehmen kanu, soweit der
senkrechte Abstand zwischen der Werkstückaufspannplatte 2 und dem Tischunterteil 4 dies zulassen. Auf diese
Weise werden Höhendifferenzen zwischen den Angriffspunkten am Werkstück selbsttätig ausgeglichen,
wenn das Werkstück gleichzeitig an mehr als einer Stelle festgespannt werden soll. Es ist dah«r nicht
erforderlich, eine sorgfältige Einstellung der Höhe der Klemmvorrichtungen in bezug auf das Werkstück
vorzunehmen, vielmehr genügt eine rascfte und
annähernde Einstellung. Man erhält einen selbsttätigen Höhenausgleich an bis zu zwei Stellen längs einer
gemeinsamen Linie, oder beispielsweise drei Stellen, welche die Ecken eines Dreiecks bilden, wie in F i g, 3
in angedeutet, vorausgesetzt, daß die durch die Kraftübertragungsstange
11 übertragene Klemmkraft innerhalb der Begrenzungslinien des Dreiecks übertragen wird.
Auch wenn nur zwei Stellen benutzt werden, ist es noch vorteilhaft, daß diese in jeder beliebigen Richtung von
einer T-Nut 9 in der Spannplatte 8 zu einer anderen hin verlaufen können.
Außerdem werden auch noch andere Vorteile durch die Erfindung erreicht Da nämlich die Spannplatte 8
durch die Kraftübertragungsstange 11 betätigt wird, die
sich an zentraler Stelle in dem Tisch befindet und da der den Tisch tragende Lagerzapfen 13 hohl ausgebildet ist,
können der Lagerzapfen und die den Werkstückaufspanntisch der Werkzeugmaschine rügende Befestigungseinrichtung
— bei den Ausführungsb:ispieien die Klemmhülse 14 — dazu benutzt werden, die Kraftübertragungsstange
11 zu lagern und den Druckluftzylinder 12 unterhalb davon zu tragen. Die Bauhöhe des
WerkstüfVaufspanntisches wird dadurch nicht vergrößert und es wird auch kein Raum oberhalb der
3» Werkstückaufspannplatte dadurch beansprucht Vielmehr
ist die Oberseite der Werkstückaufspannplatte 2 völlig frei. Ein weiterer großer Vorteil einer Anordnung
des Antriebs und der Kraftübertragungsstange in der Mitte des Tisches besteht darin, daß der Tisch als
; '· Ganzes leicht drehbar gemacht werden kann, indem der
Lagerzapfen 13 in der Klemmhülse 14 drehbar gemacht wird. Es wird dann auch möglich, auf einfache Weise an
dem Tisch einen Indexs'.ift ortsfest unterhalb des
drehbaren Tisches anzubringen, der mit Bohrungen oder Anschlägen auf der Tischunterseite zusammenwirkt,
so daß eine eingebaute Indexvorrichtur.g erhalten wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Werkstückaufspanntisch für eine Werkzeugmaschine,
insbes. für eine Ständerbohrmaschine, mit einer Werkstückaufspannplatte, in der eine die
gesamte Dicke der Werkstückaufspannplatte durchsetzende Nut-Anordnung vorgesehen ist zum
Durchtritt von Spannarmen, die in einer zur Nut-Anordnung der Werkstückaufspannplatte dekkungsgleichen
Nut-Anordnung eines Spanngliedes verschiebbar gehalten sind, welches unterhalb der
Werkstückaufspannplatte verdrehungssicher angeordnet ist und über eine Kraftübertragungsstange
mit einer Zylinder-Kolbeneinheit pendelnd verbunden ist, zur Ausführung von Spannbewegungen,
dadurch gekennzeichnet,
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