DE2918136C2 - Vorderwagen für ein Frontlenkerfahrzeug - Google Patents
Vorderwagen für ein FrontlenkerfahrzeugInfo
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- B62D21/00—Understructures, i.e. chassis frame on which a vehicle body may be mounted
- B62D21/15—Understructures, i.e. chassis frame on which a vehicle body may be mounted having impact absorbing means, e.g. a frame designed to permanently or temporarily change shape or dimension upon impact with another body
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- B62D—MOTOR VEHICLES; TRAILERS
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Description
Die Erfindung betrifft einen Vorderwagen für ein Frontlenkerfahrzeug gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1. Bei Frontlenkerfahrzeugen kann es schwierig sein, den Überlebensraum des Fahrers bzw.
des Beifahrers bei einem Frontalaufprall zu erhalten, da im Gegensatz zu einem Pkw mit seinem zur Unterbringung
des Antriebsaggregats oder eine» Kofferraums ausgelegten Vorderwagen weniger schutzbietende
Strukturen zur Verfugung stehen. Dabei kann es geschehen, daß beispielsweise beim Aufprall auf
ein Lkw-Heck der Kontakt mit dem Hindernis in einem höher als der übliche Stoßfänger mit nachgeschalteten
Deformationselementen gelegenen Bereich erfolgt.
Bei dem die Merkmale des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 aufweisenden Vorderwagen für
Frontlenkerfahrzeuge nach der DE-AS 211J 847 ist
zusätzlich zu dem Bodenrahmen mit einem sich an den vorderen Enden von Längsträgern abstützenden
biegesteifen unteren Querträger, der den Abstand zwischen den beiden Α-Säulen überbrückt, oberhalb
des unteren Querträgers ein Brüstungsgurt vorgesehen, der ebenfalls den Abstand zwischen den beiden
Α-Säulen überbrückt und mit diesen kraftübertragend verbunden ist. Zwischen Brüstungsgurt und unterem
Querträger sind eine biege- und beulsteife Frontwand und eine ebenfalls biege- und beulsteife Innenwand
sowie diese gegeneinander abstützende Deformationsglieder, die also horizontal in Fahrtrichtung verlaufen,
vorgesehen.
Betrachtet man weiter den mit der Erfindung gattungsgleichen, also Vorderwagen für Frontlenkerfahrzeuge
betreffenden Stand der Technik, so zeigt die DE-OS 2612517 eine Konstruktion, bei der das
Fahrerhaus bei ei»iem Aufprall gegenüber einem Rahmen des Fahrzeugs unter Energieaufnahme begrenzt
horizontal verschiebbar angeordnet ist. Dabei kann das Fahrerhaus auf seiner Vorderseite mit einem
bei einem Aufprall durch Verformung energieabsorbierenden wabenartigen Rammschutz versehen sein.
Die Möglichkeit der horizontalen Verschiebung des Fahrerhauses ist aber nur dann gegeben, wenn das
Fahrerhaus getrennt von den übrigen Teilen des Aufbaus des Fahrzeugs auf dem Rahmen angeordnet
ist.
Ferner ist es für ein Frontlenkerfahrzeug aus der DE-OS 2 705849 bekannt, im minieren Bereich der
Vorderwand zur Gewinnung einer klappbaren Abdeckung für eine Reservekammer die Stoßstange und
die Schürze einstückig aus Integralschaum zu fertigen und als Klappe über eine Scharnierachse an einem
Querträger des Fahrzeugs zu befestigen. Hinter diesem Teil aus Integralschaum ist ein ebenfalls einen
Bestandteil der klappe bildender Tragrahmen vorgesehen,
an dem sich über horizontal verlaufende Streben die Stoßstange abstützt. Der Tragrahmen stützt
sich mit seinem oberen horizontal verlaufenden Träger nicht auf den Α-Säulen des Fahrzeugs ab. so daß
er nur begrenzte Kräfte aufzunehmen vermag.
Schließlich ist es für gattungsmäßig andere Fahrzeuge, nämlich Personenkraftwagen mit im Vorderwagen
angeordneter Antriebsmaschine, bekannt, den vorderen Stoßfänger zu einem mit seiner Ebene senkrecht
verlaufenden Rahmen zu ergänzen (DE-AS 2 225084). aus einem horizontalen biegesteifen Träger
und /wci vertikalen biegesteifen Trägern, die in
Längsträger übergehen, einen zaunartigen Rammschutz zu bilden (US-PS 3 746383) oder einen schildartigen
Rammsehutz hinter der eigentlichen Stoßstange vorzusehen (US-PS 3915486).
Bei der die Merkmale des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 aufweisenden Konstruktion nach der
oben behandelten DE-AS 2 119847 ist es erforderlich,
sowohl eine steife äußere Frontwand als auch eine durch Sicken versteifte Innenwand vorzusehen und
zwischen beiden horizontal verlauende Streben anzu-
ordnen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Vorderwagen für ein Frontlenkerfahrzeug gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 mit geringerem Fertigungsaufwand, als ihn die genannte bekannte
Konstruktion erfordert, so auszubilden, daß bei einem »Überfahren« des unteren Querträgers bei
einem Auffahrunfall die Fahrzeuginsassen geschützt sind.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist gekennzeichnet durch die Merkmale des Patentanspruchs
1.
In vorteilhafter Weise vermeidet also die Erfindung die Ausbildung von Blechteilen des Fahrzeugaufbaus
so, daß diese eine kraftübertragende Verbindung zwischen den beiden Querträgern bilden; hierzu werden
vielmehr konstruktiv einfach auszubildende Zugstreben verwendet.
Man kann die Erfindung auch als zaunartige Vorderrahmenkonstniktion
bezeichnen. Die gleichsam die Latten des Zauns darstellenden Zugstreben, deren Anzahl sich nach dem jeweiligen Einzelfall richtet,
lorgen dafür, daß beispielsweise bei einen: Auffahrenfall auf ein Lkw-Heck (innerhalb eines Geschwindigkeitbereichs)
der obere Querträger nach oben oder Bach hinten allenfalls geringfügig ausgebogen wird.
Wie Versuche ergeben haben, entsteht durch diese Zugfeste Anlenkung des oberen Querträgers an dem
— ggf. in bekannter Weise als Deformationselement ausgebildeten - biegesteifen unteren Querträger im
Verein mit der kraftübertragenden Verbindung des oberen Querträgers mit den beiden Α-Säulen eine im
Hinblick auf die gegebenen Platzverhältnisse bei eieem Frontlenkerfahrzeug optimal feste Vorderraheienkonstruktion,
die bei einem Auffahrunfall da> Vorderwandblech abstützt, damit auch die Verbindung
zwischen diesem und dem unteren Querträger entlastet, auch bei Auffahrunfällen, bei denen der
Kontakt mit dem Hindernis oberhalb des unteren Querträgers auftritt, Aufprallkräfte in diesen und die
Längsträge'einleitet und darüber hinaus Freiheit hinsichtlich
der Gestaltung der eigentlichen Vorderwand «us stilistischen bzw. aerodynamischen Gründen oder
aus Gründen des Fußgängerschutzes läßt
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteranspriiche.
Ein Arsführungsbeispie! der T.rfindung wird im
folgenden anhand der Figur erläutert, die perspekti
visch nur die hier interessierenden Teile des Vorderwagens eines Frontlenkerfahrzeugs wiedergibt.
Das Fahrzeug v/ei-.*, wie üblich, einen linken
Längsträger 1 und einen rechten Längsträger 2 auf; die vorderen Enden der beiden Längsträger 1 und 2
überbrückt in ebenfalls bekannter Weise der hier als Deformationselement ausgebildete, hinter dem Stoßfänger
3 angeordnete untere biegefeste Querträger 4. Die seitlich über die Längsträger I und 2 hinausragenden
Bereiche des unteren Querträgers 4 werden über seitliche Ausleger 5 und 6 abgestützt an dem jeweiligen
Längsträger 1 bzw. 2.
In einem Abstand oberhalb des unteren Querträgers 4 verläuft ein weiterer biegesteifer Querträger 7.
Dieser obere Querträger, der in noch zu beschreibender Weise mit dem übrigen Rahmen des Fahrzeugs
ίο in kraftübertragender Verbindung steht, stützt das
Vorderwandblech 8, das in üblicher Weise an seinem unteren Ende bei 9 verbunden ist mit dem unteren
Querträger 4, bei einem Aufprall auf ein Hindernis, beispielsweise ein Lkw-Heck, ab, das höher liegt als
der untere Querträger 4 bzw. der Stoßfänger 3.
Wie die Figur zeigt, stutzt sich der in Draufsicht etwas vorgewölbte obere Querträger 7 mit seinen Enden
ab auf den beiden A-Säulen 10 und 11 des Fahrzeugs, so daß schon hierüber bei dem beschriebenen
2(i Aufprall Kräfte in das übrige Rahmenwerk des Fahrzeugs
eingeleitet werden. Zum i*.hutz des oberen
Querträgers 7 gegen ein Durchbiegen seines mittleren Bereichs in der Figur nach rechts sind in diesem Ausführungsbeispiel
zwischen dem oberen Quert-äger 7 einerseits und dem unteren Querträger 4 andererseits
zwei äußere Zugstreben 12 und 13 mit einem flachen
Querschnittsprofil und zwei innere Zugstreben 14 und 15 mit einem runden Querschnittsprofil vorgesehen,
die kraftübertragende Verbindungen zu dem unteren Querträger 4 darstellen. Die aus diesem unteren
Querträger 4, dem oberen Querträger 7 sowie den Zugstreben 12 bis 15 gebildete Anordnung stellt also
gleichsam einen Zaun dar.
Während die Zugstreben 12 bis 15 an der hinteren Wand 4' des unteren Querträgers 4 angreifen, durchsetzen
sie mit ihren oberen Endbereichen den oberen Querträger 7 von unten her. Daher weisen die Zugstreben
mittlere Bereiche 12', 13', 14' bzw. 15' auf. die schräg nach vorn geneigt sind und dadurch im ersten
Augenblick der Aufnahme von Stoßkräften durch den oberen Querträger 7 eine zusätzliche Versteifung
desselben gegen Veiformung bewirken.
Die beiden äußeren Zugstreben 12 und 13 verlaufen etwa im Bereich der beiden Längsträger 1 und 2
und stützen sich über Stützstege 16 und 17 an den seitlichen Auslegern 5 und 6 ab.
Der senkrechte Abstand zwischen dem oberen Querträger 7 einerseits und dem unteren Querträger
4 andererseits richtet sich zweckmäßigerweise
so nach den konstruktiven Gegebenheiten des jeweiligen
Fahrzeugs (z. B. nich der Höhe des unteren Randes der Frontscheibe). Auch die Zahl und Formgebung
der Zugstreben ist ven>tändlicherweise abhängig vom
;sw>.iligen Einsat/fall.
Hierzu i Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorderwagen für ein Frontlenkerfahrzeug mit einem sich an den vorderen Enden von Längsträgern
abstützenden biegesteifen unteren Querträger, der den Abstand zwischen den beiden A-Säulen
überbrückt, und einem in einem Abstand oberhalb des unteren Querträgers hinter dem
Vorderwandblech verlaufenden oberen biegesteifen Querträger, der ebenfalls den Abstand zwischen
den Α-Säulen überbrückt und mit diesen kraftübertragend verbunden ist, dadurch gekennzeichne
t, daß der obere Querträger (7) zur Bildungeines zaunartigen Rammschutzes mit dem is
unteren Querträger (4) zwischen den beiden A-Säulen (10 und 11) über Zugstreben (12 bis 15)
ebenfalls kraftübertragend verbunden ist.
2. Vorderwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß je eine Zugstrebe (12 und 13)
in der Nähe eines der Längsträger (1 bzw. 2) verläuft
und über einen Stützsteg (16 bzw. 17) an diesem oder einem mit diesem verbundenen seitlichen
Ausleger (5 bzw. 6) abgestützt ist.
3. Vorderwagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Querträger
(7) in Draufsicht betrachtet vorgewölbt ist.
4. Vorderwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugstreben
(12 bis 15) an der hinteren Wand (4') des unteren Querträger" (4) oder des oberen Querträgers (7),
dagegen an der unteren Wand des oberen Querträgers (7) bzw. der obere.. Wand des unteren
Querträgers (4) angreifen und in dem Abstand zwischen beiden einen schräg 1 ich vorn weisenden
Bereich (12' bzw. 13' bzw. 14' bzw. 15') besitzen.
5. Vorderwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugstreben
(14 und 15) ein rundes oder quadratisches Quer- <tn
Schnittsprofil besitzen.
h. Vorderwagen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zugstreben (12 und 13) em flaches Querschnittsprofil besitzen.
7. Vorderwagen nach einem der Ansprüche 1 bis ti. dadurch gekennzeichnet, daß jeweils eine
Zugstrebe (12 bzw. 13) mit flachem Querschnittsprofil in der Nähe eines der Längsträger (1 bzw.
2) verläuft und an diesem oder einem seitlichen Ausleger (5 bzw. 6) abgestützt ist, und daß zumin- .v>
dest eine Zugstrebe (14 und/oder 15) mit rundem oder quadratischem Querschnittsprofil an einer
zwischen den beiden Zugstreben (12 und 13) mit flachem Querschnittsprofil liegenden Stelle angeordnet
ist
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